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Rund ums Herz

Das Absetzen von Psychopharmaka bedeutet oft eine Herausforderung für Körper und Seele. Bestimmte Beschwerden können verstärkt werden oder auch erstmals auftreten. Hier finden sich Infos und Diskussionen zu entzugsbedingten Gesundheitsthemen.
Guglhupf
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Rund ums Herz

Beitragvon Guglhupf » Donnerstag, 07.12.17, 3:35

Hallo ihr Lieben :)

ich habe zwar gesucht aber keinen Thread gefunden, der sich allein den Problematiken rund ums Herz im Entzug widmet.

Ich habe jetzt vermehrt gelesen, dass zahlreiche User über unterschiedlichste Probleme mit dem Herzen klagen - Rhythmusstörungen, Tachykardie, Bradykardie, sogar plötzliches Vorhofflimmern war dabei, daher hab ich jetzt diesen Thread eroffnet, sollte ich einen übersehen haben, verschiebt meinen Beitrag bitte, danke!!

Der Schluss liegt also nahe bzw. wurde es eh schon oft erwähnt, dass sich AD und alles was so dazugehört negativ aufs Herz auswirken.

Ich persönlich bin überhaupt erst durch plötzliches Herzrasen mit Puls von knapp 200 mit damals 12 Jahren auf das Thema Panikattacken gestoßen. Damals wurde ich 2 Tage im KH durchgecheckt und organisch war alles bestens. Es hieß das kommt halt vor, von PAs wusste wohl keiner was.

2011 dann wieder plötzliches Herzrasen und danach dann ja leider erstmalig Einnahme von Escitalopram. Inzwischen immer wieder US, EKG etc immer alles top. Einmal US sogar während des Kaltentzugs mit Puls jenseits.. die ratslosen Gesichter hätte ich glatt fotografieren sollen - 'weiß der Geier warum dieses gesunde Herz so rast' :wink: habe dann gesagt, dass es rast seit ich Tabletten abgesetzt habe und welche das waren - Antwort: 'Achso ja dann nehmen Sie die wieder, schadet ja anscheinend nicht' :frust:

Soweit meine Geschichte dazu, worum es mir jetzt geht - woran erkennt man, ob das noch eine Panikattacke ist oder gar Vorhofflimmern etc? Das Herz rast ja da wie dort..? Ich hatte zB heute Mittag eine Panikattacke, war schon den ganzen Vormittag sehr nervös und dann war es soweit. Durch Übungen hab ich aber keine PA mehr wie früher.. es fehlt sozusagen der Schreck davor.. es rast und klopft entzugsbedingt das Herz, ich denk ok ist ne PA und alle weiteren Symptome wie Schwitzen, Kribbeln, Muskelzittern etc bleiben aus. Der Puls geht dann, obwohl er so heftig wie bei einer PA ist, innert weniger Minuten auf Normaltempo. Entschuldigt bitte die dumme Frage aber wie merkt man da nen Unterschied? Das ist für mich generell ein Problem - was ist Entzug und was ist Realität.. würde ich jedes Symptom abklären lassen, wäre ich nur noch beim Arzt. Ganz zu schweigen wie peinlich meine irrationalen Anrufe beim Arzt sind, weil ich mir wieder was ernstes einrede obwohl alles normal ist. :whistle:

Ich würde ja zum Arzt gehen wäre ich nicht schon zig mal gewesen. Und da es sich schnell normalisiert gehe ich nicht von ernsthaften Problemen aus.

Gegen Herzstolpern hilft mir Magnesium sehr gut aber mögliche Langzeitfolgen machen mir schon Sorgen. :(

Liebe Grüße
Anna
Liebe Grüße Anna

2011 - erstmalig Citalopram (heißt bei mir in Ö Cipralex) eingeschlichen in 5mg Schritten bis 20mg
Okt. 2013 - von heute auf morgen aufgehört - Symptome: nicht enden wollende Panikattacke, ÜW in KH, nach Anraten der Ärzte Citalopram wieder eingeschlichen auf 15mg
2016 - Zustand stabil und alles super, 2. Absetzversuch wieder viel zu schnell - Folge: erneut heftige Entzugserscheinungen, wieder eingeschlichen auf 15mg
April 2017 - Reduktion auf 10mg
Mai 2017 - Reduktion auf 5mg
Juli 2017 - Reduktionsversuch auf 2,5mg - leichte Absetzerscheinungen: Verdauungsprobleme, Gedankenkreisen, innere Unruhe - Dosisanpassung auf 5mg, nach Anmeldung im Forum weiß ich nun, dass ich viel zu ungeduldig bin :whistle:
August 2017: 5mg - nach 3 Wochen NW wie Ein- und Durchschlafstörungen, sehr lebhafte Träume, vermehrte Zuckungen vor dem Einschlafen
26.8.17 - Reduktion auf 4,5mg
28.8.17 - erste NW wie Neuroemotionen machen sich bemerkbar, aber in Summe fühle ich mich gut
20.9.17 - Woche 4 seit Reduktion; seit 2 Wochen keinerlei NW, fühle mich stabil und wohl
27.09.17 - Reduktion auf 4,1mg
6.10.17 - Konzentrationsschwierigkeiten als NW, sonst fühle ich mich gut :)
20.10.17 - in Woche 2-3 vermehrt Neuroemotionen, innere Unruhe, unsicherer Gang, einfach das Gefühl es passt nicht ganz.., Konzentrationsschwierigkeiten, depressive Verstimmungen
26.10.17 - Woche 4 fühle mich stabiler und wohler, positivere Grundstimmung
6.11.17 - Tatatataaa Reduktion auf 3,6mg
9.11.17 - wieder hoch auf 4,1mg - aktuell viele Aufträge und damit Stress in Firma somit keine Muse für die Geisterbahn
18.11.17 - Reduktion auf 3,8mg
30.11.17 - Woche 2 seit Reduktion, aktuell keine NW <3
1.12.17 - Reduktion auf 3,6mg also um 10 statt bisher 5%. Da es mir sehr gut geht vergrößere ich den Schritt auf die üblichen 10%.
7.12.17 - NW lebhafte Träume, innere Unruhe, typische Zerstreutheit.

Ergänzend seit 2016: 1/2 Pkg Magnosolv pro Tag, spürbare Entspannung bei Herz und allgemeiner Muskulatur.

Eva
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Re: Rund ums Herz

Beitragvon Eva » Donnerstag, 07.12.17, 9:40

Hallo,

das Herz ist nicht umsonst ein "Doppelorgan", d. h. einerseits fungiert es als Pumpe und Motor unseres Körpers und andererseits als der Ort, an dem unsere Emotionen festgemacht werden. Für mich ist es nicht leicht auszumachen, ob die gefühlten Symptome tatsächlich körperlicher Natur sind.

Ob wirklich was mit dem Herzen ist oder ob es sich eher um nervöse Beschwerden psychosomatischer Art handelt, meine ich bei mir daran zu erkennen, dass ich die unregelmäßigen Herzschläge fast nur dann wahrnehme, wenn ich allein bin oder mich darauf konzentriere. Bin ich genügend abgelenkt und "vergesse", darauf zu achten - dann spüre auch kaum noch was davon.

Gelegentliche Arrhytmien bzw. Extrasystolen begleiten mich schon seit meinen jungen Jahren, somit scheinen sie nicht gefährlich zu sein. Ich brauche für mich diese besonnene Betrachtungsweise, sonst machen Herzbeschwerden leicht Angst.

Grüße, Eva
Vorher hier als "Pons" geschrieben.

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Beginn Wasserlösemethode Bromazepam, Start am:
29.08.17 3,7 mg
25.09.17 3,4 mg
09.10.17 3,0 mg
21.10.17 2,7 mg
03.11.17 2,4 mg
15.11.17 2,1 mg
22.11.17 - Seit ein paar Tagen vermehrte körperliche Unruhe, Herzklopfen, Extrasystolen.
01.12.17 - Es wird langsam besser.
05.12.17 1,9 mg
08.12.17 2 x 500 mg L-Tryptophan - aufgrund des Gefühls, die Schlaflosigkeit bringt mich langsam um. :( Habe damit tatsächlich etwas Ruhe gefunden. Diese Ergänzung soll aber nicht zur Regel werden.

Never give up!

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Re: Rund ums Herz

Beitragvon Jamie » Donnerstag, 07.12.17, 9:47

Guten Morgen :),

du kannst den Unterschied zwischen Vorhofflimmern und Herzrasen kaum merken als Laie.
Wobei das eine sind schnelle Schläge, das andere nur noch unwillkürliche elektrische Impulse, die auch lebensgefährlich werden können. Da schlägt nix mehr, da zuckt nur noch was :(.

Vorhofflimmern ist eine ernstzunehmende gesundheitliche Störung.
Ich bin mir nicht sicher, ob es korrekt ist, das wirklich den AD zuzuschreiben; evtl. verstärkend, aber sicher nur in extremen Ausnahmefällen ursächlich.
Wer im Forum hat denn geschrieben, dass er Vorhofflimmern ausgelöst durch AD hat?
Mir fällt da keiner aktuell ein. Hast du vielleicht einen Link?
Weil wenn sowas auftritt, muss es natürlich sofort abgesetzt werden, sofern das AD dafür verantwortlich ist.

Ich denke, dass Vorhofflimmern auftreten kann, wenn man bereits eine Vorschädigung am Herzen hat, aber die allermeisten werden glücklicherweise kein Vorhofflimmern haben, sondern schlichtweg Herzrasen und / oder Herzklopfen.
Ventrikuläre Extrasystolen haben auch Gesunde, die keine Medikamente nehmen.

Das wäre ja fatal, wenn Vorhofflimmern eine häufige NW wäre. :o

Nichtsdestotrotz sind AD auf jeden Fall herztechnisch problematisch!
So gut wie alle Wirkstoffe können die lebensgefährlichen Torsades de pointes Herzrhythmusstörungen auslösen und das QTc Intervall verlängern (Risikofaktor für Torsades d. p.).

Von Herzrasen geplagte Betroffene könnten es mit Cardiodoron Tropfen und Strophantin D4 probieren bzw. ein Notfall-Betablocker bei sich lagern. Das unterbricht in der Regel sehr zuverlässig das Herzrasen, muss aber vertragen werden.

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

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Infos über mich:

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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Re: Rund ums Herz

Beitragvon Guglhupf » Donnerstag, 07.12.17, 16:22

Pammy hat geschrieben: Außerdem seit August 2016:
mehrmalige Episoden von Vorhofflimmern (mit KH-Aufenthalten verbunden), weswegen ich leider einen Betablocker einnehmen muss und ich vermute, dass dieser alle o.g. Und hier g. Symptome extrem triggert! (Möglicherweise gleiches Wirkprinzip wie Psychopharmaka?

Ganz liebe Grüße
Pammy


Liebe Jamie :)

hier die Passage aus dem Thread für Langzeitbetroffene von Pammy :)

Liebe Eva :)

schade, dass du den Namen geändert hast, ich fand den toll, weil er ins Auge stach und ich deine Beiträge immer gleich gefunden habe ;) mir geht es da wie dir. Diese distanzierte Betrachtung half mir überhaupt erst meine Herzangst zu überwinden, das war ja der Ursprung allen Übels. Doch das oa Posting brachte mich zum Grübeln (fand ich genau in der richtigen Phase nach der letzten Reduktion wo ich empfänglich für sowas bin :o )

Alles Liebe
Anna
Liebe Grüße Anna

2011 - erstmalig Citalopram (heißt bei mir in Ö Cipralex) eingeschlichen in 5mg Schritten bis 20mg
Okt. 2013 - von heute auf morgen aufgehört - Symptome: nicht enden wollende Panikattacke, ÜW in KH, nach Anraten der Ärzte Citalopram wieder eingeschlichen auf 15mg
2016 - Zustand stabil und alles super, 2. Absetzversuch wieder viel zu schnell - Folge: erneut heftige Entzugserscheinungen, wieder eingeschlichen auf 15mg
April 2017 - Reduktion auf 10mg
Mai 2017 - Reduktion auf 5mg
Juli 2017 - Reduktionsversuch auf 2,5mg - leichte Absetzerscheinungen: Verdauungsprobleme, Gedankenkreisen, innere Unruhe - Dosisanpassung auf 5mg, nach Anmeldung im Forum weiß ich nun, dass ich viel zu ungeduldig bin :whistle:
August 2017: 5mg - nach 3 Wochen NW wie Ein- und Durchschlafstörungen, sehr lebhafte Träume, vermehrte Zuckungen vor dem Einschlafen
26.8.17 - Reduktion auf 4,5mg
28.8.17 - erste NW wie Neuroemotionen machen sich bemerkbar, aber in Summe fühle ich mich gut
20.9.17 - Woche 4 seit Reduktion; seit 2 Wochen keinerlei NW, fühle mich stabil und wohl
27.09.17 - Reduktion auf 4,1mg
6.10.17 - Konzentrationsschwierigkeiten als NW, sonst fühle ich mich gut :)
20.10.17 - in Woche 2-3 vermehrt Neuroemotionen, innere Unruhe, unsicherer Gang, einfach das Gefühl es passt nicht ganz.., Konzentrationsschwierigkeiten, depressive Verstimmungen
26.10.17 - Woche 4 fühle mich stabiler und wohler, positivere Grundstimmung
6.11.17 - Tatatataaa Reduktion auf 3,6mg
9.11.17 - wieder hoch auf 4,1mg - aktuell viele Aufträge und damit Stress in Firma somit keine Muse für die Geisterbahn
18.11.17 - Reduktion auf 3,8mg
30.11.17 - Woche 2 seit Reduktion, aktuell keine NW <3
1.12.17 - Reduktion auf 3,6mg also um 10 statt bisher 5%. Da es mir sehr gut geht vergrößere ich den Schritt auf die üblichen 10%.
7.12.17 - NW lebhafte Träume, innere Unruhe, typische Zerstreutheit.

Ergänzend seit 2016: 1/2 Pkg Magnosolv pro Tag, spürbare Entspannung bei Herz und allgemeiner Muskulatur.


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