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UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
Nature
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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von Nature » Samstag, 13.10.18, 21:50

Hallo,

Ich dosieren auch Diazepam ab,und ich kann dir nur von meinen Erfahrungen berichten .
Die abdosierung lief bei mir wirklich klasse ,nach meinen Reduzierungsschritten merkte ich ca nach 3 Tagen entzungserscheinungen die sich relativ schnell regulierten, daher war ich auch relativ schnell unterwegs.
Ich finde der Entzug ist wie ein Ü Ei ich weiß ein doofer Vergleich, aber ich habe z.b immer unterschiedliche Symptome, auch ich habe jetzt gerade im unteren Bereich echt Probleme die ich vorher bei der abdosierung nicht hatte..
Ich habe auch oft Brain zaps wenn es das ist, es ist ein komisches Gefühl im Kopf ich kann es gar nicht beschreiben..
Und ehrlich gesagt finde ich es echt schwer im unterem Bereich.
Ich bin sehr froh das ich meine Therapie angefangen habe,sie hilft mir sehr .
Zumal sie mich sehr unterstützt in dem was ich hier auf eigene Faust tue .
Ich habe mich bewußt dagegen entschieden die abdosierung ohne Arzt zu machen ,da es oft gescheitert ist mit Hilfe.
Zu schnell und immer neue Medis wurden verschrieben.
Daher bin ich froh um die Hilfe hier.
Wie nimmst du das Diazepam?
Ich nehme es verteilt über den Tag .
Angefangen habe ich mit morgens mittags und Abends und immer zu selben Zeit.
Jetzt nehme ich morgens 3 Tropfen und mittags 2 .
Lg
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2012 nach dem Unfall Diazepam Ratiopharm Tropfen und mirtrazipin unregelmäßig
2013 ohne Probleme abgesetzt beides.

Januar 2017 3 ×15 Tropfen Diazepam Ratiopharm
Und 15 Tropfen Promethazin neuraxpharm.
September 2017 wir verlieren unser Baby Ende der 10ssw.
Diazepam und promethazin bedarf außer Kontrolle.
Ich nehme viel wenn ich den Schmerz die Trauer nicht trage wie viel keine Ahnung.
Dezember 2017 Diazepam Stopp komplett auf null.
So geht es nicht weiter
Versucht den Entzug aufzufangen mit promethazin immer bei Bedarf und Baldrian.
Nach 2 Wochen Abbruch ich dachte ich werde irre.
Diazepam Ratiopharm wieder eingeschlichen
Ca 8×8×8 Tropfen
Und 15 Tropfen Promethazin wieder nur Abends.
Am 5.3 nur noch 4 ×4 Tropfen Diazepam Ratiopharm und Abends 15 Tropfen Promethazin
Am Mittwoch den 14.3.2018 ich kann nicht mehr neuer Arzt
Von da an 4× 4 Diazepam und 10 mg doxipin erst mal kein Promethazin.
Am 17.3.2018 4×4 Diazepam Ratiopharm
10 mg doxipin und 15 Tropfen Promethazin ich konnte endlich mal schlafen.
Anmeldung hier im Forum .
Alles auf Anfang.
9 mg Diazepam und 15 mg Promethazin

11.04.2018
8 mg Diazepam und 15 mg Promethazin
17.04.2018
7.5 mg Diazepam und 14 mg Promethazin
22.04.2018 unruhig zittern und den Drang nach Diazepam ich versuche durchzuhalten
30.04.2018 7
7 mg Diazepam und 14 mg Promethazin.
13.5.2018 6.5 mg
01.06.2018 .6 mg Diazepam und 13 mg Promethazin
12.06.2018 _/ 5 mg Diazepam 13 mg Promethazin
04.07 .2018 4.5 mg Diazepam 13 mg Promethazin
02.08.2018 4 mg Diazepam 14 mg Promethazin
18.08.2018 3.5 mg Diazepam 14 mg Promethazin
28.08.2018 3 mg Diazepam 14 mg Promethazin um so niedriger ich komme um so schwere wird es ,aufgegeben gibt es nicht
09.09.2018 2,5 Diazepam, 14 mg Promethazin
Jetzt muß ich langsamer werden deutliche Symptome ,aber ich versuche es auszusitzen, in der Hoffnung mein Körper verzeiht mir den schnellen Schritt
23.10.2018 2 mg 14 mg Promethazin
Aufdosierung auf 3 mg in der Hoffnung das es mir besser geht.
5.12.2018 Ich kann nicht mehr, schmerzende Zähne und Depressiva Phasen ich entschließe mich Opripramol 50 mg zu nehmen.
Diazepam dosiere ich nicht auf ,und reduziere 2019 weiter .
5.01.2019 mir geht es immer schlechter dennoch habe ich entschieden weiter zumachen zur Zeit nehme
1.5 mg Diazepam und kein Promethazin mehr

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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Ta

Beitrag von UnknownPleasures » Sonntag, 14.10.18, 0:54

Hallo Nature,

ich habe deinen Verlauf in deinem Thread auch grob mit verfolgt.

Ich bin echt beeindruckt wie gut du das hinbekommst bisher. Auch wegen Deinem kalten Absetzversuch, muss dein ZNS ja völlig am Ende gewesen sein.

Ich habe es leider nicht ausgehalten, vermutlich hätte ich nicht so schnell Absetzen dürfen, ich war ja bereits nach 7-10 Tagen extrem Abhängig vom Lorazepam. Nach Allem, was man hier liest habe ich eine extreme scheu mich in ärztlicher Behandlung zu begeben, in Bezug auf meinen Benzo Knosum. Das wäre glatter selbstmord, mal übertrieben gesagt...

Mein HA wollte mich stationär entgiften lassen, dann hätte ich vermutlich noch alles Mögliche an NL‘s und AD‘s in höchsdosen am Hals, nein danke!

Die 4 mg hatten nach der Einnahme direkt eine ordentliche Potenz, dabei nehme ich die Gesamtdosis immer Abends zur selben Uhrzeit komplett ein. Ich gehe stark davon aus, dass sich das in den kommenden Tagen wieder halbwegs einpendelt, so dass sich mein ZNS über die nächsten Wochen und Monate etwas beruhigt und nicht mehr soo extrem auf die kleinsten Absetzschritte reagiert. Jedenfalls ist das meine Hoffnung.

Da Du selber nun schon bei 2,5 mg bist und bisher die Stärke hattest alles durchzustehen, würde ich Dir empfehlen bestenfalls nur noch in 10% Schritten zu redzuzieren, so wie es von vielen hier auch generell empfohlen wird. Ich wollte mich dazu eigentlich schon in deinem Thread geäußert haben, möchte aber auch niemanden irgendwie im Entzug Ratschläge aussprechen. Ich bin ja nun selber offensichtlich kein Experte in dem Thema.

Mein Eindruck ist, dass sich die Symptome „addieren“, wenn man schnell in größeren Schritten reduziert. Da die Symptome auch wellenartig auftreten können, bekommt man in längeren Symptomfreien Fenstern den Eindruck man hätte alles überstanden. Pustekuche - jedenfalls in meinem Fall.

Ich habe meinen Fehler gemacht, werde daraus lernen und vorsichtiger werden. Wenn ich mich wieder dran wage zu reduzieren, nur noch 10% oder auch nur 5%. Wenn das für mich gut klappt, kann ich ja immer noch schneller runtergehen.

Vielen Dank für deinen Beitrag. Ich wünsche Dir viel Kraft und alles Gute weiterhin beim Ausschleichen.

Liebe Grüße,

- Jonas
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Keine weiteren Diagnosen.

Ende 03/2018 Abhängigkeit nach zwei wöchiger Einnahme von ca. 1.0 - 2.0 mg Lorazepam täglich, aufgrund von falsch gedeuteten Entzugserscheinungen bzgl. der Alkoholproblematik.

Mehrere kalte Absetzversuche sind gescheitert, der erste nach 6 Tagen! (ohne Forum), nach 10 Tagen erneuter Versuch, endete in einer Katastrophe, um meine Entzugserscheinungen vollständig aufzufangen waren 3 mg Lorazepam nötig.

Ab hier bgeinnt mein Ausschleichprozess
Über paar Tage hinweg auf 1,75 mg Lorazepam täglich stabilisiert.

0,75 mg Lorazepam durch 7,5 mg Diazepamspiegel ersetzt.
1 mg Lorazepam problemlos ausgeschlichen. 0 mg seit 22.05.2018

Diazepam

Leider habe ich ab hier nicht mehr genau dokumentiert, wie viel ich wann genau abdosiert habe. Es sind nur wenige Stichdaten vorhanden.

25.05 6.5 mg Diazepam
07.06 4.5 mg Diazepam
13.06 4.0 mg Diazepam Ab hier erste stärkere Entzugssymptome, die nach 1-2 Wochen überwunden schienen
28.06 3.0 mg Diazepam Hier begann der Horror, mittlere bis schwere Depressionen, Angstzustände, schlaflos über teils zwei Nächte hintereinander, Tinnitus - Symptome hielten fast zwei Monate an.
20.08 2,72 mg Diazepam Nach einem zweiwöchigen Symptomfreien Fenster einen kleinen Schritt runter, nach 7 Wochen setzte eine heftige Entzugsdepression ein, mit Suizidgedanken, Panikattacken, sehr schwere depressive Gefühle - unerträglich.
13.10 erhöht auf 4.0 mg Diazepam
20.10 4.0 mg Diazepam Erhöhung greift zu diesem Datum spürbar. Depressionen, Angst, etc. - alles wie weggeblasen.

Absetzpause für 2018
Bilanz: Trocken seit fast 7 Monaten, null Drang nach Alkohol.
Benzo: Mehr als 3/4 der Ausgangsdosis ausgeschlichen.

2019 geht es weiter, mein ZNS braucht Ruhe und muss sich erst ordentlich stabilisieren. :schnecke:
Bisher ein erfolgreiches Jahr für mich. :)

*Aktualisiert: 20.10.2018*

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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von Nature » Sonntag, 14.10.18, 20:16

Hallo Jonas ,

Danke für deine Worte und Wünsche.
Vielleicht erleichtert dir das abdosieren, wenn du deine Dosis über den Tag verteilst damit du immer einen gewissen Spiegel Diazepam hast.
Mir hat es die ganze Sache sehr erleichtert.
Du hast recht ,ich denke auch das alle Symptome sich beim zu schnellen abdosieren summieren.
Was bei mir total verwunderlich war,das ich bis zu der niedrig Dosis wirklich so gut wie keine Probleme hatte ,warum das weiß ich ehrlich gesagt nicht.
Diese Frage stellte ich auch bei der Therapie warum es im niedrig Bereich so verdammt schwer ist.
Ich erklärte ihr auch das ich null merke von den Diazepam Tropfen, es sind ja nur noch 5 .
Sie sagte das ist das schwere ,man hat kaum Effekt wenn man so niedrig ist, aber ohne geht es einfach auch nicht.
Na ja es heißt weiter Augen zu und durch ,und du packst das auch .
Mach es in deinem Tempo wie es dir dein Körper und Seele zeigt.
Alles gute dir.
LG Jessica
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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von UnknownPleasures » Mittwoch, 17.10.18, 21:16

Hallo,

ich werde noch verrückt. Die Erhöhung hat bisher fast nichts gebracht. Ich bin 5 Tage auf 4 mg und ich scheine mich nicht zu fangen.

Ich rutsche ständig wieder in diese furchtbaren depressiven Zustände ab, bekomme Tinnitus, Herzrasen und Angst vor meinen Gedanken.

Was kann ich noch tun? Auf 4,5 oder 5 mg erhöhen oder abwarten? Ich werde langsam echt unsicher und bin Ratlos, weil ich keine Ahnung habe was da gerade mit mir passiert...

Seit zwei Wochen geht es mir nun wieder so.

Liebe Grüße
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Diazepam

Leider habe ich ab hier nicht mehr genau dokumentiert, wie viel ich wann genau abdosiert habe. Es sind nur wenige Stichdaten vorhanden.

25.05 6.5 mg Diazepam
07.06 4.5 mg Diazepam
13.06 4.0 mg Diazepam Ab hier erste stärkere Entzugssymptome, die nach 1-2 Wochen überwunden schienen
28.06 3.0 mg Diazepam Hier begann der Horror, mittlere bis schwere Depressionen, Angstzustände, schlaflos über teils zwei Nächte hintereinander, Tinnitus - Symptome hielten fast zwei Monate an.
20.08 2,72 mg Diazepam Nach einem zweiwöchigen Symptomfreien Fenster einen kleinen Schritt runter, nach 7 Wochen setzte eine heftige Entzugsdepression ein, mit Suizidgedanken, Panikattacken, sehr schwere depressive Gefühle - unerträglich.
13.10 erhöht auf 4.0 mg Diazepam
20.10 4.0 mg Diazepam Erhöhung greift zu diesem Datum spürbar. Depressionen, Angst, etc. - alles wie weggeblasen.

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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von Nature » Donnerstag, 18.10.18, 9:18

Hallo Jonas,

Gib deinem Körper und deinem zentralen Nervensystem etwas Zeit,du hast ihn ganz schön durcheinander gebracht.
Ich weiß das es schrecklich ist das Gefühl ,aber es geht wieder Vorbei.
Warte noch ein wenig 5 Tage sind nichts,es dauert seine Zeit .
Auch wenn es doof klingt ,aber mir halt es das alles an Symptomen ein Prozess des gesund werden ist .
Halt durch ,bei mir hat es auch gedauert als ich aufdosiert habe um mich zu stabeliesieren lg
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7 mg Diazepam und 14 mg Promethazin.
13.5.2018 6.5 mg
01.06.2018 .6 mg Diazepam und 13 mg Promethazin
12.06.2018 _/ 5 mg Diazepam 13 mg Promethazin
04.07 .2018 4.5 mg Diazepam 13 mg Promethazin
02.08.2018 4 mg Diazepam 14 mg Promethazin
18.08.2018 3.5 mg Diazepam 14 mg Promethazin
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09.09.2018 2,5 Diazepam, 14 mg Promethazin
Jetzt muß ich langsamer werden deutliche Symptome ,aber ich versuche es auszusitzen, in der Hoffnung mein Körper verzeiht mir den schnellen Schritt
23.10.2018 2 mg 14 mg Promethazin
Aufdosierung auf 3 mg in der Hoffnung das es mir besser geht.
5.12.2018 Ich kann nicht mehr, schmerzende Zähne und Depressiva Phasen ich entschließe mich Opripramol 50 mg zu nehmen.
Diazepam dosiere ich nicht auf ,und reduziere 2019 weiter .
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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von UnknownPleasures » Mittwoch, 07.11.18, 9:37

Hallo,

fast 4 Wochen nach der Erhöhung, mir geht es sehr viel besser, allerdings bin ich noch lange nicht stabil. Jedenfalls nicht so, dass ich nach Bauchgefühl weitermachen könnte.

Ich kann nicht unterscheiden ob es Toleranz bedingt ist, oder einfach mein ZNS, dass noch eine Weile braucht um sich ausreichend anzupassen. Abwarten..

Ich werde ab heute erstmal meine Einnahme splitten. Heißt 2 mg morgens und 2 mg Abends. Zwischen morgens und Nachmittags fühle ich mich am wenigsten stabil.

Liebe Grüße,

Jonas
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Ende 03/2018 Abhängigkeit nach zwei wöchiger Einnahme von ca. 1.0 - 2.0 mg Lorazepam täglich, aufgrund von falsch gedeuteten Entzugserscheinungen bzgl. der Alkoholproblematik.

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0,75 mg Lorazepam durch 7,5 mg Diazepamspiegel ersetzt.
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25.05 6.5 mg Diazepam
07.06 4.5 mg Diazepam
13.06 4.0 mg Diazepam Ab hier erste stärkere Entzugssymptome, die nach 1-2 Wochen überwunden schienen
28.06 3.0 mg Diazepam Hier begann der Horror, mittlere bis schwere Depressionen, Angstzustände, schlaflos über teils zwei Nächte hintereinander, Tinnitus - Symptome hielten fast zwei Monate an.
20.08 2,72 mg Diazepam Nach einem zweiwöchigen Symptomfreien Fenster einen kleinen Schritt runter, nach 7 Wochen setzte eine heftige Entzugsdepression ein, mit Suizidgedanken, Panikattacken, sehr schwere depressive Gefühle - unerträglich.
13.10 erhöht auf 4.0 mg Diazepam
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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von Courage » Donnerstag, 08.11.18, 11:38

Hallo Jonas,

nun hätte ich gleich in deinem Thread schreiben können. Du hast ja zum Glück unterstützende Beiträge erhalten, ich rate dir jetzt auch nichts anderes, als die Dosis wirklich zu splitten. Bei mir klappte es zwar etwas früher damals, dass ich nur noch die Dosis am Abend einnahm, aber die 3 mg waren auch eine Hürde, die ich zu schnell nahm und wieder aufdosieren musste.

Versuch es mit den 2 x 2 mg, die lange HWZ müsste ausreichen, damit du dich auch am Nachmittag noch gut fühlst. Du hast ja teils 2 mg Absetzsprünge drin, da muss das ZNS ganz schön ackern, damit es sich nun endlich einpendeln darf auf den 4 mg.

Warte bitte unbedingt, bis du GANZ STABIL bist, ehe du erneut abdosierst, sonst ist der Rückfall vorprogrammiert. Und bitte versuch, dich NICHT so auf den Körper oder Symptome zu konzentrieren, das ist das Schlimmste, was du tun kannst. Ich habe mich überhaupt nicht darauf konzentriert und merkte manchmal erst während des Lesens und Schreibens hier, dass ICH auch grade Kribbeln in den Beinen hatte.

Je mehr du dich beobachtest, je mehr wird dir die Wundertüte der Benzos Entzugserscheinungen präsentieren. Natürlich gibt es Zustände, da geht gar nix mehr von wegen Ablenkung und Benzos Benzos sein lassen. Aber JETZT kommt es darauf an, dass du mit den 4 mg wirklich RUHE reinbringst und GEDULD dein Begleiter wird,

soviel von der früheren GEDULDSPREDIGERIN Andrea :hug:

Sollte es wirklich Suchtdruck wegen Alkohol geben, schreib es bitte.
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* Sorgen vom Tageslicht bestrahlt sind wortlos. Nachts brennen ihre tausend Sterne hell und groß ! *
__________________
26.09.10 - 01.08.11 Diazepam nach ASHTON abgesetzt, langjährige Einnahme ca. 10 mg/Tag, im letzten halben Jahr d. Einnahmezeit 20-30 mg/Tag.
Ab 1994 täglich eingesetzt als Muskelrelaxans/Schmerzpatientin.

Durch Toleranzentwicklung im Laufe der letzten Jahre immer mehr Probleme, Nervosität, starke Überreiztheit, innere Unruhe, Erschöpfung, Depressionen, Ängste, Stimmungsschwankungen, dies alles ist durch Absetzen der Benzos verschwunden, es geht mir besser als seit Jahren.
Es sind weder physische noch psychische Folgeschäden durch die lange Einnahmezeit vorhanden.
Fragen zum Entzug beantworte ich gerne, dank des Forums und vor allem unserer Moderatorin
"Das-kleine-Runde" habe ich erst den Mut zum Absetzen gefasst, vielleicht kann ich nun auch etwas Unterstützung geben.

Auch nach LANGJÄHRIGER Einnahme ist ganz sanftes Absetzen möglich u. sehr gutes Wohlbefinden erreichbar. Man muss absolut keine Angst davor haben, die nötige GEDULD ist allerdings Voraussetzung. STRESS wirkt sich verstärkend auf Absetzbeschwerden aus, ebenso zuviel Sport.

Ergänzung: Im April 2012 nahm ich nach 8 völlig benzofreien Monaten aus privaten Gründen für 4 Wochen erneut als Muskelrelaxans und etwas Entspannung 10 mg/Tag Diazepam. Setzte sie danach in 2,5 mg Schritten pro Woche PROBLEMLOS ab und habe bisher keinerlei Folgesymptome.
MEIN Fazit: Besteht KEINE psychische Abhängigkeit oder Kontrollverlust, kann man nach einigen Monaten ein Benzo als BEDARFSmedikament für KURZE Zeit anwenden, ohne dass erneute körperliche Abhängigkeit entsteht, 4 Wochen sind aber grenzwertig, da würde ich trotz problemlosem EIGENEM Absetzen zur Vorsicht raten, je kürzer der Bedarf, je besser.

All meine Einträge und Antworten beziehen sich immer nur auf EIGENE Erfahrungen, ich bin medizinischer Laie, kein Arzt.

Mein Verlauf ist hier zu finden : http://www.adfd.org/forum/viewtopic.php?f=16&t=5967

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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von UnknownPleasures » Dienstag, 13.11.18, 21:36

Hallo :)

vielen Dank Andrea, für Deinen Beitrag. :hug:

Tatsächlich merke ich, dass ich schon wieder in der Toleranz hänge. Mir geht es wieder zunehmend schlechter, und nun weiß ich nicht, ob ich genau jetzt wieder reduizieren sollte, oder andere Maßnahmen ergreifen sollte? Aufdosieren hat mir in meinem Fall nicht viel gebracht.

Habe so eine Angst davor, dass die Suizidgedanken zurück kommen, dass ich etwas verzweifelt bin und riesigen Respekt vor den 4 mg habe.
Ich überlege sogar ernsthaft, ein deckelndes AD oder Ähnliches in Betracht zu ziehen. Jetzt werden sich viele vermutlich an die Stirn fassen...
Aber wenn ich an einem Punkt bin, an dem ich Angst vor meinen Handlungen, bzw. Angst vor meinen Gedanken habe, was kann ich da noch tun?

Dr. Ashton schreibt ja auch in ihrem Manual, dass eine AD evtl. beim Entzug hilfreich sein könnte.

Die Gedanken von denen ich spreche kommen Stoßartig, überkommen mich als würde ich gegen eine Wand laufen.
Plötzlich schießen mir Bilder durch den Kopf, wie ich mich bei suizidalen Handlungen "beobachte" Diese Gedanken sind so grausam und finster, auch das Gefühl das ich dabei habe, das ich stundenlang fix und fertig bin und sehr panisch reagiere. Mein ganzer Körper ist dabei heiß und kalt im Wechsel und mein ganzer Bauch glüht dabei, wie bei einer Grundnervosität nur um vielfaches stärker.

Der Zeitraum dieser Gedanken beschränkt sich auf 3-15 Minuten, dann ist der Spuk wieder vorbei und ich bin völlig aufgelöst.
Kennt das jemand auch und kann mir vielleicht einen Tipp geben, wie ich damit umgehen kann?

Ich liebe mein Leben, mich selber, und alles, was ich der Zukunft vielleicht noch auf mich wartet. Zwar bin ich sensibel und manchmal auch leicht depressiv, aber nie in diesem Ausmaß wie oben beschrieben. Der Gedanke, mir was anzutun bereitet mir große Sorgen, weil es so befremdlich ist und dieser Gedankenstrudel mich fast dahingehend heranführen will. :shock: :cry:

Es gibt dafür leider auch keine Anzeichen, keinen Trigger oder Sonstiges.
Wenn ich weiß, es ist entzugsbedingt und kann mir nicht gefährlich werden, kann ich damit auch anders umgehen.

Mit Schlaflosigkeit und den anderen Symptomen kann ich ansonsten gut umgehen, die bereiten mir weniger Sorgen. :bettzeit:

Was kann ich noch tun? :?

Liebe Grüße,

Jonas
Trockener Alkoholiker seit: 29.03.2018 6 Jahre problematischer Konsum, die letzten 2 Jahre quasi exzessiv, an 4-5 von 7 Tagen in der Woche.

Vorname, Alter: Jonas, 25

Keine weiteren Diagnosen.

Ende 03/2018 Abhängigkeit nach zwei wöchiger Einnahme von ca. 1.0 - 2.0 mg Lorazepam täglich, aufgrund von falsch gedeuteten Entzugserscheinungen bzgl. der Alkoholproblematik.

Mehrere kalte Absetzversuche sind gescheitert, der erste nach 6 Tagen! (ohne Forum), nach 10 Tagen erneuter Versuch, endete in einer Katastrophe, um meine Entzugserscheinungen vollständig aufzufangen waren 3 mg Lorazepam nötig.

Ab hier bgeinnt mein Ausschleichprozess
Über paar Tage hinweg auf 1,75 mg Lorazepam täglich stabilisiert.

0,75 mg Lorazepam durch 7,5 mg Diazepamspiegel ersetzt.
1 mg Lorazepam problemlos ausgeschlichen. 0 mg seit 22.05.2018

Diazepam

Leider habe ich ab hier nicht mehr genau dokumentiert, wie viel ich wann genau abdosiert habe. Es sind nur wenige Stichdaten vorhanden.

25.05 6.5 mg Diazepam
07.06 4.5 mg Diazepam
13.06 4.0 mg Diazepam Ab hier erste stärkere Entzugssymptome, die nach 1-2 Wochen überwunden schienen
28.06 3.0 mg Diazepam Hier begann der Horror, mittlere bis schwere Depressionen, Angstzustände, schlaflos über teils zwei Nächte hintereinander, Tinnitus - Symptome hielten fast zwei Monate an.
20.08 2,72 mg Diazepam Nach einem zweiwöchigen Symptomfreien Fenster einen kleinen Schritt runter, nach 7 Wochen setzte eine heftige Entzugsdepression ein, mit Suizidgedanken, Panikattacken, sehr schwere depressive Gefühle - unerträglich.
13.10 erhöht auf 4.0 mg Diazepam
20.10 4.0 mg Diazepam Erhöhung greift zu diesem Datum spürbar. Depressionen, Angst, etc. - alles wie weggeblasen.

Absetzpause für 2018
Bilanz: Trocken seit fast 7 Monaten, null Drang nach Alkohol.
Benzo: Mehr als 3/4 der Ausgangsdosis ausgeschlichen.

2019 geht es weiter, mein ZNS braucht Ruhe und muss sich erst ordentlich stabilisieren. :schnecke:
Bisher ein erfolgreiches Jahr für mich. :)

*Aktualisiert: 20.10.2018*

UnknownPleasures
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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von UnknownPleasures » Sonntag, 03.02.19, 5:22

Hallo ihr Lieben :)

bald drei Monate ist mein letzter Beitrag alt. Dementsprechend hat sich Gott sei Dank viel getan. Mit meiner Konstanten 4mg Dosis ging es wieder Woche für Wochen ein bisschen weiter bergauf. Vorbei ist das alles noch lange nicht, aber jede Veränderung ins Positive schenkt einem Kraft und Motivation.

Seit ungefähr mitte Januar hänge ich in der Toleranz, es geht nicht mehr vorwärts. Bis 1.4 muss ich auch noch eine neue Wohnung finden und umziehen, triggert Angst und Zwangsgedanken. Aber noch auszuhalten. Bis das durch ist, lass ich „brav“ die Finger von motivierten Absetzschritten. Zugegeben, dazu spielt mir noch Angst die mit... Was ist, wenn es wieder so schlimm, oder noch schlimmer wird?

2018 war ein sehr turbolentes und traumtisches Jahr für mich. Gemessen an dem, wie es mir sonst so ergeht. Diese Gefühle und Ängste haben sich in mein Gehirn gebrannt, vor Allem der eine Tag, wo ich direkt kalt absetzten wollte nach nur 10 Tagen. Es war als würde alles, was vorher Real und Normal war über mir einstürzen und habe Kräfte, Ängste, Zwangsgedanken erlebet, die mir das Gefühl gaben, ich müsse nun sterben. Durch das Herzrasen, während der Panikattacken, die im 5 Minuten Takt kamen, hatte ich das Gefühl, ich würde von innen heraus irgendwie verbrennen.

Ich verstehe das bis heute alles noch nicht. Ich weiß auch nicht wie ich das messen und bewerten soll. Ich halte mich dran fest, dass das alles irgendwie und irgendwann hoffentlich vorbei geht.

Genug Selbstmitleid für diese Zeilen. Mein Thread schäumt förmlich über davon.

Akutelle psychische Symptome: Zwangsgedanken, leicht- bis mittelstark, Antriebslos, immer noch relativ stark, selbstentwertung, sehr stark, die allgemeinen ausgeprägten psychischen Missempfindungen, so nenne ich das jetzt einfachn mal, sind enorm aber zurückgegangen.

Körperliche Symptome: Schlaf bzw Bio-Rythmus zurzeit wieder völlig außer Kontrolle, Tinnitus wahrnehmbar, mal ganz leise, mal etwas Stärker. Daran kann ich kleinere Wellen immer gut bemerken und sie als Solche wahrnehmen. Sonst aber keine Schmerzen oder Ähnliches.

Ich wünsche Euch viel Kraft und gute Besserung für euren persönlichen Heilungsprozess. :)

Liebe Grüße,

Jonas
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Keine weiteren Diagnosen.

Ende 03/2018 Abhängigkeit nach zwei wöchiger Einnahme von ca. 1.0 - 2.0 mg Lorazepam täglich, aufgrund von falsch gedeuteten Entzugserscheinungen bzgl. der Alkoholproblematik.

Mehrere kalte Absetzversuche sind gescheitert, der erste nach 6 Tagen! (ohne Forum), nach 10 Tagen erneuter Versuch, endete in einer Katastrophe, um meine Entzugserscheinungen vollständig aufzufangen waren 3 mg Lorazepam nötig.

Ab hier bgeinnt mein Ausschleichprozess
Über paar Tage hinweg auf 1,75 mg Lorazepam täglich stabilisiert.

0,75 mg Lorazepam durch 7,5 mg Diazepamspiegel ersetzt.
1 mg Lorazepam problemlos ausgeschlichen. 0 mg seit 22.05.2018

Diazepam

Leider habe ich ab hier nicht mehr genau dokumentiert, wie viel ich wann genau abdosiert habe. Es sind nur wenige Stichdaten vorhanden.

25.05 6.5 mg Diazepam
07.06 4.5 mg Diazepam
13.06 4.0 mg Diazepam Ab hier erste stärkere Entzugssymptome, die nach 1-2 Wochen überwunden schienen
28.06 3.0 mg Diazepam Hier begann der Horror, mittlere bis schwere Depressionen, Angstzustände, schlaflos über teils zwei Nächte hintereinander, Tinnitus - Symptome hielten fast zwei Monate an.
20.08 2,72 mg Diazepam Nach einem zweiwöchigen Symptomfreien Fenster einen kleinen Schritt runter, nach 7 Wochen setzte eine heftige Entzugsdepression ein, mit Suizidgedanken, Panikattacken, sehr schwere depressive Gefühle - unerträglich.
13.10 erhöht auf 4.0 mg Diazepam
20.10 4.0 mg Diazepam Erhöhung greift zu diesem Datum spürbar. Depressionen, Angst, etc. - alles wie weggeblasen.

Absetzpause für 2018
Bilanz: Trocken seit fast 7 Monaten, null Drang nach Alkohol.
Benzo: Mehr als 3/4 der Ausgangsdosis ausgeschlichen.

2019 geht es weiter, mein ZNS braucht Ruhe und muss sich erst ordentlich stabilisieren. :schnecke:
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*Aktualisiert: 20.10.2018*

UnknownPleasures
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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von UnknownPleasures » Freitag, 15.03.19, 7:43

Hallo :)

nun stehe ich nur noch wenige Wochen vor Forsetzung meines Entzuges und stelle fest, dass seit mehreren Tagen meine gewohnte Dosis plötzlich viel potenter auf mich einwirkt, als es bisher der Fall war. Fluch und Segen zugleich, da es auf einen Heilungsfortschritt hindeuten kann, aber auch meinen Tag sehr einhüllt in diese typische Mattigkeit und Gleichgültigkeit, die stärker sedierende Benzos auslösen.

Interessant, dass selbst nach 6 Monaten meines letzten Absetzschrittes immer noch Heilung passiert, obwohl ich noch mit knapp 4 mg immer noch im mittleren Niedeigsosis Bereich festhänge.

Ab April werde ich 10% über 21 Tage als Absetzschritt anpeilen, jedoch mit dem Unterschied, dass ich die Menge von 0,4 mg, die ich absetzen werde, durch 21 teile und so jeden Tag eine winzige Menge absetze. Ich erhoffe mir dadurch weniger Stress für das ZNS, da nun der Diazepam-Spiegel noch sanfter abfällt. :)

Nachteil ist klar, eventuelle Symptome treten nun noch zeitverserter auf, dürften aber eigentlich nicht mehr so stark ausfallen.

Syptome sind ansonsten immer noch fast auf gleichem Level, mit vielleicht winziger Besserung allgemein. Ist sehr subjektiv... Kann auch Einbildung sein.

So viel dazu... Ich wünsche euch einen ruhigen Start ins Wochenende.

Liebe Grüße,

Jonas
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Mehrere kalte Absetzversuche sind gescheitert, der erste nach 6 Tagen! (ohne Forum), nach 10 Tagen erneuter Versuch, endete in einer Katastrophe, um meine Entzugserscheinungen vollständig aufzufangen waren 3 mg Lorazepam nötig.

Ab hier bgeinnt mein Ausschleichprozess
Über paar Tage hinweg auf 1,75 mg Lorazepam täglich stabilisiert.

0,75 mg Lorazepam durch 7,5 mg Diazepamspiegel ersetzt.
1 mg Lorazepam problemlos ausgeschlichen. 0 mg seit 22.05.2018

Diazepam

Leider habe ich ab hier nicht mehr genau dokumentiert, wie viel ich wann genau abdosiert habe. Es sind nur wenige Stichdaten vorhanden.

25.05 6.5 mg Diazepam
07.06 4.5 mg Diazepam
13.06 4.0 mg Diazepam Ab hier erste stärkere Entzugssymptome, die nach 1-2 Wochen überwunden schienen
28.06 3.0 mg Diazepam Hier begann der Horror, mittlere bis schwere Depressionen, Angstzustände, schlaflos über teils zwei Nächte hintereinander, Tinnitus - Symptome hielten fast zwei Monate an.
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13.10 erhöht auf 4.0 mg Diazepam
20.10 4.0 mg Diazepam Erhöhung greift zu diesem Datum spürbar. Depressionen, Angst, etc. - alles wie weggeblasen.

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2019 geht es weiter, mein ZNS braucht Ruhe und muss sich erst ordentlich stabilisieren. :schnecke:
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*Aktualisiert: 20.10.2018*

Jamie
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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von Jamie » Freitag, 15.03.19, 11:54

Hallo Jonas, :)

das klingt doch eigentlich positiv.

Ja, schneck dich weiter voran :schnecke: .

Ich hoffe, dass das Microtapering klappt und zu dir passt.
nun stehe ich nur noch wenige Wochen vor Forsetzung meines Entzuges und stelle fest, dass seit mehreren Tagen meine gewohnte Dosis plötzlich viel potenter auf mich einwirkt, als es bisher der Fall war
Benzos Wundertüte.
Mensch Wundertüte (aber eine ganz tolle! <3 ).
:roll:

PS. Bringst du bei Gelegenheit mal deine Signatur bitte auf den neusten Stand? Danke.

Schönes Wochenende
Jamie
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