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Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Allgemeine Diskussion über psychische Störungen, ihre Behandlung und alles Verwandte.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 20.02.18, 18:30

Mayborr

Hallo Freunde,

nach meinem Zusammenbruch vor 14 Tagen wurde ich in einer Institutsambulanz von einem ganz tollen Facharzt für Psychiatrie behandelt. Er hat sich 1,5 Stunden Zeit genommen, hat mir auf Augenhöhe alles erklärt, die S3 Leitlinien zitiert und ist auf kritische Fragen sehr detailiert eingegangen.

Er hat vor 2 Wochen verschiedenste Untersuchungen durchgeführt (inkl. 3 Röhrchen Blutabnahme) und ist heute zum Schluss gekommen, dass meine hypertensiven Krisen insgesamt von typischen Symptomen einer Serotoninkrise begleitet wurden. Zudem gehöre ich wohl zu den "Poor Metabolizer" eines bestimmten Enzyms, sodass der Citalopram Plasmaspiegel bei mir ein Wirkungs-Äquivalent von rund 60-80mg erreichen konnte (gleichzeitige Einnahme von Pantoprazol haben das damals beispielsweise verschlimmert).

Zudem bestätigte er, dass ich nach abruptem Absetzen sehr wahrscheinlich ein Absetzsyndrom hatte, welches sich nach der Akutphase in eine Überaktivität des glutamergen Systems gewandelt hat. Es ließe sich teilweise anhand der Blut- und Urinproben nachvollziehen bzw den Verdacht bestärken. Das von mir geschilderte Phasenmodell von Altostrata findet er plausibel.
Insgesamt war er angenehm sachlich, kritisch und ohne Anspruch auf absolutes Wissen bzw Wahrheit.

Ich habe niedrigdosiert nun Pregabalin (75-150mg Tagesdosis nach Bedarf) nach sorgfältiger Nutzen-/Risikenabwägung bekommen und wir schauen nun, wann sich mein Nervensystem wieder regeneriert, um das Pregabalin langsam wieder auszuschleichen.
Passt für mich auch zur Lamortigin-Gabe bei Altostrata.

Mir hilft es jedenfalls sehr - obwohl ich mir der Gefahr bewusst bin, die das Medikament birgt. Aber ohne Medikament ging es nicht mehr und ich wollte die notfallmäßige Verabreichung vom Benzos vermeiden.
Einen Tod muss man scheinbar sterben.

Sein Fazit war, dass bei der Gabe von SSRI auf jedenfall ein engmaschiges und individuelles Monitoring notwendig ist, bei dem eben auch der Plasmaspiegel, die Ausscheidung und die Therapiedauer überwacht, aber vorallem auch die Indikation ganz klar herausgearbeitet werden muss. In meinem Fall hat er z.B. von der Gabe Sertralin abgeraten. Auch Opipramol oder gar Mirtazapin fand er - entgegen der Idee des Hausarztes - nicht angezeigt. Er war der Meinung, dass das glutamerge System eingebremmst werden muss, weil es derzeit hyperaktiv ist und das ein aktives Aussitzen (Abschirmung von Stressoren, Meditation usw) zwar theoretisch möglich, aber sehr hart und langwierig werden könnte.

Ich habe wieder Hoffnung!
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 25.02.18, 5:41

Mayborr

Ich war nun wieder in der Notfallambulanz und werde ab Montag im Krisenzentrum mit kognitiver Verhaltebstherapie unterstützt. Und auch hier sagze die Ärztin: Citalopram kalt absetzen ist der Horror. Es sei alles dokumentiert und bekannt und es ist grotesk, dass
man die Leute vor einiger Zeit deswegen als „verrückt“ erklärt hat.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 01.03.18, 12:14

Hallowas :)


Ich war gestern zu vierten Mal in der Augenklinik und habe mich nochmal durchchecken lassen und mein Problem & die Dringlichkeit geschildert. Nach einer ERG Untersuchung & nach dem auch sonst alles völlig in Ordnung war & ich 100 mal mein Problem geschildert habe bin ich bei einem Arzt gelandet der endlich ein bisschen ein Lichtblick war...

Ich glaube ich habe fast eine halbe Stunde mit ihm gesprochen. Er meinte bloß dass es mein spezifisches Augenproblem d.h. das Fokussieren & weniger werden dessen was ich mit den Augen fokussiere eine Wahrnehmunggstörung verursacht durch die Antidepressiva ist... selbst wenn es 5 Monate oder sonst wann her ist.

Der Arzt hatte schon ettliche Fälle wie mich dort, erklärte er & hat oft nur die selben Beobachtungen gemacht. Organisch & neurologisch alles in Ordnung... aber teils sehr bizarre, unerklärliche Sehstörungen, können durch Psychopharmaka verursacht werden.

Da er sehr viele Leute direkt von der Psychiatrie ins Sprechzimmer bekommt kann er das bestätigen dass es wohl eine Wahrnehmungsstörung ist da Rezeptoren/Weiterleitung/Verarbeitung im Hirn verändert worden sind.

Er hat mich sehr ernst genommen und hat mich nicht nach Diagnosen usw. gefragt... ich habe ihm nur geschildert ich hatte eine Schlafstörung und er konnte mein Problem völlig nachvollziehen da seine Frau auch Probleme bekommen hat welche nach Medikamenten 100 mal schlimmer geworden sind & das dann die Sinne einfach quasi komplett verzerrt werden können.

Ich hab ihm geschildert wie enorm belastend, einschränkend und bizarr ich die Sehstörungen finde und er konnte mir das nur bestätigen und hatte vollständiges Verständnis dafür dass das wohl ganz normal scheint und er das schon öfters gehört hat.

Er versicherte mir auch das man neurologisch wohl auch nichts finden wird weil es ein Wahrnehmungsproblem ist.... d.h. MRT/EEG wird normal sein... naja.. ich hab ihm auch gesagt dass ich im Dezember ein MRT hatte welches... normal war...

Er meinte dann ich sollte doch zur Psychologin & Psychiaterin gehen die mir das Medikament verschrieben hat, die sollten ja wohl am besten wissen welche Nebenwirkungen & Wahrnehmungs/Sinnesstörungen diese Medikamente auslösen können... weil das nicht sein Fachgebiet ist.

Naja, das war zumindest nach der ganzen Augenarztodyssee mal ein Lichtblick & ich denke das Thema ist soweit abgeschlossen.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Freitag, 02.03.18, 12:07

Zen39765 :)


Habe das Medikament aufgrund einer Depression 1,5 Jahre lang genommen und dann im Januar langsam abgesetzt. Zunächst lief alles gut, ich konnte trotz Absetzen gut schlafen, doch nach zwei Monaten (!) kam es zu Problemen: Ich konnte plötzlich gar nicht mehr schlafen. Ich ging ins Bett, versuchte einzuschlafen und lag dann bis zum Morgen wach. Das war grauenhaft und nach einer Woche bekam ich Panik bei dem Gedanken, ins Bett gehen zu müssen. Aber ich musste ja und dort bekam ich dann Herzrasen und Heulkrämpfe. Ich war fertig mit der Welt und ging zu meinem behandelnden Neurologen und erzählte ihm das Problem. Er meinte, es käme sehr selten vor, aber das wären wohl Absetzsymptome der Tabletten (mit Ausnahme von den gravierenden Schlafstörungen ging es mir psychisch ja allgemein gut, es konnte also nicht schon wieder eine Depression sein!). Er schickte mich ins angrenzende Schlaflabor, wo man mich zwei Monate behandelte - mit Schlafkompression (d.h. nur 5-6 Stunden Bettzeit pro Nacht, damit sich Schlafdruck aufbaut und man irgendwann schlafen MUSS, weil der Körper gar nicht anders mehr kann) und Aufklärung. Bei mir hatte sich eine Einschlafstörung entwickelt, d.h. ich hatte panische Angst vor dem Zu-Bett gehen. Nach 8 Wochen hatte ich das Schlafproblem wieder im Griff und hatte auch keine Probleme mehr.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Freitag, 02.03.18, 15:23

Schildkröte :)


Womit wir bei der zweiten Frage wären: Warum Trimipramin? Das war gar nicht so einfach. Meine Vorgaben waren: kein SSRI/SNRI, kombinierbar mit Tamoxifen, Tropfenform (ich würde natürlich keine "normale" Dosierung nehmen). Der erste Punkt war schwierig durchzusetzen. Der Psychiater berief sich darauf, dass trizyklische Antidepressiva "auch problematisch" und nicht besser als SSRI/SNRI wären. Bemerkenswerterweise fiel in dem Zusammenhang der Satz "die machen genauso abhängig" (!).
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Arianrhod » Samstag, 03.03.18, 17:44

Murmeline hat geschrieben:
Freitag, 02.03.18, 15:23
Der Psychiater berief sich darauf, dass trizyklische Antidepressiva "auch problematisch" und nicht besser als SSRI/SNRI wären. Bemerkenswerterweise fiel in dem Zusammenhang der Satz "die machen genauso abhängig" (!).
viewtopic.php?p=233801#p233726
Das ist ihm vermutlich voll so rausgerutscht, oder? :whistle:

liebe Grüße Arian
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 07.03.18, 9:49

Cyclist1975 :)
Heute morgen war ich bei meiner Ärztin. Sie sagt, dass beim absetzen einiges im Körper bzw Gehirn an Anpassungungsprozessen stattfindet. Eine Rückkehr der Grunderkrankung schließt sie erstmal aus. Ich soll doch die Kügelchenmethode weiter machen und schauen wie es mir dabei geht. Ich soll mir mit dem Absetzen Zeit nehmen. Sie meint, dass das Absetzen von Duloxetin bei jedem Patienten anders verläuft.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Freitag, 09.03.18, 22:00

Maus66 :)
ich war gestern bei meinem Hausarzt und habe ihm meine Story von dem Absetzsyndrom 2016/2017 erzählt. Er hat mir genau zugehört und ich habe ihm gesagt, dass ich jetzt in Ruhe Opi ausschleichen will.
Er wusste darüber Bescheid, dass es bei einzelnen Leuten zu schlimmen Enzugssymptomen kommen kann.
Aber was mich glücklich macht ist, dass er meine Entscheidung nicht mehr zu meinem Psychiater zu gehen, voll akzeptiert... <3
Er ist bereit mit mir den Weg 2 Jahre zu gehen und hat mich sogar gefragt, was ich dafür brauche.
Also Tropfen oder Tabs oder Tabletten. Er verschreibt sie mir und ich kann mich mit ihm austauschen.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Katharina » Freitag, 09.03.18, 22:07

( "..da schau her.
Es tut sich was. Gemma schlafen und, Gott sei Dank, es ist dringend an der Zeit.

Ein junger Mensch schreibt hier der bekam vor Klausur Stress Psychofarmaka verordnet, bemerkte die blockieren Veränderung informiert sich hier ich halte alle Daumen, es MUSS jetzt Ende sein. )

Gute Nacht und Zuversicht wird hier breit gesät, ein Trost.

Katharina
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Flummi » Samstag, 10.03.18, 21:40

Hallo,
Ich weiss gerade nicht, wo ich es hinschreiben soll, aber die Apotheken-Umschau hat die medizinischen Infos zu "Citalopram" im Januar aktualisiert. Neben dem Hinweis, es nicht mit Johanneskraut zu kombinieren und dass es auch Selbstmordgedanken verschlimmern kann, ein Hinweis zu Entzugssymptomem:

"Wichtiger Hinweis: Nicht abrupt absetzen

Citalopram beeinflusst den Stoffwechsel von Nervenbotenstoffen. Da der Körper sich mit der Zeit daran anpasst, darf das Mittel nicht abrupt abgesetzt werden. Wenn die Therapie beendet werden soll, dann muss die Wirkstoffdosis langsam gemäß der ärztlichen Anweisung reduziert werden. Andernfalls drohen Schwindelgefühl, Empfindungsstörungen, Schlafstörungen, Übelkeit, Zittern, Verwirrtheit, Schwitzen, Kopfschmerzen, Durchfall, Herzklopfen, Reizbarkeit und Sehstörungen."

https://m.apotheken-umschau.de/Medikame ... 30067.html

Liebe Grüsse,
Claudia
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 11.03.18, 6:06

Bes96 :)
Ich hab sicher um die 20 Psychiater / Spitäler / Sogar Chefärzte am Telefon gehabt mit alle dem gleichen Fazit : Es ist die Grunderkrankung , denn länger als max 4 Wochen sollte der Entzug nicht gehen,dann dachte ich mir ja okey aber meine Grunderkrankung war ein Paradies im gegesatz zudem was ich jetzt durchmache und somit konnte ich sie nicht ernst nehmen.
Jetzt zur neuen , nachdem ich ihr die ganze Geshichte erzählt habe und jedes Symptom sehr genau erklärt habe fragte sie mich am schluss , so Herr .... na was denken Sie denn? Wo liegt das Problem ?
Dann sagte ich : Vielleicht werden Sie nicht einverstanden sein aber ich tippe auf Entzug .
Ihre Antwort hat mich überrasht : Bravo Herr ..... Genau das ist es .
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von padma » Dienstag, 10.04.18, 22:22

von Gelblack :)
Heute war ich beim Zahnarzt wegen einer Füllung, die im Dezember letzten Jahres durchgeführt wurde. Der Zahn ist empfindlich auf Druck und Kälte. Er meinte dass das schon 6 bis 8 Monate dauern kann bis sich der Zahnnerv beruhigt.
Ich erzählte ihm von meiner Problematik und er erklärte mir mit besorgter Miene dass das ZNS ca. 2 Jahre benötigt bis es sich wieder stabilisiert hat. Das war interessant, weil mir diese 2 Jahre auch im Rahmen des Entzugs des Öfteren begegnet sind. Beim ADFD als auch SA. Naja … da liegt dann offensichtlich doch noch etwas Weg vor mir.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 11.04.18, 17:26

Kaenguru70 :)
(Setzt Alprazolam durch Diazepam ab)
ich bin sehr froh, dass meine Ärztin so kooperativ war bzw ist. Sie ist sehr froh, dass ich ausschleichen möchte und sagte mir, dass sie kaum jemanden dazu motivieren kann. Oftmals wären die Hausärzte dagegen.
Sie hatte bisher erst eine Patientin, die mittels Diazepam ausgeschlichen hat bzw überhaupt den Wunsch äusserte abzusetzen.
Anscheinend kommt das im häuslichen Bereich seltener vor. Sie bestätigte mir auch die Ansicht des Forums, dass im Krankenhaus viel zu schnell entzogen wird. Und das die Patoenten, wenn sie in ein Krankenhaus gehen mit Medikamenten wieder rauskommen, die sich nicht wollten bzw die auf Dauer nicht gut sind. Es wird zu kurzfristig gedacht und vor allem die momentane Situation des Patienten in der Klinik betrachtet. Dazu gehören leider auch die Abgabe von Benzodiazepinen. Gilt nicht für jedes Krankenhaus, kann aber vorkommen.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 16.05.18, 20:27

Catalina1 :)
Der Arzt hat ja tatsächlich Verständnis gehabt, dass ich Absetzprobleme habe. Ich soll jetzt 4 Monate 1 mg Escitalopram in Tropfen einnehmen und dann mit der Wasserlösmethode weiter runter gehen
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Clarice » Mittwoch, 23.05.18, 12:44

Hi!
Komme gerade vom Endokrinologen, wo ich letztes Jahr wg. meiner Erschöpfungszustände war. Meine Werte waren ja alle top und ich war wg. kleinerer Knötchen in der Schilddrüse heute mal wieder zur Kontrolle (Ultraschall war okay, Blut steht noch aus)

Ich habe ihr dann berichtet, dass die Erschöpfung ab unterschreiten einer bestimmten Dosis Escitalopram weg waren und sie hat das voll anerkannt, sich gefreut, dass ich letztlich für mich gefunden habe, was der Auslöser war und auch parodoxe Reaktionen bei Medikamenten bestätigt. Sie war dem Auschschleichen gegenüber auch ganz offen und meinte: "wenn das für Sie der Weg ist, dann machen Sie es genau richtig."

Grüße
Clarice
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 23.05.18, 18:35

Beate :) berichtet über eine Mitpatientin
dieser Spezialist hat ihr auch gesagt, dass sie, wenn sie sich ausreichend stabilisiert hat, auch das Escitalopram ausschleichen solle, aber dafür auf jeden Fall zwei Jahre brauche! Das habe ich aus dem Mund eines Psychiaters noch niemals gehört.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 05.07.18, 18:52

Kaenguru70 :)


Meine Neurologin sagte mir gestern noch, dass viele Ärzte viel zu schnell entziehen und riet mir meine verbliebenen 1mg Diazepam (wenig!) langsam schrittweise auszuschleichen. Und das sagt eine Ärztin!
https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 36#p257036
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Arianrhod » Donnerstag, 12.07.18, 19:21

Heute schreibt mir eine Nutzerin eines anderen Forums:

"
Liebe Arianrhod , heute hatte ich wieder einen Termin bei meinem Psychiater. Er ist sehr angetan von der Idee, die Kapseln zu öffnen, die Kügelchen abzuzählen und so den Spiegel ganz langsam zu senken. Vielen Dank noch einmal für den Tipp!
Und diese schlauen Tipps habe ich von euch :) :) :)
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Freitag, 13.07.18, 10:08

Houelle :)

Wieder mal Zeit für ein Update von meiner Seite. Bald beginnt der vierte Monat nach 0 - und es ist seit drei Wochen einmal mehr der Horror. Aber sogar meine Psychiaterin hat mir gestern - o Wunder - beigepflichtet, dass nach jedem Herumschrauben an der AD-Dosis bzw. nach völligem Absetzen nach genau dieser Zeit heftige Symptome zurückkommen können, die nicht unbedingt etwas mit der Grunderkrankung zu tun haben. Das ist doch schon mal was und hat mich richtiggehend mit dieser 'Zunft' versöhnt :). Merke auch, dass mir jede Art von Spannungsreduktion gut tut, ganz besonders auch, wenn ich mich von psychiatrischer Seite verstanden fühle und ich das Gefühl habe, man arbeitet, zumindest bis zu einem gewissen Grad, miteinander und nicht gegeneinander
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Beitrag von Murmeline » Montag, 16.07.18, 16:58

Anke :)

Meine Ärztin überläßt mir den Entzug und hat zugegeben, daß sie wie die meisten Ärzte auch wenig Ahnung hat über Benzos und ADs und ob ich mir vorstellen könnte nach erfolgreichem Entzug Vorträge zu halten für Ärzte und auch Betroffene. Hat mich vom Hocker gehauen, selten daß ein Arzt sowas zugibt.
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