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Rund ums Herz

Das Absetzen von Psychopharmaka bedeutet oft eine Herausforderung für Körper und Seele. Bestimmte Beschwerden können verstärkt werden oder auch erstmals auftreten. Hier finden sich Infos und Diskussionen zu entzugsbedingten Gesundheitsthemen.
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Rund ums Herz

Beitrag von Guglhupf » Donnerstag, 07.12.17, 3:35

Hallo ihr Lieben :)

ich habe zwar gesucht aber keinen Thread gefunden, der sich allein den Problematiken rund ums Herz im Entzug widmet.

Ich habe jetzt vermehrt gelesen, dass zahlreiche User über unterschiedlichste Probleme mit dem Herzen klagen - Rhythmusstörungen, Tachykardie, Bradykardie, sogar plötzliches Vorhofflimmern war dabei, daher hab ich jetzt diesen Thread eroffnet, sollte ich einen übersehen haben, verschiebt meinen Beitrag bitte, danke!!

Der Schluss liegt also nahe bzw. wurde es eh schon oft erwähnt, dass sich AD und alles was so dazugehört negativ aufs Herz auswirken.

Ich persönlich bin überhaupt erst durch plötzliches Herzrasen mit Puls von knapp 200 mit damals 12 Jahren auf das Thema Panikattacken gestoßen. Damals wurde ich 2 Tage im KH durchgecheckt und organisch war alles bestens. Es hieß das kommt halt vor, von PAs wusste wohl keiner was.

2011 dann wieder plötzliches Herzrasen und danach dann ja leider erstmalig Einnahme von Escitalopram. Inzwischen immer wieder US, EKG etc immer alles top. Einmal US sogar während des Kaltentzugs mit Puls jenseits.. die ratslosen Gesichter hätte ich glatt fotografieren sollen - 'weiß der Geier warum dieses gesunde Herz so rast' :wink: habe dann gesagt, dass es rast seit ich Tabletten abgesetzt habe und welche das waren - Antwort: 'Achso ja dann nehmen Sie die wieder, schadet ja anscheinend nicht' :frust:

Soweit meine Geschichte dazu, worum es mir jetzt geht - woran erkennt man, ob das noch eine Panikattacke ist oder gar Vorhofflimmern etc? Das Herz rast ja da wie dort..? Ich hatte zB heute Mittag eine Panikattacke, war schon den ganzen Vormittag sehr nervös und dann war es soweit. Durch Übungen hab ich aber keine PA mehr wie früher.. es fehlt sozusagen der Schreck davor.. es rast und klopft entzugsbedingt das Herz, ich denk ok ist ne PA und alle weiteren Symptome wie Schwitzen, Kribbeln, Muskelzittern etc bleiben aus. Der Puls geht dann, obwohl er so heftig wie bei einer PA ist, innert weniger Minuten auf Normaltempo. Entschuldigt bitte die dumme Frage aber wie merkt man da nen Unterschied? Das ist für mich generell ein Problem - was ist Entzug und was ist Realität.. würde ich jedes Symptom abklären lassen, wäre ich nur noch beim Arzt. Ganz zu schweigen wie peinlich meine irrationalen Anrufe beim Arzt sind, weil ich mir wieder was ernstes einrede obwohl alles normal ist. :whistle:

Ich würde ja zum Arzt gehen wäre ich nicht schon zig mal gewesen. Und da es sich schnell normalisiert gehe ich nicht von ernsthaften Problemen aus.

Gegen Herzstolpern hilft mir Magnesium sehr gut aber mögliche Langzeitfolgen machen mir schon Sorgen. :(

Liebe Grüße
Anna
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Re: Rund ums Herz

Beitrag von Eva » Donnerstag, 07.12.17, 9:40

Hallo,

das Herz ist nicht umsonst ein "Doppelorgan", d. h. einerseits fungiert es als Pumpe und Motor unseres Körpers und andererseits als der Ort, an dem unsere Emotionen festgemacht werden. Für mich ist es nicht leicht auszumachen, ob die gefühlten Symptome tatsächlich körperlicher Natur sind.

Ob wirklich was mit dem Herzen ist oder ob es sich eher um nervöse Beschwerden psychosomatischer Art handelt, meine ich bei mir daran zu erkennen, dass ich die unregelmäßigen Herzschläge fast nur dann wahrnehme, wenn ich allein bin oder mich darauf konzentriere. Bin ich genügend abgelenkt und "vergesse", darauf zu achten - dann spüre auch kaum noch was davon.

Gelegentliche Arrhytmien bzw. Extrasystolen begleiten mich schon seit meinen jungen Jahren, somit scheinen sie nicht gefährlich zu sein. Ich brauche für mich diese besonnene Betrachtungsweise, sonst machen Herzbeschwerden leicht Angst.

Grüße, Eva
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Re: Rund ums Herz

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 07.12.17, 9:47

Guten Morgen :),

du kannst den Unterschied zwischen Vorhofflimmern und Herzrasen kaum merken als Laie.
Wobei das eine sind schnelle Schläge, das andere nur noch unwillkürliche elektrische Impulse, die auch lebensgefährlich werden können. Da schlägt nix mehr, da zuckt nur noch was :(.

Vorhofflimmern ist eine ernstzunehmende gesundheitliche Störung.
Ich bin mir nicht sicher, ob es korrekt ist, das wirklich den AD zuzuschreiben; evtl. verstärkend, aber sicher nur in extremen Ausnahmefällen ursächlich.
Wer im Forum hat denn geschrieben, dass er Vorhofflimmern ausgelöst durch AD hat?
Mir fällt da keiner aktuell ein. Hast du vielleicht einen Link?
Weil wenn sowas auftritt, muss es natürlich sofort abgesetzt werden, sofern das AD dafür verantwortlich ist.

Ich denke, dass Vorhofflimmern auftreten kann, wenn man bereits eine Vorschädigung am Herzen hat, aber die allermeisten werden glücklicherweise kein Vorhofflimmern haben, sondern schlichtweg Herzrasen und / oder Herzklopfen.
Ventrikuläre Extrasystolen haben auch Gesunde, die keine Medikamente nehmen.

Das wäre ja fatal, wenn Vorhofflimmern eine häufige NW wäre. :o

Nichtsdestotrotz sind AD auf jeden Fall herztechnisch problematisch!
So gut wie alle Wirkstoffe können die lebensgefährlichen Torsades de pointes Herzrhythmusstörungen auslösen und das QTc Intervall verlängern (Risikofaktor für Torsades d. p.).

Von Herzrasen geplagte Betroffene könnten es mit Cardiodoron Tropfen und Strophantin D4 probieren bzw. ein Notfall-Betablocker bei sich lagern. Das unterbricht in der Regel sehr zuverlässig das Herzrasen, muss aber vertragen werden.

Viele Grüße
Jamie
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Re: Rund ums Herz

Beitrag von Guglhupf » Donnerstag, 07.12.17, 16:22

Pammy hat geschrieben: Außerdem seit August 2016:
mehrmalige Episoden von Vorhofflimmern (mit KH-Aufenthalten verbunden), weswegen ich leider einen Betablocker einnehmen muss und ich vermute, dass dieser alle o.g. Und hier g. Symptome extrem triggert! (Möglicherweise gleiches Wirkprinzip wie Psychopharmaka?

Ganz liebe Grüße
Pammy
Liebe Jamie :)

hier die Passage aus dem Thread für Langzeitbetroffene von Pammy :)

Liebe Eva :)

schade, dass du den Namen geändert hast, ich fand den toll, weil er ins Auge stach und ich deine Beiträge immer gleich gefunden habe ;) mir geht es da wie dir. Diese distanzierte Betrachtung half mir überhaupt erst meine Herzangst zu überwinden, das war ja der Ursprung allen Übels. Doch das oa Posting brachte mich zum Grübeln (fand ich genau in der richtigen Phase nach der letzten Reduktion wo ich empfänglich für sowas bin :o )

Alles Liebe
Anna
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Hilfe! Monat 5 zerstört mich! Herzstolpern

Beitrag von StefanKremer377 » Freitag, 09.03.18, 13:46

Hallo!
Ich weiß das viele Themen viele Leidensgenossen extrem triggern. Trotzdem hoffe ich das das hier jemand liest, und sagt das er das auch hatte oder aktuell hat. Das beruhigt schon ungemeim :cry:

Habe seid gestern wieder mein Herzstolpern zurück. Kam mit dem Schwindel, etc ganz gut zurecht.
Bei kleinen Dingen, Stress mit der Freundin, Baby schreit habe ich wieder meine fiesen Extrasystolen.
Und das macht Angst.
Was sind Absetzsymptome, was die SD. Diese Fragen fressen mich auf.
Habe mich deshalb bereits Mitte November stationär untersuchen lassen. Selbst im Abschlussbericht stand, daß es psychisch sei.

Entschuldigt bitte wenn ich jemanden getriggert haben sollte, wollte es nur mal loswerden. Hoffe das ich auch mal was Gutes berichten kann.

Lg Stefan
2008 Schilddrüse wegen kalten Knoten komplett entfernt. Danach PA ohne Ende. War per Du mit den Notärzten und Krankenhäusern. Schwindel, Herzrasen

2011 Einweisung in die Psychiatrie Schlüchtern für 4 Monate
Diagnosen: Schwere Depression/Burn Out, Hypochondrische Angststörung, angeblich Bipolar
Medikamente: Abilify, Citalopram, Seroquel, Mirtazapin, Zyprexa

2012 Tagesklinik Gelnhausen Citalopram 30 mg, Mirtazapin 15 mg zur Nacht

2014 Trennung der 15 jährigen Beziehung. Kinder leben bei Mutter. Tiefes Loch. Alkohol

Feb. 2016 Jobverlust durch massive Konzentrationsprobleme Einweisung in die Psychiatrie, Schlüchtern.
Diagnosen: wie gehabt plus ADHS im Erwachsenenalter.
Medikamente: Citalopram 30 mg, Strattera. Letzteres nicht vertragen. Selbstverletzungen

März 2016 Suizidversuch. 24 h Ingewahrsamnahme durch die Polizei in Psychiatrie Schlüchtern. 2,5 Promille

Mai 2016 Geburt meiner 3. Tochter mit neuer Partnerin

Aug 2016 Tagesklinik Gelnhausen. Citalopram 30 mg plus 20 mg Medikinet. Dadurch SD Werte im Keller. Starkes Herzstolpern, Angst, Panik, Schwindel. VierWochen Citalopram abgesetzt. Würde sich nicht mit Medikinet vertragen
Danach ständig Panik, Angst

Nov 2016 Reha in Bad Wildungen. Cita wieder rein qui 15 mg. Wirkte aber nicht mehr richtig.
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

April 2017 Beginn der beruflichen Reha (LTA)

Sept 2017 Einweisung in die Psychiatrie, Lohr
Nach vier Tagen Citalopram raus. Stattdessen Tianeptine, Duloxetin, Sertralin 50 mg Erneut Medikinet, Würde nicht auf die SD Werte gehen lt Oberarzt. Starke Herzrythmusstörungen. Langzeit EKG löste sich ständig das Kabel. Dadurch wohl verfälscht. Lt Oberarzt bräuchte ich einen Schrittmacher da 8 Sekunden Herzaussetzer.
Brach den Aufenthalt sofort ab und ging in ein normales Krankenhaus.
Vier Tage Untersuchungen. Alles in Ordnung. Keine Aussetzer. Verurteilten sogar im Abschlussbericht die Diagnose der Psychiatrie
Innerhalb 4 Tagen wurde das Sertralin 50 mg abgesetzt.

Seid Mitte November ohne AD.
Symptome:
Schwindel, Angst, Panik, Herzrasen, Zwänge.. 50 Mal Puls messen, starke Derealisation, Depersonalisation, Kopfschmerzen, starke Blähungen, Augendruck bei Bewegung der Augäpfel, Durchfall, Gereiztheit, kalte Hände und Füße, Kribbeln in den Beinen

Januar 18
Befinde mich jetzt wohl auch im Langzeit-Entzug:
Benommenheit, Gangunsicherheit, Schwäche in den Beinen, allgemein kraftlos, Schwindel... Warte auf die besagten Fenster, die ich soooo gerne weit öffnen würde
Februar 18
Seid Anfang Februar durchgehend Benommenheit, Schwindel, unregelmäßiger Herzschlag, Surren im rechten Ohr. Psychisch komischerweise recht stabil. Wutausbrüche
März 18
Extreme Krankheitsängste. Bislang aber nur eine Panikattacke. Speziell die Herz-Angst EKG o.B. Trotzallem Herzstolpern bei Anstrengung und Aufregung, Schwindelschläge, dauerhafte Benommenheit, DP/DR.
Verliere langsam den Mut das es wirklich "nur" der Entzug ist...
April 18
Körperliche Symptome unverändert. Besonders morgens schneller Puls, Schwindel, Benommenheit, Muskelschwäche.
2 Wochen Psychiatrie
Mai 18
Erneut 2 Wochen stationär. Garnicht so einfach ständig die Tabletten verschwinden zu lassen.
Neuerdings gibt es immer mal Stunden wo ich mich "wie früher fühle". Allerdings 10 Tage Welle.... 2 Std durchatmen.... Dann geht es von vorne los. Komisches Wellenmuster...
Seid 30.05. In der Tagesklinik

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Re: Hilfe! Monat 5 zerstört mich! Herzstolpern

Beitrag von Flummi » Freitag, 09.03.18, 14:56

Hallo Stefan,

ich habe das nicht und kann dazu auch nichts beitragen. Ich hatte das unter Citalopram und nun nach dem Absetzen ist es weg. Wollte einfach sagen: Tut mir sehr leid, dass Du so leidest.
Herzlichst,
Claudia
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Re: Rund ums Herz

Beitrag von StefanKremer377 » Freitag, 09.03.18, 18:51

Danke Claudia.
Nett das du das geschrieben hast. Liest man hier auch nicht so oft leider. Muss mal unter der Suchfu ktion schauen
LG Stefan
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Re: Rund ums Herz

Beitrag von Guglhupf » Samstag, 10.03.18, 1:47

Hallo Stefan :)

Ich bin Hypochonder und meine Ausgangserkrankung war unter anderem eine Herzangst. Das heißt ich habe wirklich jede Regung, jede Veränderung vom Herzen extrem intensiv wahrgenommen. Ich kenne deine Angst vor einer möglichen Erkrankung des Herzens also sehr gut :) ich setze übrigens auch Escitalopram ab.

Ich war des öfteren in Kliniken zum Check, weil ich wieder Mal 180 Puls und Panikattacken hatte. Meine Angst war so ausgeprägt, dass ich mir glaubhaft einreden konnte, ich wäre schwer herzkrank. Ich bin am Weg zum Arzt nur noch im Schneckentempo gegangen aus Angst, ich würde jeden Moment tot umfallen. Es war schon sehr extrem. ABER - wenn du im KH warst und dein Herz ohne Befund durchgecheckt würde, dann sei beruhigt und dir sicher, dass alles okay ist.

Je eher man die Angst vor diesen Symptomen ablegen kann, desto schneller beruhigt sich der Körper und desto schneller erhält man ein Stück Lebensqualität zurück.

Solltest du dir unsicher sein lass ein 24-h EKG machen. Bei mir traten "glücklicherweise" während des Ultraschalls Extrasystolen auf, sodass ich zwar dachte jetzt hätten sie meine tödliche Krankheit entdeckt und nun wäre alles aus (solche Gedanken alleine zeigen im Nachhinein betrachtet ja schon, wie realitätsfremd das eigentlich ist) aber damit hatte ich schwarz auf weiß die Bestätigung, dass sie unbedenklich sind und mein Herz völlig gesund ist. Mein Arzt sagte mir ich solle froh sein über die Extrasystolen, sie zeigen dass sich das Herz an veränderte Belastungen bzw Umstände gut anpassen kann. Ob das eine wissenschaftlich haltbare Erklärung ist weiß ich nicht aber sie klang erstmal sinnvoll und half mir ;)

Liebe Grüße
Anna
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Re: Rund ums Herz

Beitrag von StefanKremer377 » Dienstag, 13.03.18, 9:07

Hey Anna,
als ich deinen Beitrag las bekam ich Tränen in die Augen. Diese Herzangst ist sowas von lebensbeeinträchtigend.
War am Samstag mit meinen großen Kindern schwimmen. Das Gestolpere war natürlich mit von der Partie.
Sagte meinen Kindern das mir das Wasser zu kalt ist und ich mal Pause machen müsse. Diese Schwäche bringt mich immer noch zum Weinen.
Möchte eigentlich meiner Angst nicht nachgeben. War im November 4 Tage stationär wegen dem Herzen. Da waren auch die Extrasystolen drauf. Auch im Ultraschall. Im Entlassbrief stand dann nur das ich bitte psychologisch weiter machen soll. Plus Mini Betablocker. Also muss Psyche und Herz echt zusammenhängen.
Kenne bereits jeden Bericht, alles im Net über das Thema.
Glauben kann ich es aber nicht.
Deshalb bin ich froh das es auch vom Absetzen kommen kann.
Finde es auch bemerkenswert das du die Ergebnisse glauben kannst. Bei mir hielt es keine 4 Tage, da nervte ich bereits wieder die Familie ob wirklich alles gut bei mir sei.
Gestern ließ ich Blut abnehmen wegen Schilddrüse. Hoffe immer das es daher kommt. Die Werte sind "leider" in Ordnung. Jeder Andere wäre froh darüber😲
Werde mich ein wenig in deine Geschichte einlesen. Hoffe auf Parallelen.
Danke das du dich gemeldet hast.

Lg Stefan
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März 2016 Suizidversuch. 24 h Ingewahrsamnahme durch die Polizei in Psychiatrie Schlüchtern. 2,5 Promille

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Nov 2016 Reha in Bad Wildungen. Cita wieder rein qui 15 mg. Wirkte aber nicht mehr richtig.
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April 2017 Beginn der beruflichen Reha (LTA)

Sept 2017 Einweisung in die Psychiatrie, Lohr
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Brach den Aufenthalt sofort ab und ging in ein normales Krankenhaus.
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Januar 18
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Re: Rund ums Herz

Beitrag von StefanKremer377 » Dienstag, 13.03.18, 9:22

Achso Anna, das vergaß ich. Seitdem ich die AD s los bin habe ich wie du vermehrt Herzrasen aber ohne Symptome einer PA. Merkwürdig das es ohne das SSRI irgendwie nicht mehr ganz so schlimm wird.

Kann das sein das die AD s in der Zeit der Einnahme dafür verantwortlich waren?!
Gerade heute morgeb werde ich mit Herzrasen wach. Was mache ich. Gebe meiner Zwangsstörung freien Lauf und messe den Puls.
Mal isser schneller, mal langsamer. Schiebe das mal auf den Entzug.
Wäre schön wenn dazu noch jemand etwas sagen könnte. Immer beruhigend wenn da draußen noch jemand ist, der das kennt😣
Möchte nicht schon wieder zum Arzt rennen. Werde wegen der ständigen Bluttests immer angesprochen....

Lg
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Seid Mitte November ohne AD.
Symptome:
Schwindel, Angst, Panik, Herzrasen, Zwänge.. 50 Mal Puls messen, starke Derealisation, Depersonalisation, Kopfschmerzen, starke Blähungen, Augendruck bei Bewegung der Augäpfel, Durchfall, Gereiztheit, kalte Hände und Füße, Kribbeln in den Beinen

Januar 18
Befinde mich jetzt wohl auch im Langzeit-Entzug:
Benommenheit, Gangunsicherheit, Schwäche in den Beinen, allgemein kraftlos, Schwindel... Warte auf die besagten Fenster, die ich soooo gerne weit öffnen würde
Februar 18
Seid Anfang Februar durchgehend Benommenheit, Schwindel, unregelmäßiger Herzschlag, Surren im rechten Ohr. Psychisch komischerweise recht stabil. Wutausbrüche
März 18
Extreme Krankheitsängste. Bislang aber nur eine Panikattacke. Speziell die Herz-Angst EKG o.B. Trotzallem Herzstolpern bei Anstrengung und Aufregung, Schwindelschläge, dauerhafte Benommenheit, DP/DR.
Verliere langsam den Mut das es wirklich "nur" der Entzug ist...
April 18
Körperliche Symptome unverändert. Besonders morgens schneller Puls, Schwindel, Benommenheit, Muskelschwäche.
2 Wochen Psychiatrie
Mai 18
Erneut 2 Wochen stationär. Garnicht so einfach ständig die Tabletten verschwinden zu lassen.
Neuerdings gibt es immer mal Stunden wo ich mich "wie früher fühle". Allerdings 10 Tage Welle.... 2 Std durchatmen.... Dann geht es von vorne los. Komisches Wellenmuster...
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Re: Rund ums Herz

Beitrag von Guglhupf » Dienstag, 13.03.18, 22:28

StefanKremer377 hat geschrieben:
Dienstag, 13.03.18, 9:22
Achso Anna, das vergaß ich. Seitdem ich die AD s los bin habe ich wie du vermehrt Herzrasen aber ohne Symptome einer PA. Merkwürdig das es ohne das SSRI irgendwie nicht mehr ganz so schlimm wird.

Kann das sein das die AD s in der Zeit der Einnahme dafür verantwortlich waren?!
Gerade heute morgeb werde ich mit Herzrasen wach. Was mache ich. Gebe meiner Zwangsstörung freien Lauf und messe den Puls.
Mal isser schneller, mal langsamer. Schiebe das mal auf den Entzug.
Wäre schön wenn dazu noch jemand etwas sagen könnte. Immer beruhigend wenn da draußen noch jemand ist, der das kennt😣
Möchte nicht schon wieder zum Arzt rennen. Werde wegen der ständigen Bluttests immer angesprochen....

Lg
Hallo Stefan :)

Ich muss dir sagen der Leidensdruck war für mich schon so groß, dass ich kaum noch Freude am Leben hatte. Selbst als ich mir große Träume erfüllt habe, könnte ich mich nicht recht freuen, da ich immer Angst hatte eine tödliche Krankheit zu bekommen. Und irgendwann war es soweit dass ich mir dachte - wenn es so sein soll, dann hab ich eben Pech aber bis es soweit ist, werde ich mir durch blöde Gedanken nicht mein gesundes, glückliches Leben zerstören. Es sind zum Glück tatsächlich nur Gedanken.

Du denkst du bist herzkrank aber welchen Beweis hast du dafür, wenn sogar genaueste Untersuchungen sagen, dass du gesund bist? Das Problem ist nicht dein Herz. Eine Therapeutin sagte mir ich soll mit meinem Herz nicht auf Kriegsfuß stehen. Ich soll ihm täglich dafür danken, dass es gesund ist und mir so gute Dienste leistet. Ich hatte es tatsächlich als Last gesehen, so auf die Art "was tust du mir an, mit deiner Raserei und den Stolperern". Das Herz macht nur seinen Job und den sogar sehr gut :) die Gedanken sind unser Übel und dagegen hilft nur konsequente Gedankenkontrolle.

Du und ich denken über unsere Herzen negativ, warum nicht positiv denken? Ich habe gelernt auf aufkommende Panikattacken so zu reagieren und die Gedanken so zu kontrollieren, dass sie nie mehr auftreten. Selbst wenn du täglich einen Ultraschall machen lässt und herauskommt dass du gesund bist, wenn DU es nicht glaubst, hilft dir das alles nicht. Und glauben kannst du es nur, wenn du negativen Gedanken den Schrecken nimmst. Wenn sich bei mir ein negativer "ja, aber was wäre wenn"-Gedanke aufdrängt, lege ich dem einen positiven "so en Blödsinn, Schluss jetzt mit der Angstmacherei. Es gibt keine Beweise für diesen Quatsch!"-Gedanken entgegen. Und da es ja tatsächlich keine Beweise für die Was wäre wenn These gibt, ist das Thema erledigt.

Das erfordert aber Übung und Konsequenz :)

Ich bin übrigens auch monatelang mit morgendlichem Herzrasen aufgewacht und war den ganzen Vormittag in Todesangst gelähmt. Dabei ist das ein völlig normaler Vorgang - morgens schüttet der Körper besonders beim Absetzen Cortisol aus. Wir Hypochonder bewerten den schnelleren Herzschlag schon wieder grundlos als gefährlich und provozieren so eine Panikattacke. Ich hab das abgelegt, indem ich das Herzrasen einfach als gegeben akzeptiert habe - oh, Hallo Herz, schön dass du dich meldest. Ich hoffe es geht dir gut heute. Ich weiß du baust gerade das Adrenalin ab, viel Erfolg dabei." Und inzwischen ist das überhaupt kein Thema mehr für mich. Habe überhaupt keine Angst mehr vor Herzrasen und weißt du warum, weil ich gespürt habe, wie schnell sich alles beruhigt, wenn ich meine Gedanken unter Kontrolle habe. Und ich bin ja gesund, was soll also sein :) soll es rasen, klopfen, stolpern es wird schon wissen, warum es das macht.

Viele Grüße
Anna
Zuletzt geändert von Jamie am Donnerstag, 15.03.18, 14:46, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: auf annas wunsch abgeändert und adrenalin gegen cortisol ausgetauscht
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Re: Rund ums Herz

Beitrag von StefanKremer377 » Mittwoch, 14.03.18, 9:49

Hey Anna!
Das hast du echt schön geschrieben. Und jeder einzelne Satz wird von mir mit du hast ja so recht beantwortet.

Da es heute früh mal wieder nicht so berauschend ist, kann ich nicht so viel dazu schreiben. Versuche aber ein paar deiner Tipps anzuwenden.

Danke für deine Zeit
LG Stefan
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2011 Einweisung in die Psychiatrie Schlüchtern für 4 Monate
Diagnosen: Schwere Depression/Burn Out, Hypochondrische Angststörung, angeblich Bipolar
Medikamente: Abilify, Citalopram, Seroquel, Mirtazapin, Zyprexa

2012 Tagesklinik Gelnhausen Citalopram 30 mg, Mirtazapin 15 mg zur Nacht

2014 Trennung der 15 jährigen Beziehung. Kinder leben bei Mutter. Tiefes Loch. Alkohol

Feb. 2016 Jobverlust durch massive Konzentrationsprobleme Einweisung in die Psychiatrie, Schlüchtern.
Diagnosen: wie gehabt plus ADHS im Erwachsenenalter.
Medikamente: Citalopram 30 mg, Strattera. Letzteres nicht vertragen. Selbstverletzungen

März 2016 Suizidversuch. 24 h Ingewahrsamnahme durch die Polizei in Psychiatrie Schlüchtern. 2,5 Promille

Mai 2016 Geburt meiner 3. Tochter mit neuer Partnerin

Aug 2016 Tagesklinik Gelnhausen. Citalopram 30 mg plus 20 mg Medikinet. Dadurch SD Werte im Keller. Starkes Herzstolpern, Angst, Panik, Schwindel. VierWochen Citalopram abgesetzt. Würde sich nicht mit Medikinet vertragen
Danach ständig Panik, Angst

Nov 2016 Reha in Bad Wildungen. Cita wieder rein qui 15 mg. Wirkte aber nicht mehr richtig.
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

April 2017 Beginn der beruflichen Reha (LTA)

Sept 2017 Einweisung in die Psychiatrie, Lohr
Nach vier Tagen Citalopram raus. Stattdessen Tianeptine, Duloxetin, Sertralin 50 mg Erneut Medikinet, Würde nicht auf die SD Werte gehen lt Oberarzt. Starke Herzrythmusstörungen. Langzeit EKG löste sich ständig das Kabel. Dadurch wohl verfälscht. Lt Oberarzt bräuchte ich einen Schrittmacher da 8 Sekunden Herzaussetzer.
Brach den Aufenthalt sofort ab und ging in ein normales Krankenhaus.
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Re: Rund ums Herz

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 14.03.18, 22:20

Hallo Stefan, :)

wir raten hier ja zu wenigen Medikamenten und pflanzliche immer vor der Chemiekeule, aber wenn dich das Herzrasen so schafft, kannst du deinen Arzt auch bitten dir einen niedrig dosierten Betablocker zu verordnen, den du bei Bedarf krümelchenweise nimmst.
Vielleicht hilft dir auch schon der bloße Gedanke daran, notfalls etwas in der Tasche zu haben?

Falls du es noch nicht gelesen hast, auch hier noch mal der Hinweis, dass morgens am meisten körpereigenes Cortisol ausgeschüttet wird. Cortisol ist ein Stresshormon. Eigentlich soll es uns aktiv und wach machen, aber im Entzug vertragen viele ihr eigenes Cortisol nicht sehr gut und bekommen dann Unruhe, Angst und Herzrasen.
Das ist physiologisch und nicht krankhaft! Gesunde würden das gar nicht merken, aber wir Sensibelchen sind anfällig für die Wirkung von Katecholaminen :hug: .

Da Insulin der natürliche Gegenspieler des Cortisols ist, kannst du mal probieren gleich morgens nach dem Aufwachen, wenn der Cortisolspiegel hochschießt, ein Stück süßen Keks o.Ä. zu essen.

Und noch etwas, schau doch mal hier, spricht dich das an (Bücher zum Thema)?

https://www.amazon.de/Marionette-Angst- ... erzneurose

https://www.amazon.de/Herz-ens-probleme ... erzneurose

Ansonsten kann mann Gugelhupfs / Annas Worte nur unterstreichen :)

Grüße
Jamie
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Re: Rund ums Herz

Beitrag von Guglhupf » Mittwoch, 14.03.18, 23:27

Liebe Jamie :)

dank dir hab ich bemerkt, dass ich Cortisol mit Adrenalin durcheinandergeworfen habe.

Ich kann meinen Beitrag nicht mehr ändern, vielleicht mag jmd von Team bitte bei Gelegenheit den Fehler beheben.

Danke <3

Viele Grüße
Anna
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Re: Rund ums Herz

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 15.03.18, 14:48

Hallo Anna,

ich habe es abgeändert. Ich wollte auch nicht belehrerisch klingen, ich hab das erst gar nicht gecheckt, dass du auf die Cortsolwirkung abgezielt hast; ich war gestern schon recht müde :roll:

LG Jamie
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Re: Rund ums Herz

Beitrag von StefanKremer377 » Freitag, 16.03.18, 7:38

Liebe Jamie und Anna,

vielen Dank für eure aufbauenden und erklärenden Worte.
War dann gestern doch zu einem Kontrolle Termin zwecks Blut und Vorallem EKG. Alles in Ordnung. Machte dort in der Praxis zwar alle verrückt, aber für mich aushaltbar😥

Der Psychologe in der Pia gab mir gleich wieder n Rezept mit über Trazodon. Werde diese aber hier sammeln um zum Tapezieren zu verwenden. Fiel mir damals garnicht so auf wie leicht es ist an solch Rezepte zu kommen. Krass.

Ja. Das Thema Herzneurose ist mir ein Begriff. Bin da natürlich bereits drin. Mist.

Danke für eure Hilfe
LG Stefan
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Feb. 2016 Jobverlust durch massive Konzentrationsprobleme Einweisung in die Psychiatrie, Schlüchtern.
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März 2016 Suizidversuch. 24 h Ingewahrsamnahme durch die Polizei in Psychiatrie Schlüchtern. 2,5 Promille

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Re: Rund ums Herz

Beitrag von Shonah » Samstag, 07.04.18, 13:21

Hallo Stefan,

Auch ich habe mittlerweile ne ordentliche Herzangst entwickelt. Du bist nicht allein.

LG Shonah
2008 Diagnosen: schwere depressive Episode
Generalisierte Angststörung mit PA

300mg Venlafaxin

2009 : 150mg V.
75mg V.
2010 : 37,5 mg V.
11/2010: abgesetzt

12/2010 : 37,5mg V.
2011 : 75mg V.
2013 : 37,5mg V.
2014 : 37,5mg V. unret.
2015 : 18,25mg V. unret.
01.11.15 9mg V. unret.
12.11.15 : abgesetzt
17.11.15 18.25 mg V. unret.
29.12.15 : 9mg V. unret.
9mg V. unret.
12.01.16 : 9 mg V. unret. früh
7mg V. unret. Abend
11.02.16 : 9 mg V. unret. Früh
3mg V. unret. Abend
11.03.16 : 9 mg V. (u) früh
2 mg V. (u) spät
11.04.16 : 9 mg V.(u) früh
11.05.16 : 8 mg V.(u) früh
12.05.16 : betablocker halbiert da RR zu niedrig
auf ärztlichen Rat
Symptome : - Schwindel, Kreislaufbeschwerden,
Muskelzuckungen am ganzen Körper,
hin und wieder PA,
sehr oft starkes Frieren, Herzrasen,
körperliche Schwäche, laute
rumpelnde Darmgeräusche, Konzen-
trationsprobleme

01.07.16 8 mg V. ret.
04.07.16 8 mg V. unret.
06.07.16 9 mg V. u.
19.11.16 8,5 mg V. u.
06.01.17 8,0 mg V. u.
Symptome: Herzstolpern (auch in Salven), Schwindel,
Rückenschmerzen, extrem trockene Haut,
Kopfschmerzen, Schlafprobleme, geringe
Belastbarkeit, Augen brennen...
12.01.17 ProBioCult 3x1
Hepatodoron 0-0-0-2
8mg V. u.
9.2.17 alle NEM abgesetzt
Derzeitige Symptome: Pulsschwankungen (mal hoch, mal tief), tränende Augen, Bauchschmerzen (Blähungen), Rückenschmerzen (BWS, LWS), Gelenkschmerzen, Leistungsschwach

27.2.17 7,5 mg V. u.
08.04.17 7,0 mg V.u.
18.05.17 6,7mg V.u.
10.6.17 6,3 mg V. u.
30.6.17 5,7 mg V. u.
11.8.17 5,2 mg V. u.
19.9.17 4,5 mg V. u.
22.10.17 4,0 mg V. u.
25.11.17 3,7mg V. u.
20.12.17 3,4mg V. u.
20.1.18 3,2mg V. u.
20.2.18 3,0mg V. u.
20.3.18 2,8mg V. u.
20.5.18. 2,5mg V.u.

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Re: Rund ums Herz

Beitrag von edgar » Samstag, 07.04.18, 14:23

Hallo zusammen,

ich möchte kurz anmerken, dass Antidepressiva z.B. durch die unerwünschten Wirkungen auf den Blutdruck, Übergewicht, erhöhtes Diabetes-Risiko indirekt auch ein Vorhofflimmern begünstigen können, denn diese sind u.a. Risikofaktoren für ein Vorhofflimmern.

Viele Grüße
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Re: Rund ums Herz

Beitrag von edgar » Sonntag, 08.04.18, 22:20

Guten Abend,

hier noch ein Nachtrag:

Bluthochdruck gehört zu den häufigsten Ursachen für Vorhofflimmern (siehe hier: https://www.vorhofflimmern.de/content/b ... tsgefahren).

Da Antidepressiva wie gesagt als unerwünschte Wirkung Bluthochdruck erzeugen können (siehe hier: http://hyper.ahajournals.org/content/54/1/e1)
, kann man - wie bereits oben erwähnt - sagen, dass Antidepressiva indirekt Vorhofflimmern verursachen können.

Von daher ist es wichtig, immer auch indirekte Zusammenhänge zu betrachten, z.B. auch dass Medikamente die dritthäufigste Todesursache sind. Dies findet man aber nicht in den üblichen Statistiken zu Todesursachen, sondern nur dann, wenn indirekte Ursachen mitberücksichtigt werden.

Viele Grüße
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Re: Rund ums Herz

Beitrag von Guglhupf » Montag, 09.04.18, 0:43

Hallo Edgar :)

Danke für deinen Hinweis, wenngleich der gerade Menschen mit Herzängsten sehr leicht triggern kann.

Mein Vater würde vor einer igen Jahren mit einer hypertensiven Krise bei Werten von 320/210 per Notarzt eingeliefert. Er leidet immer schon an Bluthochdruck und hat das leider nicht ernst genommen. Trotzdem hatte er richtig Glück und alles völlig unbeschadet überstanden. Nur dass er endlich ein Medikament dagegen nimmt.

Mich hat das damals fertig gemacht und in schlimmen Zeiten habe ich mir 3x am Tag den Blutdruck gemessen. Naja als Hypochonder hat man's oft nicht leicht :lol: jedenfalls habe ich mir aus dieser Zeit der Extreme eine gesündere Einstellung angeeignet, sodass ich ab und an mal den BD messe, da er aber konstant eher zu nieder ist ist das erstmal kein Thema.

Hingegen hat mein Schwiegervater trotz normalem BD mit massivstem Vorhofflimmern zu kämpfen, sodass kürzlich eine entsprechende OP Anstand, die wegen Komplikationen leider vorerst doch nicht durchgeführt werden kann.

Was ich damit sagen will - grade ich als Hypochonder kann sowas nicht brauche mit einem gesunden Abstand bewerten, sodass ich Abstand davon genommen habe mir darüber den Kopf zu zerbrechen welche Symptome welche Auswirkungen auf lange Sicht haben können. Dann müssen wir nämlich noch viel weiter ausholen und jegliche Nahrung die wir zu uns nehmen hinterfragen. Natürlich haben Medikamente immer irgendwelche Folgen - aber inwiefern können wir das jetzt von heute auf morgen ändern bzw sind wir uns der Konsequenzen bewusst, deswegen setzen wir ja ab auch wenn es noch so mühsam ist.

Liebe Grüße
Anna
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