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Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Claudiiii
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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Claudiiii » Mittwoch, 26.04.17, 10:25

Hallo an Alle,

erstmal vielen Dank für den Tipp mit dem Tee, Sneum. Versuchen werde ich es auf jeden Fall. Schaden wird er nicht und ich muss auch aufpassen, dass ich immer ordentlich trinke.

Was mir sehr gut hilft ist Töpfern. Obwohl es mir gestern sehr schlecht ging, ich weinerlich drauf war und Kopfschmerzen hatte, habe ich mich durchgerungen zum Kurs zu gehen. Immerhin freue ich mich meist die ganze Woche darauf.
Es war einfach toll, denn ich war so in die Arbeit vertieft, so konzentriert, dass ich die negativen Gedanken abschütteln konnte. Heute früh haben sie mich zwar wieder wie eine alte Freundin begrüßt, aber gestern hatte ich noch einen richtig tollen Abend.

Sicher hat nicht jeder die Möglichkeit und Option in der Nähe zu töpfern, aber falls doch, kann ich nur dazu ermutigen.
Durch die Uni arbeite ich zur Zeit sehr viel am Rechner, aber mal etwas in der Hand zu haben, was man selbst geschaffen hat, ist ein tolles Gefühl!

Liebe Grüße,
Claudi
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JamiepadmaTimi88
Aufgrund von Panikattacken und Angst Venlafaxin bis 75mg eindosiert, außerdem 7,5mg Mirtazapin. Nach 1 Monat Beginn mit Absetzen, durch zu schnelles Absetzen extreme Symptome: Durchfall, Übelkeit bis zum Erbrechen, Traurigkeit, Angst und Panik schlimmer als je zuvor. Besserung durch erneutes Hochdosieren von Venlafaxin. Mirtazapin unter Qualen und Hartnäckigkeit losgeworden.

ab 08.07.16 37,5mg Venlafaxin
ab 15.07.16 75mg = Maximaldosis
ab 08.08.16 Beginn mit Absetzen
Nach viel zu schneller Reduktion (alle 4 Tage 12,5mg) und wieder minimalem Hochdosieren auf 25mg stabilisiert und auf Kügelchen-Präparat umgestiegen
20.10.16 55 Kügelchen 18mg
20.11.16 45 Kügelchen 15mg
15.12.16 35 Kügelchen 11,5mg
11.01.17 25 Kügelchen 6,9mg
08.02.17 15 Kügelchen 4,2mg
08.03.17 10 Kügelchen 2,8mg zu großer Schritt daher
09.03.17 12 Kügelchen 3,3mg schlimmste Symptome
11.05.17 13 Kügelchen 3,6mg Aufdosiert, da keine Stabilisierung in Sicht war
09.10.17 12 Kügelchen 3,3mg endlich weiter runter, seitdem kaum Symptome
10.10.17 11 Kügelchen 3,4mg (neue Packung mit weniger Kügelchen pro Kapsel)
11.11.17 10 Kügelchen 3,1mg
12.12.17 09 Kügelchen 2,8mg
18.01.18 08 Kügelchen 2,5mg
12.03.18 07 Kügelchen 2,2mg
25.04.18 06 Kügelchen 1,9mg
08.06.18 05 Kügelchen 1,6mg

Symptome nach (zu schneller) Reduktion am Morgen extrem und schrecklich: Nervosität, Anspannung, schneller Puls, Angst, Panik, extreme Blähungen, zeitiges Aufwachen, dann Durchfall, manchmal mit Übelkeit bis zum Würgen, teilweise Erbrechen.

Dann Symptome auch ganztägig verteilt: plötzliche Kraftlosigkeit, Müdigkeit, Gefühl das Gehirn schwitzt und ist warm, Unwirklichkeitsgefühl, vereinzelt Anflug von Panik, Traurigkeit, Weinerlichkeit, Pessimismus, wirre Träume.

Nachmittags ist es oft gut und es gibt auch Symptomfreie Tage, wenn ich dann endlich auf einer Dosis stabilisiert bin.

Immer wieder, auch außerhalb der schlimmen Wellen:
schmerzhafte Nacken- und Rückenverspannungen, ständig Blähungen und täglich Durchfall, selten kurzes aber schmerzhaftes Stechen im rechten Unterbauch, Schwindel, Kopfschmerzen

Katharina
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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Katharina » Donnerstag, 27.04.17, 0:06

Hallo!

Ich würde gern erfahrenVegas man tun kann
wenn man nur liegen kann, bewegungslos.

Erstaunlicherweise kann ich wenn der Zustand so bleiern ist, um ca.
13h - 14h aufstehen, um die nötigen Kohlehydrate wegen des Zucker s Typ 1 zu essen.
Dasselbe gelingt mir um ca. 18h - 19h .

Da muss doch unterbewusst eine Minikraft stecken die weiss wie unangenehm ein Unterzucker ist ( von einer Panikattacke nicht/ kaum zu unterscheiden.

Und um das zu vermeiden kann ich kurz hoch?

Und sonst nicht ?

Ich bin ratlos und verzweifelt an solchen Tagen.
Ich überlege ob ich eine Alternative Behandlung zu Psychopharmaka finden und ev erhalten kann.
Mit meinem Latein bin ich am Ende.

Ich habe solche Tiefen Phasen in dieser Art noch nicht erlebt.
Ich fixiere langsam eine Tablette Atarax wieder ein.

Es ist nicht möglich, so rund um die Uhr zu liegen. Totenstill.
Bis auf die Nacht da ist die Unruhe da.

Gute Nacht,
Katharina
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Mole25
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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Mole25 » Samstag, 29.04.17, 20:40

Hallo Katharina,

die Unruhe kenne ich gut. Und immer wieder negative Gedanken und ups and downs mit der Stimmung. Aber ich will nicht aufgeben. Bei Unruhe etc. stehe ich auf und mache Gartenarbeit. Heute 5 Std.

Ich freue mich auf Morgen - es sollte bei uns warm werden. Als Frau muss ich natürlich schöne Somme-Klammoten anziehen.

Ich wünsche dir für Morgen einen besseren Tag - vom ganzen Herzen.

Mole
:whistle: :whistle: Nov/ Dez 2016 Panikattacken
11.2016 - 12.2017 15,00 mg Citalopram
Starke Nebenwirkungen: Halluzination, Durchfall, mehr Unruhe
Langsames Absetzen Citalopram.
Psychologin will mich nicht weiter behandeln
Feb 2017: 10,00 mg Citalopram
Anfang März 2017: 9,00 mg Citalopram
Ende März 2017: 8,00 mg Citalopram / Starke Entzugssymptome, aber 4 Tage ohne Beschwerden
01.04.2017: 7,50 mg Citalopram / weiterhin starke Entzugssymptome
30.04.2017: 7,00 mg Citalopram / weiterhin teilweise starke Entzugssysmptome
inkl. Nackenschmerzen / Herzstechen
20.06.17: 3,50 mg Citalopram
01.07.17 3,00 mg Citalopram
05.07.17 2,50 mg Citalopram
14.07.17 2,00 mg Citalopram
03.09.17 0 Citalopram / diverse Entzugssymptome manchmal sehr stark
Seit 01.06.18 Omega Öl 6000 mg + Vitamin Bs
Seit ungefähr Jan 18 CBD Öl - beruhigt
Seit 12.02.18 Black Seed Oil / Cumin - beruhigt
Seit 20.02.18 Chlorella - Dr. Klinghardt
Seit 24.02.18 ausgeprägtes Brain movement, Schmerzen - kann mich kaum
konzentrieren. Autofahrten verursachen noch mehr Schmerzen
26.02.18 Brain Zaps und Schmerzen nicht zu ertragen
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Katharina
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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Katharina » Samstag, 29.04.17, 21:01

Liebe Mole!

Ich danke Dir!
Ich hatte einen besserten Tag, einen guten Tag!
Ich war unterwegs und bin viel und flink gelaufen, habe einen Drucker installiert,ok, die Beschreibungen sind Narren sicher aber trotzdem, oft ist das Angehen blockiert.

Und ja, ran an die schönen Farben!

Nein, kein Aufgeben...., Auch wenn die Gedanken einem den Weg dahin ebnen, da muss ich höllisch kämpfen.
Aber nicht so heute.

Ich kann mir dann nicht vorstellen, je so gedacht zu haben.

Aber es ist die gesamte Symptomatik die auch dieses Denken mit sich bringt.

Ein schönes wärmeres Wochenende!
Katharina
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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Mole25 » Sonntag, 30.04.17, 8:31

Hallo Katherina,

wir sind heute bei einem Blumenmarkt in MG. Blumen lenken mich ab. Ich mache gerne die Vorgärten der Nachbarn. Aber nicht nur Umkraut entfernen. Sondern ein bisschen Kreativ muss es sein.
Auch Dir einen schönen Tag.
Mole
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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Katharina » Sonntag, 30.04.17, 16:28

Liebe Mole!

Dad ist ja wunderbar das Du die Vorgärten machst, das ist immer eine Freude wenn man durch die Straßen geht und sieht, jemand hat sich die Mühe gemacht und ein paar Blumen gepflanzt.
Das ist so ein schönes Bild, gerade jetzt.

Ich wollte aufs Rad, komme aber nicht mit den Temperaturen zurecht, mein Körper lässt sich nicht an so krasse Unterschiede an, und mir fehlt die Kraft.
Alles bleibt liegen, nichts wird aufgeräumt, ich versuche jetzt den Balkon.

Ich mache Die ein Foto, Du findest es unter
Persönliches
Zeigt her eure Werke, oder so ähnlich.

Und ich stehe nicht extra auf, um den in der Nacht schützenden hässlichen Plastibehalter weg zu stellen.

Alles Liebe, genieße den Tag
Katharina
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Mole25
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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Mole25 » Sonntag, 30.04.17, 19:44

Hi Katharina,
ich muss mich dazu zwingen, Dinge zu machen z.B. Gartenarbeit, Einkaufen, Putzarbeit, Kochen. Meine "Angsthase namens Charlie" will, dass ich nur zu Hause bleibe, am liebsten auf der Couch. Allerdings ich weiß, ich bin stärker als meine "dummen" Gedanken und meine Entzugssymptome.
Ich habe ein Konzept entwickelt: Ich erledige etwas und belohne mich - meistens mit Blumen oder Schokolade.
Ich schaue nach dem "personliches" . Danke.
Übrigens der Blumen-Markt war interessant - nicht wegen der Blumen sondern wegen des Flammkuchens mit Zwiebeln und Speck - und Frühling und Menschen zu sehen, was sie anhatten etc.
Alles Liebe - ich schicke auch viele Blumen zu Dir - für deine Freude, Wohnung und Balkon. Und wenn der Balkon fertig ist, geniess es mit Musik, einem Buch.
AL Mole
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Elefantenfuss
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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Elefantenfuss » Sonntag, 30.04.17, 21:01

Hey Zusammen,

ich achte darauf, dass ich wirklich genug trinke, leckere Tees, nicht zu viel Kaffee. So kann mein Körper alle Giftstoffe leichter hinaustransportieren. Und ausreichend, regelmäßig, ausgewogen essen. Ergänzend nehme ich Vitamin D (Weil mal ein Mangel festgestellt wurde) und Magnesium.
Gegen die Kopfschmerzen hilft Minzöl (ganz wenig auf die Schläfen und auf den Nacken). Insgesamt alle körperlichen Anstrengungen langsam, nicht übertrieben Sport treiben. (Besonders bei Beginn von Reduzierung) Spaziergänge mit dem Hund und viel frische Luft. Wie hier schon häufig erwähnt, hilft auch bei mir bewusst atmen, wenn Panik oder Unruhe aufsteigt, Entspannungstechniken, wie auch schon oben beschrieben. Leichte Gymnastik und Bewegung generell hilft bei Muskelkrämpfen und Gelenkschmerzen. Schlafhygiene, regelmäßige Schlafenszeiten bzw. gleiche Einnahme des Medikaments und zur gleichen Zeit aufstehen. So spüre ich schneller, ob mein Körper auf Grund des Absetzens Auffälligkeiten aufweist.
Und ganz wichtig, wenn möglich, professionelle Unterstützung wirklich in Anspruch nehmen und ehrlicher, offener Umgang. Das hat mir sehr geholfen, gerade weil keine Kooperation mit der Nervenärztin. Oder eben mit engen Vertrauten. Wenn zu starke Wahrnehmungs- Stimmungsveränderungen auftreten, die man selbst nicht mehr mitbekommt und zur eigenen Sicherheit.
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- Seit 2011 Mirtazapin 45 mg. Beginn Absetzen 21.04.2017 mit der Wasserlösemethode 40,5mg.
1. Woche: Bisher nur Schwindel, Kopfschmerzen, morgens innere Unruhe, frühes Erwachen, vermehrtes Träumen, gereizter, schneller wieder "Reizüberflutung", wie Watte im Kopf
2. Woche: Immernoch zum Nachmittag hin starke Kopfschmerzen, Schwindel bei körperlicher Belastung und Unruhe weniger geworden. Gereiztheit weniger, wieder ruhigerer Schlaf. Keine Zunahme von depressiven Symptomatiken.

3. Woche: Deutliche Symptomzunahme, Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme, Stimmungsverschlechterung, unruhiger Schlaf
4. Woche: Regulierung der Symptome, deutlich stabiler, nächsten Absetzschritt noch nicht vorgenommen bei 40,5 mg geblieben.
5. Woche: Keine Symptomzunahme, wieder stabil.
6. Woche 02.06.2017: Nächster Absetzschritt auf 37,5mg in Tablettenform. Morgendliche Maddeligkeit und Müdigkeit, keine weiteren Symptome.
ab 8. Woche Symptomverschlechterung, akustische Halluzinationen, Rückfälle
Juni 2017 bei 37,5 mg geblieben
28.06. stationär
seit 26.06.2017 Risperdal 1mg
seit 04.7. 2mg Risperdal
02.01. - 16.01. stationär, ausschleichen Risperdal
seit Januar 2018 Risperdal abgesetzt
seit 01/18 Seroquel 25mg zur Nacht
seit 01/18 Amisulprid erst 100mg, seit 02/18 200mg
03/18 Amisulprid wieder auf 100mg runter
13.04. Beginn Amisulprid komplett absetzen, Seroquel nur noch selten als Bedarf

- 01/2016 Seroquel 50mg retard 2x am Tag ca. 4 Monate, ohne Probleme abgesetzt und auf 25mg normal zur Nacht umgestiegen, ca. 1 Jahr, ohne Probleme abgesetzt Februar 2017
- 2012 Venlafaxin 250mg ca. 6 Wochen, abgesetzt da überhaupt nicht vertragen.
Zwischendurch ca. 1 Woche Lovamepromathazin, sofort wieder aufgehört.
Über die Jahre immer mal wieder Atosil als Bedarf, seit über 1 Jahr überhaupt nicht mehr.
Tavor bei Klinikaufenthalten nur im Ausnahmefall als Bedarf.


Problem - Die Anpassung ist ein eigenes Lehrfach; der Intelligentere bringt es darin weiter, der Widerstrebende ist ein Problem der Ärzte und Psychologen (Bertold Brecht)

Mole25
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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Mole25 » Sonntag, 30.04.17, 21:23

Hi Elefantenfuss,
Ja, Olbas ist sehr gut für die Schmerzen im Nacken. Meine neu erworbene Yantra-Matte (hier auf dieser Website entdeckt) ist sehr gut.
Gut schlafen, usw. hat es bei mir leider keinen Einfluss auf die Entzugssymptome.
Bei nicht auszuhaltenden Schmerzen und Spannung hilft nur Gartenarbeit.
Hast du einen Garten - bin sofort da!! Ha, Ha!!
Mole
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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Elefantenfuss » Montag, 01.05.17, 10:47

Hey Mole!

So eine Matte habe ich auch ;) Benutze sie aber meist mit der weichen Seite als normale Matte, ist doch manchmal zu pieksig ;) Aber vielleicht stelle ich mich auch nur an :)
Nein, leider, leider keinen eigenen Garten mehr, aber ein wenig Balkonien und die ersten Pflänzchen wachsen schon. Aber da wären noch ein paar Renovierungsarbeiten :D

Viele Grüße
Elefantenfuß
- Seit 2011 Mirtazapin 45 mg. Beginn Absetzen 21.04.2017 mit der Wasserlösemethode 40,5mg.
1. Woche: Bisher nur Schwindel, Kopfschmerzen, morgens innere Unruhe, frühes Erwachen, vermehrtes Träumen, gereizter, schneller wieder "Reizüberflutung", wie Watte im Kopf
2. Woche: Immernoch zum Nachmittag hin starke Kopfschmerzen, Schwindel bei körperlicher Belastung und Unruhe weniger geworden. Gereiztheit weniger, wieder ruhigerer Schlaf. Keine Zunahme von depressiven Symptomatiken.

3. Woche: Deutliche Symptomzunahme, Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme, Stimmungsverschlechterung, unruhiger Schlaf
4. Woche: Regulierung der Symptome, deutlich stabiler, nächsten Absetzschritt noch nicht vorgenommen bei 40,5 mg geblieben.
5. Woche: Keine Symptomzunahme, wieder stabil.
6. Woche 02.06.2017: Nächster Absetzschritt auf 37,5mg in Tablettenform. Morgendliche Maddeligkeit und Müdigkeit, keine weiteren Symptome.
ab 8. Woche Symptomverschlechterung, akustische Halluzinationen, Rückfälle
Juni 2017 bei 37,5 mg geblieben
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seit 26.06.2017 Risperdal 1mg
seit 04.7. 2mg Risperdal
02.01. - 16.01. stationär, ausschleichen Risperdal
seit Januar 2018 Risperdal abgesetzt
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seit 01/18 Amisulprid erst 100mg, seit 02/18 200mg
03/18 Amisulprid wieder auf 100mg runter
13.04. Beginn Amisulprid komplett absetzen, Seroquel nur noch selten als Bedarf

- 01/2016 Seroquel 50mg retard 2x am Tag ca. 4 Monate, ohne Probleme abgesetzt und auf 25mg normal zur Nacht umgestiegen, ca. 1 Jahr, ohne Probleme abgesetzt Februar 2017
- 2012 Venlafaxin 250mg ca. 6 Wochen, abgesetzt da überhaupt nicht vertragen.
Zwischendurch ca. 1 Woche Lovamepromathazin, sofort wieder aufgehört.
Über die Jahre immer mal wieder Atosil als Bedarf, seit über 1 Jahr überhaupt nicht mehr.
Tavor bei Klinikaufenthalten nur im Ausnahmefall als Bedarf.


Problem - Die Anpassung ist ein eigenes Lehrfach; der Intelligentere bringt es darin weiter, der Widerstrebende ist ein Problem der Ärzte und Psychologen (Bertold Brecht)

inandout
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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von inandout » Mittwoch, 03.05.17, 23:39

Ich habe vor allem seelische, neuro-mäßige und gedankliche Entzugserscheinungen, wobei sich das im Moment nicht alles sauber trennen lässt von alten Themen, die wieder auftauchen. Mir hilft der Beobachterstandpunkt aus Achtsamkeitsmeditationen, die ich zum Glück in stabileren Zeiten etwas geübt habe. Es funktioniert tatsächlich ganz gut, sich wertfrei zu beobachten (und auch die Umwelt). So kann ich Gedanken und Gefühle manchmal einfach sein lassen, und auch vorüber ziehen lassen. Schwierig wird es beim Einschlafen, wenn man so wegsacken will und dabei dann Angst bekommt, da man ja dann nicht mehr voll bewußt den Beobachterstandpunkt einnehmen kann. Da schrecke ich noch manchmal hoch.
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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Gwen » Freitag, 05.05.17, 15:24

Hallo, Gartenarbeit ist super! Wir haben auch (noch nicht so lange) einen Garten. Ich arbeite gerne draußen, auch wenn es manchmal anstrengend ist (teils körperlich aber auch geistig, wenn geplant wird oder Entscheidungen getroffen werden müssen). Dann zupfe ich halt Mal nur Unkraut raus :D

Wußtet ihr, dass es das in anderen Ländern als Therapieform gibt? Horticultural Therapie.

Viele Grüße Gwen
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Beitrag von Mole25 » Freitag, 05.05.17, 19:58

Hi InandOut,

ich habe auch dieses Problem mit dem Schlafen gehabt, auch Angst ins Bett zu gehen usw. Problem beiseitigt!
1. Kissen mit Viscoschaumstoff-Inhalt gekauft. Wird als Reisekissen in einem bekannten Matratzengeschäft verkauft. Kuschelig wie ein Teddy Bear. Passt sich den Kopf an.
2. Mit Aroma-Therapie Ölen das Kissen betropfen. z.b. Muskattellersalbei. Ich habe spezielle "anti-Angst" Öle aus USA. Es funktioniert. Deine "Schlafecke" und Schlafzimmer muss Ruhe ausstrahlen.
3. Ab und zu Mal während des Tages das "Schlafen gehen" "üben. Auf dem Bauch, den Kopf einkuscheln mit dem Kissen und tief einatmen. Wörter wie - ganz relaxt. Du denkst, ich freue mich auf die Ruhe - bis heute Abend.
4. Baldrian 700 mg nehmen und nur ins Bett gehen, wenn man müde. Kein PC etc. abends.
Ich schlafe jetzt 7-8 Stunden. Aber setzt dich gar nicht unter Druck. Mit wenig Schlaft schaffst du auch den Tag.
LG Mole
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11.2016 - 12.2017 15,00 mg Citalopram
Starke Nebenwirkungen: Halluzination, Durchfall, mehr Unruhe
Langsames Absetzen Citalopram.
Psychologin will mich nicht weiter behandeln
Feb 2017: 10,00 mg Citalopram
Anfang März 2017: 9,00 mg Citalopram
Ende März 2017: 8,00 mg Citalopram / Starke Entzugssymptome, aber 4 Tage ohne Beschwerden
01.04.2017: 7,50 mg Citalopram / weiterhin starke Entzugssymptome
30.04.2017: 7,00 mg Citalopram / weiterhin teilweise starke Entzugssysmptome
inkl. Nackenschmerzen / Herzstechen
20.06.17: 3,50 mg Citalopram
01.07.17 3,00 mg Citalopram
05.07.17 2,50 mg Citalopram
14.07.17 2,00 mg Citalopram
03.09.17 0 Citalopram / diverse Entzugssymptome manchmal sehr stark
Seit 01.06.18 Omega Öl 6000 mg + Vitamin Bs
Seit ungefähr Jan 18 CBD Öl - beruhigt
Seit 12.02.18 Black Seed Oil / Cumin - beruhigt
Seit 20.02.18 Chlorella - Dr. Klinghardt
Seit 24.02.18 ausgeprägtes Brain movement, Schmerzen - kann mich kaum
konzentrieren. Autofahrten verursachen noch mehr Schmerzen
26.02.18 Brain Zaps und Schmerzen nicht zu ertragen
Seit 26.02.18 kein Chlorella mehr - Verdacht auf verschlimmerte Symptome

Mole25
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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Mole25 » Freitag, 05.05.17, 20:14

Hi Elefantenfuss und Hi Gwen,

ich habe die optimale Kombi-Therapie für unsere Beschwerden: Man "arbeitet" im Garten und legt mehrere Yantra-Matten auf den Rasen aus (die stachelige Seite nach oben, Elefantenfuss!!) Man rollt hin und her!! Umkraut beseitigt!
LG Mole
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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Annanas » Freitag, 05.05.17, 20:58

:rotfl: :rotfl: , liebe Mole :) , habe mir das gerade
bildlich vorgestellt!!!

LG von Anna

Elefantenfuss
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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Elefantenfuss » Samstag, 06.05.17, 18:24

:D ... und die Maulwurfhügel auch gleich mit platt gemacht ;)
- Seit 2011 Mirtazapin 45 mg. Beginn Absetzen 21.04.2017 mit der Wasserlösemethode 40,5mg.
1. Woche: Bisher nur Schwindel, Kopfschmerzen, morgens innere Unruhe, frühes Erwachen, vermehrtes Träumen, gereizter, schneller wieder "Reizüberflutung", wie Watte im Kopf
2. Woche: Immernoch zum Nachmittag hin starke Kopfschmerzen, Schwindel bei körperlicher Belastung und Unruhe weniger geworden. Gereiztheit weniger, wieder ruhigerer Schlaf. Keine Zunahme von depressiven Symptomatiken.

3. Woche: Deutliche Symptomzunahme, Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme, Stimmungsverschlechterung, unruhiger Schlaf
4. Woche: Regulierung der Symptome, deutlich stabiler, nächsten Absetzschritt noch nicht vorgenommen bei 40,5 mg geblieben.
5. Woche: Keine Symptomzunahme, wieder stabil.
6. Woche 02.06.2017: Nächster Absetzschritt auf 37,5mg in Tablettenform. Morgendliche Maddeligkeit und Müdigkeit, keine weiteren Symptome.
ab 8. Woche Symptomverschlechterung, akustische Halluzinationen, Rückfälle
Juni 2017 bei 37,5 mg geblieben
28.06. stationär
seit 26.06.2017 Risperdal 1mg
seit 04.7. 2mg Risperdal
02.01. - 16.01. stationär, ausschleichen Risperdal
seit Januar 2018 Risperdal abgesetzt
seit 01/18 Seroquel 25mg zur Nacht
seit 01/18 Amisulprid erst 100mg, seit 02/18 200mg
03/18 Amisulprid wieder auf 100mg runter
13.04. Beginn Amisulprid komplett absetzen, Seroquel nur noch selten als Bedarf

- 01/2016 Seroquel 50mg retard 2x am Tag ca. 4 Monate, ohne Probleme abgesetzt und auf 25mg normal zur Nacht umgestiegen, ca. 1 Jahr, ohne Probleme abgesetzt Februar 2017
- 2012 Venlafaxin 250mg ca. 6 Wochen, abgesetzt da überhaupt nicht vertragen.
Zwischendurch ca. 1 Woche Lovamepromathazin, sofort wieder aufgehört.
Über die Jahre immer mal wieder Atosil als Bedarf, seit über 1 Jahr überhaupt nicht mehr.
Tavor bei Klinikaufenthalten nur im Ausnahmefall als Bedarf.


Problem - Die Anpassung ist ein eigenes Lehrfach; der Intelligentere bringt es darin weiter, der Widerstrebende ist ein Problem der Ärzte und Psychologen (Bertold Brecht)

Art-Anne
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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Art-Anne » Sonntag, 14.05.17, 21:31

Hallo zusammen,
Ich habe jetzt mal ein bissl gelesen hier im Bereich. Oft kam auch Sport als Beispiel gegen Entzugserscheinungen.
Dazu wollte ich was fragen: ich habe ja erst seit kurzem Entzugserscheinungen und vor allem deutlichen Schlafmangel. Deshalb gehe ich gerade nicht zum Fitnesscenter. Ich habe mich aber auch schon gefragt ob dass so richtig ist. Sollte ich Kraft und Ausdauer machen oder nur eins von beidem oder mir Ruhe gönnen. Treppen steigen in den dritten Stock machen mich im moment schon schnell fertig.

Ansonsten gehe ich trotz Entzugserscheinungen jeden tag ins Atelier und arbeite an meiner Kunst. So habe ich Struktur und steigern mich nicht in absetzsymptome rein. Und ich bin unter Leuten weil es ein gemeinschaftsatelier ist. Malen ist Ausgleich, auch wenn der Körper durch den Schlafmangel sehr ko ist.

PMR will ich aber auch mal wieder probieren.

LG Art-Anne
2009 nach länger andauernden und sich wiederholenden Angstzuständen erster Kontakt mit einem Psychiater und Psychologen. Ca. 1 Jahr Therapie und Venlafaxin. Wieviel weiss ich nicht mehr.
2010 erste depressive Episode. Teilstationärer Aufenthalt in einer Tagesklinik. Venlafaxin. Wie hoch weiss ich nicht mehr leider.
Dann zwei Jahre lang dieses Venlafaxin genommen.
2012 stationärer Aufenthalt in einer Klinik als krisenintervention. Verschiedene Psychopharmaka wurden getestet. Eingeführt und wieder abgesetzt.
2013 wieder stationärer Aufenthalt als krisenintervention. Immer gleiche Klinik und die ganzen Jahre über tiefenpsychologische gruppentherapie. Seitdem Venlafaxin 225mg, lamatrogin 125mg und Abilify 10mg.
Seit April 2017 Reduzierung des abilify auf 5mg.
Mai 2017 eigene Reduzierung des abilify auf 0mg.
Erhebliche Schlafstörungen bis fast kein schlafen seit der ersten Reduzierung von abilify. Zusätzlich ab u an kopfschmerzen und Übelkeit.

15.5.2017 psychiaterin verschreibt promethazin gegen absetzsymptome weil sie mir diese nicht recht glaubt. Ich nehme das Zeug nicht.

Aktuell : aushalten der absetzsymptome. Mal mehr mal weniger schlimm. Konzentrationsschwierigkeiten kommen dazu. Häufig schwächegefühl. Und immer noch fast kein schlafen

20.05.2017 weniger absetzsymptome, d.h. Kein schwächegefühl mehr oder das Gefühl umzukippen, keine Kopfschmerzen, keine Übelkeit... Es herrscht noch wie immer Schlafmangel und damit Müdigkeit, Zähne aufeinander beißen und muskelverspannungen. Stimmung ist stabil und gut. Ich bin zuversichtlich :D


Lange nicht im Forum gewesen. Aktuell (April 2018) ist der stand der Dinge:
Abilify ist komplett ausgeschlichen.
Lamotrigin ist komplett ausgeschlichen.
Venlafaxin 225mg täglich morgens.

Ich bin stabil und fühle mich gut :)

Vor 4 Wochen Reduzierung von Venlafaxin begonnen.
Seitdem reduziere ich jede Woche um 1 kügelchen. 18 kügElchen sind enthalten. Im Moment bin ich bei 14 kügelchen.
Symptome : häufig stärkere Kopfschmerzen, Hautjucken, teilweise Übelkeit, leicht gereizter als vorher.

Mole25
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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Mole25 » Montag, 15.05.17, 21:42

Hi Art-Anne,
die kreative Arbeit im Garten hilft mir und lenkt ab. Nordic Walking hat mir auch geholfen. Sport hilft nicht "gegen" die Entzugssymptome. Es lenkt ab und reduziert die Spannung im Körper. Aber nicht übertreiben.
Ich male auch. Bis jetzt waren die Entzugssymptome relative stark und ich konnte mich nicht konzentrieren. Aber nachdem ich deine Post gelesen habe, muss ich unbedingt wieder anfangen. Ein Portrait wartet auf mich.
Thema Schlafen. Kuscheliges Kissen (ViscoSchaum); Aroma Oel; auf dem Bauch schlafen, tief aus- und einatmen; Jacobsons Entspannungstechnique; Dein Schlafzimmer muss Ruhe ausstrahlen. Salzsteinlicht. Während des Tages nicht schlafen.
Zum Gluck kann ich wieder 8 Stunden schlafen. Vor 5 Monaten gar nicht.
AL Mole
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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von padma » Mittwoch, 17.05.17, 22:50

hallo Art-Anne :) , hallo zusammen, :)

ich möchte nochmal deutlich darauf hinweisen, dass Sport im Entzug ein möglicher Symptomverstärker ist. Manche vertragen Sport auch während des Entzugs, für andere ist ein kurzer Spaziergang schon das Höchstmöglichste.
Sollte ich Kraft und Ausdauer machen oder nur eins von beidem oder mir Ruhe gönnen. Treppen steigen in den dritten Stock machen mich im moment schon schnell fertig.
Wenn du normalerweise keinen Sport machst, würde ich jetzt nicht damit anfangen. Wenn du normalerweise Sport machst und das Gefühl hast, es würde dir gut tun, könntest du ganz vorsichtig antesten, was möglich ist.
Sich Ruhe zu gönnen ist im Entzug immer wichtig.

Nachdem was du beschreibst, wäre ich aktuell mit sportlicher Betätigung sehr zurückhaltend.

liebe Grüsse,
padma
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Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
6.05.2018: 0,275 mg :schnecke:


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Melli180877 » Mittwoch, 04.10.17, 17:53

Hallo,
ich habe festgestellt, dass mir Ingwertee aus frisch gehobeltem Ingwer mit Rosmarin recht gut gegen die "nebligen Zustände" hilft.
Mit Honig und Zitronensaft eine echt leckere Sache.
Viele liebe Grüße,
Melli
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JamiepadmaKatharinaHummer
2007 erstmaliger Kontakt mit Antidepressiva, damals Amitryptilin nicht vertragen, danach einige Monate Citalopram 20 mg. Beinah-Burnout.
2008 Schwangerschaft, Umstellung auf Sertralin.
2010 einige Zeit keine Medikation, dann aufgrund verschlechterter psychischer Verfassung erst wieder Sertralin bekommen (keine Wirkung), dann Venlafaxin 75 mg (Tabletten).
2013 leichte Herabsetzung durch Hausarzt, an einem Tag 75 mg, am darauf folgenden Tag 1/2 Tablette (37,5 mg)
Bis 2017 auf diese Weise weiter genommen.

18.04.2017 "Ausschleichplan Hausarzt":
1. Woche: 1x 75 mg, die restlichen 6 Tage 37,5mg
2. Woche: 7x 37,5 mg
3. Woche: 4x37,5 mg (die anderen 3 Tage nichts :evil: )

Dann auf das Forum gestoßen.
Ab Woche 3 habe unterstützend Fischölkapseln, Vitamin-B-Komplex und Schüssler Salze (Salze 5, 3 und 7, später 5, 14 und 7). Dummerweise auch L-Tryptophan (2x 500 mg täglich) eingenommen und damit fast ein Serotonin-Syndrom riskiert. Nach 2 Wochen L-Tryptophan nach akuter Verschlechterung abgesetzt.

Ab 08.05.2017 ca. 18,75 mg genommen, ca. 4 Wochen lang.
Ab 06.06.17 ca. 14 mg bis ca. 30.06.
Ab 01.07.17 9,4 mg
27.07.2017 Aufdosierung auf 14 mg
02.08.2017 12 mg mit dem Vorhaben, es nun bis zur Stabilisierung zu halten
02.09.2017 Venlafaxin ret., 12 mg = 42 Kügelchen - nicht vertragen (extreme Nebenwirkungen)
05.10.2017 Venlafaxin unret., 12 mg (pulverisiert und in Kapseln abgefüllt)
12.11.2017 Venlafaxin unret., 10,8 mg
Zusätzlich ab 11.10.2017: Eisen 14 mg + Vitamin C 170 mg, Vitamin D3 10.000 IU + Vitamin K2 200 mcg
29.11.2027 Venlafaxin unr., 11 mg (Aufdosierung wegen schlimmen Absetzerscheinungen, v. a. Niedergeschlagenheit) - zusätzlich ab und zu Passiobalance.
15.01.2018 Venlafaxin 11,45 mg leichte Aufdosierung
21.01.2018 Venlafaxin 11,25 mg leichte Abdosierung - Hilfe ich stecke fest!
05.02.2018 Venlafaxin 11,25 mg - Beibehaltung auf Anraten des Heilpraktikers, spagyrische Tropfen seit 01.02.18
17.05.2018 Venlafaxin 10,8 mg


Über den ganzen Zeitraum immense Konzentrationsschwäche bis hin zur Verwirrtheit, Brainzaps, Persönlichkeitsverlust, Probleme mit dem Satzbau, soziale Kontakte sehr schwierig, extreme Empfindlichkeit, permanenter Druck auf rechter Schläfe (war schon vor dem Absetzen da).
1-2x monatl. Sumaptriptan oder Dolortriptan gegen meine Migräne

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