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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Neuro-Emotionen beim Absetzen

Katharina
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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitrag von Katharina » Sonntag, 22.10.17, 18:51

Hallo lieber Stud psych !


Ich kenne diese Gefühls-Welt leidersehr gut.
Sie begleitet mich wie eine Achterbahn fahrt;

ich habe für mich beschlossen dass es künstliche Gefühle sind,
die nicht zu meiner aktuellen Situation passen.

Es ist schlimmer wenn Familien Situationen kritisch sind, Streitigkeiten etc.

es ist nichts vorhanden für mich, welches die Symptomatik ab wenden kann.

Abends hilft mir irgend ein Film, der für meine Stimmung positiv ist
eine Zeit diese Gefühle zu überlagern .

Zum Beispiel hatte ich heute Vormittag ein großes Tief und eine definitive Verzweiflung mit dem immer vorhandenen festen Glauben und der Überzeugung
es wird niemals besser niemals

ich weiß nicht was dann passiert ist
ich habe dann einfach meinen Tagesablauf weiter geführt und plötzlich waren mir Dinge möglich die ich seit einem sehr langen Zeitraum herbei gesehnt habe, im Stande zu sein kompliziert gebaute hohe Altbaufenster zu putzen.

Dies hat geklappt, es ist durch eine gewisse Bauart sehr kompliziert schwierig und äußerst anstrengend
zugleich wurde auch meine Stimmung besser,
ich habe sogar Musik gehört, was mir sonst vollkommen unmöglich ist da es mir psychische Schmerzen bereitet.

Die letzten Fenster waren kaum machbar, Schwäche kann und oft hängt sich an diese eine Panik Attacke, ich wollte das Ganze unbedingt beenden.

Ich habe die Musik so laut gestellt dass ich laut mit singen konnte
eine gute Atemtechnik,es hat geklappt. -

so kann ich heute Abend zufrieden auf diesen Tag zurück blicken.

Eines ist immer gleich,
wenn ich in dieser Situation der Verzweiflung
der Angestrengtheit
der Überempfindlichkeit
der körperlichen Nervosität in der Wirbelsäule
der Schwäche die psychische wie auch der physischen
der Minderwertigkeitsgefuhle
der schlechten Gewissen
der Gefühle der Schuldigkeit die ganze Negative BandBreite.

Dann habe ich das Gefühl es ist unmöglich dass irgend etwas zu mir hin durch dringen könnte was mir sagen möge:
das geht vorbei.

das geht nicht, das gibt es für bei mir nicht.
ich kann es mir auf einen Zettel schreiben
ich kann meine eigenen Schriften die hier nieder gelegt sind
mir laut vorlesen
es nützt nichts.

wenn ich da drin bin
bin ich da drin.

wenn es dann vorbei geht kann ich mir nicht vorstellen
dass ich anderthalb Stunden zuvor in solcher der Art der Verzweifelt auf dem Sofa gesessen habe mit Ängsten, die natürlich zu diesen Zuständen Neuro Emotionen dazu gehören zu diesen Gefühlen, dass nichts mehr geht
Es ist natürlich dass die Angst dazu kommt
oder das eine Angst dadurch entsteht,
es fühlt sich an, als sei man am Ende einer Sackgasse ohne Wendemöglichkeit.

Ich hatte Angst heute Vormittag und war vollkommen davon überzeugt, mdas ich nicht mehr im Stande sein würde, einkaufen gehen zu können.

2 Stunden später habe ich zwei Waschmaschinen aufgehängt, was mich angestengt und diese komplizierten Fensterputzerei hinter mich gebracht
was auch noch bedeutet das dass ich nicht nur diese Fenster putzen muss
die Altbaufenster
sondern die gesamte Küchenzeile plus der Gegenstände,
die dort stehen abräumen abwaschen frisch machen abstauben neu aufstellen muss

also eine Menge körperliche Arbeit;
hätte man mir das heute Morgen gesagt dass ich das tun würde
hätte ich gesagt,
geh bitte zu Seite
geh bitte und lass mich in Frieden
komm bitte nie wieder.

leider verläuft das so,
ich habe nie begriffen wie lange das dauert
ich habe nie verstanden wodurch es endet

ich weiß nur das es endet und durch gute, normale glückliche, zufriedene Zeiten ausgetauscht wird.

liebe Grüße und ganz ganz viel Mut wünscht dir Katharina
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Stud_psych
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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitrag von Stud_psych » Montag, 23.10.17, 11:46

Hallo Katharina,

Vielen Dank für deinen Beitrag. Ich habe gestern auch einfach versucht mein Leben zu leben und ich denke, dass hat mir ganz gut geholfen.

Es ist einfach nur schwer, mit dieser Unsicherheit zu leben, die aus einem selbst kommt.

Ich wünsche dir auch viel viel Kraft!
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Februar 2017 150 mg Venlafaxin
Bis Ende März auf 110mg runter
Bis April runter auf 75 mg

Mai- September jede 6-8 Wochen um 3-4 mg reduziert.
Oktober pause
Anfang November auf 42 mg (um 3 mg reduziert).
01.01 Reduzierung auf 39 mg

Katharina
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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitrag von Katharina » Montag, 23.10.17, 23:09

Lieben Dank, lieber Stud Psych !

Genau das ist auch für mich das Beste, Schritt für Schritt mit Scheuklappen mein Leben führen, mit Pausen.

Okay,da seit ihr, Symptome.
Ich mach euch den Einkauf knapp wenn es nicht so voll ist, organisiere mich, weiß wo alles steht.
Danach geht es wieder nach euren Bedürfnissen, die ich nie richtig kapiere
aber wir kriegen den Tag schon rum.

Nur für heute, heißt die Regel.
nur für heute.
nicht zurück schauen nicht auf morgen, wenn möglich, jetzt.
Ich kann nur jetzt.
Schritt für Schritt.


Jemand anderes beschreibt es wie wie hier oder wie viele auch im Forum:

".......es ist als sei dort ein Kippschalter.
Ich befinde mich entweder auf der einen Seite
oder auf der anderen.

Nur: dieser Kippschalter bedient sich selber. -
keine ( bisher bekannte ) Macht der Welt lässt ihn mich bedienen.
Ich kann ihn nicht betätigen.

Ich befinde mich im Grauen, und über diesen
äußerst befremdlichen Zuständen, die ich in meinen schlimmsten Lebensphasen nicht hatte
liegt die große Angst.
Mit großer Berechtigung.

Denn wen würden Zustände / Befindlichkeiten / Wellen / Neuro-emotionen
wie hier beschrieben,
nicht ( zu Tode ) ängstigen? ..... ".

Oft denke ich, man glaubt uns nicht - oder selten -
weil nicht sein darf, was nicht sein kann.

Vegessen wir nicht, was für eine Angst es für viele bedeutet wenn das Wort
'Psychiatrie' fällt.

Das herrscht das Unsichtbare, das Un-fassbare.
Da herrscht das, ja .... könnte mir "das da" nicht auch vielleicht begegnen....
hat nicht der Nachbar neulich irgend so etwas verlauten lassen..
zombie- Medikamente etc uvm
nix wie weg.


Lieber Orthopädie, ein dicker Gips.
alles klar, ok, kein Problem.
Selbst wenn der Bruch nicht gut zusammen wächst.
Rollator, selbst Rollstuhl.
Gibt es in allen Farben.

Und dennoch verzeihe ich denen nicht, denjenigen
denen etwas an uns liegt ( )
sich nicht zu informieren
keine Angehörigen Selbsthilfe auf zusuchen.

Dort könnte die Angst der Angehörigen gemildert werden etc
hingegen wird der Versuch nicht unternommen.

Und das in einem Land voller Selbsthilfe - Gruppen
Internet Gruppen.
Info wie nie zuvor, anonym, wer sich schämt.

Sondern sie verlassen uns . -

( mich meidet man gerade:
ich bin nicht wie sonst,
ich gebe nix. -
Ich setze nur einen Fuß vor den anderen.
Meinen Fuß.
Egoistisch, nicht wahr?
Auf Kosten des Staates. )


wenn wir uns nicht hätten hier...

alles Gute, Stud Psych :hug:
schlafe gut,
Katharina
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orco500
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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitrag von orco500 » Freitag, 24.11.17, 18:03

Hm Hallo,

ja, könnte passen, dieses Überreagieren ohne die Chance sich zu beruhigen.

Weiss nun aber nicht so recht, sind das nicht Ängste, die mich dann überreagieren lassen und so wie heute morgen exxxtrem reizbar/aggressiv werden lassen?

Hmm...

Fragen über Fragen, keine eindeutigen Antworten möglich...

Schönen Abend (falls Euch möglich)
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Weihnachten 2013:
Neurochirurgische Entfernung eines Rosettenbildenden glioneuralen Tumor des 4. Ventrikels im Kleinhirn)

Monate später viele Tests mit Antidepressiva, getestet und wieder abgesetzt in 2014:
Citalopram( erstes AD, erstmalig Schlafstörung medikamenteninduziert) Paroxetin, Mirtazapin.
(fürchterliche Zustände!, die ich aufs einschleichen/Unverträglichkeit zurückführe)

Nach Psychiatrieaufenthalt in fürchterlichem Zustand (vorher Paroxetin nach ca. 20 Tagen abgesetzt bzw. auf ärztlichen Rat hin weggelassen) (Diagnose schw. depr. Episode, V.a. generalisierte Angststörung) Sertralin 150mg Anfang 2015, bis dies in der Reha auf 15mg Escitalopram gewechselt wurde, welches ich bis Ende 2016 einnahm
(Keine sonderliche Verbesserung, aber besser, als nichts zu nehmen, so mein Denken.)-------------

Anfang 2015-Mitte 2017: Verhaltenstherapie. Ohne Besserung des Zustandes. Dieser wsr in der Zeit immer stark schwankend, jedoch immer schlecht.

Weihnachten 2016: Beginn abdosieren nach Psychiater Empfehlung wöchentlich runter 15-10-5-0.
Kam nicht so gut.

-unter AD (ohne aber auch) hatte ich folgende Symptome:
-Benommenheit
-Unruhe
-Grübelei
-Erschöpfung
-nie ausgeschlafen (auch wenn keine Schlafstörungen auftraten)
-Blick verschwimmt wie als wenn man wegträumt
-schlechte Stimmung (wen wunderts wenn Symptome da sind
-Sehstörungen

(was von OP kommt und was nicht weiss ich bis heute nicht. Neurochirurgen sagen es lässt sich ausser den Sehstörungen in Form von Nystagmus nicht auf die OP zurückführen bzw. nur schwer erklären)

Mai 2017:
Rezidiv, neue OP Mitte 2018 geplant (nach Umschulung. Ding wächst langsam, ist aber nicht bedrohlich).

Angstthema neben schlechtem Befinden:
Sehstörungen verschlechtern sich? Dinge wackeln im peripheren Blickfeld links, oder ist es nur die Angst und ich achte mehr darauf, seit ich von neuer OP weiß?
-kommt Erschöpfung vom Sorgen machen? Fragen über Fragen, auf die es keine eindeutige Antwort gibt...

05/2017 Amitriptylin bis hoch auf 50mg.
(Schlaf etwas besser, etwas wieder stabilisiert, aber verging schnell wieder)

28.09.17 Einstieg Escitalopram 5mg

05.10.17 Aufdosierung auf 10mg
NW: Verzweiflung, verstärkte Ängste, massive Unruhe bei vermehrter Erschöpfung

31.10.17 Rückzug auf 5mg

5.11.17 Pascoflair Beginn (empf. Dosis 1-1-1)

6.11.17 Absetzen mit Psychiater beschlossen

07.11.2017 Reduktion auf 4mg (mit Tropfen)
Wieder mehr Ruhe, Mittagsschläfe sind wieder möglich.
Leichtes Muskelzucken unter rechtem Auge im Verlauf

15.11.17 Reduktion auf 3.5mg

20.11.17 Zur Zeit:
-unruhiger Schlaf (mit häufigem Erwachen und einem "hab ich jetzt geschlafen/ hab ich gerad geträumt Gefühl)
-Benommenheit
-starker Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
-Muskelzucken unter rechtem Auge


23.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf etwas besser
-Benommenheit
-Hinterkopfdruck
-allgemein platt wie krank 
-Muskelzucken unter rechtem Auge
-gerad starke Reizbarkeit, Aggressionspotenzial

24.11.17 zurück auf 4mg

29.11.17 Zur Zeit:
-Schlaf durch Schlafkompression bereits sofortig verbessert (6,5h im Bett)
-Kopfdruck gering
-Benommenheit
-Muskelzucken unter rechtem Auge

1.12.2017
Benommenheit
Kopfdruck gering
Muskelzucken jetzt auch links registriert
Kognitiv und körperlich (gestern und heute besonders) massiv beeinträchtigt

06.12.
Unterricht verlassen. Nerven am Ende.

11.12.
Reduktion auf 3mg

16.12.
Ganz ok.
Mässig gereizt
Müde
Benommenheit

besser drauf
gelegentlicher Kopfdruck
Augenzucken weg

Katharina
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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitrag von Katharina » Freitag, 24.11.17, 20:03

Hallo Orco !

Orco, Ich bin manchmal ganz friedlich,
plötzlich passiert etwas:

neulich ist mir einen Ring zu Boden gefallen
ich sah ihn nicht
ich fand ihn nicht;

ich bin derArt aggressiv hoch geschossen
meine Gefühle wie es für mich unvorstellbar ist

ich hätte durch die Wände jagen können.

ebenso verhält es sich mit Angst,
ich bin ganz ruhig und mache etwas nichts besonderes
schlagartig kommt eine Sorge wie ein Blitz herein

das ist nicht mein normales Sein
sondern meine Medikamenten Situation

im wahren Leben habe ich so gut wie gar keine Angst

ich bin die einzige die draußen sitzt wenn alle schlafen
jeder könnte von der Straße durch die Grundstück Türen hindurch dringen
durch ein kräftiges drücken
und könnte mich auf meinem Balkon überfallen
niederschlagen
in meine Wohnung eindringen
alles mögliche dort anrichten

ich habe diese Angst Gedanken nicht

diese Gedanken kommen mir nicht

ich sitze jeden Abend als einzige draußen zu einer bestimmten späten Stunde

ich habe keine Angst im wahren Leben
deswegen nenne ich diese großen, fast abartigen Zustände
wie Aggression
Verzweiflung
Wut
Hass
künstliche Gefühle

manchmal schaffe ich es kaum mich wieder herunter zu holen
und dann kommt ein neuer Tag

viel Kraft für dich Orco,das Forum trägt -
vertraue, es wird besser so ätzend das klingt

von Herzen Katharina
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Josy
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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitrag von Josy » Montag, 01.01.18, 13:08

Liebe Leute,
Nach einem gescheiterten reduzier Versuch plangen mich Neuroemotionen. In die ganz negative Richtung, Verzweiflung, Sinnlosigkeit, Gedanken dem ein Ende zu setzen. In diesen Wellen hab ich nichtmal mehr Gefühle für meine Kinder. Ist das normal? Es verunsichert mich sehr und ich kann es nur schwer aushalten.

Glg Josy
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Seit 9. August 2017 25mg Deanxit (1 Dragee)
Seit 11. August 1mg Xanor vorm Schlafengehen
Am 28.8. kein Xanor sondern Atarax (nicht vertragen)
25.8. bis 1.9. 1/2 (0,5mg) Xanor zum schlafen. 25mg Deanxit
2.9. bis 5.9. 1/4 Xanor (0,25mg) 25mg Deanxit
Xanor mittlerweile auf 0. Seeehr langsam.

Veilchenwien
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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitrag von Veilchenwien » Samstag, 20.01.18, 23:44

Hallo, ich bin ganz neu hier im Forum. Danke für diesen interessanten Thread.
Das mit den Neuroemotionen kenne ich auch. Gefühle, die oft total plötzlich da und extrem heftig sind und trotzdem nicht zu mir zu gehören scheinen. Im Nachhinein unangebracht, zu heftig, für andere verletzend oder befremdend. Und so Bemerkungen wie "das kommt aus deiner Kindheit, du brauchst unbedingt Therapie". Dabei WEISS ich, dass meine Kindheit nichts damit zu tun hat. (Naja, alles hat natürlich mit mir zu tun). Aber nicht in dem Ausmass. Besonders schlimm für mich ist Angst und Wut. Tröstlich, dass auch andere mit Citalopram diese Erfahrungen machen.
Liebe Grüße
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wegKatharinaLinLinaJamieFlummiArianrhod
Symptome 1: 2/ 1996: Schlafstörungen und Magenschmerzen, Erschöpfung bei Problemen am Arbeitsplatz; Diagnose: depressive Verstimmung
Medikation: 20 mg Seropram/Citalopram; ab ca 2008 Pram
Symptome 2: 2/2008 zur Vermeidung von Chronifizierung der starken Schmerzen bei einer Frozen Shoulder
Medikation: 25 mg Saroten/ Amytriptylin
Zusätzlich: seit 1999 Euthyrox (Hashimoto), zZt: abwechseln 75mg und 88 mg
seit Oktober 2014: Estradiol 1mg, seit 2/2017 Vit D 10000i.E./ Tag im Winter, Vit K1 und K2; seit 12/2017 Mentalfit, Ashwaganda und Omnibiotic Stress zwischendurch
Absetzgeschichte: Ab Herbst 1996 drei oder viermal Absetzen Seropram und wegen depressiver Symptome wieder Beginn (Psychiater: "Du brauchst das halt") - immer im Februar/ März! !
Aktuelles Absetzen: Auf Rat meiner neuen Psychiaterin im
Juli 2014 beide Medikamente für 2 Wochen auf die Hälfte reduziert und dann abgesetzt. Panikattacken, Hoffnungslosigkeit, Ängste, Kopfschmerzen, Durchfälle,Nebel im Kopf: wieder auf Normaldosis,
Dezember 2014 : Pram 10 mg für 14 Tage, dann 14 Tage jeden 2. Tag 10 mg, dann Ende; Saroten auf 10 mg, dann wie Pram, wieder starke Symptome; Hochdosieren auf täglich 10mg Pram und Saroten ;
Sommer 2015: wieder auf jeden 2. Tag , dann ganz abgesetzt
Bis November 2015 so starke Symptome (Angst, Panik, Durchfälle, Kopfschmerzen, Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Weinerlichkeit, Reizbarkeit, Gelenkschmerzen...) dass ich mit neuer Psychiaterin mit wieder 20 mg Pram und 25 mg Trittico/ Tradozon weiter mache. Internetrecherchen führen mich zum ersten Mal zu "Absetzproblemen mit SSRI". Ernährungsumstellung wegen Sorbit und Laktoseunverträglichkeit
In Absprache mit Ärztin neuerlicher Absetzbeginn im
Mai 2016: Pram 14-tägig um 2mg reduzieren. Bei 10mg so starke Absetzprobleme (Durchfälle, Reizbarkeit, Ängste, ), dass ich auf dieser Dosis bleibe. Sympathikussyndrom diagnostiziert (Unruhe, Herzrasen)
Feber 2017: Pram 3 wöchig um 1mg bis auf 3 mg absenken; wieder Panik, Ängste, Reizbarkeit..
Sommer 2017: Hochdosieren auf 5 mg. Ich schlafe sehr gut (zum ersten mMal seit 30 Jahren), sehr stressanfällig und leicht reizbar. Zwischendurch Anfälle von totaler Hoffnungslosigkeit mit Weinkrämpfen und Suizidgedanken (wird seltener). Fühle mich häufig unter Strom.
Ich will Pram und dann Trittico ganz los werden.
20.1.2018 auf Anraten des Forums alle NEMs abgesetzt - Unruhe wird weniger, 5mg Pram mit Wasserlösemethode, nicht mehr nach Augenmaß
8.2.2018 nach ein paar Superguten Tagen zwei Katastrophentage (Angst, suizidale Gedanken). Jetzt wieder ziemlich gute Tage.

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