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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Haben 6 Tabletten Sertralin mein Leben in eine Hölle verwandelt?

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
Black Wulf
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Haben 6 Tabletten Sertralin mein Leben in eine Hölle verwandelt?

Beitrag von Black Wulf » Montag, 20.03.17, 21:20

Sechs Tage Sertralin und mein Leben ist in die Hölle.
Seit 29 Jahren habe ich angeblich eine Angst-und Panikstörung. Mehrere Psychotherapien, Hypnose, Homöopathie und vieles mehr erbrachte in den Jahren kein Erfolg. Ab 2001 habe ich eine starke abneigung gegen Tabletten aller art entwickelt. Es war eher Angst etwas nicht kontrollieren zu können was da in meinen Körper kam.
Im Jahr 1999 erhielt ich von meinem Hausarzt zum ersten Mal ein Antidepressivum (Citalopram) welche ich auch brav einnahm. Bereits nach zwei Tagen bekam ich sehr große Kopfschmerzen, Schwindel, Nacken- und Rückenschmerzen, Knochenschmerzen und schwere Erschöpfungszustände.

Selbst eine Kopfschmerztablette beendete meine Kopfschmerzen nicht und ich landete nach drei Wochen im Krankenhaus. Das Citalopram nahm ich dann nicht mehr. Das Schlimmste war der enorm große Schwindel mit Sehstörungen die aber nach gut 4 Tagen langsam verschwanden und auch der Kopfschmerz ließ nach. Doch es dauerte noch einige Wochen bis alles wieder gut war- außer meine Panik.
Bis zu dem Jahr 2016 weigerte ich mich auf Grund meiner Angststörung irgendwelche Tabletten einzunehmen.
Auch mein Therapeut schaffte es nicht mich zu überreden auf AD einzusteigen. Im Juni 2016 dann traf ich berufsbedingt auf eine sehr nette Psychaterin die mir Sertralin ans Herz legte. Sie versprach mir, dass ich bereits nach nur 4 Monaten hinfahren könnte wohin ich wollte. ( Ich kann den Ort hier seid mehr als 7 Jahren nicht verlassen und schaffe es gerade mal einkaufen zu gehen)

Ich nahm allen Mut zusammen und schluckte meine erste Sertralin Tablette. Ein Tag später kam die zweite hinzu und zwei Stunden später hatte ich ein enormes Hochgefühl. Bereits am Abend traten schwere Kopfschmerzen auf und ich fühlte mich einfach nur schlecht.
Am dritten Tag noch bevor ich eine Tablette genommen habe bekam ich einen enorm hohen Blutdruck, die Kopfschmerzen hielten an und ich war sehr schwach auf den Beinen. Es ging mir einfach schlecht, ohne sagen zu können warum es mir schlecht ging. Mein Therapeut wollte mir Tavor geben damit es mir besser geht. Ich lehnte dies ab. Es war die Rede dass es unter Sertralin in den ersten 3 Wochen zu diesen Symptomen kommen kann. Also nahm ich auch den dritten Tag meines Sertralin. Die Unruhezustände wurden immer schlimmer, die Kopfschmerzen unerträglich, ich war nicht mehr ich. Dabei nahm ich gerade mal 25 Mikrogramm pro Tag. Am siebten Tag sollte ich auf 50 Mikrogramm erhöhen, doch dazu kam es nicht mehr. Am Morgen des siebten Tages machte ich mit Wahnvorstellung und Halluzinationen auf. Nach einem Gespräch mit meinem Therapeuten sprach er von einem Serotoninsyndrom und sagte ich solle sofort Sertralin absetzen, was sich auch tat. Ich hoffte dass ich mein Zustand schnell verbessern würde, aber bis heute gehe ich durch die Hölle. Seit dem 26. Juli 2016 habe ich ständig erhöhten Puls (Ruhepuls von 120 ), Kopfschmerzen, Erschöpfungszustände, ein Gewichtsverlust von 20 kg weil ich kaum Nahrung vertrage, Gelenkschmerzen, Sehstörungen, Schlafstörungen (schlaflose Nächte) Herzrasen, Allergie auf Duftstoffe, Histamin,- Salicylat- und Thyraminunverträglichkeit und noch viele Unannehmlichkeiten mehr. Eine kleine Kartoffel schafft es mich für 5-6 Tage in die totale Schwäche zu treiben so das ich kaum laufen kann. Ich kann dann kaum mehr aufstehen, nicht klar denken, habe Kopfschmerzen und fühle mich grippal.

Ich schaffe es kaum mein Beruf auszuüben, dadurch dass ich selbstständig bin versuche ich mich halbwegs über Wasser zu halten.
Ich suchte dem Internet für eine Erklärung meines Gesundheitszustandes. Mein behandelnder Hausarzt schiebt er nun schon seit 29 Jahren alles auf meine Psyche. Ich musste ihn anflehen mich 2007 auf Schilddrüse untersuchen zu lassen. Und siehe da ich habe Hashimoto und eine Unterfunktion. Allerdings habe ich das L-Thyroxin überhaupt nicht vertragen und musste es nach 4 Wochen wieder absetzen.

Bei ihm ist alles immer nur meine Psyche- somit auch meine Duftstoff- Allergie die ich seit der Einnahme von Sertralin habe. Ich las etwas über den MTHFR Gendefekt und ließ mich testen. Der Gendefekt wurde bestätigt. Somit hatte ich die Erklärung dass ich eigentlich nie unter einer direkten Angst- und Panikstörung gelitten hatte. Zurzeit lass ich MAO –A und MAO -B Gen testen. Doch damit ist mein seit über acht Monaten anhaltender Zustand für mich nicht erklärt. Bis ich jetzt auf dieses Forum gestoßen bin. Jetzt kommt langsam Licht in das Dunkel. Kann es sein, dass sechs Tabletten Sertralin mein Leben in eine Hölle verwandelt haben? Wie wird das für mich weitergehen? Ich lebe sehr zurückgezogen, da ich weder Besuch empfangen kann, noch Gastwirtschaften aufsuchen kann, noch mein Beruf richtig ausüben kann. Freundschaften sie nicht zu pflegen da fast jeder Mensch Duftstoffe an sich trägt. Wie lange geht diese Quälerei denn noch?

Gibt es Erfahrungsberichte darüber wann man vielleicht wieder besser Essen kann?
Danke an alle hier im Forum denn Ihr seid Mutmacher und man fühlt sich aufgehoben denn alles lässt sich nun erklären.
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Citalopram für 4 Wochen im August 1999 ( Serotonin Syndrom?) ohne ausschleichen abgesetzt.
Januar 2000 Johanniskraut Präperat leider nicht vertragen und musste nach 5 Wochen abgesetzt werden wegen Verschlimmerung der Panik
Hashimoto Thyreoditis Diagnose 2007
4 Wochen L-Thyroxin nicht vertragen abgesetzt
August 2015 Vergiftung durch Weichspüler- hohe Histaminausschüttung, Schwächezustand ähnlich wie bei AD Absetzung
Sertralin 26 Juli 2016 6 Tage dann wegen Serotonin-Sydrom abgesetzt ohne Ausschleichen
Januar 2017 Feststellung des MTHFR Gen- Defekt
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Re: Haben 6 Tabletten Sertralin mein Leben in eine Hölle verwandelt?

Beitrag von Jamie » Montag, 20.03.17, 22:15

Hallo Black Wulf,

danke für deinen Bericht.
Es ist erschütternd, was dir widerfahren ist. :(

Du hast einen schlimmen bad trip / bad reaction gehabt. Es erinnert mich an Laura, die 5 Tage Venlafaxin nahm und seitdem nicht mehr auf die Füße kommt :(: viewtopic.php?f=51&t=11903

Du hast bereits auf das Citalopram massiv reagiert; man hätte dir nie wieder ein SSRI oder SNRI verordnen dürfen!
Bitte lege dir einen Allergiepass zu und trage die Medikamente dort als lebensbedrohlich ein!
Es kann sein, dass das beim Sertralin ein Seroroninsyndrom war; folglich solltest du wirklich tunlichst die Finger von diesen Substanzen lassen bzw. auch keine Experimente mit Stoffen wie L-Tryptophan etc. machen.

Was du uns schilderst, da habe ich sofort zwei Begriffe im Kopf, zum einen MCS (Multiple Chemical Sensitivity) und zum anderen Fatigue :oops:.
Ich halte es - leider - für möglich, dass das AD Auslöser für dieses Befinden ist.

Dein Gendefekt sagt mir nichts, du solltest dich jedoch unbedingt bei Gelegenheit auf die Genaktivität im CYP2D6-Enzymsystem testen lassen.
20% aller Arzneimittel werden über dieses Enzymsystem metabolisiert, u.a. auch SSRI. Womöglich gibt es auch dort genetische Besonderheiten?
Das wäre lebenswichtig für dich zu wissen, für den Fall, dass du mal andere Medikamente wie z.B. Betablocker brauchst.

Leider kann ich dir keinen Zeitrahmen nennen, wann mit Besserung zu rechnen ist. Während meines Benzoentzugs bekam ich eine HIT, die sich im Anschluss aber besserte und fast weg ist. Also ist sie nicht lebenslang bei mir geblieben und wir beobachten bei Einigen im Forum, dass sich Nahrungsmittelintoleranzen auch wieder bessern können. Wir beobachten aber auch, dass sie teilweise alle erst durch Psychopharmaka entstehen :shock: ; diese Mittel sind unfassbar potent und unberechenbar.

Mitfühlende Grüße
Jamie
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:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

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Re: Haben 6 Tabletten Sertralin mein Leben in eine Hölle verwandelt?

Beitrag von padma » Montag, 20.03.17, 22:22

hallo Black Wulf, :)

es tut mir sehr, sehr leid, was du da durchmachst.
Es ist so bedrückend, was diese Medikamente anrichten können.

Ich denke, du hattest bereits 1999 eine absolute Unverträglichkeitsreaktion/ bad reaction auf Citalopram.
Du hättest niemals mehr ein AD nehmen dürfen.

Deine "Angststörung" war da intuitiv der richtige Ratgeber.

Die erneute Einnahme eines AD 2016hat dann den Supergau ausgelöst. Ob das tatsächlich ein Serotoninsyndrom war, wage ich zu bezweifeln, eher eine erneute bad reaction. Zum Glück hast du sofort abgesetzt.

Alles was du beschreibst, einschliesslich der Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind uns als Symptome eines gereizten ZNS ausgelöst durch Psychopharmaka bekannt.
viewtopic.php?f=19&t=9910

Auch dass Thyroxin nicht vertragen wird, ist uns bekannt.

Leider kann es sehr lange dauern, bis sich das ZNS wieder erholt und sich damit die Symptome wieder bessern.
Doch es wird wieder besser, das ist die gute Nachricht.
Hier noch was zum Mutmachen viewtopic.php?f=50&t=11472

liebe Grüsse,
padma

überschnitten mit Jamie :)
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Re: Haben 6 Tabletten Sertralin mein Leben in eine Hölle verwandelt?

Beitrag von Black Wulf » Dienstag, 21.03.17, 13:03

Hallo Jamie und Padma,
vielen lieben Dank für eure Antworten. Zuerst habe ich eine Runde geheult und dann tief Luft geholt.
Ich nehme den Kampf auf und werde mich nicht geschlagen geben.
Jetzt hat dieser "Scheiß" wenigstens einen Namen.

Ich finde eure Arbeit hier in diesem Forum sehr toll und hilfreich. Großes DANKE und LOB an euch.
Vielleicht kann ich mich auch etwas einbringen und unterstützen.

Eine Frage bitte:
Wenn Andere hier auch kein Thyroxin vertragen- was nehmt ihr dann? Mein TSH ist bei 6,30 und Hashimoto macht seit ein paar Tagen einen ordentlichen Schub. Habe jetzt L-Thyroxin von Henning hier und nehem gerade mal so um die 3mg weil ich mich nicht traue mehr zu nehmen.
Habt ihr da eine Idee?
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Re: Haben 6 Tabletten Sertralin mein Leben in eine Hölle verwandelt?

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 21.03.17, 14:32

 ! Nachricht von: Murmeline
Frage von Diane an Jamie in Dianes Thread verschoben
viewtopic.php?p=185051#p185051

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Re: Haben 6 Tabletten Sertralin mein Leben in eine Hölle verwandelt?

Beitrag von padma » Dienstag, 21.03.17, 16:57

hallo Black Wulf, :)

Borusse (Petra) :) verträgt auch kein Thyroxin, sie hat schon einiges probiert ist aber auch ratlos. Vielleicht könnt iht euch austauschen
viewtopic.php?f=16&t=9009

Die anderen Betroffenen, die mir einfallen, kommen irgendwie so zurecht, Kaulquappe :) http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=9166 und ich meine auch Nospie :) sind betroffen.

Quirk hatte ebenfalls eine bad reaction, es geht ihm mittlerweile sehr viel besser
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=5476

Auch die Geschichte von Jessica, der es wieder gut geht, macht Mut http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=3016

Wenn du möchtest, kannst du auch mal in den thread für Langzeitbetroffene reinschauen oder dich austauschen.
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=8872

liebe Grüsse,
padma
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Re: Haben 6 Tabletten Sertralin mein Leben in eine Hölle verwandelt?

Beitrag von carlotta » Donnerstag, 23.03.17, 15:23

Hallo Ihr,
padma hat geschrieben:und ich meine auch Nospie sind betroffen.
Nospie hat kein Thyroxin genommen, aber Curlytitus - mit üblen Symptomen als Ergebnis, die mittlerweile über ein Jahr andauern:
viewtopic.php?f=50&t=9867&p=162082&hili ... 4e#p157881

Liebe Grüße :group:
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Re: Haben 6 Tabletten Sertralin mein Leben in eine Hölle verwandelt?

Beitrag von Borusse09 » Freitag, 24.03.17, 21:06

Hallo ich habe von deiner Geschichte gelesen.
Viele Symthome kenne ich und auch und ich vertrage auch kein L Tyroxin .
Habe auch eine Salcylatintolernz , Histaminintoleranz, zu hohen Homocysterinwert,
MCS und noch vieles mehr.
Kann auch fast nichts mehr essen und Vertrage auch kein Jod.
Hast du schon mal darüber nachgedacht in die Umweltklinik nach Neukirch zu gehen?
Vielleicht können die dir weiterhelfen.
Wenn du noch Fragen hast frag einfach .
Vieles kann auch von deiner Hashimoto und Unterfunktion kommen.
Alles gute sendet Petra
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Mirtazepin von Januar bis Mai 2014 eingenommen 30 mg, zwischenzeitlich mal runter auf 20 mg und dann auch auf 10 mg.
Magen und Darmspiegelung bekommen und zweimal ein MRT mit Komtrastmittel gespritzt bekommen.
Diverse Entgiftungen gemacht und HWS Behandlung beim Osteopathen und Chiropraktiker.
Dann durch zwei mal Homeophatische Hochpotenzen toten Zusammenbruch gehabet.
Habe dann innerhalb ganz kurzer Zeit das Mirtazepin abgesetzt.
Ab dann Histamimintoleranz und total überreiztes Nervensystem.Verdacht auf Serotoninsyndrom.
Geruchssensibelität und Elektrosensibel geworden.
Könnte fast mit keinem Menschen mehr reden ist auch heute noch machmal so.
Von August 2014 bis Januar 2015 täglich 2 mg Tavor eingenommen und dann innerhalb 8 Wochen ausgeschlichen , wobei ich das letzte vierte so abgesetzt habe. Danach alle Symthome wieder schlimmer vorhanden.
Fast vier Monate ohne Tavor .
3 Wochen in Amerika in einer Umweltklinik, könnte die Behandlung leider nicht vertragen denn in den Spritzen zur Resensibelisierumg war auch Natriumchlorid enthalten.
Ab Mitte Juni 2015 nehme ich jeden Tag 1 mg tavor ein weil die Überreizung nicht aufhört.
Ende Feburar 2016 Schilddrüsen komplett OP und seit dem Versuch von Einnahme der Schilddrüsenhormone, was noch mehr zur Überreitzug führt und mein Histamin wird immer schlimmer.
Verträge das Tavor seit dem auch kaum noch.
Symthome seit Einnahme der Schilddrüsenhormone, Unruhe , totale überregbarkeit des Nervensystems ,trockene Schleimhäute und Haut sowie trockene Haare. Juckreiz am Körper, kaum noch etwas essen können, erschöpft, lichtempfindlicher, Geruchssensibeler, gereizter Magen und Darm, Ausschlag im Gesicht , Nackenschmerzen,elektrosenibelität noch stärker, Konzentrationsprobleme,
Trockene Augen , Exeme an den Ohren und noch einiges mehr.

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Re: Haben 6 Tabletten Sertralin mein Leben in eine Hölle verwandelt?

Beitrag von Black Wulf » Samstag, 25.03.17, 21:40

Hallo ihr Lieben, hallo Borussia,
vielen lieben Dank für eure Infos. Nachdem es mir nun wieder 3 Tage echt schlecht ging. Gibt es heute etwas Erholung.
Habe die Zeit genutzt und viel hier im Forum gelesen. Puhhh, hier gibt es so viel Leid nur durch Psychopharmaka und unaufgeklärte Patienten und verantwortungslose Ärzte.
Borrussia danke für Deine Infos. Unsere Symptome sind wirklich sehr ähnlich. Bei mir ist der ständig hohe Puls noch ein großes Problem.
Kaum etwas essen zu können und mit Schwäche,Kopfschmerzen, Übelkeit und hohen Puls kämpfen zu müssen kenne ich ja nun seit mehr als 8 Monaten. Irgendwie kommt man durch den Tag.
Was macht man aber gegen den Vitamin – und Mineralstoffmangel? Die Nahrung gibt es nicht her, aber Nem`s nehmen gehen ja auch nicht?
Ich habe hier einiges zu der Genaktivität im CYP2D6- gelesen was ich sehr interessant finde.
Seit meiner Diagnose „Angst – und Panikerkrankung“ 1987 war ich immer unsicher ob das auch so ist. Da Ärzte mir das so sagten, musste ich es ja glauben.
Dennoch verbrachte ich viel Zeit damit über das Carbonoides System, über die Nebennieren, Cortisol, Adrenalin usw. zu lesen und Zusammenhänge zu finden. Ich wollte mich nicht damit abfinden dass alle meiner Beschwerden aufgrund meiner Psyche vorhanden sein sollten.
Heute sehe ich es so, dass die Symptome zum Beispiel der Histaminintoleranz die gleichen Symptome sind wie bei einer Panikattacke.
Irgendwie glaube ich daran, dass nicht nur die Psyche der Auslöser für Depressionen und Panikerkrankung ist, sondern eine celebrale Allergie. Diese wird durch bestimmte Defekte im Gen – und/oder Enzymbreich verursacht. Kommen dann noch andere Einflüsse wie ein AD dazu , kann es zu einer Totalentgleisung des gesamten Systems kommen.
Auf der Suche meiner Ursachen nach der Einnahme von Sertralin habe ich das MTHFR Gen http://www.uniklinik-ulm.de/struktur/in ... -1298.html bei mir testen lassen. Bei dem MTHFR Gendefekt ist die Methylierung gestört. Es wird zu wenig des MTHFR Enzyms produziert und deshalb funktioniert die Umwandlung von Folsäure in aktives Folat nur sehr begrenzt. Das wiederum hat Auswirkungen auf die Methioninsynthese. Dabei wird Homocystein zu Methionin recycelt und zu Cystein gewandelt. Bei einer homozygoten MTHFR-Mutation (Typ 677T) ist die Enzymaktivität in der Regel signifikant reduziert, es besteht ein erhöhtes Risiko für toxische Nebenwirkungen von MTX.

Mein erhöhter Homocysteinwert deutet darauf hin, dass dieser Stoffwechselkreislauf gestört ist.
Angststörungen, Depressionen , Chemikaliensensitivität, Histaminintolleranz und diverse Unverträglichkeiten sind typische Symptome bei MTHFR Polymorphismus.
Es gibt einen sehr guten Artikel „ Neurologische und psychiatrische Symptome der systemischen MCAD. Ich weiß nicht, ob ich das als Info hier veröffentlichen kann.

Da viele hier berichten (ich habe es auch) dass sie sogar auf homöopathische Mittel hochsensibel reagieren, kann es aber nicht nur im körperlichen Bereich sondern muss die Störung auch im energetischen Bereich angesiedelt sein.

Wie also wäre da der Versuch isopathisch heran zu gehen? Gleiches mit Gleichem behandeln??? Nur so ein Gedankengang der vielleicht ein Versuch wert wäre.
Mich würde sehr eure Meinung zu meinen Ausführungen interessieren.
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Re: Haben 6 Tabletten Sertralin mein Leben in eine Hölle verwandelt?

Beitrag von carlotta » Sonntag, 26.03.17, 17:02

Hallo Black Wulf,

ich finde das Thema äußerst interessant, nur fürchte ich, dass die ganzen Interaktionen so dermaßen komplex sind, dass man da auf die Schnelle nur schwerlich eine Lösung findet (wenn PP im Spiel sind). Die Forschung kratzt wohl noch an der Oberfläche, was das Zusammenspiel mit Medikamenten angeht, so mein Eindruck. Dennoch ist es sicher ein Schritt in die richtige Richtung, sich diesbezüglich zu belesen bzw. zu recherchieren.

Artikel kannst Du verlinken, wenn Du die Quelle angibst. Fände es sehr gut, darüber mehr zu erfahren. :)

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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Re: Haben 6 Tabletten Sertralin mein Leben in eine Hölle verwandelt?

Beitrag von Borusse09 » Montag, 27.03.17, 0:19

Hallo Black Wulf,
was du da schreibst klingt sehr interessant.
Auch ich habe einen zu hohen Homocystein wert und eine Leberentgiftungstörung.
Ich glaube wenn man nicht richtig entgiften kann kann man auch die homeophatischen sachen nicht entgiften,
hat mir mal jemand aus dem Symthome ch. Forum geschrieben.
Unser Körper besteht ja aus der geistigen und der körperlichen Ebene und das hängt oft nah bei einander.
Darf ich dich mal Fragen hast du Amalgamfüllungen ?
Ich bin eingrosser Fan von Dr. Klinghardt und da wirst du bestimmt zu diesem Thema einiges finden.
Auch bei der Heilpraktikerin Katja Trost kannst du viele infos bekommen auch bezüglich MCS und Schilddrüsenhormone
und auch Homeophathie.
Irgendwie ist es wichtig das wir erst mal die Entgiftung wieder aktivieren, leider wird das nicht ohne Nebenwirkungen gehen.
Es ist ein schwieriger weg, aber du nimmst wenigstens kein Psychopharmaka mehr.
Ich bin leider immer noch abhängig von dem Tavor und komme da im Moment nicht runter weil mein Nervensystem so überreitz ist
das ich garnicht weis ob ich das durchstehen kann. Leider bin ich auch noch Elektrsensiebel und das macht das ganze noch schwerer.

Würde mich aber freuen wenn du weiter von dir höhren lässt und wenn du fragen hast frag , mir geht es zwar sehr schlecht aber ich habe
mich sehr belesen und habe mir ein grosses wissen angeeignet, ist aber auch nicht immer von vorteil.
Trotdem alles gute und Liebe Grüsse auch an allen anderen hier im Forum.
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Mirtazepin von Januar bis Mai 2014 eingenommen 30 mg, zwischenzeitlich mal runter auf 20 mg und dann auch auf 10 mg.
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Dann durch zwei mal Homeophatische Hochpotenzen toten Zusammenbruch gehabet.
Habe dann innerhalb ganz kurzer Zeit das Mirtazepin abgesetzt.
Ab dann Histamimintoleranz und total überreiztes Nervensystem.Verdacht auf Serotoninsyndrom.
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Könnte fast mit keinem Menschen mehr reden ist auch heute noch machmal so.
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Fast vier Monate ohne Tavor .
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Re: Haben 6 Tabletten Sertralin mein Leben in eine Hölle verwandelt?

Beitrag von LinLina » Sonntag, 02.04.17, 13:15

Hallo Blackwulf :-)

mich würde interessieren, ob du weißt ob bestimmte NEM empfohlen werden bei der MTHFR-Mutation?

Ich habe davon schon gelesen, aber vor allem in einem amerikanischen Forum. Ich weiß aber nicht, inwieweit schon genauer bekannt ist welche Auswirkungen diese Mutation hat?

hast du vielleicht noch mehr Links dazu? Mich würde das sehr interessieren.

Wie hast du es geschafft, diesen Test vom Arzt verordnet zu bekommen? Es ist ja keine Standarduntersuchung.
Es gibt einen sehr guten Artikel „ Neurologische und psychiatrische Symptome der systemischen MCAD. Ich weiß nicht, ob ich das als Info hier veröffentlichen kann.
Du kannst den Link hier gerne posten.

Liebe Grüße
Lina
Ursprünglicher Grund der Einnahme: Schmerzen, PTBS, heftige Unverträglichkeitsreaktion auf Schmerzmittel und Antibiotika (anhaltende Krampfanfälle)

Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr schwer).
Seit 8.2.2015 komplett abgesetzt

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.
Seit 27.12.2017: 0.25 mg Mirtazapin

Mein Medikamentenverlauf :schnecke: / Mein Thread
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Re: Haben 6 Tabletten Sertralin mein Leben in eine Hölle verwandelt?

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 06.04.17, 11:03

Hallo,

ich habe Deinen Beitrag leider ausblenden müssen. Mir scheint, dass der Artikel nicht "frei zugänglich" ist, und daher nicht in dieser Form vollständig kopiert wiedergegeben werden darf.

Auszug aus den Nutzungsbedingungen:
https://www.springermedizin.de/agb/45332
In dem Portal kann nach dem vorherigen Abschluss eines kostenpflichtigen Vertrages oder – im Fall von temporär kostenlosen Inhalten – nach einer kostenlosen Registrierung auf digitalisierte Zeitschriften und Bücher zugegriffen werden. Zudem können dort Papierausgaben von Zeitungen und Zeitschriften kostenpflichtig (als Einzelheft oder als Abonnement) bestellt werden. Das Portal steht abgesehen von allgemein gehaltenen Inhalten nur den in Ziffer 3.1 genannten Personen offen. Um einen Zugang zu erhalten, muss sich der Nutzer zuvor über die zentrale Registrierungs- und Anmeldeplattform der Springer Science+Business Media GmbH (nachfolgend „SSO-Dienst“ genannt) hinsichtlich seiner Zugehörigkeit zur Personengruppe gemäß Ziffer 3.1 überprüfen lassen. Auf „springermedizin.de“ kann er dann auf die dort bestellten Inhalte auch online zugreifen.
Paraphrasieren wird wohl gehen, also dass Du in eigenen Worten den Textinhalt kurz wiedergibst - wenn Du Dir die Mühe machen möchtest.

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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Haben 6 Tabletten Sertralin mein Leben in eine Hölle verwandelt?

Beitrag von Black Wulf » Donnerstag, 06.04.17, 22:20

Sorry, genau da war ich mir unsicher.
Wäre es möglich, wenn es Jemand interessiert- dann kann ich den Text auch per Mail versenden?!
Die Zusammenhänge zwischen MTHFR Gendefekt oder MAO-A Gendefekt und psychischen Erkrankungen im Bereich Angst-und Panikstörungen zeigen sich bei diesen Studien eindeutig.

Hier ein Link da handelt es sich allerdings um erkannte Folgen des MTHFR im Bereich Schitzophrenie:

http://www.mind-and-brain-blog.de/1194/ ... ophrenien/

Sehr interessant ist das sich durch den Gendefekt Histamin in den Mastzellen ansammelt und das der Folsäureabbau nicht funktioniert. Weniger Folsäure verursacht genauso wie zuviel Histamin psychische Störungen.

Ich versuche mal einige Dinge in eigenen Worten zusammenzutragen- kann aber etwas dauern. Leider fehlt es mir immer noch sehr an Kraft und meinen Job muss ich irgendwie auch noch machen ( Besitze eine der größten Hundeschulen in Deutschland), haben gerade Hochsaison. Fällt mir schon sehr schwer denn die Hunde spüren meine Energielosigkeit.
Nach wie vor kann ich kaum etwas Essen da ich es nicht vertrage, aber die Duftstoffallergie hat sich etwas gebessert. Immerhin. Mit jeden Tag der vergeht komme ich bzw. mein Gehirn weiter im Heilungsprozess.
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(indiansiche Weisheit)

August ( angebliche) Panikerkrankung seit 1987
Citalopram für 4 Wochen im August 1999 ( Serotonin Syndrom?) ohne ausschleichen abgesetzt.
Januar 2000 Johanniskraut Präperat leider nicht vertragen und musste nach 5 Wochen abgesetzt werden wegen Verschlimmerung der Panik
Hashimoto Thyreoditis Diagnose 2007
4 Wochen L-Thyroxin nicht vertragen abgesetzt
August 2015 Vergiftung durch Weichspüler- hohe Histaminausschüttung, Schwächezustand ähnlich wie bei AD Absetzung
Sertralin 26 Juli 2016 6 Tage dann wegen Serotonin-Sydrom abgesetzt ohne Ausschleichen
Januar 2017 Feststellung des MTHFR Gen- Defekt
Mai 2017 Zusammenbruch mit Feststellung COPD seitdem Nichtraucher (Dampfe aber oder Aromen)
Sertralinunverträglichkeit, Allergie gegen Duftstoffe
Fast 20 Kilo abgenommen da kaum Essen vertragen wird.

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Re: Haben 6 Tabletten Sertralin mein Leben in eine Hölle verwandelt?

Beitrag von Black Wulf » Mittwoch, 28.06.17, 21:26

Mein Leben steht immer noch Kopf.
Nach nun fast 12 Monaten vertrage ich immer noch nicht normales Essen. Es ist etwas besser geworden und ich kann wenigstens seid 1 Monat Kartoffeln essen- JÄHHHHH.
Im Mai bin ich mit dem Rettungswagen ins KH gekommen .Diagnose COPD und bin nun nach 42 Jahren Rauchen - Nichtraucher. Habe fast alle meine Freundinnen verloren weil Sie mit meiner komischen Erkrankung nicht umgehen können oder wollen. Kann es verstehen mit der Allergie gegen Duftstoffe und auch auf Nahrung kann ich ja nirgends hingehen. Tja, 6 Tabletten und alles ist nicht mehr wie es einmal war. Hätte mir das doch Jemand mal zuvor gesagt. Wie ist es euch ergangen in der Zwischenzeit? Geht es wenigstens euch besser??
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Re: Haben 6 Tabletten Sertralin mein Leben in eine Hölle verwandelt?

Beitrag von Filzblume » Samstag, 01.07.17, 12:47

Hallo Black Wulf,

ich habe Deinen Bericht aufmerksam gelesen. Es tut mir sooo leid, dass es Dir schlecht geht und ich finde es ganz schlimm, dass unsere Mediziner nicht in der Lage sind uns zu helfen.

Ich habe viele Paralellen in Deinem Bericht gefunden zu dem, was mir passiert ist. Schau doch mal nach unter dem Topic "Mein Tagebuch nach unfreiwilligem Entzug von Fluspirilen." Interessant könnte für Dich die letzten Bericht von mir sein. Hier aber in der Kurzform. Denn es ist richtig lang:

Ich kann durch die Bank keine Antidepressiva vertragen. Bei Citalopram ging es mir ähnlich wie Dir. Andere AD haben mir mächtig zugesetzt. Ebenso konnte ich zum Schluss auch nichts mehr essen. Auch ich habe mich an Kartoffeln gehalten. Das war das Einzige, was rein ging. Ich habe wahnsinnig viel abgenommen und bin auch nicht mehr aus dem Haus. Ich war so fertig, dass es nicht ging und dazu auch eine absolut Panik, dass es mir bei Edeka an der Kasse so schlecht gehen könnte, dass ich dort umfalle. Ich bin kaum noch mit dem Auto gefahren. Gerade nur beim Getränke holen. Es ging irgendwie nichts mehr. Ich rannte zu Psycho-Therapeuten und es führte so zu gar nichts. Und die Problemchen, die ich hatte erschienen mir als vollkommen an den Haaren herbei gezogen. Irgendwas musste man ja zum Anlass nehmen, um mich für bekloppt zu erklären.

Zwar bin ich von weiteren Erkrankungen wie Du sie hast verschont geblieben. Jedoch fühlte ich mich einfach nur krank. Der Grund dafür war ein Umweltgift. Formaldehyd!! Es verbarg ich in einem Naturholzschrank und hat mich die letzen 8 Jahre "benebel". Die letzen vier Jahre waren die Hölle. Neuroleptika nahm wohl viele Symptome, aber so ganz prickelnd war das alles nicht.

Ich denke mit dem was jetzt kommt, könnte Dir ein wenig Linderung verschaffen. Ich bin mir sicher, dass Du super empfindlich bist - bin ich auch. Ich habe inzwischen auch eine richtige Abneigung in Bezug auf Medikamente.

Bei mir war es so, dass das Formaldehyd im Körper nach rund 20 Minuten abgebaut wird - somit nicht nachweisbar. Das Abbauprodukt ist Ameisensäure. Diese Ameisensäure kann der Körper wohl abbauen - aber nur sehr langsam. Der Abbau der Ameisensäure (auch Aminosäure genannt) stresst den ganzen Stoffwechsel. Er läuft auf Hochtouren. Die Folge ist, dass der Körper nichts mehr anderes haben will. Das ganze maskiert sich auch gerne mir anderen Krankheiten. Bei mir war es eine Neuroborreliose. Ich bin zum glück zäh geblieben und habe auf eigene Kosten gesicherte Tests machen lassen. Und sieheda - alles OK. Übrigens - nicht nur das falsche Essen sorgt für Aminosäuren im Körper, auch Dauerstress, Bewegungsmangel, Sauerstoffmangel, Rauchen etc etc.

Und jetzt kommen wir bei der Kartoffel an. Eine Kartoffel ist 1. Histaminfrei, 2. wird im Körper basisch verstoffwechselt, 3. hat resistente Stärken - vor allem wenn sie kalt ist, 4. stresst die Leber nicht, 5. hat wertvolle Vitamone, 6. gibt schnelle Energie wegen der Kohlenhydrate. Das ist so ziemlich das Beste, was der Körper verträgt, wenn es ihm nicht gut geht. Haben wir immer als Kinder bekommen, wenn wir nicht essen wollten wegen Grippe etc.

Schau Dir doch einfach mal Dein Umfeld an. Deine Wohnung, die Wohnlage, Grünzeug drum herum, Fabriken in der Umgebung, der Keller, die Wasserrohre (Bleirohre!!!!!) und und und. Alles was Du schreibst kommt mir wirklich sehr bekannt vor. Und vor allem - dran bleiben. Auch wenn Deine Mitmenschen Dich dann vielleicht für vollkommen gaga abstempeln - es ist egal. Mich hat man auch für vollkommen gaga abgestempelt. Man konnte sich das alles nicht vorstellen, dass ein Naturholzschrank einen dauerhauft aus den Latschen hebelt. Auch wenn ich mir vorkam, wie ein Spinner mit dem Küchensieb auf dem Kopf - egal - es wurde belohnt. Die Menschen, die mich als gaga abgestempelt haben, habe ich den Rücken gekehrt. Solche oberflächlichen Menschen braucht keiner.

Nachdem ich den Schrank zunächst in Folie eingewickelt habe (kriegt man ja nicht mal eben aus der Wohnung raus), ging es mir einen Tag später schon wesentlich besser. Einige Tage später flog der Schrank raus. Weitere drei Tage später fing ich wieder an zu essen. Ich sah ganz schön "verwelkt" aus und weitere drei Tage später gefiel ich mir das erste mal seit Jahren wieder im Spiegel. Es war nicht damit getan, einfach nur den Schrank auf den Sperrmüll zu bringen. Derzeit mache ich sehr viel dafür, dass die Aminosäuren meinen Körper verlassen und ich nichts mehr oben drauf packe.

Das Hamsterrad bei mir war, dass ich nicht mehr vor die Tür ging. Gerade mal zum Edeka. Das wurde schlimmer und schlimmer. Dabei lag man auf der Couch und hat sich ausgeruht und drauf gewartet, dass es einem besser ging. Da hätte ich echt lange drauf warten können. Denn so habe ich immer mehr von dem Zeugs unbewusst in mich hinein geschaufelt.

Seit dem 7. Juni ist der Schrank nun fort. Es geht mir viel besser - auch wenn 100 % noch lange nicht erreicht sind. Doch das wird sicherlich auch bald werden. Da hätten die Psychotherapeuten wie Jesus übers Wasser gehen können - das hätte alles nichts gebracht.

Derzeit übrig geblieben ist bei mir eine chronische Blasenentzüngung, schlechte Augen, eine Histamnin-Unverträglichkeit, multiple Allergien, ein ganz blöder Husten, trockene Augen und vor allem die Kunst mir wieder etwas anständiges zu essen zu machen. Da muss ich immer bei Freunden fragen und mir Ideen holen. Alkohol geht nach wie vor gar nicht. Der Darm spinnt auch noch ein wenig rum. Das wird sich aber sicherlich in den nächsten 6 - 9 Monaten legen und ist ein Spaziergang zu dem, was ich hinter mich gebracht habe.

Auch wenn ich jetzt wieder viel geschrieben habe - vielleicht ist ja eine Kleinigkeit für Dich dabei, die Dir helfen könnte. Ich würde es Dir so sehr wünschen.

Gruß Filzblume
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2000 - 2016 Fluspirilen 1x pro Woche 1,2 ml - immer wieder mit Unterbrechungen, Krankheitsbild somatoforme Störungen
2006 Fluspirilen für 9 Monate abgesetzt - nichts passiert, alles ok, zwischenzeitlich Bachblütentropfen genommen, Fluspirilen dann wieder genommen wegen Schicksalsschlag
2009 - 2013 Doxepin 125 mg nach zweimaligem Schicksalsschlag
2013 - Doxepin entzogen, 6 Wochen Hölle (Kribbeln im Kopf, max 2 Stunden nachts geschlafen, Gedankenüberschläge, Knochenschmerzen, Unruhe, extrem geräuschempfindlich, reizüberflutet, TV gucken nicht möglich, Übelkeit
2002 - Mitte 2016 sporadisch Zolpidem, dann aber auch heftig aber keine Probs beim Absetzen, da es nicht kontinuierlich genommen wurde
seit 11. Oktober 2016 - Fluspirilen wird nicht mehr hergestellt, Kaltenzug, Schwindelgefühl, Konzentrationsstörungen, Knochenschmerzen, Muskelverspannungen,Ohrensausen, Übelkeit, Durchfall, Harndrang trotz leerer Blase, TV gucken nicht gut, Musik hören ok, Gespräche folgen ganz schlecht, Lesen OK. Zwischenzeitlich wurde Fluoxetin eingesetzt - nach der zweiten Tablette sofort sein gelassen - Blitzgewitter im Kopf, Boxhandschuh im Magen

September 2017 - noch einmal Fluspi eindosiert 1,0 ml. Dann im 2-3Wochen-Takt immer um 0,1 ml reduziert. Seit Anfang Dez. 2017 fertig mit der Reduzierung. Mitte Januar 2018 - es kommen erste Absetzsymptome. Macht nicht wirklich Freude.

Abschließende Diagnose: 2009 einen Schrank gekauft. Dieser Schrank war voller Giftstoffe, die sich Anfangs in Form vom innerer Unruhe und Blasenentzüngung gezeigt haben. 1,5 Jahr regelmäßig Antibiotika wegen der ständigen Blasenentzündung genommen und anscheinend damit den Darm abgeschossen. Mit dem Schrank kamen aber auch Unverträglichkeiten gegenüber Chemikalien. Wurde aber zunächst als Psychosomatik abgetan und ordentlich Fluspi gespritzt. Und schon war der Teufelskreis da.

Vorläufiges Endergebnis:
MCS-Syndrom (Multiple Chemikalien Sensibilität). Wohlmöglich verstärkt durch einen verkorksten Darm (Leaky-Gut-Sydrom) was diffuse Lebensmittelunverträglichkeitenund Allergien zurfolge hat. Die zweite Möglichkeit ist ein Enzymmangel, welches Giftstoffe verarbeitet. Wenn Schadstoff-Exposition dann gerät die Leber unter Stress. Sehr unangenehm.

Black Wulf
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Re: Haben 6 Tabletten Sertralin mein Leben in eine Hölle verwandelt?

Beitrag von Black Wulf » Freitag, 06.10.17, 21:05

Hallo ihr Lieben...
und wieder sind ein paar Monate vergangen. In der Hoffnung dass es besser wird lebt man von Tag zu Tag . Im Mai hat es mich erwischt. Lungenüberblähung- ich landete im KH und nun habe ich angeblich COPD Stufe 4. Ohne Sauerstoff geht fast nichts mehr. Dabei kam doch alles erst so richtig durch das Sertralin. Hat von euch auch Jemand mit großen Atemproblemen zu kämpfen?? Immerhin bin ich seit Mai "Nichtraucher" Jäääähhhh!!!! Es ist immer noch so, dass ich diese Verschleimung im Hals habe, auf Duftstoffe reagiere,
und mit dem Essen hapert es auch noch. Erwische ich etwas was viel Histamin erzeugt dann rast mein Puls nach oben. Traue mich kaum Medikamente zu nehmen weil ich nicht weiß wie mein Körper darauf reagiert. Kennt das so auch Jemand von euch??? Wie lange muss ich noch unter dieser Sertralin Geschichte leiden???
Liebe Grüße an alle Betroffenen und Hilfesuchenden
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Re: Haben 6 Tabletten Sertralin mein Leben in eine Hölle verwandelt?

Beitrag von Murmeline » Montag, 09.10.17, 6:33

Hallo Blackwulf,

willkommen zurück - schade, dass es keine gute Neuigkeiten gibt. :( Obwohl, eine ist ja doch dabei: Glückwunsch zum Nichtrauchersein. :)
Hat von euch auch Jemand mit großen Atemproblemen zu kämpfen??
Darüber wird immer wieder mal in unterschiedlichen Ausprägungen berichtet. Wahrscheinlich liest keiner der Betroffenen aktuell bei Dir rein, Du kannst aber mal in den Ergebnissen der Suche stöbern und - wenn Du die Kraft hast - andere ADFDler direkt für einen Erfahrungsaustausch anschreiben.
search.php?keywords=atemprobleme

Monalinde hat auch mit Atembeschwerden und Schleim zu kämpfen, sie berichtet im Thread von Razzia:
Lange Zeit hatte ich auch Atembeschwerden, außerdem ominösen Schleim im Hals, auch heute noch, mit dem niemand etwas anfangen kann.
viewtopic.php?p=210824#p210824
Traue mich kaum Medikamente zu nehmen weil ich nicht weiß wie mein Körper darauf reagiert. Kennt das so auch Jemand von euch???
Hier gibt es Austausch von Betroffenen im Langzeitentzug, die alle möglichen Substanzen kaum noch vertragen. Leider ist diese Medikamentensensibilität bei einem Teil der Betroffenen sehr typisch. viewtopic.php?f=50&t=9867
Wie lange muss ich noch unter dieser Sertralin Geschichte leiden???
Keiner weiß es. :? Es gibt leider Langzeitbetroffenen, bei denen Einzelsymptome wirklich über Jahre gehen. Andere haben nach zwei Jahren das schlimmste überstanden. Veränderungen Richtung Heilung passieren über die Zeit, man sieht es eher in größeren Abständen, aber irgendwas bewegt sich eben doch, auch wenn man nicht eines Tages symptomfrei aufwacht.

Von mir viele Grüße, Murmeline
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Re: Haben 6 Tabletten Sertralin mein Leben in eine Hölle verwandelt?

Beitrag von Clarissa » Montag, 09.10.17, 7:10

Guten Morgen, Blackwulf.

Oh ja, diese Medikamentenunverträglichkeit kenne ich auch! Und wenn nicht unverträglich, dann aber vollkommen unwirksam. Nur die NW sind pünktlich da.
Ich lasse es inzwischen mit jeglichen Pillen.

Ich gratuliere zum Rauchstopp. Etwas besseres konntest Du gar nicht gegen die COPD tun. Eine Freundin von mir hat es auch geschafft und ihre COPD zumindest zum Stillstand, wenn nicht sogar zur Besserung gebracht.

Halte durch!

VG von sleepless.
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bisher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
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Jamie
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Re: Haben 6 Tabletten Sertralin mein Leben in eine Hölle verwandelt?

Beitrag von Jamie » Montag, 09.10.17, 14:57

Hallo wulf und sleepless, :)

entschuldigt, wenn ich diesen Thread zweckentfremde. Wenn es zu sehr stört, bescheid geben, dann koppele ich es ab.

Da mein Vater schwer unter COPD leidet, bin ich an allen Medikamenten und Behandlungen interessiert, von denen ihr wisst, dass sie u.U. hilfreich sind. Ich habe pharmazeutischen Background und kann es dann zuordnen. Bitte nennt mir alles, was ihr einnehmt oder wisst, dass es die betroffene Person einnimmt und / oder sich damit behilft oder was ihr von anderen gehört habt.

black Wulf: Ganz sicher COPD der Stufe 4? :o
Mein Vater hat diese letzte Stufe und er ist 24 Stunden am Tag auf Sauerstoff angewiesen und es geht ihm elend und er hat auch immer häufiger Erstickungsanfälle. Ganz furchtbar, das sehen zu müssen :(

Grüße
Jamie
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...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


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