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Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Allgemeine Diskussion über psychische Störungen, ihre Behandlung und alles Verwandte.
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Kaulquappe 411 » Mittwoch, 25.11.15, 5:31

Hallo,

mal wieder schlaflos wie so oft, habe ich dieses Thema noch mal durchgelesen und herzhaft gelacht .... nicht falsch verstehen, es sind alles ganzn, ganz schlimme Erfahrungen, die wir hier aufgezeigt haben.

Aber ich habe mir vorgetrstellt, dass man dies als eine Art Kabarettstück wunderbar auf die Bühne bringen könnte :lol: :lol: :lol: :lol:

Und dann per Video aufnehmen und an die entsprechenden Psychiater schicken, hach wäre das ein Spaß . :party2:

Quäppchen spinnt mal wieder rum, muss die Nachtluft sein :rotfl:

Gute Nacht!
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Genannte Mittel nur kurze Zeit genommen und kalt abgesetzt, da angeblich keine Probleme nach so kurzer Einnahmedauer, hahaha!
2010 Venlafaxin 150 mg eingeschlichen, Kurzeitige Besserung der Stimmung bzw. Antriebs, jedoch Verstäkung der inneren Unruhe.
Hinzu kam Amisulprid 50mg, half sehr gut gegen Angst, jedoch horrende Nebenwirkungen (30 kg zugenommen, Kopfschmerzen, Diabetes, Hormonstörungen), daher kaltes Absetzen, weil angeblich unproblematisch. Nach 2 Tagen massive Suizidgedanken und Ängste, wieder auf 50 mg für 1 Jahr.
Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
Amisulprid 50 mg Ende November 2014 eigenmächtig abgesetzt. Pro Woche 12, 5 mg weniger, keine Absetzsymptome
Venlafaxin 150 mg seit Mitte Dezember 2014 am Absetzen, innerhalb von 2 Wochen auf 37,5 mg mit starker Absetzsymptomatik,( Brainzaps, Weinerlichkeit, Verzweiflung, aggressive Ausbrüche, Bauchschmerzen, Durchfall, Sehstörungen)
11.1. auf 75 mg, da Absetzsymptome zu stark, nehmen im Verlauf des Sommers ab, Schneckenclubmitglied :schnecke:
Sept. 2015 Diagnose Autoimmunthyreoiditis, Einschleichen von Hormonen wegen unerträglichen Nebenwirkungen misslungen.
Regelmäßige Einnahme von Vitamin D, Leinöl, Basentee und versch. homöopath. Globuli bekommen mir sehr gut!!!

31. Oktober 2016 Fortsetzen vom Absetzen Venlafaxin 75 mg mittels Mikrotapering ( pro Kapsel ein Gewicht von 0,306 g)
Meine Absetzsymptome bei jedem Schritt, mal mehr, mal weniger: Weinerlichkeit, Pseudodepri, Pseudoschnupfen, Muskelschmerzen in den Beinen, Verspannungen Nacken und Kiefer, Brainzaps, Geräuschempfindlichkeit, leichte Übelkeit, Kopfschmerzen, Darmprobleme, Juckreiz, Hör- und Sehprobleme
4.11.: Kapselgewicht 0,304 g
7.11.: Kapselgewicht 0,302 g
10.11.: Kapselgewicht 0,300 g, Absetzsymptome zu stark, kurz hochdosiert, besser!
28.11.: Kapselgewicht 0,298 g
9.12.: KG 0,295 g
am 1.1. 2017 bei KG 0,292 g angekommen
17.01.2017 KG 0,290g
15.02.2017 KG 0,286 g
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seit 24.04. 2017 KG 0,280 g
02.05.2017 KG 0,278 g
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mittlerweile bei KG 0,273 g
nun bei KG 0,270 g
mittlerweile bei KG 0,264 g mit Zwischenschritten
seit 15. 11. bei KG 0, 255 g ohne Zwischenschritte, drei Tage Absetzwelle, dann OK
seit 30.11. bei KG 0,245 g, das übliche an Absetzsymptomgedöns :-)
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von padma » Mittwoch, 25.11.15, 11:49

hallo zusammen,

die traurige Realität ist leider besser als jedes Kabarett, das ist einfach nicht zu toppen.

Gestern mal wieder, meine eigentlich ganz nette Hausärztin, als ich über meine absetzbedingte extreme Erschöpfung berichtete: "Warum nehmen Sie das AD nicht einfach weiter, können sie problemlos lebenslang nehmen. Ist ja wie eine Art Hormon, ihr Körper kann Serotonin eben nicht ausreichen selbst herstellen" :vomit:

Oder der Psychater: "Ihre Erschöpfung liegt an ihrer Inaktivität" Hä??? :evil:

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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Luna » Donnerstag, 26.11.15, 5:03

Sie das AD nicht einfach weiter, können sie problemlos lebenslang nehmen.
Hat mein Arzt auch immer gesagt und der gleiche Arzt sagt das meiner Nachbarin auch obwohl sie so langsam Pseudoallergien entwickelt aber es nicht auf das AD bezogen hat...bis ich ihr gesagt habe,dass ich genau das gleiche hatte während der Einnahme von AD. Tja jetzt ist sie grübeln aber Arzt sagt...alles ok...kommt nicht davon.
Wenn ich mein Lebenlang dieses AD genommen hätte dann wäre mein Leben mit Sicherheit sehr kurz geworden :( Noch mehr Körperliche Schäden,noch mehr Medikamente gegen die ganzen Schäden...ein Teufelskreis :(
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Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 2 bis 3 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Kaulquappe 411 » Donnerstag, 26.11.15, 20:47

Au weia, das kommt mir doch sehr bekannt vor. Dieses "Die können Sie ein leben lang nehmen, die machen nicht abhängig. Warum wollen Sie also absetzen, viele nehmen doch Tabletten!" musste ich mir von einem Oberarzt anhören. HÄ????????? :frust:

Und wenn ich letztes Jahr nicht die Notbremse gezogen und mit dem Absetzen begonnen hätte, wäre es mir ebenfalls so gegangen wie Luna oben sagt: die körperlichen Schäden, die die ADs angerichtet haben, hätten eine weiter Medikamentation bedurft. Quasi Medis gegen die Nebenwirkungen,und wegen deren Nebenwirkungen wieder Medis, damit diese Nebenwirkungen der Nebenwirkungen nicht noch mehr Nebenwirkungen hervorrufen ...... :party: :party: :party:

Viele viele bunte Smarties ..... :haha: :evil: :vomit:
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Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Luna » Freitag, 27.11.15, 9:11

Wäre dann wie bei meiner besten Freundin. Sie war am ende bei 15 verschiedenen Medikamenten. 10 verschiedene Psychopharmaka und 5 Medikamente gegen die ganzen Nebenwirkungen. Morgens,Mittags,Abends und zwischendurch jedemenge Pillen. Die ist die Pillen los und voll normal. Ich habe sie kennengelernt als sie noch so viele Pillen nahm. Die arme kann sich nicht mehr an alles von damals erinnern,hat nur geschlafen in der Zeit,nur gegessen und war wie ein wandelnder Geist. Voll schlimm :( Da war sie 22 Jahre alt und nahm einiges von den Pillen schon ca 4 Jahre.Vieles kam nach und nach noch hinzu an Pillen.Es wurde immer mehr statt weniger wenn Nebenwirkungen auftauchten.Mit 24 Jahren entzog sie all die Pillen und ist heute bis auf MS völlig normal und nicht wie die Psychiaterin ihr sagte....psychisch schwerst krank. Sie hat PTBS aber die Psychiaterin gab ihr noch zig andere Diagnosen wie Schizophrenie,Epilespie (die sie nicht hatte aber die Anfälle kamen von den Nebenwirkungen), usw. Die Zuständen kamen von den Pillen...auch Warnvostellungen und deswegen bekam meine Freundin eine Diagnose nach der anderen. Vom Entzug sagte meine Freundin der Psychiaterin nichts...sie holte sich noch genug Pillen und entzog innerhalb von 3 Monaten...etwas schnell und gefährlich aber die Psychiaterin war eh gegen einen Entzug bei so einer schwerst kranken Person. Sowas würde Sinnlos sein und sie bräuchte die Medikamente,hat ihr die Ärztin gesagt.
Vor paar Monaten war sie wieder bei der Psychiaterin und die fragte meine Freundin wie es ihr ginge. Es ging da eigentlich nur um ein Gutachten. Meine Freundin sagte ihr,dass es ihr gut ginge und sie wieder Spaß am leben habe usw...die Psychiaterin meinte aber das meine Freundin überdreht wäre und was zur Beruhigung bräuchte...sie würde eine ADHS entwickeln :shock: Rezept gab sie ihr aber meine Freundin zerriss es gleich und warf es in die nächste Mülltonne.
Heftig finde ich das...schlimm so mache Fachmenschen.
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Monalinde
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Monalinde » Freitag, 27.11.15, 10:33

Irgendwann gab es einmal einen Film mit dem Titel " denn sie wissen nicht was sie tun". So oder so ähnlich kommen mir die Reaktionen der von euch geschilderten Fachmenschen zum Thema Absetzsyndrom vor.
Ein bisschen kann ich auch dazu beitragen:

Mit gegen mich erhobenen Zeigefinger verkündete mein Psychiater, dass ich eine endogene Depression hätte, eben eine Stoffwechselstörung im Gehirn. Sozusagen lebenslänglich. Die käme immer wieder. Dann, Sie sind ein Fall für die Geräte. Vielleicht haben sie da noch eine Chance.

Ein anderes Mal: Wenn jemand über so einen langen Zeitraum Psychopharmaka einnimmt wie Sie, dann verändert sich die gesamte Persönlichkeitsstruktur. Auf meine erschreckte Frage, woher er das wisse, kam die prompte Antwort, dass das so in der Fachliteratur beschrieben sei. Na danke! Fürs erste war ich wieder einmal vollkommen am Boden zerstört.

Während ich im Arztzimmer saß, musste ich notgedrungen ein Ferngespräch, das er mit der Apothekerin geführt hat, mit anhören. Es ging um die Verordnung von Trevilor, er hatte ein Generikum verordnet, das die Apotheke wohl im Moment nicht vorrätig gehabt hat. Ich hörte, wie er im Brustton der Überzeugung sagte, "er sei der Arzt ", nur er könne entscheiden, welches Medikament und nein, er verordne nur das Generikum und wenn es nicht vorrätig sei, dann habe der Patient eben kein Medikament. In Wirklichkeit ging es nur um sein Budget

Und ja, mein Nasenbluten wäre keine Nebenwirkung, sondern käme vom Zucker. Dem war aber nicht so, wie sich später herausstellte. Die Schmerzen im Kniegelenk, beruhten auf Arthrose, (die habe ich bis heute nicht!) Ich hatte durch das Mirtazipin zwei schwere Ohnmachten mit Rippenbrüchen erlebt, weil ich schwer gestürzt bin. Er meinte dazu, dass das die Gehirndurchblutung sei, altersbedingt. Nach dem Absetzen kam so etwas nie wieder vor.

Das sind nur meine Erfahrungen. Es macht mich im Nachhinein noch sehr traurig, wie das alles bei mir gelaufen ist. Ja, und ich hätte mir so sehr gewünscht, dass ich einmal, auch nur einmal, eine Aufmunterung erfahren hätte.

Haben diese Ärzte überhaupt kein Gewissen, sind sie vollkommen abgebrüht, geht es nur ums Geld, lascht sie ihr Beruf an, ist es fehlendes Einfühlungsvermögen und auch Wissen, einfach nur Gedankenlosigkeit ? Schwerlich lässt sich darauf eine befriedigende Antwort finden.

Für mich steht fest, dass die guten Ärzte heutzutage immer seltener werden.

Das musste ich jetzt einfach einmal loswerden.

Lieben Gruß, Mona
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2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg, ich habe in diesem Rahmen manchmal erhöht und reduziert
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Dezember 2012 auf Null abgesetzt, ausschleichend alle drei Wochen 10 Prozent der ursprünglichen Dosis
Diagnose: Depression und Angststörung

Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
2013: Zahlreiche Symptome:

( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018: N i c h t mehr vorhanden: Reflux, saures Aufstoßen, Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel

Nospie

Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Nospie » Freitag, 27.11.15, 11:30

Hallo Mona :hug: ,
Hallo Mitleser :) ,
Monalinde hat geschrieben: Haben diese Ärzte überhaupt kein Gewissen, sind sie vollkommen abgebrüht, geht es nur ums Geld, lascht sie ihr Beruf an, ist es fehlendes Einfühlungsvermögen und auch Wissen, einfach nur Gedankenlosigkeit
Ich habe manchmal das Gefühl,als diese Menschen vor ihrer Berufwahl standen, war die Frage :
Schlachter oder Arzt ?
Monalinde hat geschrieben: Für mich steht fest, dass die guten Ärzte heutzutage immer seltener werden.
Sehe ich (leider) auch so.
Der beste Arzt ist immer noch der,den man nicht braucht :shock: .
LG
Nospie

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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Oliver » Freitag, 27.11.15, 12:59

Hallo,

auch wenn ich Eure Frustration verstehen kann, finde ich doch, dass das jetzt ein bisschen arg in Richtung "pauschale Ärzteschelte" abdriftet. Ich bin sicher, die meisten Ärzte versuchen, das Richtige zu tun, aber viele sind einfach nicht mit dem richtigen Handwerkszeug ausgerüstet und machen es sich vielleicht auch zu einfach, indem sie den Hochglanzboschüren der Pharmahersteller und den firmengesponsorten Vorlesungen über Psychopharmaka and der Uni unhinterfragt glauben und ihre Hausaufgaben nicht machen. Wie immer wieder gezeigt, lesen sie oft noch nicht einmal die Fachinformationen der Medikamente die sie verschreiben :shock:. Das ist grob fahrlässig und muss geändert werden - auf jeden Fall - aber das passiert nicht aus Boshaftigkeit.

Alles Gute
Oliver
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Finchen015 » Freitag, 27.11.15, 13:23

Hi Ihr,

es tut mir leid, dass Ihr so schlechte Erfahrungen gemacht habt und frustriert seid. - Mit ein Grund, warum ich grad nicht mehr schreibe. Ich hab schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich nur daran denke, hier zu berichten, wie gut das alles bisher bei mir läuft. Ich mag niemanden noch weiter runterziehen.

Ich hoffe inständig, dass Ihr auch auf Mediziner trefft, die Euch helfen und bei denen Ihr Euch gut aufgehoben fühlt. Die gibt es und die kennen sich auch mit Absetzsymptomen aus.

Liebe Grüße
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- 200 mg Trimipramin (letzte Einnahme 12/15)
- 6 mg Alprazolam - ohne Substitution auf Diazepam (letzte Einnahme 05/16)
- 75 mg Lyrica (letzte Einnahme 06/16)
weitere Erfahrungen mit Sertralin, Opipramol und Tianeurax (auf diese Medikamente hab ich unverträglich reagiert, bzw. sie waren wirkungslos)
Zustand heute: Prima. Keine Nachwirkungen bisher.

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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Murmeline » Freitag, 27.11.15, 13:52

Liebes Finchen,

gerade deshalb musst du schreiben. Es zeigt, dass ein Arzt, der pharmakologisches Verständnis hat, ernstnimmt, zuhört und weiß, was er tut, hilfreich ist. So ist er doch, oder?

Man neigt aufgrund der kollektiven Erfahrung der Mitglieder zu Frust. Es ist gut, etwas anderes zu lesen.

Ich selbst hatte vor kurzem ein Rückblickgespräch mit einem meiner Ärzte. Der Juckreiz vom Seroquel absetzen wurde den neuen Haustieren zugeordnet. 50mg auf 0 könne so etwas nicht auslösen. Es ist eine irrelevante Wirkdosis. Ach so.

Grüße, Murmeline
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von LinLina » Freitag, 27.11.15, 14:49

Hallo Finchen,

ich finde, positive Erfahrungen sind mindestens genauso wertvoll. Das kann ja auch Hoffnung geben. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, öfter auch über gute Ärzte und gut begleitetes Absetzen zu hören.

Meine Ärztin hat leider auch keine Ahnung vom Absetzsyndrom bei Antidepressiva, aber sie unterstützt mich, wenn auch zunächst etwas skeptisch.

Sie würde mir z.B. auch kleinere Dosierungen verschreiben, wenn es sie gäbe.

Beim Absetzen von Lorazepam war sie auch sehr skeptisch wegen meines angeblich zu langsamen Vorgehens, aber sie hat es mitgemacht.

Sie ist keine schlechte Ärztin, da sie mich respektvoll behandelt und zuhört. Sie hat, denk ich inzwischen, im Studium und in der klinischen Praxis andere Dinge gelernt und erfahren als das, was wir hier mühsam selbst rausfinden. Auch, dass sie mir das Mirtazapin verschrieben hat, ist zwar im nachhinein für mich nicht schön, und ich war auch wütend darüber, da ich echt mühsam absetze und auch unangenehme Nebenwirkungen habe. Aber ich hatte zu diesem Zeitpunkt das Gefühl ich brauche ein Medikament, das mir endlich etwas Ruhe und Schlaf gibt, und das hat es zunächst getan.

Ich habe fast nichts an Medikamenten vertragen. Ich denke alles andere, wie z.B. SSRI, hätten meine Situation nur noch mehr verschlimmert, von daher hat sie vielleicht aus den vielen schlechten Möglichkeiten die beste ausgewählt. Weder ich noch meine Ärztin haben erwartet, dass ich auch von Mirtazapin abhängig werde. Und wenn ich sie dafür kritisiere, dass sie es nicht besser wusste, muss ich eigentlich genauso mir die Schuld geben, denn ich hatte die Möglichkeit mich umfassend zu informieren, aber ich wollte es nicht, wenn ich ehrlich bin - ich wollte einfach etwas was mir auch nur ein bisschen hilft, und keine neuen Ängste vor möglichen Folgen haben.

Dass kaum in Fachkreisen bekannt ist, welche Folgen AD's bei Langzeiteinnahme und Absetzen haben können, und es daher zu übermäßiger Verordnung und Fehlanwendung kommt ist nicht nur Schuld der Ärzte. Wir glauben ja auch meist das, was allgemein als anerkannt gilt, und hinterfragen nicht bis uns einschneidende Erfahrungen dazu zwingen.

Oft mangelt es vielleicht einfach an Empathie und Respekt gegenüber uns Betroffenen, aber in dieser Hinsicht finden sich ja leider nicht nur im psychiatrischen Bereich unschöne Beispiele. Aber im Studium wird ja fast nur Fachwissen und Leistungsbereitschaft verlangt, guter Umgang mit Patienten ist ja keinesfalls eine wichtige Zulassungsvorraussetzung für das Studium, da ist es doch eigentlich nicht verwunderlich, dass viele Ärzte nicht unbedingt besonders gut mit Patienten kommunizieren.

Vielleicht sind die Ärzte nicht schlechter geworden, aber unsere Möglichkeiten, uns anderweitig Wissen und Hilfe zu unserer Gesundheit zu holen haben sich enorm vervielfältigt.
Zudem gibt es immer mehr Medikamente, die mit dem Versprechen beworben werden, gegen jegliches Unwohlsein und jede Bedrohung unserer Gesundheit gebe es ein passendes Mittel.

Diese Vielzahl angeblicher Möglichkeiten und Informationen erhöht unsere Erwartung enorm. Der Widerspruch zwischen der optimal möglichen Behandlung und dem, was wir bekommen, steigt.
Genau das ist doch die Strategie (nicht nur) der Pharmaindustrie. In uns überhöhte Erwartungen zu wecken.

Damit will ich nicht die vielen schlechten Erfahrungen kleinreden, die habe ich auch zu genüge gemacht und bin auch auf manche Ärzte sehr wütend. Ich finde es nur ganz wichtig, alle Seiten zu sehen. Von Ärzten erwarte ich natürlich Respekt und eine Behandlung nach bestem Gewissen - in dem Wissen dass sie genauso Menschen sind mit allen Fehlern und Unzulänglichkeiten.

Wenn wir aber pauschal verurteilen, verlieren wir nur. Denn das eigentliche Problem hinter der massiven Vermarktung und auch Fehlanwendung von Psychopharmaka ist, dass es ein Riesenmarkt für die Industrie ist, mit besten Zukunftsaussichten.

Liebe Grüße,
Lina
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von padma » Freitag, 27.11.15, 18:26

hallo zusammen, :)

das Unwissen vieler Ärzte ist die eine Sache.

Was aber mindestens genau so schlimm ist, ist wie arrogant viele (sicher nicht alle) mit ihren Patienten umgehen. Als wäre man, nur weil man eine psychatrische Diagnose hat, irgendwie "minderbemittelt".
Als wäre es ihr persönlicher Verdienst gesund zu sein, und das Versagen des "Patienten" krank zu sein.

Als hätten sie das Recht, Urteile über andere Menschen zu fällen, nur weil diese auf der anderen Seite des Schreibtisches sitzen.

Ich komme nicht dahinter, warum das so ist, sie sind sicher keine schlechte Menschen, hatten mal aus einer guten Absicht heraus diesen Beruf ergriffen, wollen oft vermutlich tatsächlich helfen.
Aber irgendetwas scheint da völlig verkehrt zu laufen.

Ich habe oft erlebt, dass Ärzte zunächst freundlich zu mir waren, aber wenn es dann nicht so lief, wie sie es sich vorgestellt hatten, wurden sie richtiggehend aggressiv. Zuerst ist man ein "interessanter Fall" und wird dann zu einem uneinsichtigen Patienten, der es eben nicht anders will.

Ich will nicht verallgemeinern, es sind meine Erfahrungen.

Ich freue mich, Finchen :) , dass du andere Erfahrungen hast. Das ist immerhin ein Lichtblick.

mit ratlosen Grüssen,
padma
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Absetzverlauf:
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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von LinLina » Freitag, 27.11.15, 18:55

Liebe padma,

Ja, ganz genauso habe ich es auch erlebt. Ich weiß genau was du meinst.

Aber ist es nicht allgemein so, dass oft Menschen aus Unwissenheit bzw. mangelndem Einfühlungsvermögen andere verurteilen? Und diese Einstellung, die Betroffene muss ja selbst schuld sein, ist doch eine Abwehr, aus Angst. Wenn ich denke, der andere hat was falsch gemacht, und hat deswegen Probleme, dann kann mir selbst das nicht passieren, wenn ich es richtig mache :-(

Bei Ärzten und Ärztinnen, wo man Hilfe erwartet und auch braucht, ist dies aber besonders schlimm und fehl am Platz, klar. Denke auch, das muss irgendwie im System liegen, dass da so viel schief läuft. Gibt bestimmt viele Gründe. Ich denke es hat viel mit den Anforderungen im Studium und auch später im Beruf zu tun. Empathie wird nicht belohnt.

Auf jeden Fall bitte jeden halbwegs einfühlsamen Arzt gut festhalten. Und hier darüber berichten.

Lg Lina
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Lana19 » Freitag, 27.11.15, 19:51

Hallo Padma,

ja, das kenne ich auch, Anfangs wird man noch ernst genommen und bekommt das Gefühl dass der Arzt einem wirklich helfen will. Aber wehe man äußert einen Verdacht, der ja "überhaupt nicht sein kann" aus ärztlicher Sicht....
Ich hatte zuletzt das Gefühl mein HA stellt mich nur noch für vollkommen verblödet hin.So nach dem Motto ich bin psychisch dermaßen durcheinander dass ich zwischen Realität und Irrglauben nicht mehr unterschieden kann.
Als ich mich dann traute ihm mal zu sagen dass meine Heilpraktikerin feststellte das was mit meiner Leber nicht stimmt ist er völligst ausgerastet!
Er meinte, wenn ich so einem Hokospokus glauben schenken möchte, dann solle ich mich zwischen ihm als Allgemeinarzt und der HP entscheiden. Das wäre völliger Humbug usw.
Ich bin so froh das mein Mann dabei war und das miterlebt hat.

Habe mir danach einen anderen HA gesucht. Der hat zwar auch keine Ahnung davon, gibt dies aber auch zu.

Wirklich ernst genommen werde ich nur von Heilpraktiker, Akkupunkturärztin und Osteopathin. Alle drei haben mir zugesagt beim Entzug zu helfen.
Momentan bin ich nur noch bei der Osteopathin. Eigentlich ja wegen meinem Rücken...aber sie war voll süß als ich dort war. Sie behandelt sehr viel mein Gehirn, eben wegen dem Entzug. Sie guckt, dass die einzelnen Hirnhälften beweglicher werden, da ist wohl irgendwie so eine Membran dazwischen, die unbeweglich werden kann, was störend sein kann.Wie auch immer, es tut mir gut!
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Kaulquappe 411 » Freitag, 27.11.15, 20:02

Hallo,

also was Psychiater anbetrifft, werde ich mich nie wieder einem ausliefern. Dieses Unwissen über die Medikamente und das abgeurteilt werden mit irgendwelchen zum Teil falschen Diagnosen und die arroganten, verantwortungslose Art, wenn man kritisch reagiert, möchte ich nie wieder erleben müssen.

Zum Glück habe ich eine sehr gute Hausärztin ( Allgemeinmedizin und Homöopathie), die den Patient auf Augenhöhe ansieht und die sich nicht als Dr. Allwissend hinstellt. Sie unterstützt mich wo sie nur kann und freut sich mit mir über die kleinen Fortschirtte im Entzug. Das tut so gut zu wissen, dass ich im Falle eines Falles auf sie zählen kann. Ich habe ihr auch gesagt, dass ich nie wieder zu einem Psychiater gehen würde, und sie verschreibt mir daher nun die Giftpillen, bis ich davon weg bin.

Ja, ich bin wirklich Heilfroh, dass ich wenigstens ihr vertrauen kann!
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Diagnosen: PTBS, Depression, Sozialphobie, Agoraphobie, Oralophobie, Migräne, craniomadibuläre Dysfunktion, Tendovaginitis an den Füßen
Erfahrungen mit Ximovan ( Paradoxe Reaktion), Melperon (drastische Alpträume), Taxilan (total abgeschossen) Fluoxetin (Depersonalisation), Lorazepam, Opipramol, Promethazin, Escitalopram, Cipralex, Valdoxan, Amitriptyllin.
Genannte Mittel nur kurze Zeit genommen und kalt abgesetzt, da angeblich keine Probleme nach so kurzer Einnahmedauer, hahaha!
2010 Venlafaxin 150 mg eingeschlichen, Kurzeitige Besserung der Stimmung bzw. Antriebs, jedoch Verstäkung der inneren Unruhe.
Hinzu kam Amisulprid 50mg, half sehr gut gegen Angst, jedoch horrende Nebenwirkungen (30 kg zugenommen, Kopfschmerzen, Diabetes, Hormonstörungen), daher kaltes Absetzen, weil angeblich unproblematisch. Nach 2 Tagen massive Suizidgedanken und Ängste, wieder auf 50 mg für 1 Jahr.
Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
Amisulprid 50 mg Ende November 2014 eigenmächtig abgesetzt. Pro Woche 12, 5 mg weniger, keine Absetzsymptome
Venlafaxin 150 mg seit Mitte Dezember 2014 am Absetzen, innerhalb von 2 Wochen auf 37,5 mg mit starker Absetzsymptomatik,( Brainzaps, Weinerlichkeit, Verzweiflung, aggressive Ausbrüche, Bauchschmerzen, Durchfall, Sehstörungen)
11.1. auf 75 mg, da Absetzsymptome zu stark, nehmen im Verlauf des Sommers ab, Schneckenclubmitglied :schnecke:
Sept. 2015 Diagnose Autoimmunthyreoiditis, Einschleichen von Hormonen wegen unerträglichen Nebenwirkungen misslungen.
Regelmäßige Einnahme von Vitamin D, Leinöl, Basentee und versch. homöopath. Globuli bekommen mir sehr gut!!!

31. Oktober 2016 Fortsetzen vom Absetzen Venlafaxin 75 mg mittels Mikrotapering ( pro Kapsel ein Gewicht von 0,306 g)
Meine Absetzsymptome bei jedem Schritt, mal mehr, mal weniger: Weinerlichkeit, Pseudodepri, Pseudoschnupfen, Muskelschmerzen in den Beinen, Verspannungen Nacken und Kiefer, Brainzaps, Geräuschempfindlichkeit, leichte Übelkeit, Kopfschmerzen, Darmprobleme, Juckreiz, Hör- und Sehprobleme
4.11.: Kapselgewicht 0,304 g
7.11.: Kapselgewicht 0,302 g
10.11.: Kapselgewicht 0,300 g, Absetzsymptome zu stark, kurz hochdosiert, besser!
28.11.: Kapselgewicht 0,298 g
9.12.: KG 0,295 g
am 1.1. 2017 bei KG 0,292 g angekommen
17.01.2017 KG 0,290g
15.02.2017 KG 0,286 g
01.03.2017 KG 0,284 g
seit 24.04. 2017 KG 0,280 g
02.05.2017 KG 0,278 g
16.05. 2017 KG 0,276 g
mittlerweile bei KG 0,273 g
nun bei KG 0,270 g
mittlerweile bei KG 0,264 g mit Zwischenschritten
seit 15. 11. bei KG 0, 255 g ohne Zwischenschritte, drei Tage Absetzwelle, dann OK
seit 30.11. bei KG 0,245 g, das übliche an Absetzsymptomgedöns :-)
mittlerweile bei KG 0,230 g
mittlerweile bei KG 0,200 g kaum Absetzsymptome, solange ich auf passende Ernährung achte!
KG 170 g
22 Kügelchen

Nospie

Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Nospie » Freitag, 27.11.15, 21:05

Hallo,
es geht sicherlich nicht darum, die Ärzteschaft pauschal in Grund und Boden zu verdammen. Andererseits wird doch immer wieder erkennbar, dass den negativen Erfahrungen und begründeten Ängsten der durch die Entzugssymptomatik Betroffenen von ärztlicher Seite viel zu wenig oder sogar überhaupt nicht Rechnung getragen wird. Stattdessen wird den Aussagen und sog. "Studien" der Pharmaindustrie und deren Vertretern relativ unkritisch und vorbehaltlos Glauben geschenkt und die massiven Entzugsprobleme des Patienten mit dem Rückfall in seine "Grunderkrankung" begründet, die er ursprünglich oft gar nicht hatte. Böser Wille kann in diesem Zusammenhang sicher nicht unterstellt werden, allerdings könnte ein gewisser Standesdünkel, manchmal gepaart mit "guten Drähten" zu Pharmavertretern hierfür verantwortlich sein.
Vielleicht sollte man aber doch eher an das Gute im Menschen, pardon, im Arzt glauben, oder ?! :wink:
LG
Nospie

insanity
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von insanity » Dienstag, 01.12.15, 14:56

Sollte man vielleicht. Ich tus nicht mehr. ^^

Ich würde mich heute gerne nochmal vor meine alte Psychiaterin stellen uns fragen, ob ich so ein psychisches Wrack bin mit nur noch 40% meiner alten Dosis. ^^
Diagnose: Depressionen, aktuell keine Symptomatik (Juli 2017)
Fluoxetin
Mär'14-Jul'14: 20-40 mg anfangs starke Übelkeit
bei jeder Erhöhung vermehrt Suizidgedanken, die nach einigen Tagen weg waren; im Verlauf zwar Besserung, die Ende Mai in schwerste Depressionen umschlugen
Venlafaxin (retard)
► Text zeigen
14.12. 37,5 mg erzwungene Aufdosierung durch Klinik. Kügelchenmethode sei nicht praktikabel. Dazu einige Tage unretadiert. Schwindel, Kopfschmerzen
08.04.2017 25 mg leichte Antriebslosigkeit, sonst keine Symptome die direkt darauf zurückzuführen wären
Promethazin, Dipiperon, Seroquel
jeweils 10-20 mg (Seroquel 25-50mg) keine oder zu viel Wirkung
Trimipramin
Dez '14-Anfang 2016: 10-40 mg
Feb '15-heute
Pille: Maxim (Valette)
0,03 mg Ethinylestradiol; 2 mg Dienogest
Jul'15-heute keine Probleme

immer wieder Probleme mit niedrigen HB/Eisenspeicher, gut behandelbar mit Eisentabletten.

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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Arianrhod » Mittwoch, 02.12.15, 19:28

Reaktion auf das Absetzen?

Psychiater Nr. 1

" Sie werden sehen, wir sehen uns auf der Geschlossenen wieder"
( Sich selbst erfüllende Prophezeiung, er hat mich dann auch eingewiesen)

"Das ist Ihre ursprüngliche Erkrankung, die zurückkommt! Bald hören Sie wieder Stimmen!"
"Ich habe noch nie Stimmen gehört"
"Sag ich ja, Sie dissimulieren!"

Psychiaterin Nr. 2

"Absetzsymptome gibt es nicht. Das ist Esoterik."

Psychiater Nr. 5:

"Diese teuren modernen Medikamente machen keine Absetzsymptome. Das ist Psychose, aber Sie wollen sie ja umbedingt haben!"


Psychiater Nr. 7 ( war wieder Nr. 1) :

"100 mg sind eine homöopathische Dosis. Die bringen nichts mehr. Die können Sie gleich weglassen!"
( Ja, klar - Absetzpsychose? )

Klingt jetzt alles wie Psychiater- Satire, gell? Möchte nicht den Eindruck von allgemeinem Ärzte-bashing erwecken, daher hier auch Psychiater Nr. 8:

" Wir werden so langsam reduzieren wie möglich. Wenn Sie wirklich etwas bekommen wie Panik oder Angst, kommen Sie her, dann überlegen wir, was wir tun können. Eventuell können Sie zum Absetzen auch in die Klinik gehen." :)
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Nietzsche-Ente » Freitag, 18.11.16, 11:56

Hallo allerseits,


wegen der Missbehandlung in meinem letzen Klinikaufenthalt und meinem Scheitern dieses mit den zuständigen Ärzten zu klären, habe ich an den Beschwerderat der Klinik geschrieben.
Nachdem mir ausdrücklich dafür gedankt wurde, dass ich dem Beschwerdemanagement die Gelegenheit gebe, auf meine Rückmeldung zu antworten (ja, es wurde ernsthaft so formuliert... :roll: ) und meine Nachricht an die verantwortliche Stelle weitergeleitet wurde, passierte... *Trommelwirbel*... erstmal nichts.
Einen Monat später fragte ich dann nochmal nach... umgehend kam eine Entschuldigung und die Rückmeldung, dass die Verantwortlichen an die ausstehende Stellungnahme erinnert würden.
Gestern (...weitere zwei Wochen gingen ins Land...) kam endlich die Antwort. Ich hatte ja schon so meine Befürchtungen, dass die Klinik sich irgendwie rechtfertigen und da rausargumentieren würde, aber dass es so verkürzt und so absurd verdreht dargestellt werden würde, hat mich doch schockiert und verletzt. :cry:

Natürlich war die monatelange Behandlung mit Lorazepam notwendig, bei meinem Störungsbild (das ziemlich dramatisiert wurde) indiziert und entsprach ja auch meinem Wunsch... äh... HÄ?? Keine Ahnung, wo die das herhaben... ich habe oft genug darauf gedrängt, das Zeug endlich abzusetzen... Zudem sei das Risiko ja nur auf einer mittleren, unterschwelligen Stufe gewesen("Risikostufe Orange" vergl.: Holzbach Zusammenhang zwischen Verschreibungsverhalten der Ärzte und Medikamentenabhängigkeit ihrer Patienten, Bundesgesundheitsblatt 2010... bei genauerer Prüfung scheint mir dieses Risiko aber nicht gerade "unterschwellig"...)

Durch Eindosierung von Venlafaxin hätte sich meine depressive Symptomatik deutlich verbessert... ??? ...aus welchem Hut haben die das gezaubert?
Absetzphänomene seien selten und wurden außerdem ja während des Aufenthaltes gar nicht von mir geäußert! - Hallo? Bitte wie denn auch, wenn ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, wo meine Beschwerden (die ja der Grund für die Aufnahme in der Klinik waren, was die Ärtze anscheinend überhaupt nicht kapiert haben...) herkommen und ich Venlafaxin erst NACH der stationären Therapie begann abzusetzen ?
Das was ich als "Absetzsymptome" bezeichne, wäre bloß Folge von Nahrungskarenz und Untergewicht.

Gerne ist eine stationäre Aufnahme jederzeit möglich und wir bedanken uns herzlich...
:frust:

...mehr als Pünktchen fällt mir dazu nicht mehr ein...

viele Grüße von einer arztgerupften Ente.
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eigentliches Ziel der Medikation: Stimmungsstabilisierung und -aufhellung

Vager Überblick des zeitlichen Verlaufs:
Citalopram: 2008 nach wenigen Tagen wieder eigenständig abgesetzt wegen Nebenwirkungen
Quetiapin: 2008 – 2010, seitdem eingeschränkte Darmfunktion und Leukopenie
umgestellt auf Citalopram, wenige Wochen später umgestellt auf
Duloxetin: Januar 2011, zwischenzeitlich Versuch mit Lamotrigin → abgesetzt wegen heftiger Hautreaktion; Duloxetin Januar 2014 abgesetzt wegen drohendem Leberversagen, drei Monate später Beginn heftiger Absetzsymptome ohne zu wissen, dass es welche sind.
Lorazepam: März 2015 verordnet bekommen bis zur Abhängigkeit, deshalb Ausschleichen bis März 2016
Sertralin: März 2015, abgesetzt nach 2 Monaten wegen Wirkungslosigkeit
Duloxetin: nur wenige Tage, da rasanter Anstieg meiner Leberwerte
Venlafaxin: Ende Juni 2015 Eindosierung auf 150mg, Beginn des Absetzprozesses im Dezember 2015

>bunter Symptomcocktail<

Erkenntnis der Zusammenhänge erst März 2016


ab 05.08.2017: Null
Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende. (Oscar Wilde)


Psychiatrieerfahren?

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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Arianrhod » Freitag, 18.11.16, 16:38

Ich wundere mich überhaupt, dass sie sich solche Mühe geben, sich rauszuwieseln. In dem anderen Thread über Schmerzensgeld haben wir ja geklärt, dass wenn überhaupt, Ärzte nur bei wirklich groben Behandlungsfehlern regesspflichtig sind. Fehldiagnosen gehören nicht einmal dazu und das Verschreiben von Psychopharmaka und Ignorieren von Nebenwirkungen auch nicht, denn Psychopharmaka sind der sog. psychiatrische "Goldstandard".
Das heißt, die Ärzte könnten auch mit: "Na und - nicht mehr mein Problem" reagieren und passieren würde garnix.

liebe Grüße Arianrhod
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