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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Medikamente gegen Entzug

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Ewunia
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Medikamente gegen Entzug

Beitrag von Ewunia » Samstag, 13.02.16, 11:31

Hallo an alle,
Gibt es Medikamente oder Mittel, die die Entzugserscheinungen lindern können? Hab dazu im Forum nichts gefunden.
Danke für eure Antworten :) Liebe Grüße
Ewunia
Medikation:
Venlafaxin 225 mg
Quilonum 900 mg


Diazepam: Reduktion 2013/2014

Quetiapin: Ausgangsdosis 600 mg
16.11.14 550 mg
25.07.17 0 mg
(mit einer langen Pause dazwischen - schreibe ich noch genauer)

Taxil*n: Ausgangsdosis: 100 mg - alle 2 Wochen 6,25 mg-Schritte
13.07.15 87,5 mg
04.07.2016 0 mg

Lyri*a: Ausgangsdosis: 300 mg = 15 ml - 0,1 ml Schritte täglich
25.07.16- 29.01.2017

LinLina
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Re: Medikamente gegen Entzug

Beitrag von LinLina » Samstag, 13.02.16, 11:42

Liebe Ewunia,

leider - nein.

Wenn wir da was wüssten, wären wir alle froh - aber alle Medikamente scheinen es oft noch schlimmer zu machen.

Manchen helfen einige Nahrungsergänzungsmittel ein klein wenig, vor allem Magnesium oder Fischöl - aber gleichzeitig gibt es auch viele, die das nicht vertragen. Und die Symptome wesentlich lindern tun sie meist auch nicht.

Das einzige was bei fast allen zumindest etwas hift, ist achtsames reduzieren, Zeit, Ausdauer und viel Geduld und ein guter Umgang mit sich selbst.

lg Lina
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Ursprünglicher Grund der Einnahme: Schmerzen, PTBS, heftige Unverträglichkeitsreaktion auf Schmerzmittel und Antibiotika (anhaltende Krampfanfälle)

Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr schwer).
Seit 8.2.2015 komplett abgesetzt

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.
Seit 27.1.2017: 0.15 mg Mirtazapin

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Re: Medikamente gegen Entzug

Beitrag von Murmeline » Samstag, 13.02.16, 11:45

Hallo Ewunia,

Tipps zu einzelnen Symptomen sammeln wir hier:
viewforum.php?f=57

Ich weiß nicht genau, was du dir vorstellst? DAS Mittel zur Linderung für alle gibt es nicht :( und immer wieder wird von vorübergehenden Phasen der Unverträglichkeit gegen alle möglichen Substanzen berichtet.

Grüße, murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Medikamente gegen Entzug

Beitrag von Ewunia » Samstag, 13.02.16, 13:49

Danke für die schnellen Antworten :)

Nun ja, ich habe da an Stoffe gedacht, die z.B. beruhigen oder die Stimmung heben... Vielleicht pflanzliche Mittel....
Danke für den Link!

Viele liebe Grüße
Ewunia
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Quetiapin: Ausgangsdosis 600 mg
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(mit einer langen Pause dazwischen - schreibe ich noch genauer)

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Re: Medikamente gegen Entzug

Beitrag von LinLina » Samstag, 13.02.16, 14:49

Hallo Ewunia,

mit pflanzlichen Mitteln gibt es unterschiedliche Erfahrungen, etwas, das bei vielen so richtig gut hilft kenne ich da nicht. Nicht nehmen würde ich Lavendelkonzentrate und Johanniskraut, da das zu Wechselwirkungen und Problemen führen kann. Mit Baldrian und Passionsblute kommen viele ganz gut klar, aber ob es so gut wirkt weiß ich nicht.

Mit anderen Nahrungsergänzungsmitteln wär ich sehr vorsichtig, da gibt es viele Versprechungen aber gerade im Entzug reagieren viele eher empfindlich und negativ auf neue Substanzen.

lg Lina
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Arianrhod
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Re: Medikamente gegen Entzug

Beitrag von Arianrhod » Samstag, 13.02.16, 19:30

Jemand hat in einem anderen thread Clonidin beschrieben, das scheinbar in Entzugskliniken eingesetzt wird. Ich mache gerade den Opioid-Entzug. ( alleine, nur mit einem Absertzplan, den meine Neurologin mitgegeben hat. Für meine Begriffe ist er zu rasch, das nur am Rande - ich werde viel langsamer vorgehen als sie). Weiß jemand mehr über Clonidin?

danke Arianrhod
2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

padma
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Re: Medikamente gegen Entzug

Beitrag von padma » Montag, 15.02.16, 17:09

hallo Arianrhod, :)

soviel wir wissen, ist Clonidin möglicherweise beim Opiatentzug, evtl. auch beim Lyricaentzug hilfreich.
Prinzipiell ist es sicherlich immer besser, so langsam zu reduzieren, dass man keine Zusatzmedkamente einsetzen muss.

Tulpe :) hat damit positive Erfahrungen gemacht. Du könntest sie direkt anschreiben.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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27.12.2017: 0,425 mg es wird weiter ge :schnecke: t


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SuSu
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Re: Medikamente gegen Entzug

Beitrag von SuSu » Montag, 29.02.16, 20:37

Vor einem halben Jahr fing ich an meine letzten Krümel Cipralex abzusetzen aber ich habe es nicht geschafft. Ich hatte so starke Gliederschmerzen und Grippegefühl dass es nicht auszuhalten war. Erst als ich meinen Rohkostanteil stark hoch schraubte, schaffte ich es. Also gesunde Ernährung und viel trinken hat mir enorm geholfen.
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Seit 27.8. = 4,5mg Diazepam

Betablocker Metoprolol niedrigste Dosierung

Diagnosen: schwere Depression, posttraumatische Belastungsstörung, Nebennierenschwäche, Hashimoto, chronisches Erschöpfungssyndrom, KPU, Multiinfektions Syndrom

Wille
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Re: Medikamente gegen Entzug

Beitrag von Wille » Samstag, 26.03.16, 9:25

Hallo zusammen

Mir hat geholfen bis jetzt nicht viel stress...-was leider nicht so möglich ist. Ab & zu eine rauchen, dass hat mir sehr geholfen. Damit hsbe ich viel erreicht. Rauche somst nicht. Kann helfen aber nicht bei jedem. Gruss willle sorry schreib fehler
Meine geschichte ist mir sehr peinlich. Abhängigkeit seit ich 13jahre alt war. 2008 methadon auf 20mg abgebaut, damit ich auf das subutex 124mg (buprenorphine) umstellen konnte. Ich wollte NIE abhängig sein! Ich habe allein im laufe der jahre den Abbau leider nur bis auf 6mg subutex (buprenorphine) geschaft.2009 märz: zum 1.x panik-&angstattacken wärend dem arbeiten bekommen.Ging zum meinem psychologen, da ich schon ca. 16jahre Jahre im substitutionsprogramm bei ihm war wegen meiner missbrauchgeschichte (kleinkind bis ich 16j.alt).Habe alles mögliche versucht diese panikattacken in den griff zu bekommen&Abbau von medis.Mir wurden viele AD verschrieben,aber alle hatten krasse nebenwirkungen.ich nahm sie nicht mehr,also bekam ich einfach das nächste AD. 2009 mai: temesta/lorazepam/tavor verschrieben,jedoch bekamm ich nur die Tabletten ohne gebrauchsanweisung, dass mich diese nur schlecht beeinflusse würden?!? meine frage wegen der abhängigkeit an ihn:er meinte nein kein problem. Wegen meiner a.-&p.attacken meinte er immer nur,dass es KEINE sind, sondern ich einfach sensibel bin?!Ich versuchte es mit anderen spez.psyologen&psychiater auf dem gebiet panikattacken,hypnoseth.,akupunktur,shiatsu,yoga,athemtechniken usw.Naturpräperate zur beruhigung:alles nichts geholfen.Versuchte zu arbeiten ohne temesta/lorazepam,dass ging voll in die hose,dann kam die angst vor der angst :evil:.. Was ich bekamm waren definitiv zu viel lorazepam (meine die dosis, bekam diese verschrieben wie "smarties" :shock:&AD, was mir leider nicht klar war, aber endlich konnte ich "normal" wieder arbeiten&funktionieren. Ohne panikattacken,aber abhängig von 50mg lorazepam.Die ich immer in den ferien abbaute.Was mir gelang in den jahren bis ich heute auf 30mg lorazepam bin. 2014 : 8.-12.12.2014 ganzer Abbau von 6mg buprenorphine auf 0mg.Ich wechselte den arzt und psychologe, beide waren schockiert von der menge der benzos. Ich habe NIE irgendwo Benzos gekauft, denn ich habe die immer ärztlich erhalten :frust:.2015 gings mir das ganze jahr nicht gut,da ich den schnellen abbau vom Buprenorphine auf 0mg. Die benzos baute ich weiterhin ab.Ich habe gehofft, dass ich hier im forum leute finde mit tipps betreffend abbau&benzo umstellung auf diazepam? Mit dem momentaner lorazepam abbau bin ich nur am leiden.Danke an alle die mir schreiben,Eure wille

Moselaner
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Re: Medikamente gegen Entzug

Beitrag von Moselaner » Dienstag, 18.07.17, 16:05

Hallo,
auch ich habe eben meinen Schmerztherapeuten der mir damals 60 mg Opium, innerhalb von 48 stunden abgesetzt hat , angerufen .
Er hat mir clonidin gespritzt subkutan.
es ist ein blutdrucksenker , sollte man also vorsichtig sein. in meinem fall kann man bestimmt nichts verkehrt machen , und werde es probieren.
LG von der Mosel M.
Hier die Krankengeschichte
I
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Seit 01.06.17: 3,75 mg zopiclon
Seit 01.07.17: 1,875 mg Zopiclon
Seit 21.07 17: 1,5 mg Zopiclon
Seit 01.08.17: 1,125 mg Zopiclon
Seit 07.08.17: 0.9375 mg Zopiclon
14.8.17: 0,7 mg Zopiclon
21.8.17: 0,5 mg Zopiclon
28.8.17: 0,25mg Zopiclon
01.09.17: 0,1 mg Zopiclon
04.09.17: 0mg Zopiclon

Hier der Verlauf meines Entzugs:
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