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Anfrage Erfahrungsbericht für Artikel

Beitrag von charlymaus » Dienstag, 03.01.17, 8:25

Hallo allerseits und ein frohes neues Jahr,
ich melde mich heute bei Euch mit einem Anliegen, möchte mich aber vorher kurz vorstellen.
Ich bin selbst eine Betroffene, habe vor fünf Jahren nach beruflich bedingtem Burnout begonnen Antidepressiva und Neuroleptika zu nehmen und bin seit einem Jahr dabei, die Tabletten abzusetzen. Ich habe mir in den letzten fünf Jahren eine Existenz als Journalistin und Autorin aufgebaut, da ich gerne schreibe und diese Tätigkeit von zuhause ausüben kann und zeitlich flexibel bin, da ich nicht imemr arbeiten kann.
Ich bin entsetzt darüber, wie leichtfertig Ärzte diese Medikamente verschreiben und wie schwer es ist, diese wieder abzusetzen. Ich habe letztes Jahr im Frühjahr eine katastrophale Phase durchlebt und durch Hilfe dieses Forums einen Weg beschrieben bekommen, wie es funktionieren kann.
So: Undnd nun zu meiner Idee.
Ich möchte einen Artikel über diese Problematik schreiben. Ich möchte mit dem Thema an die Öffentlichkeit. Zum einen finde ich Aufklärung wichtig, dann möchte ich auch zeigen, dass es Wege aus der Misere gibt. Ich bin sehr bewegt von den Leidens- und aber auch Erfolgsgeschichten.
Meine Frage: Gibt es eine Person, die bereit wäre mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen? Eine Frau sollte es sein, da ich im Moment lediglich Kontakte zu Frauenzeitschriften habe, die Geschichten von Frauen wollen. Ich könnte zwei Varianten anbieten. Eine mit voller Identität, d.h. Fotos und Namen müssten echt sein oder mit echtem Foto und verändertem Namen.
Ich weiß, dass es nicht einfach ist, mit so einer Geschichte raus zu gehen. Aber ich habe es selbst auch mit meinem Burnout gemacht, habe das veröffentlicht und gute Erfahrungen damit gemacht.
Es wäre toll, wenn sich jemand bereit erklären würde. Ich möchte eine Geschichte mit einem positiven Ausgang schreiben, deswegen die Anfrage in diesem Bereich.
Bin gespannt, ob sich jemand meldet,
Liebe Grüße
charlymaus, die Gudrun heißt....
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2010 mit chronischer Migräne und Burnout in die Migräneklinik gegangen. Vom Migränearzt Opipramol verschrieben bekommen. Ein Viertel Jahr 100mg/Tag genommen
2010 im Herbst: zum Neurologen und auf Amitriptylin 100mg/Tag umgestellt. Die Migräneanfälle sind schwächer geworden. Nebenwirkungen waren stark. Gewichtszunahme 20 Kilo, kein Sexualverlangen mehr, Ängste nur ein bisschen weniger.
2011 im Herbst: wegen schlechter Verträglichkeit auf Venlafaxin 150mg/Tag umgestellt. Dazu noch Amisulprid gegen Depersonalisierung. 100mg. Immer noch Gewichtszunahme und fehlen von Sexualverlangen. Trägheit, Gleichgültigkeit, Emotionslosigkeit.
2015 im Herbst habe ich angefangen, die Medikamente abzusetzen. Schwere Symptome, Schweißausbrüche, schwerer Durchfall, Schwindel, Angstzustände. Komischerweise hat sich die Migräne nicht verschlechtert.
2016 Ende März war ich für eine Woche zum ersten Mal tablettenfrei. Es ging mir so schlecht, dass ich im Netz recherchiert habe und auf dieses Forum gestoßen bin. Habe auf Anraten wieder mit Venlafaxin angefangen, 75mg. Amisulprid habe ich weggelassen.
Von März 2016 bis März 2017 habe ich Venlafaxin ausgeschlichen. Jede Reduktion war von starken Symptomen begleitet, die sich aber nach 3-4 Wochen abgemildert haben.
Seit April 2016 tablettenfrei. Starke Symptome, aber auch wieder ein fühlender Mensch. Ich halte durch, denn ich glaube an die Heilkräfte meines Körpers! :sports:

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Re: Anfrage Erfahrungsbericht für Artikel

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 03.01.17, 8:40

Hallo Gudrun,

ich habe Dir für Dein Anliegen einen eigenen Beitrag/Thread erstellt und im Beitrag NL absetzen einen Verweis erstellt.
Es wäre nett, wenn Du auch ein Update über Deinen Verlauf in Deinem eignene Thread schreibst, es ist wichtig, dass die langfristige Entwicklung hier dokumentiert wird.
viewtopic.php?f=18&t=11139&p=131856#p131856

Es wäre super, wenn Du mir per PN mehr Details zu Dir und dieser Aktion schrieben würdest, die ich dem Team zur Verfügung stellen kann. Dass würde sicher auch das Vertrauen erhöhen, dass die persönlichen Geschichten bei Dir in guten Händen sind.

Hast Du denn bei Redaktionen schon einmal vorgefühlt, ob das Thema überhaupt interessant wäre?
Ich weiß, dass es nicht einfach ist, mit so einer Geschichte raus zu gehen. Aber ich habe es selbst auch mit meinem Burnout gemacht, habe das veröffentlicht und gute Erfahrungen damit gemacht.
Kann man das online nachlesen? Gerne auch per PN.
Es wäre toll, wenn sich jemand bereit erklären würde. Ich möchte eine Geschichte mit einem positiven Ausgang schreiben, deswegen die Anfrage in diesem Bereich.
Oftmals lesen diejenigen mit Erfolgsgeschichten irgendwann nicht mehr im Forum mit, da sie wieder in ihren Alltag übergegangen sind, was ja auch verständlich ist. Nichtsdesto trotz ist es nicht unmöglich, dass sich jemand meldet.

Viele Grüße, Murmeline
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Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Anfrage Erfahrungsbericht für Artikel

Beitrag von Arianrhod » Dienstag, 03.01.17, 18:11

Hallo Gudrun,
Meine Frage ist " Was ist ein positiver Ausgang?" Ich habe nach 10 Jahren NL abgesetzt und nehme keine Psychopharmaka mehr, doch wenn du mit positivem Ausgang meinst, ich könnte da wieder anknüpfen, wo ich aufgehört habe - neeee! Ich habe ziemliche Schäden davon getragen, physische und psychische und bin mittlerweile berentet.
Dennoch: ich würds machen. Sogar mit Namen.

liebe Grüße Arian
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Re: Anfrage Erfahrungsbericht für Artikel

Beitrag von charlymaus » Mittwoch, 04.01.17, 18:37

Lieber Arian,
erstmal vielen Dank für Deine Antwort. Deine Geschichte ist ja harter Tobak. Toll, dass du ohne Psychopharmaka lebst. Das ist für mich schon eine positive Geschichte. Wer schafft das schon?
Es geht ja nicht darum, heile Welt zu spielen-. Mir geht es darum zu zeigen, wie gefährlich diese Medikamente sind. Wie leicht man an sie kommt, wie wenig sie helfen und wie schwer es ist, sie abzusetzen.
Ich nehme mal an, dass du ein Mann bist. Ich habe im Moment nur Anknüpfpunkte in Redaktionen von Frauenzeitschriften, die über Frauenschicksale berichten, aber wenn du dich bereit erklären würdest, versuche ich es mal in anderen Redaktionen. Es geht mir ja nicht um Frauen, sondern um die Medis und was sie mit uns gemacht haben
Ich würde mich dann wieder melden. Bis dann überlege ich mir ein paar Fragen, die ich dir zuschicke, so kann ich einen besseren Vorschlag erarbeiten.
Was denkst du?
Liebe Grüße
Gudrun
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2010 mit chronischer Migräne und Burnout in die Migräneklinik gegangen. Vom Migränearzt Opipramol verschrieben bekommen. Ein Viertel Jahr 100mg/Tag genommen
2010 im Herbst: zum Neurologen und auf Amitriptylin 100mg/Tag umgestellt. Die Migräneanfälle sind schwächer geworden. Nebenwirkungen waren stark. Gewichtszunahme 20 Kilo, kein Sexualverlangen mehr, Ängste nur ein bisschen weniger.
2011 im Herbst: wegen schlechter Verträglichkeit auf Venlafaxin 150mg/Tag umgestellt. Dazu noch Amisulprid gegen Depersonalisierung. 100mg. Immer noch Gewichtszunahme und fehlen von Sexualverlangen. Trägheit, Gleichgültigkeit, Emotionslosigkeit.
2015 im Herbst habe ich angefangen, die Medikamente abzusetzen. Schwere Symptome, Schweißausbrüche, schwerer Durchfall, Schwindel, Angstzustände. Komischerweise hat sich die Migräne nicht verschlechtert.
2016 Ende März war ich für eine Woche zum ersten Mal tablettenfrei. Es ging mir so schlecht, dass ich im Netz recherchiert habe und auf dieses Forum gestoßen bin. Habe auf Anraten wieder mit Venlafaxin angefangen, 75mg. Amisulprid habe ich weggelassen.
Von März 2016 bis März 2017 habe ich Venlafaxin ausgeschlichen. Jede Reduktion war von starken Symptomen begleitet, die sich aber nach 3-4 Wochen abgemildert haben.
Seit April 2016 tablettenfrei. Starke Symptome, aber auch wieder ein fühlender Mensch. Ich halte durch, denn ich glaube an die Heilkräfte meines Körpers! :sports:

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Re: Anfrage Erfahrungsbericht für Artikel

Beitrag von Simmi18 » Mittwoch, 04.01.17, 21:47

Hallo Gudrun,

die Idee ist ja toll. Wir sind hier doch schon viele, die unter dem Abdetzen leiden.

Mich würde interessieren, was genau du berichten willst. Geht es vorrangig um die Symptome und den Weg des Entzuges oder auch, wie es danach weiter geht?
Die meisten hier befinden sich ja noch voll darin und wir wissen nicht, wie und wann wir da durch sind.

Du kannst in unseren Signaturen lesen, welchen Weg wir beschreiten. Wenn dein Vorhaben etwas konkreter wird bekommst du auch gerne Informationen von mir.

Liebe Grüße
Simone
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Burnout 2011 behandelt mit Citalipram und Opipramol
2011 Rehaaufenthalt Citalopram 20 mg
Januar 2012 Wiedereingliederung, die ich nach 4 Tagen abbrechen musste wegen Verschlechterung
Von da an 75 mg Venlafaxin
Job gekündigt und selbständig gemacht 2013
Im Oktober 2015 unter der Dosis 37,5 mg Venlafaxin wieder Symptome l9
Von Ärztin telefonisch auf 150 mg gesetzt
Reha im November 2015 hochdosiert auf 187,5 mg und Dominal
Aufgrund des hohen Pulses und Blutdrucks Betablocker Metropolol
Nach Reha noch Symptome und vom Arzt auf 225 mg rauf
Das war dann nicht mehr ich selber und ich habe dann runterreduziert auf 112,5 mg im März und Dominal weggelassen
Alternative Behandlung mit Infusionen, Vit. b Mangel und D Mangel aufgefüllt
Leaky gut diagnostiziert, Ernährung umgestellt
Ende April auf 75 mg Venlafaxin
Seit Mitte Juni auf 37,5 starke Symptome und deshalb am
9.7. um 10 Kügelchen aufdosiert auf Ca. 40,5 mg Venlafaxin das legte mich lahm
10.7. Frühes Erwachen und ständiges auf die Uhr gucken Zuckungen von Kopf bis Fuß, brennen in den Armen, schwitzen, Blutdruck 117/77 Puls 116
11.7. zurück auf 37,5 mg nach Einnahme vom Medi Schweißausbrüche, nach Anstrengungen erschöpft und bleiern, müde, ständiges Gähnen,Essen imme rnoch problematisch ohne Appettit, Stimmung schwankt, Abends Besserung und Freude aufs Bett :-).
12.7.relativ gute Nacht
Blutdruck niedrig, Therapiestunde, danach sogar einkaufen, mittags Schwitzen vorm Arbeiten,
morgens schlapp, müde, bleiern,essen weiterhin nach Einnahme des Venla problematisch
Abends sogar heute mal leichter Appettit und zunehmend gute Stimmung
Weiterhin auf 37,5 und keine Änderung der Symptome
26.7. 10 Kügelchen Ca. 3 g weniger also 34,5 mg
Besserung was die Übelkeit betrifft, konnte heute normal was essen, nur zweimal Hitzewallung/Schweißausbruch
Blutdruck scheint sich zu normalisieren, Kaum Gedankenkreisen, im Allgemeinen besser drauf
27.7. frühes erwachen um 6.45 ab da nur noch dösen, Zunehmende Zuckungen am ganzen Körper
ein kalter und ein warmer Fuß, nach dem Aufstehen müde und schlapp
01.08. bei 34,5 mg Kein Schwitzen mehr. Guter Appettit, kaum noch Symptome, wieder Periode ganz leicht,
12.8. Ca. 30 mg
26.8.-19.9 Urlaub
da ich vor dem Urlaub stabil war habe ich weitere 5 Kügelchen weggelassen. Diesmal aber nicht jede Kapsel ausgezählt.
07.9. langsames Einsetzen der Symptome
Schlafstörungen, Muskelzuckungen, schwitzen, Übelkeit. Das tritt meist morgens ab 7 Uhr auf.
Im Laufe des Tages wird es besser,
11.9. Heute wieder Kügelchen genau gezählt und auf 28,5 mg Symptome bleiben weiterhin (Umstellung auf Microtapering)
25.9. 27,9 mg stabil, super Tag, kaum Smptome, irgendwas putscht mich auf.
28.9. 27,9 mg extrem hibbelig, EKG auffällig, zu hoher Puls, fühle mich nicht schlecht, aber getrieben
29.9. auf 27,1 mg reduziert, ich glaube die Dosis ist zu hoch und deshalb die Unruhe und nicht still sitzen können
09.10. 25,55 mg
08.11. 23,78 mg
06.12. 21,54 mg
04.01. 19,65 mg
29.01. 17,24 mg
13.02. 16,24 mg
05.03. 13,83 mg
19.03. 11,73 mg
16.04. 07,97 mg
14.05. 04,30 mg
31.05. 02,85 mg
18.06. 01,59 mg
01.07. 0 mg :party2:

Seit Oktober Utrogest 200 mg wegen WJ

Weiterhin Vitamin B und D und Akupunktur

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Re: Anfrage Erfahrungsbericht für Artikel

Beitrag von Arianrhod » Donnerstag, 05.01.17, 16:11

charlymaus hat geschrieben:Ich nehme mal an, dass du ein Mann bist
Ich bin tatsächlich eine Frau ( Arianrhod ist eine keltische Göttin) :)

liebe Grüße
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Re: Anfrage Erfahrungsbericht für Artikel

Beitrag von charlymaus » Freitag, 06.01.17, 21:01

Oh, Klasse. Sorry für meine Unwissenheit, aber das ist dann noch leichter für mich. Liebe Grüße von Gudrun Toll, dass du dich bereit erklärt hast. Ich bin sehr gespannt auf deinen Erfahrungsschatz.
2010 mit chronischer Migräne und Burnout in die Migräneklinik gegangen. Vom Migränearzt Opipramol verschrieben bekommen. Ein Viertel Jahr 100mg/Tag genommen
2010 im Herbst: zum Neurologen und auf Amitriptylin 100mg/Tag umgestellt. Die Migräneanfälle sind schwächer geworden. Nebenwirkungen waren stark. Gewichtszunahme 20 Kilo, kein Sexualverlangen mehr, Ängste nur ein bisschen weniger.
2011 im Herbst: wegen schlechter Verträglichkeit auf Venlafaxin 150mg/Tag umgestellt. Dazu noch Amisulprid gegen Depersonalisierung. 100mg. Immer noch Gewichtszunahme und fehlen von Sexualverlangen. Trägheit, Gleichgültigkeit, Emotionslosigkeit.
2015 im Herbst habe ich angefangen, die Medikamente abzusetzen. Schwere Symptome, Schweißausbrüche, schwerer Durchfall, Schwindel, Angstzustände. Komischerweise hat sich die Migräne nicht verschlechtert.
2016 Ende März war ich für eine Woche zum ersten Mal tablettenfrei. Es ging mir so schlecht, dass ich im Netz recherchiert habe und auf dieses Forum gestoßen bin. Habe auf Anraten wieder mit Venlafaxin angefangen, 75mg. Amisulprid habe ich weggelassen.
Von März 2016 bis März 2017 habe ich Venlafaxin ausgeschlichen. Jede Reduktion war von starken Symptomen begleitet, die sich aber nach 3-4 Wochen abgemildert haben.
Seit April 2016 tablettenfrei. Starke Symptome, aber auch wieder ein fühlender Mensch. Ich halte durch, denn ich glaube an die Heilkräfte meines Körpers! :sports:

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Re: Anfrage Erfahrungsbericht für Artikel

Beitrag von Arianrhod » Samstag, 07.01.17, 16:14

Hallo Charlymaus, wenn du möchtest, schreib mir eine PN, wie du dir alles vorstellst. liebe Grüße Arianrhod
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Re: Anfrage Erfahrungsbericht für Artikel

Beitrag von Wort » Samstag, 07.01.17, 16:18

Wenn du übrigens auch allgemein über die Gefahren solcher Medikamente schreiben willst, gehört es dazu, die PSSD Problematik zumindest zu erwähnen: https://rxisk.org/post-ssri-sexual-dysfunction-pssd/

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Re: Anfrage Erfahrungsbericht für Artikel

Beitrag von charlymaus » Montag, 09.01.17, 13:45

natürlich, das habe ich auf jeden Fall vor
2010 mit chronischer Migräne und Burnout in die Migräneklinik gegangen. Vom Migränearzt Opipramol verschrieben bekommen. Ein Viertel Jahr 100mg/Tag genommen
2010 im Herbst: zum Neurologen und auf Amitriptylin 100mg/Tag umgestellt. Die Migräneanfälle sind schwächer geworden. Nebenwirkungen waren stark. Gewichtszunahme 20 Kilo, kein Sexualverlangen mehr, Ängste nur ein bisschen weniger.
2011 im Herbst: wegen schlechter Verträglichkeit auf Venlafaxin 150mg/Tag umgestellt. Dazu noch Amisulprid gegen Depersonalisierung. 100mg. Immer noch Gewichtszunahme und fehlen von Sexualverlangen. Trägheit, Gleichgültigkeit, Emotionslosigkeit.
2015 im Herbst habe ich angefangen, die Medikamente abzusetzen. Schwere Symptome, Schweißausbrüche, schwerer Durchfall, Schwindel, Angstzustände. Komischerweise hat sich die Migräne nicht verschlechtert.
2016 Ende März war ich für eine Woche zum ersten Mal tablettenfrei. Es ging mir so schlecht, dass ich im Netz recherchiert habe und auf dieses Forum gestoßen bin. Habe auf Anraten wieder mit Venlafaxin angefangen, 75mg. Amisulprid habe ich weggelassen.
Von März 2016 bis März 2017 habe ich Venlafaxin ausgeschlichen. Jede Reduktion war von starken Symptomen begleitet, die sich aber nach 3-4 Wochen abgemildert haben.
Seit April 2016 tablettenfrei. Starke Symptome, aber auch wieder ein fühlender Mensch. Ich halte durch, denn ich glaube an die Heilkräfte meines Körpers! :sports:

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