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Kieferverspannungen durch AD ( z.B. Paroxetin) / Zähne zusammen beissen / Bruxismus

Das Absetzen von Psychopharmaka bedeutet oft eine Herausforderung für Körper und Seele. Bestimmte Beschwerden können verstärkt werden oder auch erstmals auftreten. Hier finden sich Infos und Diskussionen zu entzugsbedingten Gesundheitsthemen.
BobdB
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Kieferverspannungen durch AD ( z.B. Paroxetin) / Zähne zusammen beissen / Bruxismus

Beitrag von BobdB » Mittwoch, 19.04.17, 8:17

Hallo liebes Forum,

ich möchte dafür einen eigenen Thread erstellen, weil das Thema sonst untergeht und ich würde Euch bitten, es nicht zu verschieben, da es sonst keiner liest.

Mich plagen ja diese teils wirklich schlimmen Verspannungen des Kiefermuskels. Das Ganze hat irgendwann von heut auf morgen angefangen, als ich noch die ursprüngliche Dosis Paroxetin genommen habe. Ich dachte es ist eine plötzlich einsetzende Nebenwirkung nach der Langzeiteinnahme. Habe dann aufgrund dessen und anderer Dinge das Paroxetin angefangen abzusetzen. In der Folge wurden diese Kieferprobleme auch besser, bzw. traten eigentlich gar nicht mehr auf.

Jetzt gings gestern auf einmal wieder los, obwohl ich nur noch bei 3mg bin.

Da ich auch sonst seit dem Absetzen teils wirklich üble Verspannungen im Bereich Hals/Nacken habe, ist es vielleicht einfach doch auch ein Zeichen des Absetzens?

Ich habe nun leider nirgendwo explizit gelesen, dass andere das gleiche Problem mit dem Kiefer haben, bzw. dass es wirklich einen Zusammenhang mit den SSRI gibt… was denkt ihr? An einer Stelle habe ich aber mal gelesen, dass es durchaus eine Nebenwirkung von SSRI sein kann. Dafür sprechen würde, dass die Kiefer-Beschwerden ja zum ersten mal auftraten, als ich noch die ursprüngliche Dosis genommen hab. Wie kann das dann aber jetzt wieder auftreten, wo ich doch schon so weit reduziert habe?

Ich möchte auch nicht wieder eine Odyssee an Ärzten hinter mich bringen, da damals mit den Magenbeschwerden auch alles mögliche incl. Magenspiegelung versucht wurde und NICHTS gefunden wurde. Und da bin ich mir inzwischen SICHER, dass es vom Paroxetin bzw. Absetzen kommt.

Danke Euch und LG
Bob
Zuletzt geändert von padma am Mittwoch, 02.05.18, 13:34, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel angepasst und erweitert
- Anfangs Paroxetin 20mg
- Kurz danach auf 10mg reduziert und dann weit über 10 Jahre genommen
- Am Ende krasse "Nebenwirkungen" und dann Ausschleichen über mehrere Monate
- Seit Mitte Juli/2017 auf NULL

BobdB
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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von BobdB » Mittwoch, 19.04.17, 9:15

Entschuldigt bitte meine Reaktion. Kann ich den Kommentar hier irgendwie löschen?
Zuletzt geändert von BobdB am Mittwoch, 19.04.17, 12:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 19.04.17, 9:32

Hallo Bob,

das Team versucht im Forum Ordnung zu halten. Einzelne Gesundheitsthemen gehören in den Bereich Gesundheit. Ist gar nicht so kompliziert.

Das Team liest überall mit und antwortet, wenn Wissen zum Thema vorliegt. Ich kann Dir auch versprechen, ich werde Personen, die über Kieferprobleme schrieben, auf diesen Thread zum Austausch aufmerksam machen. Zudem kannst Du entsprechende Suchbegriffe oben rechts eingeben und Betroffene mit ähnlichen Problemen direkt anschreiben und auch auf diesen Thread aufmerksam machen.
Super. Jetzt also doch verschoben.
Da bleibt der Thread nun und verschimmelt, da keiner in diesem Forum liest. :-(
Wollen wir wetten?
Dein Ton löst das hier bei mir aus:
:bad-mood: :bad-mood: :bad-mood:

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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von BobdB » Mittwoch, 19.04.17, 10:09

Sorry Murmeline, war doch nicht so gemeint.
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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von Monalinde » Mittwoch, 19.04.17, 10:36

Hallo BobdB

es ist gut möglich, dass die Kieferverspannungen vom Paroxetin herrühren. Ich hatte ähnliches von Venlafaxin. Gefühlt war es so, dass irgendetwas mit meinen Zähnen nicht mehr in Ordnung sei, weil ich sie immer aufeinander pressen musste. Das kannte ich von früher her nicht.

Vielleicht können auch noch andere User etwas dazu sagen.

LG Mona
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2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg, ich habe in diesem Rahmen manchmal erhöht und reduziert
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Dezember 2012 auf Null abgesetzt, ausschleichend alle drei Wochen 10 Prozent der ursprünglichen Dosis

Diagnose: Depression und Angststörung

Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.

Zahlreiche körperliche Symptome:
(Tinnitus , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals, saures Aufstoßen, Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Stimmungsschwankungen, Hautausschläge, Angstzustände, Gelenkschmerzen, Schwindel))


2016: Nebenhöhlenentzündung, Schleim im Hals, Stimmungsschwankungen bzw. Neuroemotionen, Tinnitus, noch
leichte Schlafstörungen, lebhafte Träume, die wahrscheinlich meinen Tinnitus triggern, aber keine Albträume
mehr, Schüttelfrost

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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von BobdB » Mittwoch, 19.04.17, 11:15

Hallo Mona,
vielen Dank für Deine Antwort. Venlafaxin ist ja ein SNRI, was auch die Noradrenalinrezeptoren anspricht. Da kann ich mir das schon eher vorstellen, da Adrenalin ja ein Stresshormon ist im Grunde und sicher solche Anspannung auslösen kann.
Hast Du denn das Problem immer noch?
LG
Bob
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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von LinLina » Mittwoch, 19.04.17, 11:58

Hallo Bob :-)

Ich habe deinen Thread verschoben, bitte respektiere die Art wie wir das Forum ordnen. Es wird sonst sehr unübersichtlich und deine Anfrage zu Kieferproblemen wird nach einer Weile im Antidepressiva-Absetzen-Thread untergehen. Wir sammeln hier im Gesundheitsbereich solche Themen und es ist einfacher, auch für uns, die entsprechenden Threads wieder zu finden wenn sie sich im richtigen Bereich befinden.

Es gibt auch einen Paroxetin-Betroffenen Thread viewtopic.php?f=18&t=10777 du könntest auch dort nachfragen ob andere ähnliche Erfahrungen machen und auf diesen Thread hier verlinken.

Ich setze Mirtazapin ab und habe auch seitdem erstmals Probleme mit Kieferverspannungen.

Grüße
Lina
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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von Horni » Mittwoch, 19.04.17, 13:47

Hallo Bob,
Ich hatte vom Paroxetin absetzen 3 Mal HWS und übelste Verspannungen.
Das war aber das geringste übel!
Mit Paroxetin ist nicht zu spassen!

Bitte keine Experimente mit dem Zeug machen.
Ich würde mit dem dosieren behutsam umgehen.
Heisst lange Zeitabstände nach jeder dosisveranderung einhalten egal wie es dir dabei geht.
Du hast das Zeug ja 10 Jahre lang genommen.
Lese dir die letzten Kommentare im Paroxetin betroffenen thread durch da ist ein Beitrag wo steht auf was alles bei einer chronischen Einnahme von Paroxetin das zeug Einfluss hat.
Lg
Horni
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Verküpfung zum Paroxetin Betroffenen Thread:
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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von Horni » Mittwoch, 19.04.17, 13:56

Hallo bob,
Habs Einfachheit halber in dein thread kopiert:
Horni hat geschrieben:Hier steht worauf Paroxetin alles wirkt, ausgenommen Serotonin.

Chronic paroxetine treatment: effects on other non-serotonergic neurotransmitter systems.
Ballesteros-Zebadua P, Manjarrez-Marmolejo J, Franco-Perez J1.
Author information
Abstract

Abstract

Due to its efficacy and acceptability, paroxetine is situated in the top ten of drugs prescribed for the treatment of major depression and essentially all anxiety disorders. Adults under paroxetine treatment report relief after 4-6 weeks of administration; furthermore, this drug can be prescribed for periods lasting longer than one year. Therefore, paroxetine treatment has a pattern of ingestion that is mainly chronic rather than acute. There is a considerable number of reviews in the literature concerning the effects of paroxetine on the serotonergic system; however, the alterations caused by chronic ingestion of this drug in other neurotransmitter systems have received little attention. For this reason, we consider very important to review the experimental studies concerning the effects of chronic paroxetine intake on neurotransmitter levels, neuronal firing rate and the expression of receptors and transporters in different neurotransmitter systems in the brain.

According to the experimental data analyzed in this work, we can establish that long-term paroxetine intake has the ability to increase GABA, glutamate, dopamine and noradrenaline levels in the brain. Furthermore, high levels of AMPA, orexine-1,2 and histamine-1 receptors have been reported in different brain regions after treatment with paroxetine over several weeks. In addition, paroxetine has differential effects on neuropeptide systems, such as galanine, opioid receptors and substance P. Available data lead us to establish that chronic ingestion of paroxetine induces changes in several neurotransmitters and neuropeptides, thus illuminating how each one may contribute to the antidepressant and anxiolytic response elicited by this drug. We consider that all reported changes in the neurotransmitter systems should be further considered to individualize clinical treatment and, in the case of patients taking a drug "cocktail", to gain better control over drug interactions and adverse effects.

Quelle ncbi
Link: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24138712

GABA

Benzodiazepine sind polycyclische organische Verbindungen auf Basis eines bicyclischen Grundkörpers, in dem ein Benzol- mit einem Diazepinring verbunden ist, und zählen zu den psychotropen Substanzen.

Einige Vertreter der Gruppe finden in der Medizin Verwendung als angstlösende, zentral muskelrelaxierende, sedierend und hypnotisch (schlaffördernd) wirkende Arzneistoffe, sogenannte Tranquilizer.[1] Manche Benzodiazepine zeigen auch antikonvulsive Eigenschaften und dienen als Antiepileptika. Alle Benzodiazepine binden an GABA-Rezeptoren, den wichtigsten inhibitorischen Rezeptoren im Zentralnervensystem. Benzodiazepine haben ein hohes Abhängigkeitspotential.
Quelle wikipedia
Link https://de.m.wikipedia.org/wiki/Benzodiazepine

glutamate

Anders als Acetylcholin entfaltet dieser Nervenbotenstoff seine Wirkungen in erster Linie im Gehirn. Dort ist Glutamat der häufigste erregende Neurotransmitter. Seine Rezeptoren - die vielleicht wichtigste Andockstelle ist der sogenannte NMDA-Rezeptor - finden sich in den verschiedensten Hirnarealen. Dementsprechend erfüllt das zu den Aminosäuren gehörende Molekül mannigfaltige Funktionen. So gilt Glutamat nach dem derzeitigen Kenntnisstand für die Übermittlung von Sinneswahrnehmungen und für die Bewegungssteuerung als ebenso unabdingbar wie für das Lernen und das Gedächtnis.

Bei Alzheimer-Patienten ist sowohl die Freisetzung als auch die Wiederaufnahme des Botenstoffs beeinträchtigt. Letzteres wird von speziellen Transportsystemen auf den Hirnzellen erledigt und ist besonders wichtig, weil zuviel Glutamat die Neuronen zerstören kann. Diese sogenannte Exotoxizität trägt wahrscheinlich dazu bei, dass es nach einem Schlaganfall zum Untergang von Nervenzellen kommt. Auch bei epileptischen Anfällen scheint der Neurotransmitter eine Rolle zu spielen. Darüber hinaus entfalten auch einige psychoaktive Drogen ihre berauschenden Effekte über die Andockstelle, an der auch Glutamat wirkt, den NMDA-Rezeptor.

Quelle netdoktor.at
Link http://www.netdoktor.at/laborwerte/glut ... ba-3867520

dopamine

noradrenaline

high levels of AMPA

AMPA-Rezeptoren (AMPAR, engl.; α-amino-3-hydroxy-5-methyl-4-isoxazolepropionic acid receptor) bilden neben den NMDA- und Kainat-Rezeptoren eine Untergruppe der Glutamat-Rezeptoren und sind die verbreitetsten Neurotransmitter-Rezeptoren im Zentralnervensystem. Sie bilden Kationenkanäle, welche die schnelle Komponente des postsynaptischen Stroms vermitteln. Ihre Aktivierung ruft Leitfähigkeitsänderungen in der postsynaptischen Membran für eine Dauer von wenigen Millisekunden hervor. Ihren Namen verdanken die AMPA-Rezeptoren dem synthetischen Agonisten AMPA (α-Amino-3-hydroxy-5-methyl-4-isoxazol-Propionsäure), mit dem sie spezifisch aktiviert werden können.
Quelle wikipedia
Link https://de.m.wikipedia.org/wiki/AMPA-Rezeptor

orexine-1,2 receptors

Orexin A und B (auch Hypocretin-1/-2) sind Neuropeptid-Hormone in Säugetieren, die im Hypothalamus gebildet werden und Einfluss auf das Essverhalten und den Schlafrhythmus haben. Weitere Wirkungen werden im autonomen Nervensystem, im Flüssigkeitshaushalt und Energiestoffwechsel vermutet. Sie entstehen durch enzymatische Spaltung aus einem Vorläufer- oder Präkursor-Protein, dem Pre-Pro-Orexin. Mutationen im HCRT-Gen können Narkolepsie zur Folge haben.[2]
Quelle Wikipedia
Link https://de.m.wikipedia.org/wiki/Orexine

histamine-1 receptors

Histamin-Rezeptoren sind G-Protein-gekoppelte Rezeptoren, über die der Neurotransmitter und das Gewebshormon Histamin seine Funktionen vermittelt. Zur Familie der Histamin-Rezeptoren gehören die Rezeptoren H1, H2, H3 und H4. Die Rezeptoren H1, H2 und H4 sind insbesondere für die Wirkungen des Histamins im Rahmen von Abwehrreaktionen, wie beispielsweise Mastzellaktivierung, Freisetzung von Interleukinen, Rekrutierung von Leukozyten, Hautrötung, Magensäurefreisetzung, Erbrechen sowie Erweiterung und Erhöhung der Permeabilität kleiner Blutgefäße verbunden mit Nesselsucht verantwortlich. Der H3-Rezeptor vermittelt, neben dem H1-Rezeptor, die Neurotransmitterfunktionen des Histamins. Zu diesen gehören beispielsweise die Regulierung der Freisetzung von Histamin (Autoregulation), Acetylcholin, Noradrenalin und Serotonin und die Regulierung der circadianen Rhythmik.
Quelle Wikipedia
Link https://de.m.wikipedia.org/wiki/Histamin-Rezeptor

galanine

Galanin ist ein Neuropeptid, das im Zentralnervensystem und im peripheren Nervensystem vorkommt. Das Galanin des Menschen besteht aus 30 Aminosäuren.[1]

Im Zentralnervensystem ist Galanin an der Regulation der Freisetzung verschiedener Neurotransmitter beteiligt. Sein regulatorischer Einfluss auf die Acetylcholin-Freisetzung wird mit seiner Beteiligung an der Pathogenese der Alzheimerschen Krankheit in Verbindung gebracht.

Galanin ist möglicherweise auch an verschiedenen anderen neurologischen Effekten, wie z. B. der Hemmung epileptischer Anfälle und des Schmerzes, beteiligt.

Im peripheren Nervensystem beeinflusst dieses Neuropeptid die Motilität des Magen-Darm-Trakts.[1]

Darüber hinaus kann Galanin auf das Hormonsystem einwirken, indem es die Freisetzung von Prolactin, LH und des Somatotropins steuert. Diese Effekte von Galanin werden durch drei verschiedene G-Protein-gekoppelte Rezeptoren vermittelt: GALR1 – GALR3.
Quelle Wikipedia
Link https://de.m.wikipedia.org/wiki/Galanin

Opioid receptors

Die Opioidrezeptoren (ungenau auch als Opiatrezeptor bezeichnet) befinden sich im zentralen und peripheren Nervengewebe; eine höhere Dichte findet sich im Thalamus. An die Opioidrezeptoren docken endogene Liganden an sowie opiathaltige Narkoanalgetika. Die Schmerzmittel können natürlichen (Morphin) und synthetischen Ursprungs sein (Fentanyl). Auch Opioid-Antagonisten wie Naloxon oder Naltrexon entfalten ihre Wirkung an den Opioidrezeptoren.
Quelle http://www.chemie.de
Link http://www.chemie.de/lexikon/Opioidrezeptor.html

substance P

Substanz P ist ein Neuropeptid aus elf Aminosäuren (Primärstruktur: Arg−Pro−Lys−Pro−Gln−Gln−Phe−Phe−Gly−Leu−Met−NH2).[1] Es gehört zur Gruppe der Neurokinine (früher auch als Tachykinine bezeichnet) und wird von Nervenzellen, aber auch von Leukozyten gebildet. Der Buchstabe P stand ursprünglich für engl. powder, weil die Substanz als Pulver vorlag, heute wird das P als pain (für engl. Schmerz) interpretiert.

Substanz P wurde zunächst als Neurotransmitter bei Schmerzrezeptoren (Nozizeptor) und schmerzleitenden C-Fasern angesehen. Wird ein solcher Rezeptor stärker erregt, setzt er Substanz P frei. Sie spielt aber auch als Modulator bei Entzündungen eine Rolle. Bei lokalen Entzündungen wird sie von den afferenten Neuronen der Spinalnerven und in Projektionsbahnen der Rückenmarksbahnen gebildet.

Substanz P bewirkt eine starke Erweiterung der Blutgefäße und steigert die Durchlässigkeit der Gefäßwand. Zudem bewirkt sie eine Steigerung der Sensitivität der Schmerzneurone im Rückenmark. Substanz P reguliert auch die zielgerichtete Einwanderung von Leukozyten (Chemotaxis). Leukozyten exprimieren sowohl Substanz P als auch den Substanz P-Rezeptor (Neurokinin-1 Rezeptor, NK-1R).

Substanz P-Antagonisten sind augenblicklich stark im Fokus der wissenschaftlichen Forschung, z. B. für Schmerztherapie und als Antidepressivum. Ein Überschuss an Substanz P wird als eine mögliche Ursache der Fibromyalgie diskutiert. Außerdem kann Substanz P über die Aktivierung der Neurokinin-Rezeptoren Erbrechen auslösen. Ein entsprechender Antagonist, der zur Verhütung von akuter und verzögerter Übelkeit und Erbrechen angewendet wird, ist Aprepitant.

Capsaicin, eine Substanz aus Paprika (insbesondere Chilis, den scharfen Vertretern der Paprika), aktiviert die Hitzerezeptoren in der Mundschleimhaut, was zur Ausschüttung von Substanz P ins Gewebe und zu schmerzartigen Empfindungen führt. Bei regelmäßiger Verwendung von Capsaicin gewöhnt sich der Körper daran und die Menge an ausgeschütteter Substanz P wird geringer. Dies wird mit einer vermehrten Ausschüttung körpereigener Opioide, der Endorphine und Enkephaline erklärt.

Innerhalb der Säugetiere fehlt Substanz P beim Nacktmull, der damit vermutlich eine gewisse Schmerzresistenz aufweist.
Quelle Wikipedie
Link https://de.m.wikipedia.org/wiki/Substanz_P


LGhorni

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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 19.04.17, 17:51

Hallo Bob :),

ich habe jetzt keine Erfahrungen mit Paroxetin, aber man kann sagen, die Haupteffekte sind alle gleich bei diesen Substanzen, egal ob jetzt Paroxetin, Citalopram, Venlafaxin, Doxepin oder Trimipramin.
Deswegen können wir auch eine Absetzsymptomliste erstellen, die für alle AD gültig ist, die geben sich nämlich nichts, auch wenn sie unterschiedlichen Gruppen zugeteilt werden.
Kennt man eines, kennt man alle.

Als ich meinen Benzoentzug machte, hatte ich massive Kieferverspannungen. Ich habe die ganze Nacht die Zähne aufeinandergepresst und bekam sogar Nervenschmerzen im Kiefer und an den Zähnen, obwohl die Zähne in Ordnung waren (Zahnarzt konnte keine Defekte feststellen).
Ich habe daraufhin eine Beißschiene / Knirsch-Schiene bekommen.
Dieses ist Kassenleistung, wenn der Zahnarzt merkt, dass die Zähne durch Verspannung aufeinandergepresst werden.
In schlimmen Fällen kann man auch eine spezielle Kiefer-Krankengymnastik verordnet bekommen.

Meine Schwester setzt zur Zeit das AD Amitriptylin ab und ihre Kieferverpannungen sind so stark geworden, dass sie vor einigen Wochen nachts sogar ihre Beißschiene durchgebissen (!) hat. Man möchte gar nicht wissen, was da für rohe Kräfte walten..

Gute Besserung
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:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von padma » Mittwoch, 19.04.17, 19:00

hallo,

hier gibts Übungen gegen Bruxismus (Zähne knirschen), sind sicherlich auch für Kieferverspannungen ohne Zähne knirschen geeignet

https://www.cmd-arztsuche.de/entspannun ... bruxismus/

liebe Grüsse,
padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von BobdB » Mittwoch, 19.04.17, 20:38

Hallo,
und DANKE ihr Lieben!
Beim Benzo Entzug würde es mir ja noch einleuchten, da die ja explizit auf die GABA Rezeptoren wirken und dadurch eine Beruhigung hervorrufen. Und beim Entzug ist man dann natürlich übererregt und sicher total angespannt.
Aber nach dem Text von Horni wirken wohl auch SSRI nach Langzeitteinahme an den GABA Rezeptoren...hmm
Nun, ich kann mir einfach nur vorstellen, dass es vom Paroxetin kommt, ich hab keine andere Erklärung. Hab halt Angst zu nem Arzt zu gehen und genau wie bei der Magensache wird trotz Magenspiegelung etc. wieder keine Ursache gefunden. Und dann kommt natürlich wieder das Totschlagargument, dass es psychisch bedingt ist. Obwohl es mir sonst wirklich gut geht. Wir kennen sowas doch alle.
Aber vielleicht werd ich zum Kieferchirurgen/Zahnarzt gehen und mir so eine Beisschiene anfertigen lassen. Ist sicher eine gute Idee. Zumal ich glaub ich auch schon Nervenschmerzen in den Zähnen habe. Und ich hatte vorher immer hervorragende Zähne, nie Probleme.
Vielleicht probier ich auch mal Vitamin B Komplex aus, für die durch das Absetzen beanspruchten Nerven. Schaden kanns wahrscheinlich nicht.
Wenn ich daran denke, was ich noch alles vor mir habe, bis ich dann tatsächlich mal ne zeitlang auf 0 bin plus die Zeit danach bis sich alles wieder einpendelt. Ohhhh mein Gott.
Ich geh davon aus, ich werd mich die nächsten 2 Jahre mit dieser Kiefersache arrangieren müssen. Falls es überhaupt jemals wieder normal wird. Ich werd das Gefühl nicht los, dass bei diesem einen Symptom irgendwas in mir dauerhaft durch das Paroxetin geschädigt wurde... :cry:

LG
Bob
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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von Annanas » Mittwoch, 19.04.17, 21:44

Hallo Bob :) ,
auch ich hatte vor dem Absetzen von Venlafaxin (SNRI) kaum Probleme mit den Zähnen - das hat sich
jetzt während der Reduktionen grundlegend geändert:
ich habe mit Kieferschmerzen, -pressen, - krämpfen zu tun - das ging so weit, daß ich eines nachts einen
richtigen Kieferkrampf bekam, so daß mir die Zähne "zusammengeknallt" sind u. die Kante der unteren
Schneidezähne splitterte.

Seitdem habe ich auch eine Beißschiene, die hilft ja nur gegen zerstörerische Folgen dieser Attacken - denn
natürlich bleiben mir weiterhin hin u. wieder Nervenschmerzen in den Zähnen (sind nachweislich i.O.), die
Kieferschmerzen (zieht manchmal bis in die Ohren) u. auch das Knirschen (wobei eben die Schiene die Zähne schützt).

In unsererAbsetzsymptomliste ist das übrigens auch aufgeführt:
Zähneknirschen (vor allem auch nachts), Kieferpressen, Zahnschmerzen

Ich denke, daß genau wie alle anderen Muskeln u. Nervenbahnen im Körper, auch der Bereich der Kiefer und
Zähne durch fehlgesteuerte Impulse, ausgelöst durch die verringerte Wirkstoffzufuhr d. Medikamente, in
Mitleidenschaft gezogen wird und dementsprechend mit Symptomen reagiert.

Da müssen wir wohl leider auch durch - die Beißschiene würde ich dir aber auf jeden Fall empfehlen!

Lieben Gruß von Anna
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28.01.2018 30. Red. 1 mg auf 6 mg - wegen starker Beschwerden am 02.02. auf 6,3 mg aufdosiert
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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von Horni » Donnerstag, 20.04.17, 7:12

Hallo Bob ja das kenne ich.
Es fühlt sich so an als ob alles nie enden wird.
Doch ich habe öfters die Erfahrung gemacht, das ein Symptom so schnell gegangen ist wie es gekommen ist.
Nicht die Hoffnung aufgeben.
Ich dachte damals meine Nackenverspannungen würden nie enden.

Versuche erst für die nächste Zeit dammit zu leben.
Es wird.
Never give Up!!!!
Lg
Horni
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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von BobdB » Donnerstag, 20.04.17, 7:59

Hi alle,

wow ich glaube ihr wisst gar nicht wie wertvoll ihr seid und wie vielen Menschen ihr hier wahrscheinlich schon geholfen habt.
Ich kann einfach nur nochmal DANKE sagen. Ihr seid alle so tolle Menschen. :-)

Heute gehts eigentlich mit dem Kiefer, dafür bin ich wieder um 04:00 Uhr aufgewacht und konnte nicht mehr einschlafen weil ich mich total wach gefühlt hab und "innerlich unter Strom stand". :party:

Mal schaun was als nächstes so kommt--

LG
Bob
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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von Horni » Donnerstag, 20.04.17, 8:50

Hallo Bob,
Diese Seite ist einmalig im deutschsprachigen Raum.
Ich würde hier aufgeklärt.
Auch mir wird und würde enorm geholfen, deshalb Versuche auch ich hier was beizutragen.
Es ist sehr wichtig für mich meineerfahrungen weiter zu geben. Jeder sollte es tun.
Hier wird gegenseitig geholfen.
Denn die Seite lebt davon.
Ich wurde von KEINEM in weiss so aufgeklärt wie hier.
Ich freue mich dass wir dich etwas aufbauen könnten.
Du hast bestimmt gemerkt, dass du mit deinen Problemen nicht alleine bist.
Lg
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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von Siggi » Donnerstag, 20.04.17, 11:40

Hallo Bob,

auch von mir ein kleines "Beruhigerle"...
Ich habe Mirtazapin abgesetzt (seit 31 Monaten auf Null) , -und habe immer noch Zahnprobleme mit Verspannungen,
ein Gefühl, als würde der Zahnkiefer nicht aufeinander passen :frust: sowie Nerven-und Zahnfleischschmerzen,
vor allen Dingen beim Kauen, und wohl auch nächtliches Knirschen.
Auch bei mir konnte die Z.Ärztin nichts feststellen.
Nachdem ich dennoch wegen dieser unerklärlichen Symptome, die ich vorher nicht hatte unsicher war,
landete ich vor ca 5 Jahren in der Kiefer-Uniklinik.
Und wie solls anders sein... man schob mich in eine "Psycho-Kiste"...aber das bin ich mittlerweile gewöhnt und habe nur noch ein müdes Lächelen dafür übrig! :roll:
Aber das Gute an diesen Untersuchungen war, dass ich die Verordnung einer Aufbissschiene bekam.
Diese Aufbissschiene trage ich nun schon seit 5 Jahren und hat große Linderung gebracht.
LG
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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 20.04.17, 11:47

Hallo ihr!

Ich freue mich übrigens sehr über alle, die hier Erfahrungen niederschreiben und damit zeigen, dass der Forumsbereich "Gesundheit" sehr wohl gelesen wird und der vom Team bei der Einführung angedachte und erhoffte Austausch zu einzelnen Symptomen wirklich stattfindet!

:pillowtalk: :pillowtalk: :pillowtalk:

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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von BobdB » Donnerstag, 20.04.17, 12:30

Hi,

also ich hab nochmal nachgedacht und irgendwie hatte ich die Kieferverspannungen eigentlich immer die Tage nach einem Alkoholkonsum.
Und was habe ich am Wochenende gemacht? Ne halbe Flasche Wein getrunken...

Ausserdem habe ich (weil ich dachte ich würde es wieder vertragen) die letzten Tage Kaffee getrunken. Auch wenns nur eine Tasse pro Tag war.
Aber ...in der Summe war das wohl der Auslöser?

VG
Bob
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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von LinLina » Donnerstag, 20.04.17, 12:41

Hallo Bob,

das ist möglich. Kaffee und Alkohol können sowohl Absetzsymptome als auch Nebenwirkungen verstärken. Es ist besser beides erstmal zu meiden, beides kann individuell zusätzlich eine Belastung/Stressfaktor für den Körper sein.

Liebe Grüße
Lina
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