Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

Aktuell: wenn Du Interesse am Aufbau oder der Teilnahme in einer lokalen Selbsthilfegruppe hast, schau bitte in unsere Rubrik "Selbsthilfegruppen". Wir wollen Angebot und Nachfrage zusammenführen und unser virtuelles Anliegen in Form von persönlichen Treffen und Austausch auf "lebendige Füße" stellen.

Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Das kann eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lest euch auch zunächst selbst in unsere grundlegende Absetzinfos ein.
Ausführlicher Artikel zu Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Das ADFD Team

Wie Oxazepam absetzen?

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
graue_katze
Beiträge: 20
Registriert: Freitag, 08.07.16, 11:51

Wie Oxazepam absetzen?

Beitrag von graue_katze » Freitag, 08.07.16, 12:17

Hallo erstmal zusammen,
ich habe ein ganz ähnliches Problem: kurz zu meiner Geschichte:
  • In den Jahren 2014 und 2015 schwere Depressionen, Angst- und Zwangsstörung inkl. mehrerer Klinikaufenthalte in Psychiatrie und Psychosomatik; danach ambulante Psychotherapie (Verhaltenstherapie)
    Seit September 2015 auf dem aufsteigenden Angst, jedoch Schlafprobleme nicht in den Griff bekommen:
    Mai 2015-Februar 2016 : Zopiclon, erst 3,75 mg, später 7,5 mg.
    Im Februar 2016 wegen Wirkverlust des Zopiclons und besserer Ausschleichbarkeit des Oxazepams auf
    Oxazepam 30 mg abends zur Nacht umgestellt
    Seither langsames Ausschleichen: 30 mg --> 25 mg --> 20 mg --> 15 mg. Dabei immer wieder versucht, auf müdemachende AD oder NL umzusteigen. Jedoch hat damals keines angeschlagen (Olanzapin, Quetiapin, Trimipramin, Valdoxan).
    Seit dieser Woche habe ich Pipamperon (Dipiperon, niederpotentes NL) 40 mg bekommen, was mich gut müde macht und mich 5-6 Stunden schlafen lässt.
Meine Frage: Nächster Schritt Oxazepam von 15 mg auf 10 mg runter? Kann man das Oxazepam weiter so ausschleichen bis auf Null ohne auf Diazepam umzustellen? Die Umstellung würde ich mir gerne ersparen.

Danke für eure Hilfe.
piloto


Stand 8. Juli 2016
Venlafaxin 262,5-0-0-0
Risperidon 1-1-0,5-0
Valdoxan 0-0-0-40
Pipamperon 0-0-0-40
Oxazepam 0-0-0-10

padma
Team
Beiträge: 16611
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 41897 Mal
Danksagung erhalten: 22150 Mal

Re: Wie Oxazepam absetzen?

Beitrag von padma » Freitag, 08.07.16, 13:13

hallo graue Katze, :)

willkommen im ADFD.

Schön, dass du schon die Hälfte des Oxazepams abgesetzt hast. :D
Und dass du mithilfe von Therapie deine Ängste etc. erfolgreich bearbeiten konntest :D
Meine Frage: Nächster Schritt Oxazepam von 15 mg auf 10 mg runter?
Der Schritt ist zu gross. Wir empfehlen Reduktionen von nicht mehr als 10 %, bei Benzos nach Ashton alle 1 - 4 Wochen. Wobei 1 Woche sehr knapp bemessen ist, ich würde mindestens 2 Wochen warten.
Kann man das Oxazepam weiter so ausschleichen bis auf Null ohne auf Diazepam umzustellen?
Du kannst auf jeden Fall versuchen soweit wie möglich direkt mit Oxazepam abzusetzen. Lisamarie :) setzt ebenfalls direkt mit Oxazepam ab, hier ihr thread http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=8491

Kleine Dosierungen kannst du entweder mit der Wasserlösemethode oder mit Hilfe einer Feinwaage herstellen

Deine andere Medikation ist auch nicht ohne :shock:
Man sollte immer nur ein Medikament zu einer Zeit verändern. Was mir jedoch ins Auge sticht, ist das Valdoxan. Es hilft dir nicht zum Schlafen, du hast also keinerlei Gewinn davon. Aber ist sehr lebertoxisch! Es müssen unbedingt engmaschig die Leberwerte überprüft werden. Ich würde darüber nachdenken, ob du es schrittweise zuerst absetzt, bevor du Oxazepam weiter ausschleichst.

Des weiteren nimmst du Venlafaxin in einer sehr hohen Dosis. Wenn diie sedierende Wirkung des Oxazepam durch die Reduktion weniger wird, kommt möglicherweise die puschende Wirkung des Venlafaxin mehr zu tragen. Möglicherweise müsste auch da dann die Dosis nach unten angepasst werden.

Du erscheinst mir völlig überdosiert, wahrscheinlich werden die NW von einem Medikament mit dem nächsten gedeckelt.
Wie kam es dazu, dass du soviele Psychopharmaka bekommen hast?
Warum das Risperidon?

Du bist jetzt freigeschaltet für das Erstellen einer Signatur. Das ist für uns ganz wichtig
Anleitung: http://www.adfd.org/austausch/app.php/rules Punkt 2c

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 4):
SunnyroseAnnanasJamiesigli
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.01.2019: 0,1 mg :D



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Jamie
Team
Beiträge: 16746
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 21465 Mal
Danksagung erhalten: 28041 Mal

Re: Wie Oxazepam absetzen?

Beitrag von Jamie » Freitag, 08.07.16, 18:48

Hallo graue Katze,

willkommen im Forum :).

Das sind sehr viele Medikamente, die du nimmst. Was war denn der Grund der Einnahme?
Was hat es mit den Schlafstörungen auf sich? Kamen die plötzlich? Waren die immer schon da?

Ich halte dich, wie padma, ehrlich gesagt für ziemlich vollgedröhnt und würde mir für dich wünschen, dass es vielleicht irgendwann mit weniger (oder gar keinen? :party2: ) Medikamenten geht.
Venlafaxin ist in dieser Dosis stark antriebssteigernd; kann es sein, dass das für die Schlafstörungen verantwortlich ist?

Du hast geschrieben / aufgelistet, Valdoxan zu nehmen, aber nicht davon zu profitieren. Warum nimmst du es weiter?
Valdoxan ist potentiell stark lebertoxisch und verursacht vielen Übelkeit; es hat eine extrem bescheidene Nutzen-Risiko-Bilanz und wenn ich mal grob überschlage, dann haben von 20 ADFD´lern uns 19 berichtet, dass es überhaupt nicht wirkt / hilft (was auch kein Wunder ist, weil es nur durch Betrügereien des Herstellers Servier zugelassen wurde) [nicht-Einreichen der Negativstudien, die die Positivstudien bei weitem überwogen; aber das ist nicht nur bei Servier ein Problem, sondern eine Lücke in der Gesetzgebung].

Wenn du Oxazepam weiter absetzt, solltest du kleinschrittiger vorgehen. Mit der Wasserlösemethode kannst du feine Dosen hinbekommen.
viewtopic.php?f=16&t=7936

Und zwischendrin muss dann immer wieder überprüft werden, ob die anderen Medikamente angepasst werden müssen.

Grüße
Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag (Insgesamt 4):
siglipadmaAnnanasSunnyrose
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

graue_katze
Beiträge: 20
Registriert: Freitag, 08.07.16, 11:51

Re: Wie Oxazepam absetzen?

Beitrag von graue_katze » Samstag, 09.07.16, 11:55

Hallo padma und jamie,
lieben Dank für eure Rückmeldung. Ich will versuchen, alles zu beantworten.
Der Schritt ist zu gross.
Die Wasserlösemethode kenne ich noch nicht. Ist das denn medizinisch "zugelassen"? Ich werde nächste Woche meine Ärztin fragen. Ich hab es jetzt einfach ausprobiert und bin mit dem Oxazepam vorgestern von 0-0-0-15 auf 0-0-0-10 und vertrage es bisher gut. Konnte keinen schlechteren Schlaf feststellen. Der nächste Schritt könnte dann auf 0-0-0-7,5 gehen, da sich das Oxazepam 10 mg von ratiopharm vierteln lässt. Ich hoffe, mit dem Pipamperon nun endlich etwas Müdemachendes ohne Suchtpotential gefunden zu haben.
Deine andere Medikation ist auch nicht ohne
Ja, ich habe dort eine Hammerkombination. Zum einen, weil es mit in der Klinikzeit tatsächlich extrem schlecht ging, zum anderen, weil ich Medikamente wohl sehr schnell verstoffwechsele. Ziel ist aber ganz klar, in Zukunft etwas zu reduzieren und noch mehr meiner Therapeutin und ihren Gesprächen und Methoden zu vertrauen.
Was mir jedoch ins Auge sticht, ist das Valdoxan.
Das Valdoxan nehme ich seit Anfang des Jahres mit dem Ziel, besser zu schlafen (kein Suchtpotential). Das hat aber nicht funktioniert. Somit bin ich völlig bei euch, hier anzusetzen und es auszuschleichen. Werde auch dazu nächste Woche meine Ärztin befragen bzw. die Oberärztin der Ambulanz. Lebwerte (yGT, GPT, GOT) werden regelmäßig kontrolliert und schwanken zwischen dem Normbereich und einer minimalen Erhöhung.
Des weiteren nimmst du Venlafaxin in einer sehr hohen Dosis.
Venlafaxin ist, soweit ich weiß, bis zu einer Tagesdosis von 375 mg zugelassen. Es ist schon ein paar Mal der Spiegel des Venlafaxins im meinem Blut gemessen worden. Er war immer genau in der Mitte des therapeutischen Bereiches. Und wie gesagt, verstoffwechsele ich das Zeug wohl sehr schnell. Dennoch ist nicht ausgeschlossen, dass das Venlafaxin für die Schlafstörungen, zumindest teilweise, verantwortlich ist. Das kann ich aber im Moment nicht aufklären, weil ich die antidepressive Wirkung einfach brauche.
Warum das Risperidon?
Das Risperdion ist natürlich der Hammer schlechthin. Hochpotentes NL. Es hat mir in meiner Klinikzeit aber sehr gut gegen Gedankenrasen und Ängste geholfen. Außerdem wirkt es auch sehr gut gegen Zwänge. Nicht erschrecken: ich war in der Akutphase schon auf 5 mg täglich, weil es nicht anders ging. Die aktuellen 2,5 mg Tagesdosis sind eher eine Erhaltungsdosis. Wobei man natürlich über einen Schritt von 1-1-0,5-0 auf 1-0,5-0,5-0 nachdenken kann. Aber eins nach dem anderen. :schnecke:
Was hat es mit den Schlafstörungen auf sich? Kamen die plötzlich? Waren die immer schon da?
Die Schlafstörungen kamen im Mai 2015.

Freu mich auf eure Rückmeldungen und bin jetzt schon hochmotiviert ! :)
Diagnosen:

Depressionen (schwer), Zwangsstörung, Schlafstörung


Medikation: (Mai 2017)

Venlafaxin retard 225-0-0-0
Risperidon 1-1-0-0
Quetiapin unret. 0-0-0-100


bereits abgesetzt:

Zopiclon, Mai 15 - Feb 16, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-15
Oxazepam, Feb 16 - Nov 16, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-30
Valdoxan, Feb 16 - Apr 17, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-50
Pipamperon, Feb 16 - Mai 17, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-40
Pantoprazol, Mai 15 - Dez 16, Höchstdosis zeitweise: 40-0-0-0

padma
Team
Beiträge: 16611
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: Wie Oxazepam absetzen?

Beitrag von padma » Samstag, 09.07.16, 18:37

hallo graue Katze, :)
Ziel ist aber ganz klar, in Zukunft etwas zu reduzieren und noch mehr meiner Therapeutin und ihren Gesprächen und Methoden zu vertrauen.
Psychopharmaka stellen auf Dauer keine Lösung dar. Sie können nicht heilen, und je länger man sie nimmt um so problematischer werden sie. Gut, dass du reduzieren möchtest.
Du findest viele kritische Infos zu Psychopharmaka, die oft verschwiegen werden, in unserem Hintergrundsbereich
http://www.adfd.org/austausch/viewforum.php?f=6

Therapie ist da der bessere und nachhaltigere Weg. Gut, dass du da dabei bist.
Die Wasserlösemethode kenne ich noch nicht. Ist das denn medizinisch "zugelassen"? Ich werde nächste Woche meine Ärztin fragen.
Sie funktioniert bei Oxazepam erprobtermassen. Lisamarie :) arbeitet erfolgreich damit. Ärzte kennen sie oft nicht.
Ich hoffe, mit dem Pipamperon nun endlich etwas Müdemachendes ohne Suchtpotential gefunden zu haben.
Sämtliche Psychopharmaka erzeugen eine körperliche Abhängigkeit. Die Pharmaindustrie vermeidet diesesn Begriff und spricht lieber von Gewöhnung. Pipamperon macht keine psychische Abhängigkeit, in diesem Sinn hat es kein Suchtpotential.
Das Valdoxan nehme ich seit Anfang des Jahres mit dem Ziel, besser zu schlafen (kein Suchtpotential).
Hier gilt das gleiche. Es macht körperlich abhängig.
Das hat aber nicht funktioniert. Somit bin ich völlig bei euch, hier anzusetzen und es auszuschleichen.
Dazu würde ich sehr raten.
Venlafaxin ist, soweit ich weiß, bis zu einer Tagesdosis von 375 mg zugelassen.
Die ambulant zugelassene Höchstdosis ist 300 mg.
Es ist schon ein paar Mal der Spiegel des Venlafaxins im meinem Blut gemessen worden. Er war immer genau in der Mitte des therapeutischen Bereiches
Das ist nur bedingt aussagekräftigt. Entscheidend ist ja die Wirkonzentration im Gehirn und die lässt sich nicht messen.
Schau dir hier mal die Kurve der Serotonintransporterbelegung an http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 15#p105715 (zur Erklärung hochscrollen) Der Unterschied zwischen 240 mg und 100 mg ist nur minimal.
Nicht erschrecken: ich war in der Akutphase schon auf 5 mg täglich, weil es nicht anders ging. Die aktuellen 2,5 mg Tagesdosis sind eher eine Erhaltungsdosis.
Dann sind die 2,5 mg schon mal ein Fortschritt.
Wobei man natürlich über einen Schritt von 1-1-0,5-0 auf 1-0,5-0,5-0 nachdenken kann. Aber eins nach dem anderen. :schnecke:
Auch bei NL emfehlen wir Reduktionen um nicht mehr als 10 %.
nächste Schritte:
Valdoxan 0-0-0-25
Oxazepam 0-0-0-7,5
Reduziere bitte nur eins von beiden.
Beim Valoxan ist eine Reduktion um 50% eigentlich auch zu gross. Anbetracht der Menge an Medikamenten, die du nimmst, vielleicht vertretbar.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.01.2019: 0,1 mg :D



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Lisamarie
Beiträge: 9431
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16
Hat sich bedankt: 3548 Mal
Danksagung erhalten: 9391 Mal

Re: Wie Oxazepam absetzen?

Beitrag von Lisamarie » Mittwoch, 13.07.16, 8:47

Hallo graue Maus. Ich setze auch Oxazapam direkt ab ohne auf Diazepam oder anderes umzustellen. Die Wasserlösmethode funktioniert gut beim Oxazepam , ich verlink sie dir nochmals
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=7936

Ich würde allerdings auch erst das Valdoxan absetzen, da gilt dann alle vier bis sechs Wochen 10%, allerdings wie Jamie schon schrieb kann da auch durchaus ein größerer Schritt gelingen.

Psychopharmaka heilen nie sondern Deckeln im Höchstfall Symptome und sie machen natürlich körperlich abhängig ,egal ob AD oder Neuroleptika, wenn sie das nicht täten könnte man sie ja von heute auf morgen einfach weglassen. Und das kann man beileibe nicht ohne in der Absetzhölle zu landen. Und müssen daher langsam und vorsichtig wieder vom Körper entwöhnt werden. Das steht ja inzwischen auch in dem Beipackzettel das sie ausgeschlichen werden müssen. Bei den vielen Psychopharmaka die du nimmst müsstest du dich über ein Absetzen von mehreren Jahren gefasst machen.
Lg Petra
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Lisamarie für den Beitrag (Insgesamt 2):
padmaJamie
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen

graue_katze
Beiträge: 20
Registriert: Freitag, 08.07.16, 11:51

Re: Wie Oxazepam absetzen?

Beitrag von graue_katze » Samstag, 30.07.16, 15:17

Reduziere bitte nur eins von beiden.
Beim Valoxan ist eine Reduktion um 50% eigentlich auch zu gross. Anbetracht der Menge an Medikamenten, die du nimmst, vielleicht vertretbar.
Ich habe mit meiner Ärztin gesprochen. Sie möchte, dass ich zuerst das Oxazepam absetze. Auch die betreuende Oberärztin macht inzwischen Stress, damit ich so schnell wie möglich vom Oxazepam wegkomme. Das Valdoxan wäre dann der nächste Schritt.

Ich will mich aber nicht stressen lassen, sondern in aller Ruhe und in ganz kleinen Schritten ausschleichen.

In der Zwischenzeit hatte ich eine kleine "Schwächephase" (beruflich bedingt), weswegen ich nicht weiter reduziert habe, sondern immer noch bei 10 mg abends stehe (0-0-0-10). In den nächsten Tagen werde ich auf 7,5 gehen.
Bei den vielen Psychopharmaka die du nimmst müsstest du dich über ein Absetzen von mehreren Jahren gefasst machen.
Ich möchte nur das Oxazepam und das Valdoxan loswerden. Des Rest brauche ich nach wie vor.
Die Wasserlösmethode funktioniert gut beim Oxazepam
Danke, werde ich mir anschauen.

Gute Diskussion hier ! :)
Diagnosen:

Depressionen (schwer), Zwangsstörung, Schlafstörung


Medikation: (Mai 2017)

Venlafaxin retard 225-0-0-0
Risperidon 1-1-0-0
Quetiapin unret. 0-0-0-100


bereits abgesetzt:

Zopiclon, Mai 15 - Feb 16, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-15
Oxazepam, Feb 16 - Nov 16, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-30
Valdoxan, Feb 16 - Apr 17, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-50
Pipamperon, Feb 16 - Mai 17, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-40
Pantoprazol, Mai 15 - Dez 16, Höchstdosis zeitweise: 40-0-0-0

graue_katze
Beiträge: 20
Registriert: Freitag, 08.07.16, 11:51

Re: Wie Oxazepam absetzen?

Beitrag von graue_katze » Freitag, 05.08.16, 14:44

So, liebe Forumsgemeinde....
Da ich gerade sehr gut und viel schlafe, werde ich heute mit dem Oxazepam von 0-0-0-10 auf 0-0-0-7,5 gehen.
Die 10-mg-Version von ratiopharm lässt sich Gott sei Dank vierteln.
Ich werde berichten...

P.S. Leberwerte vom 14. Juli:

GOT: 31 (Grenzwert: >50)
GPT: 35 (Grenzwert: >50)
y-GT: 38 (Grenzwert: >60)
Diagnosen:

Depressionen (schwer), Zwangsstörung, Schlafstörung


Medikation: (Mai 2017)

Venlafaxin retard 225-0-0-0
Risperidon 1-1-0-0
Quetiapin unret. 0-0-0-100


bereits abgesetzt:

Zopiclon, Mai 15 - Feb 16, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-15
Oxazepam, Feb 16 - Nov 16, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-30
Valdoxan, Feb 16 - Apr 17, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-50
Pipamperon, Feb 16 - Mai 17, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-40
Pantoprazol, Mai 15 - Dez 16, Höchstdosis zeitweise: 40-0-0-0

Murmeline
Team
Beiträge: 13768
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50
Hat sich bedankt: 14979 Mal
Danksagung erhalten: 14042 Mal

Re: Wie Oxazepam absetzen?

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 07.08.16, 7:40

Hallo Graue Katze,

es wäre super, wenn Du in die Signatur auch die letzten Reduktionsschritte einträgst. Du hast ja schon bei einzelnen Mitteln in den letzten vier Wochen schon Änderungen gemacht, sehe ich das richtig?
Auch die betreuende Oberärztin macht inzwischen Stress, damit ich so schnell wie möglich vom Oxazepam wegkomme.
Bei Benzodiazepinen gibt es einen besseren Diskurs, dass diese abhängig machen (körperlich und psychisch). Deshalb lönnte ich mir vorstellen, dass die Ärzte hiermit anfangen wollen.

Ich hoffe, Du kommst mit der weiteren Reduktion um ein Viertel zurecht.

Hier noch die Infos, welche Symptome der Hersteller benennt, damit Du es ggf. einordnen kannst, wenn es Dir schlechter geht:
Behandlungsdauer
Die Behandlungsdauer soll so kurz wie möglich sein (siehe Abschnitt 4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung). Zu Beginn der Therapie sollte der behandelnde Arzt die individuelle Reaktion des Patienten auf das Arzneimittel kontrollieren, um eine relative Überdosierung
möglichst schnell erkennen zu können. Dies gilt insbesondere für die aufgeführten Risikopatienten. Bei längerer Behandlungsdauer werden zudem Kontrollen des Blutbildes und der Leber- und Nierenfunktion empfohlen. Weiters sollten den Patienten – gegebenenfalls unter Berücksichtigung der spezifischen Lebenssituation, z.B. Berufstätigkeit – genaue Verhaltensanweisungen für den Alltag gegeben werden.
Schläfrigkeit, die nach abendlicher Einnahme auch am folgenden Tag anhalten kann (Hang-over-Effekt), ist möglich.
Toleranzentwicklung
Nach Einnahme von Benzodiazepinen über einige Wochen kann es zu einer Abschwächung der Wirksamkeit (Toleranz) kommen.
Abhängigkeit
Die Anwendung von Benzodiazepinen kann zur Entwicklung von psychischer und physischer Abhängigkeit führen. Bereits bei täglicher Einnahme über wenige Wochen ist die Gefahr einer Abhängigkeitsentwicklung gegeben. Dies gilt nicht nur für die missbräuchliche Anwendung besonders hoher Dosen, sondern bereits auch für den therapeutischen Dosisbereich. Das Risiko einer Abhängigkeit steigt mit der Dosis und der Dauer der Behandlung und ist insbesondere bei Patienten mit Alkohol-, Arzneimittel- oder Drogenmissbrauch in der Anamnese erhöht.

Wenn sich eine körperliche Abhängigkeit entwickelt hat, wird ein plötzlicher Abbruch der Behandlung von Entzugssymptomen beglei
tet (siehe Abschnitt 4.8 Nebenwirkungen). Diese können sich in Schlafstörungen, vermehrten Träumen, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, außergewöhnlicher Angst, Schwitzen, Zittern, Spannungszuständen, innerer Unruhe, Stimmungswechsel, Verwirrtheit und Reizbarkeit äußern. In schweren Fällen können aßerdem bedrohliche körperliche und seelische Reaktionen auftreten, wie Realitätsverlust, Persönlichkeitsstörungen, Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen und körperlichem Kontakt, Taubheit und Parästhesien in den Extremitäten, Halluzinationen, Entzugsdelir oder epileptische Anfälle.
Vorübergehende Syndrome wie Rebound-Schlaflosigkeit und Ängstlichkeit können auftreten, wobei die Symptome, die zur Therapie mit Benzodiazepinen geführt haben, bei Absetzen der Therapie in verstärkter Form wieder auftreten. Diese können von anderen Reaktionen wie. z.B. Veränderungen der Stimmungslage, Ängstlichkeit, Schlafstörungen und Unruhe begleitet sein. Nach längerer Einnahmedauer sollte daher beim Absetzen von Oxazepam die Dosis schrittweise reduziert werden, um diese Phänomene zu vermeiden
http://www.pharmazie.com/graphic/A/28/0-13128.pdf

Idealerweise reguliert sich das, wenn es auftritt, nach einer Übergangszeit wieder. Wenn Symptome zu heftig sind und länger andauern, muss man schauen, dass man wieder Stabilität reinbekommt und ggf. die Schritet anpassen.

Grüße, Murmeline
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag:
Sunnyrose
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

graue_katze
Beiträge: 20
Registriert: Freitag, 08.07.16, 11:51

Re: Wie Oxazepam absetzen?

Beitrag von graue_katze » Dienstag, 09.08.16, 17:09

es wäre super, wenn Du in die Signatur auch die letzten Reduktionsschritte einträgst.
Klar, ist schon erledigt.

Du hast ja schon bei einzelnen Mitteln in den letzten vier Wochen schon Änderungen gemacht, sehe ich das richtig?
Nene, es wurde nur das Oxazepam letzte Woche Freitag reduziert.

Ich hoffe, Du kommst mit der weiteren Reduktion um ein Viertel zurecht.
Bisher komme ich gut damit zurecht. Keinerlei Absetzsymptome. Meint ihr, dass da, nach 4 guten Nächten mit 5-6 Stunden Schlaf, noch was kommt?
Ich werde mir die Liste NICHT durchlesen. :whistle:

P.S. Ich mache seit 8 Tagen PMR. Vielleicht hilft das auch dabei...
Diagnosen:

Depressionen (schwer), Zwangsstörung, Schlafstörung


Medikation: (Mai 2017)

Venlafaxin retard 225-0-0-0
Risperidon 1-1-0-0
Quetiapin unret. 0-0-0-100


bereits abgesetzt:

Zopiclon, Mai 15 - Feb 16, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-15
Oxazepam, Feb 16 - Nov 16, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-30
Valdoxan, Feb 16 - Apr 17, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-50
Pipamperon, Feb 16 - Mai 17, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-40
Pantoprazol, Mai 15 - Dez 16, Höchstdosis zeitweise: 40-0-0-0

Lisamarie
Beiträge: 9431
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16

Re: Wie Oxazepam absetzen?

Beitrag von Lisamarie » Dienstag, 09.08.16, 19:41

Hallo graue Katze, ich denke nicht das noch was nachkommt. Ich setze Oxazepam ab, nehme aber nur das und ich denke deine anderen Medikamente federn den Entzug ab. Bei mir kommen Entzugssymthome zwischen 2 und 5 ten Tag.
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen

graue_katze
Beiträge: 20
Registriert: Freitag, 08.07.16, 11:51

Re: Wie Oxazepam absetzen?

Beitrag von graue_katze » Mittwoch, 10.08.16, 13:15

Hallo Petra,
setzt du mit der Wasserlösemethode ab?
Den nächsten Schritt werde ich wahrscheinlich auch so machen. Allerdings bin ich noch etwas skeptisch, d.h. ich möchte erst mit meiner Ärztin darüber sprechen.
Du steckst aktuell bei 12,5 mg Diazepamäquivalenzdosis, d.h. 25 mg Oxazepam?
Liebe Grüße
Die graue Katze
Diagnosen:

Depressionen (schwer), Zwangsstörung, Schlafstörung


Medikation: (Mai 2017)

Venlafaxin retard 225-0-0-0
Risperidon 1-1-0-0
Quetiapin unret. 0-0-0-100


bereits abgesetzt:

Zopiclon, Mai 15 - Feb 16, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-15
Oxazepam, Feb 16 - Nov 16, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-30
Valdoxan, Feb 16 - Apr 17, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-50
Pipamperon, Feb 16 - Mai 17, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-40
Pantoprazol, Mai 15 - Dez 16, Höchstdosis zeitweise: 40-0-0-0

Lisamarie
Beiträge: 9431
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16

Re: Wie Oxazepam absetzen?

Beitrag von Lisamarie » Mittwoch, 10.08.16, 17:34

Hallo Katze, ich setze mit der Wasserlösmethode ab , hab aber auch ne Feinwaage , je nach Gusto. Beide Methoden klappen prima, ich bezweifle das Ärzte die kennen. Und ja bin bei 25 mg Oxazepam.
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen

graue_katze
Beiträge: 20
Registriert: Freitag, 08.07.16, 11:51

Re: Wie Oxazepam absetzen?

Beitrag von graue_katze » Montag, 05.09.16, 21:21

Hallo zusammen,
vor 10 Tagen bin ich mit dem Oxazepam von 0-0-0-7,5 auf 0-0-0-5 runter. Alles gut. Keine Entzugssymptome. Schlaf ist ok. Ende September der nächste Schritt.
Und das alles trotz Beziehungsproblemen.... :whistle:
Diagnosen:

Depressionen (schwer), Zwangsstörung, Schlafstörung


Medikation: (Mai 2017)

Venlafaxin retard 225-0-0-0
Risperidon 1-1-0-0
Quetiapin unret. 0-0-0-100


bereits abgesetzt:

Zopiclon, Mai 15 - Feb 16, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-15
Oxazepam, Feb 16 - Nov 16, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-30
Valdoxan, Feb 16 - Apr 17, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-50
Pipamperon, Feb 16 - Mai 17, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-40
Pantoprazol, Mai 15 - Dez 16, Höchstdosis zeitweise: 40-0-0-0

Lisamarie
Beiträge: 9431
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16

Re: Wie Oxazepam absetzen?

Beitrag von Lisamarie » Dienstag, 06.09.16, 7:00

Hallo graue Katze, das hört sich gut an. Das mit den Beziehungsproblemen tut mir leid, ich hoffe es klärt sich bald.
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen

graue_katze
Beiträge: 20
Registriert: Freitag, 08.07.16, 11:51

Re: Wie Oxazepam absetzen?

Beitrag von graue_katze » Montag, 10.10.16, 17:41

Hallo zusammen,
nachdem ich jetzt schon 3 Wochen lang nur noch 2,5 mg vom Oxazepam genommen hatte, habe ich es gestern Abend zum ersten Mal ganz weggelassen. Das war auch mit meiner Psychiaterin so abgestimmt. Mit 2,5 mg konnte ich gut und ausreichend, meist sogar durchschlafen. Heute Nacht war eine Katastrophe. Lag stundenlang im Halbschlaf da, nicht richtig wach und nicht richtig geschlafen. Zudem merke ich, wie ich heute tagsüber stark die Zähne zusammenbeiße und üble Kopfschmerzen hab. Außerdem fühle ich mich etwas unsicher auf den Beinen. Habt ihr Tipps für heute Abend? Hab etwas Bammel, will es aber unbedingt schaffen!

P.S. Vermute mal, dass eine schlechte Nacht noch keinen Weltuntergang bedeutet, aber ich mach mir Sorgen; auch wenn Gott sei Dank etwas Stolz und Motivation dabei sind. Signatur wird noch angepasst :whistle:
Diagnosen:

Depressionen (schwer), Zwangsstörung, Schlafstörung


Medikation: (Mai 2017)

Venlafaxin retard 225-0-0-0
Risperidon 1-1-0-0
Quetiapin unret. 0-0-0-100


bereits abgesetzt:

Zopiclon, Mai 15 - Feb 16, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-15
Oxazepam, Feb 16 - Nov 16, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-30
Valdoxan, Feb 16 - Apr 17, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-50
Pipamperon, Feb 16 - Mai 17, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-40
Pantoprazol, Mai 15 - Dez 16, Höchstdosis zeitweise: 40-0-0-0

sigli
Beiträge: 1418
Registriert: Mittwoch, 07.08.13, 9:52
Hat sich bedankt: 1158 Mal
Danksagung erhalten: 2306 Mal

Re: Wie Oxazepam absetzen?

Beitrag von sigli » Montag, 10.10.16, 17:55

Hallo graue_katze,

2,5 Oxacepam entsprechen etwa 1,25 Diazepam. Von 1,25 Diazepam auf Null wäre für mich nicht möglich gewesen. Ich möchte dir aber nicht reinreden. ich sage nur, dass es im letzten Reduktionsschritt wirklich ein großer Schritt ist.

Ich gehe davon aus, dass deine Symptome noch ein Zeit dauern. Wäre es nicht möglich gewesen, diese 2,5 Oxacepam nochmal zu halbieren?

lg von Sigli
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor sigli für den Beitrag (Insgesamt 2):
AnnanasSunnyrose
Wer kämpft, kann verlieren, wer aufgibt, hat schon verloren.

2.4.2018: Diazepam: 0 mg
► Text zeigen

graue_katze
Beiträge: 20
Registriert: Freitag, 08.07.16, 11:51

Re: Wie Oxazepam absetzen?

Beitrag von graue_katze » Montag, 10.10.16, 18:44

N'Abend Sigli,
danke für deine Einschätzung. Für mich "hören" sich 1,25 mg Diazepam recht wenig an.
Aber meine beiden Ärztinnen haben gesagt, dass es nun Zeit zum Weglassen ist (Ok, sie lagen mit ihren Einschätzungen auch schon daneben.)
Nein, kleiner als 2,5 mg kann ich auf herkömmlichen Wege nicht herstellen.
Soll heißen, dass ich die 10 mg Tabletten von ratiopharm schon geviertelt hatte.
Eine Möglichkeit wäre noch die Wasserlösemethode....
Diagnosen:

Depressionen (schwer), Zwangsstörung, Schlafstörung


Medikation: (Mai 2017)

Venlafaxin retard 225-0-0-0
Risperidon 1-1-0-0
Quetiapin unret. 0-0-0-100


bereits abgesetzt:

Zopiclon, Mai 15 - Feb 16, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-15
Oxazepam, Feb 16 - Nov 16, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-30
Valdoxan, Feb 16 - Apr 17, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-50
Pipamperon, Feb 16 - Mai 17, Höchstdosis zeitweise: 0-0-0-40
Pantoprazol, Mai 15 - Dez 16, Höchstdosis zeitweise: 40-0-0-0

sigli
Beiträge: 1418
Registriert: Mittwoch, 07.08.13, 9:52
Hat sich bedankt: 1158 Mal
Danksagung erhalten: 2306 Mal

Re: Wie Oxazepam absetzen?

Beitrag von sigli » Montag, 10.10.16, 19:37

Hallo graue_Katze,

vielleicht kommst du ja klar mit dieser letzten Reduktion. Ich wollte dich nicht beängstigen. Ich gehe auch immer von mir persönlich aus. Wie lange und wie hoch hast du denn das Oxacepam genommen? Das wäre natürlich auch sehr wichtig, um alles einzuschätzen.

Ich persönlich habe über 20 Jahre Benzos genommen und 2013 von dem alten Benzo, das vom Markt genommen wurde, auf Diazepam substituiert. Jetzt bzw. damals hatte ich dann erkannt, dass ich wegen der langen HWZ erstmalig die Gelegenheit hatte, davon weg zu kommen.

Ich habe von Anfang an sehr langsam abdosiert. Und das letzte mg bereitet mir nicht wenig Schwierigkeiten. Aber ich kann nicht immer von mir auf andere schließen. Bei dir kann alles ganz anders sein. Es ist wirklich das letzte, das ich will, dass du dich verunsichert fühlst.

lg von Sigli
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor sigli für den Beitrag:
Sunnyrose
Wer kämpft, kann verlieren, wer aufgibt, hat schon verloren.

2.4.2018: Diazepam: 0 mg
► Text zeigen

Lisamarie
Beiträge: 9431
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16

Re: Wie Oxazepam absetzen?

Beitrag von Lisamarie » Dienstag, 11.10.16, 11:27

Hallo graue Katze, versuch es es wegzulassen, wenn das klappt ist es gut, wenn nicht kannst du ja wie von Sigli vorgeschlagen erstmal noch einen Zwischenschritt machen. Mit der Wasserlösmethode ist es möglich jede beliebige kleine Menge herzustellen, ich dosiere auch Oxazepam ab und verwende die Wasserlösmethode. Versuch macht kluch.
Ich wünsch dir viel Glück das es mit dem Weglassen klappt.
lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen

Antworten