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Re: Wenn Ihr das vorher gewusst hättet.....

Beitrag von Heartbeat » Freitag, 30.01.15, 17:02

Ich wollte die Tabletten nie nehmen, habe mich geweigert und es hieß sowas wie: fehlende Krankheitseinsicht, unkooperativ blabla.... also musste ich es nehmen. Ich habe Zweifel geäußert bezüglich Entzugserscheinungen, es hieß: das gäbe es da nicht. Ich nahm es. Und bereute es. Seit ich Mirtazapin nehme, ist alles viel schlimmer, ich war immer krank, Muskelschmerzen, Nervenschmerzen, erhöhter Herzschlag. Doch wurde mir gesagt, es legt sich wieder. Was nie geschah.
Hätte ich gewusst wie schlimm es wirklich ist und vor allem wie schwer es ist, das abzusetzen, dann hätte ich lieber einen Therapieabbruch wegen Unkooperation in Kauf genommen. Mein Leben ist jetzt kein Leben mehr. Ich bin erst 27. Und habe keine Kraft mehr. Das Schlimmste ist, keiner nimmt mich ernst wenn ich hier zum Arzt gehe.
Psychiater sind so krank überzeugt das das Wunderpillen sind ohne Nebenwirkungen und Absetzerscheinungen. Es gibt nur ein Grund warum ich jemanls wieder solche Pillen schlucken würde, und das nur, wenn ich eines Tages genauso naiv und **** bin wie diese Psychiater. :D
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Re: Wenn Ihr das vorher gewusst hättet.....

Beitrag von sinua » Freitag, 20.02.15, 14:04

Hallo,
Ich z.B. war durch die Depression in einem tiefen Loch, so elend, so verunsichert und überhaupt nicht in der Lage, auch nur die geringste Entscheidung zu treffen aus Angst, dass es nicht die beste Entscheidung sein könnte. Ich war ja schon überfordert damit, mir etwas zu Essen auszusuchen. Auch wenn man mich umfassend über AD informiert hätte, ich wäre erstens nicht in der Lage gewesen all das aufzunehmen und zweitens wahrscheinlich nur noch verzweifelter geworden. Klinikärzte haben mir dazu geraten; mein Umfeld, das es gut meint, aber sich nicht auskennt, ebenfalls - da hab ich sie halt genommen. Da ich kaum klar denken konnte und die ganze Zeit geweint habe, war ich nur froh, dass andere mir die Entscheidung abnahmen. Ich denke, wenn es mir wieder genau gleich gehen würde, würde es wieder so laufen, allein weil in so einem Zustand einfach die Kraft fehlt, sich gegen den Willen der Ärzte zu stellen!. Außerdem war ich sowas von verunsichert, dass ich gar nicht wusste, was meine Meinung ist und ob ich ihr trauen könnte.
Solche Fälle gibt es und da würde auch Aufklärung in dem Moment nichts bringen. Was helfen würde? Geduld, Zeit und Therapien damit sich der Patient beruhigen und erholen kann, bis er wieder imstande ist, eine AD-Aufklärung zu verarbeiten und eine Entscheidung zu treffen. Aber das ist unserem Gesundheitssystem zu teuer.

Das Schwierige an der Beurteilung der AD im Einzelfall (ich rede hier nicht von Studien mit statistisch relevanten Versuchszahlen) ist, dass niemand weiß, was wieviel gebracht hat. In meinem Fall: wieviel haben mir die Medikamente gebracht, wieviel die Ergotherapie, die Selbsthilfegruppe, der Sport, die Ernährung, die Meditation usw.? Wie wäre es ohne AD gelaufen? Ich kann das nicht analysieren, nachrechnen und beweisen, habe also den Ärzten gegenüber keine Argumente, die sie mir glauben (das klare Gefühl, die Empfindungen und Beobachtungen des Patienten sind ja bekanntlich nicht glaubwürdig *Sarkasmus*).
Es gibt für den Einzelfall absolut keine Möglichkeit zu wissen, wie es gelaufen wäre, wenn in der Situation X oder Y anders gewesen wäre. Deshalb kann ich die Frage "Hättet ihr AD genommen, wenn ihr das alles gewusst hättet?" nicht beantworten. Ich kann nur auf die Gegenwart bezogen sagen: Ich möchte keine Antidepressiva nehmen, da ich starke Nebenwirkungen habe und die erhoffte Wirkung der AD bei mir sehr zu wünschen übrig lässt (, muss es aber noch eine Weile weiter tun)!
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Re: Wenn Ihr das vorher gewusst hättet.....

Beitrag von padma » Samstag, 11.02.17, 13:55

von Dominic
Wenn mir das bloß damals wer gesagt hätte, anstatt die jetztige Lebenssituation zu überschauen, Sport zu machen und zu meditieren wird einfach irgendtwas verschrieben. "Da Escitalopram, ein paar Buchstaben dieses Wirkstoffes gleichen Ihrem Vornamen, das ist genau das richtige für Sie :D"
Ich glaube schon immer mehr, das es wirklich nur seltenst Fälle gibt, wo SSRI wirklich ihren berechtigten Nutzen haben. Ich hatte in meinem Leben nie zuvor Selbstmordgedanken und nach einen Monat Sertralin ZACK, ich frage mich heute noch, wie ich das überleben konnte. Ganze Zeit lief in meinem Kopf ein Film ab, das ich mir die Pulsadern aufschneide und ich wusste nichtmal warum. Das war grauenhaft. Dachte es wäre meine "Grunderkrankung" und ich brauch dieses Zeug wirklich. Kein einziger Dokotor/Doktorin mit ihren Titeln hätte auch nur den leisesten Verdacht auf einen Zusammenhang gehabt, obwohl es eindeutiger nicht hätte sein können.
"1 von 100000 hat soetwas laut Packungsbeilage und das sind bestimmt nicht Sie. Wissen Sie, was das für ein Zufall wäre?." Das ist für mich ein Wunder, dies überlebt zu haben und es zeigt mir auch, wie stark ich war und trotz verzerrter Wahrnehmung richtig gehandelt habe. Mich hat die Pharmaindustrie und die Grabsteinindustrie jedenfalls noch nicht bekommen.
Das Schlimmste ist aber, dass man mit SSRI ganze Zeit das Gefühl hat, sie würden dir helfen und jetzt krieg ich endlich mein Leben in den Griff. In Wirklichkeit wird die Wahrnehmung verzerrt und man kriegt garnichtmehr mit, wie weit es bei einem schon fehlt. Komplett von der Außenwelt, von Emotionen und Gefühlen abgeschottet. Diese Tabletten können ein gut aufgebautes Leben wie ein Kartenhaus zerstören, aber das kriegt man nichtmehr mit, weil man unter Drogen steht und das selber nichteinmal weiß, dass das abgedreht Psychodrogen sind. Und genau das ist das Fatale daran. Das sieht man erst danach, wenns schon zu spät ist und man mit dem verursachten Schaden irgednwie leben muss. Ich trau mir sogar zu behaupten, dass durch die Hirnblockade der Tabletten, so nenn ich sie mal, eine Heilung verhindert wird. Sie haben die Fähigkeit, alles stillzulegen. Als ob man ständig am selben Fleck stehen würde, obwohl man seine Lebensumstände geändert hat und Therapie macht. Diese Tabletten werden wohl nie jemanden wirklich was bringen...Traurig Traurig

Ich bin mit meiner Heilung inzwischen schon soweit fortgeschritten, dass ich behaupten kann, zu 95% wären diese Medikamente bei mir nie nötig gewesen und sie haben mein Leben zerstört und hätten mich fast ins Grab gebracht. Genauso wie Lothar Schröders Frau.
Ich will ja niemanden die Schuld an was geben, aber wenn in der Packungsbeilage die wahrhaften Betroffenenzahlen von Nebenwirkungen stehen würden, und wenn die wahrhafte psychoaktive Nachwertszeit (Entzugsdauer) stehen würde, dann hätte ich wahrscheinlich dreimal öfters über die Einnahme nachgedacht. Aber so ist das Leben.

Wieso sind dir Ärzte nicht fähig, medikamenteninduzierte Nebenwirkungen zu erkennen? Werden sie von der Pharmaindustrie darauf geschult bzw. nicht geschult?
Ich will keine Psychiater schlecht reden, aber was lernen die ihn ihrer Ausbildung und Studium dann?
Im Prinzip sollte jeder Mensch sein eigener Doktor werden. Ich bin z.B. daraufgekommen, dass immer wenn ich im Entzug das Gefühl habe, die Grunderkrankung sei zurück, obwohl ich so eine Grunderkrankung vor den Tabletten nie hatte, ist es in Wirklichkeit mein noch mürrisches ZNS, das gerade an diesem Hirnareal arbeitet und noch von den Tabletten durcheinander ist.

Tja, so siehts wohl aus.
Ich habe meine Lektion fürs Leben jedenfalls gelernt und bin froh darüber, jeden Tag einen Schritt näher Richtung Gesundheit zu gehen. :schnecke: (oder auch am Boden zu schleifen, wie die kleine Schnecke da, Hauptsache wieder gesund)

Liebe Grüße Dominic
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 28#p178628
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Re: Wenn Ihr das vorher gewusst hättet.....

Beitrag von Arianrhod » Samstag, 11.02.17, 19:33

Ich habe die Tabletten nicht zwangsweise bekommen. Ich hatte ein gewöhnliches Vorgespräch mit Psychiater und Psychologen und mein Mann war als Zeuge dabei. Mir wurde die neuroleptische Behandlung vorgeschlagen.
Ich stellte zwei Fragen:
"Was bewirken Neuroleptika?"
" Kann ich sie auch wieder weglassen, wenn ich sie nicht mehr brauche?"
Die Antworten waren:
"Sie machen, dass Sie Distanz gewinnen und nicht mehr so viel grübeln. Sie werden sich wieder besser konzentrieren können."
" Es ist kein Problem, sie jederzeit abzusetzen, da diese Medikamente nicht abhängig machen."
Mein Mann war ganz begeistert. Nicht wegen mir - er wollte auch welche haben. Klang wie Doping fürs Gehirn.
Ich stimmte also zu - tja, wenn ich nur alles vorher gewusst hätte. Eine Entschuldigung gibt es, ich hatte noch kein Internet. Und ich vertraute den Ärzten.
Also würde ich sagen, so richtig schuld bin ich nicht gewesen. Außer dass ich in einer Lebenskrise ärztliche Hilfe gesucht hatte - das war naiv. Und ich dachte nicht, dass man mich wirklich belügen würde.

Was hätte ich anders gemacht? Ich hätte den Mut haben sollen, bei meiner Rektorin das Mobbing anzusprechen. Ich hätte um eine Versetzung an eine andere Schule bitten können. Oder wenn es hart auf hart kommt, kündigen - trotz Hartz IV. Kein Job und kein Geld ist einen Nervenzusammenbruch wert.
Meine Schwägerin, in einer ähnlichen Situation, war viel schlauer gewesen als ich. Die ging nicht zum Psychiater, sondern zu ihrer Gewerkschaft.
Und dann hätte ich eine Psychotherapie machen können, um mein verlorenes Selbstbewusstsein - Mobbing kratzt halt dran - wieder aufzurichten.
Eventuell auch eine psychosomatische Kur. Medikamente, die brauchte ich gar nicht. Nur ein bißchen Lebenshilfe.

War ja ein cleveres Mädel, bevor Neuroleptika mein geistiges Vermögen auf das Niveau einer Zimmerpflanze gedrückt haben.

So habe ich 10 Jahre verloren und meine Gesundheit ruiniert.

liebe Grüße Arian
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Muryell
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Re: Wenn Ihr das vorher gewusst hättet.....

Beitrag von Muryell » Mittwoch, 07.02.18, 9:59

Hallo, Ihr Lieben!

Wenn ich es gewusst hätte, hätte ich mir einfach Ruhe gegönnt. Ich war mit viel Arbeit und Verpflichtungen überfordert. Ich denke, wegen der Wechseljahre hat meine Leistungsfähigkeit nachgelassen. Dann kamen die Panikattacken.

Ich wusste nicht, was mit mir los war, und suchte Hilfe in der Psychiatrie. Da wurde ich regelrecht vergiftet. Die Panikattacken wurden viel schlimmer. Dann wollte die Psychiaterin mich noch überzeugen, dass ich unter Depressionen litt. Ich habe ihr ganz deutlich gesagt, dass ich nicht unter Depressionen litt. Da verzog sie das Gesicht und sagte laut: „Hmmmm“. Und mir noch ein Neuroleptikum verschrieben, um „meine Gedanken zu sortieren“. :lol: Leute, es ist sehr ernst, aber ich lache mich kaputt. Was man in der Psychiatrie erlebt ist einfach zu doof.
Aus heutiger Sicht würde ich sagen: Ruhe, Bedarfsmedikation, um die schlimmsten Attacken zu überstehen, und Gesprächstherapie.

Wie auch immer, das Forum hat mich vor einer weiteren Karriere in der Psychiatrie gerettet.

Vielen Dank und liebe Grüße

Muryell
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Katharina
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Re: Wenn Ihr das vorher gewusst hättet.....

Beitrag von Katharina » Mittwoch, 07.02.18, 12:43

Hallo!

18 Jahre habe ich alle Benzodiazepam Gruppen eingenommen.
Sie haben mir das Leben erhalten obwohl ich immer versuchte zu reduzieren da ich wusste, hier stimmt etwas nicht.
Ich konnte nicht schlafen.
Ohne Schlaf kein Leben.
Grund:ab dem dritten Lebensjahr Vergewaltigung Nachts.
Die gesunde psychische Reaktion: Abspaltung, ich wusste nichts davon.

Kaltentzug, danach 10 Jahre
keinerlei Medikamente.

Vergewaltigung konnte so in das
Bewusstsein gelangen (ohne Psychofarmaka - Deckelung):
-Therapie
-Verabeitung
- Akzeptanz bleibender Störungen.

Ich hatte währenddessen Depressionen
Derealisierungen etc.
Ohne Medikamenten - Gabe mit Hilfe von stützenden Gesprächen blieben die se gesunde, der Situation angemessene Depressionen.

Ich habe gearbeitet, gelebt, Selbsthilfe - Gruppen besucht,
Freunde und wertvolle Bekannte an meiner Seite,
bereichernde, kostbare Jahre, gesund!
(abgesehen von der chronischen Leberentzűndung).



10 Jahre später
Interferon /Ribavirin da die Lebererkrankungen plötzlich eine akute Verschlechterung aufzeigte.

(Hepatitis C Therapie - seit dem 18 Lebensjahr während der Arzthelferin Ausbildung zugleich mit der Auszubildenden.)

Therapie Dauer
2002 - 2011.

2004 bestand der verordnende Arzt darauf, ich müsse Antidepressiva zusätzlich zu Interferon/Ribavirin
einnehmen,
zwei Jahrelang zuvor hatte ich es geschafft, dies kontinuierlich abzulehnen.

Interferon und Ribe verursachen bei manchen Menschen schwere Depressionen.

Ich war der festen Meinung
diese Therapie erschöpfe mich einfach,

ich war niedergeschlagen, gesund niedergeschlagen als Reaktion auf diese Therapie wie viele andere auch.

Ich war zuvor schon immer stark untergewichtig, jedoch fit genug.

Entweder würde es von einem Psychiater bestätigt
die Einnahme von einem Antidepressiva
oder die Leber - Therapie würde ab sofort gestrichen werden, war die Option des Arztes.

Mit Horror nahm ich Escitalopram/ Cipralex /Cipramil ein
ich sollte nicht den Beipackzettel lesen, ich erfuhrt nur Nebenwirkungen von der ersten Einnahme an,
ohne Lorazepam war Escitalopram unmöglich da Panikattacken mit Ohnmacht.


Heute würde ich folgendes tun :
Zum Psychiater
sodas dieser den Leber Therapie verordnenden Arzt die verlangte Bestätigung geben würde, ich würde mit AD versorgt.

Rezept einlösen
Medikament ensorgen,
so tun
als ob ich es nehmen würde.

Ich habe mich sowieso während der langen Jahre dieser komplizierten Medikamenten - Therapie
regelmäßig durch stützende Gespräche begleiten lassen,
um auch meine Psychofarmaka - Panik zu ertragen, da ich nun gezwungen war, diese - nach 10 Jahren ohne,
wieder einnehmen zu müssen.

Was ich rűckblickend aus heutiger Sichtweise noch tun würde

(und werde, sollte das Virus noch vorhanden sein, es kann Jahre dauern bis es wieder nachweisbar ist)

mich psychotherapeutisch intensiv begleiten zu lassen, mehrfach die Woche
plus die Gespräche des anderen Therapeuten weiter wahrnehmen.


Antidepressiva erneut einnehmen?
Unter keinen Umständen.
Das entscheide ich.

Davon ab steht bei dem Psychiater nieder geschrieben,
das ich paradox auf Antidepressiva reagiere,
diese nicht mehr verordnet bekommen darf.

Benzodiazepam hingegen ja,
da ich mit dieser Medikamenten - Gruppe umgehen kann.

Ich bestehe darauf, als mein Recht nach all den Jahren mit Psychofarmaka
ich werde die Entscheidung treffen,
aus diesem Leben zu gehen, sollte man mich zu Antidepressiva erneut meinen zwingen zu müssen.

Wichtig :
einen Ausweis erstellen mit der Angabe
Paradoxe Reaktion auf AD plus
Unterschrift des Psychiaters,
sollte ich bewusstlos /schwerer Unfall in ein Krankenhaus eingewiesen werden müssen .

Denn in der Schmerztherapie wird Antidepressiva oftmals in Kombination mit Schmerzmedikamenten verordnet.
Ein einfacher Beinbruch könnte genügen. -


Gruß,
Katharina
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Re: Wenn Ihr das vorher gewusst hättet.....

Beitrag von Muryell » Mittwoch, 07.02.18, 13:28

Liebe Katarina,


ich finde Deinen Bericht sehr interessant und lehrreich.
Katharina hat geschrieben:
Mittwoch, 07.02.18, 12:43


Wichtig :
einen Ausweis erstellen mit der Angabe
Paradoxe Reaktion auf AD plus
Unterschrift des Psychiaters,
sollte ich bewusstlos /schwerer Unfall in ein Krankenhaus eingewiesen werden müssen .

Denn in der Schmerztherapie wird Antidepressiva oftmals in Kombination mit Schmerzmedikamenten verordnet.
Ein einfacher Beinbruch könnte genügen. -
Das ist genau meine Überlegung. Aber wie bekomme ich so einen Ausweis? Die zwei Psychiaterinnen, die mich behandelt haben, sind überzeugt, dass das Zeug mir geholfen hat und ich mich nur mehr anstrengen soll, damit es richtig wirkt. :evil: Die eine hat mir Neuroleptika verschrieben, um die NW vom AD zu deckeln.

Wer sonst kann mir so einen Ausweis erstellen? Reicht es nicht, wenn ich eine Patientenverfügung immer bei mir habe?

Liebe Grüße


Muryell
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Re: Wenn Ihr das vorher gewusst hättet.....

Beitrag von Arianrhod » Mittwoch, 07.02.18, 15:50

Hallo Katharina,

ist das so etwas wie der Allergiepass für Allergiker? Unverträglichkeiten von Medis kommen da auch rein, oder? Oder gibt es da einen Extrapass?

liebe Grüße Arian
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Hätte ich es vorher wissen können ...

Beitrag von Eva » Mittwoch, 07.02.18, 16:29

... wäre ich sehr viel vorsichtiger an die Benzos herangegangen. Ich hätte sie unter den denselben "Gefühlsumständen" jedoch wohl trotzdem eingenommen, wenn auch nicht so unbedacht, wie ich es tat - weil ich damals noch nicht so weit war wie heute, und an Entwicklung hätte ich nichts vorwegnehmen können.
Katharina hat geschrieben:
Mittwoch, 07.02.18, 12:43
Sie haben mir das Leben erhalten
Das ist für mich ein wichtiger Gesichtspunkt! Danke, Katharina. Ich kann nicht wissen, ob ich es ohne die PP nicht irgendwann verloren hätte.

Insofern habe ich nicht den Eindruck, einen Fehler gemacht zu haben; ich durfte "damit" oder "dadurch" so viel lernen, dass mir das einfach nicht leid tun kann.

Grüße, Eva
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Re: Wenn Ihr das vorher gewusst hättet.....

Beitrag von Katharina » Mittwoch, 07.02.18, 18:41

Liebe Eva!

Ich kenne niemanden, der fehlerhaft Psychopharmaka, Drogen ( zB Heroin )
Alkohol auf Dauer mit dem Wunsch, eingenommen hat, aus der Hoffnung heraus, sich mit dieser Wahl in eine leichtere Lebenssituation zu bringen.

Das wird oft gern gesagt,: „..naja, hast es wohl bequem haben wollen, gell ¿..“

Es tut mir weh wenn ich hier lese: bitte verurteilt mich nicht oder ich schäme mich .


Wie traurig ist doch letztendlich das Leben mit Psychopharmaka gewesen
wenn man kein Optimist ist, quasi mit Gewalt -


Eben so mit all den anderen Substanzen
immer heimlich
immer schlechtes Gewissen
und immer bewusst und unterbewusst oder beides gewusst

es stimmt doch etwas nicht
wieso kann ich nicht leben wie die anderen frei ?
Tabletten kann man in die Hosentaschen stecken
den Alkohol das ist schon schwieriger
Spritzen und so weiter
noch viel schwieriger

es ist würdelos es ist demütigend,
das Leben mit Substanzen.

Herzlich, Katharina

,
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Re: Wenn Ihr das vorher gewusst hättet.....

Beitrag von Katharina » Mittwoch, 07.02.18, 18:58

Liebe Arian !

So stelle ich mir das vor:

http://www.allergie-frei.info/2012/08/1 ... ieausweis/

( ich hatte schon einmal die Gedanken eines zarten Tattoo
innen am Unterarm, was hilft ein Pass falls die Tasche weg ist?

Es gibt Armbänder für gewisse Notfall Patienten, ich informiere mich.
Ich habe einen Diabetiker Ausweis, aber auch nur in der Tasche -

Ich habe keine Panik,
ich will nur NIE wieder
Ad
nie wieder ungefragt
Benzodiazepina,

- was wenn bewusstlos ins KH.

man kann es ins Handy tippen, was jedoch,wenn dies weg ist.

ich denke da nicht dran, möchte aber alsbald Vorsorge geschaffen haben.

liebe Grüße
Katharina

Ps.:

https://notfall-id.de/

Auf Amazonas gibt es jede Menge Notfall Armbänder u.a. für Damen.
Warum nicht ?


https://www.apo-rot.de/details/sos-anha ... id=7687347


Ich mache alles, nur nie wieder AD.



3AC4A044-D9BC-467D-A462-600B7E972D86.jpeg
Zuletzt geändert von Katharina am Mittwoch, 07.02.18, 19:20, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Wenn Ihr das vorher gewusst hättet.....

Beitrag von Eva » Mittwoch, 07.02.18, 19:07

Liebe Katharina,

Du hast absolut Recht, es ist schlimm, der Welt etwas vorzumachen, zu verheimlichen und auch noch ständig mit sich selbst im Konflikt zu stehen, während man die Stubstanzen "braucht" und sie gegen den eigenen Willen nehmen muss, obwohl man sie innerlich ablehnt und sich abhängig, abhängig, abhängig fühlt! Ja, wo bleibt die Würde? Auf der Strecke. Ich habe mich deshalb als süchtig angesehen ...

Herzlicher Gruß,
Eva
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Re: Wenn Ihr das vorher gewusst hättet.....

Beitrag von Katharina » Mittwoch, 07.02.18, 19:51

Liebe Eva!

Ich, aufgrund meiner 18 Jahre Benzodiazepin - Zeit
bin süchtig.
Deshalb Suchttherapeut.

Wenn ich mehr als 6 Tage Diazepam nehme, in einer Notfall Situation
kann ich es nicht weg lassen.

Mein Mann, Heroin vor Ewigkeiten /Jahrzehnten
darf
keine Psychofarmaka einnehmen,

falls, unter strengster Überwachung wenn unausweichlich
da die Gefahr der Suchtverlagerung automatisch geschieht,

es existiert eine Art Stempel, der unauslöschbar ist.
Da springt etwas an, unwillendlich.

Das muss man wissen, sonst gerät man unwillkürlich
wieder in die demütigende Situation !

Sucht ist keine Schande. Sucht ist ein Mechanismus, es genügt darüber zu wissen,
es geht nicht unbedingt irgendjemand anderes an, um weitere Demütigung zu vermeiden.

Der Alkoholiker, ich kennt viele aus dem Gruppen, da es keine für Medikamente hab, egal Sucht ist Sucht, der Alkoholiker vermeidet das bisschen Liquor im Pralinee oder als Überguss auf dem Eis.

Abhängigkeit ist Abhängigkeit.

(Liebe Eva :hug:

die feinen detailierten Unterschiede der Abhängigkeit
der Sucht,
das passt hier in dieser Rubrik nicht hin,

ich meine die Sucht,
die Abhängigkeit mit dem so genannten 'Craving'
dem grauenhaftenDrang
dem magischen sich hingezerrt fühlen zur Substanz,
welches manchen Süchtigen vor Verzweiflung und Entzugssymptome gewalttätig werden lässt
das ist das eine
man geht keinen Schritt nirgendwohin,ohne die Substanz dabei zuhaben, unvorstellbar.-

die andere Abhängigkeit ist eben die,
mit dem Willen nicht zu beherrschen ist, da gibt es keine Therapie, keine Verhaltensvetänderungs Chance:

möchte man zum Beispiel ein Antidepressiva weglassen
tut man es
bekommt man die Zustände, die hier zuHauf geschrieben stehen.

Das ist das Grausame.

( Meinen etwa die Ärzte diese Art, wenn sie sagen: "AD machen noch abhängig?"
Das würde bedeuten,sie kennen nicht
den Unterschied von Abhängigkeiten ?


Man kann es nicht das ist eine Abhängigkeit ohne Drang, das ist eine Abhängigkeit der Verzweiflung,der Abscheu;
das ist keine Sucht im Sinne von es zieht mich dahin.

Diese Abhängigkeitstößt uns ab !

Wie viele würden

- und tun es zeitweise aus Wut und Verzweiflung -
sie den "es kann nicht sein was nicht sein darf" - Gefühl heraus

sie einfach wegschmeißen ?

da gibt es einen feinen,aber ganz wichtigen Unterschied.
ich glaube dafür gibt es eine andere Rubrik hier im Forum .)

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Re: Wenn Ihr das vorher gewusst hättet.....

Beitrag von Katharina » Mittwoch, 07.02.18, 21:59

Hallo, und guten Abend!

Ich habe mir bei Amazonas
einen runden Edelstahl - Anhänger mit folgender Gravur bestellt:

Alert: No Antidepressiva !
Paradoxe Reactions !
Auf der anderen Seite, der Lebensbaum.-

Würde der Typ 2 Diabetes kompliziert, gibt es ähnliche Anhänger fertig eingraviert
uvm.
für andere Erkrankungen wie Epilepsie usw. ebenfalls,
für Jugendliche und Kinder richtig cool gemachte Armbänder o.ä.

Ich gefällt der Haslsketten Anhänger besser,
ich möchte nicht, das er offensichtlich ist.

Tattoo "No AD" nein.
Alles was in den Körper hinein tattooviertiert wird, kann man in den Lymphknoten
wieder sehen.
Keine unnütze Belastung für das empfindliche, oft unterschätzte Lymphsystem.
( wer es mag,ein zartes Mini-tatoo kann nicht so sehr schlimm sein, denke ich ).

Also, aufgepasst.
Wenn man uns nicht zuhört, Zeichen setzen.


Liebe Grüße,
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Re: Wenn Ihr das vorher gewusst hättet.....

Beitrag von Muryell » Freitag, 09.02.18, 9:41

Hallo, Ihr Lieben!

Ich habe aus dem Internet eine Notfallkarte heruntergeladen und sie ausgefüllt. Da stehen meine Daten, die Daten der Kontaktpersonen und die Medikamente, die ich ausdrücklich ablehne. Bei den Hinweisen habe ich groß geschrieben: Paradoxe Reaktion auf Psychopharmaka, einschließlich Pregabalin. Ich hoffe, ich brauche das nicht. Aber sollte ich es brauchen, hoffe ich, dass die Ärzte sich daran halten.

Jetzt ist es erledigt, und ich denke nicht mehr daran. :)

Allen einen schönen Tag

Muryell
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Re: Wenn Ihr das vorher gewusst hättet.....

Beitrag von Arianrhod » Freitag, 09.02.18, 14:44

Eva hat geschrieben:
Mittwoch, 07.02.18, 19:07
Liebe Katharina,

Du hast absolut Recht, es ist schlimm, der Welt etwas vorzumachen, zu verheimlichen und auch noch ständig mit sich selbst im Konflikt zu stehen, während man die Stubstanzen "braucht" und sie gegen den eigenen Willen nehmen muss, obwohl man sie innerlich ablehnt und sich abhängig, abhängig, abhängig fühlt! Ja, wo bleibt die Würde? Auf der Strecke. Ich habe mich deshalb als süchtig angesehen ...

Herzlicher Gruß,
Eva
Ihr Lieben,
ich habe ja ziemlich schnell bemerkt, dass diese Substanzen falsch für mich sind und dass ich sie NICHT brauche. TROTZDEM bin ich NICHT davon weggekommen.
Und zum Thema Sucht: Ich bin NICHT hintern Hauptbahnhof gegangen und habe etwas gesucht, um mich voll FETT ZUDRÖHNEN ZU KÖNNEN. Die Sucht ist mitten unter uns passiert, im Mittelschichts- Deutschland, in einer glänzend polierten, hygienischen sauberen Arztpraxis - nicht befeuert vom Dealer mit schweren Goldketten um den Hals - sondern von studierten Herren und Damen im weißen Kittel, die es hätten so viel besser wissen müssen. Und bezahlt wurde meine Sucht aus Krankenkassenbeiträgen und Steuergeldern..... :roll:
Katharina hat geschrieben:
Mittwoch, 07.02.18, 19:51
Sucht ist keine Schande. Sucht ist ein Mechanismus, es genügt darüber zu wissen,
es geht nicht unbedingt irgendjemand anderes an, um weitere Demütigung zu vermeiden.
Auf Bezug auf die PP, man muss nicht süchtig sein oder Suchttendenzen haben, um süchtig zu werden. JEDER kann süchtig werden, wenn er richtig in die Sucht getrieben wird.
Und ist man erstmal drin , ist es egal.....

ich gestehe, auf Station habe ich die Alkoholiker auf der Suchtstation BENEIDET. Die wussten, in drei Wochen sind sie zumindest körperlich durch damit .Ich dagegen lavierte 10 Jahre rum, und niemand hat mir geglaubt, dass ich abhängig war.

Als ich Opioide genommen habe, fand ich den Eiertanz amüsant, der gemacht wurde, ogottogottogott, Oxycodon macht süchtig.....das war ein Spaziergang gegen das, was ich bereits hinter mir hatte.

Eure Armbänder bzw Medaillons , die Idee ist sooo toll, ich werde auch eines machen.

liebe Grüße Arian
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Re: Wenn Ihr das vorher gewusst hättet.....

Beitrag von Arianrhod » Freitag, 09.02.18, 14:54

Katharina hat geschrieben:
Mittwoch, 07.02.18, 18:58


Ich habe keine Panik,
ich will nur NIE wieder
Ad
nie wieder ungefragt
Benzodiazepina,

- was wenn bewusstlos ins KH.

Ich habe im Internet diese Seite mit KOSTENLOSEN Notfallpässen gefunden :
https://www.sovd-sh.de/2017/12/05/die-7 ... e-im-netz/

liebe Grüße Arian
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Re: Wenn Ihr das vorher gewusst hättet.....

Beitrag von weg » Freitag, 09.02.18, 15:13

hallo,
Arianrhod hat geschrieben:
Freitag, 09.02.18, 14:44
[ Die Sucht ist mitten unter uns passiert, im Mittelschichts- Deutschland, in einer glänzend polierten, hygienischen sauberen Arztpraxis - nicht befeuert vom Dealer mit schweren Goldketten um den Hals - sondern von studierten Herren und Damen im weißen Kittel, die es hätten so viel besser wissen müssen.
die es hätten so viel besser wissen müssen. sie wissen es nicht besser. ich weiss von diesen "studierten" die sich in ihren arztpraxen selber bedienen und ohne nicht funktionieren würden. abgesehen davon würde ich die hand für keinen politiker, banker etc. ins feuer legen. die schlucken doch fast alle ihre benzos, ad, speeds.

irgendwann werden auch die feststellen müssen, dass sie auf der verliererseite stehen werden.

zum ausweis:
mit meiner patientenverfügung, die bei der sterbehilfe-organistion exit deponiert ist, erhielt ich einen ausweis mit meinem vermerk:

achtung paradoxe reaktion auf medikamente wie benzo, ad und nl.

die ärzte in der schweiz sind dazu verpflichtet, meine patientenverfügung zu respektieren. dieser ausweis ist wie meine identitätskarte und somit immer dabei und ist gleichzeitig die befugnis, das passwort steht drauf, für den arzt meine verfügungen einzusehen.

herzlich
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Re: Wenn Ihr das vorher gewusst hättet.....

Beitrag von Eva » Freitag, 09.02.18, 15:39

Liebe Katharina, liebe Arian,

das sind wichtige Punkte, die Ihr angesprochen habt, und es ließe sich noch einiges dazu sagen.

Ich weiß nun nicht so recht, wo dieses Thema "Ist Abhängigkeit Sucht und Sucht Abhängigkeit, und ist jede Sucht gleich?" weiter besprochen werden könnte. :fly: Wohin damit? :)

LG Eva
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Re: Wenn Ihr das vorher gewusst hättet.....

Beitrag von Eva » Freitag, 09.02.18, 15:55

Hallo Sinus,

aus meiner Sicht hast Du es weiter oben sehr realistisch beschrieben.

Das Denken und Fühlen von damals lässt sich ja nicht ausklammern, und heute zu denken, ich hätte das nicht genommen, wenn ich es gewusst hätte - es kommt mir ein wenig so vor, wie: Ich wäre nie auf die Skier gestiegen, wenn ich gewusst hätte, dass ich mir das Bein breche. Will sagen, wenn man wirklich die Wahl haben könnte, würde sich bestimmt kaum jemand bewusst Schaden zufügen.

Aber man wird von Schicksal mitgezogen, und ich versuche eher, mich damit im Nachhinein einverstanden zu erklären. (Übrigens auch mit meinem echten Beinbruch vor ein paar Jahren, denn was hätte es mir gebracht, zu hadern odere mir vorzuwerfen, was dazu geführt hat. Mir scheint, ich bin einfach zu sehr Realist dafür.)

Liebe Grüße,
Eva
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