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Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Allgemeine Diskussion über psychische Störungen, ihre Behandlung und alles Verwandte.
Yogi0512
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Yogi0512 » Sonntag, 29.10.17, 9:51

Hallo

Meine Hausärztin versteht mich und hat auch rum telefoniert aber sie fand keine Lösung weil ich nicht wieder eindosieren kann.
Sie plante 5 Tage Lorazepam damit ich erstmal runter kommen kann. Ich denke das war ihre verzweiflung weil sie unbedingt helfen wollte. Und mich nicht so leiden lassen wollte. Sie ist eine tolle Frau man kann ihr alles sagen und sie kümmert sich.
Grüße yogi
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Grüsse Yogi
Grunderkrankung Depression und Generalisierte Angststörung

2007-2014 citalopram 40mg
2014-2017 cipralex 20mg (direkter Umstieg)
Januar 2017 sertralin. Direkter Umstieg. 25,50,100.die 100 nicht Vertragen. 75mg über 4 wochen.dann auf 50 wegen Probleme Wo man nicht wusste ob Symptome der Krankheit oder Nebenwirkungen. Paar Tage ausgelassen aus angst. Jetzt aktuell 25 mg sertralin zum stabilisieren.
Seit 26.03.17 auf null mg sertralin (wegen angst vor der Wirkung)
Anfang April 2017 paar Tage citalopram. 5mg und 10mg
Verschrieben bekommen weil es 7 Jahre gut wirkte.
Angst Verstärkung. Zum Nachmittag besser. Seitdem ohne AD.
Anfang Mai 2017 valdoxan 25 aber nicht eingenommen.
Seit Vatertag 2017 teils auch Symptome bis in die Nacht. Gefühl das sich das Gehirn auflöst und nicht mehr da zu sein .Angst verrückt zu werden und abwesend zu bleiben. Angst geistig behindert zu werden.
November 2017
Teils Flashback ähnliche Effekte. Gehirn wirft einfach was im Kopf wo man oft nicht weiss ob erlebt, geträumt, oder ungewollt gedacht.
Gedächtnisstörung. Teils auch Gedankenblitze und Abreissen. Erlebtes schwer aufrufbar. Häufigkeit der Fenster wurde mal mehr. Stimmung öfter gut trotz symptome. Schlaf normal. Gewicht wieder wie vor der Tabletten einnahme. Mal das Gefühl wieder ins Leben geholt zu werden aber auch oft das Gefühl woanders hin zu verschwinden bzw total crash.
Teils Gefühl verwirrt zu sein .
Aktuell Januar 2018
Verschlechterung. Neuartige Symptome. Gefühl das Gedankenbilder neben dem Kopf statt finden. Matschaugen. Momentan Symptome auch abends und nachts nach dem aufwachen ca 1 Stunde das Gefühl das das Gehirn weg sei. Und andere Effekte die sich nicht beschreiben lassen. Zwischendurch aber Linderung. Alltag einigermassen im Griff zu bekommen. Gedächtnisstörung.
Angst Geistig nicht mehr da zu sein

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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Flummi » Donnerstag, 02.11.17, 16:26

Hallo Ihr,
Ich hatte gerade ein schönes Gespräch mit meinem neuen Osteopathen, wo ich mal wegen kommender Schwangerschaft und hohlkreuz hinwollte. Er sprach mich von sich aus auf absetzprobleme an!!!! Ich war echt glücklich und erzählte vom Forum hier, dass ich das mitbekommen habe, dass so etwas existiert, auch wenn ich das nicht von dem absetzen von 20 mg citalopram hatte. Er war schon fast erstaunt, weil er das von seiner Frau aus der Praxis weiss (ich glaube sie ist Heilpraktikerin) und er sich wisse, dass das von ärzten gern negiert werde.
Voll nett dort gewesen bei ihm, werd wieder hin schauen. Top!
Liebe Grüsse,
Claudia
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Chiara
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Chiara » Mittwoch, 22.11.17, 20:50

Hallo liebe Leute :group:

Kurze Info zu meinem Arztbesuch:
die Ärztin (Phsychiater) hat mir mit großen Ohren zugehört, wie ich das Absetzen empfinde und gerade durchmache. Sie hat auch meine Art des Absetzens nicht kritisiert und kennt sogar die Wasserlösemethode :shock: (Hmmm, vielleicht kennt sie dieses Forum!?) Sie hat mich sehr gelobt, indem Sie sagte, wie toll sie es fände, wie ich den Phsychopharmaka die Stirn biete. Alle Absetzsymptome, die ich ihr nannte, nahm sie auch als solche hin und nicht für das Wiedereintreten der Problematik. Ich hatte den Eindruck, dass sie im Inneren gegen die Chemie ist. War nur so'n Gefühl. Was sie sehr befürwortet, ist die Einnahme von Omega 3.
Mein Gott, was für ein Job solche Ärzte haben; ich möchte nicht in deren Haut stecken. Schrecklich!!! Sie hatte mir irgendwann mal ihre private Emailadresse gegeben. An diese schickte ich ihr gestern ein paar Links von Dokus (youtube), die anti SSRI sind.

Naja, soviel dazu. Fazit: kein neues Medikament aufgeschwatzt bekommen. An der Stelle ein Applaus für die Frau Doktor :wink:

Viele liebe Grüße und viel Durchhaltevermögen :group:
Chiara
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Grund für die Einnahme von ADs lt. Ärztin: leichte Depression und leichte Angststörung mit phsychosomatischen Beschwerden, wie Schwindel, Zittern, Schluckbeschwerden, Magenschmerzen u.a.

seit ca. 2011 in Phsychotherapie. Diagnose lt. Psychologe: Anpassungsstörung

Sonstige Medikation: seit ca. 20 Jahren Eferox 50 und 75 im Wechsel wg. Schilddrüsenknötchen

2015 - Progesteronmangel nachgewiesen

ADs: (ca. Angaben)
Mai 2010 - Anf. 2013 Venlafaxin (Dosierung zw. 75mg und 150 mg) Nebenwirkungen nicht gut aushaltbar (Dr. hat mich das viel zu lange nehmen lassen)
Absetzversuch misslungen

März 2013 - Jan. 2015
Fliegender Wechsel Sertralin mittl. Dosierung (auch nicht gut vertragen) seitdem Ohrgeräusche
Absetzversuch über 3-4 Monate misslungen

Juni 2014
Opipramol zw. 50 und 100 mg und planzl. Präparat Sedariston, haben keine Besserung gebracht (vllt. weil ich noch unter Absetzsymptomen litt?)

Okt. - Dez. 2014 Citalopram

Dez. 2014 - Jan. 2015
Sertralin (fragt man sich, warum sie mir das Sertralin erneut gab!?)

Jan. 2015 - Mai 2015
Escitalopram 10 mg (besser vertragen, aber 5 kg zugenommen). Absetzversuch über kurze Zeit misslungen.

Frühjahr 2015 bis 11.10.2017
Fluoxetin (Dosierung 40mg max. für 1 Monat, dann zw. 15mg/20mg und 35mg ausprobiert) Medik. auch nicht gut vertragen
Fluoxetin fand ich mit am schlimmsten von den NW

FLUOXETIN Ausschleichen
06.01.2017 - 01.02.2017 25 mg (4 Wochen)
02.02.2017 - 15.03.2017 20 mg (6 Wochen)
16.03.2017 - 30.03.2017 15 mg (2 Wochen)
31.03.2017 - 02.05.2017 10 mg (4 Wochen)
03.05.2017 - 24.05.2017 5 mg (3 Wochen)

Ich weiß jetzt, dass es viel zu schnell war

25.05.2017 - 04.08.2017 0 mg

05.08.2017 - 14.09.2017 Wiedereinnahme 5 mg
seit 15.09.2017 von 5 mg auf 0 mg abgesetzt Absetzsymptome: Schwindel, hoher Puls (107), Herzstolpern, Schlafstörung, HWS-Probleme (Nackenschmerzen Kopfschmerzen mit Erbrechen), tagsüber niedergedrückt (aufgrund der Symptomatik?), Ohrgeräusche, die mal lauter, mal weniger laut sind, Parästhesien an Händen, Armen und im Gesicht (Betäubungsgefühl/Kribbeln/Gefühl von Wärme), Ausbleiben der Menstruation (bisher 1 + 2. + 3. Zyklus)

07.10.2017 - Wiedereindosierung von 0,5 mg
08.10.2017 - Wiedereindosierung von 0,2 mg da 0,5 nicht vertagen
11.10.2017 - 0 mg (Wiedereindosierung abgebrochen,
da gar nicht mehr vertragen - Schwindel mehr als sonst, Ohrengräusche stärker)

Sonstige Medikation seit 29.2.18:
Progesteroncreme 2%

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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 29.11.17, 9:39

Jana Ina
am Freitag nacht war ich in der Augenklinik. Meine Augenschmerzen wurden so schlimm, dass ich dachte meine Auge platzt gleich... Ich war dort und der Arzt/die Ärzte dort diagnostizierten überraschenderweise etwas ganz ganz anderes, eine Trigeminusneuralgie. :shock:

Auch dort wieder ein sehr netter Oberarzt der meinte das kann durchaus durch den Entzug kommen. Der nahm sich sehr viel Zeit für mich und erklärte mir, dass er in seiner Laufbahn in den letzten Jahren einige Patienten durch den Entzug begleitet hat und er rät mir dringend die Absetzschritte beizubehalten, denn seine Erfahrungen sind gerade bei der Trigeminusneuralgie dass jeder Schritt, ob 2% oder 50% die selbe knallharte Reaktion hervorrufen wird. Er rät mir dringend das knallhart durchzuziehen. Ich war begeistert. Außerdem ist die Standardtherapie eine sehr hoch dosierte gewichtsaddaptierte Infusion mit Cortison. Diese lehnte ich erst ab und dann erst meinte der Arzt, gute Entscheidung, sie brauchen nicht noch mehr Gift im Körper. :shock: :shock:
viewtopic.php?p=218673#p21867

Das knallharte Durchziehen ist sicher nicht für jeden die passende Empfehlung und nicht wirklich ein risikovermindernder Ansatz. Aber erfreulich sein Verständnis für die Auswirkungen der Substanzen.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Samstag, 02.12.17, 3:03

Neuling :)
War heute beim Zahnarzt. Der nächste Zahn kaputt. Röntgenbild. Schwere Zahnfleisch Entzündung.
Hab meinem Zahnarzt alles erzählt. Der war entsetzt. Meinte auch die zahnprobleme kommen von ad und NL.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von LenaLena » Samstag, 02.12.17, 12:00

Meine Hypnose-Therapeutin ist sehr gegen die Einnahme von AD. Sie forscht in dem Bereich, was das vermutlich erklärt.
Sie weiß sowohl von Entzug als auch von der Notwendigkeit, sehr langsam und in kleinen Schritten abzusetzen. Laut eigener Aussage weiß sie das von anderen Patienten.
Allerdings sagt sie das meiner Meinung nach zu wenig klar. Trotzdem hat sie als Einzige mich da drauf gebracht, und ich habe dann weiterrecherchiert.
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Zu rasches Reduzieren (5 Monate), Entzug auf Null seit August 2017

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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 05.12.17, 16:20

Hawkeye :)
Heute hab ich mit einem Apotheker, den ich ganz gut kenne, gesprochen. Der leugnet Absetzerscheinungen nicht! Meinte aber, ich hätte noch Glück mit dem Doxepin, andere Mittel wären noch viel schlimmer. Und er ist auch dafür, ganz langsam abzusetzen.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Freitag, 15.12.17, 16:19

Nimras :)


Nach Rücksprache mit dem Vertretungsarzt meiner Psychiaterin war ich sehr überrascht dass er es auch kritisch sieht solche Medikamente innerhalb kürzester Zeit abzusetzen und er auch seinen Patienten rät es i.d.R. über Monate hinweg langsam ausschleichen zu lassen. Er hat mir geraten falls die Symptome sich die kommenden Tage verstärken die Neurologie aufzusuchen.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Neverthelessw11 » Sonntag, 24.12.17, 21:27

Hallo ihr Lieben :)

Ich habe gelesen, dass es eine interne Liste gibt mit Namen und Adressen von Ärzten/Therapeuten, die Psychopharmakakritisch sind und Absetzen mit seinen Herausforderungen (NW/Entzug/Abhängigkeit) anerkennen. Und ihr diese Liste an Forenmitglieder bei Bedarf rausgebt...An wen muss ich mich denn wenden, wenn ich dazu etwas beitragen möchte? Ich will wegen der Anonymität ungern die Daten ins Forum Posten.

ABER meine Psychiaterin erkennt Nebenwirkungen voll an und differenziert zwischen Krankheit und NW. Sie erkennt an, dass nach langer Zeit eine körperliche und psychische Abhängigkeit besteht. Sie kennt die 10%-Regel, auch wenn sie diese selber in ihren Empfehlungen nicht starr einhält, empfiehlt das Ausschleichen über Monate. Rezepte stellt sie in allen Wunschdosen aus und gibt sogar Tipps (welche sind wasserlöslich? Welche haben Bruchrillen?). Meine Psychologin (leider keine Ärztin, kooperiert aber mit besagter Psychiaterin eng) ist sehr kritisch gegenüber Psychopharmaka und vertritt die Auffassung das eine finale Therapie nur ohne Medikamente möglich ist, weil Medikamente einiges verdecken aber nichts heilen.
Falls jemand aus dem Ballungsraum Ruhrgebiet ist, darf er*sie mir auch gerne persönlich schreiben. Dann gebe ich die Namen gerne heraus.

Liebe weihnachtliche Grüße,
Never
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Grund der Medikamenteneinnahme: Somatisierungsstörung, Angststörung + (daraus resultierende Verzweiflung aka) Depressionen

Psychiatrieaufenthalte:
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Absetzgründe:
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Absetzverlauf: :schnecke:-Tempo von Beginn an
Beginn des Absetzens am 24.11.2017 bei 150 mg Seroquel Retardiert
Aktueller Stand des Absetzens: Retardiert: 0 - 0 - 100 + Unretardiert: 0 - 0 - 0
Zwischenstufen (Immer Anpassung an Klausuren und Uniplanung):
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Experimente mit NEM: Keine Aktiven.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von LinLina » Sonntag, 24.12.17, 21:45

Hallo Never :-)

wir haben eine solche Liste, sie ist leider nicht so umfangreich. Wir geben auch nicht die ganze Liste raus, sondern schauen gezielt auf Anfrage nach, ob eine Adresse im entsprechenden PLZ-Gebiet dabei ist.

Wir würden uns sehr freuen wenn wir die Adresse deiner Ärztin hinzufügen können, schreib einfach mir oder einem anderen Teammitglied (außer Jamie) eine PN.

Liebe Grüße
Lina
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Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell: 0,005 mg Mein Thread
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Neverthelessw11 » Sonntag, 24.12.17, 22:11

Die PN ist raus. Ich finde eine solche Liste super und hoffe damit jemandem aus der Nähe vielleicht helfen zu können und eine Enttäuschung bei einem anderen Arzt (davon gibt's hier zu viele!) Zu ersparen.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Flummi » Dienstag, 26.12.17, 10:02

Hallo,
Sicher gibt es nicht so viele, die hier wohnen, aber ich kann meinen Osteopathen und seine Frau, die Heilpraktikerin ist, weiterempfehlen (wie weiter oben berichtet) und wenn Ihr vom Team das wollt, schicke ich Euch die Adresse.
Liebe Grüsse,
Claudia
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Annanas » Dienstag, 26.12.17, 10:12

Hallo Claudia :) ,
claudiaef hat geschrieben:Sicher gibt es nicht so viele, die hier wohnen, aber ich kann meinen Osteopathen und seine Frau, die Heilpraktikerin ist, weiterempfehlen (wie weiter oben berichtet) und wenn Ihr vom Team das wollt, schicke ich Euch die Adresse.
Bitte gerne - manchmal gibt es doch den Einen oder Anderen, der im Umfeld wohnt u. in der Lage ist, einige Kilometer zu fahren -
kompetente Ärzte und/oder Therapeuten sind viel zu rar gesät! :cry:

Liebe Grüße von Anna
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 11.01.18, 17:40

Nevertheless :)
Heute war ich bei meiner Psychiaterin bzw bei ihrem (~80 Jährigen) Vater, da sie akut erkrankt ist. Sehr netter Mensch, aber man merkte sein Alter sehr deutlich. Hatte Angst, dass er kein Verständnis für meine super kleinen Schritte hat und hab nichts von 5% alle 6 Wochen gesagt. Daraufhin Erklärte er mir alles sehr sorgfältig (enge Kontrolle, nicht öfter als alle 6 Wochen, nur 10% Schritten, alle Symptome notieren etc pp). Ich war total perplex und schäme mich etwas für mein Vorurteil, irgendwie hab ich ihm das nicht zu getraut weil er ja schon die "sehr alte Generation" Arzt ist. Naja bin positiv überrascht.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 16.01.18, 17:18

SeventhWave :)

Heute war ich bei meinem Hausarzt - ein toller Typ. Er glaubt mir meine Geschichte und unterstützt mich. Sein Vorschlag gegen die Wehwehwechen waren jetzt die NEM … da muss ich mich wohl auch reinlesen. Auf dem grünen Zetteln steht Symbiflor und Pascoflorin. Ich darf immer zur Unterstützung vorbeikommen. Das tollste von allem: Ich bin seit heute nicht mehr an Depression erkrankt, sondern an unerwünschter Nebenwirkung von Psychopharmaka.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Flummi » Dienstag, 16.01.18, 21:59

Hallo,

Gabriele Klärs von der Frauensuchtmittelberatung Belladonna Essen nimmt einen Ernst. Sie hatte vor kurzem hier Interviewpartnerinnen gesucht und ist ein guter Gesprächspartner, der sehr offen ist für Medikamentenkritik, Abhängigkeit und Absetzprobleme.
Sie sucht noch Interviewpartnerinnen und man nimmt auf jeden Fall etwas für sich mit.

http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=13672

Viele Grüsse,
Claudia
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline » Samstag, 20.01.18, 19:58

Filzblume hat geschrieben:
Samstag, 20.01.18, 19:44
Ich gehe regelmäßig einmal im Jahr zum Kardiologen. Habe ich mir angewöhnt, als ich mit Ausdauersport anfing. Als ich dem Kardiologen sagte, dass ich Fluspirilen bekomme, ist dem echt der Hut hoch gegangen. Er hat sich nicht im Einzelnen geäußert, nur gesagt, dass Medikamente dergestalt absolut kontra zu einer Herzugesundheit sind. Ich solle doch aus kardiologischer Sicht zusehen, dass ich das Medikament loswerfe. Nur mal so erwähnt. Das hat er nicht umsonst gesagt.

Interessant finde ich allerdings, dass sich alle fachfremden Ärzte im Gegensatz zu den verschreibenden Ärzten mit den Medikamenten und deren bösen Wirkungen auskennen. Ist mir nicht nur beim Kardiologen passiert. Oder sehen diese Ärzte das einfach nur realistisch?

Arian - weiter so. Alles Gute für Dich!

LG

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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von padma » Samstag, 27.01.18, 17:45

von 0summermoon0
Der Arzt hat mich ganz gut aufgefangen muss ich sagen. Er hat gesagt, paroxetin kann rein körperlich abhängig machen. Meinen Ausschleichversuch hat er als Sportlich bezeichnet und mir direkt paroxetin in die Hand gedrückt. Er meinte ich soll erstmal wieder 10 mg nehmen und mit meiner Psychaterin sprechen wie es weiter gehen soll .
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Katharina
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Katharina » Samstag, 27.01.18, 17:55

Liebe Murmeline!

Murmeline, ich bin gerade zu müde um alle vorherigen Beiträge zu lesen

kurz eine Erfahrung
meine Erfahrung:

eine Heilpraktikerin hat zu einem Zeitpunkt im letzten Jahr,
als ich durch Medikamentenentzug eine medikamenteninduzierte Depression hatte
folgendes überzeugt vorgeschlagen und durchgezogen:

drei meiner Psychopharmaka Tabletten in ein Glas gelegt
und mit dem Bio Resonanz Gerät angeblich die die Negativität dieses Medikamentes aus diesen Tabletten

und somit aus denen, die ich zu Hause habe,
entnommen.

an diesen kleinen Beispiel kann man sehen
in was für einem Zustand man selber geraten kann
wenn man in einer durch Medikamente ausgelösten Depression befindet.

Ich kann das heute überhaupt nicht mehr nach vollziehen. -

in jeder anderen Depression hätte ich niemals so hörig reagiert
bitte seid achtsam und vorsichtig

Grüße Katharina
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inandout
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von inandout » Mittwoch, 14.02.18, 18:35

Hallo,

ich habe einen Hausarzt, der die Entzugsproblematik ernst nimmt und um die Abhängigkeit bei NL weiß. Mein Psychiater auch, allerdings hat er mir dann zum Schlafen wiederum Opipramol aufgeschrieben mit dem Satz "macht nicht abhängig". Deswegen kann ich ihn da nicht mehr so ganz ernst nehmen. Ein junger Therapeut letztes Jahr hat Absetzproblematik auch ernst genommen.

Grüße,

inandout
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