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umgang mit schmerz

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weg
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umgang mit schmerz

Beitrag von weg » Sonntag, 24.09.17, 13:44

hallo,

wie geht ihr mit schmerzen um? ich habe gelesen, dass "man" sich in den schmerz hineingeben soll, ihn zu durchleben. könnt ihr mir sagen, wie ich das machen kann?

bis jetzt habe ich mich ablenken können oder ich habe die schmerzen einfach ignoriert oder übergangen (polyneuropathie, rücken, nervenverletzungen). mir schwebt vor, dass ich vielleicht noch einen anderen umgang mit meinen körperlichen beschwerden erlernen könnte, es ist einfach so eine art ahnung in mir dazu gewachsen. nur weiss ich nicht, wo ich da beginnen kann.

danke vielmal für eure erfahrungen.
herzlich
weg
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Re: umgang mit schmerz

Beitrag von Arianrhod » Sonntag, 24.09.17, 17:00

Hi, Weg,
ich habe ähnliches wie du: Rücken (4 OPS, Polyneuropathie, Nervenschmerzen. .....
in den Schmerz rein..... nun ja, wie soll das gehen?
Ich blende permanent Schmerzen AUS. Ich selbst denke, dass ist so anstrengend, dass ich oft erschöpft bin. Einmal war ich beim Zahnarzt, der fragte, ob das oder jenes nicht schon länger wehgetan hätte. Ich meinte, kann ich nicht sagen, ich ignoriere Schmerzen oder blende sie aus....
es gibt Schmerzen,
wenn ich da nur dran denke, bricht mir der Schweiss aus , und ich gerate in Panik .

liebe Grüße Arian

Ansonsten mache ich alles: Schmerzmittel. TENS, Osteopathie, KG, Reiki und jetzt soll ich Spritzen in die Triggerpunkte kriegen - yeah.
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Re: umgang mit schmerz

Beitrag von Gwen » Sonntag, 24.09.17, 19:11

Hallo, ich habe selbst keine Erfahrung mit Schmerzen. Ich habe aber Mal gelernt, dass MBSR bei Schmerzpatienten hilfreich sein soll.

Da geht es meines Wissens nach darum, den Schmerz zwar wahr zu nehmen, ihn dann aber nicht weiter zu beachten. Also im Prinzip wahrzunehmen, dass der Rücken weh tut. Die Füße kalt sind. Die Hände warm. Alles hat die gleiche Wertigkeit. Einfach nur wahrnehmen. Nicht bewerten. Und nicht drüber nachdenken, dass der Rücken gestern auch schon so weh getan hat. Und das heute vielleicht auch nicht aufhören wird. Und wie furchtbar das ist. Da innerlich zu stoppen und immer wieder zu versuchen, einfach nur das wahrzunehmen, wie es gerade ist.

Ich habe das wie gesagt nicht selbst probiert und kann daher nicht sagen, ob es funktioniert. Es gehört wahrscheinlich auch Übung dazu.

Liebe Grüße Gwen
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Sommersprosse
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Re: umgang mit schmerz

Beitrag von Sommersprosse » Montag, 25.09.17, 14:35

Hallo weg,

selbst begleitet mich seit 16 Jahren eine chronische Schmerzerkrankung (Fibromyalgie)
Hier gibt es bislang noch kein erforschtes Mittel was wirklich helfen könnte.
Einige Med. wurden mir angeboten um die Wirtschaft anzukurbeln, wirklich geholfen hatte NICHTS
Was mir bislang gut getan hat, war:

Osteophatie
Meditation
Reiki

eine gesunde Einstellung der Selbstbeurteilung - beobachten, den Schmerz zulassen, ihn annehmen.
Was nicht heißen soll, dass DU ihn annehmen MUSST/KANNST. Es kommt auf die Erkrankung an.

Annehmen bedeutet für mich selbst - er gehört zu mir und meinem Leben
dazu hatte ich ein Jahr gebraucht, dies für mich so zu akzeptieren.
Es war ein schwerer Prozess, wer möchte schon gern mit Schmerzen leben.

Meine Vorschreiber haben dir einige wertvolle Tipps genannt, wie z.B. MBSR
weiter Link: Achtsamkeit im Alltag
Evtl. könnte dir eine Multimodale Schmerztherapie helfen ?
oder Sport wie schwimmen.

Ich spreche jetzt für mich: Die schönen Dinge im Alltag nicht vergessen, sie sehen und erfreuen kann Balsam sein.

Recht gute Besserung und viel...viel Kraft wünscht dir Sommersprosse (n) Bild
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Re: umgang mit schmerz

Beitrag von lunetta » Montag, 25.09.17, 17:20

Hallo!

Ich habe durch meine Lähmungen auch chron. Schmerzen, aber ich merke von Jahr zu Jahr dass ich immer weniger Schmerz ertragen kann.
Es ist als ob ich schon alle Leidensfähigkeit aufgebraucht hätte.

Ich habe auch schon alles versucht, alle Therapien, so ziemlich alle Schmerzmittel, hatte sogar eine zeitlang eine Schmerzpumpe, aber ich war davon den ganzen Tag sowas von fertig und müde, das war auch kein Leben.

Es stimmt alles was schon gesagt wurde, man muß es annehmen und akzeptieren, aber jeder der chron. Schmerzen hat, weiß wie hoch dieser Leidensdruck ist, und ich für meinen Teil KANN einfach nichts mehr ertragen und aushalten. Wenn es zu schlimm wird nehme ich deshalb ein Schmerzmittel und ich bin weit über den Einnahmetagen, die erlaubt sind (man sagt, dass man von 30 Tagen nicht mehr als 10 Einnahmetagen haben sollte, an diesen dürfte man aber mehr als 1 Tabl. oder Tropfen etc. einnehmen).

Ich lasse regelmäßig meine Leber-und Nierenwerte checken, frage mich aber immer, was ich machen würde, wenn die sich verschlechtern würden....was wäre die Alternative...?

Ich habe eine 75-jährige langjährige gute Bekannte, die kennt keine Schmerzen!!! Hat nie Kopfschmerzen, nie Rückenproblem, nichts!
Die kann nicht glauben, dass ich ständig Schmerzen habe. Kommentare wie:" Das gibt es doch nicht, dass dir immer was weh tut!" kann ich schon gar nicht mehr hören:( Die ist quitschfidel, geht zum Turnen, macht lange Wanderungen, sitzt stundenlang in der Oper, usw. Für mich undenkbar!

Bei mir ist es so, dass ich nur im aushaltbaren Zustand irgendwas unternehmen oder machen kann, wenn die Schmerzen unerträglich sind, muß ich alles absagen, und bin nicht zu gebrauchen. Man kann auch nichts planen, da ich nie sagen kann wie der nächste Tag ist.

Ich wünsche allen Menschen die Schmerzen zu ertragen haben, eine halbwegs akzeptable Lösung und viel Kraft!

GLG
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weg
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Re: umgang mit schmerz

Beitrag von weg » Montag, 25.09.17, 21:10

hallo,

herzlichen dank für eure rückmeldungen. sie helfen mir weiter. ich habe etwas begriffen. also wenn ich meine schmerzen ignoriere oder wegstecke hat das für mich einen negativen-geruch. wenn ich die schmerzen annehmen kann ohne sie zu bewerten scheint das ein positiveres gefühl in mir zu hinterlassen. das ist eine andere perspektive. ich möchte mir diese positivere haltung erarbeiten. dazu brauche ich hilfen und so habe ich einen 8 wöchigen mbsr-kurs in der nähe von meinem wohnort gefunden. ich werde mich morgen dort anmelden und um ein persönliches gespräch ersuchen.

@Arianrhod, Sommersprosse danke für die links, lunetta:
eure berichte haben mich tief berührt und erschüttert. danke, dass ihr mir trotz eurer schmerzen geantwortet habt.

@gwen, ach du glückliche. ich gönns jedem, der sich schmerzfrei durchs leben bewegen kann.

herzlich
weg
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Sommersprosse
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Re: umgang mit schmerz

Beitrag von Sommersprosse » Mittwoch, 27.09.17, 8:48

Guten Morgen weg,
über deinen Beitrag habe ich mich sehr gefreut :hug: du einen spontanen Termin für ein Gespräch suchst.
Selbst kenne ich einige Patienten die unter einem Verwachsungsbauch leiden, oft nicht ernst genommen werden,
sich erneuten OPs (lt. Ärzte) unterziehen mögen. Sie arbeiten ebenfalls mit MBSR und können gute Erfolge für sich damit erzielen.

Ich las in deiner Signatur das du an Krebs erkrankt warst. Selbst hatte ich meinen Ehemann nach Darmkrebserkrankung begleitet
und weiß wie schwer dieser Weg ist.
Um so mehr bewundere ich dein Arrangement, dich nicht von deinen Schmerzen vereinnahmen zu lassen.

Viel Glück und ein gutes Gespräch wünscht dir Sommersprosse (n) Bild
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Re: umgang mit schmerz

Beitrag von weg » Donnerstag, 28.09.17, 17:54

hallo,

heute war das gespräch für den mbsr-kurs. ich habe einen angenehmen eindruck von der kursleiterin bekommen. am 13. oktober beginne ich mit dem 8-wochen-programm von jon kabat-zinn. im moment sind 5 leute angemeldet, es könnten noch einige dazukommen. die gruppengrösse ist auf 12 personen beschränkt. meine kranken-versicherung übernimmt den grössten teil der kosten.

ich bin gespannt was daraus wird, denke aber dass ich mich mit diesem programm weiterentwicklen kann.

herzlich
weg
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Re: umgang mit schmerz

Beitrag von Arianrhod » Donnerstag, 28.09.17, 21:43

Gwen hat geschrieben:Hallo, ich habe selbst keine Erfahrung mit Schmerzen. Ich habe aber Mal gelernt, dass MBSR bei Schmerzpatienten hilfreich sein soll.
Was bedeutzet MBSR?

liebe Grüße Arian
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Re: umgang mit schmerz

Beitrag von Gwen » Donnerstag, 28.09.17, 22:00

Hallo Arian,

MBSR bedeutet Mindfullness Basedow Stress Reduction.
Auf deutsch Stressbewältigung durch Achtsamkeit.
Entwickelt von Jon Kabat-Zinn in den 70 er Jahren. Es besteht aus verschiedenen Übungen (Body-Scan, Meditation und Yoga-Übungen).

Ich habe ein Buch darüber und zwei einwöchige Schulungen besucht. Ist schon eine Weile her, aber wenn Interesse besteht, kann ich Mal was dazu schreiben. Ich müsste nur selbst vorher noch Mal nachlesen.

Liebe Grüße Gwen
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Re: umgang mit schmerz

Beitrag von weg » Donnerstag, 28.09.17, 22:06

hallo Arianrhod,

MBSR heisst: Mindfulness-Based Stress Reduction.

das MBSR programm wurde in den usa entwickelt. es ist ein weltweit erfolgreiches achtwöchiges praxistraining zur stressbewältigung durch achtsamkeit.

Es ist ein programm von der stress reduktion clinic des university of massachusetts medical center. das zentrum wurde von prof. jon kabat-zinn gegründet. ihm ist es als ersten gelungen die achtsamkeitspraxis systematisch in die medizinische betreuung zu integrieren.

im buch von jon kabat-zinn: gesund durch meditation wird die methode ausführlich beschrieben.

du findest auch viele angaben, wenn du darüber googelst.

ich beantworte dir gerne weitere fragen, wenn du möchtest und ich es kann.

herzlich
weg
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tulpe
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Re: umgang mit schmerz

Beitrag von tulpe » Montag, 23.10.17, 15:02

Hallo,

Ich möchte mich hier anschließen. Ich bin chronisch schmerzkrank. Ich habe starke Verwachsungen im Bauch, welche mir erhebliche Probleme bei der Verdauung verursachen. Wenn der Darm sich bewegt, tut alles weh. Im Rücken, im Bauch, im Unterleib.
Ich bekomme eine Nervenblockade gespritzt. Das hilft sehr gut.
Leider haben sich aber andauernde überall Schmerzen entwickelt. Mit dem Schmerzen im Bauch komme ich mittlerweile zurecht. Wenn ich keinen Blödsinn esse, darauf achte, dass der Stuhl immer weich ist und ich nichts schweres hebe, dann komme ich klar. Wichtig war, dass die vielen OPs aufhörten. Das konnte ich erreichen durch das trinken von jiaogulan. Der hat mir die ständigen Entzündungen genommen. Und natürlich die Schmerztherapie mit den Spritzen.

Jetzt bin ich allerdings so oft geplagt durch die überall Schmerzen, dass mein Leben sehr eingeschränkt ist.
Sauna und Osteopathie helfen mir gut.
Auch unter das Solarium gehen ist super. Die Wärme, das Licht... Sind auf jeden Fall einige Minuten absolute Erholung.
Außerdem helfen mir meine Katzen sehr. Und Serien, die mir ins Herz gehen, wo ich viel Lachen kann. Daher gucke ich sehr gern Mord mit Aussicht und hör mal wer da hämmert.
Aber oft ist es so, dass ich mich quälen muss raus zu gehen, los zu fahren. Aber wenn ich dann abgelenkt bin mit zum Beispiel meiner ehrenamtlichen Arbeit für Katzen, dann bin ich da so voll drin, dass manchmal die Schmerzen durch diese Ablenkung weg sind. Und es gibt meiner Seele sehr viel. Einem Tier zu einem Zuhause zu verhelfen oder dass es sich etwas wohler fühlt.

Derzeit grübel ich viel ob ich meine Ernährung umstelle. Unsere Lebensmittel sind schon hochwertig aber ich esse zu viel Zucker, zu viele Kohlehydrate. Ich überlege Low Carb mit viel Eiweiß zu machen. Und ich grübel ob mein Körper zu stark übersäuert ist durch die vielen Medikamente. Ich spüre regelrecht, dass die Medis Mineralien und Vitamine extrem schnell raus schleusen. Ich scheine sehr viel mehr zu brauchen als früher.

Allein sein tut mir gar nicht gut. Reden, meine Sorgen und Ängste laut aussprechen hilft mir sehr.

Oft frage ich mich wie ich so alt werden soll. Was passiert mit meinem Körper mit der Dauer Einnahme von Morphin und Cymbalta?
Wie schaffe ich das im Alter? Wer hilft mir dann?
Werden die Menschen, die noch dann vielleicht pflegen müssen, komplett unter Medikamente stellen?

Ich habe gute Tage, frohe und glückliche Tage. An denen ich zufrieden bin, Glück und Dankbarkeit und Freude empfinde, lachen kann. Und ich habe sehr dunkle Tage.
An denen ich sehr traurig bin, weine und Angst habe.
Tage mit Panikattacken und Berge von Schweiß und Muskelverkrampfungen. Tage, an denen ich kaum einen Schritt machen kann, keine Bewegung möglich ist.

Ich bin dankbar, dass ich viel lesen kann, viel verstehen kann. Dass ich weiß, dass ich mir selber jetzigen muss und mich nicht auf Ärzte verlassen darf. Ich muss mir oft einen positiven Punkt suchen. Die Aufmerksamkeit darauf legen und daran denken, dass es noch deutlich schlechter geht.
Ich wünsche mir mehr Austausch, mehr Gruppen, in denen ich mich unterhalten kann.
Ach ja, ich habe eine Tageslichtlampe und auch eine gute Infrarotlampe. Und ein Tensgerät. Das hilft auch gut.
Bewegung an der frischen Luft helfen auch sehr.
Aber oft muss ich mich halt aufraffen.

Ich grüße euch und wünsche euch allen gerade heute ganz ganz viel Licht!

Tulpe
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Chronisch Schmerzkrank seit 2006. 2007 Diagnose Depressionen, Agoraphobie und Angststörung.
2010 Medikamente aufgrund eines Benzoentzuges: Lyri*a 100-100-100-100; Seroqu*l 100-100-100-100; Cymbal*a 120-0-0
2011 Seroqu*l reduziert auf 0-0-0-75; Lyri*a reduziert auf 100-0-0-100; Valdoxa*n 0-0-50
Lyric*a zwischendurch für Krankenhausaufenthalte auf 4x100 erhöht
2012 Fentanylpflaster 50mq/h nach einem Jahr anwendung abgesetzt durch Umrechnung auf retadierten Kapseln
2013 2x Morphinentzug von 300mg auf 3x10mg; dafür habe ich das Lyri*a auch mit 4x100mg verwendet und das Seroqu*l zusätzlich als Bedarf
ab 02.02.14 Lyri*a 0-0-0-0 (stolz, stolz, stolz)
400mg intravaginal Progesteron seit 12/2013
B50 Komplex hochdosiert (hilft mir sehr gut)
Schmerzmedikamente bei Bedarf:
Novalgin
Katalodon (nicht mehr wegen Todesfälle)
DoloVisan*o (auch nicht mehr wegen Gefahren)
23.03.14 Seroqu*l 0-0-50mg
31.03.14 Seroqu*l 0-0-37,5mg
04.04.14 Seroqu*l 0-0-25mg
11.05.14 Seroquel 0-0-12,5mg
20.04.14 Seroqu*l 0-0-0 mg
17.07.14 Valdoxan von 50 auf 25mg reduziert
Cymbalt*a:
10.11.14 ca. 48-50mg; 04.12.14 ca. 36mg; 05.01.15 ca. 30mg; zwischendurch auf 0;am 15.03.15 wieder auf 10mg hochdosiert / 07.04.15 auf 12,5mg hochdosiert /14.04.15 auf 15mg hochdosiert
Entzugssymptome: explodierte Haut, Albträume, Rücken-, Kopf-, Zahnschmerzen, extreme Übelkeit, Bauchkrämpfe, Gereitztheit, Unruhe, depressive Momente, Angstmomente, heiße Wellen, Kribbeln in Gliedmaßen, Launisch, Tinnitus und vieles mehr.
18.05.15 Fentanylpflaster 50mq
22.05.15 Fentanylpflaster 37,5mq
22.05.15 Duloxetin von 15mg auf 30mg hochdosiert
29.05.15 Fentanylpflaster weg, Kapseln eindosiert (hat Entzug verursacht)
15.09.16 Truxal von ca. 2 mg auf 0
15.11.16 Clonidin von 37,5 mq auf 0
----------
aktuell:
Morphin 30-30-30 mg retardiert
Cymbalta 60-0-0 mg (von 60mg seit Oktober 14 reduziert, leider wegen starker, chronischer Schmerzen wieder hochdosiert)
Valdoxan 0-0-25 mg
Baldrian 0-0-600 mg
Clonidi*n 0-0-0 mq
Truxal 0-0-0 mg (musste ich im Mai beginnen mit 18,75mg)
Novalgin bei Bedarf bis zu 4x 1000mg tgl.
Ortoto*n im Notfall (max. 3x 2 Stück)
Buscopa*n, Ibuprofe*n (nur, wenn der Ishias durchdreht)
B50 Vitamin Komplex
B12 hochdosiert 5000 mqg täglich,D3 4000 Einheiten tgl.
Cranberol*a 1-3 täglich
Macrogo*l 0 täglich (Abführmittel), Magnesiumcitrat
Schmerztherpie: Nervenblockade am Bauch: Anästhetikum Novocain per Spritze an 2 Nerven 1x pro Woche
Heizkissen ohne Ende (Achtung: alles ab 40°C verursacht Verwachsungen; auch Wärmflaschen am Rücken z.B.)
Tensgerät

Seit Anfang okt. 17 nenne ich CBD Öl
Außerdem habe ich eine Therapie bei Heilpraktiker begonnen: PSE

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Re: umgang mit schmerz

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 23.10.17, 18:54

Hallo Tulpe, :)

Vielen Dank für deinen offenen Beitrag.
Er ist mir sehr nahe gegangen.

Es tut mir leid zu lesen, was du schon alles durchmachen musstest und was du dauerhaft erdulden musst.

Ich möchte dir mal einen vorsichtigen Drücker schicken.

:hug:

Ich freue mich, dass dir deine Katzen helfen. Ich habe selber einen Kater und eine Katze und die ganze Familie liebt sie über alles obwohl sie echt viel Blödsinn machen.
:D
Sie haben jedem von uns schon in schweren Situationen und leider auch Krankheiten geholfen, wieder auf die Beine zu kommen. <3

Kennst du schon unseren Haustierthread?

viewtopic.php?f=4&t=9706&p=210507#p210507

Vielleicht magst du da mal rein schauen oder uns Fotos von deinen Lieben zeigen.

LG Ute
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Re: umgang mit schmerz

Beitrag von tulpe » Dienstag, 24.10.17, 14:21

Hallo Ute,

das ist sehr lieb von dir.
Ich lasse mich total gern drücken. Drücker helfen immer.

Heute habe ich ganz starke Schmerzen. Habe schon fast alles drin was geht.
Ich wollte anfangen mich besser zu ernähren und habe mir gestern Abend einen Obststeller gemacht. In den letzten Monaten habe ich nur sehr wenig Obst gegessen.
Nach gestern Abend habe ich nun Bauchkrämpfe und heute Nacht war mir sehr übel. Laktosefreie habe ich gar nicht gegessen. Es scheint, dass ich das Obst nun gar nicht vertragen habe. Was mich ehrlich gesagt schockt. Nun auch noch eine Fructoseintolleranz ? Was bleibt dann noch?
Zucker muss ich reduzieren, Obst geht von jeher schon viel nicht wegen der Säure, Milch geht auch nicht viel wegen lactose und ich glaube ich vertrage so mich auch schlecht. Was soll ich noch essen?
Meistens fühle ich mich am wohlsten mit Kartoffeln und Möhren. Aber ich tue mich in diesem Jahr sehr schwer mit kochen und zubereiten. Ich habe danach oft starke Schmerzen in den Händen und Armen.
Ich habe das Gefühl es wird zunehmend schlimmer.
Ich lasse jetzt auf jeden Fall nochmal Blut abnehmen. Was ich so schon halbjährlich mache wegen der Medikamente, Leber und Niere. Meine Blutwerte waren immer besonders gut.
Ich verstehe die Welt nicht mehr.
Hat jemand einen Tipp wo ich noch suchen könnte?

Gruß
Tulpe
Chronisch Schmerzkrank seit 2006. 2007 Diagnose Depressionen, Agoraphobie und Angststörung.
2010 Medikamente aufgrund eines Benzoentzuges: Lyri*a 100-100-100-100; Seroqu*l 100-100-100-100; Cymbal*a 120-0-0
2011 Seroqu*l reduziert auf 0-0-0-75; Lyri*a reduziert auf 100-0-0-100; Valdoxa*n 0-0-50
Lyric*a zwischendurch für Krankenhausaufenthalte auf 4x100 erhöht
2012 Fentanylpflaster 50mq/h nach einem Jahr anwendung abgesetzt durch Umrechnung auf retadierten Kapseln
2013 2x Morphinentzug von 300mg auf 3x10mg; dafür habe ich das Lyri*a auch mit 4x100mg verwendet und das Seroqu*l zusätzlich als Bedarf
ab 02.02.14 Lyri*a 0-0-0-0 (stolz, stolz, stolz)
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Katalodon (nicht mehr wegen Todesfälle)
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23.03.14 Seroqu*l 0-0-50mg
31.03.14 Seroqu*l 0-0-37,5mg
04.04.14 Seroqu*l 0-0-25mg
11.05.14 Seroquel 0-0-12,5mg
20.04.14 Seroqu*l 0-0-0 mg
17.07.14 Valdoxan von 50 auf 25mg reduziert
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10.11.14 ca. 48-50mg; 04.12.14 ca. 36mg; 05.01.15 ca. 30mg; zwischendurch auf 0;am 15.03.15 wieder auf 10mg hochdosiert / 07.04.15 auf 12,5mg hochdosiert /14.04.15 auf 15mg hochdosiert
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18.05.15 Fentanylpflaster 50mq
22.05.15 Fentanylpflaster 37,5mq
22.05.15 Duloxetin von 15mg auf 30mg hochdosiert
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Valdoxan 0-0-25 mg
Baldrian 0-0-600 mg
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Heizkissen ohne Ende (Achtung: alles ab 40°C verursacht Verwachsungen; auch Wärmflaschen am Rücken z.B.)
Tensgerät

Seit Anfang okt. 17 nenne ich CBD Öl
Außerdem habe ich eine Therapie bei Heilpraktiker begonnen: PSE

Eva
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Re: umgang mit schmerz

Beitrag von Eva » Dienstag, 24.10.17, 14:53

Hallo Tulpe,

kurz von mir zum Thema Ernährung. Mir geht es immer gut, wenn ich die Kohlenhydrate sehr deutlich reduziere und meinem Körper nur zwei Mahlzeiten am Tag gebe, also das "intermittierende Fasten" - so nennt es sich wegen der langen Phase des Nicht-Essens - praktiziere. Ich habe so quasi nebenbei auch überzählige Kilos verloren; dabei achte ich nicht auf Kalorien, das war bei mir völlig unnötig.

Ich reduziere zudem weitgehend Zucker, die üblichen Mehlerzeugnisse und natürlich Fast Food. Das Prinzip ist einfach. Brot lässt sich gut ersetzen, Nudeln, Reis und Kartoffeln auch; es gibt viele Alternativen (Pseudogetreidesorten und Hülsenfruchterzeugnisse in allen Variationen z. B). Dazu gehört dann aber unbedingt viel basisches Gemüse, wegen des automatisch erhöhten Eiweißanteils. Länger währende Basenarmut führt bei mir zu ziehenden Schmerzen in den Gliedmaßen. Ach ja: Zusatzstoffe irritieren meinen Körper gewaltig, das geht bis zur allergischen Reaktion, die bleiben also auch außen vor.

Das schreibe ich, um zu zeigen, was alles zum Wohlbefinden beitragen kann. Ich finde es gut, sich Gedanken zur Lebensweise zu machen; für mich ist aber auch wichtig, mir nichts zu verbieten. In ganz kleinen Mengen und selten genossen, tun mir selbst mal die nicht so guten Dinge gut - weil sie Spaß machen. :)

Liebe Grüße,
Pons,
die mitempfinden kann, wie schlimm chronische Schmerzen sein müssen.
Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.

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Re: umgang mit schmerz

Beitrag von padma » Dienstag, 24.10.17, 17:11

liebe Tulpe, :)

es tut mir sehr leid, dass du heute (und überhaupt) soviele Schmerzen hast. :hug:

Ich bin sehr beeindruckt, wie du mit deiner schweren Schmerzerkrankung umgehst und wie du für dich kleine "Oasen" gefunden hast, zum Kraft schöpfen und das Leben, trotz allem auch zu geniessen.

Mit der Ernährung ist es m.E.n. sehr individuell, was einem gut tut. Gerade wenn man chron. krank ist, helfen allgemeine Ernährungsempfehlungen oft wenig.
Ich persönlich finde die Ernährung nach der TCM sehr hilfreich, weil da sehr individuell geschaut wird. Und nicht nur auf die Stoffe, wie KH, Eiweiss etc. geschaut wird, sondern auch auf die energetische Wirkung einzelner Nahrungsmittel.

Bei Schmerzen ist zuviel Säure demnach nicht gut, da sie "zusammen ziehend" ist.
Mir bekommt Porridge (Haferbrei mit Wasser gekocht) mit kurz mitgekochtem , nicht saurem Obst gut ( also z.B. süsse Äpfel oder Birnen; aber keine Bananen, deren Wirkung ist zu kalt).

Wenn das Kleinschneiden von Gemüse dir kaum möglich ist, könntest du es vielleicht ganz kochen. Pellkartoffeln sind auch sehr lecker.
Oder vielleicht ein elektrisches Messer?
Ein ganz einfacher Dampfgarer ( kosten so ca. 30 €) ist auch sehr praktisch. Wasser rein, Gemüse rein und fertig.

liebe Grüsse,
padma
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Re: umgang mit schmerz

Beitrag von LinLina » Dienstag, 24.10.17, 17:40

Liebe Tulpe

:hug: es tut mir sehr leid, dass deine Schmerzen heute so besonders arg sind :hug: Wie du dich trotzdem für die Tiere engagierst und dir schöne Momente suchst finde ich sehr berührend und stark.

Ich weiß nicht, ob du eine Fruktoseintoleranz haben könntest - vielleicht ist dein Magen und Darm einfach nicht mit der ungewohnten Rohkost zurecht gekommen?

Ich denke auch, kurz kochen und/oder pürieren könnte es etwas verträglicher machen.

Ich vertrage z.b. Kürbis sehr gut, gerne als Kürbissuppe :P allerdings ist das natürlich schwer zu schneiden, ich weiß nicht ob es da Hilfsmittel gibt oder evtl. einen Laden, der es dir zerkleinern könnte :? alle Produkte aus Kokos vertrage ich ebenfalls gut.

Mit der sehr Eiweißlastigen Ernährung bin ich unsicher, es ist gerade modern aber ich weiß nicht ob das längerfristig für die meisten so gut ist :? Eiweiß muss ja auch verstoffwechselt werden und es entsteht viel Harnstoff/Harnsäure, der pH-wert im Blut sinkt soweit ich weiß und es belastet die Nieren. Gerade im Hinblick auf die Schmerzen und die Medikamente, hört sich das erstmal für mich nicht sinnvoll an :?

Ich für mich esse zur Zeit glutenfrei und histaminarm und milcheiweißfrei, da das mein Allgemeinbefinden und meine Allergien verbessert hat, eine mäßige Laktoseintoleranz hatte ich sowieso schon. Auf die Schmerzen konnte ich keine deutliche Auswirkung feststellen, aber das ist auch schwer zu sagen im Entzug.

Innerhalb dieses Rahmens suche ich mir aber sehr individuell Nahrungsmittel aus die ich mag und die mir bekommen.

ich schick dir noch einen Drücker und wünsche dir dass es dir schnell wieder ein wenig besser geht :hug:

Liebe Grüße
Lina
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Re: umgang mit schmerz

Beitrag von Eva » Dienstag, 24.10.17, 17:50

Liebe Lina,

nur noch kurz zur Nierenbelastung durch viel Eiweiß: Meine Blutwerte haben sich seitdem verbessert. Es ist nur SEHR wichtig, mit genügend Gemüse für Ausgleich durch Basen zu sorgen, wie oben bereits gesagt. Gesunde Nieren dürften dann keine Probleme haben, bei vorgeschädigten Nieren gilt es allerdings wirklich, aufzupassen mit der Eiweißmenge.

Lieber Gruß,
Pons
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Re: umgang mit schmerz

Beitrag von weg » Dienstag, 24.10.17, 18:16

hallo tulpe,

es gibt so ph-indikatorpapier teststreifen in der apotheke.

frischen urin in einem behälter sammeln. mit tockenen fingern einen teststreifen 1 sekunde in den urin tauchen. je nach ph-wert verändert sich der streifen in seiner farbe. innerhalb von 2 minuten farbe mit der farbskala im streifen vergleichen und wert ablesen....
ist alles einfach im beipakzettel erklärt.

ich würde das mal am morgen und am abend eine zeitlang testen. dann erfährst du ob dein körper sauer/basisch oder in der mitte ist.

herzlich
weg
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Re: umgang mit schmerz

Beitrag von tulpe » Mittwoch, 25.10.17, 12:16

Oh wie viele Antworten! Freu freu freu!

Ich denke ja absolut viel nach und lese und lese und lese.
Vom Gefühl her würde ich sagen, dass einige Lebensmittel zu einem Wohlfühlgefühl gehören. Auf die ich nicht verzichten möchte, weil ein totaler Verzicht mich sehr sehr traurig machen würde.
Zum Beispiel unser Kaffee... mittlerweile kochen wir nur noch einen ganz milden, eher dünnen Kaffee. Immer angepasst an meinen Puls. Ist der Kaffee zu stark, bekomme ich gleich einen hohen Puls. Und ich trinke insgesamt nur wenig Kaffee. Und an schlechten Tagen gar keinen.
Wir haben überhaupt keine Fertigprodukte oder fast food in unserem Leben. Keinen Alkohol, keine Zigarretten, kaum noch Süßigkeiten. Ich esse eine Sorte Apfelkuchen, ansonsten backe ich selber und das immer mit einem reduzierten Gehalt an Zucker. Viele Lebensmittel empfinden wir sogar schon als zu süß. Wir möchten alles frisch und kaufen zum größten Teil Bio bzw. in guter Qualität. Unser Obst und Gemüse ist unbehandelt. Sämtliche Gewürze auch.
Wir gönnen uns eine einzige Sache, die wir wirklich lieben: Haäggen Dazz Eis. Das finden wir wirklich toll und wenn wir es nur selten essen, können wir es auch vertragen. Aber so etwas gibt es wirklich nur am Wochenende. Und das gehört zu den Seelen Highlights wie eine Tasse Kaffee und ein Stück Apfelkuchen.

Ich habe mir einen extrem starken Standmixer gekauft. Mit dem werde ich jetzt alles zubereiten. Ich habe gelesen, dass der Körper gute, gesunde Stoffe deutlich besser verarbeiten kann, wenn es gemahlen bzw. püriert ist. Also wird es in Zukunft viel Mus geben. Reis essen wir gar nicht mehr, Nudeln gemischt mit Ersatznudeln aus Linsen oder ähnlichem. Kartoffeln vertrage ich eigentlich am besten. Wenn es Möhren mit Kartoffeln gibt, garniert mit Parmesan geht es mir am besten. Fleisch gibt es nur noch selten. Schwein gar nicht, meistens nur Geflügel. Und das ist dann Kikok.
Ich glaube ich esse zu wenig basisch.
Also werde ich mir eine Liste ziehen mit basischen Lebensmittel und darauf achten.
Ich glaube für den nächsten Sommer muss ich eine Eismaschine einplanen. Eis ist das einzige was mir noch wichtig ist. Da werde ich es wohl selber machen müssen.

Ich fange jetzt wieder Osteopathie an. Craniosacrale hat mir immer gut getan. Erster Termin ist in 14 Tagen. Vorher findet noch eine große Blutuntersuchung statt.

Die Ph Test Streifen hole ich mir auch. Gute Idee. Hatte ich früher für Blasenentzündung welche Zuhause. Gibt es ja mittlerweile für alles zu kaufen.

Gerade läuft Zoofernsehen auf WDR und meine Katze liegt auf meinem Schoß und schläft. Vorne Katze, hinten Heizkissen ... Damit geht's ;-)

Vielen Dank für die tollen Anregungen!
Habe wieder einiges zum Nachdenken

Ganz liebe Drücker Grüße!
Tulpe
Zuletzt geändert von tulpe am Mittwoch, 25.10.17, 12:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Chronisch Schmerzkrank seit 2006. 2007 Diagnose Depressionen, Agoraphobie und Angststörung.
2010 Medikamente aufgrund eines Benzoentzuges: Lyri*a 100-100-100-100; Seroqu*l 100-100-100-100; Cymbal*a 120-0-0
2011 Seroqu*l reduziert auf 0-0-0-75; Lyri*a reduziert auf 100-0-0-100; Valdoxa*n 0-0-50
Lyric*a zwischendurch für Krankenhausaufenthalte auf 4x100 erhöht
2012 Fentanylpflaster 50mq/h nach einem Jahr anwendung abgesetzt durch Umrechnung auf retadierten Kapseln
2013 2x Morphinentzug von 300mg auf 3x10mg; dafür habe ich das Lyri*a auch mit 4x100mg verwendet und das Seroqu*l zusätzlich als Bedarf
ab 02.02.14 Lyri*a 0-0-0-0 (stolz, stolz, stolz)
400mg intravaginal Progesteron seit 12/2013
B50 Komplex hochdosiert (hilft mir sehr gut)
Schmerzmedikamente bei Bedarf:
Novalgin
Katalodon (nicht mehr wegen Todesfälle)
DoloVisan*o (auch nicht mehr wegen Gefahren)
23.03.14 Seroqu*l 0-0-50mg
31.03.14 Seroqu*l 0-0-37,5mg
04.04.14 Seroqu*l 0-0-25mg
11.05.14 Seroquel 0-0-12,5mg
20.04.14 Seroqu*l 0-0-0 mg
17.07.14 Valdoxan von 50 auf 25mg reduziert
Cymbalt*a:
10.11.14 ca. 48-50mg; 04.12.14 ca. 36mg; 05.01.15 ca. 30mg; zwischendurch auf 0;am 15.03.15 wieder auf 10mg hochdosiert / 07.04.15 auf 12,5mg hochdosiert /14.04.15 auf 15mg hochdosiert
Entzugssymptome: explodierte Haut, Albträume, Rücken-, Kopf-, Zahnschmerzen, extreme Übelkeit, Bauchkrämpfe, Gereitztheit, Unruhe, depressive Momente, Angstmomente, heiße Wellen, Kribbeln in Gliedmaßen, Launisch, Tinnitus und vieles mehr.
18.05.15 Fentanylpflaster 50mq
22.05.15 Fentanylpflaster 37,5mq
22.05.15 Duloxetin von 15mg auf 30mg hochdosiert
29.05.15 Fentanylpflaster weg, Kapseln eindosiert (hat Entzug verursacht)
15.09.16 Truxal von ca. 2 mg auf 0
15.11.16 Clonidin von 37,5 mq auf 0
----------
aktuell:
Morphin 30-30-30 mg retardiert
Cymbalta 60-0-0 mg (von 60mg seit Oktober 14 reduziert, leider wegen starker, chronischer Schmerzen wieder hochdosiert)
Valdoxan 0-0-25 mg
Baldrian 0-0-600 mg
Clonidi*n 0-0-0 mq
Truxal 0-0-0 mg (musste ich im Mai beginnen mit 18,75mg)
Novalgin bei Bedarf bis zu 4x 1000mg tgl.
Ortoto*n im Notfall (max. 3x 2 Stück)
Buscopa*n, Ibuprofe*n (nur, wenn der Ishias durchdreht)
B50 Vitamin Komplex
B12 hochdosiert 5000 mqg täglich,D3 4000 Einheiten tgl.
Cranberol*a 1-3 täglich
Macrogo*l 0 täglich (Abführmittel), Magnesiumcitrat
Schmerztherpie: Nervenblockade am Bauch: Anästhetikum Novocain per Spritze an 2 Nerven 1x pro Woche
Heizkissen ohne Ende (Achtung: alles ab 40°C verursacht Verwachsungen; auch Wärmflaschen am Rücken z.B.)
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Außerdem habe ich eine Therapie bei Heilpraktiker begonnen: PSE

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