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PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Das Absetzen von Psychopharmaka bedeutet oft eine Herausforderung für Körper und Seele. Bestimmte Beschwerden können verstärkt werden oder auch erstmals auftreten. Hier finden sich Infos und Diskussionen zu entzugsbedingten Gesundheitsthemen.
strwberry
Beiträge: 4
Registriert: Donnerstag, 10.05.18, 21:59

Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von strwberry » Montag, 14.05.18, 10:03

Hallo zusammen,

Werde es nun mal nach Jamies Vorschlag versuchen loszuwerden und decke mich mal zur Sicherheit mit Gaviscon/Riopan ein.

Die aktuelle Dosis von 80 mg werde ich aber wohl noch 2-3 Tage halten, da ich noch nicht beschwerdefrei bin.

Bei nächsten Arztbesuch werde ich auf jeden Fall mal nach Ernährungsberatung fragen, danke für den Tipp!

LG strwberry

Lalelu
Beiträge: 8
Registriert: Freitag, 18.05.18, 16:27

Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Lalelu » Samstag, 26.05.18, 12:16

Hallo :)
Ich hab auch so meine Erfahrung mit Omeprazol und Histaminintoleranz gemacht, würde das erne hier beschreiben!
Vor 2 Monaten hatte ich nach einer histaminreichen Malzeit sehr starke Beschwerden. Bin zum Arzt, der meinte dann: Magenschleimhautentzündung und hat mir Omeprazol verschrieben. Normalerweise gehen bei mir die Beschwerden von alleine wieder zurück, wenn ich wirklich darauf achte, was ich esse. Habe mir von Omeprazol aber eine schnellere Wirkung erhofft. Habe es also eingenommen und es ging mir auch sofort besser. Nach 4 Tagen abgesetzt. Danach war erst mal Ruhe, aber zum ersten mal hab ich dann diesen Reflux auch bei Nahrungsmitteln die ich sonst vertrage, bemerkt. Habe wieder die PPI genommen. Diesmal wurde es aber nicht besser, sondern eher noch schlimmer. Nach einer Woche bin ich dann wegen starker Schmerzen, die ich aber meinem Magen und nicht dem Reflux (wusste bis dahin noch nichts davon) zugeschrieben. Der hat mich dann zur Magenspiegelung ins Krankenhaus geschickt. Diagnose: Magenschleimhautentzündung. Die Magenklappe sei aber in Ordnung. Mir wurde wieder Omeprazol verschrieben.
Habe mich dann stark basisch ernährt und das Omeprazol weggelassen. Später folgte dann ein Termin beim Gastroenterologen, der sich meine Krankenhaunterlagen erst gar nicht angesehen hat, sondern mir sofort eröffnete, ich hätte das gastroösophagiale Reflux-Syndrom, der Reflux ginge nie wieder weg, da meine Magenklappe kaputt sei und ich müsste die PPIs für immer nehmen. Habe ihm natürlich geglaubt, bis ich dann selbst recherchiert habe und vom Rebound-Effekt gelesen habe.
Dazu kommt noch, dass man PPIs bei einer Histaminintoleranz überhaupt nicht nehmen sollte, da während der Einnahme und noch Wochen danach der Spiegel des Hormon Gastrins, welches für Histaminausschüttung om Magen sorgt, erhöht ist.
Ich habe Studien gefunden, die beschreiben, dass das Gastrin nach 2 wöchiger Einnahme und nach 1-wöchigem Abstzen immernoch um ca 20 % erhöht ist.
Das hat für mich alles erklärt. Seit dem Absetzen fühlte ich mich nämlich schlapp, Krank, meine Haut hat gejuckt und ich hatte sowieso alle Symptome die ich auch nach histaminreichen Malzeiten habe. Nur ist das jetzt für mich ein Dauerzustand geworden.
Ich bin seit einer Woche auf Null, habe in den ersten 3 Tagen noch sehr strarken Reflux gehabt, welcher jetzt besser geworden ist. Meine Müdigkeit und Benommenheit sind noch nicht weg. Dazu habe ich seit der ersten Einnahme starken Haarausfall bekommen.
(Wird als Nebenwirkung von PPIs angegeben)
Noch dazu versuche ich gerade Fluoxetin auszuschleichen, was ich wegen der starken Nebenwirkungen des Omeprazols erstmal auf Eis legen musste...
Sind hier noch andere mit Histaminintoleranz betroffen? :)
Habe das Forum jetzt nicht ganz durchgelesen, weil es ja wirklich viele Beiträge sind.
Liebe Grüße :*
Seit März 2011: schwere Depression
Februar 2012: erster Psychiaterbesuch und 50 mg Fluoxetin, 20 mg Amitriptylin
2013: Absetzen von Amitriptylin funktioniert,
Kaltes Absetzen von Fluoxetin nicht (Angst, dass Depression wieder da ist), nach einigen Wochen Wiedereinnahme von halber Dosis
2015: erneuter Absetzversuch, wieder an starken Symptomen gescheitert
2015: 10 mg wöchentlich ohne Beschwerden
2016: 5 mg wöchentlich ohne Beschwerden
2017: 3 mg ohne Beschwerden
Entwicklung einer Histaminintoleranz, starke Magenbeschwerden, leichte Gelbsucht, Empfindlichkeit gegenüber verschiedenen Allergenen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten,
2018: 2 mg wöchentlich ohne Beschwerden
Mai 2018: 1 mg wöchentlich: strarker Schwindel, Gefühl als ob mein Hinterkopf unter Strom steht, Müdigkeit/Abgeschlagenheit, Schweißausbrüche, Tinnitus, Zittrigkeit, Weinerlichkeit, das Gefühl „neben mir zu stehen“
Es geht also los :?

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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von LinLina » Samstag, 26.05.18, 12:26

Hallo :-)

wir haben hier einen eigenen Thread zu Histaminintoleranz http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=57&t=7819

ich bin auch betroffen und einige andere. Du könntest die Suchfunktion oben auf der Seite nutzen oder einfach die letzten Seiten/Beiträge des verlinkten Threads durchlesen, so findest du noch andere Teilnehmer die eine HIT haben.

Liebe Grüße
Lina
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Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell: 0,01 mg Mein Thread
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Lalelu
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Lalelu » Samstag, 26.05.18, 13:31

Danke dir :*
Seit März 2011: schwere Depression
Februar 2012: erster Psychiaterbesuch und 50 mg Fluoxetin, 20 mg Amitriptylin
2013: Absetzen von Amitriptylin funktioniert,
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2015: erneuter Absetzversuch, wieder an starken Symptomen gescheitert
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2016: 5 mg wöchentlich ohne Beschwerden
2017: 3 mg ohne Beschwerden
Entwicklung einer Histaminintoleranz, starke Magenbeschwerden, leichte Gelbsucht, Empfindlichkeit gegenüber verschiedenen Allergenen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten,
2018: 2 mg wöchentlich ohne Beschwerden
Mai 2018: 1 mg wöchentlich: strarker Schwindel, Gefühl als ob mein Hinterkopf unter Strom steht, Müdigkeit/Abgeschlagenheit, Schweißausbrüche, Tinnitus, Zittrigkeit, Weinerlichkeit, das Gefühl „neben mir zu stehen“
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Luna
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Luna » Samstag, 26.05.18, 13:42

Hallo
Ppi sind dafür bekannt Unverträglichkeiten auszulösen.
Man machte ein Test an Ratten und diese bekamen Unverträglichkeiten auf Nahrungsmittel.
Leider machen das aber viele andere Medikamente usw auch, da die aggressiven Chemikalien die Schleimhäute usw angreifen usw.
Das alles kann sich mit der Zeit erholen nach ppi aber das brauch eine Zeit. Es gab eine Doku über eine Frau, die während der Schwangerschaft ppi nahm und dann absetzte. Danach musste sie ihre Ernährung komplett umstellen, weil sie Unverträglichkeiten hatte, die nach 4 Jahren weg waren.
Das muss natürlich nicht bei jedem so sein aber ist leider häufig und Ärzte scheinen da keine Ahnung zu haben.
Wir haben eine Bekannte die mit uns und Hunden spazieren geht. Sie ist Ärztin in Rente und sie sagt...die meisten Medikamente dürften nie verschrieben werden und gerade diese ppi sind alles andere als gut. Sie hat immer darauf geachtet nur im Notfall was zu verschreiben bzw wenn nötig. Inzwischen wird eh viel zu viel verschrieben.

Auch ich habe mit Unverträglichkeiten zu kämpfen und als ich ppi abgesetzt habe, brannte ich wie Feuer innerlich incl Entzündungen der Schleimhäute und Blutungen aus Darm. Das kam vom extremen Überschuss von Histamin usw. Magensäure war bei mir gar zu wenig bzw gar nicht vorhanden.
Mit Ernährungsumstellung usw bekam ich das in griff und es wurde immer besser. Unverträglichkeiten habe ich noch aber da ich dies beachte, habe ich keine Probleme mehr mit dem Magen und das brennen hatte ich auch aber ist weg. Mein Freund hatte das brennen auch aber wegen Histamin usw. Er nahm nie ppi aber hatte auch Unverträglichkeiten. Inzwischen kann er wieder Pizza essen. Nur Fruktose ist noch etwas ein Problem.

Ich wünsche alles Gute und es wird wieder!
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LG Luna

Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 2 bis 3 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

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Lalelu
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Lalelu » Samstag, 26.05.18, 16:26

Danke für die Antwort, das macht mir Mut :)

Hattest du nach Absetzen der PPI auch diese bleiernde Müdigkeit für längere Zeit?
Seit März 2011: schwere Depression
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Kaltes Absetzen von Fluoxetin nicht (Angst, dass Depression wieder da ist), nach einigen Wochen Wiedereinnahme von halber Dosis
2015: erneuter Absetzversuch, wieder an starken Symptomen gescheitert
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Luna » Samstag, 26.05.18, 17:10

Hallo Lalelu
Ich war schon mit den Medikamenten ständig müde aber konnte trotzdem nie gut schlafen.
Das ist leider ganz normal.
Kämpfe da nicht gegen an. Ich habe fast nur gelegen.

Liebe grüße
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Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
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Ca 2 bis 3 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

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