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Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von LinLina » Mittwoch, 23.11.16, 13:39

Hallo :-)

Ich hab es schon in meinem Thread gepostet, aber nun auch nochmal hier mein heutiges "Erfolgserlebnis" in Bezug auf Anerkennung von Absetzproblematik:

Gerade war ich bei meiner Hausärztin.

Es war eigentlich super, ich habe ihr erneut von meinen schweren Absetzsymptomen berichtet, und was sagt sie da - "ja, ich habe gerade letztens darüber im Arzneimitteltelegramm gelesen, das ist noch gar nicht lange her. Und dass es häufig mit der Grunderkrankung verwechselt wird"

und sie meinte noch sie erlebte es schon häufiger, dass ihre Patienten nach dem Absetzen in "ein Tief" fallen - das wäre dann aber nicht die zugrundeliegende Depression sondern wahrscheinlich hätten sie zu schnell abgesetzt

:party2: :party2: :party2: juhu :party2: :party2: :party2:

das ist das erste mal dass sie sowas in der Richtung sagt (ich bin seit ca. 2 Jahren bei ihr in Behandlung, das Mirtazapin nahm ich da bereits und war gerade im Benzo-Entzug als ich das erste mal zu ihr kam).

Liebe Grüße
Lina
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Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Arianrhod » Mittwoch, 23.11.16, 14:27

Hallo LinLina,

meine Psychotherapeutin meinte kürzlich, dass Ärzte, die sich ab und an mal weiterbilden und Fachliteratur lesen, so etwas auch wissen. Fiel mir ein, weil du sagtest, deine Ärztin liest das Arzneimitteltelegramm.
Die die keine Ahnung haben, sind dann fachlich eben....nun ja....

liebe Grüße Arian
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Mockingjay » Dienstag, 29.11.16, 9:36

Mockingjay hat geschrieben:Hallo Padma

Komme grad vom Doc. Und oh Wunder - er weiss nicht nur über die Absetzprobleme bzw. Abhänigkeit von Langzeit-Usern Bescheid, er hat sogar solche Patienten kennengelernt in seiner Praxis- und Kliniktätigkei. Jemand der sich auskennt damit - und mir so adäquat helfen kann. Leider sei das ganze wissenschaftlich noch nicht gut erforscht. Er hat aber Erfahrung mit protrahierten Entzügen, und er riet mir exakt das, was Ihr hier im Forum schreibt. In meinem konkreten Fall also 1mg Schritte alle 6-8 Wochen, also genau das, was Du mir vorschlugst.

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Fluoxetin ab 2002, 2004 kaltes Absetzen ohne Probleme. Ab 2006 Wiederbeginn, Absetzversuche 2008/2010/2014 ohne Erfolg. Juni 2016 direkt von 20 auf 15mg -> schwere Probleme nach 2-3 Monaten, wieder aufdosiert.
Neuer Versuch ab Januar 2017 mit 1mg Schritten bis auf 10mg ab September 2017. 6 Monate Absetzpause.
Ab 18.04.2018 wieder rauf auf 15mg wegen akuter Krise. Vermehrte Angstzustände und Grübeln.
Seit 6.5.2018 Extremer Tinnitus und Übelkeit nach Kortisondepotspritze wegen Pollenallergie.
Ab 12.05.2018 Runter auf 13 mg.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Samstag, 10.12.16, 13:54

Sabine S. :)
Ich hatte jetzt endlich nach Monaten einen Termin bei einem Psychiater. Auch dieser meint, genau wie Ihr hier, langsamer. Ich soll mindestens 4 Wochen bei 50 mg bleiben und nur wenn es dann nicht besser ist weiter reduzieren. Ich war erstaunt, so ein Ratschlag von Ihm zu bekommen. Da ich viel gelesen habe über Psychiater und Ihre Unkenntnis.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Freitag, 16.12.16, 20:13

MaggieSmalls
Am Mittwoch war ich bei meiner Psychiaterin, um mir ein neues Rezept zu holen.
Sie bestätigte mir ebenfalls meine Absetzsymptome, meinte allerdings auch, dass sie wenige kennt die mit solch starken Nebwenwirkungen zu kämpfen haben. Sie sagte aber direkt im Anschluss auch, dass Sie kein Paroxetin verschreibt und mir dieses auch nie empfohlen hätte.
Ihr ist es auch bekannt, wie schwer es ist Paroxetin abzusetzen, versichterte mir aber trotzdem das ich es schaffen werde. Das tut natürlich erstmal gut zu hören.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von padma » Mittwoch, 21.12.16, 19:18

Filzblume:
Heute war ich mal bei einem ganz anderen Arzt. Jemand bei dem ich weiß, dass er die Meinung "weniger ist mehr" vertritt. Habe ihm die Sache geschildert und habe auch die Daten der Fluspi-Gabe und den Pausen mit Daten wenn es mir schlecht ging verglichen. Er selbst hat ganz klar gesagt, dass damit viele Menschen zu kämpfen haben und es auf jeden Fall Absetzungssymptome gibt. Dann bekommen sie einfach wieder das Medikament mit dem Spruch "das ist ihr Krankheitsbild", das Medikament wirkt und alles ist gut. Er hat gesagt "es funktioniert einfach und das ist das Ding".

Er sagte auch, dass bei allen Medikamenten, die ins Nervensystem eingreifen nach einer langen Einnahmezeit Absetzungssymptome gibt. Bei dem einen Menschen stärker, bei dem anderen nicht so stark. Mal kürzer, mal länger. Ihm ist das ganz klar und ist auch der Meinung, dass ich jetzt bloß nichts mehr drauf packen soll und der Weg vom Fluoxetin in dem Abfall der absolut richtige Weg war.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 22.12.16, 16:38

Diane :)
Ich muss sagen,das ich wirklich viel Kontakt mit den unterschiedlichsten Ärzten hatte in dem letzten halben Jahr.

An eines kann ich mich gut erinnern. Ich war in der Klinik u hatte starke Entzugssymptome. Ich wollte Hilfe u Untersuchungen. Es kam ein Psychologe der Bereitschaft hatte. Wir redeten lang. Bestimmt 1h. Ich erklärte ihm alles und zum Schluss fragte ich ihm: " Blenden wir kurz alles aus. Nur ich und Sie. Sie kennen die Wucht der Medis. Ich weiss, das es mir vor den medis nie so erging u ich weiss, das ich in einen Entzug stecke. Was würden Sie mir raten,soll ich die angesetzten Medis nehmen o abwarten?" Er schaute durch den Raum, kam mir ein Stück näher u sagte mit leiser Stimme " Sie haben vor 8 Wochen abgesetzt? Warten Sie noch 6 bis 8 Wochen, dann wird es besser. Nehmen Sie nichts und wenn, dann nur ganz minimal Lyrica, da es auch gegen Entzüge eingesetzt wird, aber nicht länger als 3 Wochen u nur, wenn Ihre Symptome sich verschlechtern"..... und dann ging er, er lächelte noch kurz u meinte "solch ein Gespräch hat ich noch nie,danke."
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Mockingjay » Donnerstag, 29.12.16, 8:02

Ich habe kürzlich meinem Bruder diskutiert, der selber von Zoloft (mit langsamem Ausschleichen) weggekommen ist. Dann habe ich unter Wikipedia nachgeschaut und folgenden Satz entdeckt. Komischerweise steht unter dem Artikel SSRI Absetzsyndrom selber nicht explizit dass es körperlich abhängig macht, auch wenn die Ursache ähnlich beschrieben wird.

Unter dem Wirkstoff Sertralin steht aber ganz klar:
Ein abruptes Absetzen von Sertralin kann zu Symptomen wie Agitation, Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Parästhesien, Erregung, Angst, Konfusion, Tremor, Übelkeit und Schwitzen führen. Um dies zu vermeiden, wird ein Ausschleichen der Therapie empfohlen. Die beschriebenen Symptome sind nicht Zeichen einer psychischen Suchtentwicklung,[38] sondern resultieren aus der körperlichen Abhängigkeit in Folge der Downregulation der Serotonin-Rezeptoren.
Ich finde das eben doch noch wichtig, dass so schwarz auf weiss zu lesen, da Sertralin ja auch ein SSRI ist.

https://de.wikipedia.org/wiki/Sertralin


LG
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 12.01.17, 14:07

Aus einem Erfahrungsbericht von Marlene :)
Glücklicherweise habe ich im Zuge meiner Auseinandersetzung mit dem Thema durchaus auch Ärzte gefunden, die mir meine Theorien bestätigt haben. Das Nervensystem kann durchschnittlich 1,5 Jahre brauchen, um seine natürliche Balance wieder herzustellen.
http://kopfzirkus.at/home/2017/1/1/317r ... tfw7rg2028
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 25.01.17, 8:40

Pingu :)
Was ich auch sehr gut an diese Klinik finde,das Ärzte und Patient auf Augenhöhe sind und nichts muss und alles kann. Echter glücksgriff, übrigens Absetzsymptome sind bekannt, und es wurde mir geglaubt wo ich erzählte wie die letzten Monate waren.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Arianrhod » Mittwoch, 25.01.17, 17:53

Heute kam ich mit der Neurologin/ Schmerztherapeutin auf das Thema "Antidepressiva". In der Schmerztherapie werden sie eingesetzt, wenn auch in viel geringeren Dosierungen als in der Psychiatrie, beispielsweise 37.5 mg Venlafaxin anstatt 150mg. Ich fragte nach der Absetzproblematik. Ohne zu zögern bestätigte sie mir, dass viele Patienten unter Absetzschwierigkeiten leiden , und ihr Tipp zu Venlafaxin war dann auch, die Kapseln zu öffnen und die Pellets abzuzählen. Ich dachte bei mir, das hätte auch hier stehen können. Also: Neurologen , wenn sie keine Psychiater sind, sind sehr vorsichtig mit Psychopharmaka.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Mockingjay » Donnerstag, 26.01.17, 10:45

Hallo,

für alle die eine Erklärung dafür suchen, warum sie nur minime Reduktionsschritte machen können, ich habe sie heute vom Doc bekommen.

Es kommt auf die Verstoffwechselung drauf an, bei manchen (und sicher besonders bei Hypothyreose auch wenn substituiert) ist diese sehr langsam, und daher auch die Verzögerung der Absetzsymptome und das sensible Ansprechen auf die Reduktionsschritte - unabhängig von der Dauer der PP-Einnahme vorher.

LG
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Zuletzt geändert von Mockingjay am Donnerstag, 26.01.17, 21:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 26.01.17, 11:20

Nietzsche-Ente :)
Meiner Zahnärztin war immerhin bekannt, dass Psychopharmaka Zähne und Zahnfleisch schädigen können.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 31.01.17, 16:01

Carmen Allegra :)
Beim Schwindel dagegen ist sie (die HNO-Ärztin) schon der Meinung, dass es von den ADs auch in sehr kleinen Dosierungen kommen kann.

Eine ähnliche Meinung hat übrigens auch mein Frauenarzt.
Jedenfalls er ist auch der Meinung, dass ich die ADs unbedingt weg bekommen sollen. Sind nicht gerade gut für den Körper und können massive Probleme machen. Er hat mir auch gesagt, dass ein Körper ca. 3 bis 4 Monate benötigt um nach dem Absetzen wieder halbwegs normal zu funktionieren. Das habe ich bisher noch von keinem Arzt gehört. Geschweige denn von einem Frauenarzt.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Arianrhod » Dienstag, 07.02.17, 17:07

Heute habe ich nochmals meinen anderen Neurologen zum Thema AD gefragt und er sagte sinngemäß folgendes:
- AD machen eindeutig körperlich abhängig. Noch vor 5 Jahren war man anderer Ansicht, doch wer heutzutage immer noch die Meinung vertritt, diese Medikamente machen nicht abhängig, hat keine Fortbildungen gemacht / befindet sich nicht auf der Höhe der Forschung.
- Wenn man schon AD verordnet, soll es nicht nur selbstverständlich sein, langsam einzuschleichen, sondern auch dem Patienten dabei zu helfen, die Medikamente wieder auszuschleichen. Da oft nicht die richtigen Dosierungen zur Verfügung stehen, ist der Arzt gefragt, Kapseln umpacken zu lassen oder Tropfen aufzuschreiben.
- Ein Ausschleichversuch sollte gemacht werden, wenn es dem Patienten wieder besser geht und er keine Medikamente mehr nehmen will.
- Leider kümmern sich Psychiater um das Thema zu wenig. In psychiatrischen Kliniken werden de fakto niemals Medikamente ganz ausgeschlichen und wenn ja, dann weil man ein anderes einschleichen möchte - das heißt, die dortigen Psychiater haben keine Erfahrung. Aber auch ambulante Psychiater beraten ihre Patienten nicht..
- Er persönlich glaubt kaum , dass man Absetzsymptome mit der Grundkrankheit verwechseln kann. Typisch in seiner Praxis ist, dass die Patienten Symptome schildern, die sie vorher gar nicht hatten. Beispielsweise treten unangenehme Körperempfindungen und Ängste auf , während es zuvor nur rein depressive Symptome gab.


Ich bin diesem Neurologen dankbar dafür, dass er sich die Zeit genommen hat, mir dieses Thema zu erklären. Natürlich bestätigt es mich auch. Ich war schon vor 10 Jahren zu demn Schluss gekommen, Entzugssymptome zu haben - damals hat das noch kein Arzt geglaubt. Daher ist die Aufklärungsarbeit und die Hilfe, die hier in diesem Forum geleistet wird, sooo wichtig. Ich hoffe, dass immer mehr Ärzte so denken und aufgeklärt werden, dass es vielleicht in 10 Jahren solche Fälle mit grauenhaften Entzugserlebnissen gar nicht mehr gibt .

liebe Grüße Arian
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 07.02.17, 18:25

Arian,

ein herzliches Danke, dass Du bei Deinen ganzen Ärzten nachfragst und die Aussagen hier mit uns teilst!
Graswurzelbewegung von unten geht gemeinsam am besten!

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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Filzblume » Samstag, 11.02.17, 21:35

Ich habe hier gerade mal gestöbert. Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich fachfremde Ärzte mit dem Thema besser auskennen als die Ärzte, die es wissen sollten. Mein Kardiologe, Zahnarzt, Gynäkologe, Orthopäde - alle haben ganz klar dazu Stellung bezogen und gesagt, dass AD's und Co böse Absetzungserscheinungen hervorbringen.

Ich lese hier auch ganz viel in Bezug auf Zahnärzte und Zahnbehandlungen. Zu meiner Doxepin-Zeit konnte mein Zahnarzt mir keine Betäubung geben. In der Betäubung ist Adrenalin, was sich mit AD's nicht verträgt. Ergo - mein Herz flog mir fast aus der Brust. Da fragt man sich, warum man auf einmal Angst beim Zahnarzt hat, was man so nie zuvor kannte! Dabei ist es künstlich herbei geführt worden und auch richtig gefährlich.

Auch hat das Doxepin mir meine Mundschleimhäute so trocken gelegt, dass die Zähne vom Speichel nicht mehr gespült wurden. Ergo - ich hatte enorme Zahnprobleme, die aufgrund von Doxepin nicht bearbeitet werden konnten - weil eine Betäubung nicht möglich war. So kam es dazu, dass meine Zähne erst nach Doxepin vernünftig behandelt werden konnten mit dem Ergebnis, dass es für 3 Zähne keine Rettung mehr gab!!!!! War ich dennoch beim Zahnarzt, hat er mir mein Zahnfleisch und die Lippen vorher mit Vaseline eingecremt. Sonst wäre der ganze Mund gerissen.

Zur Info für das Forum: Ich habe an diesem Wochenende 16 Neurologen mit der Thematik Absetzproblematik angeschrieben - und zwar auf Papier mit Umschlag und Briefmarke(Jawoll!!). Ich bin gespannt, wer sich da melden wird und welches Ergebnis ich damit erreichen kann. Ich werde die Ausbeute dem Forum zur Verfügung stellen.

Zum Thema Klinikärzte - ich kann es schon nachvollziehen, dass diese mit Absetzsymptomatik keine Verträge haben. Immerhin begleiten sie die Patienten nur eine befristete Zeit und können somit über Langzeitreaktionen und Absetzungsymptome nichts sagen. Die sind dafür die Künstler (????) die uns erstmal zudröhnen. Also nix dabei gewonnen, wenn man aus lauter Verzweiflung bei denen anklopft!

Gruß Filzblume
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2000 - 2016 Fluspirilen 1x pro Woche 1,2 ml - immer wieder mit Unterbrechungen, Krankheitsbild somatoforme Störungen
2006 Fluspirilen für 9 Monate abgesetzt - nichts passiert, alles ok, zwischenzeitlich Bachblütentropfen genommen, Fluspirilen dann wieder genommen wegen Schicksalsschlag
2009 - 2013 Doxepin 125 mg nach zweimaligem Schicksalsschlag
2013 - Doxepin entzogen, 6 Wochen Hölle (Kribbeln im Kopf, max 2 Stunden nachts geschlafen, Gedankenüberschläge, Knochenschmerzen, Unruhe, extrem geräuschempfindlich, reizüberflutet, TV gucken nicht möglich, Übelkeit
2002 - Mitte 2016 sporadisch Zolpidem, dann aber auch heftig aber keine Probs beim Absetzen, da es nicht kontinuierlich genommen wurde
seit 11. Oktober 2016 - Fluspirilen wird nicht mehr hergestellt, Kaltenzug, Schwindelgefühl, Konzentrationsstörungen, Knochenschmerzen, Muskelverspannungen,Ohrensausen, Übelkeit, Durchfall, Harndrang trotz leerer Blase, TV gucken nicht gut, Musik hören ok, Gespräche folgen ganz schlecht, Lesen OK. Zwischenzeitlich wurde Fluoxetin eingesetzt - nach der zweiten Tablette sofort sein gelassen - Blitzgewitter im Kopf, Boxhandschuh im Magen

September 2017 - noch einmal Fluspi eindosiert 1,0 ml. Dann im 2-3Wochen-Takt immer um 0,1 ml reduziert. Seit Anfang Dez. 2017 fertig mit der Reduzierung. Mitte Januar 2018 - es kommen erste Absetzsymptome. Macht nicht wirklich Freude.

Bisher immer noch kein Endergebnis. Derzeit in Behandlung bei einem Endokrinologen. Warten wir es ab!

Jamie
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Jamie » Samstag, 11.02.17, 23:04

Hallo Filzblume
Zur Info für das Forum: Ich habe an diesem Wochenende 16 Neurologen mit der Thematik Absetzproblematik angeschrieben - und zwar auf Papier mit Umschlag und Briefmarke(Jawoll!!). Ich bin gespannt, wer sich da melden wird und welches Ergebnis ich damit erreichen kann. Ich werde die Ausbeute dem Forum zur Verfügung stellen.
wow, klasse! :fly:

Aber eine Bitte: bitte ausschließlich in anonymisierter Form. Das ist ein heikles Pflaster, auf dem wir uns bewegen und da du die Ärzte vermutlich nicht explizit angefragt hast, ob sie einer Veröffentlichung zustimmen, darf das höchstens ins anonymisierter Form geschehen, wenn überhaupt.
Ich wäre dennoch sehr daran interessiert (andere bestimmt auch).
Ist das ok, wenn wir das im Team intern mal besprechen, ob eine Veröffentlichung infrage kommt?

LG
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Filzblume » Sonntag, 12.02.17, 9:37

LinaLina, auf jeden Fall anonymisiert. Ich dachte auch eher daran, dem Forum die Adressen von den Ärzten die der Absetzsymptomatik positiv gegenüberstegen für die Adressdatenbank zur Verfügung zu stellen.
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September 2017 - noch einmal Fluspi eindosiert 1,0 ml. Dann im 2-3Wochen-Takt immer um 0,1 ml reduziert. Seit Anfang Dez. 2017 fertig mit der Reduzierung. Mitte Januar 2018 - es kommen erste Absetzsymptome. Macht nicht wirklich Freude.

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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 12.02.17, 16:44

Nospie :)

Ich habe seit dem Entzug immer wieder Probleme mit dem Zahnfleisch (nicht mit den Zähnen),schlimme
Zahnfleischentzündungen ,Zahnfleischbluten ohne Ende und lockere Zähne.
Seit Oktober letzten Jahres ganz massiv !
Ich kann nur noch weiche Sachen essen,durch festes Kauen bekomme ich extreme Kieferschmerzen,
im Dezember bekam ich zusätzlich vereitertes Zahnfleisch,an 3 Zähnen gleichzeitig !
Es hat 2 Monate geeitert ! Ich war natürlich beim Zahnarzt,er sagte : Alle Zähne in Ordnung,vermutlich durch Immunschwäche
im Entzug ! Ich hatte ihm davon erzählt und er fand es sehr plausibel !
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