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Lorazepam-Entzug Atembeschwerden

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anmae23
Beiträge: 7
Registriert: Sonntag, 03.06.18, 14:32

Lorazepam-Entzug Atembeschwerden

Beitrag von anmae23 » Dienstag, 12.06.18, 11:50

Hallo ihr Lieben,

Ich habe schon viel über Entzugserscheinungen gelesen, meine tauchen da aber nicht auf.
Ich bin nur low-dose abhängig, bin psychisch stabiler denn je und habe mit Tavor nur wegen Panikattacken aufgrund Schilddrüsenunterfunktion angefangen. Meine Schilddrüse ist schon wieder gut eingestellt und ich bin mir sicher, dass die Symptome vom Entzug kommen.

Ich habe kaum psychische Beschwerden vom Entzug. Wie gesagt, bin stabil und hatte vorher auch keine Panikattacken mehr. Die kamen wohl früher auch schon von den Schilddrüsenproblemen.

Mein größtes Leid sind Atemprobleme. Als würde mir jemand die Kehle abdrücken oder auf dem Brustkorb sitzen. Als bekäme mein Körper nicht genug Sauerstoff, obwohl ich ruhig und normal atme. Je tiefer ich atme, desto schlimmer wird es. Es gibt Phasen in denen ich es kaum merke, dann kommen Phasen in denen ich Angst bekomme keine Luft mehr zu bekommen (da muss es aber schon echt schlimm sein). Dazu habe ich wenig Appetit, versuche aber genug zu essen, habe aber schon einige Kilo abgenommen.

Tavor nahm ich immer gegen 17 Uhr, damit ich die Nacht schlafen kann. Gestern war der erste Tag komplett ohne, vorher 3 Tage 0,15 davor 3 Tage 0,25 davor 3 Tage 0,3 usw. Bis dahin war alles erträglich, solange ich zuhause war und keinen Stress hatte. Konnte sogar mit den Hunden spazieren gehen.
Kann es wirklich sein, dass dieses bisschen, 0,15 mg, noch so viel ausmacht? Habe jetzt Angst vor den nächsten Tagen bzw Nächten, da es tendenziell ja erstmal immer schlimmer wird.

Kennt jemand diese Symptome? Dieses körperliche zehrt an mir. Kenne sowas nicht, war nie Drogen oder Alkoholabhängig.

Danke schonmal im Voraus für eure Einschätzungen und Erfahrungen.

Liebe Grüße,
anmae23
Ab März 2018 wieder in Schilddrüsenunterfunktion gerutscht, da Arzt keine Erhöhung verschreiben wollte

Mitte April 2018 starke Unruhe und Panikattacken aufgrund von UF

29.-30.04.18 wichtige Messe, deshalb täglich ca 1-1,5 mg Tavor/Lorazepam

01.05.-03.06.18 Tavor als "Notfallmedikament", alle 2-3 Tage 0,6 mehrmals in der Notaufnahme wegen extremen Entzugssymptomen - bis dahin nicht an Tavor bzw Abhängigkeit gedacht, weil es nicht regelmäßig und in niedriger Dosierung genommen wurde
Schilddrüse wieder gut eingestellt

Einnahme immer gegen 17:00 Uhr:
03.06.-05.06.18 - Tavor 0,31
06.06.-08.06.18 - Tavor 0,25
09.06.-10.06.18 - Tavor 0,156
Aushaltbare (Zuhause ohne Stress) Symptome wie Schwäche, Atemhunger, Schwitzen, Watte im Kopf, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, keine psychischen Symptome
seit 11.06.18 - Tavor abgesetzt
ab 12.06.18 abends wieder starke Entzugserscheinungen, Nachts und morgens am schlimmsten, Angst vor Verschlimmerung

Clarissa
Beiträge: 1539
Registriert: Sonntag, 24.08.14, 18:37

Re: Lorazepam-Entzug Atembeschwerden

Beitrag von Clarissa » Dienstag, 12.06.18, 14:06

Hallo anmae.

Mein Benzoentzug ging/geht mit teils abstrusen körperlichen Symptomen einher.

Atembeschwerden, wie Du sie beschreibst, gehörten auch dazu. Die empfand ich als sehr unangenehm und beängstigend.
Generell habe ich viele Körperempfindungsstörungen.

Psychische Symptome habe ich dagegen auch nicht bzw. kaum. Keine Rückkehr der Grunderkrankung, die wahrscheinlich zum Schluß v.a. durch die NW der PP unterhalten wurde.

Durchhalten, das wird besser.

VG von Clarissa
bisher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
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anmae23
Beiträge: 7
Registriert: Sonntag, 03.06.18, 14:32

Re: Lorazepam-Entzug Atembeschwerden

Beitrag von anmae23 » Mittwoch, 13.06.18, 10:56

Danke dir für deine Erfahrungen.

Mir geht es leider gerade sehr schlecht. Es ist der 2. Tag ohne Tavor (vorher nur 0,15). Ich habe keine Panik, bin aber die ganze Nacht immer wieder aufgeschreckt und hab nach Luft geschnappt, als hätte die Atmung ausgesetzt. Heute früh ist es gefühlt noch schlimmer und ich hab wirklich Angst, dass es noch schlimmer wird und ich wieder zu Tavor greifen muss.

Muss permanent dran denken selbst zu atmen. Das ist so unglaublich anstregend. Ablenken funktioniert nicht, Sport wird glaub ich auch nicht drin sein. Bin grad etwas verzweifelt. So schnell wird das ja bestimmt nicht besser :'(
Ab März 2018 wieder in Schilddrüsenunterfunktion gerutscht, da Arzt keine Erhöhung verschreiben wollte

Mitte April 2018 starke Unruhe und Panikattacken aufgrund von UF

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01.05.-03.06.18 Tavor als "Notfallmedikament", alle 2-3 Tage 0,6 mehrmals in der Notaufnahme wegen extremen Entzugssymptomen - bis dahin nicht an Tavor bzw Abhängigkeit gedacht, weil es nicht regelmäßig und in niedriger Dosierung genommen wurde
Schilddrüse wieder gut eingestellt

Einnahme immer gegen 17:00 Uhr:
03.06.-05.06.18 - Tavor 0,31
06.06.-08.06.18 - Tavor 0,25
09.06.-10.06.18 - Tavor 0,156
Aushaltbare (Zuhause ohne Stress) Symptome wie Schwäche, Atemhunger, Schwitzen, Watte im Kopf, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, keine psychischen Symptome
seit 11.06.18 - Tavor abgesetzt
ab 12.06.18 abends wieder starke Entzugserscheinungen, Nachts und morgens am schlimmsten, Angst vor Verschlimmerung

Clarissa
Beiträge: 1539
Registriert: Sonntag, 24.08.14, 18:37

Re: Lorazepam-Entzug Atembeschwerden

Beitrag von Clarissa » Mittwoch, 13.06.18, 12:41

Hallo, ich finde gar keine Signatur von Dir?

So eine Quälerei geht natürlich nicht, da wirst Du sicher eine Minimenge Tavor wieder eindosieren und Dich damit stabilisieren müssen.

Ich bin zweimal davon aufgewacht, weil ich nicht mehr geatmet habe, und das war richtig furchtbar.
Sport und Ablenkung funktionieren natürlich nicht, wenn es Dir so grottig geht.

Mitfühlende Grüße von Clarissa.
bisher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
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anmae23
Beiträge: 7
Registriert: Sonntag, 03.06.18, 14:32

Re: Lorazepam-Entzug Atembeschwerden

Beitrag von anmae23 » Mittwoch, 13.06.18, 13:58

Hey Clarissa,

Ich habe mal eine Signatur erstellt. Komm mir so doof vor, weil ich wirklich nur so wenig und es so eine kurze Zeit genommen hatte. Wenn ich hier höre, dass manche 7 mg oder mehr genommen haben.

Danke für dein Mitgefühl. Ich versuche es jetzt auszuhalten. Falls es nicht mehr geht, versuche ich wieder mit der letzten Dosierung einzusteigen, danach zu halbieren und hoffentlich besser abzusetzen zu können. Unglaublich was so eine winzige Menge auslösen kann.
Ich kann nichtmal zum Arzt zur Kontrolle der Schilddrüse gehen.. Zum Glück wurde das in der Notaufnahme gemacht.

Liebe Grüße,
anmae23
Ab März 2018 wieder in Schilddrüsenunterfunktion gerutscht, da Arzt keine Erhöhung verschreiben wollte

Mitte April 2018 starke Unruhe und Panikattacken aufgrund von UF

29.-30.04.18 wichtige Messe, deshalb täglich ca 1-1,5 mg Tavor/Lorazepam

01.05.-03.06.18 Tavor als "Notfallmedikament", alle 2-3 Tage 0,6 mehrmals in der Notaufnahme wegen extremen Entzugssymptomen - bis dahin nicht an Tavor bzw Abhängigkeit gedacht, weil es nicht regelmäßig und in niedriger Dosierung genommen wurde
Schilddrüse wieder gut eingestellt

Einnahme immer gegen 17:00 Uhr:
03.06.-05.06.18 - Tavor 0,31
06.06.-08.06.18 - Tavor 0,25
09.06.-10.06.18 - Tavor 0,156
Aushaltbare (Zuhause ohne Stress) Symptome wie Schwäche, Atemhunger, Schwitzen, Watte im Kopf, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, keine psychischen Symptome
seit 11.06.18 - Tavor abgesetzt
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