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Antidepressiva und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

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Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Murmeline » Freitag, 29.01.16, 22:48

Herje.

Der Blick schafft die Trennung zwischen 2009 und 2015 nicht.

Die RP kapiert nicht, dass eine Depression in 2009 keine Psychose ist, die sich bis 2015 durchzieht.

Die L'essentiell erwähnt wenigstens "hohe Dosen Antidepressiva". Das er zwei Wochen vor dem Abstutz die Dosis verdoppelte (und das so etwas noch einmal komplett ins Durcheinander führen kann) wird nicht thematisiert.

Als verläßliche Quelle sehe ich immernoch die Süddeutsche. Damit standen Sehprobleme im Dezember am Anfang, dann folgten die Sorgen und Schlafprobleme. Ab Januar dann wieder Antidepressiva - und damit gingen offensichtlich weder die Sehprobleme noch das psychische Durcheinander noch die Schlafprobleme einfach weg.

Keine organische Ursache gefunden. Ob mal jemand recherchiert, ob er irgendwelche anderen Medikamente Ende 2015 genommen hat, die Sehprobleme mit sich bringen?
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Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Kimeta » Sonntag, 28.02.16, 9:35

Das Thema ist wieder in den Medien - die Ergebnisse von Gesundheitskontrollen für Piloten sollen entanonymisiert werden. Wenn ich es richtig verstehe, sollen allerdings nicht alle Befunde gesammelt werden, sondern nur diejenigen, die zur (temporären) Fluguntauglichkeit führen.

Hier gibt es zusammengefasste Infos vom Spiegel: klick.

Die Pilotenvereinigung Cockpit gibt zu bedenken, dass bei einer Umsetzung der geplanten Gesetzesänderung sich betroffene Piloten keine Hilfe mehr holen werden.

Viele Grüße und einen schönen Sonntag,
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- 06/2018: Verdacht auf Histaminintoleranz nach Blutuntersuchung.
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Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Murmeline » Samstag, 05.03.16, 13:17

Bereits im Juni letztes Jahres wurde in einer Pressekonferenz vom verantwortlichen Ermittler Robin die Mail von Andreas lubitz vorgestellt, aus der deutlich wird, dass er die Dosis Mirtazapin zwei Wochen vor seinem Tod verdoppelt. englischsprachige Medien berichteten schon damals, u.a. die New York Times.

Ab dann begannen die Suizidgedanken, hier der Zeitablauf aus dem damaligen SZ-Artikel, der keine Angaben zu antidepressiva machte, verknüpft mit den Infos über die Medikamente:

viewtopic.php?p=105060#p105060

Jetzt veröffentlichen auch deutsche Medien den Namen des antidepressivums. Eine Verbindung zu den Suizidgedanken wird nicht gezogen.

http://focus.de/panorama/welt/zwei-woch ... 36059.html

(Danke an Berlin 2013 für den Hinweis zum Artikel)

Spiegel berichtete letztes Jahr so über die Medikamente: viewtopic.php?p=115140#p115140
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Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Murmeline » Samstag, 05.03.16, 21:19

So, heute musste ich dann doch mal Geld für die Bild-Zeitung ausgeben.

toxikologisches Gutachten:
In den Haaren und im Körpergewebe wurde ein Schlafmittel (Zolpidem, mäßige Menge) und Antidepressiva (Citalopram, Mirtazapin) nachgewiesen. Kein Kokain, Heroin, Cannabis oder Amphetamin.

Infos aus den Ermittlungsakten:
Sehprobleme seit Ende Dezember 2014, 2014 sei ein stressiges Jahr gewesen.
17.02: Hausärztin verschreibt Zoplicon (Diagnose psychosomatischer Beschwerdekomplex, Sehstörungen, Angststörung)
23.02: Lubitz ist noch sportlich aktiv, macht Entspannungsübungen, Sehprobleme und Schlaf werden jedoch nicht besser.
24.02.: Psychiater diagnostiziert "keine depressive Symptomatik im eigentlichen Sinne", verschreibt Mirtazapin
02.03: Neurologische Klinik empfiehlt Wiederaufnahme der Psychotherapie
10.03.: Mail, Lubitz schreibt er habe inzwischen die Dosis von 15mg auf 30mg Mirtazapin verdoppelt
16.03.: weitere Antidepressiva kommen hinzu (offensichtlich das Citalopram)
16.03.-22.03. krankgeschrieben
23.03. Reserveeinsatz
24.03. Absturz
Die Freundin gab an, dass Andreas Lubitz keine Selbstmordabsichten äußerte.

Aus der Mail an den Psychiater vom 10.03.: (geschrieben zsuammen mit der Freundin)
Uniklinik-Untersuchungen brachten keine organische Ursache für das veränderte Sehen seit Dezember (weiß erscheint nicht mehr weiß, er braucht gute Beleuchtung um sehen zu können, verminderte Helligkeits- und Kontrastwahrnehmung). Einzig auffallend: Wert der Stäbchen auf dem linken Auge vermindert. Seit der Untersuchung sei das Sehen weiter nach unten gedämmt.

Das (subjektiv) empfunde schlechte Sehen, die fehlende organische Ursache und die Sorge um Erblindung lösen Stress aus. "Wenn die Augen nicht wären, wäre alles gut. Eigentlich gibt es keinen Grund, so etwas (eine psychische/psychosomatische Reaktion) zu haben, die Stressoren des letztes Jahres sind erledigt."

Schlaf ist sehr schlecht. maximal 2 Stunden pro Nacht, mittlerweile selten erreicht. Mirtazapin 15mg führten zu keinem besseren Schlaf, mit 30mg "bin ich eher unruhiger und habe manchmal auch etwas Panik im Bezug auf die Augen". Schlaf dadurch auch nicht besser.

Seine wichtigsten Anliegen waren Schlaf zu finden, Stress zu reduzieren und für den Moment mit der Augensituation umgehen zu können.

Er fragt, ob er das von einem Neurologen verschriebene Lorazepam 1mg am Abend statt des Mirtazapins nehmen könne um Schlaf zu finden.


Hinweis: Die Bild schreibt, er habe 41 Ärzte in den Monaten vor dem Absturz aufgesucht.

Der Chefermittler Robin sagte auf der Pressekonferenz im Juni, er habe 41 Ärzte in den 5 Jahren vor dem Absturz aufgesucht, im Monat davor mindestens 7, darunter drei Psychiater und drei Augenärzte.
http://www.nytimes.com/2015/06/12/world ... rance.html

EDIT: Letztendlich bedeutet dass, dass Lubitz wohl acht Tage vor dem Absturz NEU ein SSRI eingenommen hat...
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Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Kassiopeia » Montag, 07.03.16, 0:11

Demnächst soll es ja ausführliche Berichte geben. Hoffentlich.
Diagnose 3/2013: Schwere/mittlere Depression/Burn-Out induzierte D.>>März 2013: Venlafaxin 75 mg>>auf 225 mg
nach Abklingen der NW gut vertragen>>Dezember 2013: Um Tiefs (Schmerzen am ganzen Körper, extreme Schwäche)abzufedern auf 300 mg: stabile Stimmung, jedoch körperlich ständig erschöpft, extrem hohes Schlafbedürfnis und neue NW: "Stöße" am Hinterkopf + kurzzeitig schwankender Gang>>5.2.2014:225 mg Absetzsymptome: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, Weinerlichkeit, intensive (auch Angst-) Träume, Nachtschweiß, Kälteschauer, Kribbeln an den Fußsohlen. Positiv: Bin seitdem tagsüber nicht mehr so erschöpft und müde! AS nach etwa drei Wochen abgeklungen>>9.3.2014: Reduktion auf 200 mg. Erst Hochgefühl (manische Phase?) Plötzliche AS nach zehn Tagen: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, intensive Träume, Kälteschauer, Tinnitus verstärkt, Müdigkeit, Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, Gliederschmerzen, Verspannungen, Pessimismus, Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit, Gefühl der Überforderung. Dann psychisch eine Besserung, jedoch werden die Krankheitssymptome heftiger: Kopf, Kiefer, Hals, Ohren, Zunge abwechselnd oder gleichzeitig, wechselnd besser und wieder schlechter>>26.4.2014:: 150 mg: Körperliche Schwäche und Gliederschmerzen. Halsschmerzen und Kopfschmerzen abwechselnd. Tinnitus, Müdigkeit. Nach etwa 1 Monat symptomfrei. Dann Tabletten vergessen: Alptraumnacht und massive körperliche Symptome. Wiedereindosiert nach 2 Tagen. Symptome nun wieder wie nach letztem Absetzschritt, mit Ausnahme von Halsschmerzen.
Absetzpause, Reha, Stabilisierung. Neue Diagnose: rezidivierende Depression und somatoforme Schmerzstörung
20.12.2014: Ca. 147,5 mg leichte Absetztsymptome
31.12.2014: Ca. 145 mg die ersten paar Tage nix, dann Schwitzen, Kälteschauer, Gliederschmerzen und Antriebslosigkeit
07.01.2015: Ca. 142,5 mg Schmerzen am ganzen Körper, grippig, morgens total im Eimer
17.01.2015: Ca. 140 mg
19.01: Bakterieller Infekt mit Fieber: Wegen heftiger Muskelzuckungen wieder zurück auf 142,5 mg
02.02. 140 mg
11.02. 137,5 mg
13.03. 132,5 mg
05.04. 127, 5 mg
23.04. 125 mg
27.05. 122,5 mg
10.06. 120 mg
04.08. 117.5 mg
18.08. 115 mg
08.09. 75 mg. hypomanische Phase, Schwitzen, Kälteschauer, Träume, dann Tief mit Traurigkeit, Antriebslosigkeit und Gliederschmerzen.
03.01. 7 Kügelchen weniger
08.02. 10 Kügelchen weniger
28.02. 15 Kügelchen weniger - also bei etwa 70,8 mg
14.03. 20 - etwas zu früh
Umstellung von morgendlicher Einnahme auf abends
2.5. 25 Kügelchen weniger
15.5. 30 Kügelchen
28.5. 35 Kügelchen
20.6. 40 Kügelchen
14.7. 45 Kügelchen
2.8. 55 Kügelchen - der Schritt war anscheinend zu groß. Enorme Erschöpfung und Schmerzen in den Fingern, Händen, Füßen, Oberarmen, Oberschenkeln, Kribbeln im Gesicht, Halsschmerzen. Jeder Schritt ist anstrengend.
1.9. 60 Kügelchen
20.9. 65 Kügelchen
5.10. -70 Kügelchen :schnecke: :o
16.10. -75 K.
30.10. -80 K.
20.11. -85 K.
20.12. -90 K. - immer noch ca. 50mg to go :frust:
weitergemacht in dem Tempo, bis ich gemerkt habe, dass eine vergessene Dosis mir kaum mehr etwas ausgemacht hat, da hab ich dann immer geschwindelt und bin am nächsten Tag deutlich niedriger eingestiegen.
Ab 1.5.2017 Countdown von 70 Kügelchen, jeden Tag eines weniger
1.7.2017 9 Kügelchen to go
10.07.2017 - 0. Ich bin gereizt und weinerlich, meine Muskeln ziehen, es kribbelt und mir schlafen die Gliedmaßen ein

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Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Murmeline » Montag, 07.03.16, 8:52

Laut Bildangaben gab es acht Tage vor dem Unglück ein weitere AD, das war offensichtlich das Citalopram und der 16.03.2015.

Aus dem SZ Bericht:
18. März, also sechs Tage vor der Katastrophe,

gibt es 67 Such-Einträge, er tippt: "Die schnellen Tode" und "wie viel kostet Zyankali und woher kriegt man das " oder "was passiert, wenn man zu viel Schlaftabletten nimmt?" Er sucht nach Giften und nach tödlichen Medikamentencocktails - aber auch nach Behandlungsmöglichkeiten von Sehstörungen. Nach mehr als sechs Stunden Suche bricht er ab. Tags darauf sucht er nach Tipps gegen Schlafstörungen, aber auch nach Giften, die für einen Suizid taugen.
viewtopic.php?p=105060#p105060

Ich halte das einfach mal so fest.
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Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 08.03.16, 14:10

Dr. Peter Ansari: German Wings Pilot nahm SSRI-Antidepressivum Citalopram

http://www.depression-heute.de/blog/lub ... citalopram
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Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Kimeta » Freitag, 11.03.16, 18:54

Mittwoch, 23.03.2016, 22:50 Uhr im ZDF - Film über den Absturz der Germanwings-Maschine

Gefunden hier: http://www.finanznachrichten.de/nachric ... 16-007.htm

Das werde ich mir auf jeden Fall ansehen!
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- Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013. Aktuell seit 23.10.2017: 2,5 mg.
- 06/2018: Verdacht auf Histaminintoleranz nach Blutuntersuchung.
- Im Rahmen der Auslassdiät Verdacht auf Salicylatintoleranz (eigene Beobachtungen)

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Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Murmeline » Montag, 14.03.16, 18:04

Hier der komplette Abschlußbericht
https://www.bea.aero/uploads/tx_elyexte ... -LR_03.pdf

Auszüge
Februar 2009: depressive Krise, behandelt mit Psychopharmaka und Psychotherapie

Juli 2009: Das Tauglichkeitszeugnis der Klasse 1 wurde mit der Sondergenehmigung FRA 091/09 ausgestellt. In dieser war festgelegt, dass das Tauglichkeitszeugnis ungültig werden würde, sollte es zum Rezidiv der Depression kommen.

Februar 2010: Bescheinigung des behandelnden Psychotherapeuten, die bestätigte, dass der Copilot von Januar bis Oktober 2009 von ihm psychotherapeutisch behandelt wurde, und dass die hohe Motivation und aktive Teilnahme des Copiloten dazu beigetragen haben, dass die Behandlung erfolgreich abgeschlossen werden konnte, nachdem die Symptome bewältigt waren.

Juli 2010: Ein Tauglichkeitszeugnis der Klasse 3 der FAA ohne Einschränkungen wurde ausgestellt. Der Brief der FAA, der das Tauglichkeitszeugnis begleitete, zeigt, dass basierend auf der Krankengeschichte mit der reaktiven Depression „operation of aircraft is prohibited at any time new symptoms or adverse changes occur or any time medication and/or treatment is required”.

Dezember 2014
Unterschiedliche private Ärzte
Seh- und Schlafstörungen. Die Sehstörungen über die er wiederholt klagte, wurden von mehreren Augenärzten untersucht und alle kamen zu dem gleichen Ergebnis, dass kein organischer Grund vorliege.

17.02.2015
Privater Arzt C Überweisung an einen Psychotherapeuten und Psychiater zur ambulanten Behandlung von psychosomatischen und Angststörungen. Rezept über: Zopiclon 3,75 mg (laut Bild vom 04.03. Hausärztin)

24.02.2015
Behandelnder Psychiater Erstes Rezept über Mirtazapin

10.03.2015
Privater Arzt C Überweisung für eine stationäre, psychiatrische Behandlung aufgrund einer möglichen Psychose
(laut Bild vom 04.03.: Überweisung an eine psychiatrische Tagesklinik durch die Hausärztin in Düsseldorf)

16.03.2015
Behandelnder Psychiater Weiter Verschreibungen: Escitalopram 20 mg/ml gtt, Dominal f. 80 mg, Zolpidem.

18.03.2015 Privater Arzt E Der Copilot wird für fünf Tage arbeitsunfähig geschrieben.


In einer E-Mail im März 2015 an den behandelnden Psychiater schrieb der Copilot er hätte weitere Medikamente eingenommen: Mirtazapin 15 mg und Lorazepam 1 mg. EDIT: In der Mail steht, er habe die Dosis verdoppelt und trotzdem keinen besseren Schlaf, eher mehr Panik)

Die französischen Justizbehörden haben toxikologische Untersuchungen von menschlichem Gewebe des Copiloten, das an der Unfallstelle gefunden wurde, durchgeführt. Dabei wurden Citalopram, Mirtazapin (beides Antidepressiva), und Zopiclon, ein Schlafmittel, gefunden.


Alle flugmedizinischen Sachverständigen des Lufthansa AeMC, die den Copiloten für die Verlängerung des Tauglichkeitszeugnisses der Klasse 1 untersuchten, wussten von der Sondergenehmigung, die der Copilot hatte. Alle beurteilten seine psychiatrische und psychologische Gesundheit durch Beobachtung und Diskussionen. Keine der Antworten und Reaktionen des Copiloten erregte Besorgnis unter den flugmedizinischen Sachverständigen bezüglich seiner Stimmung, einer neurotischen, psychischen, Persönlichkeits- oder Verhaltensstörung, welche weitere psychiatrische Untersuchungen notwendig gemacht hätte.

Während seiner Ausbildung und den wiederkehrenden Checks wurde sein professionelles Niveau von seinen Ausbildern und Prüfern als überdurchschnittlich bewertet.Keiner der Piloten und Ausbilder, die in den Monaten vor dem Unfall mit ihm geflogen sind und während der Untersuchung befragt wurden, äußerten Bedenken in Bezug zu seiner Einstellung oder seinem Verhalten während der Flüge


Die Untersuchung hat gezeigt, dass der Copilot trotz der beginnenden Symptome, die mit einer psychotisch depressiven Episode übereingestimmt haben könnten, und der Tatsache, dass er Medikamente nahm, die ihn fluguntauglich machten, nicht den Rat eines flugmedizinischen Sachverständigen gesucht hat, bevor er die Rechte seiner Lizenz ausübte. Dies resultierte wahrscheinlich aus den Schwierigkeiten, das Stigma, das einer solchen Erkrankung anhängt, zu überwinden und der Aussicht das Tauglichkeitszeugnis und damit den Arbeitsplatz als Pilot zu verlieren. Die Selbstanzeige in Fällen, in denen Piloten eine Einschränkung ihrer flugmedizinischen Tauglichkeit erleben oder mit einer regulären Medikation beginnen, kann gefördert werden, wenn psychologische Unterstützungsprogramme für Besatzungen, die psychologische Gesundheitsprobleme haben, verfügbar sind. Programme, die von Kollegen betreut werden, bieten eine Sicherheitszone für die Piloten, da sie das Risiko die Karriere zu gefährden ebenso wie das Stigma Hilfe für ein psychisches Problem zu suchen, minimieren.

Damit diese kollegialen Unterstützungsgruppen effektiv arbeiten können, müssen die Besatzungen und/oder ihre Familien sicher sein können, dass psychische Gesundheitsprobleme nicht stigmatisiert, die geäußerten Bedenken vertraulich behandelt und die Piloten gut unterstützt werden mit dem Ziel wieder, in den Flugbetrieb zurückkehren zu können.
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Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 24.03.16, 13:51

Vor einem Jahr traf ein junger Co-Pilot eine folgenschwere Entscheidung. Er ging zur Arbeit, obwohl es ihm nicht gut ging, obwohl die Situation in den Wochen zuvor immer aussichtloser zu werden schien und obwohl er sich seit Tagen gedanklich mit Suizidmöglichkeiten beschäftigte. Die potentiellen Varianten schienen ihm so unsicher, dass er sich sogar über den Absturz mit einem Flugzeug informierte.

Er schützte sich selbst und 149 andere Menschen nicht vor einer Kurzschlußreaktion, als sich durch das Verlassen des Piloten eine Möglichkeit für einen Suizid ohne Überlebenschance bot. Es ist kaum in Worte zu fassen, wie tragisch das ist.

Ein junger Mann, der während seiner Ausbildung 2008/2009 eine heftige, reaktive depressive Phase durchlebte. Fernab von Familie und Beziehung fühlt er Leere und Einsamkeit, zusätzlich vom Leistungsdruck überfordert, den Lebenstraum der Ausbildung zum Piloten gut abzuschließen, zusätzlich schlafgestört durch die Lage der Wohnung an einer mehrspurigen Straße. Mehrere Monate unfähig, an der Ausbildung weiter teilzunehmen, behandelt mit Antidepressiva (Mirtazapin und Citalopram) und Psychotherapie (u.a. Biografiearbeit, Entspannungsübungen). Sein Zustand bessert sich, der Psychiater bescheinigt ihm "eine gute bis sehr gute Prognose". Es sei "von einer vollständigen Genesung auszugehen". Die Medikamente werden abgesetzt, er darf die Ausbildung unter Sondergenehmigung fortsetzen. Die Depression wird vermerkt, einen Rückfall darf es nicht geben.

Im Sommer 2009 schriebt er: bin ich so gerührt, dass mir die Tränen in die Augen schießen; genauso unverhofft wie ich in dass alles reingeschlittert bin, bin, genauso unverhofft laufen mir jetzt die Tränen die Wangen runter. Es ist eigentlich alles wieder gut. under dankt Mutter und Freundin, die auch in schwersten Zeiten bei ihm waren. Im Dezember 2014 fragt er bei der Lufthansa an, ob der Vermerk über die Sondergenehmigung aus seiner Lizenz gestrichen werden könnte. Er möchte eine Versicherung abschließen, die Schulden des Ausbildung sind hoch, er hat Zukunftspläne, will perspektivisch eine Familie gründen.

Gleichzeitig geht er erstmals wegen Sehstörungen (u.a. Augendruck und Schlieren sehen) zum Arzt. Es findet sich keine organische Ursache, Verdachtsdiagnosen bestäigen sich nicht, verunsichern Andreas Lubitz jedoch, er ist besorgt, sein Schlaf wird schlechter. Im Februar bekommt er deshalb Zoplicon von der Hausärztin verschrieben. Ende Februar 2015 geht Andreas Lubitz in Düsseldorf zu einem Psychiater. 2014 sei ein stressiges Jahr gewesen. Er sei Co-Pilot geworden und von zu Hause ausgezogen. Er könne nicht schlafen, grelles Licht mache ihn nervös. Außerdem leide er unter Sehstörungen. Er bekommt Mirtazapin verschrieben. Verzweifelt versucht Andreas Lubitz in diesen Wochen, die Sehstörungen bei diversen Ärzten abklären zu lassen. Es wird kein Grund gefunden, was nicht heisst, dass es diesen nicht gibt, möglich wären auch Nebenwirkungen nicht-psychiatrischer Medikamente.

Mitte März schreibt er eine Mail an den Psychiater: Seit zwei Wochen nehme er nun schon das Antidepressivum Mirtazapin - da sich bei 15 Milligramm keine Wirkung eingestellt habe, nehme er nun die doppelte Dosis. "Mit der höheren Dosis bin ich eher unruhiger und habe manchmal auch etwas Panik in Bezug auf die Augen." Auch das Schlafen habe sich nicht verbessert und es gebe weiterhin Nächte, in denen er gar nicht schlafe. "Ich halte weiter an der Augenproblematik fest und sage ganz klar ‘Wenn die Augen nicht wären, wäre alles gut‘. Eigentlich gibt es keinen Grund sowas jetzt zu haben."

Das Medikament verändert offensichtlich nichts, verbessern seine Symptome nicht. Der Druck wird immer größer, die Situation immer auswegloser.

Dann stellt die Hausärztin die Verdachtsdiagnose einer Angststörung und eines psychosomatischen Beschwerdekomplexes. in den Raum und legt eine weitere Behandlung (ambulant/stationärer Aufenthalt) nahe. Die Situation droht völlig zu entgleiten, damit wäre seine berufliche Zukunft gelaufen.

Mitte März verschreibt der behnadelnde Psychiater zusätzlich CEscitalopram 20 mg, Dominal f. 80 mg und Zolpidem. Kurz darauf beginnt Andreas Lubitz, wohl erstmals in dieser Phase, Suizidmöglichkeiten zu recherchieren. Auch diese Medikamente bringen keine Verbesserung, verkompliziert den Zustand möglicherweise auch.

Am Abend vor dem Absturz unterschriebt unterschreibt Lubitz offenbar den Vordruck für eine Patientenverfügung. Mit der Hand schreibt er unter das Dokument, wann die Verfügung umgesetzt werden solle: Wenn er "durch Blind- und Taubheit nicht mehr am Leben teilhaben" könne. Die Sehprobleme und die Konsequenzen für den Job bleiben seine größte Sorge, neben dem Wissen, dass eine weitere psychiatrische Einordnung/Behandlung seinen Job kostet. Sicher einer der Gründe, warum er Krankschreibungen nicht abgab und versuchte, weiter zu funktionieren.

http://www.stern.de/panorama/germanwing ... 52692.html
http://www.stern.de/panorama/germanwing ... 33092.html
http://www.focus.de/panorama/welt/germa ... 33095.html

Zusammenhänge mit Medikamenten wurden wenig diskutiert.

Ausnahmen:
Prof. Dr. med. Haller (Psychiater) liess, kurz nachden der Pilot das Flugzeug absichtlich zum Absturz gebracht hatte, im TV-Sender ORF unter anderem folgende Theorie verlauten: "Es würde mich nicht erstaunen, wenn man psychotrope Substanzen im Blut des Piloten findet. Ich sage jetzt etwas, das meine Kollegen nicht gerne hören werden: Antidepressiva machen aggressiv." (Er vermutete eine Selbstmedikation, was nicht richtig ist) https://www.youtube.com/watch?v=c-RpVn5FWAo

Prof. Bruno Müller-Oerlinghausen (Pharmakologe) über die potentiell suizidauslösenden/verstärkenden Momente von SSRI
https://www.youtube.com/watch?v=sj8jNTZ ... be&t=2m18s

Dr. David Healy (Psychiater): Der ausschlaggebende Auslöser Antidepressiva?
http://www.heise.de/tp/artikel/45/45869/1.html

Inzwischen, nach dem Obduktionsbericht, der Citalopram, Mirtazapin und Zopiclon nachgewisen hat, erwähnen andere Medien zumindest, dass diese Antidepressiva im Ruf stehen, das Suizidrisiko zu erhöhen oder dass er Substanzen verschrieben bekommen hat, die nur über wenige Tage hinweg eingenommen werden sollten, weil sie schnell abhängig machen, nur kurz wirken und nach wenigen Wochen sogar Angststörungen auslösen oder verstärken können.
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Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Kassiopeia » Freitag, 01.04.16, 19:49

Artikel einer kritischen Zeitschrift, die auch auf die Seite ssristories.com verweist.

https://www.woz.ch/-174d

"Wenn der Schalter kippt"
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Diagnose 3/2013: Schwere/mittlere Depression/Burn-Out induzierte D.>>März 2013: Venlafaxin 75 mg>>auf 225 mg
nach Abklingen der NW gut vertragen>>Dezember 2013: Um Tiefs (Schmerzen am ganzen Körper, extreme Schwäche)abzufedern auf 300 mg: stabile Stimmung, jedoch körperlich ständig erschöpft, extrem hohes Schlafbedürfnis und neue NW: "Stöße" am Hinterkopf + kurzzeitig schwankender Gang>>5.2.2014:225 mg Absetzsymptome: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, Weinerlichkeit, intensive (auch Angst-) Träume, Nachtschweiß, Kälteschauer, Kribbeln an den Fußsohlen. Positiv: Bin seitdem tagsüber nicht mehr so erschöpft und müde! AS nach etwa drei Wochen abgeklungen>>9.3.2014: Reduktion auf 200 mg. Erst Hochgefühl (manische Phase?) Plötzliche AS nach zehn Tagen: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, intensive Träume, Kälteschauer, Tinnitus verstärkt, Müdigkeit, Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, Gliederschmerzen, Verspannungen, Pessimismus, Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit, Gefühl der Überforderung. Dann psychisch eine Besserung, jedoch werden die Krankheitssymptome heftiger: Kopf, Kiefer, Hals, Ohren, Zunge abwechselnd oder gleichzeitig, wechselnd besser und wieder schlechter>>26.4.2014:: 150 mg: Körperliche Schwäche und Gliederschmerzen. Halsschmerzen und Kopfschmerzen abwechselnd. Tinnitus, Müdigkeit. Nach etwa 1 Monat symptomfrei. Dann Tabletten vergessen: Alptraumnacht und massive körperliche Symptome. Wiedereindosiert nach 2 Tagen. Symptome nun wieder wie nach letztem Absetzschritt, mit Ausnahme von Halsschmerzen.
Absetzpause, Reha, Stabilisierung. Neue Diagnose: rezidivierende Depression und somatoforme Schmerzstörung
20.12.2014: Ca. 147,5 mg leichte Absetztsymptome
31.12.2014: Ca. 145 mg die ersten paar Tage nix, dann Schwitzen, Kälteschauer, Gliederschmerzen und Antriebslosigkeit
07.01.2015: Ca. 142,5 mg Schmerzen am ganzen Körper, grippig, morgens total im Eimer
17.01.2015: Ca. 140 mg
19.01: Bakterieller Infekt mit Fieber: Wegen heftiger Muskelzuckungen wieder zurück auf 142,5 mg
02.02. 140 mg
11.02. 137,5 mg
13.03. 132,5 mg
05.04. 127, 5 mg
23.04. 125 mg
27.05. 122,5 mg
10.06. 120 mg
04.08. 117.5 mg
18.08. 115 mg
08.09. 75 mg. hypomanische Phase, Schwitzen, Kälteschauer, Träume, dann Tief mit Traurigkeit, Antriebslosigkeit und Gliederschmerzen.
03.01. 7 Kügelchen weniger
08.02. 10 Kügelchen weniger
28.02. 15 Kügelchen weniger - also bei etwa 70,8 mg
14.03. 20 - etwas zu früh
Umstellung von morgendlicher Einnahme auf abends
2.5. 25 Kügelchen weniger
15.5. 30 Kügelchen
28.5. 35 Kügelchen
20.6. 40 Kügelchen
14.7. 45 Kügelchen
2.8. 55 Kügelchen - der Schritt war anscheinend zu groß. Enorme Erschöpfung und Schmerzen in den Fingern, Händen, Füßen, Oberarmen, Oberschenkeln, Kribbeln im Gesicht, Halsschmerzen. Jeder Schritt ist anstrengend.
1.9. 60 Kügelchen
20.9. 65 Kügelchen
5.10. -70 Kügelchen :schnecke: :o
16.10. -75 K.
30.10. -80 K.
20.11. -85 K.
20.12. -90 K. - immer noch ca. 50mg to go :frust:
weitergemacht in dem Tempo, bis ich gemerkt habe, dass eine vergessene Dosis mir kaum mehr etwas ausgemacht hat, da hab ich dann immer geschwindelt und bin am nächsten Tag deutlich niedriger eingestiegen.
Ab 1.5.2017 Countdown von 70 Kügelchen, jeden Tag eines weniger
1.7.2017 9 Kügelchen to go
10.07.2017 - 0. Ich bin gereizt und weinerlich, meine Muskeln ziehen, es kribbelt und mir schlafen die Gliedmaßen ein

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Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 05.04.16, 20:47

The Germanwings Crash: Flying Under the Influence
by Phil Hickey
There has been relatively little attention focused on what is, at least in my view, the most glaring and pertinent aspect of the matter: That Mr. Lubitz was flying a commercial aircraft under the influence of powerful psychiatric drugs that have long been associated with murder/suicides.
Even the horrific events of March 24, 2015, in the French Alps have been insufficient to jar psychiatry from its sordidly self-serving, guild-defensive silence into something resembling common decency. It took ten minutes for the Airbus to descend from 38,000 feet to its crash site on a French mountain; ten minutes of indescribable terror for 149 innocent men, women, and children. It is time – indeed it is long past time – for psychiatry to acknowledge the role that these pills are playing in these tragedies, to conduct a definitive study of this matter, and to publicize the problem honestly and prominently.
http://behaviorismandmentalhealth.com/2 ... influence/
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Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Dane » Sonntag, 22.05.16, 23:14

Guten Abend!

http://mobil.stern.de/panorama/gesellsc ... 48766.html

Hier wird die Steigerung des Suizidrisiko duch Antidepressiva beim Namen genannt, endlich! Der Artikel in der Printausgabe "Die Krankenakte Lubitz" vom 17.03.16 ist noch ausführlicher....

Viele Grüße
Dane
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In den Wintermonaten 12/13 und 13/14: Einnahme von Johanniskraut (Laif 900, nicht ausgeschlichen)

06.2014 - 04.2015: Paroxetin (20/10mg) -> abrupt abgesetzt. Psychiaterin meinte: einfach weglassen!

Ende Juni beginnen die Absetzerscheinungen deutlich. Seitdem im kalten Entzug mit diversen Symptomen (vor allem Unruhe, Schwindel, Dauerübelkeit, Derealisation, Depression, Tinnitus, RLS, Druck/Ziehen hinter der Stirn, hohe Geräuschempfindlichkeit, kaum Libido).
Oft abwechselnd / wellenartiges Auftauchen & wieder verschwinden

> Versuch des krümelweise Wiedereinschleichens nach 2 Wochen abgebrochen! (Herzrasen, Panikattacken) <

Sep. - Nov. 2015: Promethazin (Atosil) bis zu 10 Tropfen -> zum Schluß heftige Symptomverschlimmerung :!:

Stand März 2016: Die meisten Symptome haben sich stark abgeschwächt; ich denke, ich befinde mich auf dem aufsteigenden Ast!

Was mir hilft: (oder zumindest nicht schadet)
Fischölkapseln
Passionsblumenkraut
Vitamin D3
Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training
und wenn es geht: viel Ruhe und Geduld :schnecke:

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Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von sybsilon » Sonntag, 17.07.16, 22:20

Hallo zusammen,

grade kam im TV, dass der Attentäter von Nizza Medikamente für Depressionen einnahm.
Ich kann mir gut vorstellen, dass es in die Richtung von Lubitz geht.

Boah, das wird immer schlimmer.
Und die Presse denkt es war ein Attentat.

Passt natürlich besser grad in die politische Diskussion.

LG sybsilon
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Oliver
Diagnose: Angst-Panikstörung
06/14 Venlafaxin 37,5 mg
07/14 Venlafaxin 75 mg
08/14 Venlafaxin 112,5 mg
10/14 Venlafaxin 75 mg
dann bis 02/15 Venlafaxin reduziert auf 37,5 mg
seit 14.2.15 auf anraten von Ärztin auf "0".
Seit Dezember 14 Schwindel, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme, Ohnmachtsangst, Gangunsicherheit, elektrische Schläge im Magen, Panikattacken, Kribbeln Arm und Bein links, Massive Nackenprobleme. Herzrasen, Extrasystolen und starke Stimmungsschwankungen.
von 1.6.15-28.7.15 wieder Psychiatrieaufenthalt. 3 Wochen Mirtazapin erst 15mg dann 30mg aber wegen RLegs abgesetzt, dann Doxepin 25mg nacher Woche 50mg und nach ein paar Tagen auf 75mg aber wegen massiver Magenschmerzen, Suizidgedanken und RLegs auch abgesetzt.
Seit 20.7.15 Medikamentenfrei.
aktuelle Symptome: kribbeln, ziehen in Beinen und Armen, Leichte Übelkeit( nicht immer), sehr nervös, sehr geräuschempfindlich, vermehrte Panikattacken. Ab und zu Herzstolpern, aber nicht mehr so häufig. Das Haus zu verlassen fällt mir schwer.
Oktober 2015 :
Immer wieder Gangunsicherheit, leichter Schwindel und Übelkeit. Das löst Angst und Panik bei mir aus.
Einen Versuch mit Laif900 (Johanniskraut) gestartet aber wieder abgesetzt wegen Symptomverstärkung.
Ab 04.11.2015 Aufenthalt psychosomatische Klinik
Seit 19.1.16 wieder zu Hause. In der Klinik 3 Tage Trimipramin 12,5mg ausprobiert, aber zu starke NW.
Seit 27.1.16 Wiedereingliederung im Job, Beginn mit 4Std am Tag, danach sehr erschöpft, aber ansonsten wenig Symptome. Gegen Abend (ab ca.18.00Uhr) inneres Frieren und ganz leichte Übelkeit mit leichtem Magendrücken.
Stand 13.2.2016: Magenprobleme mit Rückenschmerzen, Rücken übersät mit großen Pickeln, Schlafprobleme, nach Vit.D Einn. Panikattacke.
4.3.16 Im Moment Welle/sehr erschöpft. Blutuntersuchung :B12=350, Vitamin D =18,1, Ferritin=15,5. Von Eisentabletten schon nach 1Tag Herzrasen mit Panikattacke. Abgesetzt. Ich vertrage absolut gar nichts mehr.
6.4.16 habe noch leichte Stimmungsschwankungen, Frieren in den Abendstunden nach der Arbeit (ca. 17-19 Uhr), Energiebereich schwankt sehr, Nackenschmerzen. Seit 1.4.16 nehme ich Nachtkerzenöl Kapseln, und ich habe das Gefühl sie tun mir gut.
18.6.16 Ich habe wenig Energie. Arbeite wieder voll seit 8.3., aber es strengt sehr an. Kann abends und am Wochenende Nichts unternehmen. Bei Anstrengung kommt leichte Übelkeit. Kann meine Vitaminspeicher nicht auffüllen da ich noch immer Nichts vertrage .:zombie: .Gefühle sind sehr gleichgültig und irgendwie macht mir alles keinen Spaß und ist sinnlos.
Seit 14.2.2015 "0" Venlafaxin
Seit 20.7.2015 "0" Mirtazapin und Doxepin
Seit 21.7.2015 definitiv medikamentenfrei!!!!
Zustand 21.7.2016: sehr erschöpft, leichte Übelkeit hin und wieder, kribbeln in linker Hand und Fuß und linke Gesichtshälfte. Psyche ganz o.k.! Blutwerte 21.7.2016: Vit.B12 253;Ferritin 19,5;Vit.D 31.
18.8.16:Entfernung Kupferspirale
Zustand 24.8.16: Seit 2 Tagen total erschöpft, Kopfrauschen, Nackenschmerzen, Übelkeit aber nicht vom Magen verbunden mit depressiver Stimmung, fast keinen Geruch und Geschmackssinn. Kein Durst- und Hungergefühl.
16.10.16: Zustand viel besser seit Kupferspirale entfernt. Ausschlag auf Rücken nahezu weg. Übelkeit weniger, depressive Stimmung nur noch etwas in der Zeit um die Regel. Brauche noch viel Ruhe und vertrage keine Hektik und Stress mehr. Energie etwas mehr vorhanden.
20.3.17 Vitamin D und B12 vertrage ich wieder.
20.12.17 Übelkeit so gut wie weg.

Dane
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Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Dane » Montag, 18.07.16, 20:46

Hallo sybsilon,

ist ja interessant! Weißt du noch auf welchem Sender und welche Sendung das war / Uhrzeit?

Viele Grüße
Dane
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Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Murmeline » Montag, 18.07.16, 20:54

Hallo!

Was sich finden lässt sind Hinweise auf Neuroleptika (Haldol wird hier genannt)
http://m.abendblatt.de/vermischtes/jour ... ifers.html

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Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Sunnyrose » Montag, 18.07.16, 21:12

Er nahm offenbar Medikamente wie Haldol, das Ärzte etwa bei Schizophrenie verschreiben. Psycho-Täter oder Islamist? Bisher liefen diese Thesen beim Attentäter von Nizza gegeneinander. Die Vergangenheit zeigt: Sie passen auch gut zusammen
Zitat aus obengenannten Artikel :( die Nebenwirkungen sind auch nicht ohne! :o

http://compendium.ch/mpub/pnr/1979/html/de

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Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Midlife » Donnerstag, 21.07.16, 12:50

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 49642.html

Hier steht auch was von AD...seit 2004!
Zuletzt geändert von padma am Donnerstag, 21.07.16, 13:21, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: link korrigiert
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11/15- erstmals 20 mg Citalopram vom Hausarzt bekommen, ohne Diagnose
29.12/15- Tavor/Lorazepam 1,5 mg für ca 3 Wochen selbst genommen ohne ärztliche Verordnung
Seit Anfang März 2016 weg vom Tavor und auch Citalopram
Seit 1.4.16 Escitalopram 10 mg plus bei Bedarf 25 mg Atosil/Promethazin
Seit 28.4.16 7,5 mg Escitalopram plus 2x tgl 25 mg Atosil
Seit 14.5.16 5 mg Escitalopram plus b.Bed. Atosil
Seit 20.5.16 3,75 mg Escitalopram , Atosil nicht mehr gebraucht..am 24.5.16 Angst, Weinen, depr. Verstimmungen
Seit 25.5.16 wieder 5 mg Escitalopram
Seit 1.6.16 4 Trofen = 4 mg Escitalopram
Seit 7.6.16 3 Tropfen = 3 mg Escitalopram
Seit 12.6.16 2Tropefn =2 mg Escitalopram , Weinerlich, Unruhe, Zittern, Frust
Seit 15.6.16 3 Tropfen = 3 mg Escitalopram, nach 2 guten Tagen , 1 gaaanz schlechter...bleibe bei 3 mg
Seit 27.6.16 2,5 Tropfen=2,5 mg Escita
Seit 04.7.16 1,5 Tropfen=1,5 mg Escita
Seit 09.7.16 1 Tropfen =1 mg Escita...viel Weinen, rauschen im Kopf
Seit 10.07.16 1,5 Tropfen =1,5 mg Escit..
Seit 30.07.16 0mg!Stimmung wechselnd, aber nicht schlechter...Gedanken klarer...und manchmal auch positver!
Immer noch bei 0 mg...die psych. Ausfälle deutöich seltener und wenn auch nur noch sehr kurz!

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Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von padma » Donnerstag, 21.07.16, 13:20

hallo zusammen,

laut dem von Midlife :) verlinkten Artikel hat er 2004 Haldol, Clorazepat und Amitriptyline genommen.

lg padma

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Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Midlife » Freitag, 22.07.16, 8:34

Hallo Ihr Lieben!

Allmählich kommt etwas Bewegung in die Sache...
Zuletzt geändert von padma am Sonntag, 31.07.16, 18:56, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: link entfernt
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Seit 14.5.16 5 mg Escitalopram plus b.Bed. Atosil
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Seit 25.5.16 wieder 5 mg Escitalopram
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Seit 7.6.16 3 Tropfen = 3 mg Escitalopram
Seit 12.6.16 2Tropefn =2 mg Escitalopram , Weinerlich, Unruhe, Zittern, Frust
Seit 15.6.16 3 Tropfen = 3 mg Escitalopram, nach 2 guten Tagen , 1 gaaanz schlechter...bleibe bei 3 mg
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