Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

Liebe ADFDler,

die Organisation des Forums durch das Team ist weiterhin eingeschränkt.

Danke an alle die sich im Rahmen der gegenseitige Selbshilfe einbringen. Bitte schaut weiter gut auf euch und unterstützt euch aktiv untereinander mit euren Erfahrungen oder Hinweisen auf lesenswerte Threads. Wenn ihr mögt und könnt, begrüßt gerne Neuankömmlinge, verlinkt die Grundlageninfos oder lasst einfach ein gutes Wort da.

Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lest euch auch zunächst selbst in unsere grundlegende Absetzinfos ein.
Ausführlicher Artikel zu Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Das ADFD Team

Antidepressiva und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Allgemeine Diskussion über psychische Störungen, ihre Behandlung und alles Verwandte.
Murmeline
Team
Beiträge: 13478
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50
Hat sich bedankt: 14904 Mal
Danksagung erhalten: 13686 Mal

Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Murmeline » Freitag, 22.07.16, 8:45

Guten Morgen Midlife,

ich denke nicht, dass die Pressemeldung der KVPM Deutschland e.V. weite Verbreitung finden wird oder die Thesen in der Medienlandschaft aufgegriffen und verfolgt werden.

Die KVPM Deutschland e.V. gehört zur Citizens Commission on Human Rights und diese wurde von Mitgliedern der Scientology Kirche gegründet. Dieser Hintergrund macht es (auch für mich) schwierig.

Zu den Anfangszeiten des ADFD wurden die Gründer/ersten Aktiven übrigens auch damit konfrontiert, mit Scientology in Verbindung zu stehen :shock: - über die Suchfunktion findet sich da einiges.

Sicherheitshalber betone ich an dieser Stelle, dass dem nicht so ist! :roll:

Grüße, Murmeline
Zuletzt geändert von Murmeline am Sonntag, 31.07.16, 19:30, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Link entfernt
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag (Insgesamt 9):
OliverpadmaDaneMidlifeSunnyroseJamieKassiopeiaArianrhodKatharina
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Midlife
Beiträge: 104
Registriert: Samstag, 23.04.16, 18:10
Hat sich bedankt: 47 Mal
Danksagung erhalten: 180 Mal

Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Midlife » Freitag, 22.07.16, 15:57

Murmeline hat geschrieben:Guten Morgen Midlife,

ich denke nicht, dass die Pressemeldung der KVPM Deutschland e.V. weite Verbreitung finden wird oder die Thesen in der Medienlandschaft aufgegriffen und verfolgt werden.

Die KVPM Deutschland e.V. gehört zur Citizens Commission on Human Rights und diese wurde von Mitgliedern der Scientology Kirche gegründet. Dieser Hintergrund macht es (auch für mich) schwierig.

Zu den Anfangszeiten des ADFD wurden die Gründer/ersten Aktiven übrigens auch damit konfrontiert, mit Scientology in Verbindung zu stehen :shock: - über die Suchfunktion findet sich da einiges.

Sicherheitshalber betone ich an dieser Stelle, dass dem nicht so ist! :roll:

Grüße, Murmeline
Ach herrje...das wusste ich nicht!! :o
Umglaublich, aber diesesmal ja gar nicht so abwegg, was die fordern...

Liebe Grüße
Björn
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Midlife für den Beitrag (Insgesamt 2):
SunnyroseOliver
11/15- erstmals 20 mg Citalopram vom Hausarzt bekommen, ohne Diagnose
29.12/15- Tavor/Lorazepam 1,5 mg für ca 3 Wochen selbst genommen ohne ärztliche Verordnung
Seit Anfang März 2016 weg vom Tavor und auch Citalopram
Seit 1.4.16 Escitalopram 10 mg plus bei Bedarf 25 mg Atosil/Promethazin
Seit 28.4.16 7,5 mg Escitalopram plus 2x tgl 25 mg Atosil
Seit 14.5.16 5 mg Escitalopram plus b.Bed. Atosil
Seit 20.5.16 3,75 mg Escitalopram , Atosil nicht mehr gebraucht..am 24.5.16 Angst, Weinen, depr. Verstimmungen
Seit 25.5.16 wieder 5 mg Escitalopram
Seit 1.6.16 4 Trofen = 4 mg Escitalopram
Seit 7.6.16 3 Tropfen = 3 mg Escitalopram
Seit 12.6.16 2Tropefn =2 mg Escitalopram , Weinerlich, Unruhe, Zittern, Frust
Seit 15.6.16 3 Tropfen = 3 mg Escitalopram, nach 2 guten Tagen , 1 gaaanz schlechter...bleibe bei 3 mg
Seit 27.6.16 2,5 Tropfen=2,5 mg Escita
Seit 04.7.16 1,5 Tropfen=1,5 mg Escita
Seit 09.7.16 1 Tropfen =1 mg Escita...viel Weinen, rauschen im Kopf
Seit 10.07.16 1,5 Tropfen =1,5 mg Escit..
Seit 30.07.16 0mg!Stimmung wechselnd, aber nicht schlechter...Gedanken klarer...und manchmal auch positver!
Immer noch bei 0 mg...die psych. Ausfälle deutöich seltener und wenn auch nur noch sehr kurz!

Murmeline
Team
Beiträge: 13478
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50
Hat sich bedankt: 14904 Mal
Danksagung erhalten: 13686 Mal

Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 24.07.16, 19:38

Der Standard hat mal eine PM des Vereins aufgegriffen. Und zwar in der Form, dass eine Expertin dazu im Interview befragt wird. Tenor: nur die antriebssteigerung von AD sei gefährlich und lasse sowieso vorhandene Aggresivität oder Suizidgedanken wieder heraus.

Zitat
Prinzipiell bringen Antidepressiva den verminderten Antrieb auf ein normales Niveau. Allerdings kann man nur Impulse ausagieren, die einer Person grundsätzlich auch zu eigen sind. Es ist aber ganz sicher nicht so, dass Antidepressiva Impulse oder Bedürfnisse implantieren, die nicht aus dem Zusammenspiel von Persönlichkeit und Situation resultieren.
http://mobil.derstandard.at/13225313460 ... Mode=forum
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag:
Arianrhod
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Monalinde
Beiträge: 536
Registriert: Freitag, 21.01.11, 16:10
Hat sich bedankt: 768 Mal
Danksagung erhalten: 1113 Mal

Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Monalinde » Montag, 25.07.16, 11:19

Hallo,

" Es ist aber nicht so, dass Antidepressiva Impulse oder Bedürfnisse implantieren, die nicht aus dem Zusammenspiel von Persönlichkeit und Situation resultieren" .

Meiner Meinung nach kann diese Aussage evtl. zutreffend sein, aber der springende Punkt ist doch, dass aufgrund der Enthemmung diese schrecklichen Taten letztendlich auch ausgeführt werden.

Huhu, ich bin ganz aufgeregt, denn gestern Abend hat in unserer kleinen Stadt ein junger Syrer eine Bombe gelegt bei einem festival, wobei es etliche Verletzte gegeben hat. Das ist mehr als bedauerlich, ja, diese Menschen sind traumatisiert, aber mir sträuben sich dabei die Nackenhaare.

LG Mona
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Monalinde für den Beitrag (Insgesamt 2):
ArianrhodKatharina
2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg,
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
Symptome:
( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

Ängste, Tinnitus, Neuroemotionen halten an.

Murmeline
Team
Beiträge: 13478
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50
Hat sich bedankt: 14904 Mal
Danksagung erhalten: 13686 Mal

Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Murmeline » Montag, 25.07.16, 11:28

Hallo Mona,
Es ist aber nicht so, dass Antidepressiva Impulse oder Bedürfnisse implantieren, die nicht aus dem Zusammenspiel von Persönlichkeit und Situation resultieren" .
Meiner Meinung nach kann diese Aussage evtl. zutreffend sein, aber der springende Punkt ist doch, dass aufgrund der Enthemmung diese schrecklichen Taten letztendlich auch ausgeführt werden.
Dazu ein Statement von Prof. Müller-Oehrlinghausen. Es geht jetzt nur mal darum, dass man das nicht generell negieren sollte, dass Impulse entstehen, die man vorher nicht hatte.

Oder dass Nebenwirkungen wie verstärkte Empathielosigkeit eher fördernd sein können, einen Plan am Ende wirklich umzusetzen. Wobei die Einflussfaktoren sicher insgesamt vielschichtig sind.

Ihr Expertinnenstatus (es geht um Frau Professor Isabella Heuser, Inhaberin eines Lehrstuhls der Psychiatrie in Berlin) konnte leider die Falschheit einer ihrer Kernaussagen nicht verdecken: Sie behauptete, dass Antidepressiva niemals Suizidideen oder Aggressivität bei Menschen auslösen, die nicht zuvor schon solche psychischen Veränderungen gezeigt haben.

Sie leugnet bzw. unterdrückt damit seit Jahren vorliegende,wissenschaftlich mehrfach bestätigte und publizierte Beobachtungen z.B. von Prof. David Healy, von der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft und von dem großen europäischen psychiatrischen Nebenwirkungserfassungssystem AMSP.

Sie alle zeigen, dass nicht nur die erregende Wirkung der SSRI Antidepressiva eine vorhandene Suizidneigung gefährlich werden lassen kann, sondern dass plötzlich in Menschen, die zuvor noch niemals derartige Neigungen in sich verspürt haben, ein Drang, sich selbst oder Andere zu töten entstehen kann, der als unheimlich und persönlichkeitsfremd erlebt wird.

Die Leugnung dieses Phänomens durch deutsche psychiatrische Fachvertreter und Meinungsbildner führt dazu, dass niedergelassene Nervenärzte, die sich auf die Kompetenz solcher Kollegen verlassen, diese gefährliche Nebenwirkung nicht zur Kenntnis nehmen und im Einzelfall, wenn derartige Erlebnisse unter Einnahme eines SSRI Antidepressivums vom Patienten berichtet werden, in guter Absicht womöglich noch dessen Dosis erhöhen, - um damit u. U. eine irreversible Lebenskatastrophe auszulösen.
http://www.depression-heute.de/blog/ssr ... aten-nicht
Huhu, ich bin ganz aufgeregt, denn gestern Abend hat in unserer kleinen Stadt ein junger Syrer eine Bombe gelegt bei einem festival, wobei es etliche Verletzte gegeben hat. Das ist mehr als bedauerlich, ja, diese Menschen sind traumatisiert, aber mir sträuben sich dabei die Nackenhaare.

Wenn so etwas direkt vor der eigenen Haustüre passiert, dann nimmt es einen aufgrund der Nähe noch einmal besonders mit. :hug: :hug:

Murmeline
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag (Insgesamt 4):
OliverMonalindepadmaArianrhod
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Arianrhod
Beiträge: 1576
Registriert: Sonntag, 15.11.15, 15:16
Hat sich bedankt: 3598 Mal
Danksagung erhalten: 4025 Mal

Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Arianrhod » Freitag, 05.08.16, 15:59

Auch in Italien....

bin heute über einen SPON-Artikel gestolpert, in dem es um Frauen in Italien ging, die von ihren Partnern umgebracht werden. Eine Frau wurde mit Benzin übergossen und lebendig verbrannt. Folgender Abschnitt ließ mich sehr nachdenklich:
Pasquale R., 46, war noch am Vorabend von der Polizei festgenommen worden. Er reinigte gerade seinen Overall, roch nach Benzin, hatte eine Brandwunde am Arm und leugnete alles. Einen Tag später gestand er dann doch, die Frau mit Benzin übergossen zu haben. Aber angesteckt habe er sie nicht. Sein Verteidiger sprach von Unzurechnungsfähigkeit, sein Mandant nehme enorme Mengen an Psychopharmaka.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/i ... 06185.html

Auch hier tauchen wieder Psychopharmaka im Rahmen einer Gewalttat auf, aber wird wohl nicht weiter untersucht.

liebe Grüße Arianrhod
Zuletzt geändert von padma am Sonntag, 07.08.16, 21:54, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: link ergänzt
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Arianrhod für den Beitrag (Insgesamt 4):
OliverpadmaJamieMurmeline
► Text zeigen

Murmeline
Team
Beiträge: 13478
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50
Hat sich bedankt: 14904 Mal
Danksagung erhalten: 13686 Mal

Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 07.08.16, 7:31

Hallo Arianrhod,

es gibt zwei Websiten, die solche Geschichten sammeln.

Brain bei AntiDepAware
Promoting awareness of the dangers of antidepressants
http://antidepaware.co.uk/homicides/

Und SSRIStories.org, wurde von zwei Betroffenen/Angehörigen gegründet, ist inzwischen von David Healy übernommen und wird von zwei Betroffenen Eltern weitergeführt
www.SSRIStories.org

Grüße, Murmeline
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag (Insgesamt 3):
OliverpadmaArianrhod
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Arianrhod
Beiträge: 1576
Registriert: Sonntag, 15.11.15, 15:16
Hat sich bedankt: 3598 Mal
Danksagung erhalten: 4025 Mal

Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Arianrhod » Sonntag, 07.08.16, 19:16

ich hatte zwar zitiert, aber vergessen, den link zu posten, das tu ich hiermit:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/i ... 06185.html

liebe Grüße Arianrhod
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Arianrhod für den Beitrag:
padma
► Text zeigen

Arianrhod
Beiträge: 1576
Registriert: Sonntag, 15.11.15, 15:16

Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Arianrhod » Montag, 08.08.16, 13:42

Off Topic
Danke, liebe Padma :)
► Text zeigen

Murmeline
Team
Beiträge: 13478
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50
Hat sich bedankt: 14904 Mal
Danksagung erhalten: 13686 Mal

Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 19.10.16, 15:46

Es gibt inzwischen Hinweise, dass Andreas Lubitz die Medikation nach seiner depressiven Krise 2009 doch länger nahm. Im Spiegel Nr. 42/15.10.2016 wird erwähnt, dass der behandelnde Psychiater 2009 zwar ein Attest ausstellte, die Depression sei überwunden, die Medikamente abgesetzt, in einem Behandlungsbericht an den Hausarzt wurde aber von ihm im selben Monat vermerkt, Lubitz nehme Cipralex 20mg morgens und Mirtazapin 30mg abends und er solle das noch mindestens ein Jahr lang einnehmen und auch eine psychotherapeutische Behandlung sei weiterhin sinnvoll.


Bis wann Lubitz womöglich weiter die Medikamente genommen hat und wann er sie vielleicht wirklich erst abgesetzt hat, bleibt daher unklar.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag (Insgesamt 5):
OliverLinLinaDaneJamiesybsilon
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Kaulquappe 411
Beiträge: 910
Registriert: Sonntag, 21.12.14, 22:12
Wohnort: Rheinland-Pfalz
Hat sich bedankt: 1993 Mal
Danksagung erhalten: 1579 Mal

Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Kaulquappe 411 » Mittwoch, 22.03.17, 14:16

Hallo ihr Lieben,

heute stand bei uns in der Tageszeitung ein ARtikel mit der Überschrift: "Germanwings-Absturz: Lubitz' Familie zweifelt an Ursache"

Ich habe es mir diesmal nicht nehmen lassen, sofort einen Leserbrief an die Redaktion zu schreiben, der vermutlich nicht veröffentlicht wird, weil es zu pharmakritisch ist, und das wollen die Menschen ja nicht :whistle: :evil:
Naja, war mir einen Versuch wert. Hauptsache, was getan, statt still zu halten! :sports:

Ich hab geschrieben:

"Natürlich ist der Zeitpunkt der Veröffentlichung des Gutachtens der Eltern ungünstig gewählt. Aber durchaus zu verstehen, dass sie das Unglück so nicht auf sich beruhen lassen wollen.
Wurde denn einmal untersucht, welche Medikamente der Pilot wann bekommen hat, wie sie angesetzt, abgesetzt, dosiert, kombiniert oder gewechselt wurden? Und welche Ärzte dafür verantwortlich sind? Wer sich einmal intensive mit Auswirkungen von Psychopharmaka beschäftigt hat, und damit meine ich nicht die beschönigten Schriften der Pharmaindustrie, der wird wissen, dass die angeblich so harmlosen Psychopillen Gefahren in sich bergen, die von Suizidalität, Aggressivität, Impulsverlust, Pseudodepression und vielen anderen Nebenwirkungen reichen. Vor allem wenn sie wie so oft falsch und in viel zu großen Schritten abgesetzt werden oder gar ohne Übergang abgesetzt und durch neue ersetzt werden. Diese leider von Psychiater viel zu oft verharmloste oder gar ingnorierte Tatsache hat schon so manchem Menschen das Leben gekostet, was allerdings oft genug, wie auch bei dem Piloten, auf die Psychoschiene geschoben wird ("Das war die Erkrankung"), um den Absatz der scheinbar harmlosen Psychopillen nicht zu gefährden. Hier sollte meiner Meinung nach einmal eine ganz genaue Untersuchung erfolgen und der Germanwingsabsturz als Mahnung verstanden werden, verantwortungsvoller und vor allem ehrlicher mit den Psychopillen seitens der Psychiater bzw. Pharmaindustrie umzugehen. "

Hätte eigentlich noch eine Nuance schärfer sein können, hatte jedoch nicht so viele Zeichen zur Verfügung. Wäre noch gut gewesen, die Nebenwirkungen an sich zu benennen, habe jetzt aber nur Bezug aufs Absetzen genommen. Bin ja mal gespannt .....

LG Quäppchen :sports:
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Kaulquappe 411 für den Beitrag (Insgesamt 11):
carlottaJamieAnnanasVorbyArianrhodpadmaSiggiMedlemsybsilonMayaMonalinde
Diagnosen: PTBS, Depression, Sozialphobie, Agoraphobie, Oralophobie, Migräne, craniomadibuläre Dysfunktion, Tendovaginitis an den Füßen
Erfahrungen mit Ximovan ( Paradoxe Reaktion), Melperon (drastische Alpträume), Taxilan (total abgeschossen) Fluoxetin (Depersonalisation), Lorazepam, Opipramol, Promethazin, Escitalopram, Cipralex, Valdoxan, Amitriptyllin.
Genannte Mittel nur kurze Zeit genommen und kalt abgesetzt, da angeblich keine Probleme nach so kurzer Einnahmedauer, hahaha!
2010 Venlafaxin 150 mg eingeschlichen, Kurzeitige Besserung der Stimmung bzw. Antriebs, jedoch Verstäkung der inneren Unruhe.
Hinzu kam Amisulprid 50mg, half sehr gut gegen Angst, jedoch horrende Nebenwirkungen (30 kg zugenommen, Kopfschmerzen, Diabetes, Hormonstörungen), daher kaltes Absetzen, weil angeblich unproblematisch. Nach 2 Tagen massive Suizidgedanken und Ängste, wieder auf 50 mg für 1 Jahr.
Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
Amisulprid 50 mg Ende November 2014 eigenmächtig abgesetzt. Pro Woche 12, 5 mg weniger, keine Absetzsymptome
Venlafaxin 150 mg seit Mitte Dezember 2014 am Absetzen, innerhalb von 2 Wochen auf 37,5 mg mit starker Absetzsymptomatik,( Brainzaps, Weinerlichkeit, Verzweiflung, aggressive Ausbrüche, Bauchschmerzen, Durchfall, Sehstörungen)
11.1. auf 75 mg, da Absetzsymptome zu stark, nehmen im Verlauf des Sommers ab, Schneckenclubmitglied :schnecke:
Sept. 2015 Diagnose Autoimmunthyreoiditis, Einschleichen von Hormonen wegen unerträglichen Nebenwirkungen misslungen.
Regelmäßige Einnahme von Vitamin D, Leinöl, Basentee und versch. homöopath. Globuli bekommen mir sehr gut!!!

31. Oktober 2016 Fortsetzen vom Absetzen Venlafaxin 75 mg mittels Mikrotapering ( pro Kapsel ein Gewicht von 0,306 g)
Meine Absetzsymptome bei jedem Schritt, mal mehr, mal weniger: Weinerlichkeit, Pseudodepri, Pseudoschnupfen, Muskelschmerzen in den Beinen, Verspannungen Nacken und Kiefer, Brainzaps, Geräuschempfindlichkeit, leichte Übelkeit, Kopfschmerzen, Darmprobleme, Juckreiz, Hör- und Sehprobleme
4.11.: Kapselgewicht 0,304 g
7.11.: Kapselgewicht 0,302 g
10.11.: Kapselgewicht 0,300 g, Absetzsymptome zu stark, kurz hochdosiert, besser!
28.11.: Kapselgewicht 0,298 g
9.12.: KG 0,295 g
am 1.1. 2017 bei KG 0,292 g angekommen
17.01.2017 KG 0,290g
15.02.2017 KG 0,286 g
01.03.2017 KG 0,284 g
seit 24.04. 2017 KG 0,280 g
02.05.2017 KG 0,278 g
16.05. 2017 KG 0,276 g
mittlerweile bei KG 0,273 g
nun bei KG 0,270 g
mittlerweile bei KG 0,264 g mit Zwischenschritten
seit 15. 11. bei KG 0, 255 g ohne Zwischenschritte, drei Tage Absetzwelle, dann OK
seit 30.11. bei KG 0,245 g, das übliche an Absetzsymptomgedöns :-)
mittlerweile bei KG 0,230 g
mittlerweile bei KG 0,200 g kaum Absetzsymptome, solange ich auf passende Ernährung achte!
KG 170 g
22 Kügelchen
Seit dem 15. August 2018 auf NULL!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Fisch
Beiträge: 49
Registriert: Freitag, 03.03.17, 23:22

Re: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens; aktuell Venlafaxin

Beitrag von Fisch » Mittwoch, 22.03.17, 15:10

Hallo,
bzgl. ein ARtikel über den Germanwingsabsturz

ich habe irgendwo gelesen, das er nicht mehr als 2 h schlafen konnte, er hat sicher schon andere AD's intus gehabt. Und irgendein schlauer Arzt hat ihm kurz vor dem Unglück das schicke anregende Escitalopram gegeben. :zombie:



grusel, ich schluck das auch :cry:

lg
4/2015 Diagnose reaktive Depression auf fam. Lebensumstände
4/2015 - 7/2016 20 mg Escitalopram
+Mirtazapin gelegentlich, aber schnell einfach weggelassen
nach Anraten der Ärzte direkt auf 10 mg reduziert, dann einfach weggelassen
8/2016-12/2016 zunehmend schlechteres Befinden - Angst und Panik (kannte ich noch nie in dem Maß)
extremes nächtliches Schwitzen, extreme Unruhe, als nix mehr ging wieder zum Arzt
01/2017 Diagnose: Grunderkrankung zurück, die sich plötzlich in eine endogene Depression gewandelt haben soll - die ersten großen Fragezeichen tauchen auf - wieder eindosieren auf 20mg
nicht vertragen -> eigenmächtig auf 10mg reduziert
14.02.17 10 mg
25.02.2017 auf 9mg reduziert - Tropfen -> oft schlechter Schlaf, nachts Schwitzen
13.03.17 8,9 mg
20.03.17 10mg wegen schlaflos
21.03.17 10 mg Beginn homöopath. Mittel, Wolfstrapp für die SD, Vit D auffüllen, B12 auffüllen, Darmsanierung, Lebersanierung mit Mariendistel, Schlaf nach zwei Tagen wieder gut, alle Symptome weg
03.04.2017 US der Inneren Organe Leber, Nieren, Milz alles o.B.- HA, Antikörperbestimmung Schilddrüse bei HP
AD ausgeschlichen ohne Probleme - wie sollen sie auch bei einer SD Erkrankung helfen

Sonstiges: Aromatherapie
autogenes Training, Training Muskelentspannung, EFT-Training
gelegentlich: Magnesiumchlorid zum Einreiben, Lichttherapiegerät
Ernährung: Kochen mit viel Ingwer, Knoblauch, Chayennepfeffer, Kurkuma - alles entgiftend bzw. immunsystemstärkend

Jamie
Team
Beiträge: 16063
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37

Re: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens; aktuell Venlafaxin

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 22.03.17, 15:19

Hallo Fisch,

ist dein Beitrag hier richtig? Wir haben einen Thread über A.L. und den Germanwings-Absturz.
Ich such ihn raus. Soll ich das da hin schieben?

AD und sinnlose Gewalttaten. Der Fall Andreas Lubitz: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... ewalttaten

Grüße
Jamie
Zuletzt geändert von Jamie am Mittwoch, 22.03.17, 15:29, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: fischs und meinen beitrag verschoben
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

Jamie
Team
Beiträge: 16063
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37

Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 22.03.17, 15:26

*hochschieb*

--------

Kaulquappe 411
Beiträge: 910
Registriert: Sonntag, 21.12.14, 22:12
Wohnort: Rheinland-Pfalz
Hat sich bedankt: 1993 Mal
Danksagung erhalten: 1579 Mal

Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Kaulquappe 411 » Samstag, 25.03.17, 23:22

Hallo,

heute stand tatsächlich mein oben genannter Leserbrief in der Zeitung. Fantastisch, ich werde berühmt ... :D :party2:

Na, vielleicht bewirkt es in irgendeiner Weise etwas, was auch immer. Hat mir jedenfalls gut getan, diesen SChritt zu machen.

Hoffe für die Eltern des Piloten, dass sie bald eine Antwort erhalten, was wirklich damals geschehen ist.

Liebe Grüße,

Kaulquappe :schnecke: :)
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Kaulquappe 411 für den Beitrag (Insgesamt 7):
OliverClaudiiiiJamiepadmacarlottaAnnanasMurmeline
Diagnosen: PTBS, Depression, Sozialphobie, Agoraphobie, Oralophobie, Migräne, craniomadibuläre Dysfunktion, Tendovaginitis an den Füßen
Erfahrungen mit Ximovan ( Paradoxe Reaktion), Melperon (drastische Alpträume), Taxilan (total abgeschossen) Fluoxetin (Depersonalisation), Lorazepam, Opipramol, Promethazin, Escitalopram, Cipralex, Valdoxan, Amitriptyllin.
Genannte Mittel nur kurze Zeit genommen und kalt abgesetzt, da angeblich keine Probleme nach so kurzer Einnahmedauer, hahaha!
2010 Venlafaxin 150 mg eingeschlichen, Kurzeitige Besserung der Stimmung bzw. Antriebs, jedoch Verstäkung der inneren Unruhe.
Hinzu kam Amisulprid 50mg, half sehr gut gegen Angst, jedoch horrende Nebenwirkungen (30 kg zugenommen, Kopfschmerzen, Diabetes, Hormonstörungen), daher kaltes Absetzen, weil angeblich unproblematisch. Nach 2 Tagen massive Suizidgedanken und Ängste, wieder auf 50 mg für 1 Jahr.
Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
Amisulprid 50 mg Ende November 2014 eigenmächtig abgesetzt. Pro Woche 12, 5 mg weniger, keine Absetzsymptome
Venlafaxin 150 mg seit Mitte Dezember 2014 am Absetzen, innerhalb von 2 Wochen auf 37,5 mg mit starker Absetzsymptomatik,( Brainzaps, Weinerlichkeit, Verzweiflung, aggressive Ausbrüche, Bauchschmerzen, Durchfall, Sehstörungen)
11.1. auf 75 mg, da Absetzsymptome zu stark, nehmen im Verlauf des Sommers ab, Schneckenclubmitglied :schnecke:
Sept. 2015 Diagnose Autoimmunthyreoiditis, Einschleichen von Hormonen wegen unerträglichen Nebenwirkungen misslungen.
Regelmäßige Einnahme von Vitamin D, Leinöl, Basentee und versch. homöopath. Globuli bekommen mir sehr gut!!!

31. Oktober 2016 Fortsetzen vom Absetzen Venlafaxin 75 mg mittels Mikrotapering ( pro Kapsel ein Gewicht von 0,306 g)
Meine Absetzsymptome bei jedem Schritt, mal mehr, mal weniger: Weinerlichkeit, Pseudodepri, Pseudoschnupfen, Muskelschmerzen in den Beinen, Verspannungen Nacken und Kiefer, Brainzaps, Geräuschempfindlichkeit, leichte Übelkeit, Kopfschmerzen, Darmprobleme, Juckreiz, Hör- und Sehprobleme
4.11.: Kapselgewicht 0,304 g
7.11.: Kapselgewicht 0,302 g
10.11.: Kapselgewicht 0,300 g, Absetzsymptome zu stark, kurz hochdosiert, besser!
28.11.: Kapselgewicht 0,298 g
9.12.: KG 0,295 g
am 1.1. 2017 bei KG 0,292 g angekommen
17.01.2017 KG 0,290g
15.02.2017 KG 0,286 g
01.03.2017 KG 0,284 g
seit 24.04. 2017 KG 0,280 g
02.05.2017 KG 0,278 g
16.05. 2017 KG 0,276 g
mittlerweile bei KG 0,273 g
nun bei KG 0,270 g
mittlerweile bei KG 0,264 g mit Zwischenschritten
seit 15. 11. bei KG 0, 255 g ohne Zwischenschritte, drei Tage Absetzwelle, dann OK
seit 30.11. bei KG 0,245 g, das übliche an Absetzsymptomgedöns :-)
mittlerweile bei KG 0,230 g
mittlerweile bei KG 0,200 g kaum Absetzsymptome, solange ich auf passende Ernährung achte!
KG 170 g
22 Kügelchen
Seit dem 15. August 2018 auf NULL!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

carlotta
Beiträge: 3037
Registriert: Dienstag, 17.04.12, 16:10
Hat sich bedankt: 6844 Mal
Danksagung erhalten: 6835 Mal

Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von carlotta » Montag, 27.03.17, 16:00

Hallo Ihr,

gab kürzlich einen Artikel im Tagesspiegel über die Einschätzungen von Lubitz' Vater, der ja kürzlich mitteilte, sein Sohn sei zu dem fraglichen Zeitpunkt nicht depressiv gewesen.

Leider kommt der potenzielle Medikamenteneinfluss nicht zur Sprache:
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/ ... 69426.html

Liebe Grüße :group:
Carlotta
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor carlotta für den Beitrag (Insgesamt 4):
OliverAnnanasKaulquappe 411Murmeline
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine."(Monica Cassani)

Kaulquappe 411
Beiträge: 910
Registriert: Sonntag, 21.12.14, 22:12
Wohnort: Rheinland-Pfalz
Hat sich bedankt: 1993 Mal
Danksagung erhalten: 1579 Mal

Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Kaulquappe 411 » Montag, 27.03.17, 19:35

Hallo und danke für diesen Artikel,

wen wunderst, dass die Medikamente und deren negaritven Einflusse nicht benannt werden. Es gibt bei diesen "harmlosen Mittelchen" schließlich keine Probleme. :frust:

Aber wenn ich lese:

"Es wäre ein Indiz, dass er sich gar nicht umbringen wollte

Das jedoch hat die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft jedenfalls zuletzt auch nicht behauptet. Sie stellte nur fest, dass Andreas Lubitz nicht gesund war. Er litt monatelang unter Schlaflosigkeit, er hatte Sehstörungen und wohl auch Angst davor, seine Fluglizenz deswegen zu verlieren oder gar zu erblinden."

klingeln bei mir sämtliche Alarmglocken.
Als ich Trimipramin abgesetzt habe und vorher Solian, hatte ich ebenfalls monatelang Schlafstörungen als Absetzsymptome, die verstärkt waren, weil ich falsch abgesetzt habe dank des Psychiaters. :evil:
Und Sehstörungen lese ich hier im Forum als Absetzsymptome ebenfalls sehr häufig.


"In der breiten Öffentlichkeit jedoch mag sich das Bild eines dauerdepressiven, aus Verzweiflung seinen Tod suchenden Piloten festgesetzt haben. Er nahm Antidepressiva. Wogegen, wenn nicht zur Bekämpfung einer Depression – 2008 war Lubitz bereits einmal an einer solchen erkrankt – gibt die Staatsanwaltschaft nicht preis."

Soviel ich weiß werden 'ADs auch gerne als Schmerzmittel verabreicht, oder?

Zitat . " Es kann mit seinen Sehstörungen zusammenhängen. Fachärzte fanden keine organische Ursache dafür, also könnten sie psychosomatischer Natur gewesen sein. In solchen Fällen Antidepressiva zu verschreiben, ist nicht ungewöhnlich."

Unglaublich, sobald keine organische Ursachen gefunden werden, ist es gleich psychosomatisch, ja klar, bei einem, der mal angeblich depressiv war, kann es ja keine andere Erklärung geben :frust: :frust: :frust:

Und bei psychosomatischen Störungen ADs zu geben, entbehrt jeglicher Logik, oder?

Ist ja klar, dass diese Beschwerden auf keinen Fall von den Medikamenten kommen können. Wer so was behauptet, ist mit sicherheit ein Verschwörungstheoretiker und selbstverständlich psychisch krank (Ironie aus) :sports: :evil:

Am liebsten würde ich dem Vater des toten Piloten mal darauf hinweisen, eben mal danach zu suchen, was sein Sohn an Mittel bekommen hat und wie die angesetzt, abgesetzt und kombiniert wurden.
Denn da könnte eine durchaus plausible Erklärung liegen, warum es ihm so ging wie es ihm ging. Ich selbst habe durch das falsche Absetzen des Solians damals ( von heute auf morgen weggelassen, weil angeblich unproblematisch) Impulsverlust und massive Suizidfantasien bekommen ....
Wie könnte man an die Adresse des Vaters gelangen?

Heute auf VOX sah ich zum ersten Mal einen WErbespott der Depressionsliga :rotfl: :rotfl: :rotfl: Junge Frau wurde Depressiv, ging zum Arzt, bekam Medikamente und machte THerapie und ist wieder gesund. Abschlusssatz: Depression ist behandelbar blablabla :zombie: :frust:

Vermutlich ist der Absatz der Wunderpillen noch nicht groß genug, so dass die jetzt eine Werbung schalten müssen. Schlimm, echt schlimm.

Ich bin ja mal gespannt, ob noch in irgendeiner Weise ne Reaktion auf meinen Leserbrief kommt.
Jedenfalls tut mir der Vater des toten Piloten sehr leid, muss über den Verlust des Sohnes hinwegkommen und wird zudem noch angefeindet was das Zeug hält. Sicherlich ist es für die anderen auch sehr schlimm, dass deren Kinder ums Leben gekommen sind, doch sollte es doch auch in deren Interesse sein, dass alles aufgeklärt wird wie es WIRKLICH war.
Ich verstehe die ganze Aufregung von deren Seite nicht, nur weil der Vater in seiner Verzweiflung versucht, die Gründe für die Tat seines Sohnes zu ergründen.
Für mich ist er kein Massenmörder, die Mörder sitzen ganz wo anders, doch die werden geschützt. :evil:

Kaulquappe :(
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Kaulquappe 411 für den Beitrag (Insgesamt 4):
AnnanascarlottaClaudiiiipadma
Diagnosen: PTBS, Depression, Sozialphobie, Agoraphobie, Oralophobie, Migräne, craniomadibuläre Dysfunktion, Tendovaginitis an den Füßen
Erfahrungen mit Ximovan ( Paradoxe Reaktion), Melperon (drastische Alpträume), Taxilan (total abgeschossen) Fluoxetin (Depersonalisation), Lorazepam, Opipramol, Promethazin, Escitalopram, Cipralex, Valdoxan, Amitriptyllin.
Genannte Mittel nur kurze Zeit genommen und kalt abgesetzt, da angeblich keine Probleme nach so kurzer Einnahmedauer, hahaha!
2010 Venlafaxin 150 mg eingeschlichen, Kurzeitige Besserung der Stimmung bzw. Antriebs, jedoch Verstäkung der inneren Unruhe.
Hinzu kam Amisulprid 50mg, half sehr gut gegen Angst, jedoch horrende Nebenwirkungen (30 kg zugenommen, Kopfschmerzen, Diabetes, Hormonstörungen), daher kaltes Absetzen, weil angeblich unproblematisch. Nach 2 Tagen massive Suizidgedanken und Ängste, wieder auf 50 mg für 1 Jahr.
Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
Amisulprid 50 mg Ende November 2014 eigenmächtig abgesetzt. Pro Woche 12, 5 mg weniger, keine Absetzsymptome
Venlafaxin 150 mg seit Mitte Dezember 2014 am Absetzen, innerhalb von 2 Wochen auf 37,5 mg mit starker Absetzsymptomatik,( Brainzaps, Weinerlichkeit, Verzweiflung, aggressive Ausbrüche, Bauchschmerzen, Durchfall, Sehstörungen)
11.1. auf 75 mg, da Absetzsymptome zu stark, nehmen im Verlauf des Sommers ab, Schneckenclubmitglied :schnecke:
Sept. 2015 Diagnose Autoimmunthyreoiditis, Einschleichen von Hormonen wegen unerträglichen Nebenwirkungen misslungen.
Regelmäßige Einnahme von Vitamin D, Leinöl, Basentee und versch. homöopath. Globuli bekommen mir sehr gut!!!

31. Oktober 2016 Fortsetzen vom Absetzen Venlafaxin 75 mg mittels Mikrotapering ( pro Kapsel ein Gewicht von 0,306 g)
Meine Absetzsymptome bei jedem Schritt, mal mehr, mal weniger: Weinerlichkeit, Pseudodepri, Pseudoschnupfen, Muskelschmerzen in den Beinen, Verspannungen Nacken und Kiefer, Brainzaps, Geräuschempfindlichkeit, leichte Übelkeit, Kopfschmerzen, Darmprobleme, Juckreiz, Hör- und Sehprobleme
4.11.: Kapselgewicht 0,304 g
7.11.: Kapselgewicht 0,302 g
10.11.: Kapselgewicht 0,300 g, Absetzsymptome zu stark, kurz hochdosiert, besser!
28.11.: Kapselgewicht 0,298 g
9.12.: KG 0,295 g
am 1.1. 2017 bei KG 0,292 g angekommen
17.01.2017 KG 0,290g
15.02.2017 KG 0,286 g
01.03.2017 KG 0,284 g
seit 24.04. 2017 KG 0,280 g
02.05.2017 KG 0,278 g
16.05. 2017 KG 0,276 g
mittlerweile bei KG 0,273 g
nun bei KG 0,270 g
mittlerweile bei KG 0,264 g mit Zwischenschritten
seit 15. 11. bei KG 0, 255 g ohne Zwischenschritte, drei Tage Absetzwelle, dann OK
seit 30.11. bei KG 0,245 g, das übliche an Absetzsymptomgedöns :-)
mittlerweile bei KG 0,230 g
mittlerweile bei KG 0,200 g kaum Absetzsymptome, solange ich auf passende Ernährung achte!
KG 170 g
22 Kügelchen
Seit dem 15. August 2018 auf NULL!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Murmeline
Team
Beiträge: 13478
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50
Hat sich bedankt: 14904 Mal
Danksagung erhalten: 13686 Mal

Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Murmeline » Freitag, 16.03.18, 13:00

Nach der Massenschießerei an einer Schule in Florida legten verschiedene Medienberichte nahe, dass der junge Täter Psychopharmaka konsumierte: Eine Schwägerin der Familie soll gesagt haben, dass er die Medikamente einnehmen würde, um mit seiner emotionalen Zerbrechlichkeit umzugehen. Die Washington-Post berichtete, dass der Betroffene in einer Klinik für „psychische Gesundheit" behandelt wurde, die dafür bekannt sei, Patienten mit bewusstseinsverändernden Psychopharmaka zu versorgen. Wissenschaftler beschäftigen sich mit der Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Arzneimitteln und Amoklaufen gibt. Können Antidepressiva das Risiko für Suizid und Gewalt erhöhen? Professor Dr. Peter Christian Gøtzsche vom Nordic Cochrane Centre sagt: Ja.

https://www.apotheke-adhoc.de/nachricht ... epressiva/

/
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag (Insgesamt 5):
OliverArianrhodLinLinapadmacarlotta
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

gioia
Beiträge: 368
Registriert: Montag, 11.12.17, 13:56
Hat sich bedankt: 967 Mal
Danksagung erhalten: 931 Mal

Re: Antidepressiva und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von gioia » Freitag, 16.03.18, 20:07

Hallo an alle :)

Möcht hier auch noch mal den link reinstellen, falls er nicht schon mal gepostet wurde, da er gut in diesen Thread passt!

Liebe Grüße
Gioia

The true cause behind school mass shootings
https://m.youtube.com/watch?v=O0Qr-tlEoWg
Zuletzt geändert von Jamie am Freitag, 16.03.18, 21:19, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Name der Doku ergänzt
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor gioia für den Beitrag (Insgesamt 3):
JamieFlummicarlotta
Burnout, Schlafstörung Sommer 2016

2 Monate Einnahme Escitalopram und MIrtazapin: bettlägrig, stromempfindungen, zittern, extreme Schwäche, Hitze im Körper, Ängste wie nie zuvor im Leben
Auch nach absetzen, über Monate zittrig und schwach
Im Herbst Pregabalin, nach 3 Monaten Einnahme: wieder bettlägrig, massives inneres und äußeres Zittern, extreme Schwäche, Gangstörungen, kaum mehr Morgenharn, Wasseransammlung im Gewebe, Krampfanfall, Atemnot , massiv verstärkte Ängste, massive Anspannung
Schnelles absetzen, massive Symptome über Monate, stromartige Spannung jeden Tag, Ängste, die ich vorher nie hatte, zittern wie bei Parkinson
Benzo (praxiten/Halcion) konnte ich problemlos reduzieren, auch nach langer Einnahmedauer kaum Toleranz, Benzo für mich Lebensretter
2018: Auswirkung bis heute, war in meinem ganzen Leben noch nie so krank wie durch dieses Dreckszeug, SSRI, SNRI, Pregabalin

Antworten