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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

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Erfahrungsbericht Olanzapin, Melperon ausschleichen

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
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Lillian
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Erfahrungsbericht Olanzapin, Melperon ausschleichen

Beitrag von Lillian » Sonntag, 04.10.15, 16:54

Hallo Leute,

hier mein Erfahrungsbericht zum Olanzapin/Zyprexa ausschleichen und Melperon:

29.01.2013:
Ich nehme Zyprexa/Olanzapin seit September 2010. Ich bekam das Medikament in der geschlossenen Psychiatrie. Zu Beginn der Behandlung mit Olanzapin hatte ich Schwindel und großen Apettit. Ich hatte ein ständiges Hungergefühl und wurde überhaupt nicht mehr satt. Meine Anfangsdosis waren 10 mg/Tag. Ein Jahr später, im Sommer 2011, versuchte ich erstmals Zyprexa aus zu schleichen aufgrund von Nebenwirkungen. Ich war total betäubt, hatte gar keine Gefühle mehr und totalen Libidoverlust. Ich reduzierte langsam, von 10 mg auf 7,5 mg, 5 mg, 2,5 mg, jeweils 1 Monat und anschließend setzte ich Zyprexa ganz ab. Anfangs liefs ja noch gut, aber als ich bei 2,5 mg war, fühlte ich mich Hunde elend. Ich hatte beim Aufwachen starke Krämpfe (die Beine zuckten und wenn ich auf der Seite lag, das oben liegende Bein), beim Einschlafen sogar Atemkrämpfe (= starke Blähungen, Darm rebelliert beim Entzug, ich atme zu flach,war beim Alkoholentzug auch). Weiter hatte ich Schlafstörungen und Durchfall. Als ich Zyprexa von 2,5 mg ganz abgesetzt habe, was ich wohl zu schnell gemacht habe, kam noch Atemnot hinzu aufgrund extremer Blähungen. Mein Bauch war dermaßen aufgeblasen, dass ich nicht mehr richtig Luft bekam. Von den Absetzsymtomen ging es mir dermaßen schlecht, dass ich schwer depressiv wurde und Suizidgedanken hatte. Wg. der Atemnot musste ich sogar den Notarzt rufen.

Daraufhin habe ich Zyprexa wieder genommen auf Anraten eines Psychiaters und solange gesteigert, bis die Absetzsymtome weg waren. Am hartnäckigsten waren die Dyskinesien/Krämpfe. Das Ergebnis war, dass ich am Ende 15 mg Zyprexa nehmen musste, nicht nur 10 mg wie zuvor. Ich habe 2011 2x versucht, Zyprexa abzusetzen, mit den gleichen schwerwiegenden Absetzsymtomen.

Im September 2012 musste ich zum Alkoholentzug in die Klinik und habe dort das Zyprexa von 15 mg auf 5 mg/Tag reduzieren lassen. Das ging noch einigermaßen gut. Ich hatte über 6 Wochen lang Durchfall, aber das kommt wahrscheinlich von einem Antidepressivum, dass ich zeitgleich angefangen habe. Keine Ahnung. Ich ließ beim Hausarzt eine Stuhlprobe untersuchen, um eine andere Ursache für den Durchfall auszuschließen, diese war ohne Befund.
Im Dezember 2012 reduzierte ich weiter auf 2,5 mg und hatte wieder beim Einschlafen die Atemkrämpfe und beim Aufwachen die zuckenden Beine, das sind Dyskinesien und wieder Durchfall. Die Krämpfe waren unkontrollierbar und wurden erst besser, als ich aus dem Bett aufgestanden bin und Gymnastik gemacht habe. Weg waren die Dyskinesien erst nach dem Frühstück. Daraufhin steigerte ich wieder bis auf 15 mg. Das Ergebnis war, dass ich immer noch leichte Krämpfe beim Einschlafen und Aufwachen hatte. Beim Aufwachen waren die Krämpfe schlimmer und dauerten länger, als beim Einschlafen.

Am 18.01.2013 versuchte ich es erneut und habe wieder reduziert auf 5 mg. Gestern reduzierte ich weiter auf 2,5 mg und nahm auf Empfehlung des Apothekers 400 mg Magnesium pro Tag. Das hat mir geholfen, die Krämpfe wurden besser, aber der Durchfall schlimmer, aber frei von den Krämpfen bin ich natürlich nicht. Durchfall habe ich nach wie vor vom reduzieren auf 2,5 mg.
Ich habe große Angst davor, dass die Dyskinesien (Krämpfe) noch schlimmer werden, da ich ja erst gestern auf 2,5 mg reduziert hatte. Seit ich auf 2,5 mg reduziert habe, habe ich auch Schlafprobleme, schlafe schwer ein und wache alle 2 Std. auf.

Ich erzählte meinem Psychiater von den Dyskinesien in den Beinen, dieser war völlig ratlos und sagte, ich bin die erste Patientin, die so etwas berichtet. Er verschreibe das Zyprexa (Olanzapin) sehr vielen Patienten.

Ich reduziere das Zyprexa erst weiter nach frühestens 2-3 Monaten, vorausgesetzt, ich habe keine Absetzsymtome mehr. Dann versuche ich, die 2,5 mg mit dem Küchenmesser zu halbieren auf 1,25 mg.

Ich wollt, ich hätte das Teufelszeug nie bekommen. Den Psychiater, der mir das im Krankenhaus ursprünglich wegen eines Traumas gab, würde ich am liebsten verklagen.

Das Zyprexa hat mich total betäubt, ich hatte gar keine Gefühle mehr, auch keine Positiven. Ich konnte weder Lachen noch Weinen. Meine Libido ging auch verloren. Ich fühlte mich innerlich total leer. Ich kann nur jeden davor warnen. Heute habe ich 25 kg Übergewicht.

10.02.2013:
Ich habe die 2,5 mg mit dem Messer halbiert und nehme seit einigen Tagen nur noch 1,25 mg/Tag. Ich habe nach wie vor Atemkrämpfe (starke Blähungen) beim Einschlafen und zuckende Beine beim Aufwachen, Durchfall, Schlafprobleme und starke Konzentrationsprobleme. Weiter fühle ich mich irgendwie benommen und habe Kopfschmerzen. Die Blasenkrämpfe am Morgen sind besser, wenn ich sehr viel Wasser trinke, aber dann muss ich nachts mehrmals aufstehen.

07.03.2013:
Ich nehme immer noch 1,25 mg/Tag seit 06.02.2013. Die Entzugserscheinungen sind besser geworden, aber zum ganz Absetzen bin ich zu instabil. Meine Mutter hatte einen Unfall und wurde vorgestern operiert. Darauf hin wurden meine Entzugserscheinungen wieder deutlich schlimmer, wieder starke Atemkrämpfe, Durchfall, Blasenkrämpfe am Morgen, die Zyprexadosis habe ich nicht verändert. Nach wie vor 1,25 mg/Tag. Die Verschlimmerung ist auf den Unfall meiner Mutter zurückzuführen, das hat mich psychisch sehr stark belastet. Ich bin aktuell sehr instabil.


18.06.2013:
Ich nehme wieder die volle Zyprexadosis von 10 mg/Tag. Das Absetzen geht in meinem Fall einfach nicht. Ich hatte in den letzten Tagen massive posttraumatische Belastungsstörungen bzgl. meiner OP-Traumata. Der Auslöser war ein stark schmerzender entzündeter Fußnagel mit einer nässenden Wunde, die täglich gepflegt und neu verbunden werden muss. Bedingt durch diese Retraumatisierung hatte ich schwere Atemkrämpfe (Blähungen) beim Einschlafen und 3 Atemkrämpfe auch tagsüber. Ich hatte Todesangst.
Mein Psychiater empfahl mir, die Zyprexadosis so lange zu steigern, bis die Anfälle weg sind. Bei 10 mg/Tag ist das zum Glück teilweise der Fall. Jetzt ist der ganze Spuck zum Glück vorbei. Nein nicht ganz, die Zuckungen in den Beinen beim Aufwachen habe ich nach wie vor. Ich habe Angst, dass ich das lebenslang habe. Daher steigerte mein Psychiater das Olanzapin auf die Maximaldosis von 20 mg/Tag. Ich schlafe auch wieder viel besser.



23.01.2015:
2014 Ein neuer Versuch, das Zyprexa/Olanzapin abzusetzen, ich begann bei 20 mg. Ich reduzierte letztes Jahr langsam, bis ich gestern bei 2,5 mg angekommen bin. Bis jetzt liefs ganz gut. Mein Neurologe verschrieb mir gegen die Krämpfe im Rumpf beim Einschlafen ein Antiepileptikum, Carbamazepin. Ich bin gespannt, ob das hilft. Ich habe Angst, dass ich morgen früh wieder zuckend und krampfend im Bett liege, aber abwarten und beten. Mein Neurologe befürwortet, dass ich das Olanzapin absetze. Aber er sagte auch, dass er von solchen Entzugserscheinungen (Krämpfe im Rumpf) noch nie gehört habe.

26.01.2015:
Mein Neurologe verschrieb mir Carbamazepin 2x400 mg Retardtabletten pro Tag wegen der Krämpfe.

12.04.2015:
Ich nehme nach wie vor 2,5 mg Olanzapin und habe Durchfall (8-10 x/Tag), richtig schlimm erst seit 06.02.2015, als ich was beim Inder gegessen hatte. Eine Stuhlprobe beim Hausarzt war ohne Befund (keine Bakterien, keine Pilze) und auch die Blutwerte waren im Normbereich. Jetzt wird in den nächsten Tagen noch eine Magen-/Darmspiegelung gemacht, um wirklich jegliche andere Ursache für den Durchfall auszuschließen. Wenn das auch ohne Befund ist, dann kommt der Durchfall vom Olanzapinentzug, wie in der Vergangenheit auch. Aber der Durchfall begann erst langsam Anfang Februar, ich hatte aber bereits am 22.01.2015 auf 2,5 mg reduziert. Ich hatte bereits vor dem Inder leichten Durchfall.

Ich weigere mich, dieses Gift mein Leben lang zu fressen, das betäubt meine Gefühle völlig.

15.05.2015:
Der Durchfall ist mittlerweile zum Glück besser geworden, nur noch 3-4 x/Tag. Die Magen- und Darmspiegelung im April war ohne Befund. Ich hatte erhöhte Zuckerwerte im Blut, obwohl ich nur sehr wenig Süßes esse, Obst gar nicht, Diabetes ist eine Nebenwirkung vom Olanzapin und erhöhte Cholesterinwerte (ich esse nur ganz magere Sachen, Fleisch gar nicht). Bevor ich Anfing, das Olanzapin zu nehmen, waren meine Zuckerwerte immer im Normbereich. Die Ärzte im Krankenhaus haben gesagt, der Durchfall hätte eine medikamentös/toxische Ursache. Also kommt der Durchfall vom Olanzapinentzug, wie ich befürchtet habe. Ich hatte in der Vergangenheit schon mal Durchfall, als ich das Olanzapin auf 2,5 mg/Tag reduziert hatte. Dann geht das vielleicht noch 6-9 Monate so weiter, so lange bis ich das Olanzapin komplett abgesetzt habe und dieses Gift völlig aus meinem Körper draußen ist. Hoffentlich wird der Durchfall nicht wieder schlimmer, wenn ich weiter auf 1,25 mg/Tag reduziere.

29.05.2015:
Ich habe nachts Krämpfe/Zucken. Ich hatte vor 3 Tagen Sex und einen Orgasmus, was bei mir einen Krampf im Rumpf ausgelöst hat. Von einem Orgasmus hatte ich früher nie Krämpfe. Die Krämpfe habe ich in der Übergangsphase vom Wachzustand in den Schlaf. Ich kann nicht einschlafen, weil ich dann immer im Rumpf anfange zu Zucken. Die Olanzapindosis habe ich nicht verändert, ich nehme nach wie vor 2,5 mg/Tag und vom Carbamazepin gegen die Krämpfe unverändert 2 x 400 mg/Tag. Wenn ich die Carbamazepindosis etwas erhöhe und in der Nacht zusätzlich 200 mg nehme, also 1000 mg/Tag ist das Zucken zum Glück weg. Aber mich beunruhigt das sehr. Mein Neurologe hat mir gestern Blut abgenommen, um den Carbamazepinspiegel zu messen. Dieser lag im Normbereich.


10.06.2015:
Ich nehme nach wie vor 2,5 mg/Tag Olanzapin. Der Durchfall ist zum Glück besser geworden, ich habe nur noch leichten Durchfall (z.B. 2 x nach dem Abendessen), wenn ich was Fettes esse, was mir früher aber nie was ausgemacht hat. Das mit den Krämpfen nachts ist auch besser geworden. Ich nehme jetzt wieder 800 mg/Tag Carbamazepin, aber verteilt auf 3 x (morgens 400 mg, abends 200 mg, nachts 200 mg).


15.07.2015:
Ich nehme nach wie vor 2,5 mg/Tag Olanzapin. Der Durchfall ist zum Glück weg.
Aber ich möchte im Moment noch nicht weiter reduzieren, da ich die Zeit ohne Durchfall noch etwas genießen möchte. Wenn ich weiter reduziere, kriege ich ja wahrscheinlich wieder Durchfall.

Ich habe vor 10 Tagen angefangen, das Melperon, Beruhigungsmittel (Neuroleptikum wie Olanzapin, nur schwächer), auszuschleichen. Ich nehme vom Melperon alle 3 Tage 25 mg, sonst habe ich auch Entzugserscheinungen. Ursprünglich nahm ich 50 mg Melperon. Diese Entzugserscheinungen habe ich trotzdem: Starke Nervosität und beim Einschlafen in der Dämmerung hatte ich schon ca. 3 x eine Entzugspsychose, dass mit den Augen das Gesichtsfeld nicht stimmt, schwarzer Rahmen, schwarzer Streifen beim Öffnen der Augen, Angst, dass ich blind bin, wenn ich aufwache, so etwas hatte ich zuvor noch nie.


19.07.2015.
Ich habe seit einigen Tagen Probleme (leichte Schmerzen) mit meinen Venen im rechten Unterschenkel. Im Beipackzettel vom Olanzapin steht als Nebenwirkung: tiefe Venenthrombose, das macht mir Angst. Ich ging zum Arzt, eine Thrombose habe ich zum Glück nicht, wohl eine Venenentzündung. Wenn ich das Bein hochlege und nicht mehr stundenlang so stark anwinkle, ist es zum Glück besser. Meine Medikamentendosis ist unverändert.



23.07.2015:
Ich habe Heute das Olanzapin auf 1,25 mg/Tag reduziert.


28.07.2015:
Das mit den Venenproblemen (Schmerzen) am linken Unterschenkel hat sich wieder gegeben, da ich das Bein nicht mehr stundenlang so stark anwinkle, was mir sehr schwer fällt. Die Entzugsdyskinesien im Rumpf beim Einschlafen haben sich verschlimmert, aber nur so lange, bis das Carbamazepin wirkt, das ich vor dem Schlafengehen nehme (200 mg). Ich habe leichten Durchfall und bin sehr depressiv, fühle mich überfordert, ich höre gleichzeitig noch das Rauchen auf (1 Schachtel/Tag) und verwende nur noch Nikotinkaugummis. Ich bin Alkoholikerin und habe im Dezember 2014 mit Trinken aufgehört, Entzug ohne Ende. Aber es geht nicht anders, ich habe vom Olanzapin auch erhöhte Zuckerwerte im Blut und erhöhte Blutfettwerte, obwohl ich kaum Süßes esse.

29.07.2015:
Ich habe einen Nervenzusammenbruch. Ich habe mir einfach zu viel zugemutet, zu viele Dinge gleichzeitig gemacht. Ich möchte bei jeder Kleinigkeit am Liebsten heulen und schreien.
Das mit den Entzugsdyskinesien im Rumpf beim Einschlafen hat sich gebessert.

06.08.2015:
Ich habe leichte Durchfälle, Magenschmerzen, starke Blähungen vom Entzug.

11.08.2015:
Ich habe Durchfälle, ca. 5-6 x/Tag, Übelkeit, Depressionen, Bauchkrämpfe, starke Konzentrationsprobleme. Beim Einschlafen immer noch etwas Entzugsdyskinesien im Rumpf, bis das Carbamazepin wirkt. Das Melperon habe ich weiter reduziert. Ich nehme jetzt nur noch jeden 4. Tag 25 mg. Die Folge ist sehr starke Nervosität und innere Unruhe, immer schnell, schnell, es fällt mir sogar schwer, in Ruhe ein Glas Wasser zu trinken. Wenn ich anfange, das Glas zu trinken, wäre ich am Liebsten schon damit fertig. Es dauert so lange, bis ich das ganze Wasser runter schlucke. Ohne autogenes Training wäre ich verloren.

16.08.2015:
Das mit der starken Nervosität hat sich zum Glück gebessert. Ich habe das Melperon am 13.08.15 abgesetzt. Ich habe massive Magen-Darm-Probleme wie starke Übelkeit, Bauchkrämpfe, starke Blähungen! Ich hatte letzte Nacht schon mehrere Erstickungsanfälle vor lauter Blähungen, weil der Darm alles nach oben geschoben hat und die Lunge zusammen gedrückt hat. Kautabletten (sab simplex) haben nicht viel gebracht. Das Enzym Lefax hat mir geholfen.

28.08.2015:
Mir geht es deutlich besser, der Durchfall ist weg, die Bauchkrämpfe und Blähungen sind auch deutlich besser geworden. Leider nehme ich vom Olanzapin nach wie vor 1,25 mg/Tag und vom Carbamazepin habe ich auch noch 800 mg/Tag an der Backe, obwohl das bei mir fast wirkungslos ist. Keine Ahnung, ob und wie das bei mir wirkt. 4 Std. nach Einnahme vom Carbamazepin lag ich zuckend im Bett (Rumpf beim Einschlafen).

04.10.2015:
Ich habe das Melperon viel zu schnell abgesetzt, ich habe starke Durchfälle, Blähungen, Bauchkrämpfe, bin körperlich überhaupt nicht belastbar, Hausarbeiten wie Putzen sind für mich eine Quältour. Innerlich bin ich total gehetzt, sehr nervös, immer schnell, schnell. Ich habe versucht, mein Nervenkostüm mit Johanniskraut (900 mg/Tag) zu stabilisieren. Aber das Johanniskraut hat meine Symtome nur massiv verstärkt, ca. 2 Stunden nach Einnahme bekam ich starken Durchfall, beim Einschlafen wieder die Dyskinesien (Zuckungen) im Rumpf in voller Stärke, starke Blähungen. Ich habe das Johanneskraut nach 3 Tagen wieder abgesetzt.

Aber ich habe heute noch Durchfall, starke Bauchkrämpfe, Blähungen, ich bin immer noch sehr nervös, gehetzt, getrieben, habe Konzentrationsprobleme, Dyskinesien in den Beinen beim Aufwachen seit dem 1. Absetzversuch Olanzapin 2011, ist aber schon etwas besser geworden. Ich habe Angst, dass ich damit Leben muss.

Ich bin überhaupt nicht belastbar weder psychisch noch körperlich (das Olanzapin hat sich auch auf mein EKG ausgewirkt) und sitze immer allein zu Hause.

Ich habe letzte Woche einen Beschwerdebrief an die Klinik, die mir das Olanzapin 2010 erstmals gab und 10 weitere Antidepressiva, mich benzodiazepinabhängig gemacht haben, und an die Ärztekammer geschrieben mit dem Inhalt, dass ich überhaupt nicht über die Wirkungen/Nebenwirkungen aufgeklärt wurde mit Angabe eines entsprechenden Paragraphen von Anwalt. Wenn ich gewusst hätte, was auf mich zukommt, hätte ich das Teufelszeug niemals genommen. Ich denke über rechtliche Schritte nach.

LG
Leola
Zuletzt geändert von Lillian am Sonntag, 04.10.15, 17:49, insgesamt 2-mal geändert.
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Lillian
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Re: Erfahrungsbericht Olanzapin, Melperon ausschleichen

Beitrag von Lillian » Sonntag, 04.10.15, 16:56

Ich habe leider das Häckchen vergessen, dass ich benachrichtigt werden möchte, sobald eine Antwort geschrieben wurde.

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Re: Erfahrungsbericht Olanzapin, Melperon ausschleichen

Beitrag von Lillian » Mittwoch, 11.11.15, 14:46

Fortsetzung Erfahrungsbericht:

02.11.2015:
Durchfall und Blähungen habe ich nicht mehr. Ich habe das Olanzapin am 18.10.2015 auf 0,65 mg/Tag reduziert. Entzugsbedingt habe ich eine Hypersensitivität gegen Nikotin (starke Übelkeit, Schwindel) und gegen Psychopharmaka (Dyskinesien im Rumpf beim Einschlafen) entwickelt. Daher musste ich meinen Nikotinkonsum von 23 mg/Tag auf 6 mg/Tag stark reduzieren. Es gibt eine Interaktion zwischen Olanzapin und Nikotin. Das Nikotin senkt den Olanzapinspiegel.
Ich habe Selbstmordgedanken und bin mit meiner aktuellen psychischen Situation komplett überfordert. Die entzugsbedingt stark aufkommenden Gefühle und Traumata (Flashbacks) überfluten mich völlig und ich bin nur noch am Heulen und denke an Selbstmord. Meine Gefühle waren ja die letzten 5 Jahre total betäubt.

Jetzt habe ich gestern das Olanzapin wieder von 0,65 mg auf 1,25 mg erhöht, mit der Folge, dass mir etwas schwindlig ist und ich Kopfschmerzen habe und mehr esse. Ich nehme auch seit einigen Tagen 0,5 mg Tavor, was ich aber wieder loswerden will, da es stark süchtig macht. Ich habe das zur Beruhigung unbedingt gebraucht.

11.11.2015:
Ich habe vor einigen Tagen das Olanzapin wieder reduziert auf 0,65 mg.
Ich habe Alpträume, Kopfschmerzen, Übelkeit und starke Bauchkrämpfe. Jetzt sind wieder die ganzen Vergewaltigungen hochgekommen, aufgrund der nachlassenden Betäubung. Meine Schuldgefühle sind so stark, dass ich bezweifle, überhaupt vergewaltigt worden zu sein, quasi: ich bin ja selbst schuld gewesen. Aber emotional waren es für mich Vergewaltigungen.

LG
Lillian
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Re: Erfahrungsbericht Olanzapin, Melperon ausschleichen

Beitrag von live-slow » Freitag, 24.03.17, 13:34

ich möchte dir sagen das ich von nikotin ersatzpräparaten EXTREME albträume bekomme und nur einen sehr leichten schlaf! pass auf damit bitte <3
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