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Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

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Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Arianrhod » Montag, 23.11.15, 18:13

Wer mitgelesen hat, als ich mich vorgestellt habe, weiß es schonb. Bei mir ist eine Polyneuropathie aufgetreten, das heißt, die Nerven leiten langsamer als üblich. Es betrifft senbsible, motorische und auch autonome Nerven. Symptome sind Gangunsicherheit, Kribbeln, einschießende Schmerzen, aber auch Durchfälle und Krämpfe. Die bekanntesten Ursachen hat meine Neurologin schon überprüft, zur weiteren Überprüfung war ich jetzt in einer Spezialklinik mit vollem Programm, unter anderem Rückenmarkpunktion :shock:

Ergebnis: Es ist keine Ursache zu finden.

Ich habe die lange Einnahme von Neuroleptika angesprochen.

Antwort des Arztes:

"Wenn eine vorher gesunde Frau acht Jahre lang Neuroleptika nimmt und danach eine Polyneuropathie auftritt, die keine andere Ursache hat, ist es sehr wahrscheinlich, hier einen Zusammnenhang zu sehen. Aber - das kann man nicht beweisen."

Wie sehr ihr das?
Gibt es hier eventuell noch andere Betroffene, bei denen durch Psychopharmaka so etwas aufgetreten ist?

liebe Grüße Arianrhod
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Jamie
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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Jamie » Montag, 23.11.15, 22:31

Hallo Arianrhod,

die Polyneuropathie bitte unbedingt als UAW melden!
Wenn mehr Menschen dem BfArM bzw. PEI Meldung über NW machen würden, dann stünden unsere Chancen besser, dass Psychopharmaka endlich nicht mehr verharmlost werden und die Pharmafirmen könnten sich auch nicht mehr einfach so aus der Sache rausmogeln:
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=19&t=7889

Grüsse
Jamie

PS. Ja, sehe völlig klar eine Korrelation. Und es tut mir leid :(. Ich hoffe, es ist nicht irreversibel :oops:.
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...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Kevin05 » Dienstag, 24.11.15, 7:08

Hallo,

ich nehme seit vielen Jahren Diazepam und habe auch vielerlei Symptome bzw. Probleme, die sich die Ärzte weder erklären noch diagnostizieren können. Die Ursache liegt aber selbst bei den meisten Ärzten mit denen ich gesprochen habe auf der Hand, dass es sich um Wirkungen der Langzeiteinnahme bzw. Nebenwirkungen handelt, weil selbst bei Medikamenten, die schon lange am Markt sind gibt es keine ausreichenden Langzeitstudien.

Fakt ist, dass die Ärzte keinerlei Hilfestellung leisten können, da sie auch keine Ahnung haben mit was sie es zu tun haben. Ein mir bekannter Suchtmediziner meinte, dass sämtliche Betroffene, die er kennt nach jahrelangem Konsum auch massivere körperliche Beschwerden bekommen, also das scheint für mich keine Nebenwirkung zu sein sondern eine Wirkung der jahrelangen Einnahme.

Inwieweit und das hat ja Jamie schon angesprochen, diese Dinge sich wieder erholen können, kann ich leider gar nicht beantworten und wohl auch niemand anderer, es gilt das Prinzip Hoffnung. Das Problem, was ich sehe ist halt auch, wie soll sich der Körper regenerieren bzw. heilen, so lange man weiterhin diese Substanzen zu sich nimmt und genau hier beißt sich die Katze ja in den Schwanz, weil ein Wegkommen von den Substanzen ja extrem schwer ist für die meisten. Also ich kann für mich nur sagen, da haben die Pharmakonzerne sogar geschafft mehr Schaden anzurichten als mit den meisten illegalen Drogen, weil die richten deutlich weniger Schaden an bzw. ist die Chance davon wegzukommen sogar deutlich höher.
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Verlauf:
Benzodiazepin Einnahme seit 1989
(8 Monate durchgehend Bromazepam hoch dosiert genommen - kalt ohne Probleme abgesetzt!)
bis 2003 sporadisch - meiner Ansicht nach keine Abhängigkeit
zwischen 2003-2006 definitiv starke Abhängigkeit/Sucht
Auslöser: Meine erste Scheidung und eine Schilddrüsen-OP
ca. 6-7 Monate auch stärkeren Alkoholkonsum, also zwischen 2005-2006 (vorher niemals Alkohol getrunken, danach auch nie mehr bis heute, auch keinerlei Bedürfnis)
2006 Kalter Entzug ca. 3 Wochen stationär mit Trazodon als Ersatzmittel, nach 3 Monaten kalt auch dieses abgesetzt.
dann bis ca. 2011 sehr sporadische Einnahme von Diazepam ohne das Gefühl abhängig zu sein.
Dann aufgrund unerklärlicher gesundheitlicher Probleme erneut Diazepam abhängig bis heute - also leider schon ziemlich lang.
Niemals Einnahme von irgendwelchen Drogen, auch meine Medikamente wurden mir ausschließlich über den Arzt verschrieben.
Ich bin nach wie vor berufstätig 40 Stunden und gesundheitlich natürlich weiterhin Probleme, die in den Benzobereich passen wie Muskel-, Gelenksprobleme, Angst, Schlafprobleme, Gedächtnisprobleme, Augenprobleme leider (feuchte Makula) usw. - aber es ist wie es ist.
Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
Dosierung? War sehr unterschiedlich, manchmal hoch, heißt über 30 mg Diazepam täglich, manchmal konstant 5-15 mg.
Zur Zeit nicht wirklich konstant und zu viel.

Nachtrag: Warum schreibe ich das? Weil jemand gefragt hat von den neuen Mitgliedern, dass ich eine Signatur schreiben soll im Sinne, dass man sich die gesundheitlichen Probleme erklären kann. Also 99,9% Benzodiazepine - keine Drogen! Und kurzfristig Alkohol.


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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 24.11.15, 8:35

Hallo Arianrhod,
"Wenn eine vorher gesunde Frau acht Jahre lang Neuroleptika nimmt und danach eine Polyneuropathie auftritt, die keine andere Ursache hat, ist es sehr wahrscheinlich, hier einen Zusammnenhang zu sehen. Aber - das kann man nicht beweisen."
Hier liegt das große Problem. Wie beweisen? Ganz abgesehen davon, dass uns keiner aus der Forschung den genauen Zusammenhang zwischen dem mysteriösen chemischen Ungleichgewicht, dass zu den Zuständen geführt haben soll, denen die erste Tabletteneinname gefolgt ist, beweisen kann. *hust

Das Rxisk-Team um Dr. David Healy, der auch für das erste Infopaket des ADFD zum Thema Absetzen Pate stand, hat eine Complex Research Site zum Thema Entzug eingerichtet. Polyneuropathie wird dort als wichtiges Erklärungsmodell für die Symptome genannt, die Du auch beschreibst. Die Medikamente fallen nicht umsonst unter den Begriff neurotoxisch. Sie machen etwas mit den Nerven - und das ist nicht/kaum erforscht. U.a. weil die, die Geld für Forschung in die Hand nehmen, nicht daran interessiert sind.

Rxisk schreibt in Bezug auf SSRI, und ich denke, das gibt sich nichts zu anderen Substanzen:
Antidepressant prescribing took off 25 years ago. From early on, there was a slowly increasing number of people each year unable to stop. There is now one antidepressant prescription per year for everyone in the Western World. Roughly 10% of the population is taking them and 9 out of 10 of these are taking them because they can’t stop.

They try to stop and have difficulties, and are told by their doctors that this is the original problem that has come back – and they believe their doctor. Or they try harder to stop and can’t. Some get off treatment but have enduring problems.

The basic proposal here is that Serotonin Reuptake Inhibiting antidepressants have effects on peripheral sensory systems, especially on C-fibers. Many of these protracted withdrawal features map well onto complaints which when brought to neurological clinics lead to a diagnosis of peripheral sensory neuropathy.
http://withdrawal.rxisk.org/

Grüße, Murmeline
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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Arianrhod » Dienstag, 24.11.15, 18:25

Hallo Jamie, ich werde es melden, danke für die Idee.

An alle anderen,
ich hoffe, noch mehr Fälle zu finden.
Ich weiß eh nicht genau, wie man den Zusammenhang beweisen möchte. Tierversuche?
Aber mehrere Patienten mit dem gleichen Problem müssten doch auf die richtige Spur führen, oder?

Es gibt ca. 200 Ursachen für Polyneuropathie. Alle sind bei mir negativ. Eigentlich bleiben nur die NL übrig. Ich verstehe die Antwort des Oberarztes als ein "ja" .

( Im Vergleich, die Psychiater, bei denen ich das angesprochen habe, haben es schlicht negiert, wenn nicht sogar als Körperhalluzination eingeordnet .)

liebe Grüße Arian
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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Arianrhod » Dienstag, 24.11.15, 18:32

Das ist zwar keine Arztseite, aber hier werden Psychopharmaka als Auslöser für PN genannt:
http://www.aktive-ergotherapie.de/krank ... uropathie/
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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 24.11.15, 21:12

Hallo Arian,
Ich verstehe die Antwort des Oberarztes als ein "ja" .
Ich auch.

Ich würde mal sagen, die genannten Symptome finden sich im ADFD immer wieder bei Mitgliedern, vielleicht nicht immer sehr komplex und auch nicht immer dauerhaft. Aber "offizielle" Diagnosen sind mir nicht bekannt. Mal schauen, ob Suchmaschienen demnächst andere Betroffene vorbeischauen lassen.

Grüße, Murmeline
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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Arianrhod » Mittwoch, 23.12.15, 18:31

Ich habe die Polyneuropathie als eventuelle Nebenwirkung gemeldet und folgendes Schreiben erhalteN:

vielen Dank für Ihre Nachricht zu o. g. Arzneimittel.



Ihre geschilderten Beschwerden bedauern wir sehr.



Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) ist an jeglichen Hinweisen zu Nebenwirkungen sehr interessiert und hat Ihren Bericht als unerwünschte Arzneimittelwirkung (UAW) unter o. g. AkdÄ-Nr. aufgenommen.



Üblicherweise werden Arzneimittelwirkungen von dem behandelnden Arzt/Ärztin gemeldet. Deshalb möchten wir Sie bitten, den beigefügten UAW-Berichtsbogen unter Angabe der AkdÄ-Nr. durch Ihren behandelnden Arzt/Ärztin ausfüllen zu lassen, da wir eventuelle Rückfragen leider nur mit einem Arzt/einer Ärztin klären können.


Tja, hier liegt das Problem. Während der Neurologe sagt: "Vielleicht" , bezeichnete ein Schmerztherapeut einen möglichen Zusammenhanhg als "bullshit".
Ich bekomme keine ärtzliche Meinung , die mich klar unterstützt.

Was kann ich jetzt noch machen????

liebe Grüße Arianrhod
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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 23.12.15, 20:48

Liebe arianrhod,

Das ist wirklich das schwierige an der Sache, dass ein Arzt das bestätigen muss.

Mehr als das vielleicht des Neurologen kriegst du ja nicht, kannst du ihn dennoch fragen, ob er bereit ist, dass ganze als "Verdachtsfall" mit dir zu melden?

Drück dir dafür die Daumen, Murmeline
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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Thomas » Freitag, 25.12.15, 0:48

Hallo Arian,

"...hat Ihren Bericht als unerwünschte Arzneimittelwirkung (UAW) unter o. g. AkdÄ-Nr. aufgenommen."

Wie es klingt, haben sie es registriert. Wenn es nun doch noch einer Bestätigung in Form dieses Berichtsbogens bedarf, würde ich mit dieser kooperativen Ärztin nochmal Kontakt aufnehmen, welche die 40 Ursachen ausschloss und in die Neurologie überwies und sie auch mit der Aussage des OA konfrontieren. Sie meinte ja, sie hat das noch nie gehört. Gut, dann hat sie es jetzt. Es bedarf ja nicht unbedingt eines kausalen Beweises, denk ich. Sondern es ist eben eine Polyneuropathie im Laufe einer 8-jährigen Neuroleptikabehandlung aufgetreten, für die es selbst nach intensivster Untersuchung keine andere Erklärung gibt. Und das wird gemeldet. Wenn jemand Kopfschmerzen im zeitlichen Zusammenhang mit einer Medikamentierung bekommt, wird das auch gemeldet ohne das der physiologische Zusammenhang tatsächlich beweisbar ist. An den OA der Klinik könnt man auch herantreten, aber das wird wahrscheinlich schwieriger.

Grüße
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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Schildkroete » Dienstag, 16.02.16, 19:32

Arianrhod hat geschrieben:
ich hoffe, noch mehr Fälle zu finden
Hallo, hier!

Ich bin sehr froh über deinen Beitrag! Als ich vor ein paar Monaten hier im Forum nach "Polyneuropathie" gesucht habe, schien das kein Thema zu sein. Heute habe ich zufällig deinen Beitrag gesehen. Auch ich habe eine Polyneuropathie. Auch bei mir wurde trotz intensiver neurologischer Diagnostik (inklusive Lumbalpunktion) keine Ursache gefunden. Mein Hausarzt hält meine langjährige Venlafaxin-Einnahme für die Ursache (hat er von sich aus ins Spiel gebracht, als ich mir in Bezug auf Venlafaxin noch gar nichts Böses dachte).

Ich habe auch eine UAW-Meldung abgegeben, und zwar direkt bei der Zulassungsbehörde (BfArM). Die haben ein Formular, das ausdrücklich für die Meldung durch Patienten gedacht ist. Mal sehen, ob da Rückfragen kommen.

Gruß
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Diagnose: Depression, in Remission seit 2014
Seit 2003 diverse Antidepressiva, zuletzt (seit 2007) Venlafaxin , wechselnde Dosierungen, zuletzt 75 mg
Außerdem: Einnahme von Schilddrüsenhormon (L-Thyroxin, seit 2009), diverse Nahrungsergänzungsmittel, Antihormontherapie mit Tamoxifen (seit 10/2017)

1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

Mein Thread: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=35&t=9719

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UAW-Meldung/Rückmeldung vom BfArM

Beitrag von Schildkroete » Donnerstag, 18.02.16, 23:40

Auch ich werde gebeten, einen Fragebogen von einem Arzt ausfüllen zu lassen: "Wir sind an weiteren Einzelheiten interessiert und bitten Sie, den beiliegenden Berichtsbogen einem Arzt Ihres Vertrauens auszuhändigen, damit er diesen ausfüllen und an uns zurückschicken kann."

In meinem Fall ist das kein Problem, da mein Hausarzt das Venlafaxin sowieso für den "Schuldigen" hält. Unabhängig davon möchte ich das unterstreichen, was Thomas schon erklärt hat: Es geht bei der Meldung unerwünschter Arzneimittelwirkungen nicht um den Beweis eines Kausalzusammenhanges (der in manchen Fällen erst nach jahrelanger weiterer Forschung möglich ist). Es geht darum, auf zeitliche Zusammenhänge (und damit mögliche Kausalzusammenhänge) aufmerksam zu machen. Auf dem Berichtsbogen soll der Arzt seine Einschätzung des Kausalzusammenhangs abgeben, und die Kategorien reichen von "gesichert" über "wahrscheinlich" und "möglich" bis zu "unwahrscheinlich". Ich gehe davon aus, dass mein Hausarzt mindestens "möglich" ankreuzen wird.

Noch ein Zitat aus den Ausfüllhinweisen: "Um auch bisher unbekannte Arzneimittelrisiken erfassen zu können, ist es notwendig, auch in Verdachtsfällen und beim Auftreten unerwünschter Wirkungen, die bisher nicht mit den verabreichten Arzneimitteln in Verbindung gebracht wurden, einen Berichtsbogen auszufüllen." Daher möchte ich Jamies Appell, unerwünschte Arzneimittelwirkungen den zuständigen Stellen zu melden, unbedingt unterstützen!

Gruß
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1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

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Zu früh gefreut

Beitrag von Schildkroete » Samstag, 02.04.16, 23:33

Leider war ich zu optimistisch, was meinen Hausarzt angeht: Er hat sich geweigert, das Formular auszufüllen. Das würde zu viel Arbeit machen, da kämen zu viele Rückfragen, das würde gar nichts bringen, und außerdem könnte man doch gar keinen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Medikament und Neuropathie herstellen.

Dass er damals vor einem Jahr, als die Neuropathie diagnostiziert worden war, spontan und als Erstes das Venlafaxin im Verdacht hatte, daran konnte oder wollte er sich nicht mehr erinnern. Außerdem wären doch noch gar nicht alle möglichen Ursachen überprüft worden, deshalb will er jetzt ein Wirbelsäulen-MRT machen. Arianrhod, wurde das bei dir auch gemacht?
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1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Arianrhod » Sonntag, 03.04.16, 18:19

Hallo Schildkröte, ja, ich bin auch viermal an der Wirbelsäule operiert. Aber die Polyneuropathie ist unabhängig davon.

ich war ja in einer Spezialklinik und wurde richtig durchgecheckt, keine Ursache war zu finden.

Leider geht es mir wie Dir - auch ich finde keinen Arzt , der da den Kopf aus dem Fenster streckt. Eine Sache ist, was sie mir gegenüber unter vier Augen sagen, eine andere ist, seinen Namen irgendwo runterzusetzen ..... leider:(

Mein Psychiater hat mir empfohlen: erstmal Vitamin B12 zu substituieren und Bürstenmassage für die Füße, um die Nerventätigkeit anzuregen, mal sehen, ob das was bringt.

liebe Grüße Arianrhod
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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Schildkroete » Montag, 04.04.16, 19:54

Hallo Arianrhod,

hast du denn einen Vitaminmangel? Meine Neurologin hat genau nichts zur Behandlung empfohlen, da ja keine Ursache gefunden wurde. Vitaminmangel hat sie überprüft und ausgeschlossen. Könnte es trotzdem hilfreich sein, Vitamin B12 zu nehmen?

Gruß
Schildkröte
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Außerdem: Einnahme von Schilddrüsenhormon (L-Thyroxin, seit 2009), diverse Nahrungsergänzungsmittel, Antihormontherapie mit Tamoxifen (seit 10/2017)

1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Arianrhod » Dienstag, 05.04.16, 18:23

Schildkroete hat geschrieben:Hallo Arianrhod,

hast du denn einen Vitaminmangel? Meine Neurologin hat genau nichts zur Behandlung empfohlen, da ja keine Ursache gefunden wurde. Vitaminmangel hat sie überprüft und ausgeschlossen. Könnte es trotzdem hilfreich sein, Vitamin B12 zu nehmen?

Gruß
Schildkröte
Hallo Schildkröte,

vor Jahren wurde bei mir mal ein Vitamin B12 - Mangel festgestellt. Der Arzt sagte damals, dass das immer mehr Menschen haben, weil unsere Nahrungsmittel oft nicht genug enthalten. Damals wurde ich mit einer Depotspritze Vitamin B12 behandelt.
Seitdem substituiere ich Vitamin B12, weil ich nicht wieder in einen Mangel geraten möchte. bzw. durch die Polyneuropathie ist mein Bedarf auch höher.
Der Neurologe meinte, es hilft auf jeden Fall, auch wenn kein Mangel vorliegt.

liebe Grüße Arianrhod
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Polyneuropathie

Beitrag von Kassiopeia » Sonntag, 17.04.16, 10:07

 ! Nachricht von: Murmeline
Beitag hierher verschoben
Liebe Foris,

schon öfter hat sich bei mir als Absetzsymptom Kribbeln in den Händen und Füßen bemerkbar gemacht. Seit einiger Zeit habe ich es aber ständig und teilweise richtig extrem auf den Handflächen. Es gibt ein Krankheitsbild mit diesen Symptomen, genannt Polyneuropathie.

Sie kann durch Medikamente ausgelöst werden - an manchen Stellen finden sich auch AD als mögliche Ursachen, aber nichts Genaueres. Der Alkoholkonsum tut hier sicherlich das seinige, jedoch würde mich interessieren, ob es hier Erfahrungen mit den Symptomen, eventuell auch einer solchen Diagnose und möglichen Gegenmitteln gibt.

Alles Liebe
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Diagnose 3/2013: Schwere/mittlere Depression/Burn-Out induzierte D.>>März 2013: Venlafaxin 75 mg>>auf 225 mg
nach Abklingen der NW gut vertragen>>Dezember 2013: Um Tiefs (Schmerzen am ganzen Körper, extreme Schwäche)abzufedern auf 300 mg: stabile Stimmung, jedoch körperlich ständig erschöpft, extrem hohes Schlafbedürfnis und neue NW: "Stöße" am Hinterkopf + kurzzeitig schwankender Gang>>5.2.2014:225 mg Absetzsymptome: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, Weinerlichkeit, intensive (auch Angst-) Träume, Nachtschweiß, Kälteschauer, Kribbeln an den Fußsohlen. Positiv: Bin seitdem tagsüber nicht mehr so erschöpft und müde! AS nach etwa drei Wochen abgeklungen>>9.3.2014: Reduktion auf 200 mg. Erst Hochgefühl (manische Phase?) Plötzliche AS nach zehn Tagen: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, intensive Träume, Kälteschauer, Tinnitus verstärkt, Müdigkeit, Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, Gliederschmerzen, Verspannungen, Pessimismus, Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit, Gefühl der Überforderung. Dann psychisch eine Besserung, jedoch werden die Krankheitssymptome heftiger: Kopf, Kiefer, Hals, Ohren, Zunge abwechselnd oder gleichzeitig, wechselnd besser und wieder schlechter>>26.4.2014:: 150 mg: Körperliche Schwäche und Gliederschmerzen. Halsschmerzen und Kopfschmerzen abwechselnd. Tinnitus, Müdigkeit. Nach etwa 1 Monat symptomfrei. Dann Tabletten vergessen: Alptraumnacht und massive körperliche Symptome. Wiedereindosiert nach 2 Tagen. Symptome nun wieder wie nach letztem Absetzschritt, mit Ausnahme von Halsschmerzen.
Absetzpause, Reha, Stabilisierung. Neue Diagnose: rezidivierende Depression und somatoforme Schmerzstörung
20.12.2014: Ca. 147,5 mg leichte Absetztsymptome
31.12.2014: Ca. 145 mg die ersten paar Tage nix, dann Schwitzen, Kälteschauer, Gliederschmerzen und Antriebslosigkeit
07.01.2015: Ca. 142,5 mg Schmerzen am ganzen Körper, grippig, morgens total im Eimer
17.01.2015: Ca. 140 mg
19.01: Bakterieller Infekt mit Fieber: Wegen heftiger Muskelzuckungen wieder zurück auf 142,5 mg
02.02. 140 mg
11.02. 137,5 mg
13.03. 132,5 mg
05.04. 127, 5 mg
23.04. 125 mg
27.05. 122,5 mg
10.06. 120 mg
04.08. 117.5 mg
18.08. 115 mg
08.09. 75 mg. hypomanische Phase, Schwitzen, Kälteschauer, Träume, dann Tief mit Traurigkeit, Antriebslosigkeit und Gliederschmerzen.
03.01. 7 Kügelchen weniger
08.02. 10 Kügelchen weniger
28.02. 15 Kügelchen weniger - also bei etwa 70,8 mg
14.03. 20 - etwas zu früh
Umstellung von morgendlicher Einnahme auf abends
2.5. 25 Kügelchen weniger
15.5. 30 Kügelchen
28.5. 35 Kügelchen
20.6. 40 Kügelchen
14.7. 45 Kügelchen
2.8. 55 Kügelchen - der Schritt war anscheinend zu groß. Enorme Erschöpfung und Schmerzen in den Fingern, Händen, Füßen, Oberarmen, Oberschenkeln, Kribbeln im Gesicht, Halsschmerzen. Jeder Schritt ist anstrengend.
1.9. 60 Kügelchen
20.9. 65 Kügelchen
5.10. -70 Kügelchen :schnecke: :o
16.10. -75 K.
30.10. -80 K.
20.11. -85 K.
20.12. -90 K. - immer noch ca. 50mg to go :frust:
weitergemacht in dem Tempo, bis ich gemerkt habe, dass eine vergessene Dosis mir kaum mehr etwas ausgemacht hat, da hab ich dann immer geschwindelt und bin am nächsten Tag deutlich niedriger eingestiegen.
Ab 1.5.2017 Countdown von 70 Kügelchen, jeden Tag eines weniger
1.7.2017 9 Kügelchen to go
10.07.2017 - 0. Ich bin gereizt und weinerlich, meine Muskeln ziehen, es kribbelt und mir schlafen die Gliedmaßen ein

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Re: Polyneuropathie

Beitrag von Arianrhod » Sonntag, 17.04.16, 19:31

 ! Nachricht von: Murmeline
Beiträge wurden inzwischen zusammengelegt
Hi Kassiopeia,
ich habe das Problem auch, hier schreibe ich dazu:
viewtopic.php?f=50&t=10670

liebe Grüße
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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Beitrag von Monalinde » Montag, 18.04.16, 14:52

Hallo,

ich kann mich erinnern, dass ich im rechten Oberschenkel, aber nur dort, während der Venlafaxineinnahme (2001) und auch noch drei Monate nach dem Absetzen dieses Kribbeln bzw. auch Ameisenlaufen hatte, besonders wenn ich meine Beinstellung veränderte. Zeitweise war es auch gar nicht da, kam und ging wie es wollte und schwächte sich schließlich ganz ab. Das ist für mich der Beweis, dass dieser Zustand in einem gewissen Zusammenhang mit dem Venlafaxin gestanden haben muss, das ich seinerzeit aber nur über einen Zeitraum von 9 Monaten eingenommen hatte.

Bei einer erneuten Einnahme von Venlafaxin im Jahre 2005 tauchte dieses Phänomen dann nicht mehr auf. Andere Nebenwirkungen und Absetzerscheinungen ergab es aber eine ganze Menge. Das mag verstehen wer es wolle, ich jedenfalls nicht, aber offenbar bergen diese Mittel noch so manches Geheimnis, leider!

LG Mona
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2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg, ich habe in diesem Rahmen manchmal erhöht und reduziert
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Dezember 2012 auf Null abgesetzt, ausschleichend alle drei Wochen 10 Prozent der ursprünglichen Dosis

Diagnose: Depression und Angststörung

Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.

Zahlreiche körperliche Symptome:
(Tinnitus , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals, saures Aufstoßen, Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Stimmungsschwankungen, Hautausschläge, Angstzustände, Gelenkschmerzen, Schwindel))


2016: Nebenhöhlenentzündung, Schleim im Hals, Stimmungsschwankungen bzw. Neuroemotionen, Tinnitus, noch
leichte Schlafstörungen, lebhafte Träume, die wahrscheinlich meinen Tinnitus triggern, aber keine Albträume
mehr, Schüttelfrost

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Re: Polyneuropathie

Beitrag von Schildkroete » Montag, 18.04.16, 23:05

Kassiopeia hat geschrieben: Liebe Foris,

schon öfter hat sich bei mir als Absetzsymptom Kribbeln in den Händen und Füßen bemerkbar gemacht. Seit einiger Zeit habe ich es aber ständig und teilweise richtig extrem auf den Handflächen. Es gibt ein Krankheitsbild mit diesen Symptomen, genannt Polyneuropathie.

Sie kann durch Medikamente ausgelöst werden - an manchen Stellen finden sich auch AD als mögliche Ursachen, aber nichts Genaueres. Der Alkoholkonsum tut hier sicherlich das seinige, jedoch würde mich interessieren, ob es hier Erfahrungen mit den Symptomen, eventuell auch einer solchen Diagnose und möglichen Gegenmitteln gibt.

Alles Liebe
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Hallo Kassiopeia,

ich habe ja oben schon geschrieben, dass die Neuropathie bei mir während der Einnahme von Venlafaxin begonnen hat. Weil du das Thema Absetzsymptome ansprichst, will ich das noch etwas präzisieren.

Neuropathische Schmerzen habe ich seit 2010 (Venlafaxin nehme ich seit 2007), über die Jahre relativ unverändert auf niedrigem Niveau. Einzige Ausnahme: im ersten Quartal 2015, als ich das Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt habe, haben sich die Schmerzen für einige Wochen massiv verstärkt. Später kehrten sie wieder auf das Niveau zurück, das ich seit Jahren kannte. Diese Verstärkung sehe ich eindeutig im Zusammenhang mit dem (zu schnellen) Absetzen.

Gruß
Schildkröte
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Diagnose: Depression, in Remission seit 2014
Seit 2003 diverse Antidepressiva, zuletzt (seit 2007) Venlafaxin , wechselnde Dosierungen, zuletzt 75 mg
Außerdem: Einnahme von Schilddrüsenhormon (L-Thyroxin, seit 2009), diverse Nahrungsergänzungsmittel, Antihormontherapie mit Tamoxifen (seit 10/2017)

1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

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