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MazzeX: Bitte um Hilfe Lorazepam absetzen.

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
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MazzeX: Bitte um Hilfe Lorazepam absetzen.

Beitrag von MazzeX » Dienstag, 13.02.18, 20:21

Hallo ihr Lieben,

Aufgrund einer generalisierten Angststörung, die nach Jahren erträglich, nun seit Dezember viel stärker geworden ist, wurde ich auf Citalopram 30 mg eingestellt. Das war schon extrem schlimm für mich, die ersten 4-5 Wochen, unerträglich. War dann wieder 2 Wochen arbeiten, und plötzlich ging es mir richtig mies. Angstzustände, Panik, Gedanken verrückt zu werden, Derealisation.
Daraufhin gab mir meine Psychiaterin 20 Lorazpam 1mg als Notfallmedi.
Da die letzten 12 Tage Notfall war, bzw ich teilweise nicht schlafen konnte und enorme innere Unruhe und Derealisation spürte, nahm ich in dieser Zeit 10 Tavor. Die helfen sehr gut, zum Glück. Das Problem dabei, ich weiss jetzt nicht, wie ich vorgehen soll. Würde die gerne weglassen. Hatte heute Nacht, da ich die letzte vor 24 Stunden nahm und nur 0,75mg, starke Unruhe und konnte nicht schlafen. Jetzt frage ich mich, ob ich schon körperlich abhängig bin, wobei dich diese starke Unruhe seit der EInnahme von Citalopram versrüre, bzw seit der Verschlechterung der Symptome.
Ich hoffe mir kann wer mit einen Rat zur Seite stehen.

Grüsse
Zuletzt geändert von Gwen am Sonntag, 01.07.18, 21:06, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum
Davor 5 Jahre von 2012 - 1.12. 2017 Opipramol 100 mg kalt abgesetzt, seitdem 0
18.1. - 25.2.2018 0,75 mg Lorazepam
26.2.- 11.3. 2018 0.5 mg
12.3. -19.3. 2018 0,25 mg
20.3. 0 mg

Seit 3.12.2017 10 mg Citalopram
Ab 17.12. 20 mg Citalopram
Nun wieder seit 6.4. 2018 auf 10 mg runter dosiert.

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Re: Bitte um Hilfe Lorazepam absetzen.

Beitrag von MazzeX » Dienstag, 13.02.18, 20:34

Ich möchte noch hinzufügen, dass ich nicht jeden Tag 1 nahm, sondern nach Bedarf. Wobei das eher alle 24 Stunden waren.
Davor 5 Jahre von 2012 - 1.12. 2017 Opipramol 100 mg kalt abgesetzt, seitdem 0
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Re: Bitte um Hilfe Lorazepam absetzen.

Beitrag von Jamie » Dienstag, 13.02.18, 21:42

Hallo Mazze,

willkommen im Forum :).

Du hast ein kombiniertes Problem.
Das eine ist das Citalopram, das andere dein Benzo.

Ich hege die starke Vermutung, dass dir das Citalopram überhaupt nicht bekommt und es würde mich auch nicht wundern.
Diese Mittel aus der Gruppe der SSRI / SNRI sind stark antriebsteigernd, erregend und nervös machend; wie es scheint hast du das durchgängig als Nebenwirkung und daher bist du unruhig, aufgewühlt und kannst nicht schlafen.
Was natürlich eine Katastrophe ist, wenn man eh unter Ängsten leidet und dann noch so sein nervensystem hochgeschossen bekommt. :evil:

Wenn du dieses Thema nicht angehst, wirst du mit dem Benzo noch viel größere Probleme bekommen, fürchte ich.

Ich finde es ein Unding, dass Ärzte ihren sichtlich unter NW leidenden Patienten Benzos geben auf die Gefahr hin, dass sie abhängig werden können und in der Hoffnung, diese NW (von Ärzten auch gerne "Einschleichssymptome" genannt) würden noch verschwinden.
Manchmal passiert das, oft genug nicht und dann ist der Patient auch noch abhängig gemacht worden.

Meines Erachtens solltest du darüber nachdenken das Citalopram auszuschleichen (nicht gleich ganz weglassen"). Mit fallender Dosis sollte sich die Unruhe geben.

Ich würde alsbald möglich auf 20mg gehen und dann gucken.

Im Übrigen sind 30mg für den Beginn eine unglaublich hohe Dosis!
Man hätte höchstens mit 10mg starten dürfen und dann schauen müssen, wie du es verträgst; kein Wunder, dass es dir bescheiden geht. :oops:

Beim Benzo muss man schauen, ob du bereits abhängig bist; es klingt mir leider ein wenig danach. Wenn du es noch einfach so weglassen könntest, wäre es gut, aber ich bin mir nicht sicher.

Viele Grüße
Jamie
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Re: Bitte um Hilfe Lorazepam absetzen.

Beitrag von MazzeX » Dienstag, 13.02.18, 21:58

Erstmal danke für die Anwort.

Nein, ich fing mit 1o mg an über 2 Wochen danach 20 mg. Nach ca. 4 Wochen ging es mir um einiges wieder besser. Dann, nach ca. 6 Wochen, der totale Einbruch während der Arbeit. Daraufhin war ich sofort wieder bei meiner Psychiaterin und sie sagte ich solle das Cita auf 30mg dann auf 40 erhöhren und gab mir für den Notfall Lorazepam. Ich habe grossen Respekt vor diesen Mitteln, aber es hat mir echt geholfen.
Zu Beginn mit Cita hatte ich Angst, Panik, Schweissausrüche, innere Unruhe, Derealisation, das volle Programm und war gleichzeitig, komplett überdreht. Wie wenn ich unter Stom stehen würde. Die Cita verstärkten zu Beginn die Symptome der Erkrankung enorm, das legte sich dann aber, bis auf die morgendliche ÜBelkeit immer, habe seither 8 kg abgenommen, das war vor 10 Wochen. Wobei ich trotzdem versuche auf mich zu achten. Zuvor nahm ich Opipramol abends zum schlafen, die ich abrubt absetzen musste aufgrund der Citalopram. Man sagte mir auch, das wäre kein Problem. Die Benzos kamen erst jetzt hizu, weil ich nachts aufwachte und dachte ich drehe durch. Hatte immer nachts nur 1-2 Stundne geschlafen und dann diese Angstattacken bekommen, das war so heftig.
Ich habe vor ab nächster Woche in eine psychosomatische Klinik zu gehen, um mit den Ängsten umgehen zu lernen. War auch schon beim Vorgespräch usw.
Man hat bei mir auch, das ist aber nicht abgeklärt eine Erhöhung eines Hormomes ACTH festgestellt.
Wenn ich jetzt nach 12 Tagen die Benzos weglasse, kann ich dann schwerwiegende Folgen bekommen?
Wollte noch hinzufügen bin 41 Jahre alt, ich habe keine anderen Suchtprobleme, rauche seit 10 Jahren nicht mehr, habe immer viel Sport gemacht, trinke nicht.
2011 fing das Ganze bei mir an. Plötzlich wurde ich total müde, ich sass am Bhf beim Lesen, und ich dachte ich kippe weg, werde bewusstlos, das passierte aber nicht, was passierte, ich steigerte mich in eine Panik, Angst die Kontrolle zu verlieren. Seither hat sich mein Leben sehr verändert. War bei so vielen Ärzten, alle sagten ich sei gesund. Ein Psychiater meinte, ich solle mal ein Glas Wein abends trinken. Was mir lange half waren Opipramol zum schlafen gehen, die ich aber immer mal wieder eine Weile wegliess. WAr auch 2 Jahre beim Psychologen, der meinte, ich sei gesund und er könne mir nicht helfen, da er glaube, ich hätte keine psychische Störung sondern was Körperliches, Stoffwechselproblem. Nun hat man auf Anraten meiner Psychiaterin einen Hormontest gemacht und wie gesagt eine Erhöhung des ACTH Wertes gefunden. Leider ist der Bericht noch nicht abgeschlossen. Darauf warte ich gerade noch.
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Re: Bitte um Hilfe Lorazepam absetzen.

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 14.02.18, 9:52

Hallo Mazze, :)

ich verstehe das richtig, dass du auch noch Opipramol kalt abgesetzt hast? Wann? Und von welcher Dosis aus?
Es wundert mich nicht, dass es dir nicht gut geht.
Das sollte man nicht tun, es hätte ordentlich ausgeschlichen gehört.

Mich wundert aber, was dein Punkt ist. Meine ich ernst.
Also ich glaube ich verstehe einfach nicht, wonach du fragst.
In deinem Anfangspost schreibst du von Leidensdruck und Symptomen, jetzt schreibst du, das sei alles nur zu Anfang da und nun viel besser.
Auf was führst du dein Unwohlsein denn nun konkret zurück?
Auf deine Grunderkrankung oder die Medikamente? Oder was Anderes?
Die Benzos kamen erst jetzt hizu, weil ich nachts aufwachte und dachte ich drehe durch. Hatte immer nachts nur 1-2 Stundne geschlafen und dann diese Angstattacken bekommen, das war so heftig.
Auch hier meine Frage. Woher kommt das? Ordnest du das dem Citalopram als Nebenwirkung zu oder deiner Grunderkrankung? Oder dem Kaltentzug des Opipramols?
Findest du das nicht verwunderlich, dass das alles jetzt auftritt?
Also bei mir klingeln da die Alarmglocken, ich würde sagen da hat das Citalopram und auch das Falschabsetzen des Opipramols seine Finger im Spiel.

Wenn das Citalopram so gut wirkt, warum hast du dann diese heftigen Symptome?
Ich sehe da in deinen Schilderungen wirklich einige Ungereimtheiten und deswegen frage ich auch nach. Damit ich es verstehen kann.
Wenn ich jetzt nach 12 Tagen die Benzos weglasse, kann ich dann schwerwiegende Folgen bekommen?
Lorazepam kannst du versuchen nun einfach wegzulassen.
Es wäre sogar gut, damit sich keine Abhängigkeit manifestiert.
Bei 1mg drohen auch keine epileptischen Anfälle, dafür hättest du es länger und höher dosiert nehmen müssen.
Es kann allerdings sein, dass du es eben nicht mehr weglassen kannst, weil du Entzug kriegst.
Das merkt man an Symptomen wie Angst, Unruhe, Zittrigkeit, Magen-Darm, Schwindel, Panikattacken und Schlaflosigkeit.
Wenn dem so ist, hast du ein weiteres Problem; was ich natürlich nicht hoffe.

Viele Grüße
Jamie
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Re: Bitte um Hilfe Lorazepam absetzen.

Beitrag von MazzeX » Mittwoch, 14.02.18, 11:49

VIelen Dank Jamie für die Anteilnahme.

Also. Ich nahm früher öfter mal unregelmässig zur Nacht 1 Opipramol 100. Als meine Grunderkrankung schlimmer wurde, das äusserte sich durch permanente Kontrollverlustgedanken, Gedankenkarussell und Hoffnungslosigkeit, ging ich sofort zum Arzt. Und auch gleich zum Psychiater, der mir dann Citalopram verschrieb. Ich sagte, dass ich Opipramol nahm, worauf er meinte das macht nichts, das könne man abrubt absetzen, das war vor genau 10 Wochen. Zwischenzeitlich nahm ich dann schon 2 Wochen das Cita wobei ich nur Nebenwirkungen bzw eine Verstärkung der Symptomatik verspürte. Ich sprach nochmals die Psychiaterin und auch den Hausarzt darauf an, beide meinten dass es nicht am Opipramol liegen könne und man solle nicht die beiden Medikamente zusammen nehmen, wegen Wechselwirkungen.
Als dann nach 4 Wochen eine Besserung der Symptomatik auftrat, dachte ich ja, cool, das Cita wirkt ja echt. Da ging ich dann wieder arbeiten, was zuvor nicht möglich war. Nach 2 Wochen ging es mir aber dann plötzlich richtig schlecht. Woraufhin ich als Notfallmedi die Lorazepam bekommen hatte. Du ich war so verzweifelt ob der Symptomatik, das ist unerträglich und oft fragte ich mich wie lange ich das noch aushalten kann. Blöderweise haben diese scheiss Lorazepam mir eine Antwort gegeben, die falsch ist. Sie deckeln nur, das hilft mir nicht langfristig.
Keine Ahnung ob das vom Citalopram kommt oder vom Opipramolentzug. Mir war ja auch nicht bewusst, dass man Opipramol ausschleichen muss, das sagt dir doch keiner.
Auch mein Psychologe meinte, das kann man weglassen. Dennoch hatte ich ja vorher eine Verstärkung der Krankheit.
Die Diagnose der Psychiaterin war Angststörung mit Depression. Sie machten dann auch nochmal ein EEG, war natürlich nichts. Ich sagte ihr auch, dass ich viele Nebenwirkungen hätte, ich rief sogar bei der Notfallambulanz einer Psychiatrie an, freitags abends, da es mir speiübel war. Der Arzt meinte das war nach dem Wechsel des Cita auf 20mg, ich solle runter auf 10 und noch etwas warten, bis ich hochgehe, dann würde es besser. So war es. Dann beim Erhöhen von 20 auf 30mg war nichts mehr. Was ich immer habe ist, morgens manchmal Brechreiz, leichte Übekeit, das legt sich dann aber. Das Hungergefühl ist stark unterdrückt, denke auch dasss das von Cita kommt, die Ärtzin meinte das könne aber auch von der Krankheit kommen, auch die Übelkeit. DAnn kommt noch dieses Schwitzen dazu, habe vorher nie geschwitzt, ausser beim Sport.
Habe jetzt heute Nacht das Lorazepam weggelassen, seit mehr als 30 Stunden, kaum Schlaf, erdrückende Gedanken, Depersonalisation, denke ich werde verrückt, wenn ich mich etwas ablenken kann geht es bisschen besser, viel reden tut gut, oder schreiben.
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Re: Bitte um Hilfe Lorazepam absetzen.

Beitrag von MazzeX » Samstag, 17.02.18, 22:48

Mir wurde jetzt von einem Psychiater, den ich um Hilfe bat, da meine Psychiaterin im Urlaub ist, empfohlen, 0,75 mg zu nehmen. Dann ab Montag probieren mit 0,5 4 Tage danach 4 Tage 0,25mg. Ist das zu schnell?
Habe 0,75 jetzt 14 Tage genommen,alle 24 Stunden abends.
Mein Hausarzt ist der Hammer, meinte ich solle mir keine Sorgen machen, 2 Woche Lorazepam wäre absolut ok. Auch der Psychiater sagte mir, dass es ein gut wirkendes Medikament sei und man halt auch bedenken müsse, sonst die ganzen Symptome der Krankheit zu haben, gerade in Akutphasen und welchen Sinn es mache, tagelang nicht zu schlafen oder in Panik zu sein. Er sagte mir eine generalisierte Angststörung sei eine ekelhafte Sache, zwar nicht wirklich gefählrich aber halt durch den Zustand äusserst unangenehm für den Erkrankten. Er sagte aber auch, man müsse sich überlegen ob Citalopram, gerade wenn es so viel Energie gibt, das Richtige sei. Ich habe hier vorgestern oder andere Tage ohne Lorazepam null geschlafen und war trotzdem einigermassen fit, das ist doch nicht normal.
Zum Glück bin aber ab März sofort in eine ambulante Psychoteraphie gekommen.
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Re: Bitte um Hilfe Lorazepam absetzen.

Beitrag von MazzeX » Montag, 12.03.18, 18:53

Habe noch 1 Woche mit 0,25mg vor mir. Bisher alles ganz gut gelaufen. Habe einen sehr verständnsvollen Arzt, der meinte, man sollte das Zeug nicht einfach absetzen auch nicht nach 3 Wochen Einnahme, sondern langsam ausschleichen. Für Notfälle habe ich nun Melperon bekommen, bishr auch nicht angerührt. Keine Ahnung was das für Zeug ist. Mir wurde gesagt es mache nicht süchtig, wirke aber auch nicht so wie Tavor.
Der Arzt meinte auch, man müsse überlegen, da ich schwere Nebenwirkungen vom Citalopram hatte, ob man dieses nicht ausschleicht, aber erst nach dem Tavor.
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Re: Bitte um Hilfe Lorazepam absetzen.

Beitrag von Clarissa » Montag, 12.03.18, 19:04

Hallo Mazze,

vermeide bitte das Melperon, es ist ein Neuroleptikum und kann das Tavor nicht ersetzen.

Mich z.B. hat es vollkommen gaga im Kopp gemachr, schlafen konnte ich trotzdem nicht.

Versuche, den Tavorentzug ohne Substitution zu Ende zu bringen, bist doch schon so weit gekommen.

Viel Erfolg wünscht mit VG Clarissa.
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seit Mai 2015 EU-Rentnerin letztlich wegen der Entzugsproblematik

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

aktuell im protrahierten Entzug (?) mit sehr unangenehmen, v.a. körperlichen Symptomen

Inzwischen fast 4 Jahre frei von Medikamenten. NR, keinerlei Alkohol und Koffein mehr, weil alles triggert. "Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt.

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Re: Bitte um Hilfe Lorazepam absetzen.

Beitrag von MazzeX » Freitag, 23.03.18, 16:36

So ich wollte nur mal ein update machen.
Bin seit Montag auf 0. Mir geht es relativ gut, insgesamt nahm ich jetzt 8 Wochen Lorazepam, 5 Wochen 1-0,75 mg und 3 Wochen ausgeschlichen mit 0,5 und 0,25 mg.
Entzug spürte ich leicht, zumindest bilde ich mir das ein. Auch jetzt noch, wirrer Kopf, denke manchmals ich stehe neben mir, wobei das auch vom Citalopram sein könnte meinte mein Doc. Der will dieses übrigens auch absetzen, finde ich gut und mal schauen wie das so läuft ohne.
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Re: Bitte um Hilfe Lorazepam absetzen.

Beitrag von Ululu 69 » Freitag, 23.03.18, 19:05

Hallo MazzeX,

Glückwunsch zur 0.
:party2:

Du scheinst ja nochmal mit einem blauen Auge da raus gekommen zu sein, das freut mich sehr für dich.

Trotzdem würde ich jetzt etwas abwarten, bevor du mit der Reduktion des Citaloprams beginnst.
Ich denke, dein Organismus kann jetzt eine Pause gebrauchen.

LG Ute
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Re: Bitte um Hilfe Lorazepam absetzen.

Beitrag von Gwen » Freitag, 23.03.18, 19:27

Hallo MazzeX,

kannst Du bitte noch eine Signatur erstellen? Dann kann man Deinen Verlauf besser nachvollziehen, ohne komplett alles lesen zu müssen.
Geh dazu auf deinen Namen oben rechts, dann auf persönlicher Bereich, dort auf Profil und Signatur ändern. Schreib dort den Medikamentenverlauf mit Daten und Milligramm Angaben auf.

Jetzt erst Mal noch herzlichen Glückwunsch auch von mir zur Null!!

Viele Grüße Gwen
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Re: Bitte um Hilfe Lorazepam absetzen.

Beitrag von MazzeX » Samstag, 24.03.18, 13:35

Erstmal Danke für die Anteilnahme,

Ich möchte hinzufügen, dass ich die Einnahme von Lorazepam keinesfalls bereue, es gab zu diesem Zeitpunkt vllt keine andere Möglichkeit für mich.
Jetzt, seit 5 Tagen auf 0 fühle ich mich körperlich gut, beim Runterdosieren, hatte ich mal Blutdruckschwankungen, also in die Höhe, extreme Anspannung, die Tage auch unerklärliche Müdigkeit, Benommenheit, Angespanntheit und Wirre. Fühle mich gut aber trotzdem etwas neben der Spur.
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Re: Bitte um Hilfe Lorazepam absetzen.

Beitrag von Jamie » Samstag, 24.03.18, 18:39

Hallo Mazze,

Glückwunsch zur Null :party2: .

Auch wenn du es nur kurz genommen hast und im Vergleich zu anderen hier wohl mit einem Blauen Auge davon gekommen bist, wäre es schön, wenn du dich in unseren "Benzo abgesetzt"-Thread eintragen würdest.
Da sammeln wir Erfolgsgeschichten von Leuten, die es auf Null geschafft haben. :fly:
Danke :)

viewtopic.php?f=16&t=6441

Grüße
Jamie
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Re: Bitte um Hilfe Lorazepam absetzen.

Beitrag von MazzeX » Freitag, 06.04.18, 16:09

Wollte mal ein Update machen. Bin nun seit 20.03.2018 auf Null. Körperlich geht es mir ganz gut, aber zB heute morgen stand ich komplett neben mir, keine Ahnung ob das nachträglich EZ Erscheinungen sein könnnen. Da ich auch gerade in Therapie bin, ambulant, arbeitet sehr viel in mir, das ist teilweise unerträglich.
Seit gestern habe ich auch die Citalopram runterdosiert in Absprache mit dem Arzt, auf 10 mg erstmal, dann langsam auf 5 und irgendwann 0.
Mir war es oft übel in letzter Zeit vom Magen her, seit dem Absetzen von Tavor, weiss nicht, ob das damit zusammenhängen kann, musste auch manchmal brechen, und wie gesagt, fühle mich teilweise isoliert im Kopf und fremd.
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26.2.- 11.3. 2018 0.5 mg
12.3. -19.3. 2018 0,25 mg
20.3. 0 mg

Seit 3.12.2017 10 mg Citalopram
Ab 17.12. 20 mg Citalopram
Nun wieder seit 6.4. 2018 auf 10 mg runter dosiert.

Ululu 69
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Re: Bitte um Hilfe Lorazepam absetzen.

Beitrag von Ululu 69 » Samstag, 07.04.18, 14:41

Hallo MazzeX,

nimmst du das Citalopram bitte noch in deine Signatur auf.
Da steht nämlich nichts davon.
Wie viel hast du ursprünglich genommen ?
Ich kann mir vorstellen, dass der Arzt ein viel zu schnelles Absetzen empfohlen hat, das ist fast immer so.

LG Ute
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