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Passionsblume als Entzugshelfer

LenaLena
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Passionsblume als Entzugshelfer

Beitrag von LenaLena » Donnerstag, 15.03.18, 17:26

Liebe Mitbetroffene,

ich habe etwas herausgefunden, was ich gerne mit euch teilen bzw. zur Diskussion stellen möchte.

Ich bin im protrahierten Fast-Kalt-Entzug, und mir helfen Passionsblumenextrakt-Tropfen (auch Dragees) sehr gut. Reiner Zufall, dass wir die daheim hatten und ich sie probiert habe, aber bei zu großer Unruhe, Nervosität, Panik oder Angst legen sie bei mir wirklich einen Schalter um, und es geht mir etwas besser. Ich benutze sie (bei Bedarf, nicht regelmäßig) seit 8 Monaten.

Tipp : Ich gebe die Tropfen auf die Mundschleimhaut (unter die Zunge, an die Wangen) und lasse sie darüber wirken, anstatt sie sofort zu schlucken. Meiner Erfahrung nach wirken sie so wesentlich schneller.

Nun habe ich, da ich kürzlich das allererste Mal ein Notfallbenzo getestet und keine größere Wirkung als bei meinen Tropfen verspürt hatte, ein wenig recherchiert, wie Passionsblume wirkt. Das erklärte einiges:

Wirkmechanismus
Im Reagenzglas konnte nachgewiesen werden, dass Passiflora-Extrakte einige Rezeptoren auf den Nervenzellen beeinflussen. Insbesondere die Modulierung des Benzodiazepin-Rezeptors („GABAA-Rezeptor“) könnte die beruhigende Wirkung der Droge erklären.

Die klassischen Benzodiazepine sind wegen ihrer angstlösenden, zentral muskelentspannenden, sedierenden und schlaffördernden Wirkung als Beruhigungsmittel in Gebrauch. Während Benzodiazepine abhängig machen, kennt man diese Gefahr bei Passionsblumenextrakten nicht.

Übrigens zeigen Vorversuche (meist Tierversuche), dass die Heilpflanze möglicher Weise bei der Entwöhnung von Suchterkrankungen wie Opiat-, Nikotin-, Cannabis- und Alkoholabhängigkeit hilfreich sein könnte. Für die Anwendung in der Praxis aber fehlen noch die Daten.
Quelle: http://www.phytodoc.de/heilpflanzen/passionsblume

Daher mein Tipp, dass Passionsblume ein Helfer beim Entzugsgeschehen auch von Psychopharmaka sein könnte. In meinem Fall sogar statt dem Notfallbenzo, ohne jegliches Abhängigkeitspotential.
Natürlich muss individuell getestet werden, ob es vertragen wird und hilft!

Ich bin dem Thema dann weiter auf den Grund gegangen, weil ich obige Behauptungen bewiesen und wissenschaftliche Ergebnisse sehen wollte und habe das gefunden:
https://www.thieme-connect.de/products/ ... kl%C3%A4rt

Hier steht unter anderem:

Aktuelle Studien zeigen, dass Extrakte aus Passionsblumenkraut die GABA-Wiederaufnahme hemmen, an die GABA-Bindungsstelle des GABAA-Rezeptors binden und nicht mit der Benzodiazepin- und Ethanolbindungsstelle interagieren.
(...)
Erst im letzten Jahrzehnt wurden klinische Studien mit Passionsblumenkraut-Extrakt durchgeführt, die vielversprechende Ergebnisse zeigten:

> die Wirkung auf leichte Verlaufsformen der generalisierten Angststörung ist vergleichbar mit 15 mg Oxazepam/Tag ([3])

> präoperative Angstsymptome werden gemildert ([6], [20])

> es konnte eine positive Wirkung bei Kindern mit ADHS gezeigt werden ([2])

> positive Effekte wurden beim Opiatentzug beobachtet ([1]).
Die Wirkweise scheint also ähnlich zu funktionieren wie die eines Benzos, ohne Abhängigkeitspotential, da dafür Bindungen zu bestimmten Rezeptoren nicht eingegangen werden (vereinfacht erklärt).

Diese Informationen wollte ich euch nicht vorenthalten.

Ein weiterer Beweis dafür, dass die Natur für jedes Wehwehchen ein Mittel bereithält.

LG Lena :)

P.S.: Ich habe über die Suchfunktion gesehen, dass das Thema Passionsblume schon einmal 2011 diskutiert wurde (wen es interessiert, hier: viewtopic.php?f=4&t=6694&hilit=passionsblume#p51255), allerdings nicht als Entzugshilfe, sondern als Alternative zu PP und demnach auch in der Alternativen-Rubrik hier im Forum. Ich wollte hier aber auf die Möglichkeit zur Linderung von Entzugssypmptomen hinweisen.
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Ab 2009: Paroxetin 10mg ohne Einschleichen (Hausarzt) wegen Angst- und Panikstörung.

Anfang 2011: 1. Absetzversuch. Viel zu schnell, starke Entzugssymptome (Bettlägrigkeit) nicht aushaltbar + mit Grunderkrankung verwechselt. Nach 3 Monaten: Erneute Paroxetin. Nach 2. Einnahmetag symptomlos!
*Therapiestunden (2010-17), aber wenige+große Abstände, da ich sie selbst zahlen muss und mir nicht viele leisten kann (in Ö übernimmt das seltenst die Kasse).*
2013: Nach viel Aufarbeitung: 2. Absetzversuch. Selbe Symptome wie damals, nicht aushaltbar, komplettes Leben kommt zum Erliegen. Diesmal erst mit 20mg Paroxetin wieder "gut".
April 2014: Reduziere wegen starker NW auf 10 mg => starke Magen/Darmprobleme (bis hin zu ärztl. vermuteter Gallenkolik), starke Angst, Panikattacken, labile Psyche, starke körperliche Symptome. Bleibe aber bei 10 mg. Keiner fühlt sich zuständig, mich über die Einnahme von SSRI aufzuklären.
Ende 2014: Reduzierung auf 5 mg => sehr schwere Symptome (Schwindel, Unfähigkeit zu gehen, Derealisierung, starke Angst, stärkste Lichtempfindlichkeit, depressiv (was ich vorher NIE war). Liege nur noch am Sofa. Aber: einige "Fenster".
Sept. 2015: Halte es nicht mehr aus, bin überzeugt dass ich einfach schwer krank bin, nehme wieder Paroxetin 10 mg => wirkt nicht. Dann 20 mg => wirkt kaum. Komplett verzweifelt. Neuer Hausarzt überweist mich (erstmals!) zu Psychiater => Paroxetin greife nicht mehr, sei sowieso ein "unsanftes Medikament", verschreibt mir Escitalopram, soll direkt wechseln.
Ab Dez. 2015: Fliegender Wechsel Paroxetin 20 mg zu Escitalopram 10 mg. Sehr starke Entzugssymptome (die ich mittlerweile schon kenne), aber ich schaffe es. Gut geht es mir aber nicht.
März 2016: Auf 20 mg Escitalopram hoch (Psychiater), da es mir noch immer nicht gut geht (Entzug vom Paroxetin, wie ich jetzt weiß). Nach Hochdosierungssymptomen geht es mir recht gut, aber fühle mich von Gefühlen abgekoppelt, kann keine Freude + Zufriedenheit mehr empfinden!
2017, März bis August: Langsame (aber doch zu schnelle) Reduktion von Escitalopram. Dank Therapeutin Tabletten sehr oft geteilt und bis in homöopatische Krümeldosen gegangen. Leider mangels Wissen ohne Wiegen o.ä.
9.8.2017: Erster Tag 0 mg! => 2-3 Wochen starke Symptome (erkannte sie als Entzug), dann etwas besser. Protokolliere jetzt genau mit.
Sept + Okt 2017: Viele schlechtere Phasen, einige starke Einbrüche, sehr starke, vielfältige körperliche Symptome, die ich nicht erklären kann. Kann mein Leben nicht normal weiterleben.
1. Nov 2017: Komplett-Zusammenbruch. Da ich nicht weiß, dass Entzug so lange dauern kann, bin ich komplett verzweifelt. Telefonat mit Psychiaterin => Ich sei (noch) nicht gesund, bitte sofort wieder Escitalopram nehmen, vermutlich lebenslang! Bin verzweifelt, suche im Internet und finde das ADFD-Forum!!Mir fällt es wie Schuppen von den Augen...
Da ich schon über 12 Wochen auf 0 mg bin, bleibe ich auf Null.
16.11.2017: Selbst initiierte Untersuchung Schilddrüse => Unterfunktion, SD-Hormone
Seit 9.8.2017: Im Entzug mit teilweise starken körperlichen und psychischen Symptomen, Horrorspitzen, aber auch Fenstern.
Seit Monat 8: Besserung!
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Re: Passionsblume als Entzugshelfer

Beitrag von DeeDee123 » Samstag, 17.03.18, 21:48

Hallo LenaLena,
vielen Dank für die Info.
Vor Jahren haben mir Bachblütendrops geholfen, bevor ich die Chemie-Keule bekam (Bromazepam).
Da ich endlich wieder gesund leben will, werde ich das mal versuchen.
LG, DeeDee123 (Diana)
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W, Sohn (12) und Tochter (6)

*seit 1996 opiathaltige Schmerzmittel, Umzug nach England, UK
*seitdem auch diverse AD
*2010 große private Probleme, Scheidung, seitdem noch mehr PP dazu :
*bis zu 18mg Bromazepam täglich
*bis zu 600mg Pregabalin (Lyrica)
*2014 Rückkehr nach Deutschland
*2015 AD weiterverschrieben, Lyrica selbst viel zu schnell ausgeschlichen, für den Opiatentzug in ambulante Tagesklinik
*2016 on und off übrige Bromazepam genommen, körperlich/psychisch am Ende
*RÜCKFALL opiathaltiges Schmerzmittel Tilidin, 6x 150mg/Tag
*Kinder versorgt ABER bin zum Jugendamt im SEPT. "brauche Hilfe"

KINDER IN OBHUT GEGEBEN

*April 2017 10-tägiger Schnellentzug vom Bromazepam 12-18mg/Tag. Nur mit Valproinsäure und Doxepin!
Psyche spielt seitdem komplett verrückt, aber bemerke Verbesserung.

*Ab 17.APRIL steht Tilidin Entzug (zwischen 600+900mg/Tag) + Therapie stationär an. Panik wieder da. Möchte nicht von einem Medikament auf ein neues, aber komme nicht klar so.

MÖCHTE FÜR DIE KINDER FIT WERDEN.

Merke IMMER NOCH den Benzo-Entzug.
*AD Venlafaxin 150mg/Tag seit 15.1. Starke NW. 15.4. Reduziert auf 75mg/Tag.
*Ergenyl (Valproinsäure) 1500mg.
Hatte 4 Krampfanfälle über die Jahre (letzter Juni'16).

Guglhupf
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Re: Passionsblume als Entzugshelfer

Beitrag von Guglhupf » Samstag, 17.03.18, 22:38

Hallo Lena :)

Ich trinke regelmäßig Passionsblumentee und spüre die ausgleichende Wirkung sehr deutlich. Besonders direkt nach den Entzugsschritten trinke ich ihn gern, hilft mir gut.

Werde mir die Tropfen auch für schlechtere Zeiten holen. Danke für den Tipp :)

Viele Grüße
Anna
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Liebe Grüße Anna

2007 - erstmalig nach zahlreichen Panikattacken Citalopram genommen. Eingeschlichen in 5mg Schritten bis 10mg. Nach etwa 4 Monaten relativ rasch abgesetzt ohne NW
2011 - nach vermehrten Angstphasen wieder Citalopram eingeschlichen in 5mg Schritten bis 20mg
Okt. 2013 - von heute auf morgen aufgehört - Symptome: nicht enden wollende Panikattacke, ÜW in KH, nach Anraten der Ärzte Citalopram wieder eingeschlichen auf 15mg
2016 - Zustand stabil und alles super, 2. Absetzversuch wieder viel zu schnell - Folge: erneut heftige Entzugserscheinungen, wieder eingeschlichen auf 15mg
April 2017 - Reduktion auf 10mg
Mai 2017 - Reduktion auf 5mg
Juli 2017 - Reduktionsversuch auf 2,5mg - leichte Absetzerscheinungen: Verdauungsprobleme, Gedankenkreisen, innere Unruhe - Dosisanpassung auf 5mg, nach Anmeldung im Forum weiß ich nun, dass ich viel zu ungeduldig bin :whistle:
August 2017: 5mg - nach 3 Wochen NW wie Ein- und Durchschlafstörungen, sehr lebhafte Träume, vermehrte Zuckungen vor dem Einschlafen
26.8.17 - Reduktion auf 4,5mg
27.9.17 - Reduktion auf 4,1mg
6.11.17 - Reduktion auf 3,6mg
9.11.17 - hoch auf 4,1mg
18.11.17 - Reduktion auf 3,8mg
1.12.17 - Reduktion auf 3,6mg
28.1.18 - Reduktion auf 3,3mg
9.3.18 - Reduktion auf 3mg

Ergänzend seit 2016: 1/2 Pkg Magnosolv pro Tag, spürbare Entspannung bei Herz und allgemeiner Muskulatur.

Passionsblumentee zur Milderung entzugsbedingter NW.

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Re: Passionsblume als Entzugshelfer

Beitrag von LenaLena » Samstag, 17.03.18, 23:27

Freut mich, wenn/falls es euch auch so hilft wie mir :)

Liebe Anna,
du bist "Schuld", dass ich seit über einer Woche auch regelmäßig diesen Tee trinke :) Die Wirkung ist milder als bei den konzentrierten Passedan-Tropfen, aber sehr überzeugend :)
Und gerade der Tee soll ja unbedingt regelmäßig getrunken werden, um eine ausgleichende Wirkung und innere Ruhe zu erreichen.
Die Tropfen nutze ich eher als Notfalls-/Bedarfsmedikament.

LG Lena
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Ende 2014: Reduzierung auf 5 mg => sehr schwere Symptome (Schwindel, Unfähigkeit zu gehen, Derealisierung, starke Angst, stärkste Lichtempfindlichkeit, depressiv (was ich vorher NIE war). Liege nur noch am Sofa. Aber: einige "Fenster".
Sept. 2015: Halte es nicht mehr aus, bin überzeugt dass ich einfach schwer krank bin, nehme wieder Paroxetin 10 mg => wirkt nicht. Dann 20 mg => wirkt kaum. Komplett verzweifelt. Neuer Hausarzt überweist mich (erstmals!) zu Psychiater => Paroxetin greife nicht mehr, sei sowieso ein "unsanftes Medikament", verschreibt mir Escitalopram, soll direkt wechseln.
Ab Dez. 2015: Fliegender Wechsel Paroxetin 20 mg zu Escitalopram 10 mg. Sehr starke Entzugssymptome (die ich mittlerweile schon kenne), aber ich schaffe es. Gut geht es mir aber nicht.
März 2016: Auf 20 mg Escitalopram hoch (Psychiater), da es mir noch immer nicht gut geht (Entzug vom Paroxetin, wie ich jetzt weiß). Nach Hochdosierungssymptomen geht es mir recht gut, aber fühle mich von Gefühlen abgekoppelt, kann keine Freude + Zufriedenheit mehr empfinden!
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1. Nov 2017: Komplett-Zusammenbruch. Da ich nicht weiß, dass Entzug so lange dauern kann, bin ich komplett verzweifelt. Telefonat mit Psychiaterin => Ich sei (noch) nicht gesund, bitte sofort wieder Escitalopram nehmen, vermutlich lebenslang! Bin verzweifelt, suche im Internet und finde das ADFD-Forum!!Mir fällt es wie Schuppen von den Augen...
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Re: Passionsblume als Entzugshelfer

Beitrag von Guglhupf » Mittwoch, 21.03.18, 23:46

LenaLena hat geschrieben:
Samstag, 17.03.18, 23:27
Freut mich, wenn/falls es euch auch so hilft wie mir :)

Liebe Anna,
du bist "Schuld", dass ich seit über einer Woche auch regelmäßig diesen Tee trinke :) Die Wirkung ist milder als bei den konzentrierten Passedan-Tropfen, aber sehr überzeugend :)
Und gerade der Tee soll ja unbedingt regelmäßig getrunken werden, um eine ausgleichende Wirkung und innere Ruhe zu erreichen.
Die Tropfen nutze ich eher als Notfalls-/Bedarfsmedikament.

LG Lena
Hallo Lena :)

ach daher weht der Wind ;-) ich habe damals zur mündlichen Matura erstmals Passedantropfen genommen und war sowas von entspannt, während alle total am Rad drehten. Das wirkt auf den Fotos sogar surreal, weil ich immer in die Kamera grinse sogar während der Prüfung und alle anderen hatten nur vor Stress verzerrte Gesichter :lol:

Und da mir die schon damals so gut halfen, dachte ich ich probier's Mal mit dem Tee und wurde auch nicht enttäuscht. Wie du sagst - er wirkt sanfter,ich habe das Gefühl regelmäßig getrunken wirkt er konstant entspannend.

Für Notfälle bei mir vor allem während der Tage hole ich mir aber auch wieder die Tropfen, nachdem du auch so gute Erfahrungen damit gemacht hast ;-)

Viele Grüße
Anna
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Okt. 2013 - von heute auf morgen aufgehört - Symptome: nicht enden wollende Panikattacke, ÜW in KH, nach Anraten der Ärzte Citalopram wieder eingeschlichen auf 15mg
2016 - Zustand stabil und alles super, 2. Absetzversuch wieder viel zu schnell - Folge: erneut heftige Entzugserscheinungen, wieder eingeschlichen auf 15mg
April 2017 - Reduktion auf 10mg
Mai 2017 - Reduktion auf 5mg
Juli 2017 - Reduktionsversuch auf 2,5mg - leichte Absetzerscheinungen: Verdauungsprobleme, Gedankenkreisen, innere Unruhe - Dosisanpassung auf 5mg, nach Anmeldung im Forum weiß ich nun, dass ich viel zu ungeduldig bin :whistle:
August 2017: 5mg - nach 3 Wochen NW wie Ein- und Durchschlafstörungen, sehr lebhafte Träume, vermehrte Zuckungen vor dem Einschlafen
26.8.17 - Reduktion auf 4,5mg
27.9.17 - Reduktion auf 4,1mg
6.11.17 - Reduktion auf 3,6mg
9.11.17 - hoch auf 4,1mg
18.11.17 - Reduktion auf 3,8mg
1.12.17 - Reduktion auf 3,6mg
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Re: Passionsblume als Entzugshelfer

Beitrag von LenaLena » Donnerstag, 22.03.18, 0:36

Hey Anna,

haha, bei der Matura hätte ich das Passedan auch gut brauchen können :lol:
Da kannte ich es aber noch gar nicht.

LG Lena
Ab 2009: Paroxetin 10mg ohne Einschleichen (Hausarzt) wegen Angst- und Panikstörung.

Anfang 2011: 1. Absetzversuch. Viel zu schnell, starke Entzugssymptome (Bettlägrigkeit) nicht aushaltbar + mit Grunderkrankung verwechselt. Nach 3 Monaten: Erneute Paroxetin. Nach 2. Einnahmetag symptomlos!
*Therapiestunden (2010-17), aber wenige+große Abstände, da ich sie selbst zahlen muss und mir nicht viele leisten kann (in Ö übernimmt das seltenst die Kasse).*
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April 2014: Reduziere wegen starker NW auf 10 mg => starke Magen/Darmprobleme (bis hin zu ärztl. vermuteter Gallenkolik), starke Angst, Panikattacken, labile Psyche, starke körperliche Symptome. Bleibe aber bei 10 mg. Keiner fühlt sich zuständig, mich über die Einnahme von SSRI aufzuklären.
Ende 2014: Reduzierung auf 5 mg => sehr schwere Symptome (Schwindel, Unfähigkeit zu gehen, Derealisierung, starke Angst, stärkste Lichtempfindlichkeit, depressiv (was ich vorher NIE war). Liege nur noch am Sofa. Aber: einige "Fenster".
Sept. 2015: Halte es nicht mehr aus, bin überzeugt dass ich einfach schwer krank bin, nehme wieder Paroxetin 10 mg => wirkt nicht. Dann 20 mg => wirkt kaum. Komplett verzweifelt. Neuer Hausarzt überweist mich (erstmals!) zu Psychiater => Paroxetin greife nicht mehr, sei sowieso ein "unsanftes Medikament", verschreibt mir Escitalopram, soll direkt wechseln.
Ab Dez. 2015: Fliegender Wechsel Paroxetin 20 mg zu Escitalopram 10 mg. Sehr starke Entzugssymptome (die ich mittlerweile schon kenne), aber ich schaffe es. Gut geht es mir aber nicht.
März 2016: Auf 20 mg Escitalopram hoch (Psychiater), da es mir noch immer nicht gut geht (Entzug vom Paroxetin, wie ich jetzt weiß). Nach Hochdosierungssymptomen geht es mir recht gut, aber fühle mich von Gefühlen abgekoppelt, kann keine Freude + Zufriedenheit mehr empfinden!
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9.8.2017: Erster Tag 0 mg! => 2-3 Wochen starke Symptome (erkannte sie als Entzug), dann etwas besser. Protokolliere jetzt genau mit.
Sept + Okt 2017: Viele schlechtere Phasen, einige starke Einbrüche, sehr starke, vielfältige körperliche Symptome, die ich nicht erklären kann. Kann mein Leben nicht normal weiterleben.
1. Nov 2017: Komplett-Zusammenbruch. Da ich nicht weiß, dass Entzug so lange dauern kann, bin ich komplett verzweifelt. Telefonat mit Psychiaterin => Ich sei (noch) nicht gesund, bitte sofort wieder Escitalopram nehmen, vermutlich lebenslang! Bin verzweifelt, suche im Internet und finde das ADFD-Forum!!Mir fällt es wie Schuppen von den Augen...
Da ich schon über 12 Wochen auf 0 mg bin, bleibe ich auf Null.
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etlenia
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Re: Passionsblume als Entzugshelfer

Beitrag von etlenia » Donnerstag, 22.03.18, 8:11

Hallo Lena :-),

danke für den Tipp! Auch ich habe mir den Tee geholt und trinke nun abends eine Tasse davon. An die Tropfen habe ich mich nicht heran getraut, da bei den Wechselwirkungen steht, dass mit anderen dämpfenden Substanzen reagiert werden könnte. Auf der Teepackung steht nichts, also habe ich mich für diesen entschieden. ;-) Obwohl das vermutlich totaler Quatsch ist.

Liebe Grüße
Claudia
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Katharina
vor ca. 25 Jahren Stangyl 25mg abends (Angszustände und Panikattacken), Hirnanhangdrüse hat sich vergrößert nach absetzen wieder zurückgebildet, Einnahme 2 Jahre, einfach abgesetzt ohne Probleme

1997 Konisation (Krebsvorstufe)
2000 OP Endometriose
2002 Kaiserschnitt
2006 Pfeifferches Drüsenfieber (als Erwachsener richtig heftig, vor allem mit Kleinkind)
2007 Diagnose Dünndarmcrohn, Diagnose Histaminintoleranz
2013 Spindelzelllipom OP Schlüsselbeingrube dadurch Nervenschädigung rechter Arm, Atemnerv verletzt, dadurch nun 8 cm Zwerchfellhochstand rechts, Zwerchfell drückt auf den rechten Vorhof, dadurch Probleme mit dem Herz. Vor Tavor tgl. Kopfschmerzen, extreme Verspannungen, konnte den rechten Arm ohne Schmerzen nicht heben...

2016 Brustkrebs links invasiv, rechts Vorstufe 2x operiert worden, beidseits bestrahlt und Therapie abgebrochen, weil doppelte Dosis, wie andere Patientinnen und Nebenwirkungen, die ich gar nicht aufzählen kann oder will
Tamoxifentherapie abgebrochen, gingen aufs Herz und diverse andere Nebenwirkungen, mit der Brustkrebsdiagnose auf Tavor gekommen :cry:

Tavor 1 mg abends, keine anderen Medikamente
Seit 01.12.17 Umstellung auf Diazepam 2,5 mg morgens, abends 2,5 mg und 0,5 mg Tavor, Schweißausbrüche, vor allem nachts, alle 1-2 Stunden wach, keine Änderung zu dem Zustand unter Tavor. Weiterhin immer wieder Herzrasen, noch zerstreuter (regelrecht verpeilt)
Seit 7.12, morgens nur noch 1,5 mg Diazepam, restliche Dosis verbleibt
Seit 14.12. abends 6,5mg Diazepam und 0,25mg Tavor, kaum Schlaf, Puls hoch, Nervenschmerzen Kiefer,
Seit 18.12. abends 8mg Diazepam, mehrere Stunden komplett neben der Spur, schlafe von jetzt auf gleich ein paar Stunden, bin dann wach und den ganzen Tag verpeilt und unruhig. Weiterhin hoher Puls, keine Hitzewallungen und Schweißausbrüche mehr.
seit 19.12. abends 7mg Diazepam, nach ca. 5 Tagen der Dosis, alle 2 Stunden wach, schweißgebadet, hoher Puls, Muskelverspannungen nehmen zu, teilweise auch wieder Nervenschmerzen. Zustand tagsüber wacher im Kopf :-)
seit 12.01.18 abends 6mg Diazepam (nach der Einnahme immer noch sehr wackelig auf den Beinen) keine Änderung des Zustands, körperliche Leistungsfähigkeit lässt nach :-(, 1/4 Bisoprolol 1,25mg tgl.
seit 26.01.18 1mg Diazepam morgens, 4,5 mg abends
27.01.18 0,5 mg morgens, 5,5 mg abends
08.02.18 5mg abends, 1/2 Bisoprolol 1,25mg morgens
21.02.18 4,5 mg abends, Biso 1/2, bei Bedarf 3/4
09.03.18 4 mg abends, Biso 1/2
23.03.18 3,5 mg abends, Biso 1/2

Eva
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Re: Passionsblume als Entzugshelfer

Beitrag von Eva » Donnerstag, 22.03.18, 9:54

Hallo,

ich nehme Passionsblume als Zutat zum Tee, neben Hopfen und Melisse, manchmal auch noch etwas Wild Letuce hinzu, wenn ich eine Schlafmischung haben möchte (Baldrian vertrage ich nicht).

Die Tropfen finde ich aber auch interessant. Im Grunde mag ich nämlich Kräutertee gar nicht so gern.

Tropfen gibts auch als Hopfen-Konzentrat - bloß finde ich Melissentropfen nur als Klosterfrau Melissengeist zu kaufen. Und von letzterem hat man schon zu viel Schlechtes gehört (sonst am Ende frei von Benzos, aber abhängig von alkoholischer Melissenlösung? :whistle: Besser nicht!)

Sowieso sind alle Tropfen natürlich mit Vorsicht auszuprobieren, zumal sie ja sämtlich als Alkohollösung vorliegen. Wobei es bei der Passionsblume wohl auch alkoholfreie Tropfen gibt, meine ich im Web gesehen zu haben ... muss nochmal auf Suche gehen.

Tabletten kommen hier nicht infrage, ich will mit den Hang zu Tabletten überhaupt abgewöhnen.

Kräuterige Grüße
von Eva :)
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Ich habe Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.

LenaLena
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Re: Passionsblume als Entzugshelfer

Beitrag von LenaLena » Donnerstag, 22.03.18, 11:02

Hi Etlenia,
etlenia hat geschrieben:
Donnerstag, 22.03.18, 8:11
An die Tropfen habe ich mich nicht heran getraut, da bei den Wechselwirkungen steht, dass mit anderen dämpfenden Substanzen reagiert werden könnte.
ich habe gerade nachgesehen: Passionsblume ist kein Problem parallel zu Benzos, da es auf eine andere GABA-Variante wirkt als diese :)
Auch zu SSRI darf es genommen werden.
Also weder Tee noch Tropfen oder Dragees sind ein Problem.


Hallo Eva,

ja genau, die meisten Tropfen sind in Alkohol gelöst.
Mich stört das bei meiner geringen Menge, die ich nicht oft einnehme, nicht sehr, ich tropf das auch sowieso auf nen Löffel Wasser. Aber alkoholfreie Tropfen wären natürlich noch besser.

Der Passionsblumenkrauttee schmeckt leider nicht allzu toll ;) Ich mische ihn mit Nana-Minze und/oder Zitronengras, dann schmeckt er eigentlich sehr gut.
Hopfen und Melisse sind natürlich auch eine Idee!

Bei den Dragees könntest du schauen, ob es Lutschtabletten mit Passionsblume gibt, das wäre dann eher wie ein Bonbon und weniger wie Tabletten :)

____________________

Was ich gerade noch gefunden habe, könnte auch interessant sein:

"eigentlich wirkt Passionsblume wie ein Benzodiazepin, nur eben ohne Abhängigkeitspotential. Während Tavor innerhalb einer Stunde seine Wirkung entfaltet, dauert der Wirkungseintritt von Passionsblume circa eine Woche, ist dann aber konstanter anhaltend als Tavor, das die Tendenz hat, daß man die Dosis immer ein bißchen steigern muss"
Quelle: https://www.psychic.de/forum/medikament ... 62574.html (zu Einnahme Benzo + Passionsblume steht dort: Quelle Aussage Dr. Raimund Struck)

Für den Tee wird das so auf jeden Fall gelten.
Bei den Tropfen merke ich eine sofortige Wirkung, aber das kann auch daran liegen, dass ich sie schon länger im Notfall benutze und somit die Wirkung schon "aufgebaut" habe.
Regelmäßig Tropfen oder Dragees nehmen wohl auch viele, aber das mache ich persönlich nicht, aus den Gründen, die Eva :) schon nennt - das hat dann gefühlsmäßig wieder so was von Abhängigkeit.

In meinen schlimmsten Wellen hätte ich mir das allerdings über einige Tage vorstellen können.

LG Lena
Zuletzt geändert von LenaLena am Donnerstag, 22.03.18, 12:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Ab 2009: Paroxetin 10mg ohne Einschleichen (Hausarzt) wegen Angst- und Panikstörung.

Anfang 2011: 1. Absetzversuch. Viel zu schnell, starke Entzugssymptome (Bettlägrigkeit) nicht aushaltbar + mit Grunderkrankung verwechselt. Nach 3 Monaten: Erneute Paroxetin. Nach 2. Einnahmetag symptomlos!
*Therapiestunden (2010-17), aber wenige+große Abstände, da ich sie selbst zahlen muss und mir nicht viele leisten kann (in Ö übernimmt das seltenst die Kasse).*
2013: Nach viel Aufarbeitung: 2. Absetzversuch. Selbe Symptome wie damals, nicht aushaltbar, komplettes Leben kommt zum Erliegen. Diesmal erst mit 20mg Paroxetin wieder "gut".
April 2014: Reduziere wegen starker NW auf 10 mg => starke Magen/Darmprobleme (bis hin zu ärztl. vermuteter Gallenkolik), starke Angst, Panikattacken, labile Psyche, starke körperliche Symptome. Bleibe aber bei 10 mg. Keiner fühlt sich zuständig, mich über die Einnahme von SSRI aufzuklären.
Ende 2014: Reduzierung auf 5 mg => sehr schwere Symptome (Schwindel, Unfähigkeit zu gehen, Derealisierung, starke Angst, stärkste Lichtempfindlichkeit, depressiv (was ich vorher NIE war). Liege nur noch am Sofa. Aber: einige "Fenster".
Sept. 2015: Halte es nicht mehr aus, bin überzeugt dass ich einfach schwer krank bin, nehme wieder Paroxetin 10 mg => wirkt nicht. Dann 20 mg => wirkt kaum. Komplett verzweifelt. Neuer Hausarzt überweist mich (erstmals!) zu Psychiater => Paroxetin greife nicht mehr, sei sowieso ein "unsanftes Medikament", verschreibt mir Escitalopram, soll direkt wechseln.
Ab Dez. 2015: Fliegender Wechsel Paroxetin 20 mg zu Escitalopram 10 mg. Sehr starke Entzugssymptome (die ich mittlerweile schon kenne), aber ich schaffe es. Gut geht es mir aber nicht.
März 2016: Auf 20 mg Escitalopram hoch (Psychiater), da es mir noch immer nicht gut geht (Entzug vom Paroxetin, wie ich jetzt weiß). Nach Hochdosierungssymptomen geht es mir recht gut, aber fühle mich von Gefühlen abgekoppelt, kann keine Freude + Zufriedenheit mehr empfinden!
2017, März bis August: Langsame (aber doch zu schnelle) Reduktion von Escitalopram. Dank Therapeutin Tabletten sehr oft geteilt und bis in homöopatische Krümeldosen gegangen. Leider mangels Wissen ohne Wiegen o.ä.
9.8.2017: Erster Tag 0 mg! => 2-3 Wochen starke Symptome (erkannte sie als Entzug), dann etwas besser. Protokolliere jetzt genau mit.
Sept + Okt 2017: Viele schlechtere Phasen, einige starke Einbrüche, sehr starke, vielfältige körperliche Symptome, die ich nicht erklären kann. Kann mein Leben nicht normal weiterleben.
1. Nov 2017: Komplett-Zusammenbruch. Da ich nicht weiß, dass Entzug so lange dauern kann, bin ich komplett verzweifelt. Telefonat mit Psychiaterin => Ich sei (noch) nicht gesund, bitte sofort wieder Escitalopram nehmen, vermutlich lebenslang! Bin verzweifelt, suche im Internet und finde das ADFD-Forum!!Mir fällt es wie Schuppen von den Augen...
Da ich schon über 12 Wochen auf 0 mg bin, bleibe ich auf Null.
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Re: Passionsblume als Entzugshelfer

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 22.03.18, 11:57

Lena, bitte gib für das Zitat eine Quelle an oder ich muss es rausnehmen :( Murmeline
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Re: Passionsblume als Entzugshelfer

Beitrag von Guglhupf » Donnerstag, 29.03.18, 0:49

Hallo :)

Habe mir heute meinen Passionsblumenteevorrat aufgefüllt und bei der Gelegenheit die Passedantropfen gekauft. Da ich in Woche zwei bin und das immer meine Gruselwoche ist und außerdem sehr neugierig auf eine eventuelle Wirkung war, hab ich sie gleich probiert... Na die haben reingepfiffen :rotfl: habe zuvor mit meinem Mann den Boden geschrubbt und poliert und hätte eigentlich noch weitermachen wollen - keine Chance, hab mich auf die Couch geschmissen und gepfiffen wie ein Wal :rotfl:

Fazit: wirkt :D aber werde sie nur für Notfälle nutzen. Der Tee ist alltagstauglicher hihi

Viele Grüße
Anna
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Liebe Grüße Anna

2007 - erstmalig nach zahlreichen Panikattacken Citalopram genommen. Eingeschlichen in 5mg Schritten bis 10mg. Nach etwa 4 Monaten relativ rasch abgesetzt ohne NW
2011 - nach vermehrten Angstphasen wieder Citalopram eingeschlichen in 5mg Schritten bis 20mg
Okt. 2013 - von heute auf morgen aufgehört - Symptome: nicht enden wollende Panikattacke, ÜW in KH, nach Anraten der Ärzte Citalopram wieder eingeschlichen auf 15mg
2016 - Zustand stabil und alles super, 2. Absetzversuch wieder viel zu schnell - Folge: erneut heftige Entzugserscheinungen, wieder eingeschlichen auf 15mg
April 2017 - Reduktion auf 10mg
Mai 2017 - Reduktion auf 5mg
Juli 2017 - Reduktionsversuch auf 2,5mg - leichte Absetzerscheinungen: Verdauungsprobleme, Gedankenkreisen, innere Unruhe - Dosisanpassung auf 5mg, nach Anmeldung im Forum weiß ich nun, dass ich viel zu ungeduldig bin :whistle:
August 2017: 5mg - nach 3 Wochen NW wie Ein- und Durchschlafstörungen, sehr lebhafte Träume, vermehrte Zuckungen vor dem Einschlafen
26.8.17 - Reduktion auf 4,5mg
27.9.17 - Reduktion auf 4,1mg
6.11.17 - Reduktion auf 3,6mg
9.11.17 - hoch auf 4,1mg
18.11.17 - Reduktion auf 3,8mg
1.12.17 - Reduktion auf 3,6mg
28.1.18 - Reduktion auf 3,3mg
9.3.18 - Reduktion auf 3mg

Ergänzend seit 2016: 1/2 Pkg Magnosolv pro Tag, spürbare Entspannung bei Herz und allgemeiner Muskulatur.

Passionsblumentee zur Milderung entzugsbedingter NW.

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Re: Passionsblume als Entzugshelfer

Beitrag von LenaLena » Donnerstag, 29.03.18, 11:05

Hallo Anna,

haha :D Sehr mutig, es auszuprobieren, wenn man putzen muss :lol: :rotfl:

Das deckt sich aber mit meinen Erfahrungen der letzten Woche!
Nämlich: Seit es mir ein wenig besser geht, machen mich Passionsblume, Baldrian & Co nicht mehr ruhig, sondern müde!
Ich hab vor kurzem Baldrian-Passionsblumentee getrunken, von dem ich normal immer so schön innerlich ruhig (aber wach und aufmerksam) wurde. Kurz darauf konnte ich meine Augen nicht mehr offenhalten :lol:
Was für mich ein gutes Zeichen ist, nämlich dass ich am Gesundwerden bin :)

Andererseits sehe ich so erst mal, wie schlecht es mir gegangen ist, in welchem Zustand und Aufruhr mein Körper Tag für Tag war, in was für einem "Angstwahn", wenn mich die Dinger dort einfach nur ruhiger, aber in keinster Weise müde gemacht haben :)
(Diese Angstzustände gehen übrigens mehr und mehr von selber weg, juhu!)

Für mich ist Passedan auch etwas für den Notfall, nicht für den Alltag, das auf alle Fälle. Nur, dass bei mir die Notfälle bis vor kurzem einfach noch extrem häufig waren :wink: Und auch jetzt noch nicht selten sind... aber ich bin zuversichtlich, dass das immer weniger werden wird, denn so hat es sich bisher entwickelt :)

LG Lena
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Sept. 2015: Halte es nicht mehr aus, bin überzeugt dass ich einfach schwer krank bin, nehme wieder Paroxetin 10 mg => wirkt nicht. Dann 20 mg => wirkt kaum. Komplett verzweifelt. Neuer Hausarzt überweist mich (erstmals!) zu Psychiater => Paroxetin greife nicht mehr, sei sowieso ein "unsanftes Medikament", verschreibt mir Escitalopram, soll direkt wechseln.
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März 2016: Auf 20 mg Escitalopram hoch (Psychiater), da es mir noch immer nicht gut geht (Entzug vom Paroxetin, wie ich jetzt weiß). Nach Hochdosierungssymptomen geht es mir recht gut, aber fühle mich von Gefühlen abgekoppelt, kann keine Freude + Zufriedenheit mehr empfinden!
2017, März bis August: Langsame (aber doch zu schnelle) Reduktion von Escitalopram. Dank Therapeutin Tabletten sehr oft geteilt und bis in homöopatische Krümeldosen gegangen. Leider mangels Wissen ohne Wiegen o.ä.
9.8.2017: Erster Tag 0 mg! => 2-3 Wochen starke Symptome (erkannte sie als Entzug), dann etwas besser. Protokolliere jetzt genau mit.
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1. Nov 2017: Komplett-Zusammenbruch. Da ich nicht weiß, dass Entzug so lange dauern kann, bin ich komplett verzweifelt. Telefonat mit Psychiaterin => Ich sei (noch) nicht gesund, bitte sofort wieder Escitalopram nehmen, vermutlich lebenslang! Bin verzweifelt, suche im Internet und finde das ADFD-Forum!!Mir fällt es wie Schuppen von den Augen...
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Re: Passionsblume als Entzugshelfer

Beitrag von Katharina » Donnerstag, 29.03.18, 13:43

Hallo :-)

ich habe

Hartkapseln a' 260mg Passionsblumen-Extrakt

da ich niemanden auf Tropfen suche schicken kann.

jetzt hier.

Zuerst werde ich eine weitere Woche in dieser Phase verweilen
die Körperspannung geht zu hoch und hält an.

Ich weiß nicht für mich mit genug Sicherheit

ob sich dieses Mittel nicht doch in dem Bereich auswirkt in dem ich das nicht möchte.

Jetzt vor Ostern erreiche ich niemanden mehr.

Über die Ostertage ist es gut dass die Packung hier liegt.
Ich kann sie zurück bringen lassen.

Ich harre aus.
Es ist eine Notfall Idee
und damit gut.

Nein

ich bin noch nicht auf Null

evt
Wechselwirkungen sind nicht auszuschließen.

also retour.

in meinem Fall gäbe es sonst nur eine andere Lösung die mich sehr schwächen würde.

Ich wünsche Euch schöne Ostertage
mit etwas Sonnenschein und etwas Sonne vielleicht das wäre schön.

Grüße
Katharina
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Re: Passionsblume als Entzugshelfer

Beitrag von inandout » Donnerstag, 29.03.18, 21:10

Hallo Katharina,

ich wünsche dir ganz starke Ostertage, und dass du das Passionsblumen-Extrakt nicht brauchst. Einfach mal so, weil du es bist ;) Die Feiertage finde ich schwer.

Liebe Grüße,

inandout
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Re: Passionsblume als Entzugshelfer

Beitrag von Katharina » Donnerstag, 29.03.18, 23:07

Hallo inandout 6

weißt du
die Ostertage das bekomme ich gar nicht mehr mit
.

ich war heute kurz draußen.
es war zu anstrengend.

dann werde ich aggressiv
nach Hause
Klamotten vom Leibe

Ostereier genascht
saurer Magen

sind mir nicht bekommen

Bitterstoffe zu mir genommen


vielleicht darf man keine Ostereier vor Ostern Essen..... %/(

inandout

wir bleiben cool
wir bleiben dran

wir schreiben uns und halten uns
Kopf hoch
alles liebe Katharina
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Re: Passionsblume als Entzugshelfer

Beitrag von Katharina » Donnerstag, 29.03.18, 23:09

, Hallo in-and-out

ich habe vergessen zu sagen:

ich werde keine Passionsblume nehmen

ich werde gar nichts zu mir nehmen
ich reduziere weiterhin
und beruhige mich

bleibe zu Hause
gehe auf dem Balkon
da ich Bewegung brauche
werde ich putzen

hier da und dort
all das

was in den ganzen vergangenen Jahren liegen bleiben musste

ich habe ein schönes Zuhause und ich habe euch
was soll mir passieren?

herzlich Katharina schlafe gut
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Re: Passionsblume als Entzugshelfer

Beitrag von Guglhupf » Freitag, 30.03.18, 11:01

Hallo ihr Lieben :)

wollte noch kurz abschließend zu meiner Passionsblumentestreihe :D erzählen, wie es mit dem Tee ist.

Habe jetzt ca drei Wochen keinen getrunken weil er mir ausging. Wollte aber eine gewisse Zeit vergehen lassen, um herauszufinden, ob es mit ihm zusammenhängt, dass es mir doch Recht gut im kontrollierten Entzug geht. Ich habe nämlich zu Beginn keinen getrunken und spürte gewisse Symptome doch recht deutlich.

Gestern gab's dann wieder die erste Tasse und jetzt weiß ich mit Gewissheit, dass das Gefühl innerer Ausgeglichenheit und Ruhe vom Tee kommt. Fühlte mich während der letzten Tage wieder wie zu Beginn des Entzugs.. einfach nervöser, unruhiger, zerstreuten, ängstlicher.

Der Tee lässt mich zur Ruhe kommen und ich habe das Gefühl klarer zu sein. Für mich bringt er somit definitiv Erleichterung im Entzug.

Liebe Katharina :)
es tut mir leid zu lesen, dass du doch noch einige Schwierigkeiten zu bewältigen hast. Ich wünsche dir ruhige und möglichst symptomfreie Feiertage.

Viele Grüße
Anna :group:
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Liebe Grüße Anna

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Okt. 2013 - von heute auf morgen aufgehört - Symptome: nicht enden wollende Panikattacke, ÜW in KH, nach Anraten der Ärzte Citalopram wieder eingeschlichen auf 15mg
2016 - Zustand stabil und alles super, 2. Absetzversuch wieder viel zu schnell - Folge: erneut heftige Entzugserscheinungen, wieder eingeschlichen auf 15mg
April 2017 - Reduktion auf 10mg
Mai 2017 - Reduktion auf 5mg
Juli 2017 - Reduktionsversuch auf 2,5mg - leichte Absetzerscheinungen: Verdauungsprobleme, Gedankenkreisen, innere Unruhe - Dosisanpassung auf 5mg, nach Anmeldung im Forum weiß ich nun, dass ich viel zu ungeduldig bin :whistle:
August 2017: 5mg - nach 3 Wochen NW wie Ein- und Durchschlafstörungen, sehr lebhafte Träume, vermehrte Zuckungen vor dem Einschlafen
26.8.17 - Reduktion auf 4,5mg
27.9.17 - Reduktion auf 4,1mg
6.11.17 - Reduktion auf 3,6mg
9.11.17 - hoch auf 4,1mg
18.11.17 - Reduktion auf 3,8mg
1.12.17 - Reduktion auf 3,6mg
28.1.18 - Reduktion auf 3,3mg
9.3.18 - Reduktion auf 3mg

Ergänzend seit 2016: 1/2 Pkg Magnosolv pro Tag, spürbare Entspannung bei Herz und allgemeiner Muskulatur.

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Re: Passionsblume als Entzugshelfer

Beitrag von Katharina » Freitag, 30.03.18, 11:23

Liebe Anna,

ich bin oft nicht gut konzentriert, ich lese du nimmst die Passionsblume während des Entzugs.

Wenn es mir, heute bedingt ein neuer absetz Schritt
zu eng wird, also zuviel Spannung

versuche ich es
es wird nichts passieren

den Tee werde ich mir im Kräuter Haus frisch abfüllen lassen.

weshalb sollte immer etwas passieren sag ich mir jetzt

daumen hoch!

Danke, Katharina
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Re: Passionsblume als Entzugshelfer

Beitrag von LenaLena » Freitag, 30.03.18, 15:09

Liebe Anna,

danke für deinen sehr wertvollen "Test"!

Ich denke auch, dass der Tee ein guter, milder Helfer sein kann.
Ich habe jetzt nur 2 Tage keinen getrunken und dachte eigentlich nicht, dass meine wachsende Zerstreutheit und "Hibbeligkeit" damit zusammenhängt, halte es aber nun für möglich.

Liebe Katharina,

den Tee kannst du bedenkenlos auch während des kontrollierten Entzugs zu dir nehmen.
Eigentlich sollten auch die Dragees oder Tropfen keine Wechselwirkung erzeugen, aber diese sind doch viel höher dosiert, so dass es sein kann, dass man sie nicht verträgt (ob es dennoch Wechselwirkungen geben kann, da bin ich überfragt).
Aber mit dem Tee als milder Variante bist du sicherlich gut beraten :)

Katharina, wenn du dir den Tee frisch abfüllen lässt, kannst du ev. überlegen, ob du dir noch etwas reinmischen lässt, denn der Tee an sich schmeckt nicht sehr lecker :) Ich mische meist mit Minze und Zitronengras, Eva schrieb oben sie mischt mit Hopfen und Melisse... nimm etwas, von dem du weißt, dass du es gut verträgst.

LG Lena
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Re: Passionsblume als Entzugshelfer

Beitrag von Eva » Freitag, 30.03.18, 16:30

LenaLena hat geschrieben:
Freitag, 30.03.18, 15:09
Eva schrieb oben sie mischt mit Hopfen und Melisse... nimm etwas, von dem du weißt, dass du es gut verträgst.
Exakt, liebe Lena, :)

und ich mische auch gern mal Grünen Hafer dazu, den finde ich ganz lecker!

Ich trinke den Tee inzwischen ja recht selten - und ich bin einer der tablettengeprägten Menschen, für die schon die Handlung des Einnehmens einer Tablette etwas von einer Sucht hat (auch Geräusch der Blisterentnahme und so) - aber mit Tee hätte ich keine Probleme, auch wenn ich ihn täglich trinken würde. Tropfen schrecken mich auch nicht so.

Grüße, Eva
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LenaLena
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Ich habe Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.

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