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Vortrag Risikoverminderndes Absetzen Antidepressiva und Neuroleptika

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Vortrag Risikoverminderndes Absetzen Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 28.12.17, 13:17

Fortbildung | Wege zur Risikoverminderung beim Absetzen von Antidepressiva und Neuroleptika

Fort- und Weiterbildung Abt. Psychiatrie für Fachpublikum

Montag 08.01.2018
Das Fort- und Weiterbildungsseminar der Abt. Psychiatrie richtet sich an med. Fachpersonal und findet jeweils montags statt.

Die Veranstaltung ist von der Berliner Ärztekammer mit zwei Fortbildungspunkten zertifiziert.

Zeit 13:30 Uhr - 15:00 Uhr
Ort: Konferenzraum des Schlosspark-Hotels
Heubnerweg 2a | 14059 Berlin

Referent: Dr. phil. h.c. Dipl.-Päd. Peter Lehmann, Berlin

InformationTelefon: +49 (0)30 3264-1352

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

https://www.schlosspark-klinik.de/patie ... ptika.html
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Re: Vortrag Risikoverminderndes Absetzen Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von Flummi » Donnerstag, 28.12.17, 19:29

Ist die daran anschliessende Fortbildung auch interessant zu der Frage, machen Antidepressiva abhängig?

https://www.schlosspark-klinik.de/patie ... engig.html
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Re: Vortrag Risikoverminderndes Absetzen Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 28.12.17, 19:37

Die Antwort kenne ich schon. Nach Tom Bschor kann es zwar Absetzproblematiken geben, diese sind aber kein Zeichen von Abhängigkeit, da Abhängigkeit nicht allein durch Entzugssymptome definiert wird und er nicht alle Kriterien für Abhängigkeit erfüllt sieht. :roll:

Wir definieren Abhängigkeit hier als körperliche Gewöhnungsprozesse und halten das, wie andere auch, für ausreichend.
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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Re: Vortrag Risikoverminderndes Absetzen Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von Flummi » Donnerstag, 28.12.17, 20:09

Hallo Murmeline,
Danke, das Wollte ich wissen.
Liebe Grüsse,
Claudia
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Re: Vortrag Risikoverminderndes Absetzen Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von Murmeline » Freitag, 29.12.17, 9:27

Hallo Claudia,

für mich ist auch ein ganz wichtiger Punkt, dass Betroffene sich abhängig fühlen, wenn sie gescheitere Absetzversuche hinter sich haben und / oder wegen Entzugssymptomatiken nur langsam Absetzen können, um (halbwegs) alltagskompatibel zu bleiben. Es wird dem Erleben von Betroffenen nicht gerecht, wenn man Abhängigkeit nicht differenziert betrachtet sondern pauschal verneint. Ich werden versuchen, dies auch bei einer potentiellen Diskussion einzubringen.

Grüße, Murmeline
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Re: Vortrag Risikoverminderndes Absetzen Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von Berlin-2013 » Freitag, 29.12.17, 11:09

Liebe Murmeline,

Ich hoffe sehr das es dir möglich würde, dem Prof. Bschor zumindest dazu zu kriegen über das Thema nachzudenken, denn das wäre ein großer Schritt.

Soweit ich ihn kenne (persönlich) ist er schwer zugänglich und aber evtl. Erreichbar über den Gedanken als deutscher Spezialist eine sehr besondere Abteilung aufzumachen wo nur Psychopharmaka Abhängige auf der Basis der "neuesten" Erkenntnisse behandelt werden?!

Platz ist genug vorhanden seit dem Anbau und man könnte Beratungen anbieten als Patientenvertreter.

Viel Erfolg und ganz viel Glück....
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viele Grüße und 2018 wird super
Ich war viel zu schnell unterwegs und es hat alles verschlimmert und den Entzug unnötig verlängert!! :schnecke: besser ZEIT UND GEDULD
über 3 Jahre und 8 Monate nach 0 mg :party2:

Licht am Ende des Tunnels


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Re: Vortrag Risikoverminderndes Absetzen Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von Murmeline » Freitag, 29.12.17, 11:16

Hallo Berlin,

Peter Lehmann ist mit Bschor im regen Austausch über das Thema Abhängigkeit und Absetzen. Er lässt sich allerdings noch nicht wirklich komplett überzeugen :x Ich denke nicht, dass ich da jetzt die Stellschraube sein werde. :roll:

Aber sei Dir versichert, aus dem Team sind immer wieder Teamies bei Veranstaltungen mit Fachleuten präsent, um die Perspektive von Betroffenen einzubringen und den Diskurs zu erweitern.

Murmeline mit Grüßen
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Re: Vortrag Risikoverminderndes Absetzen Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von Katharina » Freitag, 29.12.17, 12:19

Hallo !

Ist es nicht einfach?

Ein Medikament, welches ich nicht weg lassen kann, da ich sonst schlimme Zustände bekomme,
macht mich abhängig;

ich muss es zwangsläufig wieder einnehmen und es qualvoll absetzen.

Oder hängt sich der Herr an
Abhängigkeit = Suchtdruck/ craving / Medikamentenerhöhung
auf?

Das wäre ein Armutszeugnis.

Gruß,
Katharina
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Re: Vortrag Risikoverminderndes Absetzen Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von carlotta » Freitag, 29.12.17, 13:24

Hallo Katharina,

ja, im Grunde ist es so einfach.

Allerdings wurde interessanterweise parallel zur Einführung der sog. modernen AD die medizinische Definition von Abhängigkeit so geändert, dass eben mehrere Kriterien erfüllt sein müssen und dabei auch der von Dir angesprochene Suchtdruck eine enorme Rolle spielt.

Dabei sind das im Grunde zwei verschiedene Paar Schuhe. Suchtdruck kann man bspw. auch bzgl. Kaufen oder Glücksspiel empfinden, da kommt körperliche Abhängigkeit wohl kaum zum Tragen. :o

Wenn Du mich fragst, ging es in erster Linie darum, den Abhängigkeitsbegriff semantisch in der medizinischen Welt derart zu verwässern, dass man vermeiden konnte, diesen auf AD anwenden zu müssen. Denn dann hätten die wohl kaum so enorme wirtschaftliche Erfolge erzielen können.

Übrigens definiert m. W. die WHO körperliche (!) Abhängigkeit durchaus separat. Und das trifft dann schon auf AD zu. - Aber das scheint viele "Profis" nicht zu interessieren.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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Re: Vortrag Risikoverminderndes Absetzen Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von Annanas » Samstag, 30.12.17, 7:57

Hallo Ihr Lieben :group: ,
vllt etwas off topic, was die Bekanntmachung betrifft, aber eine Info zu dem Thema Abhängigkeit:

Mir ist aufgefallen, daß bei "meinem" Venlafaxin von neuraxpharm der Beipackzettel geändert wurde (Aktualisierung im
Febr 2015) sowie auch die Gebrauchsanweisung auf der Homepage von neuraxpharm (Aktualisierung 2016) u. zwar
in Bezug auf die Absetzsymptome, die jetzt detaillierter aufgeführt werden und dazu fällt zudem explizit das Wort "Entzugserscheinungen" !!
Es ist bekannt, dass Nebenwirkungen auftreten, wenn Patienten
die Einnahme dieses Arzneimittels beenden, vor allem, wenn es plötzlich abgesetzt oder
die Dosis zu schnell reduziert wird. Bei einigen Patienten kann es zu Beschwerden wie
Müdigkeit, Schwindelgefühl, Benommenheit, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Albträumen,
Mundtrockenheit, vermindertem Appetit, Übelkeit, Durchfall, Nervosität, Unruhe,
Verwirrtheit, Ohrgeräuschen, Kribbeln oder selten auch zu stromschlagähnlichen Empfindungen,
Schwächegefühl, Schwitzen, Krampfanfällen oder grippeähnlichen Symptomen
kommen.

• Entzugserscheinungen (siehe Abschnitt „Wie ist Venlafaxin-neuraxpharm retard einzunehmen?“
und „Wenn Sie die Einnahme von Venlafaxin-neuraxpharm retard abbrechen“)

Quelle: http://www.neuraxpharm.de

Wenn ich Entzugserscheinungen bekomme, habe ich auch eine Abhängigkeit entwickelt :evil: - ich glaube, diese Änderungen in den Infos deuten darauf hin, daß sich die Firmen vor Klagen schützen wollen - irgendwie scheint da doch Bewegung reinzukommen!

LG Anna
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Re: Vortrag Risikoverminderndes Absetzen Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von LinLina » Samstag, 30.12.17, 8:33

Liebe Anna :-)

Danke dir für die Info, das ist ja interessant. Werde ich das nächste mal meiner Psychiaterin unter die Nase halten :D

Liebe Grüße
Lina

Edit: Hier der Link zur Gebrauchsinformation wo die entsprechenden Passagen auftauchen: https://www.neuraxpharm.de/fileadmin/us ... ln_ret.pdf
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Re: Vortrag Risikoverminderndes Absetzen Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 09.01.18, 6:41

Hallo ihr!

Die Präsentation könnt ihr euch hier anschauen: http://www.peter-lehmann.de/absetzen2018
Der Blickwinkel von Peter Lehmann liegt verständlicherweise auf Neuroleptika, das ist ja nun seit Jahrzehnten sein Schwerpunkt.

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Re: Vortrag Risikoverminderndes Absetzen Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von Flummi » Mittwoch, 10.01.18, 16:03

Hallo Murmeline,

Wie war denn die Diskussion? Gibt es dazu vielleicht ein Protokoll o.ä.?

Liebe Grüsse,
Claudia
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Re: Vortrag Risikoverminderndes Absetzen Antidepressiva und Neuroleptika

Beitrag von Murmeline » Montag, 22.01.18, 7:35

Hallo Claudia,

nein, ein Protokoll o.ä. gibt es nicht. Heute ist die Veranstaltung mit Thema Abhängigkeit, leider kann ich nicht wie eigentlich geplant hingegen :(

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