Hallo,
wollte gerne einen mutmachenden Absetzbericht schreiben.
Habe das Medikament aufgrund einer Depression 1,5 Jahre lang genommen und dann im Januar langsam abgesetzt. Zunächst lief alles gut, ich konnte trotz Absetzen gut schlafen, doch nach zwei Monaten (!) kam es zu Problemen: Ich konnte plötzlich gar nicht mehr schlafen. Ich ging ins Bett, versuchte einzuschlafen und lag dann bis zum Morgen wach. Das war grauenhaft und nach einer Woche bekam ich Panik bei dem Gedanken, ins Bett gehen zu müssen. Aber ich musste ja und dort bekam ich dann Herzrasen und Heulkrämpfe. Ich war fertig mit der Welt und ging zu meinem behandelnden Neurologen und erzählte ihm das Problem. Er meinte, es käme sehr selten vor, aber das wären wohl Absetzsymptome der Tabletten (mit Ausnahme von den gravierenden Schlafstörungen ging es mir psychisch ja allgemein gut, es konnte also nicht schon wieder eine Depression sein!). Er schickte mich ins angrenzende Schlaflabor, wo man mich zwei Monate behandelte - mit Schlafkompression (d.h. nur 5-6 Stunden Bettzeit pro Nacht, damit sich Schlafdruck aufbaut und man irgendwann schlafen MUSS, weil der Körper gar nicht anders mehr kann) und Aufklärung. Bei mir hatte sich eine Einschlafstörung entwickelt, d.h. ich hatte panische Angst vor dem Zu-Bett gehen. Nach 8 Wochen hatte ich das Schlafproblem wieder im Griff und hatte auch keine Probleme mehr. Leider bekam ich ein halbes Jahr später erneut einen Rückfall der Depression, also musste ich wieder mit Mirtazapin anfangen. Ich nahm das Medikament nochmal ein Jahr (es hilft mir einfach gut und ich vertrage es, deswegen nahm ich es wieder), es ging mir besser und wir machten uns wieder ans Absetzen. Diesmal aber nicht mit Tabletten, sondern mit Tropfen (Remergil - gleiches Medikament, nur in Tropfenform). Ich ging über einen Zeitraum von drei Monaten pro Woche 0,3 ml runter. Also ganz kleine Mini-Schritte. Und siehe da, ich habe nun (8 Monate, nachdem ich das Medikament komplett abgesetzt habe) überhaupt keine Probleme mehr gehabt. Ich glaube, mein Körper brauchte einfach nur eine ganz langsame Reduzierung des Medikamentes.
Dies nur zur Info für ähnliche Betroffene. Ich kann auch immer nur raten: Man muss selbst der beste Experte für die Medikamente werden und sich informieren. Wenn man Pech hat, kommt man an einen Arzt, der einen nicht ernst nimmt und das Ganze als Einbildung oder Symptom der Depression abtut!!! Also Vorsicht!!!
Erfolgreiches Absetzen von Mirtazapin 50 mg
-
Lana19
- Beiträge: 623
- Registriert: 06.01.2015 16:16
- Hat sich bedankt: 25 Mal
- Danksagung erhalten: 69 Mal
Re: Erfolgreiches Absetzen von Mirtazapin 50 mg
Hallo Zen39765
Danke für deinen aufmunternden Bericht und alles alles Gute für deinen weiteren Weg!
Danke für deinen aufmunternden Bericht und alles alles Gute für deinen weiteren Weg!
[spoil]Depressionen und Angststörung Diagnose 9/05
11/05: Beginn Paroxetin
4/06-11/06 erste Absetzversuche gescheitert, Symptomverschlimmerung, wieder Beginn mit 20 mg
5/07 30 mg Paroxetin
von 2/08 bis 9/08 abgesetzt, zum Schluss mit Seroxat
12/08 Rückfall, Beginn mit 10 mg
Wechsel der Dosierungen zwischen 10 und 20 mg
5/10 0mg!
2/11 Rückfall Panik, Beginn 10 mg
Wechsel der Dosierungen zwischen 5 und 20 mg je nach Zustand
12/14 20mg
Jahr 2015
5.1.15 10mg
9.1.15 15 mg, Schmerzen in Rücken, Depri, heulen,....
1.2.15 12,5 mg
1.3.15 10mg erstaunlicherwesie ohne Probleme! freu
16.3.15 2 Krümelchen weniger, nach drei Tagen fängt der miese Schwindel an, aber ich halte durch. Ansonsten nur Übelkeit und blöde Träume
10.04.15 schätzungsweise bei 8mg angekommen.
25.04.15 Umstellung auf Seroxat 4 ml
27.04.15 wieder 8 mg Paroxetin, Seroxat war Hölle. Finde keinen Schlaf mehr, stattdessen nervöse Unruhe mit Übelkeit, Depri, völliger Kraftverlust
29.04.15 wieder 10mg Paroxat, muss raus aus diesem Loch, sonst geh ich kaputt!!!
24.4.15 Hoch auf 15 mg. Burn Out. Nichts geht mehr. Fühl mich total wie ein Versager
01.06.15 20mg auf anraten vom Doc.
habe nicht das Gefühl dass es überhaupt noch wirkt!
01.07.15 15 mg So, erneuter Versuch und diesesmal SCHAFFE ICH ES !!!!
18.07.15 wieder 17,5 mg, seit 12.07. jeden Tag mehr Angst, Unruhe, nervosität, Übelkeit
07.09.15 17 mg 28.09.15 15 mg , zwei Tage gut, dann massiv Ängste und Panik
01.10.15 16mg finde mit der Reduktion leider überhaupt keine Ruhe , darum:
30.10.15 16,5 mg = 0,200g auf der Feinwaage
[highlight=yellow]Ab jetzt Reduktion mit Mikrotapering[/highlight]
......wöchentliche Reduktion um 0,25mg......
19.12.15 [highlight=yellow]15,00mg[/highlight]
.......ab Mai alle 5 Tage Reduktion um 0,25 mg, der Versuch ging allerdings schief, lassen wir es bei alle 7 Tage!
02.12.2016[highlight=yellow]5,00mg[/highlight]
01.01.17 4,75mg
26.01.17 4,50 mg
06.02.17 4,25mg schlimmer Schub mit Depri, Nervosität, extreme Rückenschmerzen, könnt nur heulen, aber das bringt auch nix! Erstmal Absatzpause, so deprimierend es ist
01.03.17 aufdosiert 4,75mg nachdem es immer schlimmer wurde. Voll Depri, kein Schlaf mehr ab 3 Uhr morgens, nervöse Unruhe, mag nicht mehr.
Nach 3-4 Tagen :Schlaf wird besser, zum Glück, aber immer noch in einem Loch drinnen....
16.03.17 Schlaf wurde weiter immer schlimmer, nur noch 2-3 Stunden, dann wach, nervös, Übel, kann nicht mehr. Aufdosieren auf 5 mg
29.04.17stehe jetzt ca. bei 4mg
30.06.17 3mg
31.08.17 2mg
es geht voran, sogar ganz gut! Habe das Gefühl das Schlimmste ist vorüber mit der großen Welle vom Frühjahr
25.09.17 0!!!!
[/spoil]
11/05: Beginn Paroxetin
4/06-11/06 erste Absetzversuche gescheitert, Symptomverschlimmerung, wieder Beginn mit 20 mg
5/07 30 mg Paroxetin
von 2/08 bis 9/08 abgesetzt, zum Schluss mit Seroxat
12/08 Rückfall, Beginn mit 10 mg
Wechsel der Dosierungen zwischen 10 und 20 mg
5/10 0mg!
2/11 Rückfall Panik, Beginn 10 mg
Wechsel der Dosierungen zwischen 5 und 20 mg je nach Zustand
12/14 20mg
Jahr 2015
5.1.15 10mg
9.1.15 15 mg, Schmerzen in Rücken, Depri, heulen,....
1.2.15 12,5 mg
1.3.15 10mg erstaunlicherwesie ohne Probleme! freu
16.3.15 2 Krümelchen weniger, nach drei Tagen fängt der miese Schwindel an, aber ich halte durch. Ansonsten nur Übelkeit und blöde Träume
10.04.15 schätzungsweise bei 8mg angekommen.
25.04.15 Umstellung auf Seroxat 4 ml
27.04.15 wieder 8 mg Paroxetin, Seroxat war Hölle. Finde keinen Schlaf mehr, stattdessen nervöse Unruhe mit Übelkeit, Depri, völliger Kraftverlust
29.04.15 wieder 10mg Paroxat, muss raus aus diesem Loch, sonst geh ich kaputt!!!
24.4.15 Hoch auf 15 mg. Burn Out. Nichts geht mehr. Fühl mich total wie ein Versager
01.06.15 20mg auf anraten vom Doc.
habe nicht das Gefühl dass es überhaupt noch wirkt!
01.07.15 15 mg So, erneuter Versuch und diesesmal SCHAFFE ICH ES !!!!
18.07.15 wieder 17,5 mg, seit 12.07. jeden Tag mehr Angst, Unruhe, nervosität, Übelkeit
07.09.15 17 mg 28.09.15 15 mg , zwei Tage gut, dann massiv Ängste und Panik
01.10.15 16mg finde mit der Reduktion leider überhaupt keine Ruhe , darum:
30.10.15 16,5 mg = 0,200g auf der Feinwaage
[highlight=yellow]Ab jetzt Reduktion mit Mikrotapering[/highlight]
......wöchentliche Reduktion um 0,25mg......
19.12.15 [highlight=yellow]15,00mg[/highlight]
.......ab Mai alle 5 Tage Reduktion um 0,25 mg, der Versuch ging allerdings schief, lassen wir es bei alle 7 Tage!
02.12.2016[highlight=yellow]5,00mg[/highlight]
01.01.17 4,75mg
26.01.17 4,50 mg
06.02.17 4,25mg schlimmer Schub mit Depri, Nervosität, extreme Rückenschmerzen, könnt nur heulen, aber das bringt auch nix! Erstmal Absatzpause, so deprimierend es ist
01.03.17 aufdosiert 4,75mg nachdem es immer schlimmer wurde. Voll Depri, kein Schlaf mehr ab 3 Uhr morgens, nervöse Unruhe, mag nicht mehr.
Nach 3-4 Tagen :Schlaf wird besser, zum Glück, aber immer noch in einem Loch drinnen....
16.03.17 Schlaf wurde weiter immer schlimmer, nur noch 2-3 Stunden, dann wach, nervös, Übel, kann nicht mehr. Aufdosieren auf 5 mg
29.04.17stehe jetzt ca. bei 4mg
30.06.17 3mg
31.08.17 2mg
es geht voran, sogar ganz gut! Habe das Gefühl das Schlimmste ist vorüber mit der großen Welle vom Frühjahr
25.09.17 0!!!!