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Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

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Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von Murmeline » Samstag, 30.01.16, 21:54

Baylissa Frederick litt unter einem angeborenen, muskulären Problem im Gesicht + unwillkürlichen Kopfbewegungen und wollte zunächst ihre Hochzeit feiern, ohne diese unangenehmen Ticks. Verschrieben wurde ein Benzidoazepin. Es half, und so blieb sie bei der Einnahme. Mit der Zeit bekam sie immer mehr Nebenwirkungen, die zum Teil nicht erkannt wurden. Nach dem Absetzen hatte sie Depressionen, Panikattacken und dachte, sie würde sterben. Sie war drei Jahre krank durch den Entzug, u.a. Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Sehstörungen, Empfindungen von Stromstößen, Krämpfe, usw. Nach der Akutphase kamen die ersten Fenster. Inzwischen arbeitet sie als Psychotherapeutin und hat den Entzug ganz überstanden. Sie begleitet andere Menschen mit schweren Absetzsyndromen und (heftigen) (Langezeit-) Entzügen von Psychopharmaka.

Ein Video über ihre Geschichte und ihren Recovery-Prozess gibt es auf der Website des CEP, es ist das Video mit dem Titel Baylissa's journey off Clonazepam

http://cepuk.org/recovery-stories/

Ihre Website ist http://www.recovery-road.org, auf Facebook findet man sie hier: https://www.facebook.com/BloominWellness/



Nachfolgend ein Facebook Eintrag von ihr. Ich finde die Perspektive ganz interessant, unter anderem dass Akzeptanz, Ausdauer und Geduld die wichtigsten Punkte sind in dem Umgangsstrategien mit dem Entzug während die Heilung sich vollzieht.

Übersetzung: LinLina und Murmeline

Quelle:
https://www.facebook.com/recoveringfrom ... 0780805929

Bloom in Wellness
28. November 2015 um 03:53 ·

Liebe Freunde und Freundinnen,

ich schreibe euch heute auch, weil ich unmöglich alle E-mails beantworten kann. Ich entschuldige mich bei allen, die von mir keine Antwort bekommen haben. Es sind einfach viel zu viele Nachrichten und habe nicht genug Zeit. Bitte nehmt es nicht persönlich.
Es drängt mich euch jetzt auf diesem Weg zu schreiben, denn viele dieser Nachrichten haben einen ähnlichen Inhalt: So viele sind nahe am aufgeben... scheinen panische Angst zu haben nicht mehr gesund zu werden... eine verzweifelte, krampfhafte Beschäftigung mit Online-Horror- und "was ist wenn..?"-Geschichten, ein gefährliches Vergleichen von Erfahrungen und zwecklosen "ist das nicht furchtbar?"- Opferhaltungen und Selbstmitleidsorgien.

All dies ist wegen des kollektiven Leidens und der mangelnden Unterstützung verständlich, aber bitte, bitte... seid vorsichtig. Lasst euch nicht in eine Welt des Opferdaseins herunterziehen, denn dabei können euch Gefühle der Hilflosigkeit überwältigen, und dies kann zu verzweifelter Hoffnungslosigkeit führen: Ein grundlegendes Gefühl, es nicht zu schaffen, die schwierige Situation nicht bewältigen zu können. Dies kann passieren wenn ihr euch selbst einredet, dass es keinen Ausweg gibt.

Ich bekomme zur Zeit mehr Krisen- bzw suizidale E-Mails als jemals zuvor. Bitte... gebt nicht auf. Ihr WERDET das durchstehen.

Fast 10 Jahre lang habe ich regelmäßig mit Betroffenen im Entzug kommuniziert. Die meiste Zeit habe ich mit ihnen von morgens bis spät in der Nacht gemailt und gesprochen. Ich war fasziniert und hatte einen unauslöschlichen Durst nach Wissen und Verstehen, mit einem starken Loyalitätsgefühl das mich dazu brachte allen helfen zu wollen die vom Entzug betroffen sind. Da ich jetzt diesen Text schreibe, hat sich in dieser Hinsicht nichts geändert.

Über die Jahre ist, soweit ich weiß, mein Ruf weitestgehend gut gewesen. Ich weiß auch, dass ich als "unzuverlässig" und unrealistisch optimistisch galt. Ich wurde sogar als "voller Sch***e* beschimpft und wurde zitiert, Dinge gesagt zu haben, die nicht im entferntesten der Wahrheit entsprachen. Viele Menschen glauben, dass mein Umgang mit dem Entzug darin besteht, Affirmationen aufzusagen und im Lotussitz sitzend und meditierend im Wohnzimmer zu schweben. Manche sagen, ich hätte keinen schlimmen Entzug gehabt und hätte Glück, dass ich es überstanden habe, indem ich leere Phrasen wiederholt habe.

Die Wahrheit ist, dass ich seit dem Jahr 2000 schrecklich litt, als die Toleranz so schlimm wurde, und meine lange und komplizierte Geschichte mit der Notaufnahme des Universitätskrankenhaus in Wales begann, bis ich 2008 wieder gesund wurde. Ganz zu Schweigen von den Kaltentzügen, Krampfanfällen, usw.. Meine Krankenakte in der Klinik ist so dick wie vier dicke Enzyklopadien, zusammengehalten von Gummibändern.

So also begann meine "Unzuverlässigkeit". Sehr früh schon entschied ich, niemals einen Rat zu geben, der möglicherweise jemandem Schaden zufügen könnte. Dies ist eine Konsequenz aus den vielen Anrufen die ich erhielt, mit Beschwerden über wohlgemeinte Ratschläge die offensichtlich mehr Schaden anrichteten als Nutzen brachten. Das war eine gute Lehre über die Einzigartigkeit jedes Entzugs.

Jetzt, 10 Jahre später, warte ich immer noch darauf, die eine Sache zu erfahren, die jedem im Entzug hilft (oder zumindest den meisten) oder von einer Tapering-Methode zu hören, über die es keine widersprüchlichen Berichte gibt. Egal was es ist - es gibt Betroffene, denen es hilft, und andere, denen es mehr schadet (dies trifft natürlich nicht auf Kaltentzüge und schnelle Absetzmethoden zu, die immer schädlich sind, egal wie man sie angeht).

Die Realität ist, dass ich in all den Jahren von jeder Theorie gehört hab die beschreibt was beim Entzug passiert und was hilft. Ich habe Berichte erhalten und Informationen recherchiert und Einblick zu bekommen über genetische MTHFR Beeinträchtigung, MJ, funktionelle Medizin, Flumazenil, was GABAerg ist, Kindling, baselines, welche Nahrungsergänzungsmittel wirken und welche nicht, Nutzen von CBD-Öl, mich über Borreliose, Lupus, Fibromyalgie, Candidiasis, Chronisches Fatigue Syndrom erkundigt, und so weiter und so fort. Ich sah die verschiedenen "Antworten" zum Entzugsprozess kommen und gehen. Ich finde das alles bemerkenswert und extrem faszinierend.

Ich muss aber auch sagen, dass in all dieser Verzweiflung, angemessene Unterstützung zu bekommen auch ein trauriger Unterton liegt. Betroffene im Entzug sind am Boden zerstört und suchen krampfhaft nach Hilfe und Antworten, vor allem weil sie von Medizinern diese Substanzen bekommen haben, die aber meist eine Enttäuschung sind, wenn es darum geht sie sicher wieder abzusetzen und angemessene Unterstützung zu bieten.

Dies ist ein globales Problem. Ich fühle mich privilegiert, Menschen aus aller Welt unterstützt zu haben - wirklich von überall her, von Argentinien bis Venezuela, den USA und Kanade, UK und dem europäischen Festland, Asien, Australien, Neuseeland... Menschen in allen sozialen Schichten inklusive mehr Ärzte als man vermuten würde.

Ich habe beobachtet wie sie die Lage gemeistert haben - was funktionierte, und was nicht - wie Familien und Freunde Unterstützung anboten, und wie manche sie versagten. Ich habe Betroffene gesehen, die jahrelang im protrahierten Entzug kämpften, und ich habe welche erlebt die sehr schnell heilten, viele innerhalb weniger Monate. ich habe die Verluste, die Isolation und andere Auswirkungen des Entzugs gesehen. Es ist grausam, das mitzuerleben, aber die Tatsache, dass wir heilen ist lebensbejaend und macht es wert, es durchzustehen.

Meine "Unzuverlässigkeit" ist eigentlich mein Mangel an festen Überzeugungen über den Entzug. Akzeptanz, Durchhaltevermögen und Geduld sind der Schlüssel beim guten Umgang mit den Symptomen. Es ist sehr wichtig, dass Du unabhängig denkst und deine eigene Wahrheit findest - finde das, was für dich funktioniert. Bevor du dich nach den ganzen Theorien und Meinungen richtest, tritt einen Schritt zurück und frag dich, ob sie wirklich Sinn machen? Du wirst herausfinden, dass die meisten das nicht tun und vieles davon reine Spekulation oder Zufall ist.

Aus fester Überzeugung kann ich sagen, dass in all den Jahren diejenigen mit dem Entzug am besten umgehen konnten die sich online geschützt haben und die sich selbst mit guten Werkzeugen und Selbstfürsorge ausgestattet haben. Die, die nur schlecht, oder gar nicht damit umgehen konnten waren jene, die viel Zeit damit zugebracht haben "realistisch" zu denken (d.h. mit Katastrophengedanken und Zukunftsvorhersagen), die den Entzug analysiert haben, permanent Erfahrungsberichte verglichen und in das Drama anderer hinein gezogen wurden, in einer "Opferhaltung" stecken blieben, und, das Schlimmste von allem, den Prozess nicht akzeptierten. Es ist erstaunlich, zu beobachten was für einen großen Unterschied die Herangehensweise und Sichtweise ausmacht.

Deswegen, nein, ich werde Dir niemals sagen, du sollst ein Nahrungsergänzungsmittel nehmen, Kaffee oder Alkohol trinken, Marihuana rauchen oder CBD Öl zu dir nehmen oder irgendetwas anderes wo ich gesehen habe, dass Menschen es ausprobiert haben und dann traumatisiert oder suizidal wourden aufgrund einer unerwarteten Reaktion. Ich werde niemals darüber streiten welcher Absetzplan der beste ist und ich niemals Menschen sagen, die das Gefühl haben dass ihre Herangehensweise funktioniert, dass sie damit aufhören sollten. Wenn Du mir sagst, du nimmst Nahrungsergänzungsmittel und du hast das Gefühl das hilft dir, dann freue ich mich ganz ehrlich für dich. Wenn du aber davon aufdrehst und in der Entzugshölle landest, schlage ich vor du lässt sie eine Weile weg und schaust ob das einen Unterschied macht, weil ich so viele Berichte von Menschen gelesen habe die unerwünschte Reaktionen bekamen.

Manchmal haben Betroffene Mängel die ausgeglichen werden müssen (z.B. Eisenmangel, was Anämie verursacht). In diesen Fällen, und falls der Mangel schwerwiegend ist, musst Du die Konsequenzen wenn Du das Problem ignorierst mit dem möglichen Aufflammen von Symptomen abwägen. Das Nahrungsergänzungsmittel so vorsichtig und gering dosiert einzusetzen dass dein Nervensystem es fast nicht bemerkt, funktioniert für manche. Es ist wirklich Versuch und Irrtum herauszufinden worauf du sensibel reagierst. Setze nicht deine Gesundheit aufs Spiel aus Angst vor verstärkten Entzugssymptomen. Sie werden nicht anhalten, und es wird dir wieder gut gehen.

Ich war immer ein "Vitaminpillen-Junkie" aber im Entzug konnte ich sie überhaupt nicht vertragen. Nun, nach der Genesung, halte ich meine Gesundheit mit Nahrungsergänzungsmitteln aufrecht und mit Hilfe eines guten Arztes der funktionelle Medizin praktiziert. Ich glaube, dass Nahrung Medizin ist. Für die Verspannungszustände (für die ich das Benzo verordnet bekam), mache ich die Ketogene Diät für Erwachsene, von der bekannt ist dass sie bei Epilepsie und Bewegungsstörungen helfen kann. Ich drücke die Daumen dass es hilft. Ich habe auch vor den Neurologen Dr. David Perlmutter zu konsultieren, da er recht nahe in Florida praktiziert.

Das wollte ich mit Euch teilen. Das Internet kann eine positve Quelle sein mit vielen guten Informationen, aber es gibt auch viel Missinformationen, die einem nicht gut tun. Es ermöglicht auch Menschen in Deinen persönlichen Bereich einzutreten, die Du unter anderen Umständen garnicht so nahe an Dich heranlassen würdest. Sei vorsichtig. Das alles kann Energie geben oder Energie abziehen.

Vesuche, Dich nicht im Drama anderer zu verlieren und in den vielen Theorien, die keine Basis haben, und sei vorsichtig bei alternativen Therapeuten die versuchen, ein Vermögen zu verdienen, weil es Entzug gibt und viele Menschen, die darin stecken und sehr verletztlich sind und verzweifelt Hilfe suchen. Dein Körper ist der Experte. Hör ihm zu. Für alle, die in einem verzögerten Langzeitentzug stecken und Jahr für Jahr die Wellen durchleben müssen: lass Deine Schildrüse überprüfen, schau, ob Mangelzustände bestehen, experimentierte mit der Ernährung (GAPS ( konzentriert sich auf das Weglassen von Lebensmitteln, die schwer zu verdauen und schädlich für die Darmflora sind und stattdessen nährstoffreiche Nahrungsmittel einsetzt, um der Darmschleimhaut eine Chance zu geben, zu heilen), Paleo (bildet die Ernährung aus der Steinzeit durch heute verfügbare Lebensmittel nach), Histamin-reduziert Ernährung). Und verinnerliche, dass es auch Dir besser gehen wird, dass auch Du weiter heilen wirst.

Dein Nervensystem braucht einfach noch mehr Zeit, um sich von dem vorübergehenden Schaden durch die Substanzen zu erholen. Ganz egal, wie lange Du wartest, vertraue darauf, dass Du heilen WIRST. Unabhängig davon, ob Du einen Kaltenzug hinter Dir hast, entgiftet ider schrittweise abgesetzt hast. Du bist so weit gekommen, und Du wirst den Rest des Weges auch gehen.

Erarbeite Dir einen umfassenden, holistischen Ansatz zu Deiner Gesundheit, einen, der alle Bereich umfasst, Geist, Körper und Seele. Und suche Deinen Arzt auf, um weitere medizinische Probleme auszuschließen oder zu behandeln. Ich kenne einige Fälle, in denen andere gesundheitliche Probleme die weitere Heilung verhindert haben, und als diese behandelt wurden, ging es diesen Menschen nach und nach besser. Die Rezeptoren hatten sich schon lange nachreguliert, aber andere gesundheitliche Probleme sind aufgetreten. Durch die Kontentration auf Entzugsproblematiken wurden diese übersehen. Das kann bei jedem etwas anderes sein, da gibt es nichts, was für alle gilt. Nutze Deine Intuition und Deinen gesunden Menschenverstand. Finde heraus, was Deine individuellen Probleme sind und gehe sie an. Glaube an das, was Dein Körper Dir mitteilt.

Im Entzug heilen auch die Menschen, die glauben es wird ihnen niemals wieder besser gehen. Die Art und Weise, wie Du Deine Tage verbringst, beeinflusst die Erfahrungen, die Du machst. Du musst Dich wahrscheinlich damit auseinandersetzen, mißverstanden zu werden, verurteilt, kaum oder garnicht unterstützt und alleingelassen - warum belastet Du Dich dann noch zusätzlich mit Fragen wie "Was wäre, wenn...". Es ist verständlich und normal, diese Gedanken zu haben ... Angst im Entzug zu haben. Es ist normal auszuflippen oder zusammenzubrechen. Wie man das bewältigt? Du machst Dir klar, dass all das ganz normal ist. Es ist menschlich und man muss diese Krisen akzeptieren. Falls Du es schaffst und Deine kognitiven Fähigkeiten es in diesem Moment erlauben, kannst Du Deine Gedanken vorsichtig neu strukturieren und eine Perspektive zurückgewinnen. "Ich bin im Entzug. Zehntausende Menschen sind vor mir dadurch gegenagen und es ging ihnen wieder besser. So wird es auch bei mir sein."

Das hier ist wichtig: wenn es Dich überwältigt und Du Dich komplett suizidal fühlst, dann suche jemanden (Familie, Freunde, einen Arzt, einen Krisennotruf) und hole Dir Hilfe. Es gibt zuviel, was Dich noch erwartet und irgendwann wirdst Du wieder Dankbarkeit auch für die kleinsten, einfachsten Dinge empfinden und sie zu würdigen wissen - das solltest Du nicht verpassen. Das Gefühl, wie kostbar das Leben ist, das Selbstvertrauen und dieses Gefühl, als ob man unbesiegbar ist, wenn der Entzug endlich komplett vorbei ist.

Meine lieben Freunde, es ist so. Die Erfahrungen können grausam sein und viel länger andauern, als Du glaubst, damit umgehen und sie bewältigen zu können, aber lass Dich davon nicht entmutigen. Du KANNST und Du WIRST es bewältigen. An Tagen, an denen Du glaubst, nicht mehr weitermachen zu können, atme einfach ... und mache weiter. Das ist alles, was Du machen kannst und solltest. Du lässt los ... ergibst Dich der Situation .. und wartest. Du wirst nicht sterben. Du wirs ok sein. Du wirst an frühere Tage denken, als Du Dich genauso gefühlt hast und Du wirst Dich daran erinnern, dass Du sie überstanden hast. Das wirst Du auch heute schaffen ... und morgen ... und übermorgen. Jetzt ist nur heute von Bedeutung, und Du wirst es schaffen.

With thoughts of wellness and gentle hugs,
Baylissa
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Re: Baylissas Perspektive

Beitrag von LinLina » Samstag, 30.01.16, 23:12

Danke, das ist ein ganz besonderer Text <3

Vielleicht versuch ich morgen eine Übersetzung, aber weiß nicht ob ich so gute Worte finden kann, sie hat es sehr treffend ausgedrückt.

lg, Lina
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Re: Baylissas Perspektive

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 31.01.16, 8:41

Liebe Lina,

Ersetz doch bitte immer gleich den Absatz, den du geschafft hast. Der Text ist ja sehr lang, man kann sich wohl nur schrittweise durcharbeiten.

Danke, dass du anfangen willst <3
Ich übersetze von unten.

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Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von mercedes » Dienstag, 02.02.16, 22:19

Für diese Worte den langen Text kann ich nur ganz laut DANKE sagen. Mir sind die Tränen gekommen. Es ist leider so das das ZNS geschadigt ist dir Hormone Spinnen die Angst einem fast umbringt. Abrr der tect hat mir wieder mut Gemacht die schmerzen weiterhin ertragen müssen. Zu eibem Arzt trau ich mich nicht mehr. Die glauben ein eh nicht nicht mal die Suchtklinik wo ich mich hingewandt habe. Nur Medis haben Sie mir angeboten. Im Entzug steht man allein da. Lg Mercedes
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Hallo
2003 Depressiv Angststörung Verschrieben AnnaFraniel viertel Jahr genommen 25 kg zu genommen abgesetzt und auf Trevilor 150 mg eingestellt Depression behandelt in einer Klinik viertel Jahr
irgentwann später kenn den Zeitpunkt nicht mehr auf Citalopram eingestellt 20 mg Einahme über 10 Jahre
wurde nie aufgeklärt das das Medikament auch mal wieder weg muss wenn es einem besser geht
3 Depressionen mit Klinik Aufenhalt und einmal Ambulante Tagesklinik
Febr.2015 40 mg Paroxetin Lebenskrise Tochter ausgezogen
Mai 2015 ging es mir besser
zum Psychiater Absetzplan geholt
insgesamt 12 Jahre durchgängig Medikamente genommen
in drei Wochen schritten 10 mg abgesetzt vom Paroxetin zum Schluss eine Woche alle zwei Tage 5 mg und dann weg erstellt vom Psychiater im Endeffekt ein kaltentzug
dann begann Absetz Erscheinungen Herz rasen Brechen Durchfall Zittern Gehirn schmerz Ohren druck gleich Schmerz
Zittern Schmerzen am ganzen Körper Angst Panik, Einsamkeit Liebe weg,Zwangsgedanken,Mundtrockenheit, Konzentration Schwierigkeiten Denkblockaden, Mundtrockenheit, sexuelle Störung, Juckende Pickel, ganz plötzlich Schnupfen 12 Monate MED frei
am 27.06 2016 10mg Paroxetin vom Psychiater bekommen um die Absetz Erscheinungen zu lindern,die es nicht gibt laut Psychiater
5 Tage genommen ab den 2.7.2016 7,5 mg ab den 05.07.2016 5mg genommen vier tage
dann umgestellt vom Arzt gleiche Wirkung kann man besser teilen auf Escitalopram wieder 7,5 mg
bis zum 4.08.2016 und dann angefangen alle zwei Tage das Medikament zu nehmen bis jetzt
morgen gehe ich zum Hausarzt meines Vertrauen um einen vernünftigen Absetz plan zu bekommen und nehme mir eine Ärztin Homöpatisch dazu, dann lass ich ein Bluttest machen und ein EKG für das Herz
versucht mit Pflanzlichen Mitteln zu stoppen Vitamin Präperate Omega3, Magnesium,Gingko, Nervenruh,vom Heilpraktiker Anxiovita Chavita bekommen was gegen die Zwangsgedanken......habe eine Heilerin dazu gezogen bespricht das Trauma/Schock......trinke jetzt viel Griechisches Eisenkraut ( Griechischer Bergtee) hole noch echte Pfefferminze gut für Magen und soll den Schlaf bessern gab Zeiten da habe ich eine Stunde geschafft zu schlafen
ich denke das war es erstmal
Ganz liebe Grüße

Clarissa
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Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von Clarissa » Mittwoch, 03.02.16, 5:20

Danke an Murmeline fürs Reinstellen und an LinLina für die Übersetzung (so konnte ich den Text lesen und verstehen).

So viele Erfahrungen und Wahrheiten!

Jeder Entzug verläuft anders.
Akzeptanz, Durchhaltevermögen und Geduld.
Holistischer Ansatz.
Nur heute ist von Bedeutung.

Machen wir also weiter und verlieren nicht den Mut. Solche Texte helfen dabei.

VG von sleepless.
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mercedes
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Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von mercedes » Mittwoch, 03.02.16, 11:18

Sorry für die Schreibfehler hab manchmal keine Brille auf und dann seh ich das nicht richtig.Ist schon krass wie es einem geht und die Kollegen haben kein Verständnis. Furchtbar.....aber helfen tun Sie mir trotzdem noch. Ich bin so dűnnhäutig kann kaum was von mir weghalten.Ich hab am Freitag den zweiten Termin bei Heilpraktiker. Ich glaube einfach das die mir helfen kann um so öfter ich da hingehe. Bachblueten nach zwei wochen keine oder kaum besserung. Aber Sie sagte es gibt ja noch tropfen. Ich hab soviel liebe in mir, schön wäre es wenn ich Sie wieder spüre. Ich gebe die Hoffnung nicht auf. Lg Mercedes
Hallo
2003 Depressiv Angststörung Verschrieben AnnaFraniel viertel Jahr genommen 25 kg zu genommen abgesetzt und auf Trevilor 150 mg eingestellt Depression behandelt in einer Klinik viertel Jahr
irgentwann später kenn den Zeitpunkt nicht mehr auf Citalopram eingestellt 20 mg Einahme über 10 Jahre
wurde nie aufgeklärt das das Medikament auch mal wieder weg muss wenn es einem besser geht
3 Depressionen mit Klinik Aufenhalt und einmal Ambulante Tagesklinik
Febr.2015 40 mg Paroxetin Lebenskrise Tochter ausgezogen
Mai 2015 ging es mir besser
zum Psychiater Absetzplan geholt
insgesamt 12 Jahre durchgängig Medikamente genommen
in drei Wochen schritten 10 mg abgesetzt vom Paroxetin zum Schluss eine Woche alle zwei Tage 5 mg und dann weg erstellt vom Psychiater im Endeffekt ein kaltentzug
dann begann Absetz Erscheinungen Herz rasen Brechen Durchfall Zittern Gehirn schmerz Ohren druck gleich Schmerz
Zittern Schmerzen am ganzen Körper Angst Panik, Einsamkeit Liebe weg,Zwangsgedanken,Mundtrockenheit, Konzentration Schwierigkeiten Denkblockaden, Mundtrockenheit, sexuelle Störung, Juckende Pickel, ganz plötzlich Schnupfen 12 Monate MED frei
am 27.06 2016 10mg Paroxetin vom Psychiater bekommen um die Absetz Erscheinungen zu lindern,die es nicht gibt laut Psychiater
5 Tage genommen ab den 2.7.2016 7,5 mg ab den 05.07.2016 5mg genommen vier tage
dann umgestellt vom Arzt gleiche Wirkung kann man besser teilen auf Escitalopram wieder 7,5 mg
bis zum 4.08.2016 und dann angefangen alle zwei Tage das Medikament zu nehmen bis jetzt
morgen gehe ich zum Hausarzt meines Vertrauen um einen vernünftigen Absetz plan zu bekommen und nehme mir eine Ärztin Homöpatisch dazu, dann lass ich ein Bluttest machen und ein EKG für das Herz
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ich denke das war es erstmal
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Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von Baerbel » Mittwoch, 14.09.16, 13:57

Danke für diese Übersetzungen <3 <3

Sie machen mir Mut meinen Weg zu finden .

Liebe Grüße
Bärbel :hug: :group: <3 <3
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Rose53
1989 Schlaf – Beruhigungsmittel Trennung vom ersten Mann Name ? Nach Trennung abgesetzt
1996 Antidepressiva Trennung vom 2 Mann und aufdeckung des Missbrauchs an meinem Sohn
2000 Tavor (glaube ) 20 mg nach 3 Monaten Entzug durch vierteln der Tablette .
5 – 6 Monate später wieder Tavor Entzug 3 Monate in der Tagesklinik .
2001 Psychatrieaufenthalt Diagnose : Angstzustände mit Anpassungsstörung
Einstellung auf Mitrazipin 30 mg .
2011 Diagnose Diabetis Typ 2 ( erblich bedingt ) Eucreas dann Wechsel auf Onglyza 30 mg
nach Verschlechterung des Langzeitwertes zusätzlich Mettformin 500 .
2012 Schildrüsenerkrankung L Thyroxin 75 mg Fettwerte nicht in Ordnung Atrovastin
2013 Sturzunfall Schulterverletzung 3 mal Iboprofen 600 mg zusätzlich Novalgin 500 zur Nacht .
2014 Schulter OP ( erste Krankenhaus hatte Schulterprellung diagnostiziert , war aber ein Bruch
und mehr ) Mit selben Medikamentenplan und zusätzlich Pantoprazol 20 mg entlassen .
2015 Termin Schmerzklinik Umstellung auf Arcoxia 90 mg und Novalgin 500 ( bei bedarf bis zu
10 Stck. am Tag , habe die Menge nie gebraucht lieber Zähne zusammenbeißen )
Termin beim Psychater aufgrund ständiger Leukos Erhöhung und abklären welche
Schmerzmittel ich nehmen kann ohne abhängig zu werden sowie absetzten von Mirtazipin
wegen der Schmerzen .
Vor dem Termin angefangen Mitrazipin auszuschleichen . Von 30 mg auf 20 mg dann auf
15 mg . Jedes mal wenn ich eine Packung leer hatte reduziert . Wurde mir von der
Sprechstundenhilfe des Psychaters so gesagt .
Psychater verordnete Venlafaxin . 1 Woche 75 mg , 2 Woche 2 mal 75 mg , 3 Woche 225mg.
Plus die 15 mg Mirtazipin zur Nacht .
März 2016 Venlafaxin auf 300 mg zusätzlich 40 mg Citalopram und weiter abends 15 mg
Mitrazipin . Aufgrund der hohen Dosis und des anderen Medikaments Mitrazipin
weggelassen .

Mai 2016 Entschluss zum reduzieren . 1 Woche Citalopram weggelassen .
2 Woche Venlafaxin um 50 mg reduziert .
3 Woche Venlafaxin um 50 mg reduziert

23.0816 Venlafaxin wieder um 50 mg reduziert
07.09.16 Venlafaxin von 150 mg auf 135 mg reduziert
04.11.16 Venlafaxin von 135 mg auf 120 mg reduziert
03.12.16 Venlafaxin von 120 mg auf 105 mg reduziert
01.01.17 Venlafaxin von 105 mg auf 90 mg reduziert
24.03.17 Venlafaxin von 90 mg auf 75mg reuziert

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Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von Murmeline » Samstag, 22.10.16, 16:13

Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Ana19
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Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von Ana19 » Montag, 29.05.17, 21:12

Vielen Dank für diese Übersetzung!

Dieser Text öffnet einem wirklich die Augen!
Niemand steckt in dem eigenen Körper!

Ihre Worte machen mir so viel Mut und richten mein Blick wider auf die HEILUNG ! Ich merke immer wieder wie notwendig solch ein mutmachender Text ist und was er in einem auslöst !!
ich kann sagen dass meine Sicht auf die Dinge sich verändert hat und empfinde sehr viel Dankbarkeit für solch ein Engagement !!

Das Forum Team, ihr seit wirklich toll und leistet Arbeit die Menschenleben rettet!
Ihr seit für so viele Betroffene da wenn es sonst keiner ist!

Meine Dankbarkeit ist unedlich!
LG Ana
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schneefloeckchenLinLinapadmaJamie
Diagnose 2015
symptome: absolute Erschöpfung >>> 20mg Citalopram

Ca. 1,5 jahre -- 20mg citalopram
August 2016 — in Absprache des Arztes ausgeschlichen ... vieellll zu schnell (Kaltentzug)

Absetzten nach ärztlichen Rat :x :

in einem zwei Wochen Schritt von 20mg auf 10mg runter
dann in zwei Wochen schritt von 10mg auf 5mg
in zwei Wochen schritt von 5mg auf 0mg

eine Woche später spürbare Kraftlosigkeit
ich dachte ich halte das aus es wurde aber immer schlimmer....!!!!!!!

Da ich nicht direkt danach wider eindosiert habe folgte Monate später der total Ausfall!!
Akutsymptome : 100% Bettlegrigkeit, Suizidal, brutale Gedanken, nicht mehr bewegen können...
Ich dachte ich werde sterben !!! Es wurde besser als ich auf Rat des Forums 0,5mg wider eindosiert habe.

Befinde mich im Protrahierten Entzug !

Symptome :
Kraftlosigkeit, Schwäche, Muskelzucken, Muskelkater, rippeartige Zustände, Angstzustände, Heulkrämpfe, Migräne, motorische Einschränkungen, Benommenheit, zittern, Schlafstörungen , intensives träumen, Blasenschwäche, steife Glieder, Unterzuckerungsgefühl, hyperventilieren, nervenschmerzen an den Händen und Beinen, innere unruhe/vibrieren, Gedankenkarusell, Müdigkeit, Rückenschmerzen, gefühl betäubt zu sein, schlafende Glieder, müde Augen, Schwindel, fettige Haare und Haut, akne, schwere Glieder/ blei gefühl.
(Habe sicher noch paar vergessen)

Diese Symptome hatte ich zu beginn gefühlt alle aufeinmal mit der Zeit sind einige leichter und andere schlimmer ...

Medikation:
seit 29.4.17
0,5mg Cita
Seit 29.3.18 —> Wasserlösmethode


Mai-Juli 2017 — bettlegrig
August u. September 2017 — leichte Hausarbeit möglich
Oktober 2017 — kleine Ausflüge im freien möglich symptome wurden spürbar leichter
November-Dezember 2017 — fette Entzugsgrippe (Entzugsgrippe)
Januar 2018 -- nach der Grippe spürbare Verbesserung der Symptome (jetzt hab ich deutlich gemerkt das Heilung statt findet.)
Februar2018 — schwankender Zustand mit immer mal wider verstärkten und schwachen Symptomem plus Erkältung mit Verschleimten Bronchien.
März2018 — anfangs harte Erkältung dann zum mitte des Monats drei Restaurant Besuche :) immer mutiger mich auszuprobieren zum ende wieder anzeichen der Verschlechterung.

Leben ist zeichnen ohne Radiergummi

Rose53
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Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von Rose53 » Donnerstag, 30.11.17, 10:10

Vielen Dank an LinLina und Murmeline,

für die Übersetzungsarbeit. Das ist ein soo toller, motivierender und aufbauender Text. Bild

Dieses "Online-Horror" habe ich, wie viele andere auch kennen gelernt. Wenn man an dem Punkt ist, wo man erkennt, dass die Psychopharmaka die eigentliche Ursache für die Zustände sind und dass man sie nicht so absetzen kann, wie die Ärzte es empfehlen, macht man sich auf die Suche. Bild
"Vielleicht gibt es ja im Internet Anleitungen fürs Absetzen, die besser klappen."
Man will aus Erfahrungen von Betroffenen Nutzen ziehen und so bin ich ja auch auf dieses Forum gestoßen. Doch am Weg dorthin liest man halt von so vielen wirklichen Horrorszenarien von armen Betroffenen, dass die Panik immer größer wird, dass man es nie schaffen wird.

Inzwischen mach ich das kaum mehr, ich begebe mich eher auf die Suche nach Texten wie dem obigen. Um mir Mut zu machen, weiter zu kämpfen und auf keinen Fall aufzugeben! Einen Gedanken, den Baylissa erwähnt, habe ich an schlimmen Tagen auch zu meinem Leitmotiv gemacht.
72b77ed9f70008d6b63d4979918703f5--quote-of-the-day-trauma.jpg
Zusammen schaffen wir Alles! :group:

Liebe Grüße
Rose53
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wegLinLinaRosenrotMurmelineBittchenpadma
Seit Jugend Depression: Missbrauch, Verlassenwerden, Mutter und Großvater Alkoholiker tablettenabhängige Großmutter, bei den Großeltern aufgewachsen.

Jahrelange Selbstmedikation mit Johanniskraut und vom Hausarzt verschriebenen AD, keines vertragen, wegen furchtbarer Nebenwirkungen.

1999 Gesprächstherapie für ein Jahr.

2006 Einschleichen von Venlafaxin bis zu 300 mg - die ersten drei Monate furchtbare Nebenwirkungen, Stromschläge, kein Gefühl, ich existierte einfach irgendwie. Dann Besserung der Depressionen.

Mehrmalige Absetzversuche scheiterten, Ärzte sprachen immer von wiederauftretenden Depressionen oder, dass ich mir diese Symptome einbilde.

Asthma Bronchiale: Foster Nexthaler, 1-2 Hübe, morgens und abends

Hypertonie: Bisoprolol 5 mg und Ramipiril 5 mg jeweils eine halbe Tablette

Hypothyreose: Seit ca. 11 Jahren Thyrex, 75 mq

Sodbrennen, Reflux: Lansobene, 15 mg

Begleitende Psychotherapie: Seit November 2016

Während der Langzeiteinnahme ständig furchtbares Schwitzen mit nassen Haaren und nasser Haut, immer wieder Depressionen, Hypertonie, Sodbrennen, 15 kg Gewichtszunahme, Verstopfung und Durchfall im Wechsel, Sehstörungen

Venlafaxin:
Seit August 2017 neue Psychiaterin, will mir beim Absetzen helfen.
Anfangsdosis: 225 mg - Juli bis Oktober 2017 ausschleichen - viel zu schnell.

17.07. - 150 mg. Kälteschauer, Durchfall, Übelkeit, keinen Appetit, sehr weinerlich, Panik, Todesangst.
Allerdings nur ein paar Tage, dann eine Woche matt, ängstlich, depressiv. Nach drei Wochen eine
Phase des Gut-Fühlens.

07.08. - 100 mg. Symptome wie oben.

21.08. - 75 mg. Symptome wie oben.

04.09. - 50 mg. Wieder alle Nebenwirkungen.

18.09. - 40,5 mg. Wieder schlimme Nebenwirkungen.

02.10. - 37,5 mg. Symptome hören diesmal nicht auf.

29.10. - 40,5 mg. Unerträgliche Symptome, schlimmster Tag seit Reduktion, Bluthochdruckkrise; Akathisie: Essen
wiedert an, Trinken - Angst zu ersticken; Durchfall; sehr weinerlich und depressiv;
Panik; Angst zu sterben. Wäre fast freiwillig in die Psychiatrie gefahren! Doch wer hätte
mir geglaubt :evil:
1.11. - 39 mg. Unglaublich aber wahr! 5 Minikügelchen weniger und alle Symptome bessern sich. So kann ich wieder
weiter machen, meinem ZNS geht es besser

ab jetzt geht es weiter im :schnecke: -Tempo!

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Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena » Mittwoch, 21.02.18, 10:36

Hallo ihr Lieben,
ich habe eine von Baylissa veröffentlichte E-Mail übersetzt, da mir dieser Text einfach so viel bedeutet hat und ich ihn weiter teilen wollte:

An inspirational message from Baylissa Frederick to a Protracted Withdrawal friend......
 
‘Good morning. A friend who recently recovered has written to tell me it's over. She was very protracted and for a long time stopped expecting recovery. Every time we were in touch, I would remind her of the impermanence of withdrawal and I would confidently tell her she was going to get better. At times, on her worst days, I could hear the annoyance in her voice, then hesitation, whenever I'd say the symptoms would pass. It's a familiar quiet or heavy, charged silence that I have come to know over the years. :)
 
I always smile to myself when I recognise it because I know the time will come when I will receive that "it's over" email or phone call.
 
Well, my friend's has arrived and for her, it's wonderful. For me, it's a joy to read and a reminder of why I do this. This is what she wrote:
 
"I made it!! I made it to the other side. The akathisia, head pressure, terror, sensitivities, nerve pain, all that awful stuff with my stomach and back, and the crazy paranoia, those nasty thoughts, OCD and other mental stuff left Bay. When we spoke last spring I felt I was going to die. I don't know if you remember but I told you I was getting worse instead of better. By August the symptoms were gone. Nothing is left Bay nothing. When you get to the end, you're not sure if it's the end. You're scared to say it is the end. Then you find out it's the end. No more waves. Bay, you were right. I am over the moon, thrilled to bits. I survived the worst experience and it is an amazing feeling. Thanks for everything. God bless."
 
If you woke up today with persisting symptoms, just remember that your day will come. This lady was one of the worst cases I have seen. She made it. You will too. So don't lose heart. Your time is coming. Remember, like you, she endured the terrifying nightmare of withdrawal and made it to recovery. Easier times lie ahead. Keep holding on.
 
Sending healing thoughts and wishes,
Baylissa’


Übersetzung:
Eine inspirierende Nachricht von Baylissa Frederick an eine Freundin im langanhaltenden Entzug:
 
Guten Morgen. Eine Freundin, die kürzlich wieder gesund geworden ist, hat mir geschrieben um mir zu sagen, dass es vorbei ist. Sie war in einem wirklich langen Entzug, und für eine lange Zeit erwartete sie keine Besserung mehr. Jedes Mal, wenn wir in Kontakt waren, erinnerte ich sie daran, dass Entzug nicht ewig bestehen bleibt und sagte ihr voller Zuversicht, dass es ihr irgendwann besser gehen würde. Manchmal, an ihren schlimmsten Tagen, konnte ich den Verdruss in ihrer Stimme hören, dann das Zögern, wann immer ich sagte, die Symptome würden vergehen. Ich bin diese schwere, geladene Stille auf diese Worte schon gewohnt durch meine jahrelange Arbeit :)
Ich lächle immer in mich hinein, wenn ich sie bemerke, weil ich weiß, dass die Zeit kommt, wenn ich diesen „Es ist vorbei!“-Anruf oder diese E-Mail bekomme.
Auch meine Freundin ist zu diesem Punkt gekommen, und für sie ist das wundervoll! Für mich ist es eine Freude, das zu lesen und eine Erinnerung, warum ich diese Arbeit mache.

Das hat sie mir geschrieben: 

„Ich habe es geschafft!! Ich habe es auf die andere Seite geschafft. Die Akathisie, der Druck im Kopf, das ganze Grauen, die Empfindlichkeiten, die Nervenschmerzen, all diese schrecklichen Dinge mit meinem Bauch und Rücken, die verrückte Paranoia, diese schrecklichen Gedanken, die Zwangsneurose und andere psychische Dinge sind verschwunden, Bay.
Als wir letzten Frühling miteinander gesprochen haben, fühlte ich mich, als würde ich bald sterben. Ich weiß nicht, ob du dich erinnerst, aber ich erzählte dir, dass es mir immer schlechter geht statt besser. Ab August waren die Symptome verschwunden. Nichts ist geblieben, Bay, nichts. Wenn du das Ende erreichst, bist du dir nicht sicher, ob es das Ende ist. Du hast Angst zu sagen, dass es zu Ende ist. Dann findest du heraus, dass es das Ende ist. Keine Wellen mehr.
Bay, du hattest recht. Ich bin überglücklich und freue mich riesig. Ich habe die schlimmste Erfahrung überlebt, und das ist ein unglaubliches Gefühl.
Danke für alles. Gott segne dich.“
 
Wenn du heute mit Symptomen aufwachst, erinnere dich daran, dass auch dein Tag kommen wird.
Diese Frau war einer der schlimmsten Fälle, die ich je gesehen habe. Und sie hat es geschafft. Du wirst es auch schaffen. Verliere nicht den Mut.
Deine Zeit wird kommen. Erinnere dich, sie hat wie du den erschreckenden Albtraum des Entzugs überstanden und es bis zur Genesung geschafft.
Leichtere Zeiten werden kommen. Gib nicht auf.
 
Ich sende euch heilsame Gedanken und Wünsche
Baylissa


Quelle:
So gern ich den genauen Link posten würde, kann ich das leider nicht. Dieser Text wurde von einer Userin in einer amerikanischen Facebook-Absetzgruppe gepostet und stammt aus der Facebook-Gruppe von Baylissa. In diese Gruppe darf man aber nur hinein, wenn man zahlendes Mitglied von Baylissas Homepage (und somit ihrer Betreuung) ist.
Sollte jemand von euch aber dort Mitglied sein oder mit Baylissa in Kontakt treten können, könnt ihr das natürlich ergänzen.

Ergänzung von padma:
Hier die Webseite von Baylissa
http://www.recovery-road.org bzw. https://baylissa.com, auf Facebook findet man sie hier: https://www.facebook.com/BloominWellness/

(Balyssa bietet kostenpflichtig auf englisch support im recovery Prozess an)
Zuletzt geändert von padma am Mittwoch, 21.02.18, 17:26, insgesamt 2-mal geändert.
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ClarissaLinLinapadmaMurmelineRose53
Ab 2009: Paroxetin 10mg ohne Einschleichen (Hausarzt) wegen Angst- und Panikstörung.

Anfang 2011: 1. Absetzversuch. Viel zu schnell, starke Entzugssymptome (Bettlägrigkeit) nicht aushaltbar + mit Grunderkrankung verwechselt. Nach 3 Monaten: Erneute Paroxetin. Nach 2. Einnahmetag symptomlos!
*Therapiestunden (2010-17), aber wenige+große Abstände, da ich sie selbst zahlen muss und mir nicht viele leisten kann (in Ö übernimmt das seltenst die Kasse).*
2013: Nach viel Aufarbeitung: 2. Absetzversuch. Selbe Symptome wie damals, nicht aushaltbar, komplettes Leben kommt zum Erliegen. Diesmal erst mit 20mg Paroxetin wieder "gut".
April 2014: Reduziere wegen starker NW auf 10 mg => starke Magen/Darmprobleme (bis hin zu ärztl. vermuteter Gallenkolik), starke Angst, Panikattacken, labile Psyche, starke körperliche Symptome. Bleibe aber bei 10 mg. Keiner fühlt sich zuständig, mich über die Einnahme von SSRI aufzuklären.
Ende 2014: Reduzierung auf 5 mg => sehr schwere Symptome (Schwindel, Unfähigkeit zu gehen, Derealisierung, starke Angst, stärkste Lichtempfindlichkeit, depressiv (was ich vorher NIE war). Liege nur noch am Sofa. Aber: einige "Fenster".
Sept. 2015: Halte es nicht mehr aus, bin überzeugt dass ich einfach schwer krank bin, nehme wieder Paroxetin 10 mg => wirkt nicht. Dann 20 mg => wirkt kaum. Komplett verzweifelt. Neuer Hausarzt überweist mich (erstmals!) zu Psychiater => Paroxetin greife nicht mehr, sei sowieso ein "unsanftes Medikament", verschreibt mir Escitalopram, soll direkt wechseln.
Ab Dez. 2015: Fliegender Wechsel Paroxetin 20 mg zu Escitalopram 10 mg. Sehr starke Entzugssymptome (die ich mittlerweile schon kenne), aber ich schaffe es. Gut geht es mir aber nicht.
März 2016: Auf 20 mg Escitalopram hoch (Psychiater), da es mir noch immer nicht gut geht (Entzug vom Paroxetin, wie ich jetzt weiß). Nach Hochdosierungssymptomen geht es mir recht gut, aber fühle mich von Gefühlen abgekoppelt, kann keine Freude + Zufriedenheit mehr empfinden!
2017, März bis August: Langsame (aber doch zu schnelle) Reduktion von Escitalopram. Dank Therapeutin Tabletten sehr oft geteilt und bis in homöopatische Krümeldosen gegangen. Leider mangels Wissen ohne Wiegen o.ä.
9.8.2017: Erster Tag 0 mg! => 2-3 Wochen starke Symptome (erkannte sie als Entzug), dann etwas besser. Protokolliere jetzt genau mit.
Sept + Okt 2017: Viele schlechtere Phasen, einige starke Einbrüche, sehr starke, vielfältige körperliche Symptome, die ich nicht erklären kann. Kann mein Leben nicht normal weiterleben.
1. Nov 2017: Komplett-Zusammenbruch. Da ich nicht weiß, dass Entzug so lange dauern kann, bin ich komplett verzweifelt. Telefonat mit Psychiaterin => Ich sei (noch) nicht gesund, bitte sofort wieder Escitalopram nehmen, vermutlich lebenslang! Bin verzweifelt, suche im Internet und finde das ADFD-Forum!!Mir fällt es wie Schuppen von den Augen...
Da ich schon über 12 Wochen auf 0 mg bin, bleibe ich auf Null.
16.11.2017: Selbst initiierte Untersuchung Schilddrüse => Unterfunktion, SD-Hormone
Seit 9.8.2017: Im Entzug mit teilweise starken körperlichen und psychischen Symptomen, Horrorspitzen, aber auch Fenstern.
Seit Monat 8: Besserung!
Mir hilft: Omega 3, Magnesium, histaminarme Ernährung
Mein Thread: viewtopic.php?t=14041

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Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena » Mittwoch, 11.04.18, 17:58

Die Sonntags-Ermutigungsnachricht von Baylissa vom 8. April 2018:

I know this road you are travelling is extremely difficult and there are times when you wonder if you will find the strength to continue to press on. You have overcome so much already, don’t doubt that you can go the rest of the way. You can and you will.

Your body is resilient and self-healing, and you have a courageous heart and the gift of human will. You are accepting and patient, and no matter what, you won’t give up. You always find ways of getting through the day.

So, today, keep on going. You ARE going to make it. Even if you are overwhelmed and can’t see your way out, just trust that you will get there. You will heal, celebrate your recovery, and move on. This is how this chapter of your life story ends.
-----------------------------------

Ich weiß, dass der Weg, den du beschreitest, extrem schwierig ist und es Zeiten gibt, in denen du dich fragst, ob du die Kraft findest, weiterzumachen. Du hast schon so viel geschafft, zweifle nicht daran, dass du den Rest auch schaffen wirst!
Du kannst und du wirst.

Dein Körper ist widerstandsfähig und selbstheilend, und du hast ein mutiges Herz und das Geschenk des menschlichen Willens.
Du akzeptierst und bist geduldig, und egal was passiert, du wirst nicht aufgeben. Du findest immer einen Weg, durch den Tag zu kommen.

Also, mach weiter. Du WIRST es schaffen, Auch wenn du überwältigt bist und deinen Weg heraus nicht sehen kann, vertraue darauf, dass du es schaffen wirst.
Du wirst heilen, deine Genesung feiern und weitermachen.
Dieses Kapitel deiner Lebensgeschichte wird enden.

https://baylissa.com/encouragement/ (übersetzt von mir)
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padmaLinLina
Ab 2009: Paroxetin 10mg ohne Einschleichen (Hausarzt) wegen Angst- und Panikstörung.

Anfang 2011: 1. Absetzversuch. Viel zu schnell, starke Entzugssymptome (Bettlägrigkeit) nicht aushaltbar + mit Grunderkrankung verwechselt. Nach 3 Monaten: Erneute Paroxetin. Nach 2. Einnahmetag symptomlos!
*Therapiestunden (2010-17), aber wenige+große Abstände, da ich sie selbst zahlen muss und mir nicht viele leisten kann (in Ö übernimmt das seltenst die Kasse).*
2013: Nach viel Aufarbeitung: 2. Absetzversuch. Selbe Symptome wie damals, nicht aushaltbar, komplettes Leben kommt zum Erliegen. Diesmal erst mit 20mg Paroxetin wieder "gut".
April 2014: Reduziere wegen starker NW auf 10 mg => starke Magen/Darmprobleme (bis hin zu ärztl. vermuteter Gallenkolik), starke Angst, Panikattacken, labile Psyche, starke körperliche Symptome. Bleibe aber bei 10 mg. Keiner fühlt sich zuständig, mich über die Einnahme von SSRI aufzuklären.
Ende 2014: Reduzierung auf 5 mg => sehr schwere Symptome (Schwindel, Unfähigkeit zu gehen, Derealisierung, starke Angst, stärkste Lichtempfindlichkeit, depressiv (was ich vorher NIE war). Liege nur noch am Sofa. Aber: einige "Fenster".
Sept. 2015: Halte es nicht mehr aus, bin überzeugt dass ich einfach schwer krank bin, nehme wieder Paroxetin 10 mg => wirkt nicht. Dann 20 mg => wirkt kaum. Komplett verzweifelt. Neuer Hausarzt überweist mich (erstmals!) zu Psychiater => Paroxetin greife nicht mehr, sei sowieso ein "unsanftes Medikament", verschreibt mir Escitalopram, soll direkt wechseln.
Ab Dez. 2015: Fliegender Wechsel Paroxetin 20 mg zu Escitalopram 10 mg. Sehr starke Entzugssymptome (die ich mittlerweile schon kenne), aber ich schaffe es. Gut geht es mir aber nicht.
März 2016: Auf 20 mg Escitalopram hoch (Psychiater), da es mir noch immer nicht gut geht (Entzug vom Paroxetin, wie ich jetzt weiß). Nach Hochdosierungssymptomen geht es mir recht gut, aber fühle mich von Gefühlen abgekoppelt, kann keine Freude + Zufriedenheit mehr empfinden!
2017, März bis August: Langsame (aber doch zu schnelle) Reduktion von Escitalopram. Dank Therapeutin Tabletten sehr oft geteilt und bis in homöopatische Krümeldosen gegangen. Leider mangels Wissen ohne Wiegen o.ä.
9.8.2017: Erster Tag 0 mg! => 2-3 Wochen starke Symptome (erkannte sie als Entzug), dann etwas besser. Protokolliere jetzt genau mit.
Sept + Okt 2017: Viele schlechtere Phasen, einige starke Einbrüche, sehr starke, vielfältige körperliche Symptome, die ich nicht erklären kann. Kann mein Leben nicht normal weiterleben.
1. Nov 2017: Komplett-Zusammenbruch. Da ich nicht weiß, dass Entzug so lange dauern kann, bin ich komplett verzweifelt. Telefonat mit Psychiaterin => Ich sei (noch) nicht gesund, bitte sofort wieder Escitalopram nehmen, vermutlich lebenslang! Bin verzweifelt, suche im Internet und finde das ADFD-Forum!!Mir fällt es wie Schuppen von den Augen...
Da ich schon über 12 Wochen auf 0 mg bin, bleibe ich auf Null.
16.11.2017: Selbst initiierte Untersuchung Schilddrüse => Unterfunktion, SD-Hormone
Seit 9.8.2017: Im Entzug mit teilweise starken körperlichen und psychischen Symptomen, Horrorspitzen, aber auch Fenstern.
Seit Monat 8: Besserung!
Mir hilft: Omega 3, Magnesium, histaminarme Ernährung
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