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Jamies "all in a tumble" Thread

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
Guennie
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Guennie » Dienstag, 25.07.17, 20:17

Hallo,
deine geschichte, unfassbar
dein arragemant daher auch unfassbar,
es macht mich umso demütiger, dass du dich mit meinen Beschwerden abgegeben hast,
leider gibt es solche möchtegern ärzte, ich habe in der verwandschaft gleich vier davon.
schön finde ich das feedback welche dur dir auch sicherlich verdient hast.
von mir kann ich dir auch nur für alles bisherige demütig DANKE sagen,
und dir gut Besserung wünschen, du hast es sicherlich verdient.
Es wird höchste zeit dass du dir auch mal ruhe gönnst.... ;-)
Ich wünsche dir viel Kraft und durchhaltevermögen und hoffe dass du auch mal wieder
licht am ende des tunnels siehst
glg
Günnie
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Jamie
2004 schweren Depressionen mit stationärer Psychiatrie
medis: Lorazepam (Tavor) verschiedene ADs und Schlafmittel -
2004 - Lorazepam (Tavor) kalter Entzug in Entzugsklinik Köln (Hammer)
2005 - 2010 Cymbalta (Duloxetin) 60 mg
2010 - November 2016 Cymbalta (Duloxetin) 30 mg
Mai 2016 - Herzinfakt mit 49 Jahren - Herzmedis mit Blutverdünner, Beta Blocker (2 Stands)
September 2016 Heilfasten für 10 Tage ohne medis (scheiß Idee)
September 2016 glaube Cymbalta greift nicht mehr, darum Opipramol einschleichen wegen Schlaf (Hausarzt)
November 2016 Cymbalta (Duloxetin) 30 mg morgens und Opipramol 50-50-100
2016 mein Neurologe so Krank dass er auf Rente geht. Einen neuen zu finden wird nicht ganz einfach, daher erst einmal zusammen mit Hausarzt und Internet
Dezember 2016 - Cymbalta (Duloxetin) in 4 Wochen ausgeschlichen (30 mg in 30 Tagen) um etwas anderes zu probieren ( 5 Htp, dazu muß aber Cymbalta einige Zeit aus dem Körper sein wegen Gefahr eines Serotoninsyndroms)
Januar 2017 - nur Herz medis - denke es geht langsam wieder Berg auf und will schon im Februar 2017 mit 5 Htp anfangen, dazu kommt es aber nicht mehr (alles nur mit Hausarzt und Internet, ohne Neurologe oder Psychiater)
Februar 2017 - Zusammenbruch wahrscheinlich durch Ansetzsyntome wie innerer Unruhe, panische Angst, Konzentrationsschwäche, Zittern, kalter Schweiß auf Kopf und Nacken, Schlafprobleme Verdauungsstörungen (bin aber zu Hause)
08.02.2017: wegen vermutlicher starker Absetzsyntome morgens wieder 30 mg Cymbalta und Opripamol 50 mg-50 mg -100 mg
09.02.2017: Morgens 30 mg Cymbalta - (nach Austausch im Forum geändert)
Anmeldung auf Forum adfd :-)
dadurch abends Opripramol neu auf 25 mg
11.02.2017 Cymbalta neu auf 7,5 mg am 15.02.2017 Cymbalta neu auf 15 mg
16.02.2017 Cymbalta (Duloxetin) 30 mg morgens
16.02.2017 Opipramol 25 mg/25 mg/100 mg
16.02.2017 Zolpidem 10 mg nachts
06.03.2017 Zolpidem auf 5 mg um es abzusetzen
07.03.2017 Zolpidem nachts um 4.Uhr wieder auf 10 mg (heftige Entzugserscheinungen)
08.03.2017 mit Wassermethode Zolpidem runerdosieren nach Rat Forum jeden Tag 0,5 mg
10.03.2017 nichts ging mehr Hausarzt mit Bromozepan 3mg/6mg angefangen dafür Opripramol/Zolpidem abgesetzt
11.03.2017 soll lt. Hausarzt 3mg/3mg/6mg Bromozepan und 30 mg Cymbalta
14.03.2017 - 0mg/0mg/6mg Bromozepan abends und 30 mg Cymbalta morgens
16.03.2017 - nach Besuch beim Psychiater Cymbalta auf 60 mg - 6mg Bromozepan
22.03.2017 die 6 mg Bromazepan jeden Tag um 0,6 mg runterzudosieren,
31.03.2017 - Bromezapan auf 0 mg (Zolpidem auf 0 und Opipramol auf 0)
09.04.2017 wegen unerträglicher Unruhe nachts um 0.30 Uhr 3 mg Bromezapan
10.04.0217 Bromezapan 3/3/6 mg
seit 11.04.2017 wieder Bromazepan abends 22 Uhr 6 mg - tagsüber kein Bromazepan
seit 21.05.2017 wieder am Runterdosieren auf abends 22 Uhr 5 mg
am 28.05.2017 runterdosiert auf 4 mg
am 04.06.2017 runterdosiert auf 3 mg
am 17.06.2017 runterdosiert auf 2 mg
am 29.06.2017 runterdosiert auf 1 mg
am 19.07.2017 dosiert auf 2x 0,7 mg = 1,4 mg
am 20.07.2017 dosiert auf 2x 0,5 mg = 1,0 mg
am 28.07.2017 dosiert auf 2x 0,37 mg = 0,74 mg
Diabetis Typ 2 festgestellt am 3.08.2017
am 05.08.2017 dosiert auf 2x 0,25 mg = 0,50 mg
am 14.08.2017 dosiert auf 1x 0,25 mg abends
am 21.08.2ß17 einmalig 2x 1,5 mg (Rückschlag)
am 22.08.2017 wieder auf 1x 0,5 mg Bromazepam
seit 27.08.2017 auf 0,0 mg Bromazepam

Katharina
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Katharina » Dienstag, 25.07.17, 23:19

Jamie,

Ich wünsche Dir einen Durchbruch Deines Schocks mit Hilfe des Medikamentes und als Nebenwirkungen Schlaf.

Und Linderung deiner Schmerzen, es ist ein Mistwetter für Schmerzen.

Alles herzlich Liebe, Katharina
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Marko92 » Freitag, 28.07.17, 9:50

Liebe Jamie,

erstmal gute und baldige Besserung!

Zu dem Problem mit der Krankenkassenkarte - der Versichertenstatus unterscheidet nur zwischen Selbst Versicherte, als Familienmitglied Versicherte und als Rentner Versicherte (selbst Rentner und Angehörige von Rentner) jedenfalls bei der AOK. - Wenn du zu einen Arzt gehst, bei dem du unsicher bist, ob du ihm trauen kannst, dann sag doch einfach, du beziehst eine Hinterbliebenenrente (Waisen- oder Witwenrente) oder suchst dir unter den anderen Rentenarten eine aus, zu der dir eine für dich passende stimmige Geschichte einfällt. -
Sollten auf deiner Karte weitere Infos vermerkt sein, kannst du ja überlegen, ob du die Kasse wechselst. Vermutlich kan man sich auch dagegen wehren, dass mehr als die nötigsten Daten gespeichert sind oder man sagt beim Arzt einfach - Oh, da ist wohl ein Fehler bei der Kasse pasiert. -
Ich habe da beim Arzt prinzipiell keine Hemmungen, ordentlich zu flunkern. Wenn ich zum Arzt geh, weil der Rücken weh tut, dann soll der meinen Rücken untersuchen und nicht dumm daherlabern, dass des von der Psyche kommt.

Viele Grüße
Marko
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seit Anfang 2011 20 mg Paroxetin wegen Angststörung
Mitte April 2014 auf 4mg, alle 3 Wochen 2 mg reduziert mit leichtem Schwindel, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen für einige Tage, seit 20. Juni NULL - leichte Symptome wie bei den anderen Schritten

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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Syrose » Donnerstag, 03.08.17, 15:22

Hallo Jamie,

ich wollte mich in Deinem persönlicjen Thread nochmals bei Dir bedanken. Obwohl Du selbst so viele Päckchen mit dir trägst, darunter Horrortrip Zahnarzt!, berätst Du uns noch so ausführlich und kompetent. Das ist nicht selbstverständlich und das muß auch zwischendurch wieder gesagt werden.

Danke!

LG Syrose
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Sommer 2011 erstmals Citalopram aufgrund Panikattacken
Ende 2012 bis Anfang 2013 erfolgreich ausgeschlichen
Dezember 2014 totaler Zusammenbruch im Urlaub (Todesängste, Zittern, kein Schlaf mehr möglich, kein Appetit)Januar 2015 Einnahme von Citalopram 2015: diesmal war das Einschleichen schon problematisch (10 mg dann nach 5 Tagen rauf auf 20 mg) innere Unruhe, ruhig sitzen war nicht möglich (Neurologin: "da müssen Sie jetzt durch")es hat ca. 6 Wochen gedauert, bis ich ansatzweise eine Besserung verspürt habe. April 2015-Juni 2015: Aufenthalt in einer Tagesklinik, ich habe dort ohne Wissen der Ärzte auf 10 mg reduziert, da ich das Medikament absetzen wollte. Danach fingen bei mir das erste Mal Herzklopfen an. Ich war in zig Notfallaufnahmen, die es hier gibt,o.B.
Juli 2015-qualvoller Tod meines Bruders: erneuter Zusammenbruch, Beisetzung in dem Zustand durchgestanden.September 2015: runter auf 5 mg (ca.4 Wochen) dann auf 0 mg: nach 3 Wochen wieder zu den Tabletten gegriffen, da meine Todesängste, Hoffnungslosigkeit mit voller Wucht zurück kamen, wieder Citalopram aufdosiert auf 20 mg und bis Juli 2016 Dosis beibehalten.
Nach 10-tägigem KH-Aufenthalt im Mai 2016 (Verdacht auf Hirnhautentzündung wg.Sensibilitätsstörungen im Gesicht, Hirn-Mrt, Lumbalpunktion,DNA-Test, hohe Cortisongabe intravenös; am Ende meiner Nerven)
Juli 2016 mit Neurologin vereinbart, auszuschleichen. Ihr Rat: 20mg-10 mg; auf meinen Einwand des zu schnellen Absetzens riet sie, noch auf 5 mg zu gehen oder auf Cipralex umzusteigen. Ich blieb bis November auf 10 mg (geschwächstes Immunsystem mit fiebernder Grippe, Gliederschmerzen und ständigen Infekten (kenne ich so von mir überhaupt nicht) Mitte November bin ich auf 5mg runter, dann kamen extreme Unruhe, Ängste, Gereiztheit, Schwindel, Übelkeit und am schlimmsten war damals das Herzstolpern mit Engegefühl und keine-Luft-kriegen in der Brust. HA war schon "genervt" von mir, als ich sagte, ich möchte zum Kardiologen. "Brauchen Sie nicht, Sie sind kerngesund, das ist Ihre Psyche!" Er machte noch ein Langzeit-EKG. Die Beschwerden hielt ich aus, als es mit dem Herzen nicht besser wurde-ich habe so Vieles ausprobiert:Tee, Baldrian, Lasea, Vitamin D3 mit K2, Selen, Vitamin B-Komplex, Magnesium und Kalium- beschloss ich Anfang Januar auf 0 runterzugehen. Nach einigen Tagen wurde das Herzklopfen schwaecher, ich hatte mal Pausen zwischendurch. Schwindel, Übelkeit, Durchschlafprobleme (mit lebhaften Träumen und Aufschrecken in der Nacht) blieben, nahm ich aber in Kauf.
05.03.2017: extreme Kopfschmerzen (nicht zum aushalten)Herzklopfen hat wieder angefangen, Schwindel wieder stärker, Gangunsicherheit, das Bedürfnis immer zu liegen,
licht - und geräuschempfindlich, gereizt
ab 08.03.2017: wieder 0,25 mg Citalopram (3 Tage weiter Kopfschmerzen)
ab 12.03.2017: Kopfschmerzen werden weniger, weiterhin schnell erschöpft, erkältet, gereizt
ab 14.03.2017: immernoch erkältet und erschöpft
ab 25.03.2017: Herzklopfen fängt wieder an
ab 05.04.2017: 0,23 mg; muss etwas schneller ausschleichen, da ich oft und starkes Herzstoplern habe
ab 03.05.2017: 0,22 mg
ab 31.05.2017: 0,20 mg insgesamt wird Herzstolpern weniger
ab 29.06.2017: 0,18 mg - Absetzpause, da Eingriff am Zahn
ab 31.08.2017: 0,17 mg (diese Reduktion war schwieriger)
ab 04.10.2017: 0,15 mg
ab 06.11.2017: 0,13 mg
ab 15.12.2017: 0,12 mg
ab 19.01.2018: 0,10 mg
ab 19.02.2018: 0,083 mg
ab 27.03.2018: 0,075 mg
ab 01.05.2018: 0,0625 mg

Chrissie
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Chrissie » Donnerstag, 03.08.17, 19:42

Hi,
auch von mir mal liebe Grüße, ich hoffe, es geht dir wieder besser und die Knochen und der Kopf haben sich erholt!
Alles Liebe von Chrissie :hug:
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Jamie
Februar 2016: schwere depressive Episode, Opipramol und Mirtazapin, Mirtazapin nicht vertragen (Fressattacken und Zuckungen),Beginn einer Panikstörung- bis zu 10 Panikattacken täglich
März 2016: 2 Wochen Klinik, Umstellung auf Citalopram 20 mg und Pipamperon
Citalopram schnell wirksam gegen die Panikattacken
Oktober 2016 : leichte Unterfunktion der Schilddrüse festgestellt , Jodid Einnahme
Dezember 2016: Citalopram auf 10 mg runterdosiert, erneute schwere Depression mit Suizidgedanken, Citalopram wieder hoch auf 40 mg :cry: bin mittlerweile ziemlich sicher dass das keine erneute Depression war sondern massive Entzugserscheinungen, hatte aus Unwissenheit innerhalb einer Woche die Dosis auf die Hälfte reduziert :o
Januar 2017: zusätzlich 150mg Pregabalin aufgrund Nervenschmerzen im Fuß
Ab 4. März 2017 : auf 36 mg Citalopram runter
Ab 12. März : 35 mg Citalopram (hab mich letzte Woche sehr gut gefühlt, irgendwie wacher und gefühlsintensiver.....vielleicht Einbildung..... vielleicht Zufall....bin gespannt wie es jetzt weitergeht, von 35 mg lässt es sich einfacher herunterrechnen :D )
Ab 18. März: 32mg -> ab da ständiges Hungergefühl, grrrrr- Stimmung fängt an zu schwanken (mich zieht aber auch gerade richtig runter dass meine Tochter wohl auch depressiv veranlagt ist), eine Woche später kein ständiges Hungergefühl mehr, Stimmung etwas besser
Ab 03.April: 30 mg -> vermehrtes Herzstolpern, Müdigkeit und Schwindel knapp 2 Wochen später
Ab 09. Mai: 27 mg Citalopram
Ab 29. Mai: 24 mg Citalopram
Ab 21.Juni: 20 mg Citalopram
Ab 13.Juli : 125 mg Pregabalin
Ende August : 100 mg Pregabalin
Ab 21.September :450mg Quilonoum
Ab 02.Oktober : 75 mg Pregabalin
Ab Nov. : 675mg Quilonum
Ab Dez.: 50 mg Pregabalin
Ab Januar : 900mg Quilonum, 40mg Pregabalin

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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Muryell » Freitag, 11.08.17, 18:06

Liebe Jamie,

ich hoffe, Du konntest Dich von Deinem Unfall gut erholen.
Ich denke an Dich und sende Dir viel Kraft und Energie.

Liebe Grüße

Muryell
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Jamie
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Katharina » Freitag, 11.08.17, 20:16

Hallo liebe Jamie!

Ich überlege oft wie es Dir steht mit Deinen vielen Brüchen,
bei diesem herbstlichen Wetter.

Das muss scheusslich sein, einen Tag schwül heiss dann runter, nass u kühl das man kurz heizen muss, Du Gott sei Dank nicht, das ist der Vorteil einer Dachwohnung.
Ich habe das Gegenteil.

Schläfst Du etwas, wirst Du in Ruhe gelassen, bekommst Du genug Hilfe?

Alles alles Gute, stell Dir vor ich hatte Seinen Threat nicht gefunden.
Von ❤️❤️alles Liebe, :hug:
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sigli
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von sigli » Mittwoch, 16.08.17, 16:01

Liebe Jamie,

ich habe jetzt erst von deinem Horror-Unfall gelesen. Es tut mir wirklich sehr leid, zum einen der Unfall und zum anderen, wie man mit dir umgesprungen ist. Ich hoffe sehr, dass es bald wieder bergauf mit dir geht.

Ich habe mal einen Schock bei mir, eine Woche nach dem Vorfall, von jetzt auf nachher mit Schüssler-Salze Nr. 3, Ferrum Phosphoricum, erfolgreich in die Griff bekommen. Ich hatte damals auch ständig kalte Extremitäten nach dem Vorfall. Falls du das verträgst, wäre es vielleicht einen Versuch wert.

Gute Besserung wünsche ich dir.

lg von Sigli
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Pulsatilla » Dienstag, 22.08.17, 13:09

Liebe Jamie <3

Leider hab auch ich Deine Geschichte jetzt erst gelesen. (Selber wie weggetreten). Es tut mir soo leid, was Dir da passiert ist (der Unfall; schluck) und unfassbar wie der Arzt mit Dir umgegangen ist! (Doppelschluck) Grundgütiger... .wenn man doch eh schon unter Schock steht, trifft einen sowas ja noch mal viel tiefer.. .die Schutzschicht ist ja quasie weg.. .

Leider kenne ich sowas als Autistin auch ohne "Rentnerin". Die Doc's wittern bei mir immer sofort was psychisches, einfach weil ich mich anders benehme. (fehlender Blickkontakt usf.). Daher kann ich schlechte Behandlung oder gar nicht erst erfolgte Behandlung und freches Benehmen kaum noch zählen.

Leider kann ich dadurch nur zu gut nachvollziehen, was Du da durchgemacht hast. Es tut mir soo von Herzen leid! Gottlob hat er wenigstens nichts schlimmes übersehen und gottlob hast Du netten und normal agierenden HA, der Dich dann behandelt und beraten hat!

Es ist für diesmal zwar etwas spät, aber falls Du Bachblüten magst:

Rescue Remedy Tropfen / Bachblüten / beziehbar über jede Apotheke / 4-7 Tropfen direkt auf Zunge / alle 15 min wiederholen, bis Besserung eintritt / wirkt auf seelische und körperliche Schock Zustände / etwa 8 € 20 ml. /.

Auch zb vor und nach Zahnbehandlung.

Am besten nimmt man es natürlich sofort. Du kannst es aber auch jetzt noch nehmen, da es auch auf länger zurückliegende Traumata noch wirkt. 5-7 Tr. auf ein Glas Wasser und schlückchenweise je 1/3 morgens / mittags / abends. (Mir passiert es tlw leider, wenn ich es am nötigsten brauche, gar nicht dran denke).

Ätherisches Lavendel-Öl, falls Du es vom Geruch her magst. Allergien sehr selten, aber natürlich erst im Ellenbogen antesten. Hilft gegen Prellungen und blaue Flecken, sowie gegen die Schmerzen. Man kann es pur auf die Stellen auftragen, oder in gutes Träger Öl einmischen. Es wirkt zb Muskel entkrampfend. Seelisch wirkt es ebenfalls entspannend, schlafanstossend und anti depressiv.

Wenn es ein wirklich sehr gutes + Bio ist, kann man es auch innerlich einnehmen. Es muss aber der echte Lavendel (Lavandula angustifolia) sein, auf keinen Fall der Spike Lavendel! Es wirkt dann ähnlich wie ein Benzo. Hab ich eine ganze Weile im Frühjahr getan. Hatte keine Gewöhnung o. Nebenwirkungen, ausser Lavendel Geschmack beim Aufstoßen. Etwa 2- max 8 Tropfen auf zb Stück Zucker. Langsam dran tasten, welche Menge! ... (vorsicht, wirkt stark und würde ich daher auch nur kurzzeitig empfehlen). ..

Oder halt aus den Ähren ganz normal einen Tee zubereiten. Das wirkt halt viel weniger stark. Lavendelblüten auch zb Apotheke / Reformhaus / Internet. Auf Bio achten.


Der zusätzliche Kummer mit deinem Welli tut mir soo leid. Ich weiss ja, wie sehr man seine Tiere liebt und welche starke Beziehung gerade Du zu Deinen Wellis hast. :hug:


Hoffe, hab Dich nun nicht völlig überflüssig zugetextet.. .und würde so gern mehr helfen können wollen, als nur ein paar tips, die Du evtl eh schon kennst... .

Ich wünsche Dir von Herzen alles Liebe! Das sowohl die körperlichen, als auch die seelischen Wunden sanft heilen mögen.. .

Lieb gruss <3 <3 <3
Pulsatilla
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"Wenn du als Pinguin geboren wurdest, machen auch 7 Jahre Psychotherapie aus dir keine Giraffe!" (Eckart von Hirschhausen)
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Jamie
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jamie » Dienstag, 22.08.17, 21:41

Eine gute Tat am Tag

Gestern war ein aufregender und aufwühlender Tag.
Ich kam gegen 13.30h vom Einkaufen heim und bemerkte bereits im Hinterhof eine Taube, die mein Interesse erregte.
Die Taube (es gibt einige davon bei uns) lief irgendwie orientierungslos herum, so wirkte es zumindest auf mich, und als sie mich sah, war sie auch gar nicht scheu.

Da ich beim Einkaufen auch Brötchen gekauft hatte, nahm ich eins heraus, pfriemelte eins zwei Bröckchen ab und warf sie ihr hin, weil ich dachte, sie sei hungrig.
Das komischerweise machte ihr dann Angst und in einem Anflug von was - Wahnsinn?- hüpfte die Taube zur Seite und quetschte sich ungelogen durch die Speichen des Fahrrads meines Nachbarn.
Das war surreal, weil sie mit ihrem Körper in den Speichen stecken blieb und dann drückte und robbte sie und es flogen Federn :o - und sie hatte sich durchgequetscht.
Welche Taube passt denn durch ne Speiche und warum flog sie nicht weg oder lief um dem Reifen und versteckte sich dann hinter dem Rad? Geht´s noch komplizierter?

Das Rad stand nahe an der Hauswand und so suchte das Tier also Schutz zwischen Hinterrad und Hauswand und verkrümelte sich dorthin. Mit schlechtem Gefühl stapfte ich die 53 Stufen rauf in meine Wohnung; am Ende des Tages bin ich diese Stufen insgesamt 318 mal! gelaufen.

Eine halbe Stunde später klingelte es an der Tür. Leider habe ich keine Gegensprechanlage (mittelalterlich, sowas) und so stürmte ich runter, weil ich den Paketdienst vermutete - der es auch war. Ich nahm das Päckchen entgegen und guckte bei der Gelegenheit noch mal nach der Taube.

Diese saß immer noch genau auf dem Fleck, auf dem sie gesessen hatte, als ich zum ersten Mal in meine Wohnung ging und wirkte wie paralysiert / eingefroren.
Ängstlich näherte ich mich dem Tier, das keine Anstalten machte zu wanken oder zu weichen.
Ich wedelte 2cm vor seinem Schnabel mit meiner Hand herum - und nichts geschah.
Ich bekam einen riesen Schreck, weil sich damit meine Angst bewahrheitete, eine kranke Taube vor mir zu haben. das Tier hatte nichts von den Krümeln angerührt und sein Kot sah furchtbar aus (ich erspare euch Details).
Ich habe noch nie eine Taube gesehen, die so krank war, dass sie nicht mal einen Zentimeter gewichen wäre, wenn sich ein Mensch näherte. Dieses Tier wirkte auf mich wie in einer Starre und guckte mich aus großen Kulleraugen an.

Wer mich etwas besser kennt, der weiß, dass ich mit Sicherheit zu den wirklich tierliebsten Menschen überhaupt gehöre und insbesondere alle Arten von Federvieh haben es mir angetan.
Ich bin also panisch in meine Wohnung zurück und überlegte fieberhaft, was ich tun könnte.
Da sitzt eine todkranke Taube bei mir im Hof und krepiert vor unseren Augen? Unvorstellbar.
Bei dem Gedanken habe ich echt Anfälle gekriegt und ich musste mehrere Runden heulen, vor Schock und Schreck. Ich konnte mich gar nicht beruhigen.

Das Tier zur Tierärztin um die Ecke bringen wollte ich nicht, da die vogelunkundigen Tierärzte kranke Tauben eh sofort einschläfern ohne sie richtig untersucht zu haben und ich zudem nicht das Geld aufbringen kann für eine Tierarztbehandlung. Schlimm :(
Dann wollte ich die Taube zu unserem vogelkundigen Tierarzt in XYZ bringen, was allerdings 45min Fahrtweg alleine auf der Autobahn bedeutet und ich habe kein Auto! Ich bekniete meine Mutter, mir ihres zu leihen. Ich weiß, dass mein Tierarzt auch Fundtauben / Fundvögel behandelt - und das kostenlos! Aber das Auto hätte ich frühestens ins 3 Stunden haben können und dann nur mit unsäglichem Gegurke, weil meine Mutter zuvor in eine andere Stadt hätte gebracht werden wollen.

Ich hab daraufhin das Tierheim angerufen, nicht besetzt :( Nur vormittags besetzt.
Als nächstes das Ordnungsamt. Nicht besetzt, nur ... ja genau... vormittags...
Dann hieß es auf einem Anrufbeantworter, dass man bei Fundtieren wie Katzen und Hunde, wenn das Tierheim nicht besetzt ist, die Feuerwehr anrufen soll.
Gilt das auch für kranke und verletzte Tauben?
Also das habe ich mich dann nicht getraut, stattdessen war ich einfach nur völlig desillusioniert und hab geheult wie ein Schlosshund :(
Wer in Deutschland fühlt sich verdammt noch mal für kranke Stadttauben zuständig?

Ich fing an im Internet zu recherchieren und stieß dann, dem Himmel sei Dank, auf ein Taubenschutzprojekt der nächsten Großstadt.
Samt Angabe einer Handy-Notfallnummer, wenn man irgendwo verletzte und kranke Tauben auffindet.
Ich habe mir gedacht - ich habe nix zu verlieren, probiere es da mal, vielleicht können sie dir einen Tipp geben.
Und dann habe ich die Dame gefragt, ob sie nicht vielleicht - bitte bitte - auch zu mir in die Nachbarstadt kommen würde (die beiden Städte liegen sehr nahe beieinander) und dem Himmel, der Dame, dem Tierschutz und dem Projekt sei dank - sie hat ja gesagt <3 .

Sie gab mir Instruktionen und sagte, es werde jemand kommen, es würde aber dauern, da es ehrenamtlich ist.

Ich jubilierte. Suchte Schälchen, Haferflocken, Wasserflasche zusammen, Zettel, Tesa, Stift und zerschnitt eine große Einkaufskiste / machte Lustschlitze rein.

Wieder ab nach unten, ganz vorsichtig das Fahrrad des Nachbarn zur Seite gehievt, Tierchen rührte sich immer noch keinen Millimeter, guckte mich als nur mit großen Kulleraugen an. Da sah ich dann auch, dass das Arme gar keine Schwanzfedern hat. Und immer noch nix vom Brötchenkrümel gefressen hat.
Ich also Schälchen mit Wasser und Haferflocken vor ihm positioniert und Karton drüber gestülpt, damit sie nicht wegfliegt, ehe die Taubenhilfe da ist.

Dann überall im und am Haus Zettel an meine Nachbarn und für den Tierschutz hinterlassen (dass die Dame, die kommen will, uns schnell finden kann) und die Nachbarn gebeten das Tier in Ruhe zu lassen und alles abgesichert.

Leute, ich war fix und fertig danach.

Um 18.30, nach der Arbeit, und das war eine laaaange laaange Zeit des Wartens für mich, wenn man da so ein siechendes Tier vor der Nase hat, kam die Dame des Taubenschutzprojekts endlich.
30 Sekunden vorher, ich hockte bei dem Tier und sittete die Taube sozusagen, hatte ich mehr als komische Geräusche aus der Kiste gehört. Ich konnte es überhaupt nicht zuordnen, nach Taube hörte es sich nicht an. Doch dann hörte ich dieses laute wehleidige Fiepen von der Kiste und mir wurde klar: passt durch eine Speiche, große Kulleraugen, Fiepen und kein Schwanz - ein krankes Jungtier!

Ich hatte gerade diese Info verdaut, da kam wie gesagt die Dame und ich erzählte ihr, was passiert war. Sie griff beherzt zu und inspizierte das Tier. Ein Jungtier, in der Tat. Und aus dem Nest gefallen :o . Ein Nestling. Und hilflos. Zwar nicht krank, aber hilflos. Nicht in der Lage selbständig zu fressen; es wäre ohne mich verhungert. Erst habe ich mich geschämt, weil es nicht krank war, sondern geschockt und ich es missinterpretiert habe (sog. Schockstarre), aber die Dame sagte, ich hätte genau richtig gehandelt, denn das Tier sei nicht in der Lage zum Nest zurückzufinden und würde ohne die Eltern verhungern.
Sie hat die Taube dann an sich genommen, wird sie füttern und päppeln und dieser schrecklich aussehnde Kot ist Hungerkot. Wenn das Tier älter ist und selbständig fressen kann, wird es auf einem Gnadenhof vergesellschaftet mit anderen Jungtauben und dann darf selbständig entscheiden, ob es bleiben will oder wegfliegt / flattert.

Leute, das war ein aufregender Tag.
Alle Menschen wollen Happy Ends bei kranken oder verletzten oder verunfallten Tieren... aber sowas geht nur, wenn die Leute nicht weggucken! Hilfe allerdings hab ich nicht viel bekommen :oops:
Ich kann nicht weggucken, wenn andere leiden. Bei Menschen nicht, und bei Tieren auch nicht.
Ich bin traurig, wie wenig Menschen sich um Tauben scheren.
Und dass sich niemand für diese Tiere verantwortlich fühlt. :(

Aber ich bin dem ehrenamtlichen Verein unendlich dankbar, dass sie mir geholfen und mich nicht haben hängen lassen. Meine Mutter und Schwester waren am Ende so froh über mein Engagement, dass sie beschlossen haben in meinem Namen etwas an den Tierschutzverein zu spenden. <3

Das gibt jetzt bestimmt drei extra Sternchen beim lieben Gott. <3

Namaste
Jamie
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von lunetta » Dienstag, 22.08.17, 22:14

Herzallerliebste jamie!

Ich bin soooooooooooooo stolz auf dich und dass du NICHT weggeschaut hast, sondern dich gekümmert hast!

Du bist ein wunderbarer Mensch! Umarme dich! GLG
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Pulsatilla » Dienstag, 22.08.17, 22:34

Liebe Jamie :)

Gott ist das kleine täubchen niedlich und gottlob hat es Dich gefunden! Die extra Sternchen hast Du dir mehr als verdient.

Ich verstehe auch nicht, warum die Leute immer alle weggucken.. .In meiner alten Heimat kannte meine Ta schon, dass ich ihr regelmäßig Hasen, Krähen, Tauben usf . anschleppte und hat diese umsonst behandelt. 1x sogar ein ausgesetzter Hund. Ein noch junger süßer sogar reinrassiger, der planlos über Hauptverkehrsstraße lief und sogar da haben alle angestrengt weggesehen .. ... .


Wie gut, dass Du das kleine Ding in so kompetente Hände abgeben konntest! Wäre das nicht evtl auch was für Dich gewesen, es mit Unterstützung gross zu ziehen?


Da es ja gut ausgegangen ist: mir ist niedlicher Tippfehler aufgefallen
Lustschlitze
im Karton. .. .Was genau ist das? :wink:

Möge Dein ereignisreicher Tag mit einem befreienden Lacher enden!

Ganz lieber gruss und gute Nacht <3
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von stubi » Dienstag, 22.08.17, 22:36

Liebe Jamie,

du bist echt ganz große Klasse, ich umarme dich, :hug: ich liebe Menschen wie du einer bist, davon bräuchte wir viel mehr.

Liebe Grüße
Renate
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von padma » Dienstag, 22.08.17, 22:42

liebe Jamie, :)

danke dir, dass du das kleine Wesen gerettet hat. :hug:

liebe Grüsse,
padma
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von LinLina » Dienstag, 22.08.17, 22:53

Liebe Jamie :-)

ich habe auch mal als Kind eine Taube gefunden, noch ohne Federn, aus dem Nest gefallen. Wir haben sie aufgezogen und sie wurde ganz zahm und gesund, lernte auch fliegen - irgendwann flog sie davon, aber wir waren alle froh, dass sie es geschafft hat :) das war eine schöne Erfahrung.

Danke, dass du dich gekümmert hast, und super, dass es eine Anlaufstelle auch für diese Tiere gibt, das wusste ich gar nicht.

:hug:

Liebe Grüße
Lina
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von sigli » Mittwoch, 23.08.17, 8:32

Was für eine schöne Geschichte ,:)
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Muryell » Mittwoch, 23.08.17, 8:48

Liebe Jamie,

Du bist so ein toller Mensch! Du kannst stolz auf Dich sein!

Liebe Grüße

Muryell
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Rosenrot » Mittwoch, 23.08.17, 10:08

Liebe Jamie, :)

hab' deine Geschichte letzte Nacht vorm Einschlafen gelesen.

Das hast du toll gemacht!

Du bist ein feiner Mensch.

Liebe Grüße

Rosenrot
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Katharina » Mittwoch, 23.08.17, 22:06

Liebe Jamie!

Ganz am Rande, ganz von Herzen,
ganz klar weil Du auch ganz klar sein kannst, was ich schmätzenswert find,
denn wer ist heute noch ganz klar zu einem.
Eher wischiwaschi,dann ist das Risiko geringer eventuell jemanden zu treffen.
Das dieses Vernetzten oder auf den Punkt getroffen, Hilfe sein kann,
wird übersehen.

Nur ein Satz für Dich:

Mein Vater - als er noch Macht über mich hatte, das hatte er lange mein Unterbewusstsein habe ich gut und lange betäubt -
hat mir enorm geschadet, einst und lange.

Er wollte mich überreden ich sollte doch zu ihm ziehen, ich könne doch ihn massieren
wozu eine Zweitausbildung zur Krankengymnastik.

( Das war, als ich einen großen Plan hatte:
zwei Jahre ZweitAusbildung, zwei Jahre Annerkennungsjahr.
Acht Tage bürokratisches, Arbeitsamt, abmelden, Überweisung,etc und ab auf die Entgiftungsstation.
Ging auf, mein Plan. )

Das zu den Vätern die nie da waren,
aber fordern.

Du bist noch so jung, Jamie.
Aber Du brauchst mehr Zeit für Dich.

Hilfsbereitschaft ist ein großes Gut.
Aber in allen Ehren, für mein Empfinden,
Du bist dran mit einer gesunden Portion Selbst-Egoismus.
Du hast so viel Kraft, eine grosse Gabe der intellektuellen Umsetzung.

Gib nicht zuviel ab davon.

Herzlich, Katharina
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 04.10.17, 17:11

Hallo,

ich habe einen Hörsturz bekommen. :abtransport:

Freitag Vormittag fing es an, als ich überreizt und gestresst mit einem Großeinkauf an der Supermarktkasse wartete. Da ging das linke Ohr zu und wurde taub und fing an zu piepen.
Gott sei Dank wurde das nach 20,30 sec. besser und normalisierte sich, aber da ich das kenne, wusste ich, dass das ein ernstzunehmender Vorbote eines Hörsturzes ist und ein mega Warnsignal, unbedingt langsamer zu machen und mich sofort zu entstressen!

Ich habe auch versucht mich am Wochenende auszuruhen und zu schonen, auch gestern, aber anscheinend hat das alles nichts genutzt, denn heute früh wachte ich auf und das linke Ohr fühlte sich komisch an. Nach dem Aufstehen verschlimmerte sich das Gefühl, es ist dann so wattig - taub und man hört alles nur abgeschirmt; ein absolut untrügerisches Zeichen bei mir für Hörsturz, denn ich hatte schon 2 oder 3 und die Symptome sind immer gleich.

Ich hatte glücklicherweise einen Termin um 11.30 bei meinem Hausarzt für heute vereinbart, und das schon vor 4 Wochen, denn er war jetzt eine Weile in Urlaub und dann noch Fortbildung. Heute war sein erster Arbeitstag - passte ja! Ich glaub nicht an Zufälle oder so. Meines Erachtens, aber das ist nur meine Sicht aufs Leben, wirken höhere Mächte immer irgendwie mit; und sei es, dass es was zu lernen gibt.

Ich komme nicht umhin meinen Hausarzt zu loben. Ich weiß, dass ich das immer mal wieder tue, aber da ich durch das Forum so viele unkooperative Ärzte kenne, ist es fast wie ein Sechser im Lotto, ihn zu haben :)
Erstens komme ich menschlich gut mit ihm zurecht, zweitens kooperiert er immer mit mir und unterstützt mich so gut er kann, sei es durch Überweisugen, großzügige Rezepte oder auch mal eine extra Blutuntersuchung, drittens kennt er mich und meine persönliche Situation sehr gut und versucht auch immer, es so zu deichseln, dass ich zB nichts zahlen muss und viertens lasse ich einfach die Fünf gerade sein, wenn seine medizinische Meinung / Einschätzung von meiner abweicht, denn zB beim Thema Psychopharmaka und Co gehe ich halt überhaupt nicht mit ihm konform, aber das klammere ich dann halt aus.

Auf jeden Fall hat er mir, obwohl das eigentlich wirklich HNO Sache ist und nicht einmal eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen (muss man sich mal vorstellen :( , nichts in der Hörsturztherapie wird bezahlt! :zombie: ) eine Kochsalzlösung mit 50mg Prednisolon gelegt, als ich lieb nachfragte. Hochdosiscortisoninfusionen sind umstritten in der Hörsturzbehandlung, weil es sich nicht nachweisen lässt, dass es wirklich hilft; und auch, weil nur ein Teil der Patienten darauf anspricht, aber ich habe eben die Erfahrung gemacht, dass mir Cortisoninfusionen - bislang - glücklicherweise immer halfen und so bin ich ihm wirklich sehr dankbar, dass er schnell und unbürokratisch reagierte und die Erstversorgung so anstandslos übernahm <3 .

Die unangenehmen, auch für mich sehr belastenden Nebenwirkungen des Cortisons muss ich in Kauf nehmen, da kenne ich nichts. Ich möchte nicht mit Mitte-Ende 30 einen dauerhaften Hörverlust erleiden, da beiß ich mich eben durch den Horror durch (Prednisolon geht mir furchtbar auf die Psyche).

Dennoch bin ich natürlich frustriert.
Es macht mich hilflos und auch wenig fassungslos, dass man das Unheil auf sich zukommen sieht und versucht zu intervenieren, aber es nicht aufhalten kann :(.
Ich mache mir da auch nichts vor; ich bin hochgradig gestresst und unglücklich wegen der fatalen Situation mit der Pflege meines schwerkranken Vaters und Körper / Psyche signalisieren mir Alarmstufe Rot, aber es sind keine schnellen Lösungen in Sicht.

Jetzt muss ich erst mal schauen, wie die Therapie fortgeführt werden kann und morgen mit dem HNO Arzt in Verbindung treten. Die Infusionen braucht man ja mehrere Tage hintereinander.

Grüße
Jamie
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