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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: wir sind bisher noch nicht zu einer tragfähigen Lösung gekommen und müssen unseren Aufnahmestopp daher leider länger als geplant aufrecht erhalten.

wir mussten uns heute, am 31.03.2019, zu einem gleichermaßen ungewöhnlichen wie einschneidenden Schritt entscheiden.
Wir werden das Forum für ca. 4 Wochen für Neuanmeldungen schließen und damit einen Anmeldestopp verhängen.
Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen.
Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann.
Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Allgemeine Diskussion über psychische Störungen, ihre Behandlung und alles Verwandte.
KarlHeinzUwe2018
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von KarlHeinzUwe2018 » Freitag, 12.10.18, 14:35

Hallo Leute,

ich kenn das auch mit den sogenannten Ärzten. Mir wurde auch nie geglaubt wegen der Nebenwirkungen. Zwei der besten Sprüche waren etwa so:

"Rückenschmerzen? Kann ich mir nicht vorstellen, das Mirtazapin wirkt doch wie ein schmerzmittel!"

"Also die Esstörung hatten sie ja schon vorher, das liegt nicht am Mirtazapin."

Heute weiß ich, das ich mich mit medikamenten wie omeprazol und mirtazapin selbst abgeschossen habe und froh sein kann noch am leben zu sein. Die Ärzte haben mir immer wieder mit zwangseinweisung gedroht. So läuft das in diesem Land. Die Schwachen werden unterdrückt oder weggesperrt. Die Starken bekommen alles.

mfg KHU
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Asbivi
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Asbivi » Samstag, 27.10.18, 18:33

Hallo,

Muss auch nochmal den Frust hinsichtlich Fachärzten los werden, etwas dazu hatte ich schon hier geschrieben u auch in meinem persönlichen thread.

Ich bin ja jetzt auch bei einer neuen Psychiaterin. Dieser habe ich von meinem Absetzsymptome erzählt, nämlich den brain zaps. Sowas habe sie noch nie gehört, was ich denn mit diesen komischen Empfindungen meine. Und hat dann ganz schnell das Thema gewechselt.

Ich bin ja jetzt wieder fähig mehr zu lesen, und von der FDa werden die Absetzsymptome eindeutig benannt. Das müsste einer Fachärztin bekannt sein, auch wenn es aus den US-amerikanischen Raum kommt.

Eine wirkliche Aufklärung eines Patienten wäre, ihm zu erklären, daß es zu Absetzsymptome kommen kann, die sich so und so und so äußern können, aber nicht zwangsläufig auftreten müssen. Gerade im Fall von duloxetin scheint das ja bekannt zu sein.

Ich frage mich, was haben denn die Ärzte davon, sie wohlwissentlich zu leugnen, oder in vollkommenr Ignoranz zu leugnen?

Irgendjemand eine Idee dazu?

L
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Ab 2004: Einnahme von 45 mg mirtazapin, dazu 40 mg fluoxetin, davor 2 mal Paroxetin genommen, dabei schwere kreislaufprobleme
Nach ca. 1 Jahr mirtazapin ausgeschlichen, keine absetzprobleme, fluoxetin auf 20 mg reduziert, dann wieder erhöht auf 40 mg.
Ca. 2011: zweite schwere Episode, mirtazapin wieder genommen, nach ca. 1 Jahr ausgeschlichen, 40 mg fluoxetin beibehalten

2016: nächste schwere Episode, zu fluoxetin 7,5 mg mirtazapin eingenommen.

Ab märz 2017: Trazodon 100 mg von neuer psychaterin, da höhere Dosis von mirtazapin vermehrt fressanfälle und starken Überhang ausgelöst hat, fluoxetin abgesetzt.

Ab Feb 2018: Notaufnahme in psychiatrischer Klinik, trotz Trazodon in schwere Depression gerutscht, vermehrte Einnahme von tavor wg extremen Angstzuständen vor klinikaufenthalt. Umstellung auf Sertralin bis 200 mg, dazu 50 mg quetiapin u 15 mg mirtazapin.
Ab märz 2018 60 mg cymbalta, 15 mg mirtazapin, 50 mg quetiapin

Ab Mai 2018 bis dato: 60 mg cymbalta, 15 mg mirtazapin, Reduzierung auf 25 mg quetiapin
Zustand: mit dieser medikamentierung geht es mir gut, Nebenwirkung bis auf etwas stärkeres schwitzen nachts und Gewichtszunahme (ca. 7 kilo), keine
Stand 15.10.2018: 20 mg cymbalta, 13 mirtazapin
Ich kann endlich wieder essen ( konnte nichts mehr essen, bin auf 41 Kilo abgerutscht, bin aber auch nur 154 cm gross, momentan muss ich aber extrem beim essen aufpassen, brauche nur ein Salatblatt anschauen und nehme zu)
Keine Angstzustände mehr

Kinderwunsch besteht, deshalb medis ausschleichen, insbesondere cymbalta

... Aber unter medis geht es mir besser als ohne.... :frust:

inandout
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von inandout » Samstag, 27.10.18, 21:21

Hallo,

ich denke, das ist eine wilde Mischung bei PsychiaterInnnen: einerseits sind wir dort prinzipiell als psychisch Kranke, das heißt in der kurzen Zeit in der sie uns sehen kann per reiner diagnostischer Logik grundsätzlich ALLES was wir sagen und was sie nicht verstehen (aus welchen Gründen auch immer) per definitionem Ausdruck unserer "psychischen Krankheit" sein. Daraus gibt es kein Entkommen. Und sie verstehen vieles aus unterschiedlichen Gründen nicht: sie sind nicht auf dem aktuellen Stand, haben von manchen Sachen noch nie etwas gehört, deshalb gibts die für die auch nicht, schenken Erfahrungsberichten keinen Glauben. Ja und im schlimmsten Fall belügen sie einen auch und halten Wissen zurück.

Viele Grüße, inandout
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Flummi

Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Flummi » Sonntag, 28.10.18, 14:44

Hallo,

ja, ich bin auch einfach froh, wenn es keinen Grund mehr von Seiten der KK gibt, den Arzt/Verschreiber zu sehen, also keine Verschreibung von Medikamenten mehr.
So gut fühlt es sich nicht an. Es liegt vielleicht noch nicht mal an der einzelnen Person des Psychiaters, aber in der ganzen Konstellation, so dass man auch keine Lust hast, irgendwas Sinnvolles zu sagen. Das beste ist immer: alles in Ordnung, geht mit gut. - Brauchen Sie noch Medikamente? - Ja. - Gut, dann hier ihr Rezept.

Irgendwo macht das System in der Summe, dass er immer Probleme sehen MUSS, damit weiter verschrieben wird und er sein Auskommen hat.
Wirklich schade.

Claudia

KarlHeinzUwe2018
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von KarlHeinzUwe2018 » Mittwoch, 07.11.18, 12:36

Flummi hat geschrieben:
Sonntag, 28.10.18, 14:44
Hallo,

ja, ich bin auch einfach froh, wenn es keinen Grund mehr von Seiten der KK gibt, den Arzt/Verschreiber zu sehen, also keine Verschreibung von Medikamenten mehr.
So gut fühlt es sich nicht an. Es liegt vielleicht noch nicht mal an der einzelnen Person des Psychiaters, aber in der ganzen Konstellation, so dass man auch keine Lust hast, irgendwas Sinnvolles zu sagen. Das beste ist immer: alles in Ordnung, geht mit gut. - Brauchen Sie noch Medikamente? - Ja. - Gut, dann hier ihr Rezept.

Irgendwo macht das System in der Summe, dass er immer Probleme sehen MUSS, damit weiter verschrieben wird und er sein Auskommen hat.
Wirklich schade.

Claudia
Hallo Flummi,

du hast es leider erfasst. Es geht nicht um Heilung, sondern Behandlung. Daher werden wir ja auch behandelt. Würde man uns heilen, wären die alle arbeitslos. Ich finde es zwar schade, aber aufregen lohnt eigentlich nicht. Man kann es nicht ändern.

mfg KHU
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Flummi

Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Flummi » Mittwoch, 07.11.18, 12:53

Hallo KHU,

ja letztlich haben die auch Jobs durch uns, muss mal mal so sehen :)

Viele Grüße und einen schönen Tag,
Claudia

SSRIOpfer
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von SSRIOpfer » Sonntag, 03.03.19, 23:18

Hallo,
Reaktion meines Prof. Dr.,auf mein Ansinnen abzusetzen, war ein sehr überraschtes "warum wollen sie sich das antun?"
Danach die ganze Litanei von wegen wieder einsetzende Symtome.
Mein Vertrauen daher sehr gestört werde mich wohl mehr an meine Hausärztin halten.
Mit Besten Grüßen Dirk
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Annanas
Beruflicher Stress, Mobbing, endlos widerkehrende negative Gedankenschleifen,erröten, Schwitzen, Schlafstörungen. geringe Belastbarkeit

Diagnose mittelstarke Depression.
Medikation Sertrlin nach 2 Wochen 50 mg.

Anfängliche Nebenwirkungen Übelkeit und Sehstörungen vergehen nach 3 Wochen.
Ca 10 Jahre Einnahme von 1 Tablette 50mg Sertralin mit gewünschter Wirkung.

August 2018 2 Jahren im Ruhestand Beginn der Absetzung, jeden 2 Tag nur noch 25mg
bis Mitte November Symtome zeitweise leichte Übelkeit und Schwindel.
Ab Mitte November nur noch 25mg, Symtome gleichbleibend leicht.

Ab Anfang Dezember komplett Abgesetzt, kurz darauf:
Massive Übelkeit, Gleichgewichtsstörung, Erbrechen, Oberbauchschmerzen, Sehstörungen, Benommenheit,

Mitte Januar 19 Wiedereinnahme von Sertralin.
Ab 14.01bis 27.01 15mg
Ab 28.01 bis 04.01 25mg
Ab 05.02 bis 03.03 35mg
Symtome seither insgesamt weniger stark aber sehr wechselhaft morgens besser abends schlechter.
Seit 2 Tagen Rücken und Knieschmerzen
Stand 5. März 2019

dragon4277
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von dragon4277 » Dienstag, 05.03.19, 1:41

Meine Psychiaterin ist Schwanger geworden, eine vertretung kam und mit ihr hab ich dann auf fachlicher ebene heftigst diskutiert und ihr den entzug erklärt. Sie wollte mich tatsächlich zwangseinweisen, weil ich nicht gefügig war. Also zückte ich meinen Arztausweis und legte es ihr vor. Und sie war buff konnte kein Wort sagen und starte nur auf den Arztausweis.

Die kollegin war bei mir unten durch. Absolut inkompetent auf die warnungen des Patienten einzugehen.

Ich finde es allerdings auch intresant. Das es mehr als genug Ärzte gibt die dann sich von meiner Erfahrung als Arzt und Patient gleichzeitig bereichern. SIe fragen dann nach alternativen Methoden, wie man am besten absetzten kann, wie die Therpie verlaufen soll usw. Also sind schon genug Ärzte für dieses wissen offen.

Die meisten von diesen Ärzten kennen allerdings auch meine Leidensgeschichte aus erster hand. Oder haben vom hören sagen halt meine Leidensgeschichte erfahren und sehen jetzt auch wie gut es mir geht aktuell.

Es ist halt wie bei jedem Menschen. Es gibt gute Ärzte und schlechte Ärzte. Sollte die chemie nicht stimmen, sollte man schnellst möglich einen anderen Arzt aufsuchen. Man muss halt bedenken das an der UNI die abhängigkeit von Medikamenten nicht gelehrt wird, und auch sonst in den Fortbildungen darüber nicht diskutiert wird. Solange allerdings ein Arzt offen für diskussionen und alternativen ist, kann man mit ihm arbeiten. Aber wenn er oder sie alle türen zuknallt und sagt stimmt nicht. Dann sollte man auch nicht wieder an dieser Tür anklopfen.

Es hat mehrer anläufe gedauert bis ich dann die richtigen Ärzte gefunden habe die bereit waren mit mir uber reduktion zu reden und dann gings auch an die reduktion ran. Und ich bin diesen ärzten dankbar, weil ich mich mit ihnen austauschen konnte, und sie mir dann auch alternative medikamente und therapien anboten. Aber das hat halt gedauert bis ich die richtigen gefunden habe.

LG Dragon.
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2003 Diagnose reine Paranoia
- Zyprexa 5-10mg
J01/2005 Zyprexa abgesetzt auf anraten des Docs ohne auschleichen rückfall+ verschlimmerung ->
03/2005 Diagnose Schizophrenie
-Zyprexa 5mg
2009 Zyprexa 5mg abgesetzt neu Risperdal 2mg ->(schwere Depressionen)
03/2011 Risperdal abgesetzt 15mg abilify -> Entzug
04/2011 wieder Risperdal 2mg
03/2012 Risperdal 2mg Seroquel Prolong 600mg (noch schwerere Depression gewichtzunahme)
09/2012 kalter Entzug von Risperdal und Seroquel Prolong (hat 3 Monate gedauert) mit unterstützung von Amisulprid 200mg
10/2013 Amisulprid 300mg
10/2014 amisulprid 200mg
11/2015 amisulprid 150mg
06/2016 Pantoprazol von 40mg auf 20mg
04/2017 Pantoprazol 0mg
04/2017 amisulprid 200mg um Absetztpsychose bei Pantoprazol absetzung zu verhindern bald wieder auf 150mg
04/2018 nach langem hin und her und mehrfachen entzugserscheinungen
Pantoprazol 40mg und Amisulprid 150mg (muss mich sehr lange von dieser odyssee erholen)
10/2018 100mg Amisulprid
01/2019 150 mg Amisulprid (Wegen heftiger Erkältung)
03/2019 137 mg AMisulprid (wasserlösemethode)
03/2019 150 mg Amisulprid aufdosiert wegen absetztpsychose

Katharina
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Katharina » Dienstag, 05.03.19, 5:45

Hallo!

Mein Ashton - Manual Plan hatte ich an alle Ärzte verteilt, die mich begleiten; sie haben mir die Chance gegen.

Ich war zu schnell viel zu schnell bzw.
so wie es vorgeschlagen war das war für mich zu schnell.
Das wollte ich nicht wahr haben, habe dann gestoppt.

Für die Ärzte alles ok, ich stellte mich immer regelmäßig vor und beschrieb wir es lief.

Der Psychiater der die Medikamente verordnet sagte von 40mg auf 10 herunter in 8 Monaten sei eine reife Leistung.

Schön natürlich; allerdings war mir der Preis zu hoch
die Beschwerden zu extrem,
das hatte keinen Sinn
ich hätte im Bett bleiben müssen.

Ich blieb lange bei 10mg

Ich musste dazwischen etwas hoch,
er sagte es muss auch
'lebbar' sein dass Leben
und reduzieren ist immer möglich.

Wichtig war und ist, mit ihnen im Gespräch zu bleiben.

Jetzt reduziere ich erneut, anders und sehr langsam.

Gruß,
Katharina
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Arianrhod
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Arianrhod » Dienstag, 05.03.19, 13:09

Hallo dragon,
dragon4277 hat geschrieben:
Dienstag, 05.03.19, 1:41
Meine Psychiaterin ist Schwanger geworden, eine vertretung kam und mit ihr hab ich dann auf fachlicher ebene heftigst diskutiert und ihr den entzug erklärt. Sie wollte mich tatsächlich zwangseinweisen, weil ich nicht gefügig war
Das ist heftig. Das glaubt auch keiner , wenn man so etwas berichtet. Gottseidank bist du selbst Arzt. Du kannst bestimmt vielen Patienten helfen.
liebe Grüße Arian
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Domurat
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Domurat » Dienstag, 05.03.19, 13:13

Mein Psychiater sagt, meine Depressionen, die ich von Haloperidol habe, wären die Stimmungsschwankungen, die bei Schizophrenie aufträten, bzw. er bestreitet, dass ich überhaupt Depressionen habe.
Seit 1975 Schlafstörungen
Ab 26.10.1981 4mg Haloperidol am Tag und 200mg Perazin 3 Monate lang.
Ab Dezember 1982 1mg Pimozid am Tag
Ab 09.08.1983 3mg Pimozid am Tag
ab 1986 Tinnitus
im Sommer 1986 zusätzlich Thioridazin
Im Dezember 1989 1mg Haloperidol zusätzlich einen Monat lang
Ab 1996 massive Schlafstörungen,
1-3mg Haloperidol zusätzlich bis ca. 1998 und danach
Ab 2001 4mg Pimozid
Ab Dezember 2003 erst 2, dann 4, schließlich 6mg Risperidon am Tag, ab Januar 2004 80mg Chlorprothixen dazu
dadurch besserer Schlaf
2006 Kurzfristige Reduktion von Risperidon auf 5mg am Tag
6mg Risperidon bis Februar 2017
Chlorprothixen 80mg bis ca. 2010. Danach erst 90, dann 110mg am Tag, wegem schlechterem Schlaf.
Ab 2012- 07.10.2016 Reduktion von Chlorprothixen bis auf 0.
Im Sommer 2012 bis zu 5mg Haloperidol dazu wegen psychischer Krise
Danach immer Haloperidol dazu
Im Sommer 2014 zunehmende psychische Probleme, ständig 1-8mg Haloperidol dazu.
Chlorprothixen im Sommer 2014 auf 40mg heruntergefahren
In den folgenden Jahren immer wieder Haloperidol zusätztlich 1-4mg
Ab Februar 2017 Reduktion von Risperidon von 6 auf 5,5mg.
Von Juni-Juli Reduktion von Risperidon schrittweise bis auf 0 am 11.08.2017
Seitdem ausschließlich Haloperidol bis zu 19mg am Tag
Ab 26.07.2017 vor allem im Winter 2017/2018 Absetzpsychose. Mehrere Wochen 16-17mg Haloperidol. Danach klingt die Psychose wieder ab.
Ab 13.06.2018 30mg Omeprazol statt 40mg, dass ich 16 Jahre genommen habe. klappt gut.
Ab 01.09.2018 20mg Omeprozol statt 30mg, will nicht klappen (Bauchschmerzen abends). Deshalb nach 2 Wochen wieder hochgesetzt auf 30mg.
Seit September 2018 wieder in der Krise
Seit 24.10.2018 mit 15mg Haloperidol am Tag stabil
Seitdem schwere Schlafstörungen
Seit 24.12.2018 mit 11mg Haloperidol stabil
Seit 20. November 2018 nehme ich wieder 40mg Omeprazol am Tag
Seit Frühjahr 2018 Depressionen (Nebenwirkung von Haloperidol)
Seit Frühjahr 2018 hoher Augeninnendruck (Nebenwirkung von Haloperidol)
Im Dezember 2018 schwer im Kaufrausch (Nebenwirkung von Risperidon)
Seit 4.1.2019 10-11mg Haloperidol
Momentane (12.1.2019) Medikation:
10-11mg Haloperidol am Tag
10mg Ramipril am Tag
10mg Amlodipin am Tag
2x200mg Retard Duspatal am Tag
2x 250mg Lefax am Tag
2x240mg Gingko am Tag
1x Vitamin B12 am Tag
1x Vitamin B7 5mg am Tag
1x Omeprazol 40mg am Tag
13.1.2019 seit einer Woche wieder schwere Schlafstörungen
Seit 17.01.2019 9mg Haloperidol wegen schwerer Depressionen
Andauernde Schlafstörungen
27.02.2019 ich bleibe erst einmal bei 9mg Haloperidol
28.02.2019 ich setze Vitamin B12 ab
am 8.3.2019 8mg Haloperdol
am 9.3.2019 9mg Haloperidol
ab 10.03.2019 10mg Haloperidol
ab 15.03.2019 9mg Haloperidol
ab 30.03.2019 8mg Haloperidol
ab 5.4.2019 7mg Haloperidol
ab 11.4.2019 8mg Haloperidol
am 20.04.2019 7,2mg Haloperidol
ab 21.04.2019 7,5mg Haloperidol
Fortgesetzte Depressionen
Dauererektionen Nebenwirkung von Haloperidol
Langsamer Herzschlag Nebenwirkung von Bisoprolol (von 2007-2017) und von Haloperidol
ab 23.05.2019 7,3mg Haloperidol
Viel Trinken und viel kaufen wieder
Ejakulationsstörungen
Verschärfte Schlaflosigkeit

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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Domurat » Mittwoch, 06.03.19, 15:45

Mein Hausarzt will überhaupt nicht über Nebenwirkungen von Medikamenten reden. Von Entzugserscheinungen gar nicht zu reden. Mein Psychiater hört sich das zwar an, führt aber auch alle Symptome auf die Grunderkrankung zurück.
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Arianrhod
Seit 1975 Schlafstörungen
Ab 26.10.1981 4mg Haloperidol am Tag und 200mg Perazin 3 Monate lang.
Ab Dezember 1982 1mg Pimozid am Tag
Ab 09.08.1983 3mg Pimozid am Tag
ab 1986 Tinnitus
im Sommer 1986 zusätzlich Thioridazin
Im Dezember 1989 1mg Haloperidol zusätzlich einen Monat lang
Ab 1996 massive Schlafstörungen,
1-3mg Haloperidol zusätzlich bis ca. 1998 und danach
Ab 2001 4mg Pimozid
Ab Dezember 2003 erst 2, dann 4, schließlich 6mg Risperidon am Tag, ab Januar 2004 80mg Chlorprothixen dazu
dadurch besserer Schlaf
2006 Kurzfristige Reduktion von Risperidon auf 5mg am Tag
6mg Risperidon bis Februar 2017
Chlorprothixen 80mg bis ca. 2010. Danach erst 90, dann 110mg am Tag, wegem schlechterem Schlaf.
Ab 2012- 07.10.2016 Reduktion von Chlorprothixen bis auf 0.
Im Sommer 2012 bis zu 5mg Haloperidol dazu wegen psychischer Krise
Danach immer Haloperidol dazu
Im Sommer 2014 zunehmende psychische Probleme, ständig 1-8mg Haloperidol dazu.
Chlorprothixen im Sommer 2014 auf 40mg heruntergefahren
In den folgenden Jahren immer wieder Haloperidol zusätztlich 1-4mg
Ab Februar 2017 Reduktion von Risperidon von 6 auf 5,5mg.
Von Juni-Juli Reduktion von Risperidon schrittweise bis auf 0 am 11.08.2017
Seitdem ausschließlich Haloperidol bis zu 19mg am Tag
Ab 26.07.2017 vor allem im Winter 2017/2018 Absetzpsychose. Mehrere Wochen 16-17mg Haloperidol. Danach klingt die Psychose wieder ab.
Ab 13.06.2018 30mg Omeprazol statt 40mg, dass ich 16 Jahre genommen habe. klappt gut.
Ab 01.09.2018 20mg Omeprozol statt 30mg, will nicht klappen (Bauchschmerzen abends). Deshalb nach 2 Wochen wieder hochgesetzt auf 30mg.
Seit September 2018 wieder in der Krise
Seit 24.10.2018 mit 15mg Haloperidol am Tag stabil
Seitdem schwere Schlafstörungen
Seit 24.12.2018 mit 11mg Haloperidol stabil
Seit 20. November 2018 nehme ich wieder 40mg Omeprazol am Tag
Seit Frühjahr 2018 Depressionen (Nebenwirkung von Haloperidol)
Seit Frühjahr 2018 hoher Augeninnendruck (Nebenwirkung von Haloperidol)
Im Dezember 2018 schwer im Kaufrausch (Nebenwirkung von Risperidon)
Seit 4.1.2019 10-11mg Haloperidol
Momentane (12.1.2019) Medikation:
10-11mg Haloperidol am Tag
10mg Ramipril am Tag
10mg Amlodipin am Tag
2x200mg Retard Duspatal am Tag
2x 250mg Lefax am Tag
2x240mg Gingko am Tag
1x Vitamin B12 am Tag
1x Vitamin B7 5mg am Tag
1x Omeprazol 40mg am Tag
13.1.2019 seit einer Woche wieder schwere Schlafstörungen
Seit 17.01.2019 9mg Haloperidol wegen schwerer Depressionen
Andauernde Schlafstörungen
27.02.2019 ich bleibe erst einmal bei 9mg Haloperidol
28.02.2019 ich setze Vitamin B12 ab
am 8.3.2019 8mg Haloperdol
am 9.3.2019 9mg Haloperidol
ab 10.03.2019 10mg Haloperidol
ab 15.03.2019 9mg Haloperidol
ab 30.03.2019 8mg Haloperidol
ab 5.4.2019 7mg Haloperidol
ab 11.4.2019 8mg Haloperidol
am 20.04.2019 7,2mg Haloperidol
ab 21.04.2019 7,5mg Haloperidol
Fortgesetzte Depressionen
Dauererektionen Nebenwirkung von Haloperidol
Langsamer Herzschlag Nebenwirkung von Bisoprolol (von 2007-2017) und von Haloperidol
ab 23.05.2019 7,3mg Haloperidol
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von reddie » Mittwoch, 06.03.19, 16:00

Domurat hat geschrieben:
Mittwoch, 06.03.19, 15:45
Mein Hausarzt will überhaupt nicht über Nebenwirkungen von Medikamenten reden. Von Entzugserscheinungen gar nicht zu reden. Mein Psychiater hört sich das zwar an, führt aber auch alle Symptome auf die Grunderkrankung zurück.

Hoffentlich sind diese Fachleute noch am Leben, wenn es wissenschaftlich erwiesen sein wird, dass es sich um Absetzerscheinungen handelt. Und das sind nur meine frommen Wünsche.... denn ich könnte ihnen ja auch eine von ihren Grunderkrankungen wünschen.... :frust:

reddie
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Domurat
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Domurat » Mittwoch, 06.03.19, 18:15

Mein früherer Hausarzt wollte mich auch zwangseinweisen lassen, wenn ich nicht zum Psychiater gehen würde. Das hat mich sehr gekränkt.
Und viel besser sind meine jetzigen Ärzte auch nicht.
Seit 1975 Schlafstörungen
Ab 26.10.1981 4mg Haloperidol am Tag und 200mg Perazin 3 Monate lang.
Ab Dezember 1982 1mg Pimozid am Tag
Ab 09.08.1983 3mg Pimozid am Tag
ab 1986 Tinnitus
im Sommer 1986 zusätzlich Thioridazin
Im Dezember 1989 1mg Haloperidol zusätzlich einen Monat lang
Ab 1996 massive Schlafstörungen,
1-3mg Haloperidol zusätzlich bis ca. 1998 und danach
Ab 2001 4mg Pimozid
Ab Dezember 2003 erst 2, dann 4, schließlich 6mg Risperidon am Tag, ab Januar 2004 80mg Chlorprothixen dazu
dadurch besserer Schlaf
2006 Kurzfristige Reduktion von Risperidon auf 5mg am Tag
6mg Risperidon bis Februar 2017
Chlorprothixen 80mg bis ca. 2010. Danach erst 90, dann 110mg am Tag, wegem schlechterem Schlaf.
Ab 2012- 07.10.2016 Reduktion von Chlorprothixen bis auf 0.
Im Sommer 2012 bis zu 5mg Haloperidol dazu wegen psychischer Krise
Danach immer Haloperidol dazu
Im Sommer 2014 zunehmende psychische Probleme, ständig 1-8mg Haloperidol dazu.
Chlorprothixen im Sommer 2014 auf 40mg heruntergefahren
In den folgenden Jahren immer wieder Haloperidol zusätztlich 1-4mg
Ab Februar 2017 Reduktion von Risperidon von 6 auf 5,5mg.
Von Juni-Juli Reduktion von Risperidon schrittweise bis auf 0 am 11.08.2017
Seitdem ausschließlich Haloperidol bis zu 19mg am Tag
Ab 26.07.2017 vor allem im Winter 2017/2018 Absetzpsychose. Mehrere Wochen 16-17mg Haloperidol. Danach klingt die Psychose wieder ab.
Ab 13.06.2018 30mg Omeprazol statt 40mg, dass ich 16 Jahre genommen habe. klappt gut.
Ab 01.09.2018 20mg Omeprozol statt 30mg, will nicht klappen (Bauchschmerzen abends). Deshalb nach 2 Wochen wieder hochgesetzt auf 30mg.
Seit September 2018 wieder in der Krise
Seit 24.10.2018 mit 15mg Haloperidol am Tag stabil
Seitdem schwere Schlafstörungen
Seit 24.12.2018 mit 11mg Haloperidol stabil
Seit 20. November 2018 nehme ich wieder 40mg Omeprazol am Tag
Seit Frühjahr 2018 Depressionen (Nebenwirkung von Haloperidol)
Seit Frühjahr 2018 hoher Augeninnendruck (Nebenwirkung von Haloperidol)
Im Dezember 2018 schwer im Kaufrausch (Nebenwirkung von Risperidon)
Seit 4.1.2019 10-11mg Haloperidol
Momentane (12.1.2019) Medikation:
10-11mg Haloperidol am Tag
10mg Ramipril am Tag
10mg Amlodipin am Tag
2x200mg Retard Duspatal am Tag
2x 250mg Lefax am Tag
2x240mg Gingko am Tag
1x Vitamin B12 am Tag
1x Vitamin B7 5mg am Tag
1x Omeprazol 40mg am Tag
13.1.2019 seit einer Woche wieder schwere Schlafstörungen
Seit 17.01.2019 9mg Haloperidol wegen schwerer Depressionen
Andauernde Schlafstörungen
27.02.2019 ich bleibe erst einmal bei 9mg Haloperidol
28.02.2019 ich setze Vitamin B12 ab
am 8.3.2019 8mg Haloperdol
am 9.3.2019 9mg Haloperidol
ab 10.03.2019 10mg Haloperidol
ab 15.03.2019 9mg Haloperidol
ab 30.03.2019 8mg Haloperidol
ab 5.4.2019 7mg Haloperidol
ab 11.4.2019 8mg Haloperidol
am 20.04.2019 7,2mg Haloperidol
ab 21.04.2019 7,5mg Haloperidol
Fortgesetzte Depressionen
Dauererektionen Nebenwirkung von Haloperidol
Langsamer Herzschlag Nebenwirkung von Bisoprolol (von 2007-2017) und von Haloperidol
ab 23.05.2019 7,3mg Haloperidol
Viel Trinken und viel kaufen wieder
Ejakulationsstörungen
Verschärfte Schlaflosigkeit

dragon4277
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von dragon4277 » Donnerstag, 07.03.19, 9:43

Domurat hat geschrieben:
Dienstag, 05.03.19, 13:13
Mein Psychiater sagt, meine Depressionen, die ich von Haloperidol habe, wären die Stimmungsschwankungen, die bei Schizophrenie aufträten, bzw. er bestreitet, dass ich überhaupt Depressionen habe.
Hallo lieber domurat. Zu haloperidol kann ich leider nichts sagen.

Was Ärzte betrifft. Ja kenn ich. Ich habe 2 Jahre unter schwerer Depression gelitten und diese auch meiner Psychiaterin mitgeteilt. Und das diese Depressionen eben von Risperidon kommen. SIe meinte nein risperidon mache keine Depressionen. Als dann Risperidon von anderen Ärzten die ich dann aufsuchte abgesetzt wurde, waren dann auch die depressionen weg. Aber. der entzug war halt eben kalt. Und das ergebniss war das ich 3 Monate lang in einer Manie gelebt habe. Während dieser Entzugsphase. Ist auch nicht gerade das gelbe vom ei.

LG Dragon
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2003 Diagnose reine Paranoia
- Zyprexa 5-10mg
J01/2005 Zyprexa abgesetzt auf anraten des Docs ohne auschleichen rückfall+ verschlimmerung ->
03/2005 Diagnose Schizophrenie
-Zyprexa 5mg
2009 Zyprexa 5mg abgesetzt neu Risperdal 2mg ->(schwere Depressionen)
03/2011 Risperdal abgesetzt 15mg abilify -> Entzug
04/2011 wieder Risperdal 2mg
03/2012 Risperdal 2mg Seroquel Prolong 600mg (noch schwerere Depression gewichtzunahme)
09/2012 kalter Entzug von Risperdal und Seroquel Prolong (hat 3 Monate gedauert) mit unterstützung von Amisulprid 200mg
10/2013 Amisulprid 300mg
10/2014 amisulprid 200mg
11/2015 amisulprid 150mg
06/2016 Pantoprazol von 40mg auf 20mg
04/2017 Pantoprazol 0mg
04/2017 amisulprid 200mg um Absetztpsychose bei Pantoprazol absetzung zu verhindern bald wieder auf 150mg
04/2018 nach langem hin und her und mehrfachen entzugserscheinungen
Pantoprazol 40mg und Amisulprid 150mg (muss mich sehr lange von dieser odyssee erholen)
10/2018 100mg Amisulprid
01/2019 150 mg Amisulprid (Wegen heftiger Erkältung)
03/2019 137 mg AMisulprid (wasserlösemethode)
03/2019 150 mg Amisulprid aufdosiert wegen absetztpsychose

Susanne1978
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Susanne1978 » Donnerstag, 07.03.19, 11:26

Und heute ging es in den Nachrichten um das Thema Glyphosat. Es ging darum ob der Stoff krebserregend ist oder nicht. Leider habe ich nur die Hälfte mitbekommen, aber die Herstellerfirma muss ihre Vorschungsergebnisse nicht offen legen. Was für uns Verbraucher doch wieder ein Schlag ins Gesicht ist.... Wir sind der Pharma ausgeliefert, müssen deren krebserregenden Stoffe zu uns nehmen und haben dann noch nicht mal einen Beistand wenn wir krank werden. Der erkrankte ist wiederrum in der Pflicht zu beweisen, dass er durch diesen Stoff krank wurde.... Schlimm....
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LG Susanne
-------------------- :P
Seit ca. 1998 nehme ich Antidepressiva
Doxepin, Sertralin, Venlafaxin

03/2017 nehme ich 150 mg Venlafaxin

12-2018 = abzgl. 5% = 142,50 mg
02-2019 = abzgl. 10% = 128,25 mg
03-2019 = abzgl. 10% = 115,50 mg
04-2019 = 112,50 mg
06-2019 = abzgl. 5% = 106,88 mg

NEM ab 01-19

Vit. K 2, Calciumcitrat 150 mg, Magnesiumcitrat 240 mg, Kaliumcitrat 400 mg, Same 400 mg, Vit. B 12 Trp. 10, Vit. B Kompl., Vitamin C 1000 mg, Bifidyn, Vit. E 400, Tocotrinols, L-Carnitin 1000 mg, Omega 3, Coenzym Q 10 120 mg,
Zink 30 mg, 2x wöchentlich Biotin und Folsäure je 5 mg

NEM Streng verteilt auf morgens und abends! Nach Plan lt. Mitochondrienmediziner...

Susanne1978
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Susanne1978 » Freitag, 08.03.19, 10:39

Ha, und heute stand in der Zeitung, das die Forschungsergebnisse doch offen gelegt werden müssen. Die Grünen in der EU jubeln.....
LG Susanne
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Seit ca. 1998 nehme ich Antidepressiva
Doxepin, Sertralin, Venlafaxin

03/2017 nehme ich 150 mg Venlafaxin

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02-2019 = abzgl. 10% = 128,25 mg
03-2019 = abzgl. 10% = 115,50 mg
04-2019 = 112,50 mg
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NEM ab 01-19

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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Rachael » Dienstag, 11.06.19, 16:29

Hey,

Bei mir ist es auch so dass die Absetzsymptome der Benzos als Grunderkrankung erklärt werden. Dabei ist dies nicht der Fall.
Wird mir aber nicht geglaubt.
Vor allem die kleine Dosis nimmt niemand ernst.
Selbst in der Suchtambulanz meinten die, dass ich mir die Symptome nur "einbilde"und man das gar nicht merken könnte wenn ich so wenig weglasse.

Bekam auch neue Diagnosen, die Absetzunruhe etc als ADHS oder noch diverse andere Diagnosen. Dass ich früher nie Panikattacken hatte, wird mir regelmäßig nicht geglaubt. Generell versteht keiner das Ausmaß der Symptomatik, die ganz andere Dimensionen annimmt als normale Panikattacken.

Eine Sozialarbeiterin meinte damals ich soll mir nicht so n Stress machen und es erstmal weiter nehmen, das war zu einem Punkt wo die körperliche Abhängigkeit noch hätte verhindert werden können.

Lg
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Schicht
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Schicht » Dienstag, 11.06.19, 19:29

Hallo zusammen,
ich setze zurzeit Bupropion ab(nehme seit 28.6.2016 150mg morgens).Um dieses Zeug loszuwerden zog ich den hiesigen Leiter einer psychiatrischen Einrichtung hinzu(Psychiater+Neurologe),und bat um Rat.Statt mich zu ermutigen,wollte er mir ein anderes Medi anhängen(Lamotrigin),und erzählte mir,daß ich ohne Antidepressiva in die nächste Depression falle :x .Guter Mann(für die Pharmaindustrie) :D .
Wiegesagt,von `nem "Profi"hatte ich eigentlich erwartet,daß er mir hilft,und nicht,daß er mir Angst macht.Aber wie schrieb Bewell oben so schön:
"Jetzt werde ich mein eigener Arzt" :wink:
Gruß Schicht
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Annanassuissesvenja2014
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Diagnose : rezidivierende Depression

Medikation : 150 mg Elontril morgens(Bupropion) seit 28.06.2016

30.10.2018 Ich überlege das Ausschleichen auf den Frühling 2019 zu verschieben,weil ich sehr sensibel auf die bevorstehende dunkle und kalte Jahreszeit reagiere,und bis dahin werde ich sicherlich noch Einiges über Möglichkeiten des langsamen Ausschleichens von Bupropion erfahren.
31.10.2018 Ich habe mich entschieden,und werde das Bupropion im Frühling "ausschleichen",oder einen "Kalten Entzug machen".Bis dahin werde ich hoffentlich noch einige Tips und Ratschläge erhalten.
02.11.18 Ich hatte einen Termin bei einem Psychiater,und er gab mir den Ratschlag das Bupropion im nächsten Frühling von heute auf morgen abzusetzen,also "Kalt zu entziehen".Er wird mich dabei "begleiten".
Natürlich werde ich ab Frühling 2019 weiter berichten.
Ab 27.05.19 jeden 2.Tag 1x Bupropion 150 mg morgens
Es ist heute der 11.06.,und mittlerweile dürfte mein Medikamentenspiegel total unten sein.Ich schwitze,habe Kopfschmerzen,mir tuen sämtliche Knochen weh,und irgendwie bin ich total zittrig und unruhig.Verückt,was so`ne kleine Pille verursacht.Egal,ich habe mir vorgenommen,ab Juli ohne dieses "Teufelszeug" :evil: zu leben,und das packe ich.
12.06.2019 Ich habe den ganzen Tag Kopfschmerzen,bin unruhig,zittrig,total müde+kann aber nicht schlafen.Außerdem bin ich "weinerlich",versuche aber zu denken,daß das vorbei geht.
13.06.2019 Ich bin weiterhin total müde,unruhig+weinerlich.Ich werde leider mein Absetzen unterbrechen müßen :( ,weil ich unvorhergesehen umziehe.Ab Morgen werde ich wieder 150 mg pro Tag nehmen,und das Absetzen auf August/September verschieben,denn ich möchte Ruhe dafür haben.

Arianrhod
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Arianrhod » Mittwoch, 12.06.19, 17:57

An @alle,

hat schon mal jemand versucht , Studien etc auszudrucken und sie dem Psychiater auf den Tisch zu legen? Was sagt er dann?

Ich war nur einmal richtig erfolgreich mit so einer Aktion, habe aber gelogen und dem Psychiater gesagt, die Kopie käme vom Hausarzt. Da hieß es dann: "Danke und schönen Gruß an den Kollegen!"
Hätte ich gesagt, die Kopie stamme von mir , wäre ich lächerlich gemacht worden.

liebe Grüße Arian
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