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PMS/Zyklusbeschwerden, Wechseljahre und weibliche Hormone

Das Absetzen von Psychopharmaka bedeutet oft eine Herausforderung für Körper und Seele. Bestimmte Beschwerden können verstärkt werden oder auch erstmals auftreten. Hier finden sich Infos und Diskussionen zu entzugsbedingten Gesundheitsthemen.
Annanas
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Re: PMS/Zyklusbeschwerden

Beitrag von Annanas » Montag, 04.04.16, 16:12

Hallo Penelope, da kommen wir auf keinen gemeinsamen Nenner - deshalb nur nochmal kurz:
Das ZNS und der Körper sind im Stress durch das Absetzen - bei Stress wird vermehrt Cortisol gebildet, um besser mit den Streßreaktionen umgehen zu können. Cortisol wird in der Nebennierenrinde vorrangig aus Progesteron gebildet, dh. in Stress-Situationen wird der Progesteronspeicher ganz schnell geleert - Östradiol bleibt aber in konstanter Höhe, so daß es zu einem Ungleichgewicht kommt, was die Beschwerden auslöst.

Wenn deine These stimmen würde, müßten die Frauen ja in und nach den Wechseljahren alle in Depressionen verfallen, weil das Östrogen stark zurückgeht. Aber die Frauen bekommen meistens am Anfang der WJ Probleme, weil zuerst das Progesteron weniger wird (durch fehlende Eisprünge) und dann kann es zu Angstattacken, Stimmungsschwankungen usw kommen, Östrogen sinkt erst später.

Dazu noch meine persönliche Erfahrung: Wie in meiner Signatur erkennbar, nahm ich in hoher Dosierung Venlafaxin - also hätte ich bei sinkendem Östrogenspiegel durch meine Eierstock-OP, ja überhaupt keine Beschwerden wie Stimmungsschwankungen, Muskelschmerzen usw bekommen dürfen, weil das Medikament den Spiegel an Serotonin (nach deiner Aussage) hochhält. Aber leider trat das Gegenteil ein.

Das war's dann, ich könnte noch weiter ausführen, aber das sprengt dann den Rahmen des Forums,

lG Anna
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Re: PMS/Zyklusbeschwerden

Beitrag von Penelope » Mittwoch, 06.04.16, 14:17

Hallo Anna

Das mit dem gemeinsamen Nenner würde ich jetzt noch nicht behaupten :-) Vielleicht verstehen wir uns gegenseitig noch nicht ganz.

Die Sache mit den Wechseljahren oder auch PMS verhält sich ja ganz anders, wenn man nicht mit einem Absetzsyndrom zu tun hat. Natürlich bekommen nicht alle Frauen in den Wechseljahren Depressionen, und bei PMS übrigens auch nicht. Aber wir gehen hier doch davon aus, dass der Entzug vom SSRI, welches das Serotonin länger im synaptischen Spalt lässt, nach Absetzen zu Symptomen führen kann (gell, ich rede hier nicht von der Ursache von Depris, sondern nur von den Folgen des Absetzens - das ist ja ein massiver Unterschied). Wenn also jemand nach Absetzen eines SSRI mit PMS zu kämpfen hat, also ein zeitweiliger Mangel am vorher im Überangebot dastehenden Serotonins besteht, wird dieser stärker sichtbar in der zweiten Zyklushälfte. Nicht weil zu wenig oder zu viel Östrogen oder Progesteron vorhanden ist, sondern weil der Abfall des Östrogens (welches die Serotoninsynthese vorantreibt) den Mangel überhaupt an die Oberfläche bringt. Im Normalzustand, also ohne Absetzsyndrom, wären Symptome von PMS vermutlich gar nicht vorhanden (ausser die betreffende Person hätte schon vor dem Absetzen PMS gehabt). Der Östrogen- und Progesteronspiegel kann also ganz in der Norm liegen, und trotzdem führt das Absinken des Östrogens in der zweiten Hälfte zu einer Verschlechterung. Der Mangel aufgrund des Absetzens vom SSRI kommt dann zum Tragen.

Ich hoffe, das ist verständlicher.

LG, Penelope
Symptome vor dem SSRI (Frühling 2014 - September 2014)

Kopfschmerzen, erhöhter Puls, Schlafstörung, innere Unruhe, Muskelschmerzen, Stimmungsschwankungen, Hirn wie unter Strom, inneres Vibrieren, Sehstörungen, Gedächtnisverlust, Wortfindungsstörung, Brustschmerzen, zu geweitete Bronchien

Citalopram (September 2014 - heute)

Dosierung ab September 2014: erst auf 10, 1 Woche später auf 20 mg
Beschwerden gingen alle massiv zurück, blieben nur noch leicht spürbar vorhanden

Dosierung ab Mai 2015: von 20 auf 10 mg
Absetzsymptome: 3 Monate lang gleich wie Grundsymptome, aber die Intensität ging zurück wie zuvor mit 20 mg

Dosierung ab Ende 2016: von 10 auf 5 mg
Absetzsymptome: nach 3 Tagen für 4-5 Tage (gleich wie im Mai 2015), dann bereits verschwunden

Dosierung ab 5. März 2016: von 5 auf 0
Absestzsymptome: nach 3 Tagen steigernd, gleiche Symptome wie vor SSRI, aber nicht so stark

Wechsel zum Ausschleichen auf Ecitalopram Tropfen

Aufdosierung ab 22. März 2016: Beginn mit 3 Tropfen (=3 mg)
Absetzsymptome: nach einer Woche für ein paar Tage sehr schlimm, dann rasche Besserung

Dosierung ab 2. Mai 2016: Beginn mit 2 Tropfen (= 2 mg)
Absetzsymptome: schlechter Schlaf, nach langer Zeit wieder einmal stark erhöhter Puls

Dosierung ab 1. Juni 2016: 1 Tropfen (=1 mg)
Keine Absetzsymtome mehr

Dosierung ab 14. Juli 2016: auf 0

6 Wochen später: Absoluter Terror. Angst, Unruhe, unaushaltbare Gefühle der Traurigkeit

Dosierung ab 8. September: Wiederaufnahme Escitalopram 3 Tropfen (=3 mg)
Sofortige Besserung am 1. Tag

8. Oktober: Erhöhung auf 4 Tropfen (4 mg Escitalopram)

1. Januar - 30. Mai: runter auf 3 Tropfen (3 mg)

30. Juni: Versuch unter 3 Tropfen misslungen (starke Symptome), auf 4 zurück

14. Juli: Runter auf 3.75 mg

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Re: PMS/Zyklusbeschwerden

Beitrag von Annanas » Freitag, 08.04.16, 14:11

Hallo Penelope - diese Serotoninmangelgeschichte ist mir nach wie vor suspekt.
Ein SSRI oder SNRI bewirkt ja keine Erhöhung des Serotoninspiegels, sondern wenn überhaupt, dann nur eine verzögerte Aufnahme durch die Nervenenden. Dh. es bleibt angeblich länger im synaptischen Spalt u. wirkt dadurch länger u stärker auf seine Bindungsstellen im
vegativen Nervensystem. Das würde evtl erklären, warum beim Absetzen das ganze Vegetativum durcheinanderkommt.
Aber die Menge des Serotonins bleibt unbeeinflußt - die würde nur steigen, wenn man in enormer Menge Tryptophan oder wahrscheinlich eher noch, das aus dieser Aminosäure synthetisierte 5HTP einnimmt.
also ein zeitweiliger Mangel am vorher im Überangebot dastehenden Serotonins besteht
Es besteht kein Überangebot, sondern nur eine Wirkungsverstärkung.

Um nochmal auf das bei dir, nur beim Absetzen, auftretende PMS zurückzukommen:
Die Steuerungsstellen für die Hormonbildung liegen im Gehirn (vereinfacht gesagt) - wenn dann das ZNS durch den Entzug gereizt ist, hat das auch Auswirkungen auf die Hormonbildung (wie oben beschrieben: erhöhte Cortisolausschüttung durch den Stress des Entzuges ---> weniger Progesteron --->
dadurch Östrogendominanz ---->>>dadurch PMS). Dann kann man auch davon ausgehen, daß ohne den Entzug kein PMS vorhanden wäre.

Aber ich bin Laie u. das ist nur meine Meinung, die ich mir nach dem Lesen vieler Bücher, gebildet habe.

LG Anna
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Re: PMS/Zyklusbeschwerden

Beitrag von Annanas » Freitag, 08.04.16, 14:29

PS: Ich glaube, wir sollten das jetzt lassen - es ist, glaube ich, keine Hilfte für die Forenmitglieder, sondern nur eine unendliche
Diskussion zwischen uns beiden. Hatte mich schon geärgert, daß ich nochmal geschrieben habe.

Liebe Mods, löscht das einfach raus, wenn ihr auch meint, ist nicht sinnvoll in diesem Thread, danke, Anna
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Re: PMS/Zyklusbeschwerden

Beitrag von LinLina » Freitag, 08.04.16, 19:27

Liebe Anna :-) ich sehe eigentlich keinen Anlass, diese Beiträge zu löschen :-) finde die Diskussion bzw. deine Erklärungen interessant und es passt auch zum Thread finde ich.

Liebe Grüße,
Lina

Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell: 0,01 mg Mein Thread
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Re: PMS/Zyklusbeschwerden

Beitrag von Annanas » Freitag, 08.04.16, 19:43

Hallo Lina, wenn du das so siehst, ist es okay, dann laßt es stehen.
Wollte nur nicht, daß ihr sagt, wir müllen den Thread zu.... :o

LG Anna
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Oxonium
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Re: PMS/Zyklusbeschwerden

Beitrag von Oxonium » Sonntag, 10.04.16, 11:39

Hallo Zusammen,

kennt ihr das auch, dass ihr in den Tagen vor der Periode vermehrt Schlafstörungen bekommt?
Ich hatte vor der Depression äußerst selten so etwas - nur bei extremem Stress. Und früher war ich nur in den zwei Tagen vor der Periode recht reizbar. Jetzt bemerke ich, dass ich insbesondere in der Woche vor der Periode schlechter einschlafe und schlechter durchschlafe.
Würde mich mal interessieren, ob das bei Euch auch so ist/war und ob sich das mit der Zeit wieder gelegt hat.

Liebe Grüße, Christiane
07/2015: Diagnose Major Depression. Klinikeinweisung u. Beginn mit Mirtazapin 30 mg + 15 mg Diazepam. Es folgen 8 Monate stationäre Behandlung.

Mirtazapin zeigte sich nach drei Monaten Behandlung wirkungslos. Dafür erhebliche NW: Quälende Akathisie, Restless Legs, innere Unruhe, starke Schlafstörung.
In zwei Schritten (zu je einer Woche) erfolgt Reduktion
auf 15 mg. NW lassen nach.

Im Verlauf Erfahrungen mit Quetiapin, Promethazin,
Trimipramin.

Nach missglücktem Diazepam-Absetzversuch erfolgt
eine Sedierung mit Lorazepam 4 mg/Tag.

11/2015: Einstellung auf Lithium, Spiegel 0,6
12/2016: Einstellung auf Escitalopram 20 mg

Schilddrüsenunterfunktion vier Wochen nach Beginn der Lithiumtherapie. Substitution mit L-Thyroxin.
Damit einhergehend deutliche Besserung des Befindens.

Anfang März 2016 darf ich nach Hause gehen.
Lorazepam wird zu Hause fertig ausgeschlichen.
03/2016: Nach 7 Monaten keine Benzos mehr :party2:

14.09.2016: Reduktion Mirtazapin um 3,75 mg auf 11,25 mg.
Nach einer Woche beginnen Beklemmungen, Derealisationsgefühle, leichte Depressivität, Schwindel.
Alles hört nach 1-2 Wochen auf. War auszuhalten.

20.11.2016: Weiter geht's! :fly: Reduktion um 2 mg auf 9,25 mg mit Wasserlösemethode.

22.11.2016: Wieder auf 11,25 mg erhöht - bin viel zu wach und angeschoben durch Cipralex ...oder zu viel L-Thyroxin ?

04.12.2016: Zweiter Versuch - 10 mg Mirtazapin mit Feinwaage. Nur leichte Symptome (grübeln, hitzewallungen, zittern) für 2-3 Tage.

28.12.2016: Runter auf 9 mg.
30.12. 2016: Wieder hoch auf 10 mg wegen Stress

15.01.2017: Runter auf 9 mg
Zehn Tage lang Beklemmungen und Depris. Probleme sind soooo groß. Schwindel,
Tinnitus ist lauter. Dann ist alles wieder prima.

9.4. 2017: Runter auf 7,5 mg
Yeah! Auch nach vier Wochen noch keine Absetzsymptome :D
Letztes Viertel erreicht!

01.05. Lithium reduziert auf 900 mg/d (Letzer Spiegel
davor bei 0,7)
Hurra! Ich kann wieder klar denken. Diese Dosis
halte ich jetzt drei Monate.

19.08. Wieder weiter mit Mirtazapin. Seit gestern 6,5 mg. Keine Beschwerden. Es geht mir super. Und ich schlaafe auch drei Wochen später noch wie ein Murmeltier.

05.09. Weiter mit Lithium. Runter auf 775 mg/d.
War ein bis zwei Tage etwas schreckhaft.
Aber es geht mir prima.

22.9. Mir geht es immer noch richtig gut.

05.10.2017 Mirtazapin von 6,5 mg auf 5,8 mg reduziert. Ab Tag 2 für ein paar Tage Depri, danach alles ok.





Aktuelle Medikation:

Quilonum retard 1-0-0,5
Escitalopram 20 mg 1-0-0
Mirtazapin 5,8 mg 0-0-1
L-Thyroxin 100 - 25 - 0

Zur Ergänzung: Vitamin B-Komplex mit hohem B1- und B6-Anteil, Omega-3-Kapseln, Vit D3 1000 IE und Magnesium 400 mg.

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Re: PMS/Zyklusbeschwerden

Beitrag von Psychopsis » Sonntag, 10.04.16, 13:44

Hatte seit einer Woche so eine Art Zwischenblutung (ganz wenig) und vor zwei Tagen auch kurzzeitig leichte Schmerzen beim Wasserlassen und tippte schon auf eine Blasenentzündung.

Ist aber nun wieder alles komplett weg. Kann das auch mit meiner Kurzzeiteinnahme von Promethazin zu tun haben?
Ich habe sonst nie, wirklich nie, Zwischenblutungen.
die einzigen Unregelmäßigkeiten, die ich jemals im Menstru-Bereich hatte, war während meiner früheren Pilleneinnahme.

Ich möchte aber nun auch nicht alles und jedes dem armen Promethazin zuschreiben ;)

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Re: PMS/Zyklusbeschwerden

Beitrag von Oxonium » Sonntag, 10.04.16, 16:53

Hallo Psychopsis,

Promethazin kann Zyklusstörungen verursachen.
Das Brennen beim Wasserlassen erklärt sich aber daraus nicht.

Lg, Christiane
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07/2015: Diagnose Major Depression. Klinikeinweisung u. Beginn mit Mirtazapin 30 mg + 15 mg Diazepam. Es folgen 8 Monate stationäre Behandlung.

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In zwei Schritten (zu je einer Woche) erfolgt Reduktion
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Im Verlauf Erfahrungen mit Quetiapin, Promethazin,
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eine Sedierung mit Lorazepam 4 mg/Tag.

11/2015: Einstellung auf Lithium, Spiegel 0,6
12/2016: Einstellung auf Escitalopram 20 mg

Schilddrüsenunterfunktion vier Wochen nach Beginn der Lithiumtherapie. Substitution mit L-Thyroxin.
Damit einhergehend deutliche Besserung des Befindens.

Anfang März 2016 darf ich nach Hause gehen.
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Nach einer Woche beginnen Beklemmungen, Derealisationsgefühle, leichte Depressivität, Schwindel.
Alles hört nach 1-2 Wochen auf. War auszuhalten.

20.11.2016: Weiter geht's! :fly: Reduktion um 2 mg auf 9,25 mg mit Wasserlösemethode.

22.11.2016: Wieder auf 11,25 mg erhöht - bin viel zu wach und angeschoben durch Cipralex ...oder zu viel L-Thyroxin ?

04.12.2016: Zweiter Versuch - 10 mg Mirtazapin mit Feinwaage. Nur leichte Symptome (grübeln, hitzewallungen, zittern) für 2-3 Tage.

28.12.2016: Runter auf 9 mg.
30.12. 2016: Wieder hoch auf 10 mg wegen Stress

15.01.2017: Runter auf 9 mg
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05.09. Weiter mit Lithium. Runter auf 775 mg/d.
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Re: PMS/Zyklusbeschwerden

Beitrag von Psychopsis » Sonntag, 10.04.16, 17:26

danke Christiane,

es war aber nicht wirklich ein Brennen, wie ich es auch von früheren Blasenentzündungen kenne. Eher nur ein paar mal ein Ziehen, was ich allerdings misstrauisch beäugte.

Ich bin im Moment einfach total sensibilisiert und achte auf jedes Zipperlein, das ich sonst nicht weiter beachten würde, wenn es sich nicht häufiger wiederholt.

Die Zwischenblutungen waren aber über ca 5, 6 Tage tatsächlich vorhanden, nicht stark, aber da. Hoffe, das ist jetzt vorbei, sonst muss ich doch mal zum Gyn. Kann ja auch was anderes sein.

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Re: PMS/Zyklusbeschwerden

Beitrag von LinLina » Sonntag, 10.04.16, 18:10

Hallo Christiane,
kennt ihr das auch, dass ihr in den Tagen vor der Periode vermehrt Schlafstörungen bekommt?
Ich hatte vor der Depression äußerst selten so etwas - nur bei extremem Stress. Und früher war ich nur in den zwei Tagen vor der Periode recht reizbar. Jetzt bemerke ich, dass ich insbesondere in der Woche vor der Periode schlechter einschlafe und schlechter durchschlafe.
Ich kenne das auch, ich habe das seit ich das Mirtazapin einnehme/reduziere. Wenn ich weniger reduziere, also weniger Entzugserscheinungen habe dann ist die Woche vor der Periode auch nicht ganz so schlimm - aber meistens fühle ich mich da ziemlich elend. Sowas kannte ich vor der Medikamenteneinnahme überhaupt nicht.

Hallo Psychopsis,

Das Ziehen kann auch was mit der Muskulatur zu tun haben. Promethazin wirkt über Dopamin auch auf die Muskelspannung. Zyklusstörungen können als Nebenwirkungen auch auftreten. Wenn es nicht weg geht, würde ich es Sicherheitshalber mal untersuchen lassen.

Liebe Grüße,
Lina
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Re: PMS/Zyklusbeschwerden

Beitrag von Oxonium » Sonntag, 10.04.16, 20:47

Hallo Lina,

dann bin ich damit ja nicht alleine. :) Ich habe das Gefühl, dass das PMS stärker ist, wenn es einem schlecht geht - egal aus welchem Grund. Ob Depression, NW von Medis oder im Entzug. Da sind wir Frauen schon ganzschön gefordert.... :?


Hallo Psychopsis,

was Lina schreibt, ist richtig. Mich hatte zunächst der Ausdruck 'brennen' irritiert. Aber es kann - genau wie Lina schreibt - Verkrampfungen der Muskulatur unter Neutoleptika geben. Typisch ist das auch für trizyklische ADs. Ich hatte in der Klinik Beides gleichzeitig: Seroquel + Atosil + Trimipramin und hatte immer Blasenschmerzen. Habe getrunken wie eine Blöde weil ich dachte, ich hätte eine Blasenentzündung. Dann konnte ich nicht mehr richtig pullern. Der Urin war aber steril. Kein Infekt. Es muss an den Medis gelegen haben.
Schön immerhin, dass es bei Dir aufgehört hat!

Liebe Grüße!
07/2015: Diagnose Major Depression. Klinikeinweisung u. Beginn mit Mirtazapin 30 mg + 15 mg Diazepam. Es folgen 8 Monate stationäre Behandlung.

Mirtazapin zeigte sich nach drei Monaten Behandlung wirkungslos. Dafür erhebliche NW: Quälende Akathisie, Restless Legs, innere Unruhe, starke Schlafstörung.
In zwei Schritten (zu je einer Woche) erfolgt Reduktion
auf 15 mg. NW lassen nach.

Im Verlauf Erfahrungen mit Quetiapin, Promethazin,
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11/2015: Einstellung auf Lithium, Spiegel 0,6
12/2016: Einstellung auf Escitalopram 20 mg

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Damit einhergehend deutliche Besserung des Befindens.

Anfang März 2016 darf ich nach Hause gehen.
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14.09.2016: Reduktion Mirtazapin um 3,75 mg auf 11,25 mg.
Nach einer Woche beginnen Beklemmungen, Derealisationsgefühle, leichte Depressivität, Schwindel.
Alles hört nach 1-2 Wochen auf. War auszuhalten.

20.11.2016: Weiter geht's! :fly: Reduktion um 2 mg auf 9,25 mg mit Wasserlösemethode.

22.11.2016: Wieder auf 11,25 mg erhöht - bin viel zu wach und angeschoben durch Cipralex ...oder zu viel L-Thyroxin ?

04.12.2016: Zweiter Versuch - 10 mg Mirtazapin mit Feinwaage. Nur leichte Symptome (grübeln, hitzewallungen, zittern) für 2-3 Tage.

28.12.2016: Runter auf 9 mg.
30.12. 2016: Wieder hoch auf 10 mg wegen Stress

15.01.2017: Runter auf 9 mg
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9.4. 2017: Runter auf 7,5 mg
Yeah! Auch nach vier Wochen noch keine Absetzsymptome :D
Letztes Viertel erreicht!

01.05. Lithium reduziert auf 900 mg/d (Letzer Spiegel
davor bei 0,7)
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19.08. Wieder weiter mit Mirtazapin. Seit gestern 6,5 mg. Keine Beschwerden. Es geht mir super. Und ich schlaafe auch drei Wochen später noch wie ein Murmeltier.

05.09. Weiter mit Lithium. Runter auf 775 mg/d.
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22.9. Mir geht es immer noch richtig gut.

05.10.2017 Mirtazapin von 6,5 mg auf 5,8 mg reduziert. Ab Tag 2 für ein paar Tage Depri, danach alles ok.





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diane

Hormonelle Störungen durch gestörten Serotininhaushalt

Beitrag von diane » Donnerstag, 20.10.16, 10:19

Hallo,

Ich habe einen interessanten Artikel gefunden, der vielleicht den einen o anderen auch interessieren würde.

Ich hatte zb unter Venlafaxin am AnFang ständige Schmierblutungen. Später teilweise einen Zyklus von 100 Tage mit Strutzblutungen (einmal musste ausgeschabt werden) ...

Nun, seitdem ich abgesetzt habe, habe ich vor der Mens PMS ähnliche Symptome.... Vorher nie gehabt.
Dann stiess ich auf diesen Artikel :

Dem PMS liegt ein hormonelles Ungleichgewicht in der zweiten Zyklushälfte zugrunde. Vor allem in den letzten 3–7 Tagen vor der neuen Menstruation überwiegt der Einfluss von Gestagen (Progesteron) gegenüber dem des Östrogens; es wird mehr Wasser im Gewebe eingelagert, was die schmerzhaften Schwellungen an Brüsten, Händen und Füßen erklärt. Aber auch andere Hormone wie Aldosteron, Prolaktin und Botenstoffe im Gehirn, wie das Glückshormon Serotonin, scheinen dabei eine Rolle zu spielen. So haben viele Frauen während der Tage vor ihrer Monatsblutung Heißhunger auf etwas Süßes. Dies kann ein Signal dafür sein, dass der Serotoninstoffwechsel im Gehirn gestört ist. In der zweiten Zyklushälfte wird das Gelbkörperhormon Progesteron gebildet, während gleichzeitig die Östrogenausschüttung abfällt. Damit steigt die Neigung, ein prämenstruelles Syndrom zu entwickeln. Dafür spricht auch, dass bei den betroffenen Frauen die Beschwerden während einer Schwangerschaft ausbleiben, und dass sie spätestens nach den Wechseljahren verschwinden.

Obwohl das PMS hormonell bedingt ist und deshalb nicht zu den psychosomatischen Störungen zählt, beeinflussen psychische Probleme die PMS-Beschwerden stark, allen voran Partnerschaftskonflikte, sexuelle Probleme in der Beziehung oder chronische Überforderung im Beruf oder in der Mutterrolle.

Könnte man doch auch als ein Absetzsymptom sehen?

Lg

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Re: PMS/Zyklusbeschwerden

Beitrag von Annanas » Donnerstag, 20.10.16, 12:40

Liebe Diane, :)
habe deinen Beitrag verschoben, weil wir hier einen PMS-Thread haben.

Der Titel stimmt so nicht, sondern durch hormonelle Störungen kann es zu einer Wirkungsveränderung von
Neurotransmittern (z.B. Serotonin) kommen.
An anderer Stelle hatte ich schon mal geschrieben, daß die Geschlechtshormone auch einen direkten Einfluß auf
die Signalübertragung zwischen den Nervenzellen u. damit auch auf die Botenstoffe (Neurotransmitter) haben.

Woher hast du den Artikel? Bitte die Quelle dazu angeben!
In dem Artikel wird Wissen publiziert, was zum Teil schon widerlegt ist. Leider ist dieses Wissen oft noch Behandlungsgrundlage
in den gyn. Praxen (ist ähnlich wie bei den Psychopharmaka).
diane hat geschrieben:Dem PMS liegt ein hormonelles Ungleichgewicht in der zweiten Zyklushälfte zugrunde
Die genauen Ursachen für PMS sind bis heute nicht ausreichend/abschließend geklärt.
Es wird davon ausgegangen, daß mehrere Faktoren dazu beitragen: z.B. hormonelle Dysbalance/Östrogendominanz, Stress,
Vitamin- u. Spurenelementemangel, Bewegungsmangel usw).
diane hat geschrieben:Vor allem in den letzten 3–7 Tagen vor der neuen Menstruation überwiegt der Einfluss von Gestagen (Progesteron) gegenüber dem des Östrogens; es wird mehr Wasser im Gewebe eingelagert, was die schmerzhaften Schwellungen an Brüsten, Händen und Füßen erklärt.
Hier dürfte nur Progesteron stehen, im Körper gibt es keine Gestagene - Gestagene sind chemisch hergestellte Medikamente (z.B. einige Pillensorten),
die dem Progesteron nur entfernt ähnlich sind, aber so vermarktet werden, als könnten sie die Aufgaben des Progesterons übernehmen.

Progesteron ist auch nicht für die Wassereinlagerungen im Gewebe verantwortlich, sondern die Östrogene - Progesteron entwässert.

Jetzt aber zu deinem Problem:
diane hat geschrieben:Ich hatte zb unter Venlafaxin am AnFang ständige Schmierblutungen. Später teilweise einen Zyklus von 100 Tage mit Strutzblutungen (einmal musste ausgeschabt werden) ...
Bei vielen Psychopharmaka steht mittlerweile im Beipackzettel, daß sie Zyklusveränderungen auslösen können - das ist ziemlich verharmlosend
ausgedrückt, denn Zyklusprobleme entstehen meistens durch ein Ungleichgewicht zwischen Progesteron u. den Östrogenen, was aber
außer der Menstruation noch viele weitere Regularien im Körper beeinflußt.

Diese Schmierblutungen bzw. auch das Ausschaben deuten darauf hin, daß das Östrogen in die Dominanz kommt u. sich dadurch mehr
Schleimhaut aufbaut - es fehlten dann evtl die Eisprünge, die erst die Bildung von Progesteron initiieren oder durch den Stress, die
eine Einnahme und auch das Absetzen im ZNS anrichten, wurde zu viel Cortisol verbraucht u. Cortisol wird aus Progesteron gebildet,
so daß es hier zu einem Mangel kommt.
diane hat geschrieben:Nun, seitdem ich abgesetzt habe, habe ich vor der Mens PMS ähnliche Symptome.... Vorher nie gehabt.
Wie oben geschrieben, entweder fehlte der Einsprung oder das Cortisol hat den größten Teil des Progesterons verbraucht.
Cortisol ist ja das Stresshormon und ich denke, daß bei dir der Spiegel evtl teilweise höher ist, durch die diversen Ängste.
diane hat geschrieben:Könnte man doch auch als ein Absetzsymptom sehen?
MMn könnte man das insofern als Absetzsymptom sehen, weil ja das AD einen Einfluß auf das Hormonsystem hat - durch
eine verringerte /keine Wirkstoffzufuhr, muß dieses auch erst wieder eine Balance finden.

Wenn du sehr starke PMS Probleme hast, könntest du versuchen, Mönchspfeffer (Agnus castus) einzunehmen, daß kann die körpereigene
Progesteronproduktion ankurbeln.

Liebe Grüße von Anna
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Re: PMS/Zyklusbeschwerden

Beitrag von diane » Donnerstag, 20.10.16, 12:49

Hallo anna,

Danke für deine ausführliche Aufklärung ;)

Lg

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Re: PMS/Zyklusbeschwerden

Beitrag von padma » Donnerstag, 20.10.16, 22:12

hallo Diane, :)

denkst du bitte noch an die Quellenangabe?
Artikel ohne Quellenangaben sind aufgrund des Urheberrecht nicht gestattet und müssen von uns gelöscht werden.

liebe Grüsse,
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Re: PMS/Zyklusbeschwerden

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 02.11.16, 11:50

Hier ein Erfahrungsbericht von Linda und Jessica:
Ich möchte Euch daran erinnern, das Euer Zyklus eine große Rolle im Stimmungsbild spielt. Jessica hat zum Beispiel gemerkt, dass die Absetzsymptome in der 2. Hälfte vom Zyklus viel schlimmer waren, als in der ersten Hälfte. Das liegt an dem höheren Progesteronspiegel in der 2. Zyklushälfte. Falls Ihr die Pille nehmt, sollte diese ein einphasiges und kein zweiphasiges Mittel sein - die Zweiphasigen können nämlich auch Beschwerden bis hin zu Depressionen auslösen. Jessica hat in Abstimmung mit ihrer Gynäkologin eine Weile lang ein einphasiges Präparat ganz durchgenommen, das heißt, sie hat ihre Periode nicht bekommen. Jetzt ist sie wieder bei der "normalen" Einnahme und fühlt sich wohl. Die Absetzsymptome waren vorher in der 2. Zyklushälfte ganz schlimm.

Ich möchte Euch auch allen raten, Euch von Grund auf diesbezüglich durchchecken zu lassen. Wie wir jetzt wissen, war der Grund Jessicas "ursprünglicher Erkrankung" ein Hormonmangel - sie hatte zu wenig LH und FSH und deshalb hatte sie keine Östrogene gebildet. Ein gutes Buch zum Thema ist "Frauenkörper Frauenweisheit" von Dr. med. Christiane Northrup, eine US-Gynäkologin, die die Psyche stark in ihre Behandlung miteinbezieht.

Ich finde, dass es wichtig ist, dass wir zu unserem eigenen Körper einen guten Bezug entwickeln. Dazu gehört, dass wir uns über ihn und seine Funktionen informieren und Bescheid wissen.
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Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: PMS/Zyklusbeschwerden

Beitrag von Claudiiii » Freitag, 18.11.16, 7:03

Hallo zusammen,

Ich bin noch nicht lange hier im Forum angemeldet, aber es hilft mir wirklich sehr beim Absetzen. Es ist beruhigend zu lesen, dass ich nicht die Einzige mit solchen Problemen bin.

Seit der Einnahme von Venlafaxin bzw. dem Absetzen habe ich in den Tagen vor der eigentlichen Regel Schmierblutungen und ich fühle mich besonders mies. Die Absetzsymptome schlagen stark zu. Vor allem Morgens bin ich sehr unruhig, kann schlecht schlafen und meine Angstgedanken kommen.
Ich nehme allerdings auch die Pille (Minisiston 20 fem), die ja an sich auch Schmierblutungen als Nebenwirkung hat. Zuvor ist das allerdings bei mir noch nie aufgetreten. Auch hatte ich keine merklichen Stimmungsachwankungen in Abhängigkeit vom Zyklus.

Ich werde die Absetzschritte jetzt auch an den Zyklus anpassen.
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Aufgrund von Panikattacken und Angst Venlafaxin bis 75mg eindosiert, außerdem 7,5mg Mirtazapin. Nach 1 Monat Beginn mit Absetzen, durch zu schnelles Absetzen extreme Symptome: Durchfall, Übelkeit bis zum Erbrechen, Traurigkeit, Angst und Panik schlimmer als je zuvor. Besserung durch erneutes Hochdosieren von Venlafaxin. Mirtazapin unter Qualen und Hartnäckigkeit losgeworden.

ab 08.07.16 37,5mg Venlafaxin
ab 15.07.16 75mg = Maximaldosis
ab 08.08.16 Beginn mit Absetzen
Nach viel zu schneller Reduktion (alle 4 Tage 12,5mg) und wieder minimalem Hochdosieren auf 25mg stabilisiert und auf Kügelchen-Präparat umgestiegen
20.10.16 55 Kügelchen 18mg
20.11.16 45 Kügelchen 15mg
15.12.16 35 Kügelchen 11,5mg
11.01.17 25 Kügelchen 6,9mg
08.02.17 15 Kügelchen 4,2mg
08.03.17 10 Kügelchen 2,8mg zu großer Schritt daher
09.03.17 12 Kügelchen 3,3mg schlimmste Symptome
11.05.17 13 Kügelchen 3,6mg Aufdosiert, da keine Stabilisierung in Sicht war
09.10.17 12 Kügelchen 3,3mg endlich weiter runter, seitdem kaum Symptome
10.10.17 11 Kügelchen 3,4mg (neue Packung mit weniger Kügelchen pro Kapsel)
11.11.17 10 Kügelchen 3,1mg
12.12.17 09 Kügelchen 2,8mg
18.01.18 08 Kügelchen 2,5mg
12.03.18 07 Kügelchen 2,2mg
25.04.18 06 Kügelchen 1,9mg
08.06.18 05 Kügelchen 1,6mg

Symptome nach (zu schneller) Reduktion am Morgen extrem und schrecklich: Nervosität, Anspannung, schneller Puls, Angst, Panik, extreme Blähungen, zeitiges Aufwachen, dann Durchfall, manchmal mit Übelkeit bis zum Würgen, teilweise Erbrechen.

Dann Symptome auch ganztägig verteilt: plötzliche Kraftlosigkeit, Müdigkeit, Gefühl das Gehirn schwitzt und ist warm, Unwirklichkeitsgefühl, vereinzelt Anflug von Panik, Traurigkeit, Weinerlichkeit, Pessimismus, wirre Träume.

Nachmittags ist es oft gut und es gibt auch Symptomfreie Tage, wenn ich dann endlich auf einer Dosis stabilisiert bin.

Immer wieder, auch außerhalb der schlimmen Wellen:
schmerzhafte Nacken- und Rückenverspannungen, ständig Blähungen und täglich Durchfall, selten kurzes aber schmerzhaftes Stechen im rechten Unterbauch, Schwindel, Kopfschmerzen

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Re: PMS/Zyklusbeschwerden/Wechseljahresbeschwerden

Beitrag von live-slow » Donnerstag, 23.03.17, 8:59

hallo zusammen,
ich leide auch an pms hauptsächlich psychische probleme.
bis hin zu suizidgedanken :-(
das war viele viele jahre extrem belastend und nervenaufreibend!
schon allein die zeit die verging, bis ich kappiert habe das das mit meinem zyklus zu tun hat!
bis ich meinem gyn von meiner problematik erzählt habe... das alles hat jahre gedauert bis ich soweit war!
nun hat er mir aber erklärt das ich zu wenig östrogene habe!
bekomme jetzt estradiol vor meiner periode
und ich bin beschwerdefrei!
ein segen!
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nam myoho renge kyo

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Re: PMS/Zyklusbeschwerden/Wechseljahresbeschwerden

Beitrag von Claudiiii » Donnerstag, 23.03.17, 9:04

Glückwunsch live-slow,

dass du die Ursache entdeckt hast und es dir durch die Hormone wieder gut geht! :party2:

Ich hoffe es geht bei dir immer weiter bergauf!
Liebe Grüße,
Claudi
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ab 08.07.16 37,5mg Venlafaxin
ab 15.07.16 75mg = Maximaldosis
ab 08.08.16 Beginn mit Absetzen
Nach viel zu schneller Reduktion (alle 4 Tage 12,5mg) und wieder minimalem Hochdosieren auf 25mg stabilisiert und auf Kügelchen-Präparat umgestiegen
20.10.16 55 Kügelchen 18mg
20.11.16 45 Kügelchen 15mg
15.12.16 35 Kügelchen 11,5mg
11.01.17 25 Kügelchen 6,9mg
08.02.17 15 Kügelchen 4,2mg
08.03.17 10 Kügelchen 2,8mg zu großer Schritt daher
09.03.17 12 Kügelchen 3,3mg schlimmste Symptome
11.05.17 13 Kügelchen 3,6mg Aufdosiert, da keine Stabilisierung in Sicht war
09.10.17 12 Kügelchen 3,3mg endlich weiter runter, seitdem kaum Symptome
10.10.17 11 Kügelchen 3,4mg (neue Packung mit weniger Kügelchen pro Kapsel)
11.11.17 10 Kügelchen 3,1mg
12.12.17 09 Kügelchen 2,8mg
18.01.18 08 Kügelchen 2,5mg
12.03.18 07 Kügelchen 2,2mg
25.04.18 06 Kügelchen 1,9mg
08.06.18 05 Kügelchen 1,6mg

Symptome nach (zu schneller) Reduktion am Morgen extrem und schrecklich: Nervosität, Anspannung, schneller Puls, Angst, Panik, extreme Blähungen, zeitiges Aufwachen, dann Durchfall, manchmal mit Übelkeit bis zum Würgen, teilweise Erbrechen.

Dann Symptome auch ganztägig verteilt: plötzliche Kraftlosigkeit, Müdigkeit, Gefühl das Gehirn schwitzt und ist warm, Unwirklichkeitsgefühl, vereinzelt Anflug von Panik, Traurigkeit, Weinerlichkeit, Pessimismus, wirre Träume.

Nachmittags ist es oft gut und es gibt auch Symptomfreie Tage, wenn ich dann endlich auf einer Dosis stabilisiert bin.

Immer wieder, auch außerhalb der schlimmen Wellen:
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