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ADs wirken doch!?

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Dean002
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ADs wirken doch!?

Beitrag von Dean002 » Dienstag, 10.07.18, 15:14

Hallo zusammen

Mal ne ganz ganz ganz dumme Frage:

In x Beiträgen die ich hier gelesen habe, steht, dass die Serotoninthese mittlerweile widerlegt ist und dass die SSRIs (im speziellen) NICHTS bringen, sprich dass nicht das Serotoninmangel die Ursache der Depression ist.

Jetzt setzen aber viele ihr AD ab, weil es ihnen wieder gut geht und sie schreiben auch die Medikamente haben etwas gebracht.

Das ist doch total widersprüchlich!!!!

Ihr könnt mich sicher aufklären :-)
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Bis ca Frühjahr 2017 150mg Venlafaxin
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Lithium
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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Lithium » Dienstag, 10.07.18, 15:44

Dean002 hat geschrieben:
Dienstag, 10.07.18, 15:14
In x Beiträgen die ich hier gelesen habe, steht, dass die Serotoninthese mittlerweile widerlegt ist und dass die SSRIs (im speziellen) NICHTS bringen, sprich dass nicht das Serotoninmangel die Ursache der Depression ist.

Jetzt setzen aber viele ihr AD ab, weil es ihnen wieder gut geht und sie schreiben auch die Medikamente haben etwas gebracht.

Das ist doch total widersprüchlich!!!!

Ihr könnt mich sicher aufklären :-)
Hi,

ADs erhöhen die Konzentration an bestimmten Neurotransmittern im Gehirn. Dadurch geht es einen erstmal zwangsläufig besser. Ein Mangel an bestimmten Neurotransmittern wurde allerdings bei depressiven Patienten noch nie signifikant festgestellt. Und die Pharmaindustrie hat wirklich alles gegeben um einen Mangel an Neurotransmittern bei Depressiven nachzuweisen. Vergeblich. Deswegen stellen ADs auch kein "normales" Gleichgewicht an Neurotransmittern wieder her denn es gab nie ein signifikantes Ungleichgewicht.

Ich glaube daran dass man mit ADs eine depressive Phase für die Dauer von sagen wir mal 3 oder 4 Monaten überbrücken kann. Nur leider ist die Regel dass die meisten Patienten dann nicht mehr von den ADs wegkommen.

Grüße

Lithium
2003 Herbst: Diagnose Saisonale Depression 30mg Mirtazapin
2004 Frühjar: Absetzen Mirtazapin auf 0 innheralb von 2 Wochen. 4 Tage sehr starke Absetzsymptome danach alles bestens
2004 Winter: Mirtazapin 30mg
2007 Herbst: Mirtazapin 45mg
2008 Frühjahr: Mirtazapin 30mg
2012 Frühjahr: Absetzversuch innerhalb von 1,5 Monaten auf 7,5mg. Sehr stakre Absetzsymptome bei 7,5mg und wegen psychischer Instabilität wieder zurück auf 30mg
2012 Herbst: Mirtazapin 45mg
2013 Frühjahr: Absetzversuch innerhalb von 2 Monaten auf 15mg. Sehr stakre Absetzsymptome bei 15mg und wegen psychischer Instabilität wieder zurück auf 45mg
2014 Herbst: Zusätzlich phasenweise 5 HTP 25mg - 150mg bis zum heutigen Tag. Aber generell keine Probleme wenn auf 0mg reduziert wird.
2017 Sommer: Cannabidiol manchmal am Abend

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Diane
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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Diane » Dienstag, 10.07.18, 15:55

Hallo,

ich bin auf dem Gebiet nicht belesen, aber habe auch in Medien Studien zu hören bek, das kein Serotininmangel an der Deprie Mitschuld hat.
Warum SSRIs manchen helfen u manchen nicht, ist doch noch gar nicht erforscht.
Man weiss jedoch, das diese Medis nicht nur im NS greifen, sondern auch in die Verdauung,im Herz-Kreislauf-System usw. Auch im hormonellen System greifen sie ein.
Wie Du siehst, die Medis können allerhand im Körper verändern.
Ich persönlich denke, das Depries ehr durch einen bestimmten Vitaminmangel,Hormonmangel oder Spurenelementenmangel entstehen.
Ein Beispiel ist Vitamin D. In vielen Studien wurde belegt, das ein Mangel Antriebslosigkeit usw auslöst. Damals wurden sogar Vitamin D in hohen Dosen verordnet. Irgendwann nicht mehr, warum auch immer. Zudem ist Vitamin D kein Vitamin, sondern wird zu einem Hormon umgewandelt, was ganz viele Aufgaben im Körper hat.

Zudem werden Nebennieren u Nebenschilddrüse kaum in Betracht gezogen, wenns jmd schlecht geht. Vorallem das sogenannte "Burnout" beruht auf eine Nebennierenschwäche, wo kaum noch Cortisol produziert wird uvm..

Ich kann mir gut vorstellen, das noch nicht ganz erforschte SSRIs in solch Hormonhaushalte eingreifen.

Oder wie erklärst du Dir zb NW wie Zwischenblutungen, Ausbleiben der Mens, Milcheinschüsse?
Oder beim Absetzen Schilddrüsenschwankungen von Über bis Unterfunktionen als auch plötzliche Unterzuckerungen o plötzliche Allergien, wo man vorher nie Probleme hatte????

Lg
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Heute, ca 2j später, gehts einigermaßen. Ich kann mit 5000ie alle 3 Tage meinen VD3 auffüllen, einigermaßen wieder essen, vertrage aber noch nicht alles. Mein NS ist noch sehr gereizt, vorallem bei Stress u im Zyklus ( starke PMS, Unruhe, Kreislaufbeschwerden)...
Die Schwäche kommt oft noch durch.
Zig Untersuchungen habe ich durch. Dank Venla habe ich Marklagerläsionen im Hirn, was Ärzte aber nicht aufs Medi schieben, wie auch den Rest meiner Symptome.
Den Rest würde ich gern im Thread beschreiben bzw austauschen, da ich weiss, das viele offline gehen nachdem sie beschwerdefrei sind.

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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Diane » Dienstag, 10.07.18, 16:06

Nachtrag:

Es ist auch so, das durch den Medis Serotinin erhöht wird, aber eben nicht, weil sie direkt an den Synapsen greifen, sondern ehr im Belohnungszentrum. Ein Arzt beschrieb es mir mit Nikotin...
Man raucht - das Belohnungszentrum im Hirn wird aktiviert - Setotinin wird freigesetzt - es geht einem gut...
Stunden vergehen - Serotinin baut sich ab - Belohnungszentrum verlangt neuen Nikotin... u der Kreislauf beginnt.

So, was passiert beim Entzug von Nikotin? Genau, man wird gereizter, man schläft schlecht, zittert, nimmt zu, uvm... man steckt in einen Entzug.

Nur Nikotin greift nicht zu sehr in den Hormonhaushalt ein wie Medis.. Sie haben einfach mehr Potenzial sag ich mal...

Ich kenne keine Studien dazu, aber ich habe mit vielen Neurologen gesprochen ;)

LG
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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Jamie » Dienstag, 10.07.18, 17:23

Hallo,

dieser Thread ist von vorne bis hinten schräg und voller Halbwahrheiten.
Ich müsste mich Stunden hinsetzen und Satz für Satz kommentieren. Das packe ich nicht. :roll:

Entweder übernehmen das Menschen hier, die Lust dazu haben und Kenntnisse, oder man sollte diesen Thread schließen, das ist wirklich meine Meinung.

Ich werde diesen Thread auch melden, nicht, um eine Schließung zu bewirken oder sonstwas, sondern um das Team in Kenntnis zu setzen, dass man hier ggf. mal drüberschauen sollte.

Der von Dean genannte Widerspruch existiert, müsste aber aufwändig erklärt werden.

Viele Grüße
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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von padma » Dienstag, 10.07.18, 17:43

hallo zusammen, :)

wie Jamie :) schreibt, sind viele der Aussagen nur halb oder gar nicht richtig.

Die Hauptwirkung von AD beruht auf dem Placeboeffekt. Daher geht es manchen nach der Einnahme tatsächlich besser.
Allerdings zahlt man dafür einen Preis. AD sind Substanzen mit erheblichen NW und Risiken. Und die "Wirksamkeit" lässt mit der Zeit nach. Für einen Langzeitgebrauch waren sie nicht gedacht.

AD haben keinerlei heilende Wirkung. Eine Depression verschwindet normalerweise von selbst wieder. Oft ist es jedoch erforderlich auch an den zugrunde liegenden Problemen zu arbeiten um das Problem nachhaltig zu lösen.

Hier ist das Wichtigste zu Wirksamkeit, Risiken, Placeboeffekt, Serotoninmythos etc. erklärt
https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 16#p257716 und folgender Punkt.

liebe Grüsse,
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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von LinLina » Dienstag, 10.07.18, 18:06

Hallo Zusammen :-)

Laut vieler Studien sind Antidepressiva entweder nicht oder nicht wesentlich hilfreicher als Plazebo.

Dies bedeutet nicht, dass niemand einen positiven Effekt verspürt. Zum einen ist der Plazeboeffekt sehr wichtig und durchaus ein reeller messbarer Effekt auf den Körper (bei vielen Medikamenten ist der Placeboeffekt stärker oder ähnlich stark wie die eigentliche Wirkung).

Die Erwartungshaltung ist ja zunächst bei vielen positiv, gerade wenn man den Ärzten vertraut, auch das hilft schon einen Effekt zu spüren.

Außerdem greifen Antidepressiva ja im Gegensatz zu Plazebo wirklich auch direkt biochemisch in den Gehirnstoffwechsel ein. Was sie da kurz- und langfristig genau alles bewirken, ist aber nicht genau bekannt. Kurzfristig wird die Serotoninkonzentration am synaptischen Spalt wohl erhöht, aber dann kehrt es sich oft um und sie wird eher niedriger.

Ob dieser Effekt mit ein Grund für die von manchen Menschen erlebte positive Wirkung ist (andere fühlen sich ja noch schlechter mit den Medikamenten oder merken gar nichts) ist aber nicht klar. Antidepressiva wirken alle auf verschiedene Rezeptoren und Transmitter und dazu haben sie noch andere Eigenschaften (Entzündungshemmung/Histaminblockade u.a.).

Der Mechanismus wie Antidepressiva auf Neurotransmitter wie Serotonin oder Dopamin wirken ist grundsätzlich vergleichbar mit manchen illegalen Drogen, aber ist in den normalen Dosierungen nicht so stark und abrupt.

Dass ein Serotoninmangel die grundsätzliche allgemeine Ursache für Depressionen ist, ist anhand der Studienlage nicht mehr anzunehmen. Die Serotoninmangelhypothese wird auch von Befürworten der AD-Behandlung nicht mehr ernsthaft angenommen. Aktuelle Forschung geht eher in die Richtung chronische Entzündungsprozesse und andere Zusammenhänge wie neuronale Plastizität.

Höchstwahrscheinlich handelt es sich bei "Depressionen" um sich teils ähnliche Symptome, die sehr verschiedene körperliche und seelische Ursachen haben können.

Dies könnte ein Grund sein warum manche eine sofortige Wirkung spüren, andere überhaupt nicht und andere eine ganz schlimme Unverträglichkeitsreaktion erleben (wobei auch die Positive wirkung kein Zeichen dafür ist, dass vorher ein Mangel vorlag - genauso wie bei Kopfschmerzen kein Mangel an Schmerzmitteln da war sondern verschiedene Ursachen haben kann, aber durch die Medikamente erstmal nicht mehr spürbar ist und man sich wieder gesund fühlt)

Insofern ist es kein wirklicher Widerspruch, dass Medikamente gegen Symptome wirken können, ohne dass das die Ursache erklärt oder beweist.

Es spricht meiner Meinung nach ja auch nicht grundsätzlich etwas dagegen, zeitweise eine rein symptomatische Behandlung zu versuchen wenn es gerade gar nicht anders geht, bei Antidepressiva und allgemein bei Psychopharmaka ist es aber so, dass die positive Wirkung meist stark überschätzt und die Risiken sehr unterschätzt werden, wie ja unser Forum hier zeigt.

Oft wird fast selbstverständlich angenommen, dass diese Medikamente so effektiv und sicher helfen wie Kopfschmerztabletten und sogar die Ursache behandeln - das ist aber eben leider nicht so, vielen hilft es eben nicht oder verkompliziert die Lage noch kurz- oder langfristig und wenn es hilft erkauft man sich das trotzdem wenn man Pech hat mit einer fiesen körperlichen Abhängigkeit und/oder chronifizierung des Problems.

ich hoffe das löst den vermeintlichen Widerspruch etwas auf.

Liebe Grüße
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Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Oliver » Dienstag, 10.07.18, 18:12

Hallo,

es gibt bei uns in den Hintergrundinformationen zu diesem Thema mehr als genug Texte und Verweise auf Studien und Bücher von unabhängigen Experten. Da kann sich jeder selber ein Bild machen.

https://adfd.org/austausch/viewforum.php?f=6

Alles Gute
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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 10.07.18, 18:19

Hallo!

Zum Wissensstand über die Ursache von Depressionen verweise ich auf dieses Statement von Psychiatern bei der DGPPN: alles theoretische Vorstellungen, nix genaues weiß man nicht.

https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... pn#p152459
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Dean002 » Dienstag, 10.07.18, 20:45

Da han ich ja was losgetreten :)

Sorry für das.

Aber ich habs bei mir ja selbst gemerkt. Über ein Jahr durch die Hölle. Venlafaxin genommen als letzter Ausweg und aufwärts gings, stetig stetig, bis es mir ständig gutging und ich nach 2 Jahren ausschleichen möchte und nun hier bin...

Und keine Wirkung ohne Nebenwirkung, auch das Ausschleichen was die Hölle ist sagt mir einfach...es wirkt irgendwie doch...es muss ja...und das das Absetzen ein Graus ist, keine Zweifel!

Aber die Leute die sich hier melden...meiner Meinung nach ein kleiner Bruchteil. Bei allen anderen gehts wohl viel einfacher, ohne nennenswerte Probleme. Und wir haben einfach Pech dass es die Hölle ist. Dies denke ich mir...aber ist ein anderes Thema.

So meine Gedanken heute :)
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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Towanda1 » Dienstag, 10.07.18, 20:56

Hallo Dean,

Naja, hör Dich mal um, wieviele Menschen in Deinem Umfeld seit Jahrzehnten ADs schlucken, weil sie es nicht schaffen ohne.
ADs deckeln erstmal die Symptome, und ja, in manchen Fällen mag das ganz nützlich sein, aber die eigentliche Arbeit an der Ursache ist eine andere. Wenn man die nicht leistet (will), richtet man sich am besten auf ein Leben mit ADs ein und hofft, daß sie recht lange wirken.

Wenn man die oben verlinkten Studien liest wird in den meisten bestätigt, daß ADs den Placebos, wenn überhaupt, nur sehr marginal überlegen sind.

LG Towanda
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01.07.18 - 13,50 mg Mirtazapin - Umstieg auf Feinwaage und Nagelfeile :D
03.08.18 - 12,00 mg Mirtazapin
09.09.18 - 10,80 mg Mirtazapin
10.10.18 - 9,50 mg Mirtazapin
09.11.18 - 8,50 mg Mirtazapin
13.12.18 - 7,50 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Ciprofloxacin C30 5 Globuli
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
1 x tgl. Thyreoidea comp. 5 Globuli


Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen

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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Diane » Dienstag, 10.07.18, 21:32

Guten Abend...

Hier ein interessanter Link mit vielen Studien, wo auch aufzeigen, das die Pharmaindustrie teilweise Studien unterschlagen wollten usw.
Klickt man das jeweils rote Kästchen mit dem Thema an, kann man viel erlesen. Vielleicht auch für das Team recht interessant?

https://www.depression-heute.de/falscha ... hauptungen

Lg
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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Lithium » Dienstag, 10.07.18, 21:37

Dean002 hat geschrieben:
Dienstag, 10.07.18, 20:45
Aber ich habs bei mir ja selbst gemerkt. Über ein Jahr durch die Hölle. Venlafaxin genommen als letzter Ausweg und aufwärts gings, stetig stetig, bis es mir ständig gutging und ich nach 2 Jahren ausschleichen möchte und nun hier bin...
Hi Dean,

so ähnlich wars bei mir auch. Vor Mirtazapin gings mir beschissen. Dann ging es mir mit Mirtazapin besser. Die letzten 14 Jahre der Einnahme waren jetzt nicht unbedingt der Himmel auf Erden aber ich kann nicht klagen. Besonders weil ich absolut keine Nebenwirkungen habe (außer Restless Legs) und es überall (Arbeit, Freundin, Familie usw.) bergauf ging.

Irgendwie kann ich an einen 14 jährigen Placeboeffekt auch nicht so wirklich glauben. Ich schau mal wie weit es sinnvoll ist das Mirtazapin zu reduzieren.

Viele Grüße

Lithium
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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Diane » Dienstag, 10.07.18, 22:02

Hi...

Und hier ein Link wo Bestechungsversuche usw standfanden

https://www.depression-heute.de/table/skandale/

(Oben rechts kann man eine Seitenanzahl auswählen 5-30 glaub ich... jede Seite umfasst ein Thema... ) unfassbar, was man dort zu lesen bek.

Lg
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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Diane » Dienstag, 10.07.18, 22:12

Hallo,
In x Beiträgen die ich hier gelesen habe, steht,
dass die Serotoninthese mittlerweile widerlegt ist und dass die SSRIs (im speziellen) NICHTS bringen, sprich dass nicht das Serotoninmangel die Ursache der Depression ist.


Hier eine Studie;)


https://www.depression-heute.de/seroton ... -widerlegt

Lg
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Oliver
Ich nahm 2015 150mg Venlafaxin. Dank diesen Forums schlich ich mit Kügelchenmethode aus (7Monate). Bei 0mg angekommen, gings mir 2 Wochen gut, dann trat die Hölle auf Erden ein. Ich hatte zum Schluss zu schnell reduziert. Ich war monatelang bettlägrig, schlimmste Angstzustände, Herzprobleme, 20kg Abnahme was Vitaminmangel mit sich brachte, die ich dank Entzug mit Nahrungsmittelergänzungspäperate nicht beheben konnte, vorallem mein Vitamin D3 war krankhaft niedrig. Ich war kaum noch lebensfähig, mehr Wellen als Fenster.
Heute, ca 2j später, gehts einigermaßen. Ich kann mit 5000ie alle 3 Tage meinen VD3 auffüllen, einigermaßen wieder essen, vertrage aber noch nicht alles. Mein NS ist noch sehr gereizt, vorallem bei Stress u im Zyklus ( starke PMS, Unruhe, Kreislaufbeschwerden)...
Die Schwäche kommt oft noch durch.
Zig Untersuchungen habe ich durch. Dank Venla habe ich Marklagerläsionen im Hirn, was Ärzte aber nicht aufs Medi schieben, wie auch den Rest meiner Symptome.
Den Rest würde ich gern im Thread beschreiben bzw austauschen, da ich weiss, das viele offline gehen nachdem sie beschwerdefrei sind.

Aktuelle Medikamente Januar 2018:

Nebivolol seit 1.März 0mg

Vitamin D3 mit K2 alle 2 Tage 5000ie mit 100yu K2


Link zum Absetzten.. Quelle NDR Visite/youtube
(Hier wird auch das Forum erwähnt)

https://youtu.be/KirFj2mTn48

Dean002
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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Dean002 » Mittwoch, 11.07.18, 22:35

Diane hat geschrieben:
Dienstag, 10.07.18, 22:12
Hallo,
In x Beiträgen die ich hier gelesen habe, steht,
dass die Serotoninthese mittlerweile widerlegt ist und dass die SSRIs (im speziellen) NICHTS bringen, sprich dass nicht das Serotoninmangel die Ursache der Depression ist.


Hier eine Studie;)


https://www.depression-heute.de/seroton ... -widerlegt

Lg

Sorry, aber das scheint nicht vertrauenswürdig.

1. keine Quellenangabe / Verzeichnis ausser dem lapidaren Link zu Wikipedia
2. hat dieser Wirkstoff KEINE Auswirkung auf Serotonin, senkt ihn also nicht. Dies gem diversen anderen Seiten. Der Wirkstoff erhöht eher Dopamin.
Diagnose: Angststörung
Bis ca Frühjahr 2017 150mg Venlafaxin
Bis ca Spätsommer 2017 112.5mg
Bis ca Frühjahr 2018 75mg
Seit Angang Juni 2018 37.5mg

Seit Anfang Juli 18 Symptome wie vor der Einnahme

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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von padma » Mittwoch, 11.07.18, 22:48

hallo Dean, :)

wie wäre es mit einem Blick in die Fachinformation des Herstellers?
Tianeptin ist ein trizyklisches Antidepressivum.
In tierexperimentellen Studien wurden an Tianeptin die folgenden Eigenschaften beobachtet:
- erhöhte elektrische Aktivität der Pyramidenzellen im Hippocampus und Beschleunigung der Aktivitätsrückgewinnung nach funktionaler Inhibition.
- erhöhte Wiederaufnahme von Serotonin im Kortex und hippocampalen Neuronen.
- Im Gegensatz zu anderen trizyklischen Antidepressiva verstärkt Tianeptin die Wiederaufnahme von Serotonin (5-HT) in die Neuronen. Dieser Mechanismus steht im Widerspruch zu konventionellen Depressionstheorien. Weiterhin steigert Tianeptin den Dopamin-Stoffwechsel des Gehirns und verringert die Freisetzung von Acetylcholin. Der Einfluss dieser Effekte auf die antidepressive Wirkung von Tianeptin ist jedoch nicht geklärt.
https://www.gelbe-liste.de/produkte/Tia ... nformation

lg padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
25.10.2018: 0,15 mg :schnecke:



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von LinLina » Mittwoch, 11.07.18, 22:50

Hallo Dean :-)

Ich kenn den verlinkten Text nicht gut aber bin mir nicht sicher, wie du auf deine Aussagen kommst, denn

1) Die Quellenangaben finden sich im Text als Links, es sind mehrere Studien und andere Quellen verlinkt z.b.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/182 ... t=Abstract
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ ... p?id=44354
https://www.nature.com/articles/2251259b0
u.v.m.

2) Tianeptin, der Wirkstoff der im Text erwähnt ist, senkt tatsächlich die Serotoninkonzentration im synaptischen Spalt indem die Wiederaufnahme erhöht wird siehe diese Studie https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/182 ... t=Abstract

Liebe Grüße
Lina
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Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Oliver
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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Oliver » Dienstag, 17.07.18, 21:08

Hallo,
Dean002 hat geschrieben:
Dienstag, 10.07.18, 20:45
Aber die Leute die sich hier melden...meiner Meinung nach ein kleiner Bruchteil. Bei allen anderen gehts wohl viel einfacher, ohne nennenswerte Probleme. Und wir haben einfach Pech dass es die Hölle ist. Dies denke ich mir...aber ist ein anderes Thema.
Mich würde interessieren, aufgrund welcher Überlegungen oder Informationen Du zu diesem Schluss kommst. Die Informationen und Erfahrungen, die sich im ADFD in den letzten 15 Jahren so angesammelt haben, legen andere Schlüsse nahe. Du bist ja noch recht neu hier - hast Du Dich jetzt mal ein wenig mehr eingelesen?

Alles Gute
Oliver
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Diane
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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Diane » Mittwoch, 18.07.18, 17:06

Hallo,

Oliver, eine kurze Frage an Dich...

Das Forum besteht seit 15J. Ab wann kann man zb solch Erfahrungsberichte wie hier in Studien einfließen lassen?

Könntet Ihr als Team auch eine Studie starten o geht das nicht ohne Ärzte/Pharmaindustrie?

Lg
Ich nahm 2015 150mg Venlafaxin. Dank diesen Forums schlich ich mit Kügelchenmethode aus (7Monate). Bei 0mg angekommen, gings mir 2 Wochen gut, dann trat die Hölle auf Erden ein. Ich hatte zum Schluss zu schnell reduziert. Ich war monatelang bettlägrig, schlimmste Angstzustände, Herzprobleme, 20kg Abnahme was Vitaminmangel mit sich brachte, die ich dank Entzug mit Nahrungsmittelergänzungspäperate nicht beheben konnte, vorallem mein Vitamin D3 war krankhaft niedrig. Ich war kaum noch lebensfähig, mehr Wellen als Fenster.
Heute, ca 2j später, gehts einigermaßen. Ich kann mit 5000ie alle 3 Tage meinen VD3 auffüllen, einigermaßen wieder essen, vertrage aber noch nicht alles. Mein NS ist noch sehr gereizt, vorallem bei Stress u im Zyklus ( starke PMS, Unruhe, Kreislaufbeschwerden)...
Die Schwäche kommt oft noch durch.
Zig Untersuchungen habe ich durch. Dank Venla habe ich Marklagerläsionen im Hirn, was Ärzte aber nicht aufs Medi schieben, wie auch den Rest meiner Symptome.
Den Rest würde ich gern im Thread beschreiben bzw austauschen, da ich weiss, das viele offline gehen nachdem sie beschwerdefrei sind.

Aktuelle Medikamente Januar 2018:

Nebivolol seit 1.März 0mg

Vitamin D3 mit K2 alle 2 Tage 5000ie mit 100yu K2


Link zum Absetzten.. Quelle NDR Visite/youtube
(Hier wird auch das Forum erwähnt)

https://youtu.be/KirFj2mTn48

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