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Kann das sein? Behandlung Nebenhöhlenentzündung

Das Absetzen von Psychopharmaka bedeutet oft eine Herausforderung für Körper und Seele. Bestimmte Beschwerden können verstärkt werden oder auch erstmals auftreten. Hier finden sich Infos und Diskussionen zu entzugsbedingten Gesundheitsthemen.
Antworten
Monalinde
Beiträge: 483
Registriert: Freitag, 21.01.11, 16:10

Kann das sein? Behandlung Nebenhöhlenentzündung

Beitrag von Monalinde » Montag, 07.05.18, 14:35

Hallo,

hier meldet sich wieder mal die Langzeitentzüglerin und frage mich, ob es denn nie besser wird.

Da ich schon ewig lang an einer vermutlich entzugsbedingten Nebenhöhlenentzündung herumlaboriere, jetzt auch noch eine vestopfte Nase und eine Stirnhöhlenentzüngung hinzugekommen sind, habe ich mich schweren Herzens zum HNO in Behandlung begeben.

Er hat mir das Nasenspray Nasen Duo von Ratiopharm und Bromelaintabletten auf pflanzlicher Basis verschrieben.

Kaum hatte ich das Nasenspray angewendet, ich nehme ohnehin aus reiner Vorsicht nur die Hälfte davon (1 Sprühstoß) anstatt von zweien

überfiel mich eine große Unruhe, das Herz schlug bis zum Hals und Angst und Zwangsgedanken machten sich breit. Ich hatte zuvor den

Beipackzettel nicht gelesen, wohlweislich, also würde ich mal psychische Angstsymptome ausschließen.

Unruhezustände sind im Beipackzettel angegeben, in ganz seltenen Fällen, aber bei mir war das weit mehr.

Hat jemand von Euch hier dazu Erfahrungen oder kann etwas bestimmtes dazu sagen? Ich möchte einerseits nichts unversucht lassen,


diese Entzündungen, deren Ursache nicht bekannt sind, wegzubekommen andererseits fürchte ich mich auch wieder vor diesem für mich hinlänglich bekannten aufgeputschen

Nervensystem.

Ich soll das Spray für sieben Tage anwenden. Ich weiss nicht, was ich machen soll.

Mona, die langsam am Verzweifeln ist.

Danke M u r m e l i n e für deine nötige 'Ergänzung!!!!!
Zuletzt geändert von Murmeline am Montag, 07.05.18, 14:37, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg, ich habe in diesem Rahmen manchmal erhöht und reduziert
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Dezember 2012 auf Null abgesetzt, ausschleichend alle drei Wochen 10 Prozent der ursprünglichen Dosis

Diagnose: Depression und Angststörung

Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.

Zahlreiche körperliche Symptome:
(Tinnitus , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals, saures Aufstoßen, Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Stimmungsschwankungen, Hautausschläge, Angstzustände, Gelenkschmerzen, Schwindel))


2016: Nebenhöhlenentzündung, Schleim im Hals, Stimmungsschwankungen bzw. Neuroemotionen, Tinnitus, noch
leichte Schlafstörungen, lebhafte Träume, die wahrscheinlich meinen Tinnitus triggern, aber keine Albträume
mehr, Schüttelfrost

Clarissa
Beiträge: 1533
Registriert: Sonntag, 24.08.14, 18:37

Re: Kann das sein? Behandlung Nebenhöhlenentzündung

Beitrag von Clarissa » Montag, 07.05.18, 15:16

Hallo, Mona.

Wie wurde die Stinhöhlenentzündung denn diagnostiziert? Als Verschattung im Röntgenbild?

Ich frage, weil ich ja auch immer das Gefühl von Nasennebenhöhlenentzündung habe, aber mir ziemlich sicher bin, daß es keine klassische ist.

Die Nasentropfen kenne ich und nehme solche ganz selten nach Bedarf, wenn meine Nase so dicht ist, daß es mich zu sehr stört.
Dann bemerke ich eigentlich keine Nebenwirkungen. Helfen tun sie mir ein wenig, aber nur kurzzeitig.

Sie wirken rein auf das Symptom Nasenschleimhautschwellung und nicht ursächlich gegen die Entzündung.

Falls Schädigung durch PP oder Entzug die Ursache der Nasennebenhöhlenentzündung ist, wie ich bei mir vermute, stelle ich mir eine Behandlung schwierig vor. Wenn Du dann noch den Preis von lästigen Nebenwirkungen zahlen mußte ... Ich nehme nichts mehr, wovon es mir irgendwie schlechter geht.

Ich habe für mich beschlossen, mich mit diesen ganzen störenden Körpergefühlen irgendwie zu arrangieren, weil ich eben gar nichts an weiteren Medikamenten vertrage.

VG von Clarissa.

Monalinde
Beiträge: 483
Registriert: Freitag, 21.01.11, 16:10

Re: Kann das sein? Behandlung Nebenhöhlenentzündung

Beitrag von Monalinde » Montag, 07.05.18, 16:06

Hallo Clarissa,

ja, ich bin auch hin und hergerissen, was ich nun tun soll. An die dubiose Nebenhöhlenentzündung bin ich ja gewöhnt, aber jetzt haben mich doch die Kopfschmerzen infolge der Stirnhöhlenentzündung in Bewegung gesetzt, auch in der Hoffnung, dass es dieses Mal vielleicht doch etwas anderes als Nachwirkungen der Medikamente sein könnten.
Die Nebenhöhlen- und Stirnhöhlenentzündung hat der HNO mittels Sonografie diagnostiziert, eine Verschattung hat er wohl auch gesehen. Du kannst dich freuen, dass du keine Beschwerden bei der Bedienung des Sprays verspürst. Also verträgst du doch etwas !!!!!!!!! Bei einer früheren Untersuchung hat mein HNO festgestelt, dass Ursache der Nebenhöhlenentzündung weder Viren noch ein Infekt sind. Wie er das angestellt hat, weiss ich allerdings nicht mehr. Er hat auf eine Allergie getippt, das ist das einzige, was nach seiner Ansicht noch übrig geblieben ist.

Der heutige Sprühstoß hat jedenfalls geholfen, aber die Freude darüber wird nicht allzu lange währen, fürchte ich. Manchmal denke ich, dass auch der Tinnitus in einem gewissen Zusammenhang mit der ganzen leidigen Angelegenheit stehen könnte. Könnte es bei dir ähnlich sein?J

Mein letzter Versuch ist noch eine HNO- ärztin, die ganzheitlich arbeitet, da habe ich aber erst für Ende Juni einen Termin bekommen. Mehr wie schief gehen kann es nicht!

LG Mona
2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg, ich habe in diesem Rahmen manchmal erhöht und reduziert
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
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Stud_psych
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Re: Kann das sein? Behandlung Nebenhöhlenentzündung

Beitrag von Stud_psych » Montag, 07.05.18, 16:12

Hallo =)

Entzündungsprozesse sind im Entzug keine Seltenheit. Sie können durch den Körper ausgelöst werden, ohne Viren oder Bakterien. Ich selbst hatte zum Beispiel eine Harnwegsentzündung über 8 Wochen sogar einmal mit Blutung. Untersuchungen bei zwei Ärzten und unzähligen Abstrichen hatten keine Ursache finden können. Ein Pflanzliches Präparat zur Linderung hat mir geholfen. Inzwischen ist es wieder verschwunden. Ich denke, bei dir wird es ähnlich sein.
LG
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Februar 2017 150 mg Venlafaxin
Bis Ende März auf 110mg runter
Bis April runter auf 75 mg

Mai- September jede 6-8 Wochen um 3-4 mg reduziert.
Oktober pause
Anfang November auf 42 mg (um 3 mg reduziert).
01.01 Reduzierung auf 39 mg
01.4 reduziert auf 36 mg
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Jamie
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Re: Kann das sein? Behandlung Nebenhöhlenentzündung

Beitrag von Jamie » Montag, 07.05.18, 16:32

Hallo Monalinde, :)

Das hört ja auch nie auf bei dir, echt blöd :(.

Du hast jedoch Alternativen zum Xylometazolin.

Ich weiß, dass du potentiell alles nicht verträgst, deswegen empfehle ich dir jetzt auch nichts, ich schreibe nur die Möglichkeiten. :)

Du kannst ein hypertones Nasenspray kaufen oder selbst herstellen.
Isotone Nasensprays befeuchten nur, hypertone haben einen höheren Kochsalzgehalt und wirken daher leicht abschwellend (Salz entzieht dem Gewebe Wasser).

Entweder du verlangst in der Apotheke nach hypertonem Nasenspray (zB Olynth Ectomed, enthält hypertone Kochsalzlösung und Ectoin)
https://www.olynth.de/produkte/olynthr-ectomed.html

Nur reines hypertones Nasenspray: Rhinomer plus Schnupfenlösung

oder du machst es selbst:
Wasser abkochen, auf lauwarm abkühlen lassen, Salz (ohne Jod und Fluorid) nehmen und darin auflösen:
2,1mg auf 100ml Wasser; in Apotheke Pipettenflasche 20ml kaufen und darin abfüllen

Nächste Möglichkeit:
Das homöopathische Nasenspray bzw. Tropfen Euphorbium compositum Nasentropfen NS von Heel
https://www.heel.de/de/euphorbium-comp- ... en-sn.html
https://www.peithner.at/wp-content/uplo ... NSpray.pdf


Ich weiß, dass dich potentiell alles triggert, aber das wären zB Alternativen.
Oder eine Nasendusche mit ganz normaler isotoner Kochsalzlösung.

Hast du gesehen, dass ich auch noch mal etwas bei deiner anderen Frage geschrieben habe?

Ich wünsche dir alles Gute
Jamie
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Re: Kann das sein? Behandlung Nebenhöhlenentzündung

Beitrag von Clarissa » Montag, 07.05.18, 16:46

Huhu, Mona.

Also ich nehm das Spray höchstens einmal aller zwei Tage und dann nur einseitig und einen einzigen Sprühstoß. Das macht mir manchmal die Nase etwas frei, ohne daß ich groß NW verspüre. Grund zur Freude, findest Du?

Ich finde diese Schleimhautschwellungen, verbunden mit Druck und Brennen, zwar auch nicht prickelnd, lasse mich aber davon nicht in die Knie zwingen. Die üblichen Verdächtigen halt, komische Körpergefühle. Beim HNO war ich deswegen einmalig, ich hatte weder das Gefühl, daß er eine richtige Idee hatte, noch, daß der Besuch mir irgendwas genützt hätte. Seitdem mache ich auch das mit mir allein aus.
Tinnitus hab ich ja ebenfalls, pff, der kann mich mal kreuzweise.

Aber der Leidensdruck ist halt bei jedem anders, das muß man wieder differenziert sehen.

Ich wünsche Dir jedenfalls recht gute Besserung und Erfolg beim ganzheitlichen HNO.

VG von Clarissa :wink:
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Re: Kann das sein? Behandlung Nebenhöhlenentzündung

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 07.05.18, 20:03

Hallo Monalinde,

Das klingt ja sehr unangenehm bei dir.
Hast du es schon mal mit Nasensoülungen mit Kochsalzlösung versucht ?
Meine Schwägerin macht das immer und löst dabei auch trockene Verkrustungen, die sich manchmal bilden.

Dass das abschwellende Nasenspray Herzklopfen und auch Unruhe machen kann, hab ich schon öfter gehört.
:hug:

LG Ute
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Re: Kann das sein? Behandlung Nebenhöhlenentzündung

Beitrag von Monalinde » Montag, 07.05.18, 20:46

Hallo Ute,

ich habe es mit der Nasendusche und Emser Salz probiert. Dadurch habe ich kurzfristig besser Luft bekommen. Aber der Schmerz in der Stirnhöhle und der Druck auf den Ohren ist dadurch nicht weggegangen.

Ich bin ja furchtbar erschrocken über den Amoklauf meines Körpers , weil ich im Hintergrund auch den Gedanken an die Psyche hatte. Ich bin aber jetzt mehr denn je davon überzeugt, dass es das Spray gewesen sein muss, nachdem du mir mitgeteilt hast, dass es sowohl Unruhe als auch Herzklopfen bewirken kann. Ich denke, ich werde heute Nacht erst mal ruhig schlafen und morgen entscheiden, was ich machen werde.

Ich glaube, dass das Exphorbinum, das mir Jamie empfohlen hat, evtl. auch noch eine Lösung wäre.

Danke, ihr seid lieb

Mona
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