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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von Oliver » Dienstag, 06.03.18, 18:35

Hallo Anna,
Guglhupf hat geschrieben:
Dienstag, 06.03.18, 18:29
es geht in meinen Augen schon lange nicht mehr um das Einbringen einer anderen Sichtweise, sondern ums Prinzip, koste es was es wolle.
Ich versteh langsam nur noch Bahnhof :?

Wem genau geht es um welches Prinzip?

Alles Gute
Oliver
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von BobdB » Dienstag, 06.03.18, 19:49

Hi,
OK jetzt versteh ichs auch nicht mehr. Worum gehts hier schon lange ?!
Ich glaub wir nehmen alle mal ein warmes Bad. :hug:
LG
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von Guglhupf » Dienstag, 06.03.18, 20:20

Hallo ihr Lieben :)

Ich habe den Eindruck, dass es Hope :) nur ums Prinzip geht. Es wurde im Laufe der Diskussion mehrmals erwähnt und bestätigt, dass die Einnahme nicht ohne Folgen bleibt, trotzdem sich sehr viele aber glücklicherweise davon erholen. Und trotzdem wird weiter darauf herumgeritten. Mit welchem Ziel?

GLG
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von Eva » Dienstag, 06.03.18, 20:47

Hallo,

mir hat eigentlich bisher an diesem Forum imponiert, dass es kaum jemals "persönlich wird" ... :?

Grüße, Eva
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von LinLina » Dienstag, 06.03.18, 20:56

Hallo zusammen :-)

Wie lange Entzug dauern kann ist oft ein sehr schwieriges Thema.

Denn der protrahierte Entzug und gerade die Ungewissheit machen viel Angst.

Das polarisiert und führt schnell zu starken Emotionen, ich denke niemand wollte hier jemandem schaden.

Ich denke es macht überhaupt keinen Sinn, jetzt weiter zu diskutieren wer was mit welchem Ziel gemacht hat, eigentlich haben wir alle die gleichen Bedürfnisse - erstens, dass es uns besser geht und, zweitens, dass wir mit unserem Leid und der Schädigung durch die Medikamente gesehen und anerkannt werden.

Hier, in diesem abgetrennten Thread können gerne Studien oder Links diskutiert werden, die sich z.b. damit beschäftigen was an langfristigen oder dauerhaften Veränderungen durch den Entzug passieren könnte.

Somit ist jetzt platz für jeden :group:

Liebe Grüße
Lina
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von Flummi » Mittwoch, 07.03.18, 19:14

Hallo,
Ich denke, irgendwo ist das ein bisschen wie mit Alkohol. Wenn ich jahrelang Alkoholiker war, dann kann ich auch regenerieren, aber ich muss auch damit leben, wenn ich geschädigt wurde durch mein eigenes Verhalten.
Das sehe ich bei Medikamenten genauso. Klar, hat mir jemand anderes zu geraten , aber ich hab auch ein Stück meiner Verantwortung abgegeben. Wenn man nicht ganz wieder gesund wird, ist das ja dennoch kein Grund, den Kram weiter zu nehmen. Würde ich ja einem Alkoholiker auch nicht raten.
Der erste Schritt zur Heilung ist Verantwortung für sich selbst wieder bewusst zu tragen.

Liebe Grüsse,
Claudia
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von Marko92 » Donnerstag, 08.03.18, 9:32

Hallo in die Runde,

mir ist aufgefallen, dass im Zusammenhang mit der Globalisierung und seit wir die EU haben MCS (Multiple Chmiekalienunbverträglichkeit) und Allergieen und Unverträglichkeiten insgesamt häufiger geworden sind, auch bei Leuten, die keine PP nehmen.

Es gibt einfach viel mehr künstlich dem Mainstream angepaßte Produkte, neue Verfahren werden eingesetzt, solange bis es nicht mehr zu übersehen ist, dass sie schaden, viele Produkte wandern um die halbe Welt, bis aus Rohstoffen das geworden ist, was man im Laden erhält.
Dabei wird viel in Ländern gemacht, die so gut wie keine Standards für Gesundheitsgefährdung, Umweltverträglichkeit, oder gegen Ausbeutung haben.
Glaube, was wir heute kaufen können, ist viel belasteteter als vor 20 Jahren. - Nanotechnologie, neue Farbstoffe, Konservierungstoffe, Pestizide (Kleidung, die stinkt, dass man sie erst mal ein halbes Jahr lüften muss, genauso Möbel, Wandfarben, Lacke u.a Wohnraumgifte) sind nur einige Ursachen.

Glaube, wenn das ZNS sensibler reagiert als normal, egal ob durch Entzug oder weil man einfach nicht so resistent ist gegen Giftstoffe, gibt es heute viel mehr, was Symptome triggern kann und die Heilung bremst.

Wenn Substanzen im Verdacht stehen, Krebs auszulösen, so gibt inzwischen etwas öffentliche Sensibilität für, was Substanzen mit unserem ZNS machen, intressiert noch keine :censored: .

Keine Ahnung, ob jeder heilt oder manche vielleicht nicht oder nur teilweise, aber Umweltgifte meiden, hilft denk ich, weniger Symptome zu bekommen. Und man muss sich nicht als Freak fühlen, wenn man seine Wohnung nur mit Biofarbe streicht oder Möbel - und Bekleidungshäuser meidet, es gibt genug Menschen, denen es genauso geht, ohne PP-Einnahme jemals im Leben. - Die Freaks sind die, die uns das zumuten.

VG Markus :)
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von HOPE85 » Donnerstag, 08.03.18, 11:45

Hallo in die Runde :group:

Bin grad auf diese Seite gestoßen:

[Link entfernt]

Kennt das jemand?

Gruß
Zuletzt geändert von LinLina am Donnerstag, 08.03.18, 11:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von LinLina » Donnerstag, 08.03.18, 11:51

Hallo Hope :-)

diese Organisation ist von Scientology gegründet worden, wir möchten keine Links davon hier im Forum haben, bitte um dein Verständnis.

Am besten ist es, wenn man auf eine neue Seite stößt, schaut man sich die Hintergründe/gründer und Autoren an, um einschätzen zu können welche Interessen dahinter stehen könnten.

Liebe Grüße
Lina
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von HOPE85 » Donnerstag, 08.03.18, 12:29

Hallo LinLina

Die Scienthologen sind doch überall :rotfl:

Hab das bei SA mal gelesen gehabt war aber noch nicht auf den Seiten und hab nicht genauer hingesehen.

Deshalb die frage.

Klar mit denen wollen wir nichts zu tun haben. :censored:

Grüße
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von edgar » Samstag, 10.03.18, 13:32

Hallo zusammen,

habe hier bisher nur einen Beitrag geschrieben, der natürlich von einigen wieder falsch verstanden wurde.

Wenn ich schreiben, dass die Macht der Gedanken nicht überschätzt werden soll, habe ich damit gewiss nicht gemeint, dass Gedanken z.B. das Rezeptorensystem schädigen. Das ist doch eine Binsenweisheit. So hat mich Hope offenbar so verstanden wie es aus seiner Sicht passend für ihn ist.

Die Macht der Gedanken bezog sich natürlich auf die Haltung, die man gegenüber der Hoffnung auf Genesung hat.

Und die sollte man nicht verlieren, auch wenn man natürlich immer mal wieder hoffnungslose Phasen hat.

Was Hope aber hier versucht hat, und das auf sehr eindringliche und übergriffige Weise (den Menschen die Hoffnung nehmen zu wollen, das es wieder gut werden kann), hat hier leider dazu geführt, dass sich eine Langzeitbetroffene (Thread-Starterin) komplett vom ADFD abmelden lassen will und wird.

Das ist dann ein sehr hoher Preis dafür, dass jemand partout seine Hoffnungslosigkeit auf andere übertragen will.

Wieso hast Du, Hope, nicht einfach geschrieben, dass Du nicht mehr daran glaubst und bist bei Dir geblieben ?

Ich brauche keine Antwort auf diese Frage, sondern vielleicht gehst Du einfach mal in Dich und denkst länger darüber nach, bevor Du wieder etwas schreibst in der Art.

Hast Du mal daran gedacht, dass es theoretisch hätte passieren können, dass sich mit einer Verbreitung von sinngemäß "irreparabler Schäden", die Du aber nicht belegen kannst, sich jemand hätte das Leben nehmen können, der das liest ?

Keiner kann irreparable Schäden belegen in puncto Antidepressiva, deswegen sollte man sich hüten zu behaupten, dass sowas nie wieder in Ordnung kommt.

Mit besten Grüßen
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von Eva » Samstag, 10.03.18, 13:36

Hallo,
Was Hope aber hier versucht hat, und das auf sehr eindringliche und übergriffige Weise (den Menschen die Hoffnung nehmen zu wollen, das es wieder gut werden kann), hat hier leider dazu geführt, dass sich eine Langzeitbetroffene (Thread-Starterin) komplett vom ADFD abmelden lassen will und wird.
Sorry, aber diese Schlussfolgerungen halte ich für gewagt.

Wir können nicht wirklich wissen, was Hopes Intention für ihre (seine?) Beiträge war. Und wie jemand reagiert, ist immer dessen Sache. Ich finde jedenfalls, ich kann nicht jemand anderen für meine eigene Reaktionen verantwortlich machen; egal, was er schreibt, sagt oder tut - für das, wie ich damit umgehe, habe ich selbst die Verantwortung zu übernehmen.

Auch hier kann man also ganz unterschiedlicher Meinung sein, wie sich zeigt.

Grüße, Eva
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von Clarissa » Samstag, 10.03.18, 14:03

Hallo, Leute.

Mich hat dieses Forum in vieler Hinsicht aufgefangen. V.a. damit, dass es meine Symptome nicht nur in meinem Kopf gibt und daß ich nicht allein bin damit.

Ich persönlich habe es in diesem Thread erstmalig gewagt, meinen Verlauf nach Null etwas umfangreicher zu schildern und meinen aktuellen Status zu umreißen..

Ich will damit niemandem die Hoffnung nehmen, aber ich mag auch nichts schönreden. Deshalb halte ich mich meist zurück. Weil ich den Eindruck habe, das wird hier nicht gern gelesen.

Ich bin weder pessimistisch noch ein Miesepeter. Ich empfinde weder mich noch HOPE als übergriffig. Es geht mir auch im vierten Jahr nach komplett Null alles andere als gut, so ist es nun mal. Ich habe nicht den Eindruck, damit ein Einzelfall zu sein.

Ich bin erstaunt, wie HOPES Beiträge aufgefasst und daß sie als Anlass genommen werden, das Forum zu verlassen.

Betroffene Grüße von Clarissa.
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von edgar » Samstag, 10.03.18, 14:03

Hallo Eva,

selbstverständlich ist die Intention von Hope klar gewesen. Seine Worte waren ja mehr als deutlich ("Märchen" etc.), so als ob er die Wahrheit gepachtet hätte, dann noch mit angeblichen "Belegen" über irreparable Schäden, die es nicht gibt.

Jeder hat eine Verantwortung für das, was er sagt, vor allem dann, wenn Hoffnungslosigkeit verbreitet werden soll in einem Forum wie diesem, das die Menschen aufbauen will und Mut machen will. Wieso hat Hope nicht geschrieben, dass er nicht an Heilung glaubt , also bei sich zu bleiben und hat hier von Wahrheitsansprüchen geschrieben ? Ich sage Dir warum: Weil er seine unbelegte "Wahrheit" auf andere übertragen wollte. Seine Intention ist doch völlig klar gewesen.

Jetzt darf ich wohl auch sehr deutlich schreiben, was ich von sowas halte.

Hope kann sich jetzt von mir aus versuchen herauszureden , wie er will und versuchen zurückzurudern, dass er es so nicht gemeint hat.

Wir brauchen keine unbegründete Hoffnungslosigkeit zu verbreiten, um Menschen hier in ihrem durch Psychopharmaka verursachten Leid ernst zu nehmen. Das tun wir auch so. Und ernst nehmen von Leid hat nichts zu tun mit Einreden wollen von irreparablen Schäden. Ein Arzt von einem Bekannten hat auch mal vor 20 Jahren gesagt, dass er in 2 Jahren im Rollstuhl sitzen wird. Das hätte vor 18 Jahren sein "müssen". Weißt Du, was ich meine ?

Liebe Grüße
Edgar
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von carlotta » Samstag, 10.03.18, 14:15

Hallo Clarissa,

der Unterschied zwischen Deinen und Hopes Äußerungen ist der, dass Du mit Deinen Schilderungen bei Dir bleibst. Das ist gut und wichtig, offen zu schreiben, was Sache ist. Es soll nichts beschönigt werden. Das ist übrigens auch genau meine und Edgars :) Ansicht.

Aber darum geht es hier auch nicht. Und das hat Edgar dargelegt.

Man hat Verantwortung, wenn man in einem semi-offiziellen Raum wie hier, gerade wo es um Gesundheitsfragen geht, etwas postet. Ob es einem gefällt oder nicht. Man hat grundsätzlich Verantwortung in der Kommunikation mit anderen.

Menschen sind keine voneinander unabhängigen Wesen.

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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von Eva » Samstag, 10.03.18, 15:29

Hallo Edgar,

was ich mir vorstellen könnte ist, dass Hopes Antworten aufgrund des, sagen wir, "starken Gegenwinds" dann schärfer ausfielen als ursprüglich gemeint. In so eine Argumentationskette kann man sich leider mehr hineinschrauben, als es der eigenen Absicht entspricht.

Das ist nur ein Gedanke, ich möchte mir nicht anmaßen, zu behaupten, dass es so war, auch ich kann es nicht wissen. Aber so sind schon viele Forumsstreitigkeiten entstanden. Geharnischte Reaktionen erzeugen wieder geharnischte Reaktionen.

Ich möchte hier für mich reden: Würde ich das Forum verlassen, weil ich mich über Antworten geärgert habe, sähe ich das als meine Sache an, nicht als die des anderen. Die Sprache drückt es aus: ICH ärgere MICH, und zwar selbst wenn der andere mich ärgern will, dann entscheide ich immer noch, ob ich darauf einsteige oder nicht.

Darin gebe ich Dir aber Recht: Sicher tragen wir auch Verantwortung für das was wir schreiben, nicht nur dafür, wie wir Geschriebenes entgegennehmen. Das steht für mich jedoch auf einem anderen Blatt.

Mir tut es übrigens für jeden Leid, der aus solchen oder ähnlichen Gründen erwägt, das Forum zu verlassen; meist handelt man hier aus einer momentanen Empörung heraus, nur tut man sich mit dem Weggang im Endeffekt selbst keinen Gefallen. Den anderen störts vielleicht nur kurz, aber man selbst vermisst anschließend das Forum; das kann durchaus passieren.

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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von Flummi » Samstag, 10.03.18, 16:34

Hallo,
Ist blöd gelaufen und ich fand das auch etwas sehr negativ von Hope, aber man steckt nicht drin, was der andere sagen wollte und kann es auch nicht erraten. Jeder hat seinen Hau weg und man muss halt echt ein bisschen aufpassen was man sagt. Find es aber nicht richtig, Hope Böses zu unterstellen.
Abstraktere Diskussionen hier im Forum können sicher eher aus dem Ruder laufen. Erinnere mich noch an: Wer sollte wann oder ob überhaupt absetzen? Sicher keine clevere Meinung von dem jenigen, der meinte, dazu eine sagen wir mal reglemetierende Meinung zu haben. Aber ob der Böses wollte?
Find ich jedenfalls n komisches Menschenbild, wenn man meint, genau zu wissen, was der andere sich dabei gedacht hat und dann auch noch Böses zu vermuten.
Sollten wir alle mal n Gang zurückschalten.

Liebe Grüsse,
Claudia
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von LinLina » Samstag, 10.03.18, 17:09

Hallo :group:

ich möchte mich nochmal zitieren
LinLina hat geschrieben:
Dienstag, 06.03.18, 20:56
Wie lange Entzug dauern kann ist oft ein sehr schwieriges Thema.

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Hier, in diesem abgetrennten Thread können gerne Studien oder Links diskutiert werden, die sich z.b. damit beschäftigen was an langfristigen oder dauerhaften Veränderungen durch den Entzug passieren könnte.

Somit ist jetzt platz für jeden :group:
Ich finde es nicht gut, dass die Diskussion jetzt hier weiter geht wer was warum gemacht hat, ich denke nicht dass das hilfreich ist. Es ist immer sehr traurig wenn jemand verletzt wird durch einen Beitrag, und wenn das zum Rückzug führt zum Selbstschutz ist das verständlich. Das sollte optimalerweise nicht passieren, ich denke darin sind wir uns einig, und ich habe ja mehrere Beiträge geschrieben wo ich mir sehr viel Mühe gegeben habe die Aussagen und Links von Hope :-) kritisch zu kommentieren, genau wie andere auch.

Es lässt sich aber nie ganz vermeiden dass man auch mal unachtsam kommuniziert und es vielleicht auch erstmal nicht für jeden ersichtlich ist, wie sehr jemand verunsichert und verletzt sein kann durch einen Beitrag (und wir versuchen wirklich, dass es nicht soweit kommt - es ist aber nicht möglich, das immer 100 % zu vermeiden. Ich habe hier auch meine Triggerthemen, mit denen ich ohne Vorwarnung konfrontiert sein kann - das bringt das Lesen im Forum einfach mit sich :? ich musste mich dann auch manchmal für eine Weile zurückziehen).

Wir haben ja auch aus diesem Grund die Threads geteilt und nochmal deutlich gemacht, wofür der Langzeitbetroffenenthread gedacht sein soll, und ich möchte darum bitten dass hier jetzt bei Bedarf wirklich Überlegungen zu Heilungschancen und passende Beiträge und Kommentare gepostet werden, sonst macht das hier wenig Sinn :?

Danke Euch :group:

Liebe Grüße
Lina
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von stubi » Samstag, 10.03.18, 17:24

Hallo ihr Lieben,

also ich habe hier auch schon sehr lange mitgelesen, bevor ich mich angemeldet habe.

Ich habe auch nach Erfolgsgeschichten gesucht, an denen ich mich hochziehen konnte. Viele davon sind nicht zu lesen und ich habe mich gefragt warum eigentlich nicht?

Heute bin ich in der Lage, dass ich mein drittes Jahr vollendet habe und jetzt ist es immer noch nicht gut, schon besser doch noch lange nicht gut. Ich stehe immer noch auf den Standpunkt nur nicht aufgeben das wird schon.

Doch wenn ich andere hier so lese wie die leiden, kann ich nicht ehrlich über meine Zustände schreiben, da ich ja niemand demotivieren will, da ja jeder von uns anders ist und reagiert auf diese Substanzen.

Vielleicht schreiben ja viele hier nicht mehr, aus denselben Gründe wie ich sie empfinde. Wer weiß das schon so genau?

Doch schlechte Absichten würde ich niemand unterstellen wollen.

Liebe Grüße
Stubi
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von Eva » Samstag, 10.03.18, 17:29

Okay, Lina,

also zurück zur Sache. :)

Heilungsschancen bestehen meiner Ansicht nach für jeden, aber ob das bis zur 100%igen Heilung in jedem Fall führt? Eher nicht.

Einfach objektiv betrachtet, verläuft die Heilung von PP nicht anders als die Heilung von anderen Krankheiten: mancher Glückliche hats schnell und komplett ausgestanden, der weniger Glückliche schleppt mehr oder weniger lange Symptome mit sich herum und muss damit leben.

Auch dann kommts sehr auf die Einstellung an; also ob ich mich bemitleide oder am immerhin erreichten Fortschritt freue und sehe, was ich doch erreicht habe.

Bin ich sensibel und schnell entmutigt, lese ich keine Statistiken und keine Negativaussagen. Ich konnte z. B. nichts mit der Aussage, ein Benzo-Entzug sei schlimmer als ein Heroin-Entzug, anfangen. Mir schien es drohend und zu nichts gut, so etwas zu lesen und in mich hineinzulassen, solange ich noch im Entzug steckte. Heute, wo ich ihn hinter mir habe, kann ich dabei gelassen bleiben.

Was ich damit sagen will: Ich muss mich selbst schützen vor allem, was mich herunterzieht, zumal wenn es sich um Dinge handelt, wofür niemand wirkliche Beweise hat. Das heißt aber nicht, dass sich andere damit ebenfalls nicht konfrontieren wollen. Und ich denke, beide Strategien sind in Ordnung.

Liebe Grüße, Eva
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