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Radiofeature im SWR2 / jetzt online

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
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Offene Reise
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Radiofeature im SWR2 / jetzt online

Beitrag von Offene Reise » Samstag, 20.01.18, 1:07

Hallo ihr Lieben,

am 21.02.18 um 10:05 Uhr strahlt das SWR2 eine Radio-Reportage über mich aus (Text vom SWR):

Wiedersehen mit Lukas - Befreiung von der Diagnose Borderline
Von Tim Wiese

Lukas war in einer massiven Krise, als Autor Tim Wiese den jungen Mann kennenlernte und ihn für eine Radiosendung über Borderlinestörungen interviewte. Beziehungen zu anderen Menschen waren ihm nahezu unmöglich, Jobs hielt er höchstens kurz durch, selbstzerstörerische Gedanken prägten seinen Alltag. Ein Audiotagebuch dokumentiert, welche psychischen Ausnahmesituationen er durchlebte. Heute ist Lukas verheiratet und liebevoller Vater eines Kindes. Mit seiner Frau betreibt er einen kleinen Laden im Schwarzwald. Wie kam es zu dieser positiven Entwicklung? Bei einem Wiedersehen mit Lukas versucht Tim Wiese, das zu ergründen.

____________

Nach der Ausstrahlung wird die Sendung online abrufbar sein.

LG

Lukas
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Update: zwei Jahre danach

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Erfolgreiche Absetzung
Seit Anfang 2015 ganz frei von Medikamenten (einige Jahre Erfahrung mit Olanzapin, dann lange mit Abilify, für kurze Phasen zusätzlich auch mit ADs und Lithium)

Ich bitte euch um Verständnis, dass meine PN-Funktion ausgeschaltet ist. Euch allen viel Kraft und Ausdauer!

Offene Reise
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Re: Radiofeature im SWR2

Beitrag von Offene Reise » Mittwoch, 21.02.18, 11:14

Hallo liebe Foris,

ab jetzt könnt ihr das Feature online anhören (oder downloaden):

Auf swr2.de

Die Sendung erzählt wie es bei mir aktuell - etwas mehr als zwei Jahre nach den Medikamenten - aussieht.

Freue mich auf Feedback! :)

LG

Lukas
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Re: Radiofeature im SWR2

Beitrag von Arianrhod » Mittwoch, 21.02.18, 16:32

Hallo Offene Reise,

ich habe richtig Tränen in den Augen , so rührt mich das an und so sehr freue ich mich für dich. :hug:
Viele Dinge sind mir aufgefallen:
- wieder einmal eine psychiatrische Diagnose für Auswirkungen von schlimmen Ereignissen in der Kindheit.
(meine Traumatherapeutin meinte zu mir , die Psychiatrien sind voll von traumatisierten Menschen - sie laufen unter Psychose, PS, schweren Depressionen etc.)
- eine Diagnose ist erstmal hilfreich, weil sie ein Problem beschreibt. Doch dann muss man sich wieder lösen aus der Diagnose, denn sie beschränkt die Entwicklungsmöglichkeiten ernorm . Auch Charakterzüge werden psychiatrisiert und gelten plötzlich als krankhaft. Und leider geht unsere Psychiatrie von "unheilbar" aus , und da verhindert sie Entwicklung . Die Entwicklung ist, das angemessene, passende Leben zu finden, und das liegt für dich in einem Schwarzwalddorf in der Natur und nicht in der Großstadt.
- Nur Menschen heilen Menschen . Tabletten können das nicht. Liebevolle, gütige, weise Menschen wie deine Frau, die sind heilsam .

Ich wünsche dir und deiner lieben Familie weiterhin viel Glück,
liebe Grüße Arian
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Re: Radiofeature im SWR2

Beitrag von Frakkivana » Mittwoch, 21.02.18, 22:36

Lieber Lukas,

Ich bin sehr berührt von Deiner Geschichte und freue mich sehr für Dich, dass Du jetzt leben kannst, wie es für Dich gut ist, und dass Du eine kleine Familie hast. Wie wunderbar!

Das macht vielen Menschen sicher ganz viel Mut.
Alles Liebe und Gute weiterhin für Dich

Beate
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18.04.2017
Neu hier im Forum

Seit 2001 Citalopram 20 mg wegen Schwindel und Angstzuständen.

2007 nach Schwächeanfall Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

25.04.17
Knall. Totale Panik wegen Brain zaps, massiven Schwindels, Problemen mich zu orientieren.
Notfallmässig zu einem Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren.
Infusion mit homöopathischen Mitteln, Akupunktur, ohne Erfolg

04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
Presselin Nervenkomplex
Bringt mir nichts.

25.6.17
Mein Mann trennt sich von mir und wirft mich aus dem Haus.

4 Monate Leben aus dem Koffer

Ende September 2017
2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
Atosil : ebenso
Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen, schlaflos, starke Angst
Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft hoher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
Gegen den zu hohen RR:
Beta Blocker Beloc-Zoc mite 47,5 mg sowie
HCT Dexcel 25 mg (Hydrochlorothiazid), ein Diuretikum
Ausserdem 5 Tage lang
Opipramol 50 mg und
Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt, Opipramol nach 2 Wochen
Ich vertrage nichts mehr! Macht alles nur schlimmer

Oktober 2017
Eine Woche internistische Klinik wegen Bluthochdruckkrise
Beobachtung, Herzsono und Doppler Halsgefäße o.B.
Vorübergehend ein drittes Medikament (Blutdrucksenker, Name vergessen)
Noch in Klinik abgesetzt

Aktuell (März 2018):
Beloc-Zoc mite 47,5 mg
L-Thyrox 100 mikrogr

Nach wie vor schwere Symptome, Depression, Angst, Heulkrämpfe, Kopfsymptome, "Gruselgefühl" in Brust- und HWS und im Kopf
Unfähig zu einem normalen Alltag.

Gwen
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Re: Radiofeature im SWR2

Beitrag von Gwen » Mittwoch, 21.02.18, 22:38

Hallo Lukas,
Du kannst sehr stolz sein auf das, was Du erreicht hast!!
Viele Grüße Gwen
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Re: Radiofeature im SWR2

Beitrag von Offene Reise » Freitag, 23.02.18, 13:39

Hey Arian, Beate und Gwen,

danke für das schöne Feedback, ich finde die Sendung auch sehr gelungen, ist die Geschichte doch leise und respektvoll erzählt. Sie macht mir auch Mut, da sie mich in schweren Zeiten daran erinnert, was ich schon alles durch habe...

Wünsche euch auch alles Liebe und Gute!

LG

Lukas
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Re: Radiofeature im SWR2

Beitrag von Ululu 69 » Freitag, 23.02.18, 20:40

Hallo Lukas,

jetzt hätte ich auch mal Zeit, mir deine Geschichte anzuhören.
Ich finde es sehr beeindruckend, was du aus deinem Leben gemacht hast, meinen allergrößten Respekt dafür. :)

Die Sendung finde ich auch sehr gut gemacht, sie ist respektvoll, empathisch und trotzdem informativ.

Ich wünsche dir und deiner kleinen Familie alles Gute, das habt ihr euch wirklich verdient.

LG Ute
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Re: Radiofeature im SWR2

Beitrag von Offene Reise » Sonntag, 25.02.18, 10:18

Hey Ute,

danke für deine lieben Worte! Ja, dass die Sendung so gut gemacht wurde ist kein Zufall. Tim Wiese, der Journalist, macht seine Arbeit mit großem Idealismus und Menschlichkeit.

Dir auch alles Liebe!

LG

Lukas
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