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PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Das Absetzen von Psychopharmaka bedeutet oft eine Herausforderung für Körper und Seele. Bestimmte Beschwerden können verstärkt werden oder auch erstmals auftreten. Hier finden sich Infos und Diskussionen zu entzugsbedingten Gesundheitsthemen.
Eva
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Eva » Sonntag, 18.03.18, 16:59

Hallo,

ich bin zwar nicht Luna, aber in der Regel ist es der "Rebound-Effekt", also höllisch vermehrtes Sodbrennen, der dann kommt ...

Kennt man hier für das eklige Brennen schon diese einfache Vorbeugung? Einen Esslöffel Goldleinsamen in einem kleinen Glas Wasser (oder verdünntem ungezuckerten Saft) über Nacht weichen lassen und das Glas morgens auf nüchternen Magen austrinken. Oder, wer die Beschwerden in der Nacht hat: das Ganze abends zu sich nehmen. Kann auch im Akutfall helfen, weil die Schleimstoffe aus dem Leinsamen die Speiseröhre auskleiden und den Brennschmerz mildern - was diese im übrigen auch vor dem Angriff der Magensäure schützt.

Gruß von Eva
Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.

Milli
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Milli » Sonntag, 18.03.18, 17:14

Hallo,

kann ich bestätigen, heftiger Rebound, also sehr starke Magensäure Produktion.

@Eva
Danke für den Tipp, muss ich mal testen, aktuell arbeite ich mit Leinsamen Aufguss.
Das sind so Beutel wo man nur den abgegeben Schleim zu sich nimmt, hilft mir sehr gut,
Schluckt man da die Leinsammen dann einfach mit? Wirken sich die dann irgendwie auf die Verdauung aus?

Gruß
Milli

Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Jamie » Sonntag, 18.03.18, 19:29

Hallo Tommy

willkommen im Forum :)
Hallo Luna,
ich habe eine Frage wegen deines abrupten Absetzens der ppi. In einem vorigen Beitrag hast du Mal geschrieben, dass das abrupte Absetzen bzw. der kalte Entzug "die Hölle" war. Welche Beschwerden hattest du durch das abrupte Absetzen?

Mfg
Ich denke deine Chancen steigen eine Antwort zu bekommen, wenn du Luna eine PN schreibst.
Ich schalte dich frei.

MfG
Jamie
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Luna
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Luna » Sonntag, 18.03.18, 21:26

Hallo Tommy
Welche Beschwerden hattest du durch das abrupte Absetzen?
Bei mir waren es eher beschwerden durch zu viel Histamin usw.
Starkes brennen der Schleimhäute, Übelkeit, Entzündungen der Schleimhäute,schmerzen Brustbein usw. Verdauung war gestört.
Das schlimmste war das brennen der Schleimhäute. Es war als würde ich innerlich verbrennen.

Ich kann aber bei mir nicht sagen ob es besser gewesen wäre wenn ich langsam gegangen wäre. Ich hatte mit dem Medikament schon starke Schmerzen und ich vertrug auch andere Medikamente usw nicht mehr.
Es war ein Kampf.

Sodbrennen mit Säure waren das nicht bei mir. Mir fehlte die Säure und das wurde mir auch nach einer Spieglung von dem Arzt bestätigt.
Es ist eh viel schlimmer wenn Säure fehlt. Wenn ich jetzt mal Sodbrennen hab mit Säure, weil ich was falsches esse dann fühlt sich das total anders an (ich schmecke die Säure im Mund, weil sie hoch kommt....pfui) und ist nicht so schlimm wie das, was ich damals durchgemacht habe.
Durch ppi wird Säure gehemmt.

Hoffe es hilft dir.
Alles Gute
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Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 2 bis 3 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

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Tommy823
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Tommy823 » Montag, 19.03.18, 21:02

Vielen Dank für die Antwort!!

Ich nehme ppi auch schon länger, doch tritt absolut keine Besserung der Speiseröhrenentzündung und Gastritis ein.
Ich habe die ppi nun abgesetzt, weil sie ja nicht helfen.
Bin gespannt, ob es dadurch besser wird.

MfG
Tommy

Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Jamie » Montag, 19.03.18, 21:17

Hallo Tommy, :)
Ich nehme ppi auch schon länger, doch tritt absolut keine Besserung der Speiseröhrenentzündung und Gastritis ein.
Ich habe die ppi nun abgesetzt, weil sie ja nicht helfen.
Bin gespannt, ob es dadurch besser wird.
das ist keine gute Idee, das kann einen schlimmen Rebound geben.
PPI gehören ausgeschlichen, erst recht nach längerer Einnahme.
Man muss, wenn man nicht Omeprazol, Esomeprazol oder Lansoprazol nimmt, auf einer der drei Stoffe wechseln (zB von Pantoprazol aus) und sich die Kapseln verschreiben lassen, da dort viele kleine Kügelchen drin sind. Davon kann man welche entnehmen, verwerfen, die Kps. verschließen und dann schlucken und sich so sanft entwöhnen.

Ist es gesichert, dass du nach wie vor eine anhaltende Gastritis und Oesophagitis hast?
Oder ist das eher dein Eindruck, der aber nicht mediz. abgesichert wurde?
Es kann auch sein, dass man starke Beschwerden hat, obwohl man gar nicht zu viel Magensäure hat, sondern zu wenig! Das deutete auch Luna an.
Es gibt auch den sog. Stillen Reflux, eine Sonderform von Magenproblemen. Google das bitte mal.

Wenn du wirklich eine massive Entzündung der Speiseröhre und Gastritis hast, dann muss man gut überlegen, ob man die PPI wirklich weglässt. Andauernde Säureschäden erhöhen das Krebsrisiko.
Ggf kann ein Arzt auch mal eine Therapie mit H2 Blocker erwägen, wenn PPI nicht anschlagen.

Ein Helicobakter kann auch anhaltend und böse Beschwerden auslösen, er sollte behandelt werden (Antibiotika Tripletherapie), da auch hier die erhöhte Korrelation zu Magenkrebs etc. bekannt ist.

Es gehen evtl. auch alternative Ansätze, das möchte ich gar nicht in Abrede stellen, aber dieses Bakterium sollte man nicht einfach ignorieren.

Grüße
Jamie
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Tommy823
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Tommy823 » Dienstag, 20.03.18, 6:57

Hallo,

danke für die Antwort und Ratschlag!!

Ja, meine Beschwerden sind medizinisch abgeklärt, hatte seit Juni '17 insgesamt vier Magenspiegelungen, wobei die Befunde trotz gesunden Lebensstiles immer schlechter wurden. Begonnen mit einer erosiven Antrumgastritis, die letzte Magensiegelung zeigte dann zusätzlich auch eine Refluxösophagitis. Eingenommen habe ich ständig die PPI, welche offensichtlich nicht geholfen haben. HP-Überprüfung war stets negativ.

Hatte am 05.01.'18 eine Fundoplicatio nach Toupet, dh die Speiseröhrenentzündung müsste nun langsam abheilen. Die Beschwerden, vor allem auch jene der Gastritis, bestehen derzeit jedoch weiter. Daher beende ich nun die Einnahme der PPI, da mir die Anwendung kontraproduktiv erscheint. Sollte man tatsächlich zu wenig Magensäure haben bzw. produzieren, dann wäre die Einnahme von PPI ja falsch. Habe in den nächsten Wochen die nächste Magenspiegelung, dann wird man weiter sehen.

Mit freundlichen Grüßen
Tommy

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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Lily79 » Dienstag, 20.03.18, 10:44

Hallo,

ich melde mich auch nochmal zu Wort.

Ich hatte vor einer Woche meine Spiegelung und Esser wie davor auch immer, bis auf die leichte Kardiainsuffizienz alles ok - Reste meiner Gastritis aber mehr nicht.
Du besagten 80 (😱) hab ich nach 5 Tagen direkt in 60, nach 5 Tagen in 40, nach 5 Tagen in 30 und ab morgen in 20 wieder runter gefahren. Klar hab ich wieder brennen hinter dem Brustbein und gelegentlich merke ich das auch am Rücken selbe Stelle, aber ich habe und hatte ja nie Sodbrennen sondern wenn aufstoßen, dann Luft. Führt mich inzwischen auch eher zum Verdacht der weniger Magensäure.

Befund der Spiegelung sollte heute-Freitag kommen. Sieht man in der Spiegelung trotz Omep eine zu-wenig-Säure Problematik?

Ich nehme wenn es zu blöd wird Riopan. Die letzen 20 ab morgen (meine Standartdosis der letzten Jahre) muss ich dann natürlich mit den Kügelchen ausschleichen, Riopan und für absolute Notfälle besorge ich mir noch Gaviscon. Aber da ich seit der Hochdosierung massive Schlafprobleme habe, muss ich da ran jetzt und das brennen eben ertragen.

Ich hatte durch CBD Öl eine tolle Alternative zu meinem Opipramol und zum schlafen gefunden, leider soll man es wohl nicht zusammen mit Omep nehmen weil CBD die beiden Leberenzyme hemmt über die Omep abgebaut wird, also direkt nachdem ich das erfahren habe, wieder abgesetzt...sehr zu meinem Leidwesen😔. Ich habe letzte Woche einen Pharmakologen diesbezüglich angeschrieben, er wollte diese Woche zurück schreiben, ich kann das dann gern hier teilen.

So, auf zu meinem Hafeeflocken/Dinkel/Leinsamenmüsli...
LG
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Lily79 » Dienstag, 27.03.18, 16:14

Hallo zusammen,

ich bin jetzt seit einer Woche auf 20mg (Schema siehe oben), dabei bleibe ich nun erst einmal ein Weilchen weil sich nach nun 5 Tagen der Reboubd gut breit gemacht hat: morgens Übelkeit und Kloß im Hals und im Laufe des Tages dann Magendruck und immer wieder Durchfall. Ich kompensiere mit 1-2 Riopan zZ.

Meine Frage ist: Durchfall hatte ich beim reduzieren bisher nicht, kommt das von dem Gastrin-Überschuss?

Die Histologie ist da, Ösophagus völlig ok, nur minimale Cardiainsuffizienz. Aber wohl „minimale inaktive chronische Gastritis Typ C“.
Das ich bei Stress usw immer mal eine Gastritus habe ist mir ja bekannt, aber ich habe ja nie mit Säurebedingtem Sodbrennen zu tun gehabt. (Ich habe aber keine Galle mehr).

Das ist eher eine langfristige Planung, bezüglich Essen. Einen Kaffe, dazu ein paar Schluck kohlensäurehaltiges Getränk plus etwa 15 Pommes gingen am So gehörig in die Übelkeits-Hose🙄.

Lg

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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Eva » Dienstag, 27.03.18, 17:20

Hallo,
@Eva
Danke für den Tipp, muss ich mal testen, aktuell arbeite ich mit Leinsamen Aufguss.
Das sind so Beutel wo man nur den abgegeben Schleim zu sich nimmt, hilft mir sehr gut,
Schluckt man da die Leinsammen dann einfach mit? Wirken sich die dann irgendwie auf die Verdauung aus?
leider habe ich erst jetzt Deine Frage an mich gelesen, Milli.

Ja, die gequollenen Samen trinkt man mit. Sie können sich vielleicht unangenehm auswirken, wenn man zu Durchfall neigt, sonst kaum.

Gruß, Eva
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Milli » Dienstag, 27.03.18, 17:31

Hallo Eva,

danke für deine Rückmeldung, hab ich schon probiert, schleim war gut da, hätte bestimmt
gut geholfen aber ich krieg die Leinsamen irgendwie nicht runter, komische Konsistenz.
Vielleicht Probier ich es mal noch mit einem Tee Sieb aber muss mir erst eins besorgen,
solang bleibe ich bei meinem Aufguss. Danke für den Tip.

Gruß
Milli
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Jamie » Sonntag, 01.04.18, 1:47

Hallo, :)

hier auch mal ein Update zu meinem PPI Stand.
Man kann es in der Signatur ganz gut verfolgen.

nachdem ich im Dezember 2017 aufgrund einer völlig entgleisten Mittelohrentzündung im Krankenhaus war und mehrere massive Hochdosis-AB-Therapien (oral als auch intravenös) über mich ergehen lassen musste, Unmengen auf den Magen gehende NSAR (Diclofenac, Ibuprofen) wegen der starken Schmerzen schlucken musste und am Ende noch eine Hochdosiscortisoninfusionstherapie verpasst bekommen habe, war mein Magen zerschossen und zwar völlig - und die Absetzbemühungen von 4 Jahren hin :cry: :? .

Ich bin noch in der Klinik auf 40mg Pantoprazol zurückgestuft worden und daheim dann auf 20mg Esomeprazol (mein altes Mittel) umgeswitcht (von unter 5mg zuvor, heul schnief jammer).

Egal. Passiert ist passiert.

Ich habe nun 10 Tage lang 35 Kügelchen weniger aus einer 20mg Kapsel genommen, was einer Dosis von 15,51mg entspricht und werde die nächsten 21 Tage 45 Pellets weniger nehmen, sprich 14,23mg.
Danach werde ich wieder kleinere Schritte machen und mich voranschnecken :schnecke: :schnecke:

Es ist eine zähe Angelegenheit, aber wer mich kennt, der weiß, dass ich eine Kämpferin vorm Herrn bin.
Mit der höheren Dosis PPI (20mg Esomeprazol) sind auch meine Verdauungsbeschwerden und meine Verstopfung vermehrt zurückgekommen. Für mich ist das so sicher wie das Amen in der Kirche, dass die PPI in höheren Dosen echt ungut für mich sind und Nebenwirkungen machen, die dann langsam verschwinden, wenn die Dosis signifikant sinkt.
Ich gebe nicht auf.

Macht´s gut ihr LeidensgenossenInnen :)

Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Clown » Sonntag, 01.04.18, 13:39

Hallo Jamie,
es ist traurig, das du wieder so weit zurück geworfen wurdest.
Ich bewundere deinen Kampfgeist. Ob ich das schaffen würde??
Bin ja nun seit 8 Monaten auf 0. Kann alles essen und trinken und
bin Beschwerden frei. Nur durch mein anderes Hobby (Mirtazapin)
habe ich gelegentlich starke Magenschmerzen , die aber immer in
Wellen kommen.
Es lohnt sich auf jeden Fall am Ball zu bleiben.
Danke, das du mich mit deiner Absetsmethode dazu gebracht hast.
Wünsche dir noch schöne Ostertage.
Lg
Achim
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2008/2009 Tagesklinik und Reha
Verordnung Pipamperon und Mirtazapin 45mg
1 Q 2013 Tagesklinik
Verordnung Citalopram 30 mg
1 Q 2014. Reha
Kaltenzug Zopiclon
3 Q 2014 Kaltenzug Pipamperon
1Q 2015 Absetzen Citalopram 30-15-7,5-0
Bei 7,5 auf 0 sehr starke Absetzsymtome
1.1.2016 Mirtazapin von 45 auf 30 reduziert
Übelkeit,Kopfschmerzen, Tinitus verstärkt,
kein Selbstwert, Blutdruckschwankungen,
Magenschmerzen, Darmprobleme nach dem Mittagessen
1.2.2016 Reduziert auf 29, 13.2. auf 28, 22.2. auf 27, 7.3. auf 25
28.32016 Reduziert auf 23, 15.4 auf 22, 30.4 auf 21, 8.5 auf 20
1.6.2016. Reduziert auf 19, 26.6 auf 18, 23.7. auf 17, 21.8. auf 16
25.9.2016 Reduziert auf 15 Mg
Omeprazol 20 Mg ab ca. 2007, Omeprazol 40 Mg ab 2012
14.10.2016 Omeprazol wöchentlich um ca. 5% reduziert
20.12.2016 Omeprazol 20 Mg
16.01.2017 Omeprazol wöchentlich um ca. 10% reduziert
13.02.2017 Omeprazol 10 Mg
22.05.2017 Omeprazol wöchentlich um 1 Mg reduziert
12.06.2017 Omeprazol wöchentlich um 0,5 Mg reduziert
31.07.2017 Omeprazol abgesetzt
01.01.2018 Mirtazapin reduziert auf 14 Mg, 24.1. auf 13 Mg, 16.2. auf 12 Mg,
09.03.2018 Umstieg auf Wasserlösmethode reduziert auf 11 Mg, 1.4. auf 10 Mg, 30.4. auf 9,5
12.5 auf 9 Mg, 26.5 auf 8,5 Mg, 2.6. auf 8,25 Mg, 10.6. auf 8 Mg, 17.6. auf 7,75

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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von strwberry » Donnerstag, 10.05.18, 22:16

Hallo,

Nachdem mich der Rebound nach Reduktion von 40 mg Pantozol zweimal täglich (nur für 4 Tage wegen Gastritis) auf einmal täglich 40 mg heftig plagt, bat ich meine Ärztin um omeprazol Kapseln. (Besagte Reduktion vor 13 Tagen, seitdem starkes Sodbrennen)

Meine Frage: Welche Dosis sollte ich davon nehmen?

Lese oftmals äquipotent zu 40 mg pantozol seien 20 mg Omeprazol. Andererseits fand ich folgende Quelle, die besagt dass 40 mg Pantozol 40 mg omeprazol entsprächen:

https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... 1/uid-4992

Wie sind eure Erfahrung hinsichtlich der Dosis für eine gleiche Wirksamkeit bei pantozol und omeprazol?

(Tut mir leid falls es hier schon öfter zur kam & ich es uberlesen habe.)


Ich danke euch! Das Forum hat mir bereits sehr geholfen!

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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Blumenwiese » Freitag, 11.05.18, 8:16

Hallo,
Ich hatte vor 2 Jahren über Monate hinweg starke Probleme mit Reflux und meine Mundschleimhaut war auch schon stark angegriffen. Ich bekam erst Omep und dann Pantoprazol und es half alles nur sehr dürftig. Bei der Magenspiegelung war auch alles super. Am Ende fand ich heraus, dass mein Problem nicht der Magen, sondern der Darm war. Ich litt zeitweise unter Verstopfung und wenn der auf Bauchnabelhöhe verstopft war (da war eine Spürbare Verhärtung) drückte das von unten gegen den Magen und löste Sodbrennen und Reflux aus. Ich nahm dann Movicol gegen Verstopfung und die Magenprobleme verschwanden wieder :)

Den Rebound Effekt durchs Absetzen der PPI hatte ich leider trotzdem. Dagegen nahm ich Basenpulver und aß Graubrot (lange kauen!).

Liebe Grüße
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Quetiapin 12,5 mg (1/2 Tablette) 0-0-1-0
Bedarf: Promethazin 25-50 mg/Tag
*********************************
Sonstige Medikamente:
Levocetirizin 5 mg, Movicol 1-3 Beutel pro Tag, Grazax u. SliTONE Ultra zur Desensibilisierung geg. Pollenallergie, Magnesium 450 mg gegen die Muskelspannung, Omega 3, Ibulysin 684 mg auf Bedarf, Salbutamol auf Bedarf

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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Jamie » Freitag, 11.05.18, 9:16

Hallo strwberry,

willkommen hier :)

Ich bin der Meinung, dass es mit den Äquivalenten Umrechnen innerhalb der PPI nicht so einfach ist.
Selber habe ich schon die drei bekanntesten genommen (Omeprazol, Pantoprazol, Esomeprazol); meine Erfahrung ist, dass die individuelle Ansprechbarkeit vor allem ausschlagekräftig ist.
Mit Omeprazol zB kam ich nie zurecht, Pantoprazol und Esomeprazol wirkten bei mir besser.

Wenn umgerechnet wird, dann ist auf jeden Fall das Äquivalent 40mg Pantoprazol = 40mg Omeprazol realistischer, wie ich meine.

Grüße und gute Besserung.
Melde dich, wenn du Hilfe brauchst.

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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von strwberry » Sonntag, 13.05.18, 16:09

Hallo Jamie,

Nehme jetzt seit 3 Tagen 80 mg Omeprazol und die Beschwerden werden weniger.

Wenn ich jedoch beschwerdefrei bin (also kein Sodbrennen mehr habe), was hoffentlich morgen der Fall sein wird, sollte ich dann mit 5-10 % reduzieren, wie im Forum empfohlen oder anfangs schneller, da 80 mg eine sehr hohe Dosis ist?


Zu meiner PPI-Vergangenheit:

Erstmals Pantozol Ende August 2017 20 mg, dann 40 mg
Anfang Dezember komplett abgesetzt, eine Magenspiegelung ergab 2 Wochen später erosive Gastritis-> also wieder 4 Tage 2x40 mg Pantozol, danach nur noch morgens einmal.

Im Februar 2018 nach befundloser Spiegelung reduziert von 40 mg auf 20 mg. -> 8 Wochen höllischer Rebound

Mitte April wieder Gastritis wegen Stress:
2x 40 mg (4 Tage), danach einmal täglich.. durch eine erneute Stresssituation letzte Woche habe ich wieder starke Beschwerden, also:

Bin ich derzeit wie gesagt seit drei Tagen bei 2x40 mg Omeprazol-Kapseln.

Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Jamie » Sonntag, 13.05.18, 16:54

Hallo strwberry :)

Ich bitte die Moderatoren mal dich freizuschalten ;).

So wie ich dich jetzt wahrnehme bist du ein Mensch, dem anscheinend ein Rebound stark zu schaffen macht.
Du wirst jetzt nicht wie ich 4 Jahre absetzen müssen, aber ich würde mir ein wenig Zeit nehmen zum Ausschleichen, auch wenn die Einnahmezeit vergleichsweise kurz war.

Was hältst du denn davon:
5 Tage 60mg ( 30 - 0 - 30)
5 Tage 50mg ( 25 - 0- 25)
5 Tage 40mg (20, null, 20)

und ab dann (niedrige Dosen --> kritischer)
10 Tage 30
10 Tage 20
10 Tage 10
10 Tage 5mg

Das wären jetzt in dem Dreh optimistische 6-8 Wochen zum Ausschleichen.
Falls Probleme auftauchen, müsste aber pausiert werden und Rücksprache gehalten werden.
Du schreibst etwas von Stressgastritis (kenne ich übrigens auch von mir; kriege ich sogar trotz PPI) - ist denn der akute Stress mittlerweile besser?
Weil in einer starken Stressphase abzusetzen ist natürlich mehr als ambitioniert!

Hast du auch mal deine Ernährung unter die Lupe genommen?

Viele Grüße
Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von strwberry » Sonntag, 13.05.18, 17:41

Hallo Jamie,

danke für deine Antwort.
Ja ein Rebound macht mir psychisch und physisch sehr zu schaffen.. Meine Lebensqualität leidet enorm darunter, weshalb ich dies nun weitestgehend vermeiden möchte- deshalb auch der Wechsel zu Omeprazol.

Danke für deinen Vorschlag. Ich habe nur so sehr Angst, dass es zu überstürzt ist und ich mir dadurch wieder eine Gastritis zuziehe und ich mit einer Hammerdosis wieder von vorn beginnen muss. [Ich nehme es für meine Verhältnisse schon sehr lange (sind jetzt ja ca. 9 Monate lang meistens 40 mg und phasenweise 20 bzw 80 mg gewesen)]

Das Problem ist nämlich, dass sobald ich wieder stärkere Reboundbeschwerden bekommen sollte, mein Kopf riesige Panik schiebt und ich durch den so erzeugten Stress das Problem noch verstärke.
Nehme seit drei Wochen, um meine Psyche zu stabilisieren daher auch 25-0-0-50 mg Opipramol. Darüberhinaus mache ich seit 3 Jahren Psychotherapie.

Das mit dem Stress ist eben so eine Sache; ich bin nämlich innerlich sehr angespannt, wenn ich merke,dass mein Magen wieder Probleme macht, will aber gleichzeitig nicht dauerhaft PPI nehmen müssen.. Entspannungstechniken versuche ich regelmäßig zu machen und gehe auch 3 x pro Woche Laufen.

Ernährungstechnisch weiß ich kaum noch Rat.. Esse meist Kartoffeln, gekochtes Gemüse, Reis,Bananen, Haferflocken.. wenn es mal wieder eine akute Gastritis ist, bekomme ich hierbei jedoch auch massives Sodbrennen. Übliche Verdächtige wie Alkohol, Kaffee, schwarzer Tee konsumiere ich sowieso nie. Verzichte darüberhinaus eben auf Hülsenfrüchte, saure Speisen, Zucker und fettreiche Speisen.

Das Problem ist auch, dass ich wenn ich nur oben genannte Dinge esse, nur sehr wenig Kalorien aufnehmen kann, weil diese Lebensmittel eben viel Volumen und wenig Nährwert im Sinne von Kcal haben. Darüber mache ich mir dann auch oft Gedanken, da ich mich ja nicht wochenlang einseitig und damit in gewisserweise mangelhaft ernähren kann. Also zB vertrage ich Milchprodukte, Soja gerade eher nicht, bin aber Vegetarier und Hülsenfrüchte gehen gerade auch nicht gut. ->weiß gerade nicht wie ich meinen Eiweissbedarf decken soll..
Mache mir in diesem Bezug aber auch vielleicht unnötige Sorgen (habe nämlich in der Vergangenheit unter Anorexie gelitten.)

Entschuldige, Wollte nicht so viel jammern eigentlich, aber ich fühle mich mit der Situation sehr überfordert und will einfach nur raus aus diesem Teufelskreis..

Beste Grüße
strwberry
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Blumenwiese
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Blumenwiese » Sonntag, 13.05.18, 18:30

Hallo strwberry,

Wenn du so Probleme mit der Ernährung hast, hast du mal bei der Krankenkasse nach einer Ernährungsberatung gefragt? Die sollte die Kosten für sowas eigentlich übernehmen. Du könntest dir vorher ein Attest vom Arzt holen, dass die Ernährungsberatung notwendig ist, dann gibts bei der Finanzierung keine Probleme. Hab ich auch so bekommen und ich fand die Ernährungsberatung sehr hilfreich. Erwähne auf jeden Fall die Anorexie.

Liebe Grüße
Blumenwiese
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strwberry
Diagnose u. vorherige Medikation:
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Quetiapin Retard Verlauf:
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Aktuell:
Quetiapin Retard 150 mg 0-0-1-0
Quetiapin 12,5 mg (1/2 Tablette) 0-0-1-0
Bedarf: Promethazin 25-50 mg/Tag
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Sonstige Medikamente:
Levocetirizin 5 mg, Movicol 1-3 Beutel pro Tag, Grazax u. SliTONE Ultra zur Desensibilisierung geg. Pollenallergie, Magnesium 450 mg gegen die Muskelspannung, Omega 3, Ibulysin 684 mg auf Bedarf, Salbutamol auf Bedarf

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