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Umgang mit Angst und Panik

Straycat
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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von Straycat » Freitag, 02.12.16, 15:44

Liebe alle,

habt ihr vielleicht einen Tipp für mich für ein pflanzliches/homöopathisches Mittel gegen Panikattacken?
Meint ihr helfen da Passionsblumen-Präparate? Oder besser Baldrian, Hopfen oder Melisse?

Ich habe keinerlei Probleme beim Schlafen, nur gelegentlich steigt mein Puls, manche Körperteile werden extrem heiß und ich habe das Gefühl gleich umzukippen oder mich übergeben zu müssen. Ich würde mir gerne etwas "für den Notfall" zulegen.
Aber keinesfalls will ich etwas nehmen, das mir neuerliche Probleme beschert, weshalb ich mich da lieber vorher bei euch erkundige.
Ich weiß, letztenendes muss ich es immer ausprobieren, aber vielleicht hat jeder jemand einen Tipp für mich ;)

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von padma » Freitag, 02.12.16, 18:48

liebe Cat, :)

das müsstest du wirklich ausprobieren. Ausser den von dir genannten Präparaten kämen auch noch Rescue Tropfen (Bachblüten) in Frage.

hier noch ein Tipp von Pulsatilla :)
Tipp gegen Panik Attacken

Wenn man Aufwallen spürt:

1 x Aconitum Napellus D 12 etwa 5-7 Tropfen

Hilft das nicht, kann man es alle 15 min bis zu 3 x Einnehmen. Hilft das leider auch nicht, bitte nicht noch öfter nehmen! Dann hilft es leider nicht. Dazu habe ich (bislang) keine eigene Erfahrung. Soll laut Homöopathie Buch aber SEHR gut helfen.
liebe Grüsse,
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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von Lana19 » Freitag, 02.12.16, 23:03

HalloCat,

mir hilft Neurexan ganz gut.
Oder spazieren gehen,aber das geht halt nicht immer!

Lg
Lana
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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von Straycat » Samstag, 03.12.16, 18:21

Liebe padma, Liebe Lana,

Vielen Dank euch beiden für die Tipps.
Ich werde mir mal ein Passionsblumenpräparat besorgen und ausprobieren beim nächsten Schub.

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von Arianrhod » Sonntag, 04.12.16, 19:25

Hallo,

ich hatte einen Hexenschuss, der so stark war, dass sich der ganze Rücken versteift hat - auch die Halsmuskulatur. Die verspannte Halsmuskulatur führt bei mir zu Kopfdruck, Tinnitus und Schwindel und durch den Schwindel dann auch zu einem phobischen Schwindel bzw. Angstattacken, im Klartext: Ich habe Angst rauszugehen, weil mir schwindelig wird. Klingt wie eine Agoraphobie, ich halte es für einen Mischzustand, zuerst ein körperliches Problem und dann das psychische obendrauf.
Ich war bei meinem Osteopathen, der meinte, Körper und Psyche ließen sich nicht so trennen. Er hat mir schon zweimal die Nackenmuskulatur behandelt. Kopfdruck und Tinnitus sind besser geworden, aber die Angst bleibt ( noch?) Ich gehe raus, denke, jetzt könnte mir schwindelig werden - und dann bekomme ich Panik.

Das ist Mist, aber ich will trotzdem empfehlen, bei Ängsten, Gangunsicherheit und Schwindelgefühl draußen auchmal die Halswirbelsäule anschauen zu lassen.

ich hoffe zumindestens, dass es davon kommt und keine Spätsymptomatik des Pregabalinabsetzens ist. Vielleicht weiß da einer was drüber.

liebe Grüße Arian
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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von Straycat » Montag, 05.12.16, 9:05

Hallo Arianrhod,

ja das mit dem Schwindel kenne ich... Ich bin auch bei einem sehr guten Osteopathen in Behandlung.
Anfangs als ich das Escitalopram abgesetzt hatte, dachte ich ja, der Schwindel kommt bei mir von Verspannungen. Hat sich dann herausgestellt, dass es ein entzugsbedingter Schwindel bei mir war.

Leider habe ich immer wieder solche Verspannungen (vor allem in der Schulter und im Nacken)... Ich bin jetzt bei einer guten Physiotherapeutin und hoffe, dass ich dadurch auf Dauer eine Besserung der Verspannungen erziele.

Liebe Grüße,
Cat
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diane

Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von diane » Donnerstag, 12.01.17, 20:01

ICH MUSS STÄNDIG DEN PULS MESSEN
*
*
Heute schrieb mich jemand an, er müsse ständig den Puls messen, um zu kontrollieren, wie er das aufhören könne. Er habe immer Angst um sein Herz gehabt, das wäre vorbei, aber das Pulsmessen könne er nicht sein lassen, er tut es, um zu kontrollieren, ob die Angst auch nicht mehr kommt.
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*
Wenn man sich ständig den Puls messen muss, um zu kontrollieren, ist das ein Zwang und das bedeutet, dass die Angst noch keineswegs vorbei ist, denn die treibt einen ja dazu, den Puls zu messen. Wie geht man damit um?
*
*
Zuerst einmal sollte man sich fragen, warum man das Pulsmessen überhaupt abstellen will? Wieso nicht einfach sagen: "Es ist in Ordnung, wenn ich ständig den Puls messe"?
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*
Solange ich etwas eine Bedeutung gebe, egal ob positiv oder negativ, wird es nicht verschwinden. Alles, was ich beachte und dem ich eine Bedeutung gebe, das bleibt definitiv in meinem Leben und zwar egal wie schön ich es mir rede.
*
*
Will man aufhören, ständig den Puls zu messen, dann muss einem das Pulsmessen egal werden. Also hört man zuerst einmal auf, es abschaffen zu wollen und sagt sich: "Es ist okay, wenn ich mir ständig den Puls messe, aber ich gebe dem keine Bedeutung mehr, weder gut noch schlecht".
*
*
Wenn man diese Einstellung zum Pulsmessen findet, dann verschwindet auch der Zwang, ständig den Puls messen zu müssen. Es liegt alles an der Einstellung zu etwas, egal zu was.
*
*
Der Hintergrund ist folgender: Wenn Du sagst, ich will das Pulsmessen nicht mehr, rufst Du gleichzeitig die Gegenseite hervor, nämlich den Zwang, ständig messen zu müssen und der wird dich beherrschen. Bleib in der Neutralität dazu, also lass es Dir egal werden. Wie? Indem Du Dir sagst, es ist okay, dass ich Puls messe, aber es hat für mich keine Bedeutung.
*
*
Du bist derjenige, der allem, was passiert, einen Sinn und eine Bedeutung gibt und allein dadurch bleibt in Deinem Leben, was Du nicht willst.
*
*

Quelle Facebook Panik und Angst
Von Waltraud
https://m.facebook.com/Mein.Weg.aus.den ... 75/?type=3
Zuletzt geändert von Sunnyrose am Samstag, 14.01.17, 14:32, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Quelle eingefügt

Sunnyrose
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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von Sunnyrose » Samstag, 14.01.17, 14:30

Ich habe die Quelle gefunden:

https://m.facebook.com/Mein.Weg.aus.den ... 75/?type=3

Lg Deria
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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von diane » Samstag, 14.01.17, 14:37

Danke Daria..

Auxilium
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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von Auxilium » Donnerstag, 26.01.17, 2:42

Hallo zusammen :)
Hallo
Dieser Text hier hat mit sehr geholfen meine Panik in den Griff zu bekommen.
http://www.panikattacken-hilfe.com/pani ... lbsthilfe/
Mit etwas Übung habe ich es geschafft, dass mit das rationale Denken während einer Panikattacke bleibt.
Wenn mir mein Kopf sagt"Dein Hals schwillt an", denke ich mir "Wieso sollte da was anschwellen, ich habe keine Allergien, mich hat nichts gestochen, ich krieg gut Luft"
Zu dieser Art von Denken muss man sich andangs zwingen aber irgendwann verinnerlicht man das.
Ich bin mir sicher die Methode könnte auch bei anderen Ängsten von Nutzen sein.
Achja, Baldriantropfen (mit dem Löffel Zucker) schmeckt gut, beruhigt und gibt mir persönlich ein angenehmes warmes Gefühl (wie bei Glühlwein/Rumm)

GLG Auxilium
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diane

Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von diane » Mittwoch, 01.03.17, 12:09

Hallo,

Ich habe einen sehr interessanten Film auf YouTube gefunden.. reinschauen lohnt sich..

https://youtu.be/oi6-82Kdf_Q

Lg

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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von Annanas » Montag, 12.06.17, 16:04

Hallo zusammen :group: - habe hier noch eine Übung als Sofortmaßnahme gegen Angst u.
Panik gefunden, die ich bei uns im Forum noch nicht gelesen hatte:

Eine weitere gute Sofortmaßnahme:

Lege dir selbst die linke Hand auf die rechte Schulter und die rechte Hand auf die linke Schulter, so dass sich deine Arme vor deiner Brust kreuzen.

Dann klopfst du dir zuerst im Sekundentakt abwechselnd mit der linken und dann mit der rechten Hand einmal auf die Schulter, dort wo deine Hand liegt. Erst rechte Schulter klopfen, dann linke Schulter, dann rechte Schulter, dann linke Schulter. Zuerst im Sekundentakt. Dann kannst du auch schneller werden.


Diese Übung stammt aus der energetischen Psychologie und baut Spannungen und Stress ab.

Grundsätzlich gilt: Bei Angst, Anspannung und Nervosität hilft Bewegung.
Quelle: http://www.zeitzuleben.de

Liebe Grüße von Anna
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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von padma » Dienstag, 22.08.17, 14:02

hier eine Antwort von LinaLina :) zu der Verknüpfung von Angstgefühlen und körperlichen Symptomen:

- Was kann ich gegen den massiven Brustdruck tun, welcher auch immer wieder diffuse Aengste in mir auslöst?!



Die Frage ist denke ich, löst der Brustdruck wirklich die Ängste aus, oder existieren beide nur gleichzeitig, und du verknüpfst es deswegen?

Wenn der Brustdruck wirklich ursächlich die Ängste auslöst, gibt es viele Techniken mit denen du dich beruhigen kannst und versuchen kannst deine Aufmerksamkeit von dem beängstigenden Symptom wegzulenken. Such doch dafür mal im Forum nach den Stichworten Angst/Ängste, vielleicht auch Zwangsgedanken oder ähnliches.

Neigst du zu hypochondrischen Gedanken?

Ich neige eigentlich nicht sehr zu hypochondrischen Gedanken und habe bei mir die Beobachtung gemacht, dass bei mir meistens einfach Angstgefühlt und körperliche Symptome gleichzeitig auftregen als Entzugssymptom, und ich deswegen die Verknüpfung herstelle. Denn komischerweise machen mir die gleichen Symptome zu anderen Zeiten keine Angst.

Wenn ich das durchschaut habe, kann ich mir sagen: Dieses Symptom macht mir eigentlich keine Angst, es ist an sich nicht Angsteinflößend - ich habe nur zufällig gleichzeitig ein Angstgefühl, und deswegen denke ich es wäre etwas schlimmes. Das fühlt sich ganz überzeugend an, aber es ist nicht logisch und nicht wahrscheinlich, dass es was schlimmes ist.

Das klappt nicht immer sofort, aber meistens kann ich mich nach einer Weile so beruhigen und die Gedanken immer wieder stoppen.

Wenn man diffuse Angstgefühle hat, passiert es ganz schnell dass man diese auf alles bezieht was in diesem Moment gerade nicht stimmig ist.

Hätte man in diesem Moment keine Angstgefühle, würde man das Symptom nur wahrnehmen und es nicht als beängstigend einordnen.

Was auch sehr gut sein kann: Deine Angstgefühle lösen den Brustdruck aus oder verstärken ihn. Auch wenn du es andersherum wahrnimmst, kann es sein, dass du schon vorher Angst gefühle hattest, die du nicht bewusst bemerkt hast, und erst das bekannte Symptom das darauf hin auftaucht zeigt dir, dass du gerade Angst hast.

In diesem Fall könnte, wenn du es schaffst dich ein wenig zu beruhigen, sogar das Symptom Brustdruck verschwinden oder zumindest besser werden.

Letztlich denke ich, es ist erstmal nicht das wichtigste dass der Brustdruck nicht mehr kommt, sondern wie du damit umgehst, und dass du besser mit den Angstgefühlen umgehen kannst die im Entzug leider oft dazu gehören, dann verlieren die Symptome auch irgendwann immer mehr den Schrecken auch wenn es natürlich immer noch sehr unangenehm ist.

Das sind meine Erfahrungen und Gedanken dazu.
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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von Arianrhod » Dienstag, 22.08.17, 19:00

padma hat geschrieben:hier eine Antwort von LinaLina zu der Verknüpfung von Angstgefühlen und körperlichen Symptomen:
Zu diesem Thema :


Interozeption und Angst

Interozeption ist die Fähigkeit, Signale des eigenen Körpers genau zu deuten. Menschen, die gut darin sind, können beispielsweise sagen, wie oft ihr Herz schlägt pro Minute, ohne dass sie es messen müssen, die Interozeption kann sich aber auf alle Körperregionen beziehen.
Psychisch gesehen haben solche Leute die Fähigkeit zu guten intuitiven Entscheidungen.
Eigentlich eine positive Fähigkeit mit vielen Vorteilen:
Ein höherer Zugang zu Körpersignalen wirkt bei Angst- und Panikpatienten eher - beängstigend. . Zum Beispiel wird die Deutlichkeit des Signals "Herztätigkeit" als Angst wahrgenommen.
Was zwei Menschen bewusst aus dem Inneren wahrnehmen, kann mehr oder weniger stark variieren. Introzeption ist durch ihre Zusammenhänge mit persönlichen Erfahrungen und Lernerlebnissen bis zu einem gewissen Grad subjektiv. So liegt bei einigen Menschen zum Beispiel eine relativ geringe Wahrnehmung von Körpervorgängen vor. Bei anderen kommt es zu einer gesteigerten Interozeption. Unter Umständen kann die starke Interozeption Angstkrankheiten auslösen. Bei solchen Angstkrankheiten kommt es zu einer Überinterpretation kleinster Veränderungen im Körperinneren, die Angstreaktionen provozieren und sogar körperliche Reaktionen auslösen können. Dies ist meist bei Menschen gegeben, die generell schneller Angst empfinden. Eine verminderte Wahrnehmung interozeptiver Reize kann einen Patienten wiederum sinnvolle Alarmsignale des eigenen Körpers ignorieren lassen. Quelle: http://symptomat.de/Interozeption
Das Einordnenkönnen und womöglich bewusste Provozieren der Signale könnte auch bei Angst helfen.

ttps://media.psychologytools.com/worksheets/german/interoceptive_exposure_de.pdf

liebe Grüße Arian
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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von Straycat » Donnerstag, 24.08.17, 11:46

Hallo,

was ich als hilfreich gegen Angstattacken entdeckt habe: Bewegung. Einfaches auf- und abgehen im Zimmer, ein Spaziergang, einfache Haushaltsarbeiten - einfach in Bewegung bleiben. Auch auf den Crosstrainer stellen für einige Minuten hilft bei mir gelegentlich sehr.
Ich habe dazu auch gelesen, dass man durch Bewegung das Cortisol im Körper abbaut, das bei Angst vermehrt ausgeschüttet wird.

Liebe Grüße
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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von padma » Sonntag, 10.09.17, 22:32

von Jamie :)
ich glaube es gibt nur eine einzige Möglichkeit, deine aktuelle Situation zu ertragen, und das ist zu lernen, diese schlimmen (Angst-) Zustände auszuhalten.
Vielleicht ist dir schon aufgefallen, dass du noch nicht gestorben bist, obwohl du jedes Mal denkst, jetzt ist es gleich so weit.

Ich schreibe das auch überhaupt nicht mit einem Unterton oder sowas und ganz sicher nicht verharmlosend, sondern ich wollte dich darauf aufmerksam machen, was in diesem Moment da bei dir passiert.
Dein Körper und deine Psyche signalisieren dir Todesangst und blanker Körperhorror, dennoch wird jeder Zustand von dir am Ende dann doch erfolgreich überwunden.

Und das heißt, dass du auch in der Lage bist, der Angst etwas entgegenzusetzen.
Meines Erachtens ist dies aktuell die einzige, wirklich wichtige Aufgabe an dich: Lerne, dich mit diesen Zuständen "anzufreunden" (so schlimm sie auch sind).In dem Moment, in dem du dich ihnen stellst und entgegentrittst, nimmst du ihnen bereits den Schrecken!

Momentan bist du nur drauf fixiert "hoffentlich geht es nicht gleich wieder los, hoffentlich kriege ich heute nicht wieder solche Zustände etc." und in diesem Moment fütterst du die Angst weiter an und du verharrst wie das sprichwörtliche paralysierte Kaninchen vor der Schlange :oops:.
Die Schlange beißt aber gar nicht tödlich zu, die droht und zischt nur! - Also zische zurück!

Akzeptanz ist ein erster Schritt, dies durchstehen zu können. Und das Wissen, dass einen die Angst und das Körperbrennen nicht umbringen, auch wenn es sich ernsthaft so anfühlt.
Wenn sich die Panik und das Körperbrennen wieder anschleichen, dann werde sofort bewusst und gehe nicht in diese "oh gott oh gott"- Haltung, sondern sage von mir aus laut: "Ha, da bist du ja wieder und willst mich fertig machen! Aber ich lass es nicht zu. Ich triumphiere am Ende!" - sowas in der Art und dann musst du bitte versuchen dich moderat abzulenken. Wärst du jetzt zuhause, würde ich sagen, mache leichte Tätigkeiten im Haushalt - jetzt in der Klinik fang eben an deinen Nachttisch und Schrank zu sortieren, schüttele dein Bett auf etc. oder mache einen Spaziergang oder kämme dir die Haare und beginne dich zu schminken... etwas, was passend für dich ist.
Probiere es mal aus! :)
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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von padma » Mittwoch, 20.09.17, 22:51

von Gugelhupf :) zu Panik und Unruhe


Ich habe gelernt meinen Körper nicht mehr als Feind zu betrachten (a la was tust du mir da an mit Herzrasen und co), sondern konzentriere mich im Moment wo ich merke, dass eine Panikattacke ansteht auf kleinste Verhaltenserkmale zb angespannter Bauch, angespannte Nacken-, Schultermuskulatur, flache Atmung etc und versuche dann schrittweise zu 'entschärfen'. Erst tief und ruhig in den Bauch atmen, positive Gedanken wenn nötig laut gesprochen, Schulterkreisen zur Entspannung der Muskulatur etc. Und glaub mir wen man das oft genug wiederholt schafft mans mit der Zeit viel entspannter zu sein.

Gegen die innere Unruhe trinke ich gern ne Tasse Entspannungs- oder Wohlfühltee. Manchmal hilft auch schon ein Glas kaltes Wasser.

Ich habe während meiner gesamten Einnahme von Cipralex übrigens immer ganz krass Zähne geknirscht, sodass mich mein Mann nachts weckte :D ein Wunder dass ich noch welche habe hihi

Und auch das verspannte Kiefer kenn ich nur zu gut. Manchmal war es so krass, dass ich den Mund gar nicht ganz aufbekommen habe. Ich bin dann draufgekommen, dass meine Zunge falsch liegt. Wenn ich im zu schnellen Entzug panisch war, lag sie immer auf den unteren Zähnen sodass sie mir irgendwie beim Atmen im Weg war, wodurch die Panik erst entstanden ist. Oder sie lag an den Gaumen geklebt. Auch so war alles irgendwie blockiert und verspannt. Wenn ich jetzt merke, dass mein Kiefer verspannt ist oder ich unruhig bin, lege ich nur die Zungenspitze auf den Punkt, an dem sich die Zähne vorne mittig schließen. Das klingt blöd aber ich merke, dass Energie fließen kann und sich alles entspannt.

Auch das Problem nach dem Essen hatte ich oft ganz arg. Ne größere Portion Pasta oder Pizza und ich hab ne Panikattacke bekommen, dass es nur so krachte. Dachte auch an das Roemheld Syndrom, aber bei mir kam auch das nur daher, dass ich mich so reingesteigert hatte. Jetzt steigt der Puls nach der Pizza zwar noch immer aber ich sag mir wer so reinhaut, darf sich nicht wundern, wenn der Körper dann mächtig zu tun hat. Ich finde für fast jedes Symptom inzwischen eine sensationelle Begründung ggg wissenschaftlich 1a aber es hilft mir dabei, meinen Auslöser für Panikattacken zu besiegen: ich hab nämlich immer jegliches Symptom viel zu kritisch bewertet.

Nimm dir anfangs täglich bewusst auch 10,15 Minuten zur Entspannung, leg dich hin und mach Atemübungen oder geführte Meditationen zb auf Youtube von Mojo.

Ich wünsche dir, dass du ohne weitere Medis auskommst. Ich bin davon überzeugt, dass wir alle erst dann übern Berg sind, wenn wir lernen uns selbst Kraft zu geben.
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Straycat
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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von Straycat » Dienstag, 10.10.17, 12:29

Liebe Angst- und Panikgeplagten,

ich kenne Panikattacken nun ja auch schon aus eigener Erfahrung sehr gut (war deswegen nun fast 7 Monate im Krankenstand). Heute habe ich von meiner Therapeutin sehr gute Tipps gegen Panikattacken bekommen, die ich mit euch teilen möchte.

Kurze Erklärung was im Gehirn so passiert bei Panik:
Sitz der Panik ist das limbische System, der kleine innere Teil unseres Gehirns, in dem auch Instinkte etc. gespeichert sind und den wir mit anderen Säugetieren gemeinsam haben. Was wir nun normalerweise tun, ist, wir denken nach und bewerten "Oh nein! Es ist eine Panikattacke" - dadurch wird vor allem der seitliche Teil des Gehirns aktiv, der temporale Kortex. Um die Panikattacke verschwinden zu lassen, müssen allerdings der vordere und hintere Teil unseres Gehirns, der okzipidale Kortex und der frontale Kortex arbeiten. Dafür sind am besten stärkere Reize der Sinne geeignet.

Am besten soll folgendes helfen:
Ein optisch kontrastreiches Muster (z.B. Schachbrettmuster) betrachten. Dabei kann man auch leicht ins das "Narrenkastel-Starren" kommen, wenn man Löcher in die Luft starrt. Das ist gut und hilft!

Auch hilfreich soll es sein, an einem starken Duft zu riechen, z.B. Lavendelöl.
Oder auch das Reizen der Geschmacksnerven, indem man ein in eine Zitrone beißt oder ein Pfefferkorn zerbeißt.

Das Starren, also das Anregen des Sehnervs soll am besten funktionieren und lässt sich auch wunderbar unauffällig im Alltag praktizieren. Man kann z.B. auch auf die Linien auf einem Block oder die schwarze Schrift auf hellem Untergrund eines Textes starren. Für andere sieht es aus, als würde man konzentriert lesen, aber wenn man eben nur "starrt" hilft das effektiv gegen die Panik.

Ich habe die Methoden noch nicht ausprobiert, doch meine Therapeutin meinte die "optische-Kontraste-Methode" hilft bei ca. 90% ihrer Patienten effektiv gegen Panikattacken. Ich werde es das nächste Mal ausprobieren und euch berichten, ob es geholfen hat. Vielleicht möchte es ja auch jemand von euch einmal ausprobieren und Bescheid geben ob es bei ihr oder ihm geholfen hat :-)

Liebe Grüße,
Cat
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Symptome : Weinen ohne Grund, grundlose Hoffnungslosigkeit, keine Motivation für irgendwas; Panikattacken/ Neuralgien seit 2017 Diagnose: unipolare Depression (2006), Panikstörung (2017)
Behandlung mit Escitalopram 10mg, später Steigerung auf 15mg und 20mg - ingsgesamt 10 Jahre
08/2016: Bupropion 300mg - eingeschlichen 1 Woche 150mg, dann 300mg
seit Volldosierung Bupropion (300mg) schrittweises Ausschleichen von Escitalopram (1 Woche 15mg, 2 Wochen 10mg, 1 Woche 5mg)
Bupropion: - 10 Tage 150mg (noch während voller Dosis Escitalopram), danach auf 300mg für 7 Wochen, dann wieder Reduzierung auf 150mg für 7 Tage aufgrund von übermäßiger Agitation und am 26.10.2016 auf 0mg (eigene Entscheidung ohne Arzt, da die Agitation und Panikattacken nicht abnahmen)
Seit 03/2017: 2 Wochen 37,5mg Venlafaxin, seither 75mg Venlafaxin
04-05/2017: 50mg Trittico, wieder abgesetzt
Seit 06.05.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% (also Reduktion um 7,5 mg) - derzeit also 67,5 mg Venlafaxin
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Jamie
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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von Jamie » Dienstag, 10.10.17, 15:07

Hallo Cat,

das ist sehr interessant.
Glücklicherweise habe ich selten Panikattacken und hab sie auch recht gut im Griff, aber falls ich wieder einmal in die Verlegenheit komme, probiere ich es mit der "Strarren-Methode".

Ich möchte aber kurz meinen Eindruck loswerden, dass sich die Erfahrung deiner Therapeutin nicht mit dem deckt, was ich bei Panikattacken erlebe.

Je mehr ich mich auf etwas fokussiere, und ich zähle etwas intensiv anstarren dazu, desto fixierter auf meine Wahrnehmung werde ich und gerade das finde ich bei Panikattacken bei mir nicht hilfreich, weil es mein Empfinden verstärkt, dass etwas absolut unrund in meinem Kopf und Körper läuft.
Ich habe sofort den Impuls "ins Außen zu gehen", also zB aufstehen statt sitzen- oder liegen zu bleiben, geschäftig zu werden, "Energie nach außen" abzugeben etc.
Etwas Anstarren fühlt sich für mich nicht passend an, aber ich spreche wirklich nur von mir.

Ich werde es trotzdem mal testen, weil es mich interessiert.

Viele Grüße, falls es bei dir vorkommen, berichte bitte, wie es war :)
Jamie
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Re: Umgang mit Angst und Panik

Beitrag von Straycat » Dienstag, 10.10.17, 19:13

Hallo Jamie,

ich glaube ich kann nachvollziehen was du meinst. Sobald man ruhig wird nimmt man die Symptome so stark wahr...
Man muss das auch nicht lange machen, im Sinne von dasitzen und vor sich hinstarren und nachdenken, eher nur in kurzen Einheiten.
Lustigerweise hört auch das Gedankenkarusell auf, wenn man "starrt" - irgendwie ist das Gehirn da anderwärtig beschäftigt :D

Also alles, dass einem zum Grübeln und damit zum "Bewerten" der Symptome, die man gerade spürt, bringt, vermeide ich auch bei einer Panikattacke. Das macht es nur schlimmer. Aber ich denke das mit dem Starren funktioniert ähnlich wie auch die Traumabewältigung mit EMDR - Gehirnareale durch den Sehnerv aktivieren, die gewisse Symptome "bewältigen".
Bin gespannt, ob es funktioniert.

Liebe Grüße,
Cat
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