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Katastrophale Reaktion auf Venlafaxin

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
Laura
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Katastrophale Reaktion auf Venlafaxin

Beitrag von Laura » Sonntag, 07.08.16, 15:10

Hallo zusammen,

ich habe es schon lange vor mir hergeschoben, aber jetzt schreibe ich endlich meinen Erfahrungsbericht.

Die Kurzfassung: Ich habe wegen Arbeitsstress für 5 Tage Venlafaxin genommen, es wegen schweren Nebenwirkungen abgesetzt und leide seitdem an schrecklichen Symptomen (Entzugserscheinungen? Neurotoxische Schäden?).

Die ausführliche Fassung:
Vor etwas über 1.5 Jahren bin ich wegen beruflicher Überforderung zum Arzt gegangen. Ich arbeitete Vollzeit einen stressigen Job, mein Freund war schon länger sehr krank, ich absolvierte gleichzeitig ein stressiges Abendstudium und hatte zusätzlich noch Mobbing-Probleme.

Ich ging also zum Hausarzt und klagte ihm mein Leid. Ich lebe leider in einem Land wo der Hausarzt ohne weiteres Antidepressiva verschreiben kann. Er reichte mir also ein Rezept für Venlafaxin und sagte ich soll in einer Woche wiederkommen. Ich hatte ehrlich gesagt überhaupt keine Ahnung was ich da verschrieben bekommen hatte. Ich ging zur Apotheke und bekam die Tabletten ohne Packungsbeilage ausgehändigt (Wird hier leider so gemacht. Die nehmen einfach aus einer 100er Packung einen Block Tabletten raus um Kosten zu sparen).

Ich nahm die Tabletten wie vom Arzt verschrieben ohne groß nachzudenken. Am ersten Tag fühlte ich mich total euphorisch. Am zweiten Tag wurde ich merkwürdig agitiert, mit rasenden Gedanken. Ich konnten nur noch über meine Probleme nachdenken und war kurz vor dem Durchdrehen. Ich schwitzte wie irre und fühlte mich als hätte mir jemand Kokain ins Gehirn injiziert. Am 3. Tag hatte ich Probleme mit dem Nervensystem. Ich konnte nicht mehr urinieren. Ich bekam starke Blutungen aus dem Unterleib, so sehr dass man später im Blutbild Blutverlust feststellen konnte.

Der Arzt sagte ich soll die Tabletten umgehend absetzten. Das tat ich. Am ersten Tag fühlte ich mich als hätte ich den schlimmsten Kater meines Lebens. Am zweiten Tag gingen die Entzugserscheinungen los.

Was dann passierte, will ich gar nicht so detailliert schildern. Es war die schlimmste Hölle, die man sich vorstellen kann. Ich hatte über 60 verschiedene Symptome. Ich hatte Anfälle bei denen eine Körper- und Gesichtshälfte plötzlich rhythmisch anfing zu Zucken. Akathisie so stark, dass ich fast aus dem Fenster gesprungen wäre und meinen Kopf gegen die Wand schlug. Ich schwitzte so stark dass ich mich mehrmals pro Nacht komplett umziehen musste. Mein Gehirn brannte und wurde von Elektroschocks durchzuckt als hätte ich das Sylvesterfeuerwerk verschluckt.

Zitterte wie ein Parkinsonspatient, hatte unwillkürliche Zuckungen, plötzliche Muskelkrämpfe, Erschöpfung, Sehenschmerzen, Muskelschmerzen, kognitive Probleme, Gedächtnisverlust, Depression, Suizidalität, Paranoia und so weiter und so weiter.

Jetzt, etwa 16 Monate später habe ich immer noch ständig Elektroschocks im Kopf und Körper, Erschöpfung, kognitive Probleme, Antriebsschwierigkeiten usw...

Fazit: Es gibt bei einigen Leuten auch nach sehr kurzer Einnahme von Antidepressiva katastrophale Schäden am Nervensystem. Ich habe im Englischsprachigen Internet mehrere solcher Fälle gefunden. Der krasseste Fall war ein Mann der eine halbe Tablette Lexapro (Escitalopram) genommen hat und so krank wurde dass er 3 Jahre lang keinen Fuß vor die Tür setzen konnte.

Ich wünsche Euch allen eine gute Heilung. Ich hoffe mein Bericht hat Euch nicht zu sehr geschockt.

Laura
Zuletzt geändert von Jamie am Mittwoch, 24.01.18, 13:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Katastrophale Reaktion auf Venlafaxin

Beitrag von LinLina » Sonntag, 07.08.16, 16:10

Hallo Laura,

danke für deinen Erfahrungsbericht und willkommen im Forum :hug: Es ist furchtbar, dass du aufgrund dieser kurzen Einnahme so schlimme Folgen hast, leider gibt es einige Menschen denen das passiert ist :cry: trotzdem ist der Diskurs über mögliche schwere Nebenwirkungen und das Nutzen-Risiko-Verhältnis in der Fachwelt immer noch kaum vorhanden :frust:

Ich wünsche dir so sehr, dass es nach und nach immer besser wird - gerne kannst du dich auch noch weiter hier im Forum austauschen und/oder über deinen Verlauf berichten.

Alles Gute,
Lina
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Ursprünglicher Grund der Einnahme: Schmerzen, PTBS, heftige Unverträglichkeitsreaktion auf Schmerzmittel und Antibiotika (anhaltende Krampfanfälle)

Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr schwer).
Seit 8.2.2015 abgesetzt

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.
Seit 16.4.2018: 0,06 mg Mirtazapin

Mein Medikamentenverlauf :schnecke: / Mein Thread
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Re: Katastrophale Reaktion auf Venlafaxin

Beitrag von Laura » Sonntag, 07.08.16, 17:27

Hallo Lina,

vielen Dank für das liebe Willkommen!

Ja, der Diskurs in der Fachwelt ist leider so gut wie überhaupt nicht vorhanden. Die einzigen die mir das mit der Nebenwirkung bisher geglaubt haben waren meine Augenärztin und der Mediziner vom "Sozialamt" das hier mein Krankengeld bezahlt.

Sonst haben alle gesagt "Die Nebenwirkungen, die in der Packungsbeilage stehen treten nicht auf. Die stehen da nur zur Absicherung der Pharmafirmen". :frust:

Alles Liebe,
Laura
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Re: Katastrophale Reaktion auf Venlafaxin

Beitrag von Jamie » Sonntag, 07.08.16, 20:11

Hallo Laura :),

willkommen im Forum und danke für diesen einprägsamen Erfahrungsbericht.
Es ist wirklich furchteinflößend, was du da erlebt hast und weiterhin erleben musst und es tut mir sehr leid, dass diese Tortur anhält :cry: .

Wenn ich sowas lese, dann frage ich mich ernsthaft, was die Pharma da auf den Markt geworfen hat :o. Es lässt einen fassungslos zurück.

Ich weiß jetzt nicht in welchem Land du lebst, aber wir in Deutschland haben die Möglichkeit unsere zentrale Zulassungsstelle für Medikamente (BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) per online-Formular oder über ein Formular in der Apotheke über krasse und außergewöhnliche Nebenwirkungen zu informieren. Vielleicht gibt es das in deinem Land auch? Dann würde ich davon wirklich Gebrauch machen.

Übrigens ist es gar nicht so selten, dass auch bei uns in D Hausärzte den Rezeptblock zücken und AD aufschreiben - aber diese Unart in einer Apotheke keinen Beipackzettel ausgehändigt zu bekommen.. - das gibt es hier nicht!

Grüße
Jamie
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:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


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Re: Katastrophale Reaktion auf Venlafaxin

Beitrag von Sunnyrose » Sonntag, 07.08.16, 20:21

Liebe Laura

Ich bin auch total erschüttert und wollte dich gerade fragen ob du dies gemeldet hast?

Psychopharmaka sind echt so gefährlich, selbst wenn man mit den "normalen" Wirkungen, Nebenwirkungen und Entzugssymptomen zu kämpfen hat ist es schon unglaublich leidvoll. Aber sowas ist definitiv Körperverletzung. :o :(

Es tut mir unendlich leid, und ich hoffe ganz fest, dass es jeden Tag ein kleinwenig besser wird. Immer mehr und mehr.

Ich wünsche dir das von ganzem Herzen ❤
Deria
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Lorazepam, Concerta, Truxal, Escitalopram

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Escitalopram. Ursprünglich 30mg
Absetzstart September 2015
2,5mg runter alle 2 Monate bis 15mg.
Dann in 10% Schritten. Bis 10mg.
Dann schnelleres Vorgehen wegen Leberwerte.
Januar 2017: 6,8mg
15.2.17: 6mg
8.3.17: 4mg (psychotische Nebenwirkungen)
20.3.17: 0mg

Achtung: nicht nachmachen. Der grosse Schritt zum Schluss war für mich eine Notlösung. Langsames Vorgehen (5-15% Schritte, je nach Höhe der Dosis), wenn irgendwie möglich, ist der bessere Weg.

Ich bin jetzt frei von Substanzen jeglicher Art. Haltet durch! es lohnt sich.

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Re: Katastrophale Reaktion auf Venlafaxin

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 07.08.16, 22:12

Hallo Laura,

danke, dass Du Deine Erfahrungen mit uns teilst. Du hast seit 16 Monaten u.a. BrainZaps und Schläge im Körper nach der SNRI-Einnahme für weniger als eine Woche? So ein "catastropic effect" ist unfassbar. :cry: Es gibt weitere ADFDler mit sofortigen heftigen und dann langanhaltenden Symptomen nach Kurzzeiteinnahme, mir fallen diese drei ein:

Quirk, der bei der zweiten Einnahme eines AD heftige Reaktionen und einen langen Entzug hatte.
2008: 2-3 Monate Mirtazapin, unorthodox ausgeschlichen, keine Probleme. Ende August 2009: 4 Tage je 10mg Cipralex
Anfänglich starke Entzugserscheinungen, dann Wellen und Fenster, aktuer Entzug hielt ca. 3 Jahre an, danach wurde es immer besser, noch nicht 100% genesen, aber normales Leben ist wieder möglich
Hier sein Thread: viewtopic.php?f=18&t=5476

Und Wort, er hat einmal 5 Tage Venlafaxin genommen, später nochmal ein Monat Johanniskraut und noch später zwei kurze Versuche (2 und 4 Tage) mit einem SSRI, Cipralex. Seither leidet er u.a. an Blockierung von Gefühlen und PSSD.
Beiträge von ihm: search.php?author_id=11664&sr=posts

Jimmmy hatte
2004 eine depressive Episode und war 1,5 Jahre auf Trevilor eingestellt. Das Einstellen damals war die Hölle und in der ersten Zeit gings mir nicht gut. Nach 1,5 Jahren konnten wir das Trevilor ausschleichen.

Im September 2015 vom Psychiater Fluoxetin verschrieben bekommen
Nach 11 Tagen wegen massiven Nebenwirkungen (Todesangst, Panikattacken, Suizidialität, Depression, Aggression, Gereiztheit)
Insgesamt 11 Tage eingenommen
Sein Thread: viewtopic.php?p=117250#p117250

Hattest/hast Du denn Unterstützung von Familie und/oder Freunden?

Grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Katastrophale Reaktion auf Venlafaxin

Beitrag von Maya » Sonntag, 07.08.16, 22:30

Liebe Laura :hug:

ich bin auch sehr erschrocken, was dieses AD Schlimmes angerichtet hat.
Es tut mir sehr leid.....

Nur die Zeit kann für dich arbeiten und ganz viel Selbstfürsorge, es wird bestimmt mit der Zeit immer ein klein wenig besser.

Liebe mitfühlende Grüße von

Maya :hug:
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Re: Katastrophale Reaktion auf Venlafaxin

Beitrag von Simmi18 » Montag, 08.08.16, 9:24

Hallo,

das ist ja unglaublich, wie sorglos man dir das Medikament aushändigt. Unverantwortlich.
Ich habe hier leider nirgends gefunden welche Dosis man dir verpaßt hat. Das man so ein Medikament langsam einschleicht, weiß wohl bei dir auch niemand.
Hast du dann ein anderes Medikament bekommen oder wie bist du dann mit deinem Problem fertig geworden?

Das ist echt schrecklich und ich wünsche dir gute Besserung.

Liebe Grüße
Simone
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Burnout 2011 behandelt mit Citalipram und Opipramol
2011 Rehaaufenthalt Citalopram 20 mg
Januar 2012 Wiedereingliederung, die ich nach 4 Tagen abbrechen musste wegen Verschlechterung
Von da an 75 mg Venlafaxin
Job gekündigt und selbständig gemacht 2013
Im Oktober 2015 unter der Dosis 37,5 mg Venlafaxin wieder Symptome l9
Von Ärztin telefonisch auf 150 mg gesetzt
Reha im November 2015 hochdosiert auf 187,5 mg und Dominal
Aufgrund des hohen Pulses und Blutdrucks Betablocker Metropolol
Nach Reha noch Symptome und vom Arzt auf 225 mg rauf
Das war dann nicht mehr ich selber und ich habe dann runterreduziert auf 112,5 mg im März und Dominal weggelassen
Alternative Behandlung mit Infusionen, Vit. b Mangel und D Mangel aufgefüllt
Leaky gut diagnostiziert, Ernährung umgestellt
Ende April auf 75 mg Venlafaxin
Seit Mitte Juni auf 37,5 starke Symptome und deshalb am
9.7. um 10 Kügelchen aufdosiert auf Ca. 40,5 mg Venlafaxin das legte mich lahm
10.7. Frühes Erwachen und ständiges auf die Uhr gucken Zuckungen von Kopf bis Fuß, brennen in den Armen, schwitzen, Blutdruck 117/77 Puls 116
11.7. zurück auf 37,5 mg nach Einnahme vom Medi Schweißausbrüche, nach Anstrengungen erschöpft und bleiern, müde, ständiges Gähnen,Essen imme rnoch problematisch ohne Appettit, Stimmung schwankt, Abends Besserung und Freude aufs Bett :-).
12.7.relativ gute Nacht
Blutdruck niedrig, Therapiestunde, danach sogar einkaufen, mittags Schwitzen vorm Arbeiten,
morgens schlapp, müde, bleiern,essen weiterhin nach Einnahme des Venla problematisch
Abends sogar heute mal leichter Appettit und zunehmend gute Stimmung
Weiterhin auf 37,5 und keine Änderung der Symptome
26.7. 10 Kügelchen Ca. 3 g weniger also 34,5 mg
Besserung was die Übelkeit betrifft, konnte heute normal was essen, nur zweimal Hitzewallung/Schweißausbruch
Blutdruck scheint sich zu normalisieren, Kaum Gedankenkreisen, im Allgemeinen besser drauf
27.7. frühes erwachen um 6.45 ab da nur noch dösen, Zunehmende Zuckungen am ganzen Körper
ein kalter und ein warmer Fuß, nach dem Aufstehen müde und schlapp
01.08. bei 34,5 mg Kein Schwitzen mehr. Guter Appettit, kaum noch Symptome, wieder Periode ganz leicht,
12.8. Ca. 30 mg
26.8.-19.9 Urlaub
da ich vor dem Urlaub stabil war habe ich weitere 5 Kügelchen weggelassen. Diesmal aber nicht jede Kapsel ausgezählt.
07.9. langsames Einsetzen der Symptome
Schlafstörungen, Muskelzuckungen, schwitzen, Übelkeit. Das tritt meist morgens ab 7 Uhr auf.
Im Laufe des Tages wird es besser,
11.9. Heute wieder Kügelchen genau gezählt und auf 28,5 mg Symptome bleiben weiterhin (Umstellung auf Microtapering)
25.9. 27,9 mg stabil, super Tag, kaum Smptome, irgendwas putscht mich auf.
28.9. 27,9 mg extrem hibbelig, EKG auffällig, zu hoher Puls, fühle mich nicht schlecht, aber getrieben
29.9. auf 27,1 mg reduziert, ich glaube die Dosis ist zu hoch und deshalb die Unruhe und nicht still sitzen können
09.10. 25,55 mg
08.11. 23,78 mg
06.12. 21,54 mg
04.01. 19,65 mg
29.01. 17,24 mg
13.02. 16,24 mg
05.03. 13,83 mg
19.03. 11,73 mg
16.04. 07,97 mg
14.05. 04,30 mg
31.05. 02,85 mg
18.06. 01,59 mg
01.07. 0 mg :party2:

Seit Oktober Utrogest 200 mg wegen WJ

Weiterhin Vitamin B und D und Akupunktur

Laura
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Re: Katastrophale Reaktion auf Venlafaxin

Beitrag von Laura » Montag, 08.08.16, 11:56

Hallo ihr Lieben,

entschuldigt die späte Antwort. Ich habe noch nicht ganz raus wie ich Benachrichtigungen per Email bekommen kann wenn neue Antworten eintreffen.

@Jamie: Wir haben hier auch eine Regulierungsbehördere. Die nerve ich alle zwei Monate und bombardiere sie mit Emails "mir geht's immer noch nicht besser". Ich hab auch schon die European Medicines Agency genervt, aber es scheint keiner so richtig für die Nebenwirkungen zu interessieren. Man bekommt immer nur das Standard "Bla-Bla" zu hören.

Ich schreibe hier nicht so offen in welchem Land ich wohne weil man mich sonst ziemlich einfach identifizieren könnte. Ist ein kleines Land. Aber falls es jemanden interessiert schickt mir genre eine PM. Krass dass sogar in Deutschland Hausärzte einfach so ADs verschreiben.

@Deria: Danke für die lieben Worte! Es ist wirklich Körperverletzung. Vor allem weil ich gar nicht die Kriterien einer Depression erfüllt hab. Das medizinische System ist echt sowas von lächerlich und schockierend.

@Murmeline: Viele Dank für die Hinweise auf die anderen Threads. Ich werde sie mir mal in Ruhe durchlesen. Ich habe in Englischsprachigen Gruppen auch schon einen Haufen Leute getroffen mit solchen krassen Effekten. Die Leute werden regelrecht vergiftet. Es ist unglaublich.

@Maya: Vielen Dank für die lieben Worte.

@Simone: Er hat mir 37.5mg verschrieben, also die kleinste Dosis die überhaupt verfügbar ist. Trotzdem ist dieses Disaster passiert. Unglaublich.

Liebe Grüße an alle,

Laura
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Februar 2015: Katastrophale Reaktion auf 37.5mg Venlafaxin für 5 Tage genommen und dann wegen schwerer Nebenwirkungen abgesetzt. Viele schwere Nebenwirkungen bis heute.

Mockingjay
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Re: Katastrophale Reaktion auf Venlafaxin

Beitrag von Mockingjay » Freitag, 12.08.16, 12:57

Liebe Laura

Dein Bericht geht sehr ans Herz!!
Ich wünsche Dir viel Kraft und hoffe sehr dass Du dich bald erholst von dem Ganzen.

Liebe Grüsse
Mockingjay
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Medikamente: Levothyroxin, Triiodthyronin, Fluoxetin (am ausschleichen), Relaxan.
Nahrungsergänzungsmittel: Vitamdin D3 hochdosiert, Omega-3-Fischölkapseln.
Diagnosen: Emotionale Instabilitätsstörung Typ Borderline, generalisierte Angststörung, Hashimoto-Autoimmunthyreoiditis (Hypothyreose), diverse Allergien und Nahrugnsmittelunverträglichkeiten.
-------------------------------------------------------------------------------------------
Absetztagebuch:
Fluoxetin ab 2002, 2004 kaltes Absetzen ohne Probleme. Ab 2006 Wiederbeginn, mit Unterbrüchen bis 2016.
Juni 2016 direkt von 20 auf 15mg -> schwere Probleme nach 2-3 Monaten, wieder aufdosiert.
Neuer Versuch ab Januar 2017 mit 1mg Schritten nach Anpassung der Schilddrüsenmedikamente.
Absetzpause September 2017 bis Ende März 2018. :schnecke:
18.04.2018: Wieder Erhöhung auf 15 mg wegen schwieriger Lebensumstände

Laura
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Re: Katastrophale Reaktion auf Venlafaxin

Beitrag von Laura » Freitag, 12.08.16, 18:38

Vielen Dank Mockingjay!
Februar 2015: Katastrophale Reaktion auf 37.5mg Venlafaxin für 5 Tage genommen und dann wegen schwerer Nebenwirkungen abgesetzt. Viele schwere Nebenwirkungen bis heute.

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Re: Katastrophale Reaktion auf Venlafaxin

Beitrag von Esbri » Donnerstag, 01.09.16, 16:37

Hi!

Danke für den Bericht, er macht mich sehr betroffen :-(
Dass man bei so kurzer Einnahmedauer solche Probleme haben kann, hätte ich auch nicht gedacht. Zwar hatte ich meist recht unangenehme und auch heftige Nebenwirkungen von Antidepressiva, meine letzte Erfahrung ist erst recht kurz her, aber wenige Wochen später war ich wieder ganz normal.

Ich habe auch in etlichen englischen Foren gelesen und was die Leute dort zu den Neben- und Nachwirkungen von Pschopharmaka schreiben, lässt einen schaudern.

Was machst du eigentlich jetzt gegen deine Probleme durch Venafaxin? Hilft irgendwas?

Liebe Grüße
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Jamie
Panikstörung - seit 1997, Hypochondrie - seit dem Volksschulalter, skin picking disorder - schon immer, Dysthymie - schon immer, depressive Phasen - immer mal wieder, nicht näher definierte Persönlichkeitsstörung - vermutlich auch schon immer, Reizdarm?? - seit Dez.2015

Behandlungsversuche der Panikstörung mit diversen Antidepressiva: Citalopram (ein paar Wochen), Escitalopram (3 Monate), Sertralin (2 1/2 Monate), Fluoxetin (5 Jahre, später einmal 3 Tage), Amitriptylin (2 Wochen), Mirtazapin (4 Tage), alle abgebrochen wegen Wirkungslosigkeit und/oder schweren Nebenwirkungen, keine Abstzproblematik.
paradoxe Reaktion auf Benzodiazepine

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Re: Katastrophale Reaktion auf Venlafaxin

Beitrag von Laura » Donnerstag, 01.09.16, 16:47

Hi Esbri,

vielen Dank für Dein Mitgefühl. Das kann ich echt brauchen.

Leider half bisher nichts. Ich habe Akkupunktur versucht. Das wahr sehr angenehm, aber hat nur einzelne Symptome ganz, ganz leicht verbessert, und das auch nur immer für einen Tag. Das war mir dann zu teuer auf die Dauer.

Sport hilft auch nicht, im Gegenteil. Ich war immer ein Sportfanatiker. Vor meinem Venlafaxinunfall war ich total fit. Ich konnte ohne Probleme 15km joggen. Jetzt versuche ich zwar auch noch Sport zu treiben, aber immer ca. 24 Stunden danach geht es mir total schlecht.

Meditation und Entspannung gehen wegen der kaputten Konzentration sehr schlecht. Mandalas malen geht auch schlecht, weil alles was meine Augen anstrengt zu elektrischen Schocks im Gehirn führt.

Ich hab auch schon alle möglichen Vitamine probiert, aber geholfen hat davon auch nix. Bin aber natürlich für alle Ideen offen.

Ich sage immer zu meinem Arzt "Wenn 8 Stunden am Tag im Kreis laufen helfen würde, würde ich es sofort tun".

Liebe Grüße
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Re: Katastrophale Reaktion auf Venlafaxin

Beitrag von Quirk » Donnerstag, 08.09.16, 15:22

Hallo Laura,

es tut mir sehr leid, dass du auch diese schlimmen Erfahrungen durchmachen musst!
Den einzigen Trost, den ich spenden kann, ist der, dass es mit der Zeit besser wird. Bei mir hat es ca. 3 bis 3,5 Jahre gedauert, bis ich eine eindeutige Besserung bemerken konnte. Ich hatte jedoch zwischendurch auch immer mal "gute" Phasen. Insbesondere, wenn ich es geschafft habe, mein Nervensystem irgendwie, meistens unbewusst, zu entlasten.

Bezüglich des Sportes ging es mir nahezu exakt so wie dir. Meist ging es mir jedoch schon am selben Abend nach der Betätigung deutlich schlechter, nach 24 und 48 Stunden wurde es jeweils noch schlimmer, um dann am 3. Tag wieder besser zu werden. Absurd. Ein Erklärung dafür habe ich immer noch nicht.

Ich hoffe, dass es bei dir bald aufwärts geht und bin fest davon überzeugt, dass es wieder besser wird!
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2 Wochen später starke Absetzsymptome, dann Wellen und Fenster, aktuer "Entzug" hielt ca. 3 Jahre an, danach wurde es immer besser, noch nicht 100% genesen, aber normales Leben ist wieder möglich

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Re: Katastrophale Reaktion auf Venlafaxin

Beitrag von Laura » Freitag, 09.09.16, 0:45

Vielen Dank für die Aufmunterung Quirk. Absolut unglaublich dass 4 solcher Tabletten Dich 3.5 Jahre Deines Lebens gekostet haben. Das ist einfach zum Heulen. Schrecklich!

Bist Du jetzt wieder ganz fit?
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Re: Katastrophale Reaktion auf Venlafaxin

Beitrag von Quirk » Freitag, 09.09.16, 10:02

Nein, leider bin ich das immer noch nicht. Habe gerade mit Kraftsport, den ich vorher betrieben habe, noch starke Probleme. Ausdauersport geht aber schon wieder viel, viel besser. Es gibt noch einige Schwierigkeiten, gerade auch mit meiner Verdauung (da kamen bei mir die ersten Symptome her), aber das ist wirklich überhaupt kein Vergleich zu den ersten 3 Jahren mehr. Im Grunde müsste ich vor Freude springend durch die Gegend hüpfen, aber mit der Zeit passt man sich ja "leider" emotional dem aktuellen Gesundheitsstand an und vergisst, wie dreckig es einem mal ging :)

Von daher, durchhalten! Ich kenne persönlich niemanden, dem es mit der Zeit nicht besser ging. So gut es geht, Stress vermeiden sowie sich so gesund wie möglich ernähren und verhalten. Ein Wundermittel gibt es leider nicht. Daher wäre ich auch mit Nahrungsergänzungsmitteln etc. vorsichtig.

Die Genesung verläuft auch bei jedem anders. Ich hatte von Anfang an Wellen und Täler, sprich gute und schlechte Phasen. Andere hatten durchweg Probleme auf einem "hohen" Level, plötzlich ging es ihnen jedoch schlagartig viel besser. Wie es einem heute geht, muss also kein Gradmesser dafür sein, wie es in drei Wochen ist.

Wünsche Dir eine baldige Verbesserung!
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2008: 2-3 Monate Mirtazapin, unorthodox ausgeschlichen, keine Probleme
Ende August 2009: 4 Tage je 10mg Cipralex, gestoppt aufgrund starker Magen/Darm Probleme
2 Wochen später starke Absetzsymptome, dann Wellen und Fenster, aktuer "Entzug" hielt ca. 3 Jahre an, danach wurde es immer besser, noch nicht 100% genesen, aber normales Leben ist wieder möglich

Laura
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Re: Katastrophale Reaktion auf Venlafaxin

Beitrag von Laura » Sonntag, 18.09.16, 15:40

Danke Quirk, gut zu hören dass es Dir besser geht aber schade, dass noch nicht alle Probleme weg sind.

Interessant dass es bei Dir mit dem Kraftsport auch mehr Schwierigkeiten gibt als mit Ausdauersport. Das scheint bei mir auch so zu sein.

Wünsche Dir auch ein gutes Weiterheilen!
Februar 2015: Katastrophale Reaktion auf 37.5mg Venlafaxin für 5 Tage genommen und dann wegen schwerer Nebenwirkungen abgesetzt. Viele schwere Nebenwirkungen bis heute.

Borusse09
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Re: Katastrophale Reaktion auf Venlafaxin

Beitrag von Borusse09 » Freitag, 24.03.17, 17:25

Hallo Laura,
Vielleicht liest du das ja mal .
Wollte dich mal fragen ob es dir schon besser geht oder ist es immer noch so schlimm?
Hast du schon irgendwelche neuen Therapien gemacht die geholfen haben?
Vielleicht meldest du dich mal.
LG Petra
Mirtazepin von Januar bis Mai 2014 eingenommen 30 mg, zwischenzeitlich mal runter auf 20 mg und dann auch auf 10 mg.
Magen und Darmspiegelung bekommen und zweimal ein MRT mit Komtrastmittel gespritzt bekommen.
Diverse Entgiftungen gemacht und HWS Behandlung beim Osteopathen und Chiropraktiker.
Dann durch zwei mal Homeophatische Hochpotenzen toten Zusammenbruch gehabet.
Habe dann innerhalb ganz kurzer Zeit das Mirtazepin abgesetzt.
Ab dann Histamimintoleranz und total überreiztes Nervensystem.Verdacht auf Serotoninsyndrom.
Geruchssensibelität und Elektrosensibel geworden.
Könnte fast mit keinem Menschen mehr reden ist auch heute noch machmal so.
Von August 2014 bis Januar 2015 täglich 2 mg Tavor eingenommen und dann innerhalb 8 Wochen ausgeschlichen , wobei ich das letzte vierte so abgesetzt habe. Danach alle Symthome wieder schlimmer vorhanden.
Fast vier Monate ohne Tavor .
3 Wochen in Amerika in einer Umweltklinik, könnte die Behandlung leider nicht vertragen denn in den Spritzen zur Resensibelisierumg war auch Natriumchlorid enthalten.
Ab Mitte Juni 2015 nehme ich jeden Tag 1 mg tavor ein weil die Überreizung nicht aufhört.
Ende Feburar 2016 Schilddrüsen komplett OP und seit dem Versuch von Einnahme der Schilddrüsenhormone, was noch mehr zur Überreitzug führt und mein Histamin wird immer schlimmer.
Verträge das Tavor seit dem auch kaum noch.
Symthome seit Einnahme der Schilddrüsenhormone, Unruhe , totale überregbarkeit des Nervensystems ,trockene Schleimhäute und Haut sowie trockene Haare. Juckreiz am Körper, kaum noch etwas essen können, erschöpft, lichtempfindlicher, Geruchssensibeler, gereizter Magen und Darm, Ausschlag im Gesicht , Nackenschmerzen,elektrosenibelität noch stärker, Konzentrationsprobleme,
Trockene Augen , Exeme an den Ohren und noch einiges mehr.

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Re: Katastrophale Reaktion auf Venlafaxin

Beitrag von Laura » Samstag, 25.03.17, 0:56

Hallo liebe Petra,

vielen Dank für's Nachfragen. Bei mir geht es gaaaaanz langsam aufwärts. Die Katastrophale Reaktion ist jetzt etwas über zwei Jahre her. Ich habe immer noch Elektroschocks im Kopf und ein überaktives Nervensystem. Oft habe ich Herzstolpern, Schwitzen, Schwindel, Seekrankheit wenn ich im Auto sitze, Übelkeit, Missempfindungen und so weiter.

Allerdings geht es mir schon viel besser als im ersten Jahr nach der Reaktion. Geholfen hat bisher eigentlich nichts so wirklich. Ich hatte ja Akkupunktur probiert, hat nix geholfen. Paleo Diät schien erst zu helfen, aber jetzt geht es mir wieder genau so wie bevor ich damit angefangen habe.

Habe auch Fasten probiert, aber das war eine ganz schlechte Idee. Fasten hatte ganz schlimme Effekte.

Tut mir Leid dass Du auch im Boot der Antidepressiva-Geschädigten sitzt und gute Besserung!

Laura
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Re: Katastrophale Reaktion auf Venlafaxin

Beitrag von Borusse09 » Dienstag, 28.03.17, 0:25

Hallo, danke trotzdem für deine liebe Antwort und ich hoffe das es dir irgenwann immer besser geht.
LG Petra
Mirtazepin von Januar bis Mai 2014 eingenommen 30 mg, zwischenzeitlich mal runter auf 20 mg und dann auch auf 10 mg.
Magen und Darmspiegelung bekommen und zweimal ein MRT mit Komtrastmittel gespritzt bekommen.
Diverse Entgiftungen gemacht und HWS Behandlung beim Osteopathen und Chiropraktiker.
Dann durch zwei mal Homeophatische Hochpotenzen toten Zusammenbruch gehabet.
Habe dann innerhalb ganz kurzer Zeit das Mirtazepin abgesetzt.
Ab dann Histamimintoleranz und total überreiztes Nervensystem.Verdacht auf Serotoninsyndrom.
Geruchssensibelität und Elektrosensibel geworden.
Könnte fast mit keinem Menschen mehr reden ist auch heute noch machmal so.
Von August 2014 bis Januar 2015 täglich 2 mg Tavor eingenommen und dann innerhalb 8 Wochen ausgeschlichen , wobei ich das letzte vierte so abgesetzt habe. Danach alle Symthome wieder schlimmer vorhanden.
Fast vier Monate ohne Tavor .
3 Wochen in Amerika in einer Umweltklinik, könnte die Behandlung leider nicht vertragen denn in den Spritzen zur Resensibelisierumg war auch Natriumchlorid enthalten.
Ab Mitte Juni 2015 nehme ich jeden Tag 1 mg tavor ein weil die Überreizung nicht aufhört.
Ende Feburar 2016 Schilddrüsen komplett OP und seit dem Versuch von Einnahme der Schilddrüsenhormone, was noch mehr zur Überreitzug führt und mein Histamin wird immer schlimmer.
Verträge das Tavor seit dem auch kaum noch.
Symthome seit Einnahme der Schilddrüsenhormone, Unruhe , totale überregbarkeit des Nervensystems ,trockene Schleimhäute und Haut sowie trockene Haare. Juckreiz am Körper, kaum noch etwas essen können, erschöpft, lichtempfindlicher, Geruchssensibeler, gereizter Magen und Darm, Ausschlag im Gesicht , Nackenschmerzen,elektrosenibelität noch stärker, Konzentrationsprobleme,
Trockene Augen , Exeme an den Ohren und noch einiges mehr.

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