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Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacine)

Das Absetzen von Psychopharmaka bedeutet oft eine Herausforderung für Körper und Seele. Bestimmte Beschwerden können verstärkt werden oder auch erstmals auftreten. Hier finden sich Infos und Diskussionen zu entzugsbedingten Gesundheitsthemen.
Kimeta
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Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacine)

Beitrag von Kimeta » Sonntag, 16.08.15, 13:51

 ! Nachricht von: Jamie
Ergänzung: Zu den in Deutschland auf dem Markt befindlichen Fluorchinolonen gehören:
Levofloxacin,
Ciprofloxacin,
Moxifloxacin,
Ofloxacin,
Norfloxacin und
Enoxacin



Hallo,

ich habe noch keine gesammelten Informationen zu dem Thema gefunden und möchte einen speziellen Thread eröffnen. Das ist hoffentlich ok, wenn es auch etwas OT ist, aber vielleicht spielen Antibiotika im Allgemeinen und Flourchinolone bei mehr von uns Betroffenen mit rein, als wir bislang ahnen.

Mich interessieren Meldungen von Leuten, die Antibiotika mit der Endung -floxacin genommen haben, also z.B. Ciprofloxacin und Levofloxacin. Vielleicht finden wir Faktoren, die uns gemeinsam sind. Ich selbst habe Levofloxacin bekommen und darauf eindeutig reagiert, dazu werde ich zu einem späteren Zeitpunkt mehr schreiben.

Hier der Link zu einer WDR-Seite einschl. Video vom 17.10.2014, deren Inhalt mich sehr schockiert hat: http://www1.wdr.de/fernsehen/ratgeber/s ... ko100.html.

Hier die Seite eines Betroffenen: https://ciprohilfe.wordpress.com/

Viele Grüße,
Kimeta
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  • Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013.
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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacin)

Beitrag von Jamie » Sonntag, 16.08.15, 17:49

Hallo,

ich ergänze das mit dem (schlimmen) Erfahrungsbericht eines Ciprofloxacin-Opfers:
http://www.cbgnetwork.org/4888.html

Kimeta, ich habe 2001 unmittelbar nach meiner Herz-OP im Krankenhaus die Höchstdosis an Ciprofloxacin ( 500mg - 500mg - 500mg) über ca. 7 Tage nehmen müssen. Es ging mir sehr sehr schlecht, aber ich kann im Nachhinein nicht sagen, was wovon kam, denn ich war nach der OP in absolut desolatem Zustand mit schwerer unbekannter Infektion.
Manchmal frage ich mich, ob mir das Cipro den Schlaf zerschossen hat, immerhin fing mein unsägliches Leiden genau mit der Herz-OP an, aber ich habe nach wie vor den Eindruck, dass das eher psychisch ist (Trauma), weil ich danach zweimal nachts fast gestorben bin.
Vermutlich wird man es nie im Leben aufklären können.

Gruß
Jamie
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:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacin)

Beitrag von Lisamarie » Sonntag, 16.08.15, 19:09

Hallo ich möchte noch eine Warnung an die Tierbesitzer unter uns ausgeben, das Floxacin wird mittlerweile auch von Tierärzten gegeben und verschrieben. Mein Hund ist unwissentlich von mir damit behandelt worden, bisher Gott sei Dank keine Nebenwirkungen. Also auch da bitte aufpassen womit die Tiere behandelt werden.
Lg Petra
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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacin)

Beitrag von Kimeta » Freitag, 28.08.15, 14:10

Hier wurde heute das Buch "Krank durch Medikamente" von Cornelia Stolze empfohlen. Ich habe die Amazon-Kommentare durchgelesen und folgenden Eintrag gefunden: Rezension von Christine Ernst.

Sie bekam ein AB aus der Gruppe der Fluorchinolone und beschreibt u.a. Selbstmordgedanken, Schlaflosigkeit, Angst- und Panikattacken, Tinnitus, Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme. 4 Jahren nach der Einnahme leidet sie immer noch unter den Folgen.

Viele Grüße,
Kimeta
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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacin)

Beitrag von Murmeline » Freitag, 28.08.15, 22:31

Hallo Kimeta,

ich verweise mal auf einen Beitrag von Nospie, die derzeit nicht so aktiv ist.
Ich hatte von einem Antibiotikum(Ciprofloxacin) eine Psychose,das ist mir erst nach Monaten klar gewesen.
Das Zeug habe ich im Entzug genommen,ich hatte natürlich keinen Schimmer,was das auslösen kann.
Ich hatte Muskelschmerzen die waren vom anderen Stern,ich dachte mir zerreißen Muskeln.
Verkrampfungen,Nacken/Brustschmerzen usw.
Ich hatte zwar vom AD Entzug eine Menge Symptome,aber durch das AB ging es in astronomische Höhen (eher Tiefen,Hölle)
Die ersten ca 7 Monate waren am schlimmsten,das bessert sich langsam.
viewtopic.php?p=105313#p105313

Grüße MurmeIine
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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacin)

Beitrag von sonne » Sonntag, 06.09.15, 18:55

Hallo Ihr Lieben,

bei mir begann der Absturz auch mit der Einnahme von Levofloxaxin, Herzrasen, RR Entgleisung, Schluck und Atembeschwerden, Muskellähmungen (Konnte mich nicht bewegen), ziemlich die ganze Palette. Danach furchtbare Panikattacken, fast täglich (dies schlaucht den Körper enorm) bis ich total depressiv wurde.
Mein Leben hat sich nach dieser Einnahme total verändert.
Bin momentan beim Absetzen meines AD, aber fühle mich immer noch nicht so wie vor dem Ganzen Mist. Angefangen hat das Dilemma Februar 2013.
Bin aber zuversichtlich, das sich alles wieder einrenkt.

PS: Seitdem habe ich totale Probleme mit Medikamenten jeglicher Art, besonders Antibiotika. Reagiere seitdem sehr empfindich.

Liebe Grüsse

Sonne
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Diagnosen: mittelgradige Depression mit Panikstörung Februar 2013,
2. Absetzversuch
Start 7mg Cipralex
22.12.14 6mg, fühlte mich sofort wohler, Tatendrang lust auf soziale Kontakte ect, :D
15.01.15 5mg, nach 3 Tagen Einbruch von der feinsten Sorte, nach 6 Tagen wieder auf 6mg.
21.01.15 6mg, nach ca. 3 Wochen wieder stabil
16.03.15 5mg, Müdigkeit weg, Brauche aber wenig Schlaf 6 Stunden, innere Unruhe, Muskelschmerzen, Muskeltics, 2 Wochen Dauerherzstolpern
23.03.15 5mg, Schwankschwindel, Fokkusierungsprobleme, Herzstolpern weg, da 250mg Magnesium am tag, für die Innere Unruhe Neurexan
30.03.15 5mg, leichter Schwankschwindel, normaler Schlaf bei 8 Stunden, Beschwerden nehmen stetig ab. bei Bedarf Neurexan
31.03.15 5mg, schwankschwindel, durchfall, Übelkeit, Muskelschmerzen Rücken und schwächegefühl in den Beinen, grippeartige Symptome,leichte innere Unruhe, leichter Kopfdruck :(
10.04.15 4,5mg: viel Herzstolpern, ansonsten alle Beschwerden weg, nehme Omega 3, Mg 250mg, und Natron für die viele Luft im Bauch
01.05.15 4mg Starke Benommenheit mit Schwindelgefühl, erneut Herzstolpern
19.05.15 4mg Benommenheit nimmt ab, Herzstolpern nach wie vor mal mehr mal weniger
29.05.15 3,6mg Keine Symptome
12.06.15 3,4mg Keine Symptome
27.06.15 3 mg
09.07.15 2,5mg
19.07.15 2mg
25.07.15 2mg Harnwegsinfekt, Antibiose
30.07.15 2mg, depressiv, Unruhe, starke Übelkeit,
28.08.15 1,8mg, Unruhe fast weg, Übelkeit sehr selten, depressiv (wer ist das nicht schon mal :D ), Herzstolpern immer noch, stört mich aber kaum noch, Müdigkeit und schlechter Antrieb vorhanden.
14.09.15 1,7mg
03.10.15 1,6mg zeitweise Müde, leicht depressiv, innere Unruhe zeitweise
13.10.15 1,5mg soweit alles ok bis auf Müdigkeit
31.10.15 1,4mg
15.11.15 1,3mg
24.11.15 1,2mg
04.12.15 1,0mg
30.12.15 0,9mg zeitweise Druck im Kopf, Übelkeit, Müdigkeit, leichtes Herzstolpern, leicht depressive Einbrüche, Unruhe
12.01.15 0,8mg Zur Zeit Starke Erkältung und Antibiose, schlechtes Allgemeinbefinden
17.01.15 0,7mg
27.01.16 0,6mg Starke Herzrhythmusstörungen, Zuvor 3 Wochen ganz weg
03.02.16 0,5mg
16.02.16 0,4mg zeitweise Benommenheit, depressive Phasen aber nur Stundenweise,
25.02.16 0,3 mg
06.03.16 0,2mg
14.03.16 0 Ende

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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacin)

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 06.09.15, 19:04

Hallo sonne,

Medikamentensensibilität wird oft beschrieben. Hier ein Erfahrungsbericht:
viewtopic.php?f=50&t=10064

Grüße murmeline
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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacin)

Beitrag von sonne » Sonntag, 06.09.15, 19:09

Danke
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01.05.15 4mg Starke Benommenheit mit Schwindelgefühl, erneut Herzstolpern
19.05.15 4mg Benommenheit nimmt ab, Herzstolpern nach wie vor mal mehr mal weniger
29.05.15 3,6mg Keine Symptome
12.06.15 3,4mg Keine Symptome
27.06.15 3 mg
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19.07.15 2mg
25.07.15 2mg Harnwegsinfekt, Antibiose
30.07.15 2mg, depressiv, Unruhe, starke Übelkeit,
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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacin)

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 06.09.15, 19:20

Oh, ich meinte den hier, das ist allerdings eine sehr ausgeprägte medikamentensensibilität:
viewtopic.php?p=105916#p105916
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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacin)

Beitrag von >Miriam< » Montag, 19.10.15, 19:25

Das gibt's ja nicht - endlich finde ich zu dem Thema was!!!!
Ich habe vor längerer Zeit 1 Tablette Avalox genommen (hatte damals schlimme Bronchitis). Kurz nach der Einnahme fingen unglaublich starke Panikattacken, starker Schwindel, Schwitzen, Verschwommensehen und was weiß ich noch alles an. Ich dachte damals ich muss sterben. Meine Eltern haben den Notarzt gerufen und die Ärztin in der Notaufnahme dachte dann, ich hätte einen anaphylaktischen Schock (was es bestimmt nicht war) und "behandelte" mich mit Fenistil und einem weiteren Antibiotikum (ich meine dass das doxycyclin war).
Das war am Abend. Ich weiß nicht mehr wie ich die Nacht (verbrachte ich im Krankenhaus) überstanden habe aber am Mittag des nächsten Tages fing erst der eigentliche Horror an. Unglaubliche Panikattacken (ich war in einem unbrauchbaren Zustand, schaffte es nichtmal zu duschen), so dass ich erneut in die Notaufnahme gebracht wurde. Von dort wurde ich in die akutpsychiatrie gebracht. Kann mich an die darauffolgende woche nicht mehr erinnern. Was ich weiß ist, dass ich davon ein Trauma davongetragen und mich erst nach 2 Jahren erholt habe (von den Attacken, nicht vom Trauma).

Anfangs kamen diese "panikattacken" mehrfach täglich, nach Wochen dann alle paar Tage usw, also die Abstände wurden immer größer. Es waren schreckliche Zwei Jahre. Ich habe seitdem eine ausgeprägte Angst gegen sämtliche Medikamente. Ich nehme - außer des paroxetins - ueberhaupt keine Medikamente, nichtmal Aspirin - weil ich unglaubliche Angst davor habe darauf zu reagieren.
Was genau da bei mir los war wird man wohl nie erfahren. Für die Ärzte war es einfach ein Rückfall in meine Depression mit Angstzuständen.
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Medikation: 2001 - 2003 Lithium und Trimipramin; Insidon war auch mal dabei
Paroxateinnahme seit 2001
Paroxat 2001 bis 2003 60 mg
2003 bis 2007 40 mg, keine Absetzsymptome
2007 bis 2011 20 mg, keine Absetzsymptome!
November 2011 bis Januar 2012 18 mg
Januar 2012 bis Februar 2012 17 mg
Februar bis April 2012 15 mg
April bis September 2012 13,5 mg
September 2012 bis Januar 2013 11,7 mg
Januar bis Februar 2013 10,8 mg
Februar bis März 10 mg Bis hierhin wenig Absetzsymptome
Im April intensiver Rückschlag mit allen Formen der Entzugserscheinungen. Daher Erhöhung im April für 2 Tage auf 15mg (zu viel erhöht, schlimme Nebenwirkungen) und dann wieder für 4 Tage auf 12,5 mg
16.04.13 13,4 mg
Seit 17.04.13 wieder 12,5 mg
02.05.13: Nach kurzer Verbesserung wieder Rückschlag (Welle)
Seit 02.05.13 11,7 mg Warten auf Stabilisierung
Seit 10.05.13 10,8 mg
10.06.13 - 10.07. Ein Auf und Ab...
Seit 10.07.13 wieder viel besser, 19.09.13: immernoch bei 10,8 mg.
21.11.13: 10 mg. Paar Tage schlimme Absetzsymptome - auch bei nur 0,8 mg! Hurra, ich bin auf 10 mg!!!
19. - 21.07.14: Umstieg auf Suspension 10 mg. Nicht vertragen.
Ab 22.07.14 wieder Tablette 10 mg. Mir gings ein paar Wochen schlecht nach dem gescheiterten Umstellungsversuch, dann bis Jan. 2015 zwei üble Wellen. Im Allgemeinen aber schon stabil mit den 10 mg.
Mai 2015: Hänge immernoch bei den 10 mg! :(
Weiss noch nicht, wie ich weiter absetzen soll, da die Tabletten nicht mehr teilbar sind und ich die Suspension nicht vertrage :(
Februar 2016: Immernoch 10 mg. Ich hänge da irgendwie fest
Januar 2018: Immernoch 10 mg.

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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacin)

Beitrag von padma » Montag, 19.10.15, 21:50

hallo Miriam, :)

das ist ja schrecklich, was du da erlebt hast.

Ich habe gerade nachgeschaut, Avalox enthält den Wirkstoff Moxifloxacin, gehört also zu der besagten gefährlichen Gruppe.
Im Beipackzettel werden als mögliche NW sogar Angstzustände, sowie u.a. Depressionen, Halluzinationen und Selbstmordversuche erwähnt. :shock:

Also, ich denke, du weisst jetzt, was damals passiert ist. Von wegen Rückfall :frust: :frust: :frust:

liebe Grüsse,
padma
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Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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6.05.2018: 0,275 mg :schnecke:


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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacin)

Beitrag von >Miriam< » Montag, 19.10.15, 22:10

Wow, danke Padma. Mich würde es nicht wundern, wenn das damals (ist jetzt ca. 12 -14 Jahre her schätze ich) noch nicht im Beipackzettel stand. Die lese ich nämlich immer.
Hurra, das war kein Rückfall, ich hab mir das schon immer gedacht nur geglaubt hat mir keiner. Naja, ist auch einfacher das wieder auf die Psychoschiene zu schieben! Wahnsinn.
Ach schön, dass ich das hier gefunden habe :)
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Mai 2015: Hänge immernoch bei den 10 mg! :(
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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacin)

Beitrag von potatoiv » Mittwoch, 28.10.15, 9:13

Hallo Leute,

ich war im Jänner 2012 in Laos und Kambodscha auf Reisen...wurde dort ziemlich heftig krank ( Fieber, Kopfschmerzen vom Feinsten, Übelkeit, Erbrechen...)...ging dann in Kambodscha in ein Krankenhaus ( es ist ein dritte Welt Land und dementsprechend war es)....bekamm dort Levofloxacin intravenös verabreicht...und als ich wieder rauskam noch einen Haufen Tabletten Levoflox mit, die ich brav zu Ende nahm, wie es die Ärzte dort meinten...mir ging es von Beginn weg sehr schlecht, aber ich dachte es sei die Erkrankung und würde schon wieder werden....in Ö wieder angekommen nahm ich noch immer brav die Tabletten zu Ende....dann kam gleich darauf der Totalzusammenbruch: Zittern am Ganzen Körper, Blutdruck sehr erhöht, einen Ruhepuls von 140 über Wochen hinweg, Angstzustände, Panikattacken, die aber unendlich lange und durchgängig andauernden bis zur völligen Erschöpfung, was natürlich auf lange Sicht in schwere Depressionen geendet hat, Lähmungen linksseitig, Sehstörungen und und und zusätzlich kam dann auch meine doch recht belastete Kindheit mit hoch ...ich hatte soviele Symptome, die kann ich gar nicht alle aufzählen....ich wurde rasch auf die Psychoschiene geschoben und bei mir wurden wild alle möglichen Psychopharmaka ausprobiert ( siehe Signatur) ...ich vertrug sie alle überhaupt nicht und hatte nur Nebenwirkungen vom feinsten, aber keine positive Wirkung...mein Zustand wurde immer hoffnungsloser und elender....

das ist jetzt 3,5 Jahre her....seit ca. einem Jahr weigere ich mich neue Psychopharmaka zu nehmen und schleiche langsam aus...seither geht es ein bisschen bergauf...ich habe das Gefühl, dass mein Körper und mein Geist sich langsam zu erholen beginnt, aber mit vielen Rückfällen....

Ich wünsche euch allen gute Erholung....es war die Hölle, ihr habt mein Mitgefühl.

Alles Liebe,
potatoiv
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Murmelinepadmasonne>Miriam<
Trittico zw. 50 und 300 mg vom 12.2.12-26.2.13
Paroxetin zw. 10 und 20 mg vom 23.3.12-23.4.12
Sertralin zw. 25 und 50 mg vom 3.5.12-4.6.12
Effektin zw. 75 und 150 mg vom 30.5.-4.7.12
Seroquel xr zw. 50 und 200 mg vom 10.7.12-30.6.13
Seropram zw. 5 und 30 mg vom 30.7.12-17.9.12
Deanxit nur 2 Tage Horror-NW
Ixel nur 2 Tage Horror-NW
Fluctine zw. 10 und 20 mg vom 18.9.12-1-10.12
Cipralex zw. 5 und 15 mg vom 2.10.12-7.2.13
Abilify nur 1 Woche Horror-NW
Insidon zw. 50 und 150mg vom 2.3.13-3.10.13
Tolvon zw. 15 und 30 mg vom 22.10.13-13.11.13
Mirtazapin 15 mg vom 25.11.13-30.11.13
Edronax 2 mg ein paar Tage Horror-NW
Lamotrigin 25 mg 1 Woche Horror-NW
Lithium 450 mg 8 Wochen extreme Angstzustände
Depakine 600mg 10.4.13-13.5.14
Lyrica 25 mg depressionsverstärken hoch 10
...alles abgesetzt

Zyprexa 3,75 mg ( 1,5 Tablette 2,5 mg)....seit ca. Dez. 2013
Zyprexa 3,125mg (1,25 Tablette 2,5 mg)....17.4.2015-25.4.2015
Zyprexa 3,75 mg weil es mir so schlecht ging
Zyprexa 3,4375 mg....seit 12.5.2015
Zyprexa 2,5 mg....seit 10.6.2015
Zyprexa 1,25 mg... seit 25.10.2015
Zyprexa 1,88 mg...seit 27.10.2015
Zyprexa 2,5 mg... seit 7.11.2015
Zyprexa 1,875mg...seit 24.4.2017
Zyprexa 1,25mg...seit12.6.2017
Zyprexa 0,625mg...seit 27.4.2018

Kimeta
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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacin)

Beitrag von Kimeta » Mittwoch, 28.10.15, 21:34

Wenn ich das so lese, dann bin ich wirklich sehr glimpflich davon gekommen.

Ich bekam Levofloxacin von einem Arzt, den ich erstmals aufgesucht hatte, aufgrund eines Infekts. Ich war ziemlich schwer betroffen und als es nicht besser wurde, erhielt ich dieses Medikament. Sonst bin ich wirklich immer sehr vorsichtig, aber in dieser Situation war ich zu müde und schwach, also habe ich 5 Tabletten (die ganze Packung) ohne vorherige Recherche genommen. Fast sofort setzte ein bislang noch nie eingetretener, sehr heftiger Juckreiz ein und meine Haut war stellenweise sehr trocken. Das dauerte mehrere Wochen, wurde dann langsam besser und jetzt bin ich in diesem Punkt glücklicherweise wieder ok.

Einige Wochen nach der Einnahme bekam ich Sehnenprobleme, die bis heute nicht besser wurden. Ich habe die Nebenwirkung gemeldet (ich finde das Formular gerade nicht - die Adresse wurde hier mal verlinkt) und auch einen Fragebogen erhalten, man war also an meinem Fall interessiert. Die Angaben muss ein Arzt bestätigen. Aber beide Orthopäden, die ich aufgesucht hatte, haben einen Zusammenhang ausgeschlossen.

Sehnenprobleme stehen im Beipackzettel, sie können bis zu 6 Monaten nach der Einnahme auftreten. Aber es handelt sich offenbar eher um Abrisse vor allem der Achillesferse. Trotzdem meine ich, dass der zeitliche Zusammenhang zwischen der Medikamenteneinnahme und den aufgetretenen Symptomen doch den Verdacht nahelegt, dass es sich um Nebenwirkungen handelt.

Viele Grüße,
Kimeta
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  • Doxepin zur Migräneprophylaxe seit mindestens 2002 in einer Dosierung von 5-10 mg.
  • Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013.
  • Derzeitiger Stand seit 23.10.2017: 2,5 mg
Hintergründe und Absetzverlauf:
► Text zeigen
:schnecke: Mein Thread :schnecke:

Nospie

Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacin)

Beitrag von Nospie » Mittwoch, 25.11.15, 15:52

Hallo,
ich habe im Entzug (ca ein Jahr auf Null) wegen einer Blasenentzündung Ciprofloxacin
genommen,ab da war es ein Weg durch die Hölle.
Ich bin mir sicher,dass ich momentan eine Kombination aus AD-Entzug und Nachwirkungen von Cipro habe.
Hier mal aus unserem Forum:

Beitragvon Breath Easy » Donnerstag, 05.07.12, 13:45
Hallo,
ich habe letzten Monat auch Ciprofloxacin bekommen das hat bei mir die Komplette Psyche durcheinander gewirbelt -es hat mich in den absoluten Entzug gebracht-dieses Antibiotika-nie wieder.

Und hier:

Bei CIPROBAY (Ciprofloxacin) ist bekannt, dass es oft psychiatrische Nebenwirkungen macht: Depressionen, Halluzinationen, Psychotische Zustände aller Art.

Das gilt im Prinzip auch fuer die anderen "-oxacine" (so genannte Gyrasehemmer/Chinolone), nur ist es m.E. bei CIPROBAY besonders auffällig, weil es so oft verwendet wird.

In der Fachinfo steht es als "selten" (siehe auch Beipackzettel, falls vorhanden - oder Gelbe Liste), das halte ich aufgrund eigener Erfahrungen (6 Monate Arbeit auf Urologie) fuer stark untertrieben. Bei uns haben damals so viele Patienten auf CIPROBAY mit psychischen Auffälligkeiten reagiert, dass es nur noch in Ausnahmefällen verwendet wurde.
Alles Gute
-PhilRS.

Und hier noch ein Auszug eines Berichtes der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft
Wissenschaftlicher Fachausschuss der Bundesärztekammer :

In der Fachinformation von Amoxicillin/Clavulansäure werden unter unerwünschten Wirkungen auf das Nervensystem Kopfschmerzen und Schwindel als gelegentlich vorkommend und reversible Hyperaktivität, Angst, Schlaflosigkeit, Verwirrtheit und Aggressionen als sehr selten aufgeführt (2). Während psychotische Reaktionen beispielsweise im Zusammenhang mit Fluorochinolonen, Corticosteroiden und einigen Antimalariamitteln geläufig sind, werden sie aufgrund des sehr seltenen Auftretens im Zusammenhang mit amoxicillinhaltigen Präparaten möglicherweise verkannt. Der Fallbericht aus dem BMJ soll daran erinnern, bei akuten psychotischen Ereignissen unklarer Genese unter Einnahme von Amoxicillin das Antibiotikum als mögliche Ursache in Betracht zu ziehen.
http://www.akdae.de/Arzneimittelsicherh ... 90105.html

Hier tauschen sich Betroffene aus:
http://www.survivingcipro.com/
Die Sammlung könnte man endlos verlängern... :zombie: .
Paßt auf euch auf :!:
LG
Nospie

Schildkroete
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Erfahrungen mit Ciprofloxacin und Ceftriaxon

Beitrag von Schildkroete » Freitag, 29.01.16, 23:23

Ich habe kürzlich wegen einer vermeintlichen Blasenentzündung für 7 Tage Ciprofloxacin genommen. Ich hatte während der Einnahme depressive Symptome (Antriebslosigkeit, Entscheidungsschwierigkeiten, pessimistische, schlechte Stimmung), die ich davor in dieser Form nicht hatte und die danach wieder aufhörten. Ich stufe sie deshalb als Nebenwirkungen des Ciprofloxacin ein.
Ausmaß und Dauer der Symptome waren nicht so dramatisch, dass ich das Ciprofloxacin nicht mehr nehmen würde, wenn es wirklich nötig wäre. Das war es in dem Fall aber nicht (die Blasenentzündung wurde "voreilig" diagnostiziert), worauf ich zukünftig stärker achten werde.

Gravierendere Probleme hatte ich vor einigen Jahren während einer Behandlung mit dem Antibiotikum Ceftriaxon. Da hatte ich leichte Pseudo-Halluzinationen (ich habe real vorhandene Dinge in einer verfremdeten Weise, z. B. stark vergrößert, vor mir gesehen, wobei ich wusste, dass dieser Sinneseindruck nicht "echt" ist), fühlte mich verwirrt und benommen. Das fand ich beängstigend.
Wobei ich auch Ceftriaxon trotzdem wieder nehmen würde, wenn meine Gesundheit sonst bedroht wäre. Was mir damals geholfen hat, war, dass mein Psychiater mir bestätigt hat, dass es sich bei diesen merkwürdigen Erfahrungen um bekannte Nebenwirkungen des Antibiotikums handelt. Dann konnte ich es besser einordnen und besser damit umgehen.

Gruß
Schildkröte
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Diagnose: Depression, in Remission seit 2014
Seit 2003 diverse Antidepressiva, zuletzt (seit 2007) Venlafaxin , wechselnde Dosierungen, zuletzt 75 mg
Außerdem: Einnahme von Schilddrüsenhormon (L-Thyroxin, seit 2009), diverse Nahrungsergänzungsmittel, Antihormontherapie mit Tamoxifen (seit 10/2017)

1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

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Hypeastrum
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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacin)

Beitrag von Hypeastrum » Samstag, 02.04.16, 15:20

Hallo
Auch ich bin ein Levofloxacin Opfer.
Seit meiner Helicobacter Eradikation gehts mir psychisch und physisch nicht gut.
Musste 10Tage lang 2 mal Levofloxacin und ein anderes Antibiotikum nehmen. Während und jetzt nach bald einem Jahr leide ich an Muskelverspannungen. Auch massive Angst- und Panikattacken überfielen und überfallen mich noch. Wurde Depressiv und musste Cipralex nehmen. Ich bin überzeugt ein Fluorchinolon Opfer zu sein. Auch mit der Verdauung habe ich immer noch zu kämpfen. Ich hoffe für uns alle, das dieses Elend mal aufhört. Wie geht es euch heute?
Liebe Grüsse Hypeastrum
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Murmelinepadma
14. 11. 2014
Zum Arzt wegen starken Magenschmerzen. Zuerst Verdacht auf Reizdarm/Reizmagen.
Medikation:
Trittico zum schlafen.
NW Schlaflosigkeit.
Pantoprazol 40 mg 2x tgl.
NW Verstopfung und Verdauungs Probleme.
Trittico nach einer Woche kalt abgesetzt. Keine Probleme.
Bekomme schlimme Angst und Panikattacken.
18. Februar 2015
Magen/Darm Spiegelung mit Biopsie.
Befund: Helicobacter pylori.
Mir gehts psychisch immer schlechter. Versuch mit Johanniskraut 900 mg tgl. Nützt überhaupt nicht.
26.2. - 4.3. 2015
Eradikation mit 2 Antibiotikas, Metronidazol und Co Amoxicilin. Dazu Omeprazol 2 mal tgl. 40 mg.
28.5.2015
Helicobacter immer noch da, nochmals für 10 Tage mit Levofloxacin und Rimactan behandelt. Dazu 2 mal tgl. 40 mg Omeprazol.
Von da an gehts mir :zombie: psychisch immer schlechter. NW sind Weinkrämpfe, Schmerzen im Bauch, Muskelschmerzen, Sehnenschmerzen, bleierne Müdigkeit, Schwindel und Schwäche.
Täglich Angst- und Panikattacken. Temesta (Lorazepam) vom Arzt gegen Panik bekommen. Nach Bedarf genommen. 1/4 - 1/2 Tabl.
Muskelschmerzen nach wie vor sehr schlimm. Meine Ängste werden immer schlimmer. Dadurch massive Verspannung am ganzen Körper.
Kann nicht mehr schlafen. Werde depressiv. Neuropathischen Schmerzen sollen mit Pregabalin behandelt werden. Nach 1Tablette NW sehr schlimm. Übelkeit und Schlaflosigkeit. Setzte sie sofort ab.

6.10. 2015 Cipralex (Escitalopram) Tropfen. Mit 1 Tropfen (1mg) eingeschlichen, jeden zweiten Tag 1Tropfen erhöht. NW Zittrige Hände, Nackenverspannungen, Schlafstörungen. Gähnen, verstopfte Nase.
Psychisch habe ich schon nach drei Tropfen eine Verbesserung gespürt. Bis fünf Tropfen alles i. O. Bei sechs Tropfen antriebslos, sediert, schwindlig total neben mir. Komme nicht mehr aus dem Bett.
Zurück auf 5mg.
Stabil bis 21.2.2016. NW 8,5 kg Gewichtszunahme.
leider zu schnell reduziert :vomit:
21.2.2016 -28.2. 2016 4 Tropfen.
29.2.2016 - 6.3. 2016 3 Tropfen keine Veränderungen.
7.3.2016 -14.3.2016 2 Tropfen
Muskelverspannungen, Augenprobleme, Magen/Darmbeschwerden, Schwindel, Schweissausbrüche, Weinkrämpfe.
14.3. 0 mg
Muskelverspannungen gleichbleibend. Magen/Darm etwas besser. Weinattacken, Ängste, Schwindel, verspannte Muskeln, Übelkeit, Allergien. Fructoseintolerant.
Dank Forum eine kleine Menge eindosiert.

Testete mit einem Zahnstocher den ich drei mal ins Fläschchen gesteckt habe. Nach 2 Stunden frappante Besserung. Mit dieser Mikrodosis habe ich ca. 3 Wochen gut gelebt.
Cipralex ist aufgebraucht.
24.4.2016
0 mg Cipralex. Und es geht mir wieder schlecht. Alle NW sind wieder da.
29.4.2016
4 Zahnstocher. Vermutlich weniger als 1 mg.
NW Schlafstörungen.

Mit Zolpidem (5mg) zwei mal Wöchentlich aufgefangen.

1.5.2016 Zolpidem abgesetzt.
Baldrian 700mg zum schlafen.
25.8.2016

Auf 1mg Escitalopram hochdosiert. NW zu stark.

22.11.2016
1 mg Escitalopram. Wieder Stabil. Weniger "Wellen". Mehr Fenster.

9.1.2017
Mit Wasserlösemethode 10% reduziert.
Wieder mehr Verspannungen, unausgeglichen und weinerlich.
27.3. 0,8 mg Escitalopram.
NW: Schweissausbrüche, manchmal Übel, auf und ab der Gefühle. Schwindel.
Alle drei Wochen 0,2 mg reduziert.
NW gut auszuhalten.
Am 12.5. auf NULL!!!
War schneller als geplant, bin jedoch recht stabil. :party2:

Murmeline
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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacin)

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 12.05.16, 21:50

Die FDA hat eine neue Warnung herausgegeben:

Zitat

The U.S. Food and Drug Administration is advising that the serious side effects associated with fluoroquinolone antibacterial drugs generally outweigh the benefits for patients with sinusitis, bronchitis, and uncomplicated urinary tract infections who have other treatment options. For patients with these conditions, fluoroquinolone should be reserved for those who do not have alternative treatment options.
An FDA safety review has shown that fluoroquinolones when used systemically (i.e. tablets, capsules, and injectable) are associated with disabling and potentially permanent serious side effects that can occur together. These side effects can involve the tendons, muscles, joints, nerves, and central nervous system.

As a result, we are requiring the drug labels and Medication Guides for all fluoroquinolone antibacterial drugs to be updated to reflect this new safety information. We are continuing to investigate safety issues with fluoroquinolones and will update the public with additional information if it becomes available.

http://www.fda.gov/Drugs/DrugSafety/ucm ... ovdelivery
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LinLinapadma
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacin)

Beitrag von Hypeastrum » Freitag, 13.05.16, 14:51

Liebe Murmeline
Danke für den Link. Ja, leider bin ich von diesem Gift geschädigt, und es ist mir manchmal nicht möglich meine Beschwerden vom Absetzen oder als Langzeitschaden vom Levofloxazin zu unterscheiden.
Hab täglich Muskelschmerzen, es ist zum verückt werden.
Lieber Gruss
Hypeastrum
14. 11. 2014
Zum Arzt wegen starken Magenschmerzen. Zuerst Verdacht auf Reizdarm/Reizmagen.
Medikation:
Trittico zum schlafen.
NW Schlaflosigkeit.
Pantoprazol 40 mg 2x tgl.
NW Verstopfung und Verdauungs Probleme.
Trittico nach einer Woche kalt abgesetzt. Keine Probleme.
Bekomme schlimme Angst und Panikattacken.
18. Februar 2015
Magen/Darm Spiegelung mit Biopsie.
Befund: Helicobacter pylori.
Mir gehts psychisch immer schlechter. Versuch mit Johanniskraut 900 mg tgl. Nützt überhaupt nicht.
26.2. - 4.3. 2015
Eradikation mit 2 Antibiotikas, Metronidazol und Co Amoxicilin. Dazu Omeprazol 2 mal tgl. 40 mg.
28.5.2015
Helicobacter immer noch da, nochmals für 10 Tage mit Levofloxacin und Rimactan behandelt. Dazu 2 mal tgl. 40 mg Omeprazol.
Von da an gehts mir :zombie: psychisch immer schlechter. NW sind Weinkrämpfe, Schmerzen im Bauch, Muskelschmerzen, Sehnenschmerzen, bleierne Müdigkeit, Schwindel und Schwäche.
Täglich Angst- und Panikattacken. Temesta (Lorazepam) vom Arzt gegen Panik bekommen. Nach Bedarf genommen. 1/4 - 1/2 Tabl.
Muskelschmerzen nach wie vor sehr schlimm. Meine Ängste werden immer schlimmer. Dadurch massive Verspannung am ganzen Körper.
Kann nicht mehr schlafen. Werde depressiv. Neuropathischen Schmerzen sollen mit Pregabalin behandelt werden. Nach 1Tablette NW sehr schlimm. Übelkeit und Schlaflosigkeit. Setzte sie sofort ab.

6.10. 2015 Cipralex (Escitalopram) Tropfen. Mit 1 Tropfen (1mg) eingeschlichen, jeden zweiten Tag 1Tropfen erhöht. NW Zittrige Hände, Nackenverspannungen, Schlafstörungen. Gähnen, verstopfte Nase.
Psychisch habe ich schon nach drei Tropfen eine Verbesserung gespürt. Bis fünf Tropfen alles i. O. Bei sechs Tropfen antriebslos, sediert, schwindlig total neben mir. Komme nicht mehr aus dem Bett.
Zurück auf 5mg.
Stabil bis 21.2.2016. NW 8,5 kg Gewichtszunahme.
leider zu schnell reduziert :vomit:
21.2.2016 -28.2. 2016 4 Tropfen.
29.2.2016 - 6.3. 2016 3 Tropfen keine Veränderungen.
7.3.2016 -14.3.2016 2 Tropfen
Muskelverspannungen, Augenprobleme, Magen/Darmbeschwerden, Schwindel, Schweissausbrüche, Weinkrämpfe.
14.3. 0 mg
Muskelverspannungen gleichbleibend. Magen/Darm etwas besser. Weinattacken, Ängste, Schwindel, verspannte Muskeln, Übelkeit, Allergien. Fructoseintolerant.
Dank Forum eine kleine Menge eindosiert.

Testete mit einem Zahnstocher den ich drei mal ins Fläschchen gesteckt habe. Nach 2 Stunden frappante Besserung. Mit dieser Mikrodosis habe ich ca. 3 Wochen gut gelebt.
Cipralex ist aufgebraucht.
24.4.2016
0 mg Cipralex. Und es geht mir wieder schlecht. Alle NW sind wieder da.
29.4.2016
4 Zahnstocher. Vermutlich weniger als 1 mg.
NW Schlafstörungen.

Mit Zolpidem (5mg) zwei mal Wöchentlich aufgefangen.

1.5.2016 Zolpidem abgesetzt.
Baldrian 700mg zum schlafen.
25.8.2016

Auf 1mg Escitalopram hochdosiert. NW zu stark.

22.11.2016
1 mg Escitalopram. Wieder Stabil. Weniger "Wellen". Mehr Fenster.

9.1.2017
Mit Wasserlösemethode 10% reduziert.
Wieder mehr Verspannungen, unausgeglichen und weinerlich.
27.3. 0,8 mg Escitalopram.
NW: Schweissausbrüche, manchmal Übel, auf und ab der Gefühle. Schwindel.
Alle drei Wochen 0,2 mg reduziert.
NW gut auszuhalten.
Am 12.5. auf NULL!!!
War schneller als geplant, bin jedoch recht stabil. :party2:

Nospie

Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacin)

Beitrag von Nospie » Mittwoch, 18.05.16, 13:33

Hallo,
Hypeastrum hat geschrieben: Ja, leider bin ich von diesem Gift geschädigt, und es ist mir manchmal nicht möglich meine Beschwerden vom Absetzen oder als Langzeitschaden vom Levofloxazin zu unterscheiden.
Geht mir ganz ähnlich.

Ich habe Ciprofloxacin nach einem Jahr auf Null genommen: Hölle!
Wenn ich das Zeug nicht genommen hätte,würde es mir jetzt besser gehen,da bin ich mir sicher.
Auch die extreme Gewichtsabnahme bei mir ,kam erst nach Cipro,genau wie Halluzinationen,massiv verstärkte
Histaminintoleranz und eine Vulvodynie (da bin ich nicht die einzige Frau,hab' mich mal schlau gemacht :vomit: ).
Es gibt da eine Seite:
https://ciprohilfe.wordpress.com/
Auf facebook gibt es auch eine Gruppe (oder mehrere ?).
In US -Foren waren die meisten nach ca 2 Jahren "durch",aber wie es in Kombination mit AD-Entzug und F.Chinolonen ist
liest man eher selten.
Auf surviving antidepressants gibt es wohl Betroffene.
Na ja,hinterher ist man immer schlauer :cry: .
LG
Nospie

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