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Erfahrungsaustausch: Medikamente bei Betroffenen mit Langzeitenzug

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Erfahrungsaustausch: Medikamente bei Betroffenen mit Langzeitenzug

Beitrag von Murmeline » Montag, 15.06.15, 11:56

Nospie hat hier eine Frage gestellt:
viewtopic.php?p=105300#p105300

Beitragvon Nospie » Montag 15. Juni 2015, 08:26
Hallo,
mich würde mal interessieren wie die Erfahrungen von Langzeitbetroffenen mit Medikamenten ist !
Wenn man schon Jahre auf Null ist, sich vielleicht schon wieder gut fühlt .......
Ich komme drauf, weil Aeroman auf surviving (6 Jahre auf Null,fühlte sich seit ca 2,5 Jahre wieder ok) schlechte Erfahrungen gemacht hat.
http://survivingantidepressants.org/ind ... m-aeroman/
Klar,er hat ausgerechnet Cipro genommen,aber wie ist es mit anderen Sachen,anderen ABs,Narkose, örtlichen Betäubungen usw.......
Wenn ihr was wißt,her damit.
LG
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Re: Erfahrungsaustausch: Medikamente bei Betroffenen mit Langzeitenzug

Beitrag von Nospie » Dienstag, 16.06.15, 11:19

Hallo,
Ich hatte im Februar 2013 eine OP (ca 1,5 Std,Dämmerschlafnarkose),bis dahin waren meine
Ad-Entzugssymptome stetig besser geworden (war ca 5 Monate auf Null).
2 Wochen nach der OP gingen alle Symptome von vorne los und heftiger wie vorher.
Danach wieder langsame Verbesserung.....

Im September 2013 nahm ich ein Antibiotikum (Cipro.),die Symptome gingen durch die Decke!!!
Knabber da immer noch dran.

Da ich jetzt von einigen gehört habe,das sie Amoxicillin/Clavulansäure genommen haben und Probleme bekamen
hier mal ein Auszug eines Berichtes der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft
Wissenschaftlicher Fachausschuss der Bundesärztekammer :

In der Fachinformation von Amoxicillin/Clavulansäure werden unter unerwünschten Wirkungen auf das Nervensystem Kopfschmerzen und Schwindel als gelegentlich vorkommend und reversible Hyperaktivität, Angst, Schlaflosigkeit, Verwirrtheit und Aggressionen als sehr selten aufgeführt (2). Während psychotische Reaktionen beispielsweise im Zusammenhang mit Fluorochinolonen, Corticosteroiden und einigen Antimalariamitteln geläufig sind, werden sie aufgrund des sehr seltenen Auftretens im Zusammenhang mit amoxicillinhaltigen Präparaten möglicherweise verkannt. Der Fallbericht aus dem BMJ soll daran erinnern, bei akuten psychotischen Ereignissen unklarer Genese unter Einnahme von Amoxicillin das Antibiotikum als mögliche Ursache in Betracht zu ziehen.
http://www.akdae.de/Arzneimittelsicherh ... 90105.html

LG
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Re: Erfahrungsaustausch: Medikamente bei Betroffenen mit Langzeitenzug

Beitrag von Nospie » Mittwoch, 17.06.15, 11:15

:) ,
bin ja jetzt fast 33 Monate auf Null und habe vor kurzem Augentropfen (mit Konservierungsstoff)
benutzt,kurz darauf waren die Symptome schlimmer.
Ich habe die gleichen Tropfen ohne Konservierungsstoff ausprobiert...das hat geklappt.
Es ist irre :frust: .
LG
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Re: Erfahrungsaustausch: Medikamente bei Betroffenen mit Langzeitenzug

Beitrag von schneefloeckchen » Mittwoch, 17.06.15, 12:42

Hallo Ihr Lieben!
Auch ich hatte die Tage eine sehr lehrreiche Erfahrung machen müssen.
Was wahrscheinlich viele im Langzeitentzug haben ist ziehen in den Zähnen.
Ich habe mir eine Paste von (Recaldent) schicken lassen.GC MI Paste Plus.
Habe die Paste am Abend vorschriftsmäßig angewendet.
Am nächsten morgen die schlimmsten Entzugssymptome die ich das letzte mal vor ca. 2 Jahren hatte.
Gut,sie hielten nicht so lange an,aber es war schon heftig und es setzte mich in
eine fürchterliche Zeit zurück die ich eigentlich nicht mehr erleben wollte.
Ich lasse eigentlich sonst alle Medis und Nahrungsmittel bei mir austesten.Aber die Salbe nicht.
Ich dachte eine Salbe,was soll schon passieren.
Naja,jetzt bin ich um eine Erfahrung reicher.
Aber auf die Erfahrung hätte ich gerne verzichtet.
Liebe Grüße Monika
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Seit 2004 Tramadol 3 mal 40 Tropfen
Seit 2007 Fentanylpflaster 25 mg/h
Seit 2008 Bromazanil 12 mg täglich
November 2010 Psychatrie für 12 Wochen,alles entzogen,dabei 7 Epi`s gehabt
2011 in der Psychatrie 20 mg Citalopram,1 Woche später 40 mg,am Entlassungstag (10.01.2011) erhöht auf 60 mg .Schwere Nebenwirkungen.Psychatrie war die Hölle.
bis 12.06. 2011 Cita genommen.Selbst abgesetzt 60-40-20-10-0,innerhalb von 3 Wochen.Ich dachte ich sterbe.
Juli 2011 Gallen Not-OP
Oktober 2011 3 Wochen Moclobemid,schwere Nebenwirkung,sofort abgesetzt
November 2011 Promethazin 25 mg 1-1-2
Ende Novenmber 2011 Venlafaxin 150 mg ,1 Tablette genommen,Hölle,ich dachte ich verbrenne innerlich.
Januar 2012 3 Tage Opipramol,schwere Nebenwirkung,abgesetzt
Juni 2014 Meine heutige Meditaion : mg Promethazin 1-0-2
Blutdrucktbl. Carmen 10/10 1-0-0
Betablocker 1-0-0
Pantoprazol 20 mg 1-0-0
Symptome:Wie Bleigewicht im Kopf,Kopfschmerzen,Tinnitus,Zungen und Lippenkribbeln,Nackenschmerzen,Nackenversteifung,
Arme und Beine wie gefesselt,Taubheitsgefühl in den Fingern und Füssen,brennen am und im ganzen Körper,Sehstörung,
verkrampfung der Extremitäten,Harndrang,Stuhldrang,Verzweiflung,Weinen,krampfartige Schmerzen im Oberbauch,Blutdrucksprünge,
körperliche Schwäche,Übelkeit,Appetitlosigkeit,Unwirklichkeitsgefühl,DR,Erkältungssymptome,starke innere Unruhe
Alle genannten Symptome mal mehr oder weniger,aber nie weg
18,10,2014 Promethazin 20 mg
27.11.2014 Promethazin 15 mg
24,01 2015 Promethazin 10 mg
13.06.2016 Promethazin 9 mg
11.07.2016 Promethazin 8 mg
28.03.2017 Promethazin 7,5 mg
03.04.2017 Promethazin 8 mg

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Re: Erfahrungsaustausch: Medikamente bei Betroffenen mit Langzeitenzug

Beitrag von Nospie » Donnerstag, 18.06.15, 9:18

Hallo,
schneefloeckchen hat geschrieben: Was wahrscheinlich viele im Langzeitentzug haben ist ziehen in den Zähnen.
Das ist mein neuestes Symptom,wollte ich gerade mal hier im Forum suchen :lol: ,danke
schneeflöckchen.
Mal wieder zum Thema Medikamente:
Ich habe auf Mictonorm übel reagiert (war nur ein Krümmel).
Bekam ich zur Entspannung der Blasenmuskulatur.
Schüssler Salz 7 Magnesium geht immer noch nicht (manchen hilft es,ist unterschiedlich).
Am besten bei solchen Sachen erst mal vorsichtig austesten !
LG
Nospie

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Re: Erfahrungsaustausch: Medikamente bei Betroffenen mit Langzeitenzug

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 21.06.15, 12:05

Hallo Nospie,

ich selbst habe keine größeren Probleme.
Meine Grundhaltung hat sich dennoch so geändert, dass ich nach Möglichkeit nichts mehr nehme, sondern auf "aussitzen" oder pflanzliche Mittel setze.

Mein Beitrag ist daher eine Übersetzung :)

Zum Thema multiple Medikamentensensivität schreibt Monica Cassani in einem Artikel folgendes (Auszüge). Sie hat sehr lange verschiedene Psychopharmaka verschrieben bekommen und diese über 6 Jahre langsam abgesetzt. Sie hat ein langzeitenzugssyndrom.
Heute vertrage ich kein Medikament mehr, dass die Gehirn-Blut-Schranke überschreitet. Irgendetwas während der langjährigen Einnahme verschiedenster Substanzen hat die Schranke zum Gehirn zerstört. Ich wünschte ich könnte es selbst besser verstehen und wissenschaftlich darüber sprechen, aber das ist nicht meine Stärke.

Diese Hypersensivität beinhaltet auch Nahrungsergänzungsmittel, die viele Menschen täglich nehmen ohne irgendetwas zu bemerken. Eigentlich unproblematische Sachen wie Vitamin B, Inosit (Muskelzucker) und die meisten Aminosäuren. Meine Unverträglichkeitsliste wird immer größer. Nicht jeder entwickelt diese Art der Sensivität und manche entwickeln diese in unterschiedlichen Schweregraden.

Hier ein Auszug, was mein Arzt mit für medizinische Notfallsituationen geschrieben hat:
Ms Cassani wurden leider übermäßig viele psychiatrische Medikamente verschrieben, in hohen Dosierungen, in Polymedikation und über einen sehr langen Zeitraum. Nebenwirkungen auf manche der Psychopharmaka wurden als psychiatrische Störungen mißinterpretiert und führte wie ein Schneeballeffekte zu Dosiserhöhungen, zu weiteren Nebenwirkungen und zu einer dramatische Wirkungsabnahme. Ms Cassani hat es langsam über mehrere Jahre geschafft, die Medikamente abzusetzen. Sie wurde im laufe der Zeit mit sehr vielen psychatrischen Diagnosen bedacht, heute entspricht ihr Zustand keinem dieser Diagnosen mehr.

Sie hat heute ein Nervensystem, dass sehr leicht überwältigt wird von Geräuschen, Stress, ihrem Menstruationszyklus und jeder Form neuroaktiver/psychotropischer Medikamente. Sie kann nicht durchgehend schlafen, sie leidet unter Sensibilitätsstörungen, Reizbarkeit und starker Erschöpfung. Diese Symtome werden bei der Menstruation und beim Eisprung stärker.

Ms Cassanis aktueller Kondition ist so, dass fast alle Substanzen, die die Gehirn-Blut-Schranke überwinden können, für sie sehr störend sind. Auch in Notfallsituationen ist es äußerst wichtig, Medikamente dieser Art zu vermeiden, da sie ansonsten sehr wahrscheinich toxische Reaktionen auslösen. Sie verträgt kleine Menge eines Beta-Blockers (ein Gabe in drei Tagen), aber die wichtigste Maßnahme ist Ruhe.
Zu den Medikamente, die ich aufgrund dieser Hypersensibiität und den paradoxen Reaktionen nicht mehr nehmen kann, gehören folgende (und die Unverträglichkeit ist nicht nur auf diese beschränkt):

- Kortikoide als Injektion, zum Sprühen, zum Einnehmen, auch Steroide. Zu den Kortikoiden werden verschiedene Wirkstoffe gezählt, die in ihrer chemischen Struktur und Wirkung dem körpereigenen Cortisol, einem Hormon der Nebennierenrinde, ähnlich sind.
- Quinolone Antibiotika (synthetische Breitband-Antibiotika)
- Antihistamine
- Benzodiazepine
- Narkosemittel
- alle neuroaktiven/psychotropischen Medikamente aus dem Bereich Psychopharmakologie

Wenn man sich diese Wirkstoffklassen anschaut, ann werden diese oft in der Notfallmedikamentation genutzt. Das ist für mich eine unheimliche Realität.
http://beyondmeds.com/multipledrugsensitivity/

Grüße Murmeline
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Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Nospie

Re: Erfahrungsaustausch: Medikamente bei Betroffenen mit Langzeitenzug

Beitrag von Nospie » Samstag, 24.09.16, 13:50

Hallo,
hier die Erfahrung von curlytitus (4,5 Jahre im Langzeitentzug)
mit Schilddrüsenhormonen im Entzug:
Hallo ihr Lieben,
ich wollte mal wieder ein Update zu meiner Situation geben.

Ich befinde mich jetzt insgesamt seit über 4,5 Jahren im Entzug und habe im Februar 2016, also vor insgesamt 7 Monaten L-Thyroxin genommen. Seitdem geht es mir unterirdisch schlecht, mit allen Symptomen die es so gibt. Vor allen Dingen Angst, Panik und Weinen. Ich glaube ich kann sagen, das dieses Jahr eins der schlimmsten für mich ist und ich möchte all diejenigen warnen, gut abzuwägen so ein Medikament zu nehmen. Das heißt nicht, das es bei jedem so sein muß! Aber die Situation die bei mir seit Monaten herrscht, möchte ich euch doch wirklich ersparen. Die Schilddrüse ist ganz bestimmt bei vielen von euch betroffen, d.h. ihr habt eine Über- oder Unterfunktion. Es ist bei vielen der Entzug!!!

Für mich heißt es jeden Tag weiter kämpfen und hoffen, das es bald besser wird.

Gruß
Curly

Nospie

Re: Erfahrungsaustausch: Medikamente bei Betroffenen mit Langzeitenzug

Beitrag von Nospie » Samstag, 24.09.16, 13:52

Hallo,
und hier noch meine Erfahrung mit Hormonen/Vitamin B
im Entzug :
Hallo,
danke curly :hug: ,das ist sehr wichtig,dass du deine Erfahrungen mitteilst,
gerade Erfahrungen von Langzeitbetroffenen sind dünn gesät,das ist sehr schade !
Ich habe im Entzug,war glaube ich ca 2 Jahre auf Null ,eine Hormonersatztherapie versucht,das hat
mich entzugstechnisch in die Steinzeit katapultiert,für viele lange Monate.
Ich bin seit über einem Monat ,nach Einnahme von Vitamin B,in der schlimmsten Welle seit 3 Jahren !
Ich habe Brain Zaps (hatte ich noch niemals im Entzug) und extreme Schlafstörungen (auch neu),
Vitamin B steht u.a. bei "Vorsicht Symptomtrigger" hier im Forum....
Aber ich dachte: Du bist jetzt fast 4 Jahre auf Null und es wird immer besser,vielleicht wird es ja NOCH besser mit Vitamin B :frust: .
Klar,das muß nicht bei allen so sein,aber das Risiko ist halt recht groß .
Man weiß einfach nicht ,ob es gut geht .......
Manchen hilft es,anderen nicht !Die letzte Gruppe hat dann echt ein Problem.......

Danke nochmal curly :hug: !
LG
Nospie

Mockingjay
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Re: Erfahrungsaustausch: Medikamente bei Betroffenen mit Langzeitenzug

Beitrag von Mockingjay » Donnerstag, 20.10.16, 10:40

Nospie hat geschrieben:Hallo,
hier die Erfahrung von curlytitus (4,5 Jahre im Langzeitentzug)
mit Schilddrüsenhormonen im Entzug:
Hallo ihr Lieben,
ich wollte mal wieder ein Update zu meiner Situation geben.

Ich befinde mich jetzt insgesamt seit über 4,5 Jahren im Entzug und habe im Februar 2016, also vor insgesamt 7 Monaten L-Thyroxin genommen. Seitdem geht es mir unterirdisch schlecht, mit allen Symptomen die es so gibt. Vor allen Dingen Angst, Panik und Weinen. Ich glaube ich kann sagen, das dieses Jahr eins der schlimmsten für mich ist und ich möchte all diejenigen warnen, gut abzuwägen so ein Medikament zu nehmen. Das heißt nicht, das es bei jedem so sein muß! Aber die Situation die bei mir seit Monaten herrscht, möchte ich euch doch wirklich ersparen. Die Schilddrüse ist ganz bestimmt bei vielen von euch betroffen, d.h. ihr habt eine Über- oder Unterfunktion. Es ist bei vielen der Entzug!!!

Für mich heißt es jeden Tag weiter kämpfen und hoffen, das es bald besser wird.

Gruß
Curly
Hallo Nospie

Ich habe seit meiner Kindheit eine Unterfunktion und nehme auch seit da Eltroxin bzw. seit einigen Jahren Euthyrox. Ich könnte das nicht absetzen. Ich habe das sogar mal gestetest. Nach 2 Wochen fiel mein Blutdruck lebensbedrohlich. Das TSH war 4x höher als der Maximalwert.

Gruss
MJ
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Medikamente: Levothyroxin, Triiodthyronin, Fluoxetin (am ausschleichen), Relaxan, Symbicort.
Nahrungsergänzungsmittel: Vitamdin D3 hochdosiert.
Diagnosen: Emotionale Instabilitätsstörung Typ Borderline, generalisierte Angststörung, Hashimoto-Autoimmunthyreoiditis (Hypothyreose), diverse Allergien und Nahrugnsmittelunverträglichkeiten, Asthma.
-------------------------------------------------------------------------------------------
Absetztagebuch:
Fluoxetin ab 2002, 2004 kaltes Absetzen ohne Probleme. Ab 2006 Wiederbeginn, Absetzversuche 2008/2010/2014 ohne Erfolg. Juni 2016 direkt von 20 auf 15mg -> schwere Probleme nach 2-3 Monaten, wieder aufdosiert.
Neuer Versuch ab Januar 2017 mit 1mg Schritten bis auf 10mg ab September 2017. 6 Monate Absetzpause.
Ab 18.04.2018 wieder rauf auf 15mg wegen akuter Krise. Vermehrte Angstzustände und Grübeln.
Seit 6.5.2018 Extremer Tinnitus und Übelkeit nach Kortisondepotspritze wegen Pollenallergie.
Ab 12.05.2018 Runter auf 13 mg.

Nospie

Re: Erfahrungsaustausch: Medikamente bei Betroffenen mit Langzeitenzug

Beitrag von Nospie » Donnerstag, 20.10.16, 14:11

Hallo :) ,
Mockingjay hat geschrieben: Ich habe seit meiner Kindheit eine Unterfunktion und nehme auch seit da Eltroxin bzw. seit einigen Jahren Euthyrox. Ich könnte das nicht absetzen. Ich habe das sogar mal gestetest. Nach 2 Wochen fiel mein Blutdruck lebensbedrohlich. Das TSH war 4x höher als der Maximalwert.
Wenn man schon vor dem Entzug eine Schilddrüsenunter/überfunktion hatte ,ist es ja klar,dass man die Medikamente weiternimmt,
es käme ja auch kein Diabetiker auf die Idee ,wegen Entzugssymptomen,sein Insulin wegzulassen.
Darum geht es nicht.
Man sollte abweichende Werte bei Untersuchungen im Entzug einfach kritischer sehen.Im Entzug ist einiges nicht mehr im Lot !
Zumal,wenn man vorher GESUND war.
Das kann übel nach hinten losgehen,wie man bei curlytitus sehen kann.
Muß jeder selber abwägen.
LG
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Re: Erfahrungsaustausch: Medikamente bei Betroffenen mit Langzeitenzug

Beitrag von dragon4277 » Sonntag, 17.09.17, 10:12

Hallo ihr lieben,

ich bin zwar noch nicht auf Null. Hab allerdings etliche Medikamente abgesetzt bzw reduziert.

Das letzte was ich abgesetzt habe ist PPI. Nach dem absetzten von PPi habe ich allerdings schon gemerkt das gehäuft unter absetztsymptomatik leide. Und dachte mir was hab ich denn jetzt reduziert das ich absetztsymptomatik habe.

Nun ich reih mich mal unter euch ein, obwohl ich noch nicht auf Null bin. Es wird allerdings immer schwieriger zu reduzieren. Egal welches medikament. Weil ich immer sensibler darauf reagier.

Und ich muss mehr aufpassen was ich zu mir nehme.

LG Dragon.
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2003 Diagnose reine Paranoia
- Zyprexa 5-10mg
J01/2005 Zyprexa abgesetzt auf anraten des Docs ohne auschleichen rückfall+ verschlimmerung ->
03/2005 Diagnose Schizophrenie
-Zyprexa 5mg
2009 Zyprexa 5mg abgesetzt neu Risperdal 2mg ->(schwere Depressionen)
03/2011 Risperdal abgesetzt 15mg abilify -> Entzug
04/2011 wieder Risperdal 2mg
03/2012 Risperdal 2mg Seroquel Prolong 600mg (noch schwerere Depression gewichtzunahme)
09/2012 kalter Entzug von Risperdal und Seroquel Prolong (hat 3 Monate gedauert) mit unterstützung von Amisulprid 200mg
10/2013 Amisulprid 300mg
10/2014 amisulprid 200mg
11/2015 amisulprid 150mg
06/2016 Pantoprazol von 40mg auf 20mg
04/2017 Pantoprazol 0mg
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Re: Erfahrungsaustausch: Medikamente bei Betroffenen mit Langzeitenzug

Beitrag von ramires » Sonntag, 07.01.18, 16:59

hallo zusammen,

ich sezte gerade citalopram ab und bin aktuell bei 1mg. Bzgl anderer Medikamente ist bei mir folgendes aufgefallen:
- normalerweise hatte ich immer einen bitteren geschmack im Mund nach der Einnahme von Zopiclon, dieses bleibt seit par Monaten komplett weg
- ich habe eine sehr fettige Haut schon seit der Pubertät und habe mal vor zwei Monaten Aknenormin für zwei Wochen genommen, damals merkte ich schon nach der ersten Tablette das ich am nächsten Tag eine trockene Haut hatte, aber eine unschönes gefühl hatte ich im Magen und ein komisches Gefühl im Kopf. Wo ich jetzzt im Entzug bin bleibt dieser Effeckt komplett aus, was passiert mit mir?

Da jetzt nicht viele von euch Aknenormin nehmen, fafür aber sicher viele auch im Entzug Zopiclon nehmen, würde mich interessieren, ob ihr auch die selbe Erfahrung mit Zopiclon bzw Zolpidem gemacht habt

LG ramires
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Re: Erfahrungsaustausch: Medikamente bei Betroffenen mit Langzeitenzug

Beitrag von Jamie » Sonntag, 07.01.18, 22:36

Hallo ramires :),

ich habe auch immer einen widerlich bitteren Geschmack vom Zopiclon gehabt, aber das durchgängig, egal was ich mit den anderen Medikamenten machte.
Es liegt daran, dass ein Teil davon über den Speichel ausgeschieden / eliminiert wird; eine Form der Metabolisierung, die eher selten ist.
Ich habe jetzt nur eine vage Idee, weswegen du das Bittere nicht mehr schmeckst - vielleicht ist deine Leber durch das Absetzen des Citaloprams so entlastet (1mg ist ja nicht mehr viel), dass sie mehr wegschaffen kann und sozusagen weniger in den Speichel übergeht?
Ist aber nur wild spekuliert. :roll:

Zum Aknenormin / Roaccutan / Isotretinoin.
Du nimmst es hoffentlich nicht mehr?
Isotretinoin gehört neben Finasterid, anderen Vitamin A Säure Derivaten und SSRI zu den Mitteln, die eine anhaltende, irreversible Schädigung der Sexualfunktion auslösen können, auch bereits nach kurzer Einnahme. Es ist hoch problematisch und kann ferner psych. Erkrankungen verschlechtern.
So furchtbar und belastend Akne ist und für manche Menschen ist Isotretinoin da sicher wie die Rettung, so schrecklich können die NW sein. Und eben irreversibel. Und für Frauen, die damit schwanger werden, sowieso der GAU, da Isotretinoin hochgradig fruchtschädigend / embryotoxisch ist und zu schwersten Behinderungen führen kann :(

Grüße
Jamie
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Re: Erfahrungsaustausch: Medikamente bei Betroffenen mit Langzeitenzug

Beitrag von ramires » Donnerstag, 11.01.18, 15:50

Hallo ramires :),

ich habe auch immer einen widerlich bitteren Geschmack vom Zopiclon gehabt, aber das durchgängig, egal was ich mit den anderen Medikamenten machte.
Es liegt daran, dass ein Teil davon über den Speichel ausgeschieden / eliminiert wird; eine Form der Metabolisierung, die eher selten ist.
Ich habe jetzt nur eine vage Idee, weswegen du das Bittere nicht mehr schmeckst - vielleicht ist deine Leber durch das Absetzen des Citaloprams so entlastet (1mg ist ja nicht mehr viel), dass sie mehr wegschaffen kann und sozusagen weniger in den Speichel übergeht?
Ist aber nur wild spekuliert. :roll:
Hallo Padma,

das würde heissen, das jemand, der eine normal funktionierende Leber hat und keine AD nimmt, auch keinen bitteren Geschmack haben dürfte, da meine Leber ja auch mittlerweile entlastet ist?

Und zum isotretinoin, das habe ich vor ungefähr zwei einhalb Jahren für nur 10 Tage etwa genommen, ich hatte von der ersten Tablette schon am nächsten morgen eine starke Wirkung. Jetzt wo es mir so schlecht geht, und wo das Citalopram nicht mehr wirkt usw, habe ich das ja mit dem Zopiclon auch gemerkt, irgendwie bleibt die Wirkung komplett weg, und da ich noch das isotretinoin noch zu Hause hatte, habe ich einfach mal eine genommen, und auch da blieb die Wirkungen komplett aus. Deshalb meine Hypothese, dass Problem eventuell meine Leber ist, die die Medikamente nicht mehr richtig verstoffwechselt.
Denn was hat das Isotretinoin mit meinem " überreztem Nervensystem" zutun und das Zopiclon ebenfalls?
Das mein ZNS überreizt ist, schließe ich nicht aus, nur diese eine Sache macht mich stützig.

LG ramires
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