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Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Allgemeine Diskussion über psychische Störungen, ihre Behandlung und alles Verwandte.
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Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Montag, 22.08.16, 14:03

Liebe ADFDler,

ich finde es (auch aus eigener Erfahrung) doch frustrierend, wenn der eigene behandelnde Arzt sagt:
- diese Medikamente lösen so etwas nicht aus
- diese Nebenwirkung ist nicht bekannt
- ihr Zustand liegt nicht an den Medikamenten
- Antidepressiva/Neuroleptika machen nicht abhängig (also auch kein körperliches Abhängigkeitspotential)
- nach dem Absetzen gibt es keine länger anhaltenden Probleme.

Immer wieder lese ich hier aber auch von "fachfremden" Praktikern, die kritisch sind.
Ich möchte das gerne sammeln, es macht auch etwas Mut, das andere die Thematik auch sehen.

Ich sammel mal die ersten, wer so einem Praktiker begegnet ist, bitte auch gerne ergänzen.

Grüße, Murmeline
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Re: Praktiker ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Montag, 22.08.16, 14:05

Carmen Allegra :)
Mein Zahnarzt hat mir übrigens diese Woche erklärt, dass er fest davon überzeugt ist, dass SSRI massiv abhängig machen und es enorme Probleme beim Absetzten gibt. Er weiß darüber seit Jahren bescheid. Im Gegensatz dazu hat mir ja das Ärtzteam in der Klinik (die mir diesen Wahnsinn unrpsrünglich verschrieben haben) versichert, dass Mirtazipin überhaupt keine Problem macht. Man nimmt maximal ein wenig zu und das war es dann auch schon.
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Re: Praktiker ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Montag, 22.08.16, 14:05

Axel :)
wahnnsinnig heut die erste Ärztin erlebt die ganz klar gesagt das ADs jeglicher Art abhängig machen und der Ausschleichprozess für die Patienten teilweise die reinste Hölle bedeuten. Und ADs eigentlich mit größter Sorgfalt und Abwägung des Arztes verschieben werden sollten.
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Re: Praktiker ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Montag, 22.08.16, 14:06

MarcoG :)
ab eine super apothekerin gefunden die mir helfen möchte von den medikamenten runterzukommen, sie denkt das dass seroquel das problem ist, das es einen heftigen überhang macht ubd das dies mich in irgendeinerweise in der depression hält, sie sagte auch das seroquel schwer zum absetzen ist und das dies sehr langsam geschehen muss, hab ihr von der 10 % regel erzählt ubd sie meinte das es so genau richtig ist. sie wird mir helfen sobald ich mal wieder richtig stabil bin.
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Re: Praktiker ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Montag, 22.08.16, 14:11

IAS :)
Zuguterletzt hatte ich gestern einen (man höre und staune) sehr erfreulichen Termin bei dem Psychiater, der mir das Zeug vor 4,5 Jahren verschrieben hat. Er war etwas entsetzt, dass ich es immer noch nehme. Wir hatten ein Missverständnis was die Vereinbarung von Kontrollterminen angeht (insofern hat sich der Vorwurf der Gewissenlosigkeit etwas entkräftet). Noch erstaunlicher fand ich, dass er sehr zugänglich war, was die Problematik von Absetzerscheinungen angeht (Zitat: "Da rennen sie bei mir offene Türen ein"). Er hat sehr genau zugehört, und mir vollkommen recht gegeben was meine/unsere Sichtweise angeht. Er meint, dass die Lehrmeinung sich gerade sehr im Wandel befände und er (mir) das Zeug so ohne weiteres nicht mehr verschreiben und generell restriktiver handhaben würde. Weiterhin fand er es überhaupt nicht seltsam, dass ich in mehr oder weniger 0,1mg Schritten per Wasserlösungmethode mithilfe einer Spritze absetze. Ganz im Gegenteil, er sagte das sei genau richtig und das ich das unbedingt weiter so machen solle, extrem langsam. Er ist ferner mit der Meinung von Klaus Lieb (Uni-Mainz) vertraut.
Kurzum wird er mir ab sofort zur Seite stehen
viewtopic.php?p=151087#p151087

ok, ein Psychiater ist jetzt doch dabei!
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Re: Praktiker ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Arianrhod » Montag, 22.08.16, 17:36

Wer alles Probleme bei Psychopharmaka sieht:
- mein Neurologe
- meine Psychotherapeutin
- meine Soziotherapeutin ( da war ich diejenige, die sie überzeugt hat....;))
- mein Osteopath
- meine Ernährungsberaterin/Heilpraktikerin

wer sie als völlig unproblematisch und hilfreich einschätzt:
- mein (Ex)psychiater

liebe Grüße Arian
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Re: Praktiker ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 23.08.16, 11:24

Poison :)
Ich habe nämlich mit meiner Therapeutin (Ergotherapeutin) letzte Woche gesprochen.

Sie hat mir recht gegeben. Mit allem was hier geschrieben wird. Wir kamen da drauf weil Sie Donnerstag und Freitag auf einer Fortbildung ist. ich habe zu ihr gesagt, Sie soll doch bitte mal bei Ihrer Fortbildung ADFD.org und Benzo.org vorlegen. Denn die Medikamente haben mein Leben kaputt gemacht, ich komme aus dem Schneckenkarusell der Tabeltten nicht mehr raus. Durch meine überdosierrung mit XYZ mg Seroquel habe ich diese Angststörrung/ bekommen. Seroquel ist ein Neuroleptikum und wenn ich dann auch noch ein Medikament nehme, was die Nebenwirkung Akathisie ist oder aber generell Neuroleptikum nehme, passiert diese Erregungszustand mit motorischer Unruhe und Panikattackenähnliches Phänomen.

Sie sagte dazu, das Sie mir das nie sagen wollte, damit ich meine Medikamente nehme denn Sie hat damals vor 10 Jahren anders gearbeitet als jetzt. Wir beide haben ja sozusagen mit psysische Krankheiten angefangen zu lernen. Sie ist ja "nur" eine Ergotherapeutin aber durch Ihre ganzen Fortbildung hat Sie einiges gelernt. Deswegen hat Sie ihren Job bei der Praxis abgebrochen. Sie wollte nicht mehr diese Ärztelobby unterstützen denn Sie musste auch Berichte für Ärzte schreiben die dann Medikamente dann mit diesen Berichten verschreibt. Sie möchte gerne jetzt Menschen helfen, die Opfer dieser Medikamente sind. Wir alle in der Tagesstätte sind am ende dieser Kette und Sie sagt, das ich einiges gelernt habe.

Sie hat es innerlich sehr weh getan , als ich mein Melporon genommen habe und dieses Syndrom hatte. Sie hat noch nie mich so gesehen und Sie hat gesagt, Sie musste einfach dann frei nehmen. Sie sagte aber auch, das unter Haldol das früher noch schlimmer war, aber Sie hat "nur" immer bei Büchern drüber gelesen oder Videos von Studein gesehen doch bei uns hat sich ja auch eine Beziehung entwickelt, die etwas über Patient/Therapeut hinaus geht. Aber dies ist normal nach 10 Jahren zusammenarbeit.

Was ich sagen will ist, das sie bestätigt hat, was wir hier alle besprechen. Antidepressiva macht abhängig und es gibt entzugssyndrime nur die Ärzte und das gesamte gesundheitssystem ist total defekt. Man muss dieses System ändern. Nicht nur Medikamente sondern die Medikamente sind eigentlich erstmal Hilfe damit man überhaupt therapie machen kann aber keiner wird darüber aufgeklärt.
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Re: Praktiker ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von sinua » Dienstag, 23.08.16, 15:35

Hi Murmeline,
wenn ich mich richtig erinnere, ist Derias neue Ärztin und Therapeutin auch der Meinung des Adfd.
Liebe Grüße,
Sinua
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 22.09.16, 22:28

Cashi :)
Hatte am Dienstag einen Termin bei der Psychologin. Die nimmt mich absolut ernst und hat klar und deutlich gesagt, dass das Venlafaxin sehr sehr große Schwierigkeiten beim Absetzen macht. Und sie sagt, dass das was ich habe nicht mehr meine Grunderkrankung ist. Wir kennen uns sehr lange. Wir haben nochmal durchgesprochen, wie das die letzten 20 Jahre so war mit Absetzen und wieder nehmen usw..Sie sagt, das was ich habe, ist eine Medikamenteninduzierte Erkrankung. Längst nicht mehr meine Grunderkrankung. Leider ist sie ratlos, wie wir weiter verfahren sollen. Sie bekräftigt mich damit, dass ich erstmal auf der Dosis bleibe und dann halt wieder einen weiteren Absetzversuch starte. Sie sagte, dass auch die Psychiater in ihrem Qualitätszirkel davon überzeugt sind, dass Psychopharmaka erhebliche Entzugsprobleme machen, und dass es keinen Sinn macht den Entzug mit anderen Medikamenten zu überstehen. Sie sagte mir auch, dass es wahnsinnig viele Patienten gerade auf Venlafaxin gibt, die dauerhaft einen geringe Erhaltungsdosis brauche, weil sie nicht davon weg kommen. Weil die Symptome zu stark sind.
viewtopic.php?p=157728#p157728
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 22.09.16, 22:41

Fruzzel :)
Ich wollte euch mal von meinem heutigen Termin an der Uniklinik in Mainz berichten. Nachdem ich einen Artikel gelesen hatte, in dem der Leiter, Prof. Lie* davon sprach, dass er den Begriff "Absetzsymptome durch Antidepressiva" für untertrieben halte, die Personen würden aus seiner Sicht durch einen Entzug gehen, wie mitunter Abhängige von Opiaten - hatte ich das Gefühl, dass dort evtl einiges an Wissen bei der Uniklinik vorhanden zu sein scheint....

Nun, der Termin war gut, aber es gab keine wirklich neuen Erkenntnisse... außer die komplette Bestätigung von allem, was man in diesem Forum hier liest :(

Stichpunkte:

Die Absetzsymptomatik wird von den Ärzten dort ernst genommen und sie bestätigen das volle Ausmaß auch in Ihrer Praxis.
Aussage: eigentlich gibt es viel zu wenig Erkenntnisse, das volle Ausmaß der Folgen durch AD, würden nun erst nach und nach deutlich.

Man wisse nicht, was AD nach jahrelangem Gebrauch im Gehirn verändert haben.

Die Beobachtung, dass AD nach Absetzen bei Menschen plötzlich nicht mehr wirken, wenn sie wieder eindosieren, haben sie auch gemacht.

Sie können nur die Methode, wie sie hier im Forum empfohlen wird, genau so empfehlen - ganz, ganz langsam über Monate oder Jahre ausschleichen.

Es waren keine wirklich neuen Erkenntnisse...vielleicht hatte ich auf den Satz gehofft: "Wir haben jetzt aktuell sehr gute Erfahrungen mit xyz gemacht"...- leider gab es eine solche Erkenntnis nicht. Insgesamt war aber sehr viel Verständnis da, kein bisschen Abtun der Fakten, keine Beschönigung.

Die Info, dass jahrelang Medikamente verschrieben wurden und man jetzt erst die Folgen sieht, hat mich sehr betroffen gemacht. Letztlich kann niemand sagen, was die Betroffenen evtl gesundheitlich noch erwarten wird... das muss ich jetzt erstmal verdauen.
viewtopic.php?p=157354#p157354
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 19.10.16, 14:46

jollyalong:
Der dortige Oberarzt (in der Ambulanz der Tagesklinik) ist sehr qualifiziert und leugnet auch die Probleme garnicht die die AD verursachen. Ich fühle mich dort verstanden.
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 34#p161734
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Montag, 24.10.16, 17:50

Kazam berichtet:
Ich habe mich mit meiner Absetzproblematik direkt an den medizinischen Dienst des Herstellers gewandt. In meinem Fall 1a pharma.
Die wußten über das schwere Absetzen des Paroxetin Bescheid obwohl meine Symptome untypisch wären also Gelenkschmerzen und Kreislaufprobleme. Dort sagten sie dasselbe wie hier die Forenmeinung ist, so langsam wie individuell erforderlich Absetzen. Es gab dort auch Meldungen von Patienten die 3 Jahre gebraucht haben.
viewtopic.php?p=163604#p163604
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 27.10.16, 20:20

Sunshine
Das "witzige" ist, dass meine Psychotherapeutin und mein Hausarzt sagen, dass der Stoffwechsel komplett gestört ist durch die AD nur mein Psychiater nicht.
viewtopic.php?p=164580#p164580
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Freitag, 11.11.16, 22:53

Harald :)
War gestern bei einem anderen Psychiater (Oberarzt eines Krankenhauses),
er hat mir bestätigt dass es sich um schwere Absetzsymptome handelt, das alles was im Jänner passiert ist und was jetzt noch Spuren hinterlässt.
Ich habe es ja immer gewusst aber er war der erste Arzt der es mir bestätigt hat und es tat sooooooo gut endlich von einem Arzt Verständnis zu bekommen. Andere Ärzte sagten immer das kann nicht sein das ist alles psychisch usw.
Er hat mir versichert er wird sich persönlich darum kümmern dass ich einen Psychiater in meiner Nähre bekomme welcher sich mit der Thematik auskennt und mir eine psychologische Betreuung zugesichert.
Bin gespannt ob er sein Versprechen halten wird.
Lösung hatte er natürlich auch keine......hab ihm auch gesagt dass ich Paroxetin vorerst nicht anrühren werde und zuerst das Quetiapin auf 0 haben will. Hab ihm auch erzählt dass ich auch davon bereits starke Absetzsymptome bekomme......er hat es nicht abgestritten und meinte wenn man sensibel ist wird es wohl bei allen Medis Probleme geben.....
Haben auch bezüglich Histaminunverträglichkeit geredet, er meinte 15-20 % der Symptome können davon kommen mehr glaubt er nicht, wie auch immer hat auch er mir geraten histaminarme Diät und Vitamin C um den Spiegel zu senken.
Desweiteren hat er mir geraten eine OMEGA 3 Kur hochdosiert für 6 Monate, das muss ich mir allerdings noch Überlegen.

Soweit so gut wenigstens werde ich jetzt nicht mehr als Psycho abgestempelt sonder habe den Titel Opfer der Pharmaindustrie offiziell bekommen.
Das gute ist, mein Vater war beim Gespräch auch dabei und hat nun bestätigt bekommen was ich ihm immer gesagt hatte. Er hat mich zwar immer Unterstützt aber erst jetzt ist ihm bewusst was mir angetan wurde.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 15.11.16, 15:45

Courage :)
ich komme aus dem Benzobereich und hatte Glück...meine Ärzte waren voll vertraut mit Absetzsymptomen, übrigens auch über die, die AD betreffen.

Meine Hausärztin riet mir komplett von einem stationären Entzug ab und begleitete die Absetzzeit hilfreich mit entsprechend niedrig dosierteren Tabletten und Tropfen.
Meine Therapeutin bedauerte sehr, dass viele ihrer Kollegen die Absetzproblematik bei AD ignorieren oder klein reden, mit ihr sprach ich manchmal über die grossen Probleme, die hier einige durch AD Absetzen haben.

Ich bin da wohl an eher seltene, voll aufgeklärte Ärzte geraten
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 432#p59432
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Nietzsche-Ente » Mittwoch, 16.11.16, 19:07

Hallo,

vor kurzem hatte ich einen Termin (den ich vor einer halben Ewigkeit verzweifelt nach Hilfe suchend vereinbart hatte) bei einem Psychiater, der immerhin sagte, dass Venlafaxin "fürchterliches Zeug" sei. Ihm war bekannt, dass es verdammt schwierig ist, dieses Zeug abzusetzen und sprach von einer "Zwangsehe" zwischen Medikament und Patient. Außerdem sagte er mir, dass die Ärzte mich im Vorfeld über die Absetzprobleme hätten informieren müssen.

Von Langzeitschäden wollte er hingegen überhaupt nichts wissen und meinte, dass die Absetzsymptome nicht länger als eine Woche anhielten... nunja.

viele Grüße,

Nietzsche-Ente
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eigentliches Ziel der Medikation: Stimmungsstabilisierung und -aufhellung

Vager Überblick des zeitlichen Verlaufs:
Citalopram: 2008 nach wenigen Tagen wieder eigenständig abgesetzt wegen Nebenwirkungen
Quetiapin: 2008 – 2010, seitdem eingeschränkte Darmfunktion und Leukopenie
umgestellt auf Citalopram, wenige Wochen später umgestellt auf
Duloxetin: Januar 2011, zwischenzeitlich Versuch mit Lamotrigin → abgesetzt wegen heftiger Hautreaktion; Duloxetin Januar 2014 abgesetzt wegen drohendem Leberversagen, drei Monate später Beginn heftiger Absetzsymptome ohne zu wissen, dass es welche sind.
Lorazepam: März 2015 verordnet bekommen bis zur Abhängigkeit, deshalb Ausschleichen bis März 2016
Sertralin: März 2015, abgesetzt nach 2 Monaten wegen Wirkungslosigkeit
Duloxetin: nur wenige Tage, da rasanter Anstieg meiner Leberwerte
Venlafaxin: Ende Juni 2015 Eindosierung auf 150mg, Beginn des Absetzprozesses im Dezember 2015

>bunter Symptomcocktail<

Erkenntnis der Zusammenhänge erst März 2016


ab 05.08.2017: Null
Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende. (Oscar Wilde)


Psychiatrieerfahren?

Amazone
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Amazone » Donnerstag, 17.11.16, 22:08

Hallo....

Also meine Zahnärztin glaubte mir sofort das mein geschwolles Zahnfleisch und damit auch das Zahnfleischblutung mit dem AD zutun hat. Sie sagte selber das es die Schleimhaut beeinflusst und somit der natürliche Schutz für die Zähne nicht gegeben ist.
Und mein Frauenarzt fragte mich ob denn Flüssigkeit aus meiner Brust kommen würde weil auch das ein AD macht sagte er.
Sag ich das meiner Psychiaterin bin ich ja ee nur Hyperchondrisch..leider..... :zombie:

LG Amazone
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Diagnose:
schwere Depression,Angststörung,Dissoziation
August 2013 in der Klinik das erstemal Psychopharmaka eingenommen.
2013 Februar 2 Tabletten Venlaflaxin genommen und die Hölle auf Erde erlebt mit anschließender Notaufnahme! Danach kam ich nicht mehr klar!
2013/08 Seroquel und Valdoxan jeweils mit 25 angefangen erhöht auf 50 valdoxan und 100 Seroquel.
Weitere erhöhung meinerseits abgelehnt!
2014 valdoxan raus ....nichts bemerkt da noch Seroquel
2014 Seroquel runter auf 75 und 50 ohne grössere probleme
Anfang 2015 Seroquel reduziert viiiiiiiiel zu schnell somit auch dementsprechend probleme also Trimipramien eingeschlichen 40Tropfen.
Diese bis heute genommen und in all dieser Zeit Psychotherapie 2x die Woche.
19.09.15 15 Tropfen Trimipramin
01.11.15 10 Tropfen
10.12.15 erhöht auf 11Tropfen massive Schmerzen
12.12.15 erhöht auf 12 Tropfen Schlafstörungen Übelkeit Schweres atmen
24.12.15 Erhöhung auf 14 Tropfen da weiterhin Schlafstörung unruhe Angst
27.01.2016 Immer noch bei 14Tropfen staendig wechselne Syptome von benommen dissoziation kopfschmerzen druck im kopf konzentrationstörung kraftlosigkeit teilweise aengstliche Gedanken.Hoffnunglosigkeit unglücklich!
30.01.16 Valdoxan 25mg wegen Schlafstörungen
15.02.16 Trimipramin auf 13 runter
30.02.16 Trimipramin auf 12 runter
15.03.16 Trimi runter 11
30.04.16 Trimi runter 10...seit dem Entzugsymptome
Kopfschmerzen, Nackenverspannung,Muskel_
Schmerzen und Schwaeche,Magen-Darm Sch_
Schmerzen Durchfall Verstopfung abwechs.
Benommenheit,Sehstörung,dissoziation,Hör_
Störung mal laut dann leise,desorientierung,
Appetietlosigkeit,Herzstolpern,Nesselsucht,
Augenbrennen,kein schmecken möglich,
Grippeartige Symptome....das alles jeden Tag
Mal mehr mal weniger abwechselnd stark und
Variierent.Und immer wieder mal gute Stunden
Dazwischen nur leider nicht genug!
10.09.16 Trimipramin auf 9 Tropfen runter.....

06.11.16 kämpfe immer noch mit Symptome wie Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, bleiernde Müdigkeit, Benommenheit, null Konzentration, Steifigkeit, Frieren, Übelkeit, Fressattacken, aengstliche Handlungen, depressiv,......

15.11.16...... 8,5 Trimipramin
30.12.16.......8.0 Trimipramin
20.01.17.......7.0 Trimipramin das war zu viel :(

Schildkroete
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Schildkroete » Montag, 21.11.16, 20:45

Ich kann einen weiteren Psychiater beisteuern. Zwar war er am Anfang skeptisch und unwissend, aber er hat sich durch mich für die Problematik sensibilisieren lassen.

Zu Beginn meiner Entzugssymptomatik hat er zunächst die landläufige Vermutung geäußert ("zurückkehrende Symptome der Depression"), und er konnte sich schwer vorstellen, dass Entzugserscheinungen zeitverzögert eintreten und länger als maximal ein paar Wochen anhalten können, weil er das noch nie erlebt hatte. Aber er war meinen Argumenten gegenüber aufgeschlossen und war auch bereit, in Betracht zu ziehen, dass es Dinge gibt, von denen er noch nie gehört hat. Inzwischen zweifelt er nicht mehr, zumal inzwischen ja auch einige Fachartikel zu der Problematik in der Welt sind.
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Diagnose: Depression, in Remission seit 2014
Seit 2003 diverse Antidepressiva, zuletzt (seit 2007) Venlafaxin , wechselnde Dosierungen, zuletzt 75 mg
Außerdem: Einnahme von Schilddrüsenhormon (L-Thyroxin, seit 2009), diverse Nahrungsergänzungsmittel, Antihormontherapie mit Tamoxifen (seit 10/2017)

1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 22.11.16, 9:07

Sunshine :)
ich möchte Euch gern von meiner Zahnärztin berichten, denn ich musste hin weil mich ein paar Zähne ärgern.
Sie konnte zum Glück nichts fest stellen, es ist wohl das zu viele Histamin in meinem Körper, was ja die Zähne gern ärgert. Heißt nun wieder aussitzen und hoffen, dass es sich bald beruhigt.

Sie kennt meine "Geschichte" mit AD und Intoleranzen.
Und was soll ich sagen, sie hat mir absolut zu gestimmt, dass AD nach so langer Einnahme den Körper bzw Stoffwechsel massiv stören bzw ins Ungleichgewicht bringen und das es dauert, bis sich das wieder regeneriert hat.

Es ist doch unglaublich, mein Hausarzt, meine Psychotherapeutin und meine Zahnärztin. Alle unabhängig der selben Meinung.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 22.11.16, 17:58

Chalinda :)
nachdem ich heute erneut ein gutes Gespräch beim HA hatte, werde ich meine Reduzierung von 3 auf 2 Tropfen Ami zurücknehmen
und erst mal bei den 3 Tropfen bleiben. Er hat zu meiner angenehmen Überraschung heute sehr viel Verständnis für die Absetz-Probleme von AD´s gezeigt die mir den Eindruck gegeben haben, dass er sich doch intensiver mit dem Thema beschäftigt. Er hat auch bestätigt, dass es leider hier und auch bei der Verschreibung große Mängel bei den Ärzten gibt.

Er war auch mit einer Überprüfung des Vitamin D - Wertes einverstanden und wird auch den SD-Wert nochmals prüfen lassen.
Das hört sich alles doch ganz gut an und gibt mir auch das Gefühl, dass meine Schwierigkeiten ernst genommen werden.
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 86#p167986
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