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Liebe ADFDler,

aktuell ist im Forum viel los. Das Team steht gern unterstützend zur Seite, die Teammitglieder können aber derzeit aufgrund der wachsenden Teilnehmerzahl, persönlicher Abwesenheit oder individueller Konstitution oft nicht mehr zeitnah oder sehr ausführlich antworten.

Daher freuen wir uns über alle, die im Sinne der Selbsthilfe andere unterstützen, ihre persönlichen Erfahrungen einbringen und/oder wichtige Infothreads an neue Teilnehmer verlinken.Ein Schwerpunkt des Forums ist die gegeseitige Unterstützung und Begleitung, dazu kann jeder seinen Teil beitragen!

Infothreads:
Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen
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Viele Grüße vom Team

GEFAHREN Lyrica (Pregabalin) / Cymbalta (Duloxetin)

Eine Sammlung von Artikeln, die über wissenschaftliche, politische und wirtschaftliche Hintergründe der Behandlung von seelischen Leiden mit Psychopharmaka berichten.
Kassiopeia
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Re: GEFAHREN Lyrica (Pregabalin) / Cymbalta (Duloxetin)

Beitragvon Kassiopeia » Sonntag, 11.01.15, 14:25

Wenn ich mehr Geld hätte, würde ich auch eine gute, auf Medizinrecht spezalisierte Anwaltskanzlei auf die Herstellerfirmen von Venlafaxinprodukten ansetzen und die mit einer Sammelklage konfrontieren. Wenn man sich ansieht, wie viele allein hier im Forum damit zu kämpfen haben...

Das wär mal was :x :sports: :haha: :twisted:
Diagnose 3/2013: Schwere/mittlere Depression/Burn-Out induzierte D.>>März 2013: Venlafaxin 75 mg>>auf 225 mg
nach Abklingen der NW gut vertragen>>Dezember 2013: Um Tiefs (Schmerzen am ganzen Körper, extreme Schwäche)abzufedern auf 300 mg: stabile Stimmung, jedoch körperlich ständig erschöpft, extrem hohes Schlafbedürfnis und neue NW: "Stöße" am Hinterkopf + kurzzeitig schwankender Gang>>5.2.2014:225 mg Absetzsymptome: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, Weinerlichkeit, intensive (auch Angst-) Träume, Nachtschweiß, Kälteschauer, Kribbeln an den Fußsohlen. Positiv: Bin seitdem tagsüber nicht mehr so erschöpft und müde! AS nach etwa drei Wochen abgeklungen>>9.3.2014: Reduktion auf 200 mg. Erst Hochgefühl (manische Phase?) Plötzliche AS nach zehn Tagen: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, intensive Träume, Kälteschauer, Tinnitus verstärkt, Müdigkeit, Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, Gliederschmerzen, Verspannungen, Pessimismus, Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit, Gefühl der Überforderung. Dann psychisch eine Besserung, jedoch werden die Krankheitssymptome heftiger: Kopf, Kiefer, Hals, Ohren, Zunge abwechselnd oder gleichzeitig, wechselnd besser und wieder schlechter>>26.4.2014:: 150 mg: Körperliche Schwäche und Gliederschmerzen. Halsschmerzen und Kopfschmerzen abwechselnd. Tinnitus, Müdigkeit. Nach etwa 1 Monat symptomfrei. Dann Tabletten vergessen: Alptraumnacht und massive körperliche Symptome. Wiedereindosiert nach 2 Tagen. Symptome nun wieder wie nach letztem Absetzschritt, mit Ausnahme von Halsschmerzen.
Absetzpause, Reha, Stabilisierung. Neue Diagnose: rezidivierende Depression und somatoforme Schmerzstörung
20.12.2014: Ca. 147,5 mg leichte Absetztsymptome
31.12.2014: Ca. 145 mg die ersten paar Tage nix, dann Schwitzen, Kälteschauer, Gliederschmerzen und Antriebslosigkeit
07.01.2015: Ca. 142,5 mg Schmerzen am ganzen Körper, grippig, morgens total im Eimer
17.01.2015: Ca. 140 mg
19.01: Bakterieller Infekt mit Fieber: Wegen heftiger Muskelzuckungen wieder zurück auf 142,5 mg
02.02. 140 mg
11.02. 137,5 mg
13.03. 132,5 mg
05.04. 127, 5 mg
23.04. 125 mg
27.05. 122,5 mg
10.06. 120 mg
04.08. 117.5 mg
18.08. 115 mg
08.09. 75 mg. hypomanische Phase, Schwitzen, Kälteschauer, Träume, dann Tief mit Traurigkeit, Antriebslosigkeit und Gliederschmerzen.
03.01. 7 Kügelchen weniger
08.02. 10 Kügelchen weniger
28.02. 15 Kügelchen weniger - also bei etwa 70,8 mg
14.03. 20 - etwas zu früh
Umstellung von morgendlicher Einnahme auf abends
2.5. 25 Kügelchen weniger
15.5. 30 Kügelchen
28.5. 35 Kügelchen
20.6. 40 Kügelchen
14.7. 45 Kügelchen
2.8. 55 Kügelchen - der Schritt war anscheinend zu groß. Enorme Erschöpfung und Schmerzen in den Fingern, Händen, Füßen, Oberarmen, Oberschenkeln, Kribbeln im Gesicht, Halsschmerzen. Jeder Schritt ist anstrengend.
1.9. 60 Kügelchen
20.9. 65 Kügelchen
5.10. -70 Kügelchen :schnecke: :o
16.10. -75 K.
30.10. -80 K.
20.11. -85 K.
20.12. -90 K. - immer noch ca. 50mg to go :frust:
weitergemacht in dem Tempo, bis ich gemerkt habe, dass eine vergessene Dosis mir kaum mehr etwas ausgemacht hat, da hab ich dann immer geschwindelt und bin am nächsten Tag deutlich niedriger eingestiegen.
Ab 1.5.2017 Countdown von 70 Kügelchen, jeden Tag eines weniger
1.7.2017 9 Kügelchen to go
10.07.2017 - 0. Ich bin gereizt und weinerlich, meine Muskeln ziehen, es kribbelt und mir schlafen die Gliedmaßen ein

tulpe
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Re: GEFAHREN Lyrica (Pregabalin) / Cymbalta (Duloxetin)

Beitragvon tulpe » Sonntag, 15.03.15, 14:47

Vielleicht sollten wir so ein Projekt-Sammel-Ding im Internet eröffnen.
Weiß nicht mehr wie die Seite heißt. Aber es gibt da etwas wo man Projekte vorstellen und um Spenden bitten kann.
Dann sammeln wir ordentlich was zusammen, kontaktieren so viele Betroffene wie möglich und verklagen die Pharmaindustrie!

Zumindest wäre uns die Aufmerksamkeit gesichert auch wenn es wahrscheinlich aussichtlos ist eine Klage anzustreben!

Aber wünschen würde ich es mir!

Folgende Strafe müsste vom Gericht verhängt werden: Schmerzensgeld für alle und alle, die was zu sagen haben bei den Firmen müssen mindestens ein Jahr lang
Seroque*ll, Lyric*a und ein Benzo nehmen. Mal sehen ob es denen dann Spaß macht. Können ja dann eine Studie mit denen machen!

tulpe
Chronisch Schmerzkrank seit 2006. 2007 Diagnose Depressionen, Agoraphobie und Angststörung.
2010 Medikamente aufgrund eines Benzoentzuges: Lyri*a 100-100-100-100; Seroqu*l 100-100-100-100; Cymbal*a 120-0-0
2011 Seroqu*l reduziert auf 0-0-0-75; Lyri*a reduziert auf 100-0-0-100; Valdoxa*n 0-0-50
Lyric*a zwischendurch für Krankenhausaufenthalte auf 4x100 erhöht
2012 Fentanylpflaster 50mq/h nach einem Jahr anwendung abgesetzt durch Umrechnung auf retadierten Kapseln
2013 2x Morphinentzug von 300mg auf 3x10mg; dafür habe ich das Lyri*a auch mit 4x100mg verwendet und das Seroqu*l zusätzlich als Bedarf
ab 02.02.14 Lyri*a 0-0-0-0 (stolz, stolz, stolz)
400mg intravaginal Progesteron seit 12/2013
B50 Komplex hochdosiert (hilft mir sehr gut)
Schmerzmedikamente bei Bedarf:
Novalgin
Katalodon (nicht mehr wegen Todesfälle)
DoloVisan*o (auch nicht mehr wegen Gefahren)
23.03.14 Seroqu*l 0-0-50mg
31.03.14 Seroqu*l 0-0-37,5mg
04.04.14 Seroqu*l 0-0-25mg
11.05.14 Seroquel 0-0-12,5mg
20.04.14 Seroqu*l 0-0-0 mg
17.07.14 Valdoxan von 50 auf 25mg reduziert
Cymbalt*a:
10.11.14 ca. 48-50mg; 04.12.14 ca. 36mg; 05.01.15 ca. 30mg; zwischendurch auf 0;am 15.03.15 wieder auf 10mg hochdosiert / 07.04.15 auf 12,5mg hochdosiert /14.04.15 auf 15mg hochdosiert
Entzugssymptome: explodierte Haut, Albträume, Rücken-, Kopf-, Zahnschmerzen, extreme Übelkeit, Bauchkrämpfe, Gereitztheit, Unruhe, depressive Momente, Angstmomente, heiße Wellen, Kribbeln in Gliedmaßen, Launisch, Tinnitus und vieles mehr.
18.05.15 Fentanylpflaster 50mq
22.05.15 Fentanylpflaster 37,5mq
22.05.15 Duloxetin von 15mg auf 30mg hochdosiert
29.05.15 Fentanylpflaster weg, Kapseln eindosiert (hat Entzug verursacht)
15.09.16 Truxal von ca. 2 mg auf 0
15.11.16 Clonidin von 37,5 mq auf 0
----------
aktuell:
Morphin 30-30-30 mg retardiert
Cymbalta 60-0-0 mg (von 60mg seit Oktober 14 reduziert, leider wegen starker, chronischer Schmerzen wieder hochdosiert)
Valdoxan 0-0-25 mg
Baldrian 0-0-600 mg
Clonidi*n 0-0-0 mq
Truxal 0-0-0 mg (musste ich im Mai beginnen mit 18,75mg)
Novalgin bei Bedarf bis zu 4x 1000mg tgl.
Ortoto*n im Notfall (max. 3x 2 Stück)
Buscopa*n, Ibuprofe*n (nur, wenn der Ishias durchdreht)
B50 Vitamin Komplex
B12 hochdosiert 2000 bis 3000 mqg täglich
Cranberol*a 1-3 täglich
Macrogo*l 0 täglich (Abführmittel), Magnesiumcitrat
Schmerztherpie: Nervenblockade am Bauch: Anästhetikum Novocain per Spritze an 2 Nerven 1x pro Woche
Heizkissen ohne Ende (Achtung: alles ab 40°C verursacht Verwachsungen; auch Wärmflaschen am Rücken z.B.)
Tensgerät

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Re: GEFAHREN Lyrica (Pregabalin) / Cymbalta (Duloxetin)

Beitragvon padma » Mittwoch, 19.08.15, 18:34

hier noch ein link zum Suchtpotential von Lyrica
http://www.aerztekammer-bw.de/news/2012 ... lyrica.pdf

danke an Finchen :)

lg padma

kallemax
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Re: GEFAHREN Lyrica (Pregabalin) / Cymbalta (Duloxetin)

Beitragvon kallemax » Dienstag, 01.09.15, 22:10

Hallo liebes Forum,

ich hatte Ende 2012 einen schwere Infektion und habe durch ein Liegetrauma eine Polyneuropathie in beiden Beinen und Füßen. Nach einem Jahr schwerer Schmerzen hat man mich stationär auf 400mg Lyrica eingestellt. Und siehe da, die Schmerzen waren deutlich geringer. Nach über einem Jahr beriet ich mich dann mit meiner Schmerztherapeutin, um das Pregabalin langsam auszuschleichen.

Ich möchte hier meine Erfahrungen einbringen, weil ich geschockt bin über die Schwere und Länge des Absetzens. Ich habe sechs Monate benötigt mit schwersten Entzugserscheinungen. Inneres Vibrieren (was mir kein Arzt so wirklich glaubte, und ich weiß bis heute nicht, was das eigentlich war), Schwitzen, Unruhe, Schlaflosigkeit, Panikattacken, depressive Verstimmung.

Kein Arzt hatte mich darauf hingewiesen, dass das Absetzen so schlimm werden würde, ich hatte den Eindruck, sie waren sich dessen nicht mal bewusst. Noch schlimmer: der Beipackzettel von Pfizer geht auf die Absetzphänomene kaum bzw. nur verharmlosend darauf ein.

Meine Therapeutin zeigte sich überrascht, dass das Absetzen so lange dauert. Normal sind 75mg pro Woche. Ich konnte gerade mal 25mg pro Woche absetzen, wenn überhaupt.

Ich kann das nur als Entzug werten. Meine seelische Verfassung war teilweise desolat bis stark depressiv. Ich konnte nur schwerlich arbeiten, war unkonzentriert, launisch. Wirkliches Verständnis habe ich nicht erfahren. Müssten diese Art von Medikamenten nicht eindeutig markiert sein? Ich bin jetzt seit zwei Wochen ohne Lyrica und es geht mir gut. Keine Schmerzen und nur noch leichte Entzugserscheinungen.

Beste Grüße!!!Kallemax

Ewunia
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Re: GEFAHREN Lyrica (Pregabalin) / Cymbalta (Duloxetin)

Beitragvon Ewunia » Mittwoch, 02.09.15, 14:47

Hallo,
ich nehme Lyri*a schon 6 Jahre. Nach meinem Selbstmordversuch (leider) im Jan 2013 habe ich einige Tage kein Lyri*a genommen. Die Folge war starkes Frieren und Zittern, in der Nacht konnte ich kein Auge zumachen bis ich Lyri*a wieder bekam. Jetzt möchte ich es in ca. 1 Jahr nach dem Entzug von Taxil*n ausschleichen. Wird ein langer und harter Weg, aber dann wäre ich frei!!
Grüße an alle
Ewunia
Medikation:
Venlafaxin 225 mg
Quilonum 900 mg


Diazepam: Reduktion 2013/2014

Quetiapin: Ausgangsdosis 600 mg
16.11.14 550 mg
25.07.17 0 mg
(mit einer langen Pause dazwischen - schreibe ich noch genauer)

Taxil*n: Ausgangsdosis: 100 mg - alle 2 Wochen 6,25 mg-Schritte
13.07.15 87,5 mg
04.07.2016 0 mg

Lyri*a: Ausgangsdosis: 300 mg = 15 ml - 0,1 ml Schritte täglich
25.07.16- 29.01.2017

Arianrhod
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Re: GEFAHREN Lyrica (Pregabalin) / Cymbalta (Duloxetin)

Beitragvon Arianrhod » Mittwoch, 25.11.15, 18:59

Lese hier gerade mit und bin echt schockiert. Ich habe wegen Ängsten oder neuropathischen Schmerzen schon öfters Lyrica bekommen und dann auch immer abgesetzt. Da ich von einer Sucht gar nicht ausging, habe ich selbst nicht verstanden, warum es mir so schlecht ging: Zittern, Übelkeit und besonders lange Panikattacken, ohne dass ich einen Grund für die Ängste angeben konnte. Hausarzt und Psychiater haben die Symptomatik auf das Wiederaufflackern der Psychose geschoben - und neuroleptisch behandelt. Danke für die Aufklärung!
2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

padma
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Re: GEFAHREN Lyrica (Pregabalin) / Cymbalta (Duloxetin)

Beitragvon padma » Dienstag, 27.06.17, 11:17

ein Bericht von Muryell

Seit März - also, bevor ich mit dem Ausschleichen anfing - habe ich immer wieder Lähmungserscheinungen und starke Muskelschmerzen. Als die Lähmung sehr stark war, hatte ich keine Kontrolle über meine Beine. Wenn die Schmerzen kommen, muss ich mit Krücken laufen, wenn ich überhaupt laufen kann. Es wurde alles untersucht, MRT, Röntgenbild, usw. Ich habe nichts, was diese Schmerzen und Lähmungserscheinungen verursachen würde.

Ich war deshalb vor zwei Wochen stationär im Krankenhaus. Da haben die Ärzte wieder alles ausgeschlossen und wollten mir Schmerzmittel und Kortison in die Nervenwurzel spritzen. Ich habe daraufhin mit Krücken die Flucht ergriffen. :P Im Krankenhaus fragte aber der eine Arzt ganz nebenbei: "Seit wann nehmen Sie Lyrica?" Da wurde ich hellhörig.

Ich habe im Internet viele Patienten gefunden, die Lyrica nehmen und die gleichen Beschwerden haben wie ich. Ich bin fest davon überzeugt, dass meine Beschwerden von Lyrica kommen.

viewtopic.php?p=196975#p196975

Juna
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Re: GEFAHREN Lyrica (Pregabalin) / Cymbalta (Duloxetin)

Beitragvon Juna » Samstag, 29.07.17, 11:34

Huhu,

habe diesen Thread gerade über den von Muryell gefunden.

Ich setze das Pregabalin gerade auch ab, allerdings gaaaaanz langsam, da ich schon bei ner Stunde Verzug in der Einnahme heftige Entzugserscheinungen bekomme.

Ich habe festgestellt, bei mir ist die Absetzreaktion in der 2. Woche am heftigsten.

Mein Doc hat das Medi mir gegenüber komplett verharmlost, er ist auch der Meinung, dass man das ja genauso problemlos absetzen kann, wie jedes andere AD auch, hüstel, die Warnung, die er aussprechen müsste, hat er auch nicht ausgesprochen.

Dafür bin ich jetzt an anderen Stellen schon ziemlich gewarnt worden und mein Psychiater geht den Weg auf alle Fälle mit mir, somit muss ich mich auch nicht auf den Schmerzi verlassen.

Ich habe das Pregabalin wg. der starken neuropathischen Schmerzen bekommen, die nach einer missglückten WS- OP erst richtig losgelegt haben (durch die Folgen und irreversible und massive Nerven- und Muskelschäden). Für mich ist dieses Sauzeug ein Segen, dadurch kann ich wieder laufen, ohne ging es gar nicht mehr, ich habe seeeehr lange gebraucht, um die NW´s halbwegs hinter mich zu bringen, mein Hirn ist seit dem ich das Zeug nehme ein Wrack, merken kann ich mir wichtige Dinge nur, indem ich sie aufschreibe, sofern ich dann nicht vergesse, nachzugucken oder so, hrmpf, meine Konzentrationsfähigkeit leidet auch sehr, ich merke, dass diese beiden NW´s auch besser geworden sind, toll ist allerdings was ganz anderes.
Da ich halt zumindest zur Zeit auf das Sauzeug angewiesen bin, versuche ich es jetzt aber wenigstens zu reduzieren, damit die Dosis nimmer so hoch ist, wer weiß, vielleicht habe ich dann auch iwann endlich mal wieder mehr Hirn zur Verfügung (auch wenn ich sogar unter Pregabalin bei so nem blöden IQ- Test als hochintelligent abgeschnitten habe, merken tue ich davon nicht viel).
Es ist halt eine Waagschale, ich muss schauen, was geht, wann ich nicht mehr laufen kann und wann die Schmerzen zu heftig werden, ich merke zur Zeit halt, dass sie wieder mehr werden, noch ist es aber zu 60% so, dass es erträglich ist.

Die Erfahrung, die ihr gemacht habt, habe ich auch schon gemacht, mir glaubt kaum einer wirklich, dass ich innerhalb so kurzer Zeit (1h Einnahmeverzug und reduzieren) so heftig regiere, es wird oft abgetan und gefragt, ob nicht etwas anderes Schuld sein könnte.
Wenn ich die Einnahme vergessen habe, fange ich an zu zittern, bekomme Streckkrämpfe, werde total unruhig, bekomme Heulkrämpfe, fühle mich tief depressiv und verzweifel und bekomme Panikattacken.

LG
Juna
BildIch entziehe nicht wie empfohlen, bitte nicht nachmachen!!!Bild

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In Behandlung bei einem Psychiater u. Schmerzi

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Ohne Pregabalin und Oxycodon geht es schmerztechnisch leider gar nicht Bild


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