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Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacine)

Das Absetzen von Psychopharmaka bedeutet oft eine Herausforderung für Körper und Seele. Bestimmte Beschwerden können verstärkt werden oder auch erstmals auftreten. Hier finden sich Infos und Diskussionen zu entzugsbedingten Gesundheitsthemen.
Jamie
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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacine)

Beitrag von Jamie » Freitag, 23.09.16, 19:42

Hallo potatoiv,

das freut mich wirklich zu lesen - gut, auch mal etwas Positives zu vernehmen und es macht allen Betroffenen immer sooo viel Mut :) .
Ich drücke dir ganz feste die Daumen, dass sich weiterhin schrittchenweise alles zusammenfügt und bessert :fly: .

Meine ganz große Bitte wäre, dass du uns ab und an noch Bericht erstattest, wie es dir ergeht, wenn das möglich wäre (?) :)
Wir sind ganz dringend auch auf Heilungsverläufe nach 0mg angewiesen [ich weiß, Zyprexa ist noch dran]. Wir würden uns sehr über updates von dir freuen. :group:

Wünsche ein schönes Wochenende
Jamie
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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacine)

Beitrag von potatoiv » Samstag, 24.09.16, 6:15

Hallo Jamie,

ja werde ich machen....gerne sogar....hätte auch immer gerne was positives gelesen....und klar ein Schritt fehlt noch....aber jetzt hab ich schon soviel geschafft, muss ich da auch noch durch....

Alles liebe,
potatoiv
Trittico zw. 50 und 300 mg vom 12.2.12-26.2.13
Paroxetin zw. 10 und 20 mg vom 23.3.12-23.4.12
Sertralin zw. 25 und 50 mg vom 3.5.12-4.6.12
Effektin zw. 75 und 150 mg vom 30.5.-4.7.12
Seroquel xr zw. 50 und 200 mg vom 10.7.12-30.6.13
Seropram zw. 5 und 30 mg vom 30.7.12-17.9.12
Deanxit nur 2 Tage Horror-NW
Ixel nur 2 Tage Horror-NW
Fluctine zw. 10 und 20 mg vom 18.9.12-1-10.12
Cipralex zw. 5 und 15 mg vom 2.10.12-7.2.13
Abilify nur 1 Woche Horror-NW
Insidon zw. 50 und 150mg vom 2.3.13-3.10.13
Tolvon zw. 15 und 30 mg vom 22.10.13-13.11.13
Mirtazapin 15 mg vom 25.11.13-30.11.13
Edronax 2 mg ein paar Tage Horror-NW
Lamotrigin 25 mg 1 Woche Horror-NW
Lithium 450 mg 8 Wochen extreme Angstzustände
Depakine 600mg 10.4.13-13.5.14
Lyrica 25 mg depressionsverstärken hoch 10
...alles abgesetzt

Zyprexa 3,75 mg ( 1,5 Tablette 2,5 mg)....seit ca. Dez. 2013
Zyprexa 3,125mg (1,25 Tablette 2,5 mg)....17.4.2015-25.4.2015
Zyprexa 3,75 mg weil es mir so schlecht ging
Zyprexa 3,4375 mg....seit 12.5.2015
Zyprexa 2,5 mg....seit 10.6.2015
Zyprexa 1,25 mg... seit 25.10.2015
Zyprexa 1,88 mg...seit 27.10.2015
Zyprexa 2,5 mg... seit 7.11.2015
Zyprexa 1,875mg...seit 24.4.2017
Zyprexa 1,25mg...seit12.6.2017
Zyprexa 0,625mg...seit 27.4.2018

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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacine)

Beitrag von Annanas » Samstag, 24.09.16, 9:44

Hallo potatoiv :) ,
danke dir auch für deinen Bericht und meinen vollsten Respekt, wie du dich aus der Medikamentenhölle
befreist - hast wirklich schon sehr viel geschafft :party2: !

Weiterhin viel Erfolg u. wie Jamie :) schon schrieb, wäre es schön, wieder etwas von dir zu
lesen - dankeschön!

Liebe Grüße von Anna
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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28.01.2018 30. Red. 1 mg auf 6 mg - wegen starker Beschwerden am 02.02. auf 6,3 mg aufdosiert
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Ichkannnichtmehr1994
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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacine)

Beitrag von Ichkannnichtmehr1994 » Montag, 17.10.16, 16:49

Auch ich reihe mich hier ein - leider. Ich leide seit 3 Monaten massiv unter den psychischen Auswirkungen von Ciprofloxacin - dem Teufelszeug. Hier Teile meines Hauptbeitrages, welchen ich in der Vorstellungsrunde gepostet habe. Das Schlimmste ist die extreme Schlaflosigkeit, gefolgt von heftigen Sehstörungen und keinem Hunger- und Freudengefühl mehr. Eine Besserung ist bisher nicht aufgetreten und ich muss Mirtazapin und Lyrica nehmen um wenigstens ein bisschen Ruhe zu bekommen.

"(...) Ich bekam dann Mitte Juli einen Harnwegsinfekt (jedenfalls dachte mein Arzt das) und musste dann das Antibiotikum Ciprofloxacin nehmen.

Ich bekam am selben Tag Rückenschmerzen und sollte dann deswegen noch Schmerzmittel nehmen.
Ab dieser Kombination veränderte sich mein Leben. Ich hatte eine Art Psychose, immer wenn ich versucht habe einzuschlafen sah ich Horrorfratzen. Ich wusste nicht dass es von den Medikamten kam (sehr dumm von mir im Nachhinein, wovon sollte es sonst kommen, ich hatte nie Schlafprobleme oder psychische Probleme) und bekam Angst und ging ins Krankenhaus.
Mein nächster Fehler. Ich hätte wissen müssen dass man deswegen nicht ind Krankenhaus geht.

Dort bekam ich nur noch mehr Schmerzmittel (auch intravenös) und Schlaftabletten (Zopiclon). Die ließ mich dann endlich für ein paar Stunden schlafen. Ich bekam plötzlich am nächsten Tag Sehprobleme (Glasfasern sehen, Blitze sehen, verschwommen sehen) und mein Bein fing schrecklich an zu zittern (Tremor). Die Ärzte untersuchten mich, es sei alles in Ordnung und das käme alles vom Schlafmangel. Ich glaubte das alles natürlich.

Dass das alles durch die Medikamente ausgelöst wurde, auf die Idee kam keiner. Ich entwickelte einen Tunnelblick und konnte nicht mehr schlafen, auch mit Zopiclon nicht mehr. Ich wurde dann nach 3 Tagen entlassen, in meinem Bericht stand "beschwerdefrei" obwohl dem definitiv nicht so wahr. Wieder zu Hause angekommen dachte ich, es kann ja nur besser werden. Fehlanzeige. Trotz zahlreicher Arztbesuche inkl. Schädel MRT ohne Befunde, einem zweiwöchigem Urlaub, einem geregelten Tagesablauf mit Hobbies und Freunden keine Besserung.

Seit 3 Monaten lebe ich die Hölle auf Erden. Mein Leben davor war so perfekt. Ich habe alles genauso eingenommen wie ärztlich verordnet.
Ich habe seit 3 Monaten folgende Symptome permanent: totale Schlaflosigkeit trotz Medikamenten, extreme Sehstörung (Augenarzt findet nichts), kein Hungergefühl mehr. Deswegen bin ich auch depressiv, habe keine Lebensfreude mehr an nichts und kein Interesse mehr. Allerdings ist diese Depression FOLGE aus den ganzen Dingen die ich tagtäglich ertragen muss und die passiert sind und nicht die URSACHE wie es gerne behauptet wird von den Ärzten, ich war vorher glücklich und ich kenne meinen Körper ja am besten und merke ja das auf einmal alles nicht mehr stimmt.

Es ist so deprimierend. Von heute auf morgen so eine große Einbuße an Lebensqualität. Ich habe immer auf meine Gesundheit geachtet, hatte nie etwas. Trinke nichtmals Alkohol, und erst recht keine illegalen Drogen. Da nimmt man einmal vom Arzt verordnete Sachen und hat direkt solche heftigen Schäden. Es fühlt sich so an als ob ich nichts mehr hätte. Es geht nun schon ein Vierteljahr so und nichts bessert sich. Objektiv habe ich alles (Freunde, Familie, Hobbies, Interessen, gute Studienleistungen), subjektiv aber nichts (keinen Schlaf, Sehstörungen, keinen Hunger, keine Freude).

Letztendlich bin ich dann zum Psychiater gegangen weil alle Ärzte meinten mein Problem wäre psychisch...
Der diagnostizierte eine Angststörung und gab mir ein Antidepressivum (Mirtazapin erst 15mg vorm Schlafen, dann weil es nur die erste Nacht gewirkt hat erhöht auf 30mg vorm Schlafen) und als das nicht half zusätzlich ein Antiepileptikum (Pregabalin/Lyrica erst 50mg vorm Schlafen und dann 75mg bei Bedarf 100mg vorm Schlafen weil ich es auch nur die erste Nacht wirklich wirkte und dann sollte ich wegen der Sorgen tagsüber auch morgens und mittags je 25mg nehmen) auch gegen Angststörung eingesetzt wird zum Schlafen.
Er meint es wäre alles meine Anspannung und Angst.

Ich gebe zu, ich war immer ein ängstlicher Mensch, aber schlafen konnte ich immer, selbst als beispielsweise Verwandte gestorben sind. Auch Angstgestörte werden müde und schlafen irgendwann ein. Natürlich googelte ich auch mal die Medikamente die ich einnahm in der Zwischenzeit. Dann wurde mir alles klar. Über Ciprofloxacin liest man nur Horrorgeschichten. Erst dachte ich, lass dich davon nicht noch mehr runterziehen. Im Internet steht viel Mist. Aber es macht alles Sinn. Kein Arzt kann mir meine Symptome erklären und es kam alles genau mit der Einnahme der Mittel. Vor allem in Kombination mit den Mitteln die ich dazu AUF ÄRZTLICHE ANWEISUNG hin nahm soll es neurotoxisch wirken. Sprich, ich gehe davon aus dass irgendwas zerstört wurde was mich nicht mehr schlafen lässt und was auch die extremen Sehstörungen verursacht. Ich denke das fehlende Hungergefühl ist weil ich mich so verloren fühle. Genau wissen tue ich es aber nicht. Ich merke nur dass es einfach fehlt. Habe früher so gerne gegessen...

Das Doofe ist, dass mir mit diesen Problemen keiner helfen kann. Ich stehe damit komplett alleine da, denn obwohl die verheerenden teils irreversiblen Nebenwirkungen wissenschaftlich lange bekannt sind gibt es keinerlei Behandlung und viele Ärzte schieben es auf die Psyche, so wie bei mir. Denn die Schäden sind im MRT oder ähnlichen Untersuchungen nicht sichtbar, da es auf neuronaler Ebene ist.
Ich muss Tag für Tag damit leben und habe absolut 0 Garantie ob sich das jemals bessern wird. Im Internet gibt es ein Selbsthilfeforum für Betroffene, allerdings gibt es auch dort kein Rezept für Heilung. Dem einen hat das geholfen, dem anderen das. Dort steht auch dass die Nebenwirkungen in Schüben kommen und dann besser werden. Allerdings ist es bei mir nichtmals ein bisschen besser geworden, deswegen gehe ich von einer nachhaltigen Schädigung aus. Vor diesen nachhaltigen Schäden wird vor allem auch in den USA gewarnt, viele wurden durch die Medikamente behindert.

Mein Studium was mir mal viel bedeutet hat ist gefährdet, ich kann seit der Sache nicht mehr funktionieren. Wegen der Sehstörung kann ich nichtmals lesen was in den Vorlesungspräsentationen steht. Der chronische Schlafmangel zermürbt mich psychisch. Alle fragen warum ich in der Mensa nichts mehr esse und warum ich so blass bin.

Habe alle konventionellen Schlaftipps probiert, nichts hilft. Nichtmals im Urlaub konnte ich schlafen.
Durch ein Antidepressivum und ein Antiepileptikum bekomme ich zur Zeit abgehakten Schlaf von ein paar Minuten immer jeweils. Früher habe ich IMMER durchgeschlafen, 21 Jahre lang nichtmals nachts auf Klo. Ohne die Mittel, die ich partout nicht gerne nehme, würde ich GARNICHT schlafen. Es ist kein Leben mehr, sondern ein schlechtes Überleben. Und keine Aussicht auf Besserung.
Ich werde wohl nie mehr erholsam schlafen, geschweige denn ohne Chemie schlafen. Und das mit Anfang 20. Ich habe seit 3 Monaten nicht eine Nacht richtig durchgeschlafen, geschweige denn ohne Medikamente geschlafen. Alles sehr bitter. Die Mittel verlieren auch extrem schnell immer an Wirkung und ich muss stets die Dosis erhöhen.
Die erste Nacht halbwegs schnell einschlafen nach Dosiserhöhung und nur 1-2 mal wach in der Nacht... dann die nächste Nacht wieder katastrophal. Als ob mein Körper nicht mehr in der Lage ist einzuschlafen. Der Kopf bleibt einfach an. Undzwar JEDE Nacht. Und wenn ich mal schlafe, extrem reale Träume, extrem kurze Schlafdauer und nicht erholsam. Kann nicht sagen ob wach oder geschlafen, kommt mir immer so vor als ob ich gadnich geschlafen habe. Ich hatte das früher nie, war immer so erholsam der Schlaf. Mind. 8 Stunden, ohne Aufwachen, dann immer erfrischt und fit aufgestanden. Jetzt komme ich wegen der Müdigkeit nicht hoch, so kenne ich mich garnicht. Das ist doch alles nicht normal.
Ich weiß nicht mehr weiter. Wie stellen meine Ärzte sich das auch vor? Ich kann ja nicht unendlich erhöhen... Es ist eine Einbahnstraße... Wenn ich die Mittel mal absetze werde ich Entzugserscheinungen bekommen, vor denen es mir auch schon graut.

Ich kann nicht mehr. Ich weiß nicht mehr weiter. Ich leide, jeden Tag und jede Nacht.
Nachts macht mein Gehirn einfach nicht aus. Der Schlaf kommt einfach nicht, es passiert einfach nicht. Tagsüber erinnert mich die permanente Sehstörung ständig an mein Leid, daran dass etwas nicht stimmt. Keine Freude mehr am Essen, kein Hunger- und Sättigungsgefühl mehr. Ich hatte nie Probleme, nicht psychisch und nicht physisch, die Umstellung von heute alles gut und morgen alles katastrophal ist viel zu heftig... Ich habe keine Ahnung wie lange ich das noch aushalten muss, soll und kann. Die Vorstellung dass ich für immer so leben muss und es nie mehr so gut wird wie es mal war macht mich so unglaublich fertig. Nichtmals Valium 5mg hat bei mir nach 3 schlaflosen Nächten Schlaf erzeugt.
Deswegen habe ich Valium auch nur einmal genommen und dann nie wieder. Es ist so extrem. Das Nicht mehr fähig sein zu schlafen ist das Schlimmste an der ganzen Sache. (...)"
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LG,
Laura
__________________________________________________________________________________________________________________________

Leide unter totaler Schlaflosigkeit seit dem 21. Juli 2016, zusätzlich schlimme Sehstörungen, kein Hunger- und Freudengefühl mehr und die dadurch entstandenen Ängste :cry:

Grund: Einnahme von Ciprofloxacin, Schmerz- und Schlafmitteln auf ärztlicher Anweisung hin und OHNE wirkliche Indikation :evil:

Somit widerwilliger Beginn meiner "Psychopharmaka-Karriere" :cry:

Ab 01.09.2016 wegen der zermürbenden Schlaflosigkeit Mirtazapin 15mg zum Schlafen
Ab 30.09.2016 verdoppelt auf Mirtazapin 30mg zum Schlafen da Wirkung nicht mehr vorhanden
Ab 07.10.2016 zusätzlich Pregabalin/Lyrica 50mg zum Schlafen
Ab 13.10.2016 morgens und mittags 25mg Pregabalin/Lyrica (gegen die entstandenen Ängste tagsüber) und abends 75mg zum Schlafen zusätzlich zum Mirtazapin 30mg
Ab 17.10.2016 morgens und mittags 25mg Pregabalin/Lyrica (gegen die entstandenen Ängste tagsüber) und abends 100mg zum Schlafen zusätzlich zum Mirtazapin 30mg

Hypeastrum
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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacine)

Beitrag von Hypeastrum » Dienstag, 18.10.16, 18:52

Liebe Laura
Es tut mir soo leid deine Geschichte zu lesen.
Diese Fluorchinolone sind wirklich Teufelszeug.
Bei mir sind es nun 16. Monate seither. Ich habe immer noch Probleme, besonders Muskulär. Anfangs konnte ich auch nicht schlafen, nur mit Zolpidem. Habe sie aber bald nicht mehr genommen, da ich nur 2 Stunden am Stück schlafen konnte. Aber immerhin. Man ist ja für jede Stunde dankbar. Keinen Schlaf zu finden ist Folter. Es tut mir sehr leid für dich und macht mich sehr betroffen. Aber ich möchte dich ermutigen, es kommt sicher besser. Vielleicht helfen dir Baldrian oder Passionsblume zur Beruhigung. Bei mir greift Baldrian mittlerweile gut. Musste es aber lange nehmen um einen Spiegel zu bekommen. Ich kann dich nur ermutigen die Hoffnung nicht zu verlieren. Es wird sicher besser werden. Und die Wellen werden nicht mehr so oft kommen.
Ich wünsche dir von Herzen guten Schlaf und Heilung von den Nebenwirkungen
Es grüsst dich herzlich
Hypeastrum
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LinLinapadmaMurmeline
14. 11. 2014
Zum Arzt wegen starken Magenschmerzen. Zuerst Verdacht auf Reizdarm/Reizmagen.
Medikation:
Trittico zum schlafen.
NW Schlaflosigkeit.
Pantoprazol 40 mg 2x tgl.
NW Verstopfung und Verdauungs Probleme.
Trittico nach einer Woche kalt abgesetzt. Keine Probleme.
Bekomme schlimme Angst und Panikattacken.
18. Februar 2015
Magen/Darm Spiegelung mit Biopsie.
Befund: Helicobacter pylori.
Mir gehts psychisch immer schlechter. Versuch mit Johanniskraut 900 mg tgl. Nützt überhaupt nicht.
26.2. - 4.3. 2015
Eradikation mit 2 Antibiotikas, Metronidazol und Co Amoxicilin. Dazu Omeprazol 2 mal tgl. 40 mg.
28.5.2015
Helicobacter immer noch da, nochmals für 10 Tage mit Levofloxacin und Rimactan behandelt. Dazu 2 mal tgl. 40 mg Omeprazol.
Von da an gehts mir :zombie: psychisch immer schlechter. NW sind Weinkrämpfe, Schmerzen im Bauch, Muskelschmerzen, Sehnenschmerzen, bleierne Müdigkeit, Schwindel und Schwäche.
Täglich Angst- und Panikattacken. Temesta (Lorazepam) vom Arzt gegen Panik bekommen. Nach Bedarf genommen. 1/4 - 1/2 Tabl.
Muskelschmerzen nach wie vor sehr schlimm. Meine Ängste werden immer schlimmer. Dadurch massive Verspannung am ganzen Körper.
Kann nicht mehr schlafen. Werde depressiv. Neuropathischen Schmerzen sollen mit Pregabalin behandelt werden. Nach 1Tablette NW sehr schlimm. Übelkeit und Schlaflosigkeit. Setzte sie sofort ab.

6.10. 2015 Cipralex (Escitalopram) Tropfen. Mit 1 Tropfen (1mg) eingeschlichen, jeden zweiten Tag 1Tropfen erhöht. NW Zittrige Hände, Nackenverspannungen, Schlafstörungen. Gähnen, verstopfte Nase.
Psychisch habe ich schon nach drei Tropfen eine Verbesserung gespürt. Bis fünf Tropfen alles i. O. Bei sechs Tropfen antriebslos, sediert, schwindlig total neben mir. Komme nicht mehr aus dem Bett.
Zurück auf 5mg.
Stabil bis 21.2.2016. NW 8,5 kg Gewichtszunahme.
leider zu schnell reduziert :vomit:
21.2.2016 -28.2. 2016 4 Tropfen.
29.2.2016 - 6.3. 2016 3 Tropfen keine Veränderungen.
7.3.2016 -14.3.2016 2 Tropfen
Muskelverspannungen, Augenprobleme, Magen/Darmbeschwerden, Schwindel, Schweissausbrüche, Weinkrämpfe.
14.3. 0 mg
Muskelverspannungen gleichbleibend. Magen/Darm etwas besser. Weinattacken, Ängste, Schwindel, verspannte Muskeln, Übelkeit, Allergien. Fructoseintolerant.
Dank Forum eine kleine Menge eindosiert.

Testete mit einem Zahnstocher den ich drei mal ins Fläschchen gesteckt habe. Nach 2 Stunden frappante Besserung. Mit dieser Mikrodosis habe ich ca. 3 Wochen gut gelebt.
Cipralex ist aufgebraucht.
24.4.2016
0 mg Cipralex. Und es geht mir wieder schlecht. Alle NW sind wieder da.
29.4.2016
4 Zahnstocher. Vermutlich weniger als 1 mg.
NW Schlafstörungen.

Mit Zolpidem (5mg) zwei mal Wöchentlich aufgefangen.

1.5.2016 Zolpidem abgesetzt.
Baldrian 700mg zum schlafen.
25.8.2016

Auf 1mg Escitalopram hochdosiert. NW zu stark.

22.11.2016
1 mg Escitalopram. Wieder Stabil. Weniger "Wellen". Mehr Fenster.

9.1.2017
Mit Wasserlösemethode 10% reduziert.
Wieder mehr Verspannungen, unausgeglichen und weinerlich.
27.3. 0,8 mg Escitalopram.
NW: Schweissausbrüche, manchmal Übel, auf und ab der Gefühle. Schwindel.
Alle drei Wochen 0,2 mg reduziert.
NW gut auszuhalten.
Am 12.5. auf NULL!!!
War schneller als geplant, bin jedoch recht stabil. :party2:

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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacine)

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 01.12.16, 21:03

Es gibt eine Petition: Beschlussfassung über Fluorchinolon-Antibiotika vom 12.11.2016, die man zeichnen kann.
Text der Petition
Der Deutsche Bundestag möge für Fluorchinolon Antibiotika folgendes beschließen:

1. Einsatz nur in lebensbedrohenden Situationen
2. Ein eigenständiges Krankheitsbild für Fluorchinolon-Nebenwirkungen
3. Ein deutliches Warnsymbol für Verpackungen
4. Aktualisierung der Beipackzettel
5. Rote-Hand Briefe für alle Fluorchinolone
6. Hilfe für Geschädigte, Grundlagenforschung
7. Überprüfung von § 5 und § 69 Arzneimittelgesetz in Bezug auf Fluorchinolon-Nebenwirkungen
Man muss sich registrieren und persönliche Adressdaten herausgeben, allerdings kann man anklicken, dass man nicht namentlich aufgeführt wird. Man erhält dann noch eine Bestätigungsmail, die man klicken muss, damit die Stimme gezählt wird.
https://epetitionen.bundestag.de/conten ... 68479.html
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacine)

Beitrag von Hypeastrum » Donnerstag, 01.12.16, 21:33

Danke Murmeline
Das war schon lange nötig.
Hoffe das die Chinolongeschädigten endlich Gehör finden.

Leider bei uns in der Schweiz noch immer kein Thema. Finde nirgends Infos auf Schweizer Seiten.

Liebe Grüsse
Hypeastrum
14. 11. 2014
Zum Arzt wegen starken Magenschmerzen. Zuerst Verdacht auf Reizdarm/Reizmagen.
Medikation:
Trittico zum schlafen.
NW Schlaflosigkeit.
Pantoprazol 40 mg 2x tgl.
NW Verstopfung und Verdauungs Probleme.
Trittico nach einer Woche kalt abgesetzt. Keine Probleme.
Bekomme schlimme Angst und Panikattacken.
18. Februar 2015
Magen/Darm Spiegelung mit Biopsie.
Befund: Helicobacter pylori.
Mir gehts psychisch immer schlechter. Versuch mit Johanniskraut 900 mg tgl. Nützt überhaupt nicht.
26.2. - 4.3. 2015
Eradikation mit 2 Antibiotikas, Metronidazol und Co Amoxicilin. Dazu Omeprazol 2 mal tgl. 40 mg.
28.5.2015
Helicobacter immer noch da, nochmals für 10 Tage mit Levofloxacin und Rimactan behandelt. Dazu 2 mal tgl. 40 mg Omeprazol.
Von da an gehts mir :zombie: psychisch immer schlechter. NW sind Weinkrämpfe, Schmerzen im Bauch, Muskelschmerzen, Sehnenschmerzen, bleierne Müdigkeit, Schwindel und Schwäche.
Täglich Angst- und Panikattacken. Temesta (Lorazepam) vom Arzt gegen Panik bekommen. Nach Bedarf genommen. 1/4 - 1/2 Tabl.
Muskelschmerzen nach wie vor sehr schlimm. Meine Ängste werden immer schlimmer. Dadurch massive Verspannung am ganzen Körper.
Kann nicht mehr schlafen. Werde depressiv. Neuropathischen Schmerzen sollen mit Pregabalin behandelt werden. Nach 1Tablette NW sehr schlimm. Übelkeit und Schlaflosigkeit. Setzte sie sofort ab.

6.10. 2015 Cipralex (Escitalopram) Tropfen. Mit 1 Tropfen (1mg) eingeschlichen, jeden zweiten Tag 1Tropfen erhöht. NW Zittrige Hände, Nackenverspannungen, Schlafstörungen. Gähnen, verstopfte Nase.
Psychisch habe ich schon nach drei Tropfen eine Verbesserung gespürt. Bis fünf Tropfen alles i. O. Bei sechs Tropfen antriebslos, sediert, schwindlig total neben mir. Komme nicht mehr aus dem Bett.
Zurück auf 5mg.
Stabil bis 21.2.2016. NW 8,5 kg Gewichtszunahme.
leider zu schnell reduziert :vomit:
21.2.2016 -28.2. 2016 4 Tropfen.
29.2.2016 - 6.3. 2016 3 Tropfen keine Veränderungen.
7.3.2016 -14.3.2016 2 Tropfen
Muskelverspannungen, Augenprobleme, Magen/Darmbeschwerden, Schwindel, Schweissausbrüche, Weinkrämpfe.
14.3. 0 mg
Muskelverspannungen gleichbleibend. Magen/Darm etwas besser. Weinattacken, Ängste, Schwindel, verspannte Muskeln, Übelkeit, Allergien. Fructoseintolerant.
Dank Forum eine kleine Menge eindosiert.

Testete mit einem Zahnstocher den ich drei mal ins Fläschchen gesteckt habe. Nach 2 Stunden frappante Besserung. Mit dieser Mikrodosis habe ich ca. 3 Wochen gut gelebt.
Cipralex ist aufgebraucht.
24.4.2016
0 mg Cipralex. Und es geht mir wieder schlecht. Alle NW sind wieder da.
29.4.2016
4 Zahnstocher. Vermutlich weniger als 1 mg.
NW Schlafstörungen.

Mit Zolpidem (5mg) zwei mal Wöchentlich aufgefangen.

1.5.2016 Zolpidem abgesetzt.
Baldrian 700mg zum schlafen.
25.8.2016

Auf 1mg Escitalopram hochdosiert. NW zu stark.

22.11.2016
1 mg Escitalopram. Wieder Stabil. Weniger "Wellen". Mehr Fenster.

9.1.2017
Mit Wasserlösemethode 10% reduziert.
Wieder mehr Verspannungen, unausgeglichen und weinerlich.
27.3. 0,8 mg Escitalopram.
NW: Schweissausbrüche, manchmal Übel, auf und ab der Gefühle. Schwindel.
Alle drei Wochen 0,2 mg reduziert.
NW gut auszuhalten.
Am 12.5. auf NULL!!!
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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacine)

Beitrag von Murmeline » Freitag, 02.12.16, 9:00

Hallo Hypeastrum,

ja, das ist ein Anfang, allerdings müssen wohl 50.000 Stimmen für ein Quorum erreicht werden und es sind erst 55 (gibt es aber auch erst seit wenigen Tagen).

Man kann auch aus der Schweiz zeichnen, meine ich. Zumindest kann man diverse Herkunftsländer auswählen, wenn man sich anmeldet. Ich würde es versuchen - und dann Freunde und Bekannte motivieren :)

Murmeline
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Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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Jamie
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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacine)

Beitrag von Jamie » Freitag, 02.12.16, 11:39

Hallo,

schade, dass die Petition nicht auf campact, change.org etc steht.
Ich fürchte, so wird sie niemals die 50.000 erforderlichen Stimmen bekommen, zumal die Registrierung auch eher umständlich ist.
Ich habe trotzdem mitgemacht und versuche Werbung dafür zu machen.

Grüße
Jamie
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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacine)

Beitrag von Hypeastrum » Freitag, 02.12.16, 13:35

Hallo ihr Lieben
Da werde ich mich doch registrieren.

Danke für den Link.

Ganz schönes Wochenende.

Liebe Grüsse
Hypeastrum
14. 11. 2014
Zum Arzt wegen starken Magenschmerzen. Zuerst Verdacht auf Reizdarm/Reizmagen.
Medikation:
Trittico zum schlafen.
NW Schlaflosigkeit.
Pantoprazol 40 mg 2x tgl.
NW Verstopfung und Verdauungs Probleme.
Trittico nach einer Woche kalt abgesetzt. Keine Probleme.
Bekomme schlimme Angst und Panikattacken.
18. Februar 2015
Magen/Darm Spiegelung mit Biopsie.
Befund: Helicobacter pylori.
Mir gehts psychisch immer schlechter. Versuch mit Johanniskraut 900 mg tgl. Nützt überhaupt nicht.
26.2. - 4.3. 2015
Eradikation mit 2 Antibiotikas, Metronidazol und Co Amoxicilin. Dazu Omeprazol 2 mal tgl. 40 mg.
28.5.2015
Helicobacter immer noch da, nochmals für 10 Tage mit Levofloxacin und Rimactan behandelt. Dazu 2 mal tgl. 40 mg Omeprazol.
Von da an gehts mir :zombie: psychisch immer schlechter. NW sind Weinkrämpfe, Schmerzen im Bauch, Muskelschmerzen, Sehnenschmerzen, bleierne Müdigkeit, Schwindel und Schwäche.
Täglich Angst- und Panikattacken. Temesta (Lorazepam) vom Arzt gegen Panik bekommen. Nach Bedarf genommen. 1/4 - 1/2 Tabl.
Muskelschmerzen nach wie vor sehr schlimm. Meine Ängste werden immer schlimmer. Dadurch massive Verspannung am ganzen Körper.
Kann nicht mehr schlafen. Werde depressiv. Neuropathischen Schmerzen sollen mit Pregabalin behandelt werden. Nach 1Tablette NW sehr schlimm. Übelkeit und Schlaflosigkeit. Setzte sie sofort ab.

6.10. 2015 Cipralex (Escitalopram) Tropfen. Mit 1 Tropfen (1mg) eingeschlichen, jeden zweiten Tag 1Tropfen erhöht. NW Zittrige Hände, Nackenverspannungen, Schlafstörungen. Gähnen, verstopfte Nase.
Psychisch habe ich schon nach drei Tropfen eine Verbesserung gespürt. Bis fünf Tropfen alles i. O. Bei sechs Tropfen antriebslos, sediert, schwindlig total neben mir. Komme nicht mehr aus dem Bett.
Zurück auf 5mg.
Stabil bis 21.2.2016. NW 8,5 kg Gewichtszunahme.
leider zu schnell reduziert :vomit:
21.2.2016 -28.2. 2016 4 Tropfen.
29.2.2016 - 6.3. 2016 3 Tropfen keine Veränderungen.
7.3.2016 -14.3.2016 2 Tropfen
Muskelverspannungen, Augenprobleme, Magen/Darmbeschwerden, Schwindel, Schweissausbrüche, Weinkrämpfe.
14.3. 0 mg
Muskelverspannungen gleichbleibend. Magen/Darm etwas besser. Weinattacken, Ängste, Schwindel, verspannte Muskeln, Übelkeit, Allergien. Fructoseintolerant.
Dank Forum eine kleine Menge eindosiert.

Testete mit einem Zahnstocher den ich drei mal ins Fläschchen gesteckt habe. Nach 2 Stunden frappante Besserung. Mit dieser Mikrodosis habe ich ca. 3 Wochen gut gelebt.
Cipralex ist aufgebraucht.
24.4.2016
0 mg Cipralex. Und es geht mir wieder schlecht. Alle NW sind wieder da.
29.4.2016
4 Zahnstocher. Vermutlich weniger als 1 mg.
NW Schlafstörungen.

Mit Zolpidem (5mg) zwei mal Wöchentlich aufgefangen.

1.5.2016 Zolpidem abgesetzt.
Baldrian 700mg zum schlafen.
25.8.2016

Auf 1mg Escitalopram hochdosiert. NW zu stark.

22.11.2016
1 mg Escitalopram. Wieder Stabil. Weniger "Wellen". Mehr Fenster.

9.1.2017
Mit Wasserlösemethode 10% reduziert.
Wieder mehr Verspannungen, unausgeglichen und weinerlich.
27.3. 0,8 mg Escitalopram.
NW: Schweissausbrüche, manchmal Übel, auf und ab der Gefühle. Schwindel.
Alle drei Wochen 0,2 mg reduziert.
NW gut auszuhalten.
Am 12.5. auf NULL!!!
War schneller als geplant, bin jedoch recht stabil. :party2:

Nospie

Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacine)

Beitrag von Nospie » Montag, 05.12.16, 10:30

Hallo,
es gibt seit kurzem ein Forum von Betroffenen :
http://www.fluorchinolone-forum.de/
LG
Nospie

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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacine)

Beitrag von Murmeline » Montag, 13.02.17, 10:08

Im aktuellen Spiegel ist ein doppelseitiger Artikel zum Thema. Ausgabe 7/2017, Veronika Hackenbroch

Online muss man ebenfalls bezahlen zum Lesen:
http://www.spiegel.de/spiegel/antibioti ... 34102.html
Gefährliche Nebenwirkungen durch Antibiotika Zwei Tabletten Schmerz
Sehnenriss, Muskelqual, Depression - eine Gruppe von Antibiotika, die Fluorchinolone, können schreckliches Leid auslösen. Doch viele Ärzte ignorieren die Gefahr - und verschreiben die Medikamente zu oft.

Am 19. Juli 2015, einem Sonntag, spürte Michael Neumann plötzlich ein fieses Brennen in der Harnröhre. Gerade war der 37-Jährige mit seiner Frau und dem kleinen Sohn aus dem Urlaub in der Schweiz zurückgekommen.

Bis dahin hatte das Leben es gut mit Neumann gemeint; in einer kleinen Stadt in der Nähe von Frankfurt am Main hatte er ein Haus gebaut, sein sicherer Verwaltungsjob machte die Finanzierung möglich. Regelmäßig ging er ins Fitnessstudio, und zusammen mit Freunden spielte er in einer Heavy-Metal-Band, als Schlagzeuger.

An diesem Julisonntag verschrieb ihm der Arzt des ambulanten Notdienstes, den er wegen der Schmerzen in der Harnröhre aufgesucht hatte, das Antibiotikum Levofloxacin. Neumann nahm zwei Tabletten. Zwei Tabletten, nicht mehr. Seitdem ist sein Leben aus den Fugen geraten.

Nach der ersten Tablette spürte er ein leichtes Kribbeln in den Achillessehnen. "Aber da habe ich noch gedacht, das käme von der langen Autofahrt", erzählt Neumann, der in Wirklichkeit anders heißt. Am Montag nahm er deshalb ohne Bedenken die zweite Tablette ein. Das Kribbeln verwandelte sich in Schmerz. Am Dienstag bekam er Herzrasen, Panik, Schwindel, Todesangst. Am Abend konnte er wegen der Schmerzen in den Sehnen nicht mehr laufen. Was, fragte er sich verzweifelt, war nur mit ihm los?
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Jamie
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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacine)

Beitrag von Jamie » Montag, 06.03.17, 19:39

Hallo,

es tut sich was.
Das BfArM hat ein neues Risikobewrtungsverfahren bezüglich der Fluorchinolone eingeleitet, da sich die Meldungen über lang anhaltende Nebenwirkungen in den Datenbanken häufen.

Ein Manko - meines Erachtens - ist, dass topische Dareichungsformen nicht in die Analyse mit einbezogen werden.
Zu den topischen Dareichungsformen gehören auch Augentropfen und Ohrentropfen (sowie zB Salben). Gerade aber bei Augentropfen habe ich schon Berichte im Internet gelesen, dass auch diese zu heftigen NW führen können.

Mehr Infos hier:
http://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoin ... Id=8664204

Grüße
Jamie
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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacine)

Beitrag von Kimeta » Dienstag, 07.03.17, 16:41

Hallo!

Heute ab 20:15 bei NDR Visite: Antibiotika mit gefährlichen Nebenwirkungen

Viele Grüße
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Nospie

Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacine)

Beitrag von Nospie » Mittwoch, 08.03.17, 12:40

Hallo,
hier mal ein Auszug aus einem Fluorchinolone Forum:



da die allgemeine Medizin bisher leider keine wirkliche Therapiemöglichkeiten für die Ursachen der Nebenwirkungssymptome von Fluorchinolon induzierten Schädigungen hat, kann man sich derzeit leider nur durch die Erfahrungen anderer Betroffener hier z.B. über das Forum oder andere Selbsthilfegruppen ein eigenes Konzept erarbeiten.


Viele dieser Tipps kommen aus anderen Netzwerken oder Büchern von Menschen, die sich schon länger und intensiver mit dem Thema der Nebenwirkungen durch Fluorchinolone beschäftigen. Einige haben alles mögliche ausprobiert und wissen ganz genau, was Ihnen geholfen hat und was nicht. Dies ist nicht bei jedem Betroffenen gleich, jedoch gibt es gewisse Grundsätzlichkeiten, welche zu empfehlen sind. Mikronährstoffe helfen z.B. die durch Flox entstandenen Stoffwechselprobleme im Ansatz zu unterstützen.

Als "Gefloxter" sollte man auch von dem Irrglauben abkommen, dass einen die allgemeine Medizin oder irgend ein Heilpraktiker hier so einfach auf die schnelle heilen kann. Schon garnicht durch irgendwelchen weiteren Medikamente oder teils teuren + sinnlosen Giftstoffausleitungen etc.
Es braucht die richtigen Nährstoffe und viel Zeit, sowie Stoffwechsel fördende Maßnahmen, um den Körper wieder zu regenerieren.

Symptomatisch kann natürlich auch von der "Schulmedizin" und über alternative Wege via. Heilpraktiker etc. unterstützt werden.
Dabei sollte man jedoch stets schauen was einem gut tut und was nicht. Auf Schmerzmittel und Medikamente sollte man soweit möglich verzichten, da diese ot nur symptomatisch wirken und den Körper weiterhin belasten.

http://www.fluorchinolone-forum.de/view ... ?f=33&t=88

Gruß
Nospie (auch gefloxt :vomit: )

Kimeta
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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacine)

Beitrag von Kimeta » Mittwoch, 08.03.17, 18:49

Hallo,

hier der Link zum Visite-Beitrag: klick

Viele Grüße
Kimeta
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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacine)

Beitrag von potatoiv » Dienstag, 28.03.17, 20:50

Hallo Leute,

das Schlimme daran ist, dass wenn man sich den Floxreport durchliest oft in den ersten Jahren, wenn man massiv gefloxt wurde, noch eher die Schädigungen zunehmen- ich habe Verlaufsprotokolle gesehen, wo bis zu 2 Jahre danach erst der Gipfel der Schädigung erreicht wird- bei mir war es auch wirklich so--- die ersten 3 Jahre ging es kein bisschen bergauf- jetzt habe ich die 5 Jahresgrenze erreicht und was soll ich sagen- es ist schon viel viel besser- aber es kommen wirklich immer wieder Schübe, wo es ziemlich schlimm ist- allerdings dauern sie nur mehr kürzer- manche Dinge sind aber mittlerweile dauerhaft besser.
Ich möchte damit niemanden Angst machen- aber es ist leider wirklich so. Ich wurde allerdings auch massiv gefloxt.
Ich finde im Floxreport aber auch sehr gute Erklärungen für einzelne Symptome- kann es Betroffenen wirklich nur empfehlen sich dort einzulesen. Wenn man bei google floxreport pdf eingibt, findet man ihn. Allerdings leider nur auf Englisch.
Auch las ich dort, dass man nach 7 Jahren gute Chancen hat, wieder fit zu sein--- da sind dann nämlich im Schnitt alle Zellen im Körper erneuert und es kommt zu einer sichtlichen Erholung mit etwas Glück.
7 gestohlene Lebensjahre sind halt schon heftig- aber mittlerweile bin ich nach soviel Leiden und Elend soweit, dass ich in solchen Zeiträumen denken kann.
Hauptsache es wird überhaupt wieder.
In den USA wurden auch schon Millionen an Schadenersatz bezahlt---leider ist das bei uns nicht so. Denn was diese Tabletten angerichtet haben, wenn man Betroffen ist, dass können einem auch Millionen nicht mehr zurückgeben.
Ich wünsche allen Betroffenen, dass ihr durchhaltet und nicht aufgebt- es wird wirklich besser, ich war ganz ganz schlimm betroffen und auch ich fühle mich jetzt oft wieder wohl. Es geht eindeutig bergauf!
Alles Gute und Liebe,
potatoiv
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Trittico zw. 50 und 300 mg vom 12.2.12-26.2.13
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Sertralin zw. 25 und 50 mg vom 3.5.12-4.6.12
Effektin zw. 75 und 150 mg vom 30.5.-4.7.12
Seroquel xr zw. 50 und 200 mg vom 10.7.12-30.6.13
Seropram zw. 5 und 30 mg vom 30.7.12-17.9.12
Deanxit nur 2 Tage Horror-NW
Ixel nur 2 Tage Horror-NW
Fluctine zw. 10 und 20 mg vom 18.9.12-1-10.12
Cipralex zw. 5 und 15 mg vom 2.10.12-7.2.13
Abilify nur 1 Woche Horror-NW
Insidon zw. 50 und 150mg vom 2.3.13-3.10.13
Tolvon zw. 15 und 30 mg vom 22.10.13-13.11.13
Mirtazapin 15 mg vom 25.11.13-30.11.13
Edronax 2 mg ein paar Tage Horror-NW
Lamotrigin 25 mg 1 Woche Horror-NW
Lithium 450 mg 8 Wochen extreme Angstzustände
Depakine 600mg 10.4.13-13.5.14
Lyrica 25 mg depressionsverstärken hoch 10
...alles abgesetzt

Zyprexa 3,75 mg ( 1,5 Tablette 2,5 mg)....seit ca. Dez. 2013
Zyprexa 3,125mg (1,25 Tablette 2,5 mg)....17.4.2015-25.4.2015
Zyprexa 3,75 mg weil es mir so schlecht ging
Zyprexa 3,4375 mg....seit 12.5.2015
Zyprexa 2,5 mg....seit 10.6.2015
Zyprexa 1,25 mg... seit 25.10.2015
Zyprexa 1,88 mg...seit 27.10.2015
Zyprexa 2,5 mg... seit 7.11.2015
Zyprexa 1,875mg...seit 24.4.2017
Zyprexa 1,25mg...seit12.6.2017
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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacine)

Beitrag von sinua » Mittwoch, 29.03.17, 12:09

Liebe potatoiv,
vielen Dank für die zusätzlichen Infos. Die sind sicher für viele Betroffene hilfreich.
Ich freue mich, dass du uns auf dem Laufenden darüber hältst, wie es bei dir weitergeht.
Ich drücke dir weiter die Daumen,
Sinua
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Re: Antibiotika, speziell Fluorchinolone (-floxacine)

Beitrag von carlotta » Donnerstag, 30.03.17, 14:57

Hallo Ihr,

im aktuellen Bulletin zur Arzneimittelsicherheit des BfArM gibt es "Neue Daten zum Risiko von Aortenaneurysmen und -dissektionen unter der Gabe von Fluorchinolonen":
http://www.bfarm.de/SharedDocs/Download ... onFile&v=2

Auszug bzw. Fazit:
Zwei epidemiologische Studien weisen auf ein unter Umständen höheres Risiko von Aorten - aneurysmen und -dissektionen nach Einnahme von Fluorchinolonen hin. Diese Untersuchungen waren jedoch anfällig für Störfaktoren und methodische Mängel, wodurch ein möglicher kausaler Zusammenhang derzeit im Rahmen der Bewertung des Signals nicht durch den PRAC bestätigt wurde.

Vor dem Hintergrund dieser möglichen schwerwiegenden Ereignisse und auch vor dem Hintergrund anderer möglicher schwerwiegender Nebenwirkungen sollten Fluorchinolone generell nur entsprechend der Zulassungen und aktuellen Therapieleitlinien angewendet werden, d. h. nicht als Mittel der ersten Wahl für zum Beispiel unkomplizierte Zystitis oder ambulant erworbene Pneumonien.

Trotz der derzeit begrenzten Evidenz für einen Kausalzusammenhang sollte vorsorglich bei Patienten mit Risikofaktoren für die Entstehung und Progression von Aortenaneurysmen und -dissektionen vor der Therapie mit Fluorchinolonen eine besonders sorgfältige Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses unter Berücksichtigung möglicher alternativer Therapien erfolgen.
Liebe Grüße :group:
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Beitrag von Arianrhod » Montag, 01.05.17, 17:57

Hallo,

ich hatte Ciprofloxacin wegen einer Seitenstrangangina , die recht spät erkannt wurde und auch schon die Lymphknoten und die Hirnnerven ( ja, das kann passieren, wenn sie ungünstig liegen!) angegriffen hatte.
Das Seltsame war, mir ging es während der Einnahmezeit richtig gut. Keine Schmerzen, keine Rückenschmerzen, keine Missempfindungen.
Aber dann, als ich abgesetzt habe: Das tat so weh, besonders nachts.

Ich hatte so für mich den Verdacht, dass ich evtl. eine Neuroborreliose haben könnte ( Bakterien sozusagen antriggern mit dem Antibiotikum ),
und überzeugte sogar die Neurologin der Schmerzklinik, das nachzuprüfen, war aber negativ.

Muss also eine Wirkung des Ciprofloxacin gewesen sein und ging - gottseidank - nach einer Weile auch wieder besser.

(Auch wenn ich mich ärgere - bestimmt hält man mich für den totalen Hypochonder - immer komme ich mit etwas Neuem. Seit den Neuroleptika reagiere ich auf ALLES irgendwie heftig, paradox oder sonstwie :( )

liebe Grüße Arian
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