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Medikamentenbedingte Schlafstörungen

Eine Sammlung von Artikeln, die über wissenschaftliche, politische und wirtschaftliche Hintergründe der Behandlung von seelischen Leiden mit Psychopharmaka berichten.
Sunnyrose
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Medikamentenbedingte Schlafstörungen

Beitragvon Sunnyrose » Freitag, 24.02.17, 8:38

Das amerikanische «Institute for Safe Medication Practices» hat – basierend auf den der FDA zugestellten Spontanmeldungen zu vermuteten Nebenwirkungen – eine Liste von Medikamenten zusammengestellt, bei denen ein Zusammenhang mit Schlafstörungen anzunehmen ist. Die Liste umfasst 87 Substanzen aus verschiedenartigen therapeutischen Gruppen. Einige der erwähnten Medikamente werden in der Regel nur vorübergehend verordnet (z.B. Chinolone, Erkältungsmittel), so dass eine Beeinträchtigung des Schlafs nicht als gravierend einzuschätzen wäre; mehr Grund zu Besorgnis liefern negative Auswirkungen auf den Schlaf von langfristig verabreichten Medikamenten wie Stimulantien oder Antidepressiva.

Artikel aus der ISMP-Publikation «QuarterWatch» 87 Drugs with Signals for Insomnia
http://www.ismp.org/QuarterWatch/pdfs/2016Q2.pdf
Abgesetzt:
Lorazepam, Concerta, Truxal, Escitalopram

Zuletzt abgesetzt:
Escitalopram. Ursprünglich 30mg
Absetzstart September 2015
2,5mg runter alle 2 Monate bis 15mg.
Dann in 10% Schritten. Bis 10mg.
Dann schnelleres Vorgehen wegen Leberwerte.
Januar 2017: 6,8mg
15.2.17: 6mg
8.3.17: 4mg (psychotische Nebenwirkungen)
20.3.17: 0mg

Achtung: nicht nachmachen. Der grosse Schritt zum Schluss war für mich eine Notlösung. Langsames Vorgehen (5-15% Schritte, je nach Höhe der Dosis), wenn irgendwie möglich, ist der bessere Weg.

Ich bin jetzt frei von Substanzen jeglicher Art. Haltet durch! es lohnt sich.

diane

Re: Medikamentenbedingte Schlafstörungen

Beitragvon diane » Dienstag, 21.03.17, 16:44

Hi.. is damit auch der Entzug gemeintl?
Ich habe vor 11 monaten venlafaxin u vor 6 monaten seroquell abgesetzt u habe seit ein paar wochen schlaflose Nächte wo ich hellwach im bett liege...lg

carlotta
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Re: Medikamentenbedingte Schlafstörungen

Beitragvon carlotta » Mittwoch, 22.03.17, 12:18

Hallo Diane,

soweit ich das beim Überfliegen sehe, geht das nicht eindeutig aus dem Paper hervor. In erster Linie bezieht es sich wohl darauf, dass durch die Einnahme Schlafprobleme entstehen können. Allerdings wird auch nicht klar darauf eingegangen, was nach dem Absetzen passiert.

Wie dem auch sei - Schlafstörungen sind mit das häufigste und leider meist auch hartnäckigste Entzugssymptom bei einem PP-Entzug; so gut wie jeder hier im Forum hatte schon mal damit zu tun (oder hat immer noch), viele auch über längere Zeiträume. Die Problematik ist auch bei Experten, die sich eingehend mit PP-Entzug beschäftigen, bekannt. Bereits unter der Einnahme von div. PP wird die sog. Schlafarchitektur ja verändert, d. h. Patienten sind nach dem Schlafen weniger ausgeruht, haben weniger REM-Phasen, haben gar ein erhöhtes Schlafbedürfnis etc.

Aus der Beinflussung von Neurotransmittern und damit einhergehenden Rezeptorenveränderungen etc. resultiert nach dem Absetzen (v. a. wenn es zu schnell passiert) eine völlig veränderte Neurochemie, die sich speziell auch auf den Schlaf auswirken kann. Mit all diesen Veränderungen einher geht auch die verstärkte frühmorgendliche Cortisolausschüttung, die häufig zu extrem frühem Erwachen (oft auch mit Panik) und/oder fragmentiertem Schlaf führt. Auch stark verlängerte Einschlafphasen oder völlige Schlaflosigkeit können vorkommen.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine." (Monica Cassani)

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Re: Medikamentenbedingte Schlafstörungen

Beitragvon Arianrhod » Mittwoch, 22.03.17, 17:35

Hallo,
ich stelle diesen Artikel hinein, weil NL zur Behandlung von Schlaflosigkeit nicht empfohlen werden ( S. 22) ,und SSRI sogar den Schlaf verschlechtern ;( S. 31) ;
http://schlaf-bielefeld.de/wp-content/u ... l-2013.pdf
2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)


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