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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Rafa 13: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von Rafa13 » Samstag, 30.03.19, 18:56

Gelehrt wird nicht nur mit Worten.
Gelehrt wird durch die Art,
wie man sein Leben lebt.
Mein Leben ist meine Lehre.
Mein Leben ist meine Botschaft.
Quelle: Thich Nhat Hanh "Mein Leben ist meine Lehre"
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Artikel

Beitrag von Rafa13 » Mittwoch, 03.04.19, 14:44

https://orf.at/stories/3116929/

Irgendwie scheint da was außer Kontrolle geraten sein..., zwar nicht Benzos, aber der Satz, dass Menschen, die eigentlich dachten sie nehmen nur ein Schmerzmittel sind nun Junkies... - das kam mir irgendwie bekannt vor.
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Beitrag von Rafa13 » Montag, 15.04.19, 21:47

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OFFLINE - Auszeit vom digitalen Wahnsinn

Beitrag von Rafa13 » Donnerstag, 18.04.19, 22:07

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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von Rafa13 » Freitag, 19.04.19, 21:11

Hallo,

falls es irgendjemand interessiert schreib ich ein paar Zeilen, was sich so tut.

Ich versuche immer wieder abzusetzen, bis dato weiterhin nicht mit Erfolg. Die Strategie ist immer dieselbe, alles oder nichts. Heißt, ich höre einfach auf und warte was passiert. Meist passiert relativ wenig bis ich eben irgendwann mir denke, so ich will ja nicht übertreiben bzw. etwas riskieren, wo es zwar keine Beweise gibt, das was passiert, aber trotzdem lebe ich ganz gerne. Oder es kommt mir ein Momentum entgegen wo ich denke, dass schaffe ich nicht, dann werden diese Versuche entweder unterbrochen oder ich nehme wieder eine Zeit lang relativ eine gleiche Dosis.

Wobei ich ehrlicherweise zugeben muss, aufgrund unaushaltbarer Zustände habe ich meine Versuche bis dato nie abgebrochen. So gesehen frage ich mich natürlich, vielleicht geht es ja sogar deutlich länger ohne Horror oder dass der Horror so erträglich ist, dass man nicht ganz durchdreht.

Klar kann man diese Phasen auch erklären, dass es vielleicht eine Zeit gut geht, weil eben ein Spiegel da ist, der vermutlich nicht gering ist. Trotzdem lese ich immer wieder von anderen Betroffenen, die länger was nahmen, dass sie kaum einen Tag aushalten. Diese Erfahrung kann ich nicht bestätigen.

Ob schnell oder langsam absetzen? Kann ich nicht beantworten, das Einzige wo ich mir mittlerweile sicher bin ist, dass Ersatzmittel es schwerer machen. Also ob man nun es langsam oder schneller versucht, ADs und Co. erschweren einen Benzodiazepin Entzug glaub ich, wobei das ist nur meine Theorie.

Generell halte ich mittlerweile keinerlei PPs als wirklich hilfreich, muss aber akzeptieren, dass ich natürlich abhängig bin nach wie vor. Aber immerhin habe ich verstanden, dass alles schlecht ist. Benzodiazepine zu tauschen gegen ADs? Wie gesagt, halte ich für mich persönlich als nicht hilfreich, würde ich auch nicht als Erfolg sehen. Entweder alles oder nichts. Zumal ich von den anderen Substanzen noch weniger halte, weil sie bewusstseinsverändernd sind, also deutlich stärker als Benzodiazepine.

Sollte ich es nicht schaffen einmal ganz aufzuhören, wäre der Kompromiss wie schon andere vor mir es zur Kenntnis nehmen mussten, dass ich eine Erhaltungsdosis im Idealfall zwischen 5-10 mg zu mir nehmen müsste um weiter zu "funktionieren".

Woran auch nicht glaube ist, dass ich je wieder beschwerdefrei oder nur annähernd beschwerdefrei werde, heißt es gibt definitiv Dauerschädigungen - jeder der was anderes behauptet kann nicht logisch denken meiner Meinung nach.

Außerdem hatte ich schon vor meinen Einnahmen sowohl körperliche wie auch psychische Defizite, also wäre in meinem Fall so oder so nicht möglich.

Ich kenne übrigens auch keine Wunderheilungen. Heißt so viel, dass Menschen, die von Kind auf Probleme hatten, die "verloren" diese auch nie, heißt selbst wenn es mal einige Jahre stabil war, irgendwann kam wieder ein Einbruch. Da meine ich hauptsächlich Menschen, die ADs nahmen oder im Idealfall nichts, auch die gibt es ja, die zwar Probleme haben und hatten, aber Wege fanden ohne PPs ihr Leben zu schaffen.

Was ich persönlich schade finde ist, dass es meines Wissens nach keine Angebote gibt, schnell abzusetzen unter Kontrolle. Heißt sobald man sich für eine Klinik entscheidet, entscheidet man sich für diverse andere Psychopharmaka, die hilfreich sein sollen, meiner Ansicht nach multiplizieren sie die Problematik aber nur. Auch nicht bewiesen, aber einiges spricht dafür.

Ich weiß nicht, ob man sich noch an Asthon hier erinnert, weil sie hat meines Wissens nach erstens nicht gesagt, dass man über Jahre absetzen soll und die Option ADs erwähnte sie zwar, aber sicher nicht als erste Wahl. Ich glaube schon, dass sie mit ab dosieren meinte nur mit den Benzodiazepinen.

Warum kam ich zu der Ansicht, dass AD und Co. es zusätzlich erschweren, weil ich es mehrfach versucht habe und es reichte oft schon eine Tablette, um mich über Tage aus der Bahn zu werfen, so viel zu den hilfreichen Wirkungen von AD und Co.

Gut, das war es mal, LG Kevin
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von Katharina » Samstag, 20.04.19, 19:42

Lieber Kevin !

Ich habe im Portemonnaie und von Arzt ausgestellt bekommen, das ich
ausschließlich Benzo vertrage.
Keine AD's.
Oder NL.

Bin ich froh dass das Escitalopram weite Vergangenheit ist.

Ich reduziere auf meine Art mit monatelangen Pausen dazwischen.
Arzt und Berater sagen für meine Situation uvm.
nehme ich aktuell sehr wenig.

Damit bin ich zufrieden.

Ich möchte auch leben
dass war letztes Jahr ( März habe ich gestoppt )
eine wirkliche massive körperliche Einbuße,
so schnell reduziert zu haben
ich wollte es aber zu lang nicht wahr haben.

Ich konnte kaum gehen vor Steifigkeit /Angespanntheit.
Die Füße abzurollen war katastrophal.

Das ist in meinem jetzigen Alter fatal weil Beweglichkeit wieder in den Gang zu bringen, dauert einfach länger.
Oder es hängt mit der anderen langen Medikamenten Therapie die dann folgte, zusammen.
Ich weiß es nicht und es ist egal, ich will jetzt im Gang bleiben.

Nach den Kaltenzug der 10 Jahre vor der Wiedereinnahme statt fand, war es körperlich anders;
nach den 9 Wochen stationär
ohne Bewegungsbereich
ich musste immer in Sicht sein wegen der Krampfgefahr.

Im Anschluss war ich so bewegungshungrig
ich habe, kaum entlassen noch sofort verabredet und stundenlang Badminton gespielt, bin Rad gefahren, Kilometer ohne Mühe.

Da war keine körperliche Fitness-Einbuße, ich war 4 Wochen krankgeschrieben um mir die SHG's und einen Arbeitsplatz zu organisieren.
Das ging ohne Probleme.

Mit den jetzigen Reduzieren bin ich fast täglich
stramm zufuß im Wald unterwegs.
Extra auf unebenen Wegen.

Undenkbar im letzten Jahr.

Es gibt seltener Tage wie heute, wo ich so müde bin
dass ich zurück ins Bett muss.

Ich komme zwar spät und schwierig hoch
da ich auch erst ab 1h einschlafen kann
aber dann kann ich los legen.

Ich hatte neulich eine Dosis die 10 Diazepsm entspricht, vergessen in die Medikamentenbox ein zusortieren.
Es fiel mir auf nach einer Woche ca. das das Tablettenfach zur Nacht 'anders' aus sah, da fehlte etwas

Es war eine halbe Lorazepam a' 0,5 mg.

Da war die Freude groß, ein guter Fehler !

ich habe sie nicht wieder hinzu gefügt und ich kann keine
großen Störungen verbuchen die dann folgten.

Ich drücke Dir die Daumen, Kevin !
Herzlich, Katharina
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von FineFinchen » Sonntag, 21.04.19, 22:05

Hi Kevin,

frohe Ostern!

Sag mal, mich würde ja interessieren, an was es bei Dir scheitert in winzigen Schritten abzusetzen. Magst Du das mal erzählen?

Vielleicht können wir gemeinsam an einer Lösung für Dich basteln. :hug:

Viele Grüße
Finchen
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von Rafa13 » Montag, 22.04.19, 14:09

Hallo Finchen, dir/euch auch schöne Feiertage.


Danke für dein Interesse ehrlich. Woran es scheitert? Am Glauben.

Ich freue mich aber sehr über dein Angebot bzw. die angenehmen Worte, das ist selten geworden, virtuell wie im realen Leben.



Alles Liebe und Gute, Kevin
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von Katharina » Montag, 22.04.19, 14:31

Lieber Kevin!

Ich habe nach der Bauchspeicheldrüsenenerkrankung
mit dem Suchttherapeut Diazepam in Tropfenform
ausgeschlichen.

Ohne Forum.

Ich habe zu der Zeit aufgehört hier zu schreiben, 2011,
da ich bevor sich die Bauchspeicheldrüsentzündung klar heraus bildete ca einen Monat davor schon zwei Krankenhaus-Aufenthalte hatte, insgesamt 4
Panik genug vor KH, Diazepam um das durchzu halten, einen letzten Rat vom 'kleinen Runden' hier übers Handy aus dem KH, als ich noch tippen und lesen konnte.

Daraufhin folgte eine Zeit in der ich das Handy nicht bedienen konnte schlechtes Sehen kleiner Bildschirm.
Ein kleines Samsung.

Als die KH-Zeit beendet war, reduzierte ich über ein Jahr
mit den Berater langsam und friedlich bis ich auf Null
war ohne den Druck eines Planes, sondern nach meiner Befindlichkeit;

nur eine Regel habe ich erstellt, keine Aufdosierung.

Ich erinnere das Hochgefühl damals, den letzten Tropfen abgesetzt zu haben.

Kevin, es ist für nichts nie zu spät.

🍀
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von Rafa13 » Montag, 22.04.19, 15:38

https://www.blick.ch/people-tv/internat ... 82085.html

Ein durchaus interessanter und kurzer Artikel über Avicii, der am 20.4. vor einem Jahr starb. Zeitgleich verschwand auch ein Dokumentarfilm vom Markt, wo er über seine Ängste, über seine Medikamente, über seine Behandlungen sprach - seltsam oder?

LG Kevin
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von Smilla » Montag, 22.04.19, 15:52

Hallo,

in dem Zusammenhang: Ich bin irritiert über Monica Cassini - Ist sie verstorben oder nicht? Mir ist, als hätte ich das früher gelesen, finde aber nichts mehr in der Richtung im Web (oder war es jemand anderes?).

Grüße, Smilla

P.S. Ich glaube, den Glauben kann man wiederfinden. Sobald man ernsthaft bereit ist, die letzte Halteleine loszulassen, die vermeintlich das Benzo gibt, hat man ihn.
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von Jamie » Montag, 22.04.19, 18:16

Hallo,

Monica Cassani hat sich zurück gezogen und will - was schmerzhaft ist - mit dem ganzen Psychopharmake Kram nix mehr zu tun haben.
Kann ich einerseits verstehen, weil sie Jahre so gelitten hat und jetzt ihr Leben auskosten will, aber ist halt auch bitter, weil man das Gefühl hat, eine Verbündete verloren zu haben.
Dass sie gestorben ist, wäre mir neu.

Grüße
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von FineFinchen » Montag, 22.04.19, 18:28

Rafa13 hat geschrieben:
Montag, 22.04.19, 14:09
Danke für dein Interesse ehrlich. Woran es scheitert? Am Glauben.

Ich freue mich aber sehr über dein Angebot bzw. die angenehmen Worte, das ist selten geworden, virtuell wie im realen Leben.
Hallo Kevin,

bitte hol Dir hier die Unterstützung, die Du brauchst, um das Ziel zu erreichen, das Du anstrebst. Ich durfte erfahren, dass ich mehr Hilfe bekommen habe, als ich mir je erhofft habe.
Versuch macht kluch und Hilfe beißt nicht :D :whistle: :wink:

Viele Grüße und einen schönen Restfeiertag
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von Rafa13 » Montag, 22.04.19, 19:11

Hallo Finchen,

danke für dein freundliches Angebot. Ich habe gesehen, du hast 6 mg Alprazolam innerhalb eines Jahres auf Null abgebaut, weiter hattest du Mirtazapin 75 mg und Lyrica. Drei berüchtigte Substanzen an denen andere schon an einer zerbrechen.

Deine PP-Geschichte ging 10 Jahre und deine Lebensumstände waren nicht gut, heißt Schicksalsschläge. Weiter bist du Mitte 40 gewesen 2015.

Also mich interessiert deine Geschichte sehr, weil ich kenne nichts vergleichbares, das meine ich ernst.

Arbeitest du wieder, bist du wieder belastbar, gibt es Nachwirkungen der Medikamente? Du schreibst auch es geht dir gut. Das alleine ist schon ungewöhnlich nach so einer langen Einnahmezeit.

Verzeih, dass ich frage, aber deine Geschichte ist für besonders, also vorab vielen Dank, ich habe auch deinen Ursprungsbeitrag teilweise gelesen, der endete aber glaub ich 2016 oder 2017, dann hast du vermutlich eher bei anderen geschrieben.

Also wenn du ein ähnliches Konzept hast für mich, dann schreib mir, weil wenn dir das gelungen ist, dann gibt es keine Ausreden für mich es auch zu schaffen, vielen Dank für deine Hilfe.

Mein Anliegen ist ehrlich gemeint, heißt ich zweifle nicht an deiner Geschichte, aber wie ich schon sagte, ich kenne niemand dem Ähnliches gelungen ist. Du schreibst auch ich solle langsam absetzen, was ist langsam für dich, du bist in einem Jahr aus dem Hochdosis Bereich auf Null gegangen.

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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von FineFinchen » Montag, 22.04.19, 19:19

Hallo Kevin,

da hast Du absolut recht. Ich hab in einer Geschwindigkeit eines nach dem anderen abgesetzt, ohne mir große Gedanken zu machen. Meine Geschichte habe ich nicht weitergeschrieben, weil ich niemandem ein Beispiel sein wollte. ich werde das ändern und meinem Thread auch noch das letzte Posting hinzufügen, dass meine Geschichte zu Ende erzählt.

Es geht mir tatsächlich wieder rund um gut, anders kann ich es nicht sagen. Ich habe ein anderes Leben, als ich es vorher hatte. Ich bin ausgeglichener, ruhe mehr in mir, sehe viele Dinge nicht mehr so dramatisch. Wahrscheinlich spielt das Alter da auch eine Rolle :wink:
Ich habe seit Monaten keine Panikattacke mehr gehabt. Einzig der Schlaf ist noch nicht wieder hergestellt. Aber gut, daran arbeite ich.

Ich glaube, ich bin eine Ausnahme. Ich hatte von allen Seiten Hilfe. Familie, Ärzte, Arbeitgeber, Krankenkasse. Dafür bin ich unendlich dankbar.

Deshalb schreibe ich hier auch wieder viel mehr. Ich habe jetzt wieder so viel Kraft, dass ich damit andere auf ihrem Weg unterstützen möchte.

Sodele, weiter wird's dann demnächst in meinem Thread gehen.

Viele Grüße
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von Rafa13 » Montag, 22.04.19, 19:28

Hallo Finchen,

danke dir für die rasche Antwort. Ich richte mich immer an denen aus, die Ungewöhnliches schaffen. Dass du etwas geschafft hast, was anderen nicht gelungen ist macht deine Geschichte besonders und nicht nur mir Mut und Hoffnung sondern sicher vielen anderen auch, weil ich bin sicher nicht der Einzige, der zügig absetzen möchte und das ist dir zweifelsohne gelungen.

Die Unterstützungen, die du hattest fallen bei mir weg, aber das soll keine Ausrede sein, es nicht zu versuchen. Ich bin gespannt auf vielleicht ein wenig mehr Details, weil daran kann man sich schon ein wenig orientieren, LG Kevin
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von Murmeline » Montag, 22.04.19, 20:28

Off Topic
Smilla hat geschrieben:
Montag, 22.04.19, 15:52
Hallo,

in dem Zusammenhang: Ich bin irritiert über Monica Cassini - Ist sie verstorben oder nicht? Mir ist, als hätte ich das früher gelesen, finde aber nichts mehr in der Richtung im Web (oder war es jemand anderes?).

Grüße, Smilla
Hallo smilla,

Du hast vermutlich in Erinnerung, dass Monica in einer lebensbedrohlichen Situation inklusive Aufenthalt auf der Intensivstation als Reaktion auf ein Medikament war.

Das war im Dezember 2017. ich hab alten Beiträge rausgesucht:
Murmeline hat geschrieben:
Montag, 16.04.18, 19:44
Off Topic
Hallo!

Monica Cassani hat einen Medikamentenmix genommen, die Auflistung und einen Blick in ihre Geschichte gibt es hier. http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 21#p103821

Sie hat diese Medikamente abgesetzt und geht noch ihren Heilungsweg, aktuell erlebt sie leider eine schlimme Phase, meiner Erinnerung nach ausgelöst durch Substanz, die sie zum Schlafen nahm und die zu einem Zusammenbruch führte.
Edit: siehe hier https://attentiontotheunseen.com/2018/0 ... direction/

Murmeline
Eva hat geschrieben:
Dienstag, 17.04.18, 8:52
Hallo,
Sie hat diese Medikamente abgesetzt und geht noch ihren Heilungsweg, aktuell erlebt sie leider eine schlimme Phase, meiner Erinnerung nach ausgelöst durch Substanz, die sie zum Schlafen nahm und die zu einem Zusammenbruch führte.
:cry: :shock: :cry:

Soviel zu dem "einen einzigen vorliegenden Beispiel" ... da bin ich offenbar sowas von daneben getreten. :( Cassinis Entwicklung beleuchtet nun genau die Schwierigkeit, die ich früher schon mal ansprach: Ab wann gilt man zu Recht als geheilt? Und selbst nach einer eventuellen Jahresangabe, wo liegt die Grenze für Erfolg?

Anscheinend genügt eine Verschreibung für den Schlaf, um einen wieder um so mehr herunterzureißen. Warum hat sie sich darauf wohl eingelassen, wohl wissend um die Gefahr? :o Die Crux mag sein, dass lange und kontinierlich fehlender Schlaf kaum zu ertragen ist und zudem ebenfalls krank macht; vermutlich war ihre Entscheidung nicht leichtfertig getroffen.

Betroffene Grüße,
Eva
LinLina hat geschrieben:
Dienstag, 17.04.18, 9:17
Hallo :-)

Sorry fürs weitere offtopic, aber nochmal zur Klarstellung zu Monica Cassani: Sie hatte laut des von Murmeline :-) verlinkten Textes einen lebensgefährlichen Abfall des Natrium-Blutspiegels, wahrscheinlich als Reaktion auf das Schlafmittel. Soweit ich weiß, kann das jedem passieren, dass als Reaktion auf manche Medikamente auch lebensgefährliche Komplikationen auftreten, das kann, muss aber gar nichts mit der Vorgeschichte mit Medikamenten und der Heilung zu tun haben.

Warum sie das nahm und was es war, können wir ja nicht wissen und daher auch nicht beurteilen. Wer ihre seite "beyond meds" kennt, weiß aber dass sie sich auf vielen Wegen und sehr viel Mut und Ausdauer sehr, sehr viel Heilung erkämpft und erfahren hat.

Liebe Grüße
Lina
Monica hatte eine ganze Weile ihre Website offline gestellt, aber inzwischen wieder aktiviert und sie kommentiert hin und wieder ihre alte Artikel und Erfahrungensberichte oder berichtet neues. Man kann daraus sehen, sie ist weiter auf den Weg.

Murmeline mit Grüßen
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Rafa 13: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von Smilla » Montag, 22.04.19, 20:36

Oh, vielen Dank, Murmeline!

Das war das, was ich meinte. Es freut mich, dass sie es überlebt hat.

Sorry für's Off topic.

LG Smilla

P.S. Rafa, ich finde Finchens Weg auch so unglaublich bemerkenswert. Er zeigt auf, was alles möglich ist. Wie sie schreibt, wusste sie noch nicht um die Gefahren, das kann fatal sein, aber auch gerade durch die Unbefangenheit war sie angstfreier, und das kann auf seine Weise zum Erfolg beitragen.
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Re: Rafa 13: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von FineFinchen » Montag, 22.04.19, 20:50

Smilla hat geschrieben:
Montag, 22.04.19, 20:36

P.S. Rafa, ich finde Finchens Weg auch so unglaublich bemerkenswert. Er zeigt auf, was alles möglich ist. Wie die schreibt,bewusste die noch nicht um die Gefahren, das kann fatal sein, aber auch gerade durch die Unbefangenheit angstfrei und damit erfolgreich sein lassen.
:D Liebe Smilla,

oh doch - ich wusste genau, was mir bevorstehen kann. Ich hatte mich nämlich hier angemeldet, bevor ich angefangen habe, das erste Medikament zu reduzieren... :)
Wahrscheinlich hat mich genau das so erfolgreich sein lassen. Das Wissen, was kommen kann - als nämlich das ein oder andere kam, war ich nicht erschreckt, sondern vorbereitet und konnte auf zusätzliche (äußere) Ressourcen zugreifen.

Ich erzähl Euch das in Ruhe. :pillowtalk: Wird wohl ein längerer Roman :D

Ich schicke viele Grüße und wünsche einen schönen Abend.
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Re: Rafa 13: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von Smilla » Montag, 22.04.19, 21:00

Ah, dann danke, Finchen, ich dachte ... 8-)

(Sorry für die vielen Fehler in Text oben, ich schreib von unterwegs mit einer blöden Autokorrektur.)

Bin schon gespannt auf den Roman :)

Sei lieb gegrüßt
von Smilla
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FineFinchen
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