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Tinnitus... mein Leben mit dem ewigen Ton / Austausch

Das Absetzen von Psychopharmaka bedeutet oft eine Herausforderung für Körper und Seele. Bestimmte Beschwerden können verstärkt werden oder auch erstmals auftreten. Hier finden sich Infos und Diskussionen zu entzugsbedingten Gesundheitsthemen.
TeaTime
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Re: Tinnitus.... mein Leben mit dem ewigen Ton

Beitragvon TeaTime » Dienstag, 14.02.17, 18:22

Hallo Mockingjay,

also außer Ablenkung gibts nicht viel. Mir helfen Spaziergänge wo Wind auf den Ohren die Geräusche mildern.

Manchmal leise und ruhige Musik, wo man BEWUSST zuhört, vielleicht also auch ein Hörbuch.

Am liebsten mag ich allerdings die absolute Ruhe, so komisch das klingt.

Aber auch eine Unterhaltung (ggf. Telefonat) könnte Dich ablenken.

Habe ich Stress oder geht es mir nicht gut, dann wird er manchmal unerträglich, da bleibt wirklich nur Ablenkung.

Lieben Gruß,

TeaTime
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Re: Tinnitus.... mein Leben mit dem ewigen Ton

Beitragvon Mockingjay » Mittwoch, 15.02.17, 11:28

TeaTime hat geschrieben:Hallo Mockingjay,

also außer Ablenkung gibts nicht viel. Mir helfen Spaziergänge wo Wind auf den Ohren die Geräusche mildern.

Habe ich Stress oder geht es mir nicht gut, dann wird er manchmal unerträglich, da bleibt wirklich nur Ablenkung.

Lieben Gruß,

TeaTime


Hallo TeaTime

vielen dank. Ja, wirklich, Ablenkung und Beschäftigung ist gut im absoluten Stressnotfall, sich nicht darauf konzentrieren ist wohl das einzige Mittel, um etwas zu mildern. Ansonsten habe ich es auch gerne ruhig.

Habe das autogene Training wieder aufgegleist (immer abends vor dem Zubettgehen). Spaziergang kann ich halt nur Wochenende machen, oder wenns wieder heller wird, dann endlich wieder am abend.

LG
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Re: Tinnitus.... mein Leben mit dem ewigen Ton

Beitragvon TeaTime » Mittwoch, 15.02.17, 15:25

Hallo Mockingjay,

autogenes Training finde ich da auch sehr hilfreich, vor allem wenn sie durch eine CD (oder wie auch immer) geführt wird.
Anfangs habe ich mir da etliche tolle CDS gekauft, auch mit Imagination. Diese ruhigen Stimmen, die Ruhe gebende Atmosphäre, all das lenkt die Gedanken vom Tinnitus weg.

Vor allem dauern die natürlich bedeutend länger als die einzelnen Stufen des AT. Auch Muskelentspannung hat mir immer sehr geholfen.

Spaziergang geht natürlich nicht immer, ist aber mit das beste Hilfsmittel ;o)

Lieben Gruß,

TeaTime
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Re: Tinnitus.... mein Leben mit dem ewigen Ton

Beitragvon Mockingjay » Donnerstag, 23.02.17, 12:11

Hallo Zusammen

War heute beim Doc, der hat mir Gingko empfohlen. Ist zwar pflanzlich, hat aber halt doch eine Wirkung auf diie Blutgerinnung, daher bin ich etwas skeptisch.

hat Jemand Erfahrung damit?

Danke vorab,

@TeaTime, mache seit 1 Woche Autogenes Training :)

LG
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Re: Tinnitus.... mein Leben mit dem ewigen Ton

Beitragvon TeaTime » Donnerstag, 23.02.17, 12:25

Liebe Mockingjay,

das habe ich mal ganz zu Anfang genommen. Der HNO Arzt verschrieb mir damals ja erst Kortison und Dusodril.

Das auch zwei Mal hintereinander.

In der Apotheke empfahl man mir dann auch Gingko/Gingium....ein teueres "Vergnügen" ohne jede Wirkung, zumindest nicht für meinen Tinnitus de Luxe.

Probieren kannst Du es, aber wie gesagt, meine persönlichen Erfahrungen : Null Wirkung.

Autogenes Training ist super !!

Lieben Gruß,

TeaTime
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Re: Tinnitus.... mein Leben mit dem ewigen Ton

Beitragvon Arianrhod » Donnerstag, 23.02.17, 12:57

Hallo ihr alle Lieben,

ich habe AUCH Tinnitus. Beim Arzt erwähne ich ihn nur nie, weil ich dermaßen viele Baustellen habe - bis ich zum Tinnitus komme, ist schon wieder etwas anderes los.;) :wink:
Also ich habe ihn schon links. Links bin ich verspannter, links waren auch die ganzen Bandscheibenvorfälle. Im besten Fall hört es sich an wie Mineralwassersprudeln, im schlechtesten ist es ein Dröhnen, dass mich benommen macht.

Wie Monalinde habe ich aber gleichzeitig auch ein überdurchschnittliches Gehör ( hat gerade im Dezember der Ohrenarzt festgestellt ), das heißt, mich nerven Geräusche schnell. Ich höre zum Beispiel die Bässe der Musikanlage des Nachbarn, wenn mein Mann noch nix hört oder ein Auto mit laufendem Motore, das irgendwo parkt.

Ohrstöpsel sind dann wieder ein Problem, weil ich mich mehr auf den Tinnitus konzentriere..... :roll:

Ich habe mir die Packungsbeilagen von allen möglichen Medikamenten durchgelesen und zwar von NSAR, AD und NL - und bei ALLEN steht als häufige Nebenwirkung " Ohrgeräusche, Tinnitus" - leider auch bei zwei meiner drei Migränemedikamente.

Was mir etwas hilft - leider nicht dauerhaft - ist Osteopathie der Hals/ Nackenregion, da war ca. eine Woche Ruhe.

Es soll ja auch einen Tinnitus geben, der gar keiner ist, dieser hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Brummton-Ph%C3%A4nomen

da ist aber der Sprung zur Paranoia nicht weit. :shock:

liebe Grüße Arian
2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

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Re: Tinnitus.... mein Leben mit dem ewigen Ton

Beitragvon TeaTime » Donnerstag, 23.02.17, 13:41

Liebe Arianrhod,

bei manchen kommt das auch vom Kiefer, auch HWS (wie Du schon schreibst) ist sehr oft der Auslöser.

Das MIneralwassersprudeln mag ich am liebsten ;o) meine Töne haben ja einen Namen und den nenne ich dementsprechend "Sparkling". Aber das ist mit dem Zirpen noch der angenehmste Ton.

Bei mir war der Tinnitus der Beginn vor allem was folgte, auch die Medis kamen erst später. Was auch gut ist, denn wenn der Tinnitus durch Medikamente käme hätte ich ein viel größeres Problem damit, ihn (oder besser "sie alle") zu akzeptieren.

So hat mein Körper sie eben "gemacht" und das eben weil ich Stress immer ignoriert habe.

Genau wie Du bin ich EXTREM geräuschempfindlich, ich höre auch Töne, die mein Mann überhaupt nicht wahrnimmt. Wie eben so ein wummern von Bässen, laufender Motor etc.

Naja, sie sind eben da,mal mehr mal weniger nervig ;o)

Lieben Gruß,

TeaTime
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Re: Tinnitus.... mein Leben mit dem ewigen Ton

Beitragvon Mockingjay » Donnerstag, 23.02.17, 14:11

TeaTime hat geschrieben:

Tinnitus de Luxe.


:rotfl: :rotfl: :rotfl: :rotfl: :rotfl: :rotfl: :rotfl: besser könnte ich es nicht ausdrücken ;-)
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Re: Tinnitus.... mein Leben mit dem ewigen Ton

Beitragvon gouvion » Samstag, 25.02.17, 18:33

Hallo, ich leide seit dem 14. Lebensjahr an Tinnitus. Hab mich daran gewöhnt. Das Gehirn konditioniert sich an den Ton, irgendwann. Alles Gute
15.03.14 - 15.01.15: 10 mg Cipralex
15.01.15 - 20.02.15: 5 mg Cipralex
20.02.15 - 31.03.15: 2.5 mg Ciprlaex
seit 01.04.2015 auf 0mg

Absetzsymptome: Schlaflosigkeit, extremes Gähnen, teilweise starke Nervosität, generalisierte Ängste

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Re: Tinnitus.... mein Leben mit dem ewigen Ton

Beitragvon TeaTime » Sonntag, 26.02.17, 11:39

Hallo Gouvion,

man muss eben lernen damit klar zu kommen und wem das möglich ist, der kann damit normal leben.

Es kommt sicher auf die Töne an, und auf die eigene Empfindsamkeit.

Bei mir sind im Laufe der Jahre auch neue Töne dazugekommen, also musste ich oder mein Gehirn, immer mehr dazu lernen.

Es funktioniert meistens recht gut. Klar, wenn es einem gut ist es einfacher. In schlechten Momenten, wie bei Stress, nehme ich sie alle wahr :) und jetzt, wo ich hier über sie schreibe. Sie wollen eben auch was dazu "sagen".

Lieben Gruß,

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Re: Tinnitus... mein Leben mit dem ewigen Ton / Austausch

Beitragvon gutmensch » Dienstag, 16.05.17, 17:48

Hallo,

ich habe seit dem Absetzen von Deanxit auch einen Tinnitus und zwar auf beiden Ohren . Links mit einem Surren und rechts wie eine Sirene !
War jetzt bei einer HNO Ärztin und die verschrieb mir "Cerebokan" 80 mg 2 x täglich. Das ist ein Trockenextrakt aus Ginkgo-biloba-Blättern.
Was haltet ihr davon?
Hat jemand schon Erfahrung mit Ginkgo?

Ganz liebe Grüße
Gutmensch
bis 08.04.2017 0,5 mg Flupentixol 10 mg Melitracen
ab 09.04.2017 - 20.04.2017 kalter Entzug (keine Tabletten)
17.04.2017 Beginn Tinnitus und Ein- und Durchschlafstörungen
21.04.2017 - 22.04.2017 0,5 mg Flupentixol 10 mg Melitracen
23.04.2017 - 25.04.2017 1,0 mg Flupentixol 20 mg Melitracen
26.04.2017 - 16.05.2017 0,5 mg Flupentixol 10 mg Melitracen

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Re: Tinnitus... mein Leben mit dem ewigen Ton / Austausch

Beitragvon sleepless2014 » Dienstag, 16.05.17, 17:59

Hallo.

Ja, ich habe Erfahrungen mit Gingkopräparat.

Mir hat es nichts gebracht. Zum Glück wenigstens nicht getriggert!

Viel Erfolg und VG!

sleepless
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TeaTime
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Re: Tinnitus... mein Leben mit dem ewigen Ton / Austausch

Beitragvon TeaTime » Dienstag, 16.05.17, 18:49

Hallo Gutmensch,

Ginkgo hat mir nichts gebracht, auch das Dusodril nicht, was der HNO Arzt verschrieben hatte.

(Auch Kortison hat nichts gebracht).

Ich würde es an Deiner Stelle aber zumindest testen, vielleicht hast Du ja mehr Erfolg.

Berichte bitte über Deine Erfahrungen.

Lieben Gruß,

TeaTime
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Muryell
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Re: Tinnitus... mein Leben mit dem ewigen Ton / Austausch

Beitragvon Muryell » Dienstag, 20.06.17, 9:38

Hallo, Ihr Lieben!
Ich selbst habe keinen Tinnitus, aber ich kenne eine Masseurin in Südhessen, die Tinnitus behandelt. Bei Interesse, PN an mich.

Ich wünsche Euch alles Gute.

Liebe Grüße

Muryell
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Arianrhod
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Re: Tinnitus... mein Leben mit dem ewigen Ton / Austausch

Beitragvon Arianrhod » Mittwoch, 21.06.17, 20:10

TeaTime hat geschrieben:
In diesem Sinne grüßt Euch TeaTime mit ihren SIEBEN Bekannten, genannt nach ihren Eigenschaften: Testbild, Nervi, Schrilli, Pfeifi und ihren 3 Freunden Sparkling, Rauschi und Zirpi.

P.S. Und ja, wenn einer fragt ob es bei mir piept, kann ich das bedenkenlos bejahen.


Liebe teatime,
die Namensgebung deiner Geräusche, die du gemacht hast, die bringt mich immer noch ab und an zum Lachen. Wenn ich jetzt den Tinnitus verstärkt merke, denke ich: "Ach das ist Nervi" oder der angenehme Ton "Sparkling" . Das ist genial!
Am liebsten würde ich mit denen einen Zeichentrickfilm machen, in der Art von Alles steht Kopf.

:D

liebe Grüße Arian
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Meinen Absetzbericht findet man hier:
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Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
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Re: Tinnitus... mein Leben mit dem ewigen Ton / Austausch

Beitragvon TeaTime » Donnerstag, 22.06.17, 8:56

Liebe Arian,

der Trailer ist total witzig ;o) die Idee das mit den Tinnitustönen zu machen hat was. :)

Da sitzen dann meine 7 Freunde in der Schaltzentrale, und je nachdem, WAS ich grade mache, vertsärken sie dann per Knopfdruck die Lautstärke. :D

Unter dem Motto, heute macht sie zuviel, Testbild, bitte übernehmen Sie ! :rotfl:

Sie will einen Nachmittagsschlaf machen ? Nicht mit uns, Schrilli, bitte auf Position. :rotfl:

Nun will sie relaxen, heute war sie brav, Rauschi, bitte suggeriere Meeresrauschen und Zirpi sei die liebe Grille in der Abenddämmerung. :rotfl:

Also Arian, meine kleinen Dauergäste sind für Deinen Film zu haben. :roll:

Lieben Gruß,

TeaTime
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Pulsatilla
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Re: Tinnitus... mein Leben mit dem ewigen Ton / Austausch

Beitragvon Pulsatilla » Freitag, 14.07.17, 12:15

Hallo ihr lieben; liebe teatime :)

Reihe mich mal als hmmm, tinussierende menschin hier mit ein.

Danke für Eure beiträge. Musste sehr oft schmunzeln und lachen, aber auch mindestens genauso oft berührt denken: "ja genau so ist es"... "Ich doch nicht und oh gott wie peinlich". Dankeschön für so viel Offenheit!

Mich begleiten meine tinitussis vermutlich schon seit Kindheit. Kann mich nicht erinnern, jemals ganz ohne sie gewesen zu sein. Echte stille kenne ich daher gar nicht. Erst vor etwa 2-3 tagen habe ich mich gefragt, wie es wohl OHNE wäre? Ist dann wirklich alles still? Wie fühlt sich das wohl an? Würde ES ja sooo gerne und sei es auch nur für 10 min "hören" wollen:

die Stille.


Nur vage kann ich mich erinnern, dass ich als teeni einen Doc fragte: "was sind das für Töne in den Ohren?" Aber ich bin schon älter, damals waren tinitussis noch kein Begriff und er wusste nicht, was ich meine. Rausgefunden habe ich es vor 15-20 jahren nach einem Bericht über Tinnitus. Ich glaube im Ster*n. Erst DANACH, weil extrem drauf konzentriert, hab ich wirklich drunter gelitten und bin fast wahnsinnig geworden. Sollte man ja laut dem damaligem Bericht auch werden, da einem kaum was schreckliches passieren könne :wink:
Und meine eher stoische Haltung dazu ganz und gar nicht "normal" war.. ..


Wieviele es sind? Wie schlimm sie sind? Keine Ahnung. Aber ich glaube, nicht ohne: beidseitig. ..immer.. 24/7 ... links lauter und schriller.... .wenn was schlimmes passiert oder bei Migräne, wird es auch noch viel lauter und neue schrille Töne kommen dazu. Bei mir sind alle recht hoch frequentig und zumindest einer auch im Herzrythmus pulsierend.

Was ja eigtl entspannend sein könnte. Da mein puls aber fast mein leben lang immer recht hoch war und wg der borreliose dieses und letztes Jahr tlw monatelang auch bei 120-140 min lag...öhhh... . Bin wie die meisten hier super geräuschempfindlich und liebe die äussere Stille. Den Wald. Das Meer. Musik selten und nur gezielt.

Die Idee, ihnen Namen zu geben und einen Film zu drehen, finde ich super köstlich! Wenn ich mich traue genauer hinzuhören, will ich das auch tun. "Annabella singt wieder sopran"... .soooo schön! ... .Bin also für ein Musical oder eine Art Disney Version.

Auch ich rede kaum davon. Nirgendwo. Habe soviele Krankheiten, da vergesse ich oft einige. Vor allem den Tinnitus. Bei mir isser gottlob auch relativ konstant und gleichmäßig. DAS ist bestimmt einfacher als "gehört halt zu mir" hinzunehmen, als ständige unvorsehbare Wechsel.

Ginko habe ich damals, als der Tinnitus ärztlich bestätigt wurde, auch etwa 3-4 Monate geschluckt. Teuer und keinerlei Wirkung. Weitere spezielle Therapien hatte ich abgelehnt. Habe aber wegen anderer Erkrankungen viele Therapien gemacht, die ebenfalls den Tinnitus hätten beeinflussen können: Homöopathie, Osteopathie, TCM, Entspannung, Akkupunktur, Aromatherapie, Massagen, usw usw usw.
Nix.

Ob ich ihn nun wirklich schon als Kind hatte und nur im Laufe der Zeit etwas stärker wurde, oder mich nur nicht an den Zeitpunkt erinnern kann? Keine Ahnung. Glaube aber auch fest, dass in den meisten Fällen nur die Akzeptanz helfen wird. Sowie eine gute Portion Humor und Gelassenheit.
Im letzten Wort steckt auch ein "lassen". Ein ge lassen. Es gehen lassen.

Danke daher für den humorvollen und nachdenklichen Thread!.. .

Lieb gruss <3
Pulsatilla


Ps: hab mein Profil um Tinnitus und Neurodermitis ergänzt... .mal sehen, was ich noch alles vergessen hab. . . :wink:
"Wenn du als Pinguin geboren wurdest, machen auch 7 Jahre Psychotherapie aus dir keine Giraffe!" (Eckart von Hirschhausen)

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Re: Tinnitus... mein Leben mit dem ewigen Ton / Austausch

Beitragvon TeaTime » Sonntag, 16.07.17, 17:16

Liebe Pulsatilla,

lieben Dank für Deinen Bericht.

Also ich weiß genau, dass es eine ganze Zeit meines Lebens diese Stille gab, allerdings... ich kann sie mir heute nicht zurückholen. Sie mir nicht mehr herbeidenken.

Ja, manchmal würde ich auch einfach mal gerne wissen wie es ohne all das Pfeifen und Rauschen und Zirpen wäre.

Der Gedanke mal in der Natur zu stehen, in einem Wald und nichts zu hören, als Wind, das Rauschen der Blätter und Vogelgezwitscher, wäre schön.
(Andererseits bieten mir meine Töne das eben auch, sogar ganz ohne Wald :rotfl: )

Aber Spaß beiseite, ja...es wäre ein Erlebnis, ein Genuß.

Tief durchatmen, die Augen schließen und "Stille hören." Ich weiß, das wird es für mich niemals mehr geben.

Aber zumindest kann man all das hören und auch wahrnehmen und genießen.

Lieben Gruß,

TeaTime
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Re: Tinnitus... mein Leben mit dem ewigen Ton / Austausch

Beitragvon Pulsatilla » Sonntag, 16.07.17, 23:01

Liebe teatime,

Ja das wäre was, gell? Einmal nur die Blätter und den Wind.. .. . Und ob man das wohl in Worte fassen kann.. .

Ich hab gewissermaßen Glück, dass ich es gar nicht anders kenne. Und auch der Doc, den ich als Teeni fragte, in Unwissenheit meinte: "das sei sicher das rauschen des Blutes und mein Puls".. .So dachte ich eben, das gehört dazu... . Mein Blut, mein Puls.. .Ich lebe und kann ES und meinen ur-eigenen inneren Rhytmus gewissermaßen an-hören.. .Das ist ja was SEHR schönes.. .. .

Ja wir können hören. Oft ja sogar noch besser, als andere. Versuchen wir also unser ureignes inneres Konzert zu feiern, das sich vermischt mit den äusseren Konzerten des Lebens, gell? ... .

Wünsche allen hier inneren Frieden und eine friedvolle Koexistenz

Lieb gruss <3
Pulsatilla
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Pulsatilla
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Re: Tinnitus... mein Leben mit dem ewigen Ton / Austausch

Beitragvon Pulsatilla » Mittwoch, 19.07.17, 1:20

Liebe teatime, :)

Du bist doch damals im Büro umgekippt. So richtig Ohnmacht? Und dann ja auch länger da gelegen hast.. . (Oh jeh, Du arme).. .Du schreibst: dauerschwindel.... .Blieb der längere Zeit?.. . Hast Du je Vermutung gehabt, warum genau Du umgekippt bist, bzw Dir so schwindelig war? Also an diesem Tag genau meine ich, nicht generell. (Antwort natürlich nur, wenn Du magst).

@Katharina:

Danke für den tip mit den binauralen apps. Das kannte ich nicht und hört sich spannend an.

Lieb gruss <3
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"Wenn du als Pinguin geboren wurdest, machen auch 7 Jahre Psychotherapie aus dir keine Giraffe!" (Eckart von Hirschhausen)

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