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PsychKHG Bayern

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Marko92
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PsychKHG Bayern

Beitrag von Marko92 » Dienstag, 12.06.18, 10:38

Hallo liebe Alle,

https://www.br.de/nachrichten/csu-entsc ... z-100.html

Ich frage mich, ob man froh sein soll oder nicht, bedenkt man, was in der ursprünlichen Fassung geplant war.

Besonders eine Unterbringungsdatei über alle Zwangseinweisungen, in der 5 Jahre die Patientendaten gespeichert werden sollten, auf die auch die Polizei zugreifen hätte können.

Dass jetzt weiter dran rumgemurkst wird und neue Paragraphen ausgearbeitet werden sollen, macht mich schon wieder skeptisch.

Mich ärgert diese staatliche veranstaltete Bedrohnug und Diskrminierung ganz gewaltig, besonders weil in meinem Freundeskreis jemand, der sich langsam und mühsam aufgerafft hat, es mit einer Therapie zu versuchen, sich jetzt umentschieden hat aus Angst, wie sich dieses Gesetz noch entwickelt. Ich kann so hautnah miterleben, wie benötigte Hilfe aus Angst vor Diskriminierung und Zwangsmaßnahemen nicht angenommen wird, da kann man sich ja vorstellen, wie sich das auf die Bevölkerung insgesamt auswirkt. - Wer noch nicht in der Psycho-Schublade drin ist, wird
um das Thema einen grossen Bogen machen, so lange es geht.

Ich wollte das Thema mal ansprechen, vielleicht macht ihr euch ja auch darüber Gedanken.

Für mich bedeutet das, dass ich in Zukunft noch genauer darauf achte, dass die Ärzte, zu denen ich gehe, sich nur um ihr Fachgebiet kümmern, dass keine Diagnosen ausgetauscht werden oder Arztbriefe geschrieben werden. Einen Hausarzt, der mich gut kennt und alles über mich weiß, habe ich sowieso nicht. -

LG Markus :group:
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vio
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Re: PsychKHG Bayern

Beitrag von vio » Mittwoch, 27.06.18, 0:13

Das wusste ich noch garnicht, dass die Polizei auf vertrauliche Patientendaten Zugriff hat. Da ist wohl der Datenschutz sehr massiv im Argen ? Eine riesengrosse Schweinerei sowas. Eine Entrechtung. Datenschutz, Arztgeheimnis und Schweigepflicht gleich null.

Ich erinnere mich noch an den Fall Gustl Mollath. Sechs Jahre Zwangspsychiatrie, weil er die Wahrheit über Gesetzesüberschreitungen vollkommen legitim zur Anzeige brachte. Und so was mitten in Deutschland. Man kann sehr schnell dort landen und ist vollkommen unschuldig und völlig gesund. Nur weil jemand Gerechtigkeit und die Wahrheit wollte. Die verantwortlichen Richter sitzen noch immer auf ihrem Thron. Keinerlei Konsequenzen.
Unfassbar ! Der Mann der Gerechtigkeit und Aufklärung wollte, würde noch heute in der geschlossenen Psychiatrie sein, wenn er nicht diesen gescheiten Anwalt beauftragt hätte, der die Freilassung nach 6 Jahren geraubtem Leben erreichte. 6 Jahre seines wertvollen Lebens wurden ihm unrechtmäßig genommen. Das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Justiz und des Staates schwinden. Doppelt schlimm: Die Verantwortlichen bleiben unbehelligt. Diese sollte man genauso lange einsperren.
Es ist traurig, was aus Deutschland geworden ist und es wird noch schlimmer.

Es scheint sehr leicht zu sein, jemanden auszuschalten, der eine unbequeme Wahrheit zu Tage fördert.
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Re: PsychKHG Bayern

Beitrag von Marko92 » Mittwoch, 27.06.18, 9:34

Hallo Vio,
Das wusste ich noch garnicht, dass die Polizei auf vertrauliche Patientendaten Zugriff hat.
Das hat sie jetzt zum Glück auch nicht, weil das Gesetz nicht wie geplant eingeführt worden ist, sondern jetzt überarbeitet wird. Es gab diese Datei nie, aber schlimm genug, wenn Politiker überhaupt auf solche Ideen kommen.

Ich denke, dies Patientendatei dürfte entgültig gestrichen sein, fragt sich nur, was letztendlich bei dem Gesetz raus kommt.

Bayern ist ja bekanntlich sowieso das konservativste und restriktivste Bundesland. Jetzt ist auch noch Wahl im Herbst, die CSU konkurriert mit der AfD um die Wähler am rechten Rand.

Ja, Mollath, das ist eine üble Sache. - Angehörige , die einem nichts gutes wollen, sind ein Risikio für psychische Belastete, aber auch für alte Menschen. MMn. wird auf deren Aussagen unbesehen viel zu viel gegeben.

Deswegen finde ich Patientneverfügung und Vorsorgevollmacht wichtig, damit der eigene Wille klar ist und wer sich, wenn es sein muss, um die eigenen Angelegenjeiten kümmern darf.

LG Markus :)
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Re: PsychKHG Bayern

Beitrag von crazy » Mittwoch, 25.07.18, 22:10

Hallo Markus,

ich fand den reinen Vorschlag eines solchen Gesetzes auch schlimm. Aus diesem und anderen Gründen war ich letzten Sonntag in München auf der Straße bei der #ausgehetzt-gemeinsam gegen die Politik der Angst-Demo. Und wem ich bei der Landtagswahl meine Stimme gebe, werde ich mir genau überlegen.
Gruß, crazy
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OliverMarko92Arianrhod
2008/09:Klinikaufenthalt mit Verdacht auf Psychose/Anpassungsstörung
Medikation: Zyprexa (weiß nicht mehr wieviel), nach 2 Wochen abgesetzt
2009: Klinikaufenthalt (psychosomatisch)
Medikation: 1,5 mg Risperidon
2009/10: schrittweise Reduktion von 1,5 mg auf 1 mg auf 0,5 mg Risperidon
2010-2015: keine Medikamente
2015: Stimmenhören verbunden mit sehr belastender Situation, Arbeitslosigkeit. Klinikaufenthalt August 2015, Verdacht auf Psychose, 12,5 mg Abilify
2016/17: schrittweise Reduzierung von 12,5 auf 10 auf 7,5 auf 5 mg.
seit ca. März 2017: stabil auf 5 mg Abilify
Dez. 2017: Absetzversuch auf 3,75 mg dann auf 2,5 mg Abilify, Abbruch wegen erneutem Stimmenhören
Seit Dez. 2017: wieder stabil auf 5 mg Abilify
Symptome: keine
Nebenwirkungen: Müdigkeit, vereinzelt depressive Tage. Kinderwunsch ist auch ein Thema mit 32 und in festen Händen
sonstige Therapie: ambulante Gruppentherapie

29.04. Reduktion von 5 mg auf 4,5 mg mit der Wasserlösemethode
04.05. 5mg-5mg-2,5mg im dreitägigen Rhythmus, ø ca. 4,2mg
21.05.18 sehr hohes Schlafbedürfnis auch tagsüber
23.05. Einnahme abends wegen der Müdigkeit
01.06. 5mg-2,5mg im zweitägigen Rhythmus abends
06.06. 2,5mg-5mg-2,5mg im dreitägigen Rhythmus abends
psychotische Symptome:keine
aber: müde, gereizt, weinerlich
Homöopathie: Pulsatilla alle 4 Wochen
06.07.18 Umstellung auf Aripiprazol flüssig
3,0 mg abends

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