Klick auf das Kreuzchen, wenn Du die Meldung gelesen hast ->

Achtung: In der nächsten Zeit kann es zu unangekündigten und längeren Ausfällen des Forums kommen. Mehr infos in der Ankündigung.
Aktuell:
Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene im Entzug

Bitte mitmachen, eure Meinung ist uns wichtig


Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bleibt, bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lies zunächst die "Erste Hilfe" für Deine Medikamentengruppe: Antidepressiva | Benzodiazepine | Neuroleptika

Euer ADFD Team

Markus33: Frisch abhängig von Diazepam

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
Markus33
Beiträge: 73
Registriert: Dienstag, 06.12.16, 18:20

Markus33: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von Markus33 » Dienstag, 06.12.16, 18:29

Hallo liebe Gemeinde,

Ich heiße markus und bin 33 Jahre jung, seit 10 jahren leider ich unter einer angst und panikstörung und einer somatisierungsstörung.
Ich habe immer mal wieder im Notfall zu diazepam gegriffen wo mir Dosen von 5 mg immer gereicht haben.

Seit 2 monaten plage ich mich jetzt mit einem harnwegsinfekt rum und ich habe so eine heftige angst vor antibiotika, reagieren da sehr sensibel drauf, auch durch die angsstörumg. In diesen 2 monaten fing ich an täglich morgens und abends jeweils 3 mg diazepam zu nehmen. Jetzt nehme ich ein Antibiotikum ciprofloxacin und ertrage die Nebenwirkungen echt nur mit dem diazepam.

Wenn ich nun diese infektion einmal los bin wie schaffe ich es dann von der morgendlichen und abendlichen diazepam einnahme wegzukommen?
Mittlerweile sind es 5 mg morgens und 3 mg abends.


Ich danke euch für eure Hilfe.


Markus
Zuletzt geändert von Gwen am Mittwoch, 04.07.18, 22:23, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum
Grunderkrankung: Angststörung und Somatisierungsstörung mit Posttraumatischer Belastungsstörung seit Schädelhirntrauma 3 grades durch Verkehrsunfall 1999

2011 - März 2016 Escitalopram 10 mg, über 6 Monate ausgeschlichen wegen extremer Gewichtszunahme (30kg) und zum Schluss permaneneter müdigkeit.

Diazepamerfahrung seit vielen Jahren, erstkontakt vor 15 jahren dann alle paar Monate, dann alle paar Wochen mal 3-5 mg.


16.01.2016 - Begonnen mit Cipralex wegen zu starker Depressionen, 2 mg erstmal und langsam hoch in Tropfenform. Vielleicht dann erstmal nur auf 5mg

17.01.2016 - cipralex wird nicht weiter eingenommen, die Nebenwirkungen gestern waren zuviel für mich.

Seit 18.01 im KrankenhausIT entzündung des cerebralen Ventrikelsystems und des Rückenmarks
Mediaktion: Mono embolex 1-0-0, diazepam 5mg 1-0-0,
Omeprazol 1-0-0, doxycyclin 1-0-1 ( wobei ich frage ovdas denn nötig sein noch) und ab dem 20.01 nun ceftriaxon iv. Stationär wurde auch ab und zu tavor 1mg verabreicht :(..

Ausgangsdosis Diazepam betrug 5,5- 6 mg Diazepam.

Seit 2 wochen Beginn des Entzugs vom Diazepam:

15.02.2016 - seit 3 Tagen auf 4,5 mg runterdosiert,
laut Plan alle 10 Tage 0,5 runter.
Merker aber bei kleinen Schritten schon Stärke beschwerden.

padma
Team
Beiträge: 14545
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 35646 Mal
Danksagung erhalten: 18859 Mal

Re: Frisch abhängig

Beitrag von padma » Dienstag, 06.12.16, 19:08

hallo Markus, :)

willkommen im ADFD.

Zunächst zum Ciprofloxacin: das ist ein hochriskantes Antibiotikum, :!: es kann schwerste NW haben und zu irreversiblen schweren Schäden führen. In den USA muss es mittlerweile mit einem Warnhinweis versehen werden und darf nicht meht bei unkomplizierten Infekten verschrieben werden. Nur noch z.B. bei Lungenentzündungen, die auf kein anderes AB ansprechen.

Wenn du so starke NW hast, halte ich das für sehr bedenklich. Auch wenn man normalerweise ein AB zu Ende nehmen solllte, würde ich es sofort absetzen und Rücksprache mit dem Arzt nehmen.

Was hast du denn für für NW?

Wir haben hier zu den Risker der -floxacine einen extra thread http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 57&t=10157

Nach dem Absetzen und wenn die NW dann hoffentlich nachgelassen haben, müsste man schauen, von welcher Dosis du jetzt abhängig bist. Wie lange nimmst du schon die 8 mg?

Zum Entzug empfehlen wir Reduktionen um 10% alle 2 - 4 Wochen. Bei 8 mg Ausgangsdosis und nicht allzulanger Einnahme könnte es mit 1 mg weniger alle 2 Wochen klappen, unter 5 mg dann evtl. in 0,5 mg Schritten.
Diazepam gibt es in Tropfenform, das ist zum Entzug am günstigsten.

hier Infos zum Einlesen http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 8Valium.29

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 6):
Markus33SiggiLinLinaLana19JamieSunnyrose
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Lisamarie
Beiträge: 9425
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16
Hat sich bedankt: 3515 Mal
Danksagung erhalten: 9360 Mal

Re: Frisch abhängig

Beitrag von Lisamarie » Dienstag, 06.12.16, 19:12

Hallo Markus,

Willkommen im ADFD.

Die schlechte Nachricht zuerst nach zwei Monaten kontinuierlicher Diazepameinahme bist du leider abhängig das nach dem ausgestandenen Harnweginfekt einfach wieder weg zu lassen wird wohl nicht klappen. Es sollte ausgeschlichen werden, wir sagen alle zwei bis vier Wochen höchstens 10% , vielleicht klappt es bei dir auch ein wenig schneller. Pass auf das du nicht immer höher mit der Dosierung kommst. Leider kommt man schnell in eine Tolleranz und muss für die selbe Wirkung immer mehr nehmen.

Das du das Antibiothika nicht verträgst ist kein Wunder viele von uns vertragen die nicht oder wie du sehr schlecht. Wie läuft denn dein Harnwegsinfekt ab ? Taucht er immer wieder auf oder sprichst du nicht auf die verschiedenen Antibiotika an ? Wurde eine Harnkultur angelegt um zu sehen um welches Bakterium es sich handelt ? Leider ist gerade Ciprofloxacin nicht ungefährlich

viewtopic.php?f=57&t=10157&start=20&hilit=Floxacin

Lg Petra
Überschnitten mit Padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Lisamarie für den Beitrag (Insgesamt 4):
SiggiJamieSunnyroseMarkus33
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
.

Kevin05

Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von Kevin05 » Dienstag, 06.12.16, 20:57

Hallo Markus,

also ich verstehe nicht deine Angst eine AB zu nehmen, ich mein okay dieses ja verstehe ich, aber du wusstest es ja nicht, wobei man sich wirklich fragt, warum so viele Leute das verschrieben bekommen - ich muss leider grad auch eines nehmen und vertrage es sehr gut, bin total überrascht, keine Unruhe, keine Probleme mit Magen usw. - Name Augmentin - Wirkstoff "Amoxicillin ist ein Penicillin-Antibiotikum und hemmt den Aufbau der Zellwand von Bakterien, die dadurch abgetötet werden. Durch diese Kombination besitzt das Mittel ein breites Wirkspektrum gegen viele bakterielle Krankheitserreger, wie zum Beispiel Staphylokokken, Enterokokken, Salmonellen, Haemophilus." Quelle: Netodoctor

Diazepam ist leider wirklich ziemlich heimtückisch, was ich so lese - klingt jetzt blöd wenn ich das so schreibe, aber ich hab das echt fast 2 Jahrzehnte genommen ohne wirkliche Toleranz - immer Phasenweise und echt hochdosiert, hab es immer wieder abgesetzt, erst als ich es Monatelang hoch nahm bekam ich wirklich Probleme - das was ich hier schreibe soll Menschen Mut machen, dass man manchmal auch kurioserweise wenn man viel falsch macht zumindest eine Zeit lang Glück haben kann. Ob das bei dir so ist, weiß ich nicht, klingt nicht so, aber nochmal AB-Angst? Ohne, dass man psychisch vorbelastet ist? AB sind ja überall im Essen - also im Fleisch, auch im Trinkwasser, wenn auch nicht hochkonzentriert, aber ich wir bekommen alle eine Menge AB unbewusst ab.

Wie auch immer ich drück dir die Daumen - deine Blase scheint ja ein Problem zu sein, ich hab mal Motrim 200 mg bekommen als AB, das wurde mir gesagt sei relativ harmlos und auch hier hab ich nichts gespürt außer, dass es half, Wirkstoff weiß ich leider nicht, hast du schon mal organisch checken lassen Blasenspiegelung usw. - ja nicht angenehm gebe ich zu, aber gehört abgeklärt wenn es sich immer wiederholt, vor allem bei Männern ja eher selten, der Restharn spielt eine Rolle, wenn da immer Restharn in der Blase bleibt dann kommt es zu chronischen Entzündungen kann man mitteles Ultraschall aber messen, aber das weißt du sicher alles, alles Gute und wegen dem Diazepam - versuchen abzusetzen, wenn nicht geht wie Lisamarie geschrieben hat langsam runterfahren, alles Gute Kevin

Markus33
Beiträge: 73
Registriert: Dienstag, 06.12.16, 18:20

Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von Markus33 » Mittwoch, 07.12.16, 8:15

Vielen lieben Dank ihr lieben für eure ausführlichen Antworten.
Das hat mich sehr gefreut.

Zum Thema Ciprofloxacin, dieses habe ich nun gewechselt auf doxycyclin. Ich habe gemerkt das mir durch ersteres sämtliche Muskeln schmerzten.

Blasenspiegelung hatte ich auch schon mit GewebeEntnahme, war alles okay bis halt auf eine leichte entzündung.

Im urin und in den Abstrichen wurde immer nie etwas gefunden, jetzt 2 wochen nach der blasenspiegelung habe ich aber immer hämoglobin im urin.
In der Zwischenzeit ist man davon ausgegangen das ich eine chlamydien infektion habe welche auf einer positiven serologie zurückzuführen ist. Akut antikörper waren
erhöt.
Nach azitromycin waren diese antikörper nun nach 2 wochen negativ. Beschwerden blieben aber trotzdem.

Erneuter harnrörenabstrich, diesmal wurde auch ein Keim gefunden, acinetobacter Iwoffii, super, ich weiß nun garnicht mehr ob ich diesen Tests vertrauen kann oder nicht.

Nach euren Meinungen und eigener recherche habe ich gestern die letzte cipro genommen und heute morgen das doxycyclin, welches laut antibiogramm auch greifen soll.

Mein diazepam wird mir aber mein Begleiter bleiben bis dieser "scheiß" mit dem Hwi und den antibiotikas mal ein Ende hat, erst dann werde ich die Kraft dazu haben es allmählich auszuschleichen.
Grunderkrankung: Angststörung und Somatisierungsstörung mit Posttraumatischer Belastungsstörung seit Schädelhirntrauma 3 grades durch Verkehrsunfall 1999

2011 - März 2016 Escitalopram 10 mg, über 6 Monate ausgeschlichen wegen extremer Gewichtszunahme (30kg) und zum Schluss permaneneter müdigkeit.

Diazepamerfahrung seit vielen Jahren, erstkontakt vor 15 jahren dann alle paar Monate, dann alle paar Wochen mal 3-5 mg.


16.01.2016 - Begonnen mit Cipralex wegen zu starker Depressionen, 2 mg erstmal und langsam hoch in Tropfenform. Vielleicht dann erstmal nur auf 5mg

17.01.2016 - cipralex wird nicht weiter eingenommen, die Nebenwirkungen gestern waren zuviel für mich.

Seit 18.01 im KrankenhausIT entzündung des cerebralen Ventrikelsystems und des Rückenmarks
Mediaktion: Mono embolex 1-0-0, diazepam 5mg 1-0-0,
Omeprazol 1-0-0, doxycyclin 1-0-1 ( wobei ich frage ovdas denn nötig sein noch) und ab dem 20.01 nun ceftriaxon iv. Stationär wurde auch ab und zu tavor 1mg verabreicht :(..

Ausgangsdosis Diazepam betrug 5,5- 6 mg Diazepam.

Seit 2 wochen Beginn des Entzugs vom Diazepam:

15.02.2016 - seit 3 Tagen auf 4,5 mg runterdosiert,
laut Plan alle 10 Tage 0,5 runter.
Merker aber bei kleinen Schritten schon Stärke beschwerden.

Kevin05

Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von Kevin05 » Mittwoch, 07.12.16, 14:27

Hallo Markus,

gut, dass du das AB gewechselt hast, weil das ist wirklich berüchtigt - verstehe ich nicht, dass das immer noch verschrieben wird, war grad kürzlich ein Beitrag, wo es jemand auch nicht gut getan hat.

Ich bin leider kein gutes Vorbild, aber ich rate dir so rasch wie möglich zu versuchen das Diazepam wieder loszuwerden, ob schneller wenn das dein Körper schafft oder langsamer wird die Zeit zeigen, nur wichtig wäre eben anzufangen, weil die Zeit vergeht leider oft sehr schnell und je länger man da drinnen hängt, desto schwerer wird es.

Ich kann wie gesagt nicht dienen mit gutem Vorbild, aber was ich dir mitgeben kann ist, und das ist natürlich kein Geheimnis der beste Schutz für dich ist ein gutes Immunsystem und dazu gehört relativ viel dazu, eben, dass man sich Lebensumstände schafft die gut sind, sich mit Menschen umgibt, die einen gut tun, sich gut ernährt, Bewegung macht, Entspannung macht, in die Natur geht, sich nicht destruktive Gedanken über Dinge macht, die man nicht mehr ändern kann und sich auch negativen Emotionen verwehrt, weil all das erzeugt Reaktionen in deinem Körper.

Das wäre ein Weg für die körperliche Gesundheit, die ja oft mit der psychischen gekoppelt ist. Was ich dir leider auch sagen muss, je länger man Diazepam oder Psychopharmaka nimmt desto schwerer wird es ein Immunsystem wieder so zu aktivieren, dass es auch schützt, daher wie gesagt nimm es ernst, alles Gute, Kevin

Markus33
Beiträge: 73
Registriert: Dienstag, 06.12.16, 18:20

Bitte um eure Hilfe zum Diazepam ausschleichen

Beitrag von Markus33 » Samstag, 07.01.17, 18:19

Hallo liebe Leidensgenossen,

ich habe seit einem Jahr immer mal wieder diazepam genommen um die 5 mg aber immer in sehr großen Abständen.

Nun habe ich es seit "nur" 2 monaten täglich genommen, 4 mg.
Möchte es nun ausschleichen, meine Frage an euch wie schnell und in welchen Schritten?

Ich habe jetzt schon manchaml das Gefühl von brainzaps beim Kopf drehen oder bei Stress durch das kindergeplärre hier.

Was soll ich tun, wie gehe ich die Sache am besten an.

Ich danke euch für eure Antworten


LG

Markus
Grunderkrankung: Angststörung und Somatisierungsstörung mit Posttraumatischer Belastungsstörung seit Schädelhirntrauma 3 grades durch Verkehrsunfall 1999

2011 - März 2016 Escitalopram 10 mg, über 6 Monate ausgeschlichen wegen extremer Gewichtszunahme (30kg) und zum Schluss permaneneter müdigkeit.

Diazepamerfahrung seit vielen Jahren, erstkontakt vor 15 jahren dann alle paar Monate, dann alle paar Wochen mal 3-5 mg.


16.01.2016 - Begonnen mit Cipralex wegen zu starker Depressionen, 2 mg erstmal und langsam hoch in Tropfenform. Vielleicht dann erstmal nur auf 5mg

17.01.2016 - cipralex wird nicht weiter eingenommen, die Nebenwirkungen gestern waren zuviel für mich.

Seit 18.01 im KrankenhausIT entzündung des cerebralen Ventrikelsystems und des Rückenmarks
Mediaktion: Mono embolex 1-0-0, diazepam 5mg 1-0-0,
Omeprazol 1-0-0, doxycyclin 1-0-1 ( wobei ich frage ovdas denn nötig sein noch) und ab dem 20.01 nun ceftriaxon iv. Stationär wurde auch ab und zu tavor 1mg verabreicht :(..

Ausgangsdosis Diazepam betrug 5,5- 6 mg Diazepam.

Seit 2 wochen Beginn des Entzugs vom Diazepam:

15.02.2016 - seit 3 Tagen auf 4,5 mg runterdosiert,
laut Plan alle 10 Tage 0,5 runter.
Merker aber bei kleinen Schritten schon Stärke beschwerden.

Annanas
Team
Beiträge: 3723
Registriert: Montag, 25.01.16, 19:41
Hat sich bedankt: 7993 Mal
Danksagung erhalten: 6686 Mal

Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von Annanas » Samstag, 07.01.17, 18:32

 ! Nachricht von: Annanas
Hallo Markus :) , bitte keinen neuen Thread zu deiner Geschichte aufmachen - ich habe deinen aktuellen Beitrag
deshalb hier in deinen Thread verschoben - sonst wird alles zu unübersichtlich. LG Anna
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Annanas für den Beitrag:
Markus33

Lisamarie
Beiträge: 9425
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16
Hat sich bedankt: 3515 Mal
Danksagung erhalten: 9360 Mal

Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von Lisamarie » Samstag, 07.01.17, 19:30

Hallo Markus, was stimmt denn jetzt ?
Mittlerweile sind es 5 mg morgens und 3 mg abends.

Nun habe ich es seit "nur" 2 monaten täglich genommen, 4 mg.
Zu dem wie man richtig absetzt haben wir dir doch schon Tipps gegeben .
Grüße Petra
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Lisamarie für den Beitrag (Insgesamt 2):
LinLinaAnnanas
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
.

Markus33
Beiträge: 73
Registriert: Dienstag, 06.12.16, 18:20

Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von Markus33 » Samstag, 07.01.17, 19:40

Hallo Petra, ich bin so durcheinander im Moment...hatte ne Zeitlang um die 5- 8mg am Tag hatte und dann war ich bei ca. 4 mg.

Ne Wirkung hatte es schon lang nicht mehr da ich ja nicht hochdosiere, dementsprechend auch entzug durch Toleranz.

Da ich nicht weiß wo ich mich nun also einpendel um richtig langsam zu entziehen hab ich 3,5 mg festgesetzt. Merke aber extreme beschwerden im kopf. Was soll ich machen ? Höher dosieren und dann noch langsamer runterdosieren über längeren Zeitraum?


LG

Markus
Grunderkrankung: Angststörung und Somatisierungsstörung mit Posttraumatischer Belastungsstörung seit Schädelhirntrauma 3 grades durch Verkehrsunfall 1999

2011 - März 2016 Escitalopram 10 mg, über 6 Monate ausgeschlichen wegen extremer Gewichtszunahme (30kg) und zum Schluss permaneneter müdigkeit.

Diazepamerfahrung seit vielen Jahren, erstkontakt vor 15 jahren dann alle paar Monate, dann alle paar Wochen mal 3-5 mg.


16.01.2016 - Begonnen mit Cipralex wegen zu starker Depressionen, 2 mg erstmal und langsam hoch in Tropfenform. Vielleicht dann erstmal nur auf 5mg

17.01.2016 - cipralex wird nicht weiter eingenommen, die Nebenwirkungen gestern waren zuviel für mich.

Seit 18.01 im KrankenhausIT entzündung des cerebralen Ventrikelsystems und des Rückenmarks
Mediaktion: Mono embolex 1-0-0, diazepam 5mg 1-0-0,
Omeprazol 1-0-0, doxycyclin 1-0-1 ( wobei ich frage ovdas denn nötig sein noch) und ab dem 20.01 nun ceftriaxon iv. Stationär wurde auch ab und zu tavor 1mg verabreicht :(..

Ausgangsdosis Diazepam betrug 5,5- 6 mg Diazepam.

Seit 2 wochen Beginn des Entzugs vom Diazepam:

15.02.2016 - seit 3 Tagen auf 4,5 mg runterdosiert,
laut Plan alle 10 Tage 0,5 runter.
Merker aber bei kleinen Schritten schon Stärke beschwerden.

Markus33
Beiträge: 73
Registriert: Dienstag, 06.12.16, 18:20

Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von Markus33 » Samstag, 07.01.17, 19:48

Hatte heute mittag 3,5mg, mir gings jetzt so scheiße das ich 1 mg zusätzlich genommen habe eben gerade.

Soll ich besser von 4,5 oder 4 mg alle 1 -2 wochen ein halben mg runter ?

Ich kenne mich nicht so aus
Grunderkrankung: Angststörung und Somatisierungsstörung mit Posttraumatischer Belastungsstörung seit Schädelhirntrauma 3 grades durch Verkehrsunfall 1999

2011 - März 2016 Escitalopram 10 mg, über 6 Monate ausgeschlichen wegen extremer Gewichtszunahme (30kg) und zum Schluss permaneneter müdigkeit.

Diazepamerfahrung seit vielen Jahren, erstkontakt vor 15 jahren dann alle paar Monate, dann alle paar Wochen mal 3-5 mg.


16.01.2016 - Begonnen mit Cipralex wegen zu starker Depressionen, 2 mg erstmal und langsam hoch in Tropfenform. Vielleicht dann erstmal nur auf 5mg

17.01.2016 - cipralex wird nicht weiter eingenommen, die Nebenwirkungen gestern waren zuviel für mich.

Seit 18.01 im KrankenhausIT entzündung des cerebralen Ventrikelsystems und des Rückenmarks
Mediaktion: Mono embolex 1-0-0, diazepam 5mg 1-0-0,
Omeprazol 1-0-0, doxycyclin 1-0-1 ( wobei ich frage ovdas denn nötig sein noch) und ab dem 20.01 nun ceftriaxon iv. Stationär wurde auch ab und zu tavor 1mg verabreicht :(..

Ausgangsdosis Diazepam betrug 5,5- 6 mg Diazepam.

Seit 2 wochen Beginn des Entzugs vom Diazepam:

15.02.2016 - seit 3 Tagen auf 4,5 mg runterdosiert,
laut Plan alle 10 Tage 0,5 runter.
Merker aber bei kleinen Schritten schon Stärke beschwerden.

LinLina
Team
Beiträge: 6160
Registriert: Montag, 14.09.15, 16:20
Hat sich bedankt: 20373 Mal
Danksagung erhalten: 9448 Mal

Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von LinLina » Samstag, 07.01.17, 19:55

Hallo markus,

kannst du noch nachvollziehen, seit wann du auf 4 mg bist?

Lg Lina
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor LinLina für den Beitrag:
Markus33

Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell: 0,001 mg Mein Thread
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Markus33
Beiträge: 73
Registriert: Dienstag, 06.12.16, 18:20

Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von Markus33 » Samstag, 07.01.17, 20:26

Ehrlich gesagt nein :( vielleicht seit 2 wochen ?!

Ich hatte immer mal Tage wo es auch mal ein - zwei tropfen mehr waren.

Ich weiß garnicht genau wo ich mich einpendeln soll.
Grunderkrankung: Angststörung und Somatisierungsstörung mit Posttraumatischer Belastungsstörung seit Schädelhirntrauma 3 grades durch Verkehrsunfall 1999

2011 - März 2016 Escitalopram 10 mg, über 6 Monate ausgeschlichen wegen extremer Gewichtszunahme (30kg) und zum Schluss permaneneter müdigkeit.

Diazepamerfahrung seit vielen Jahren, erstkontakt vor 15 jahren dann alle paar Monate, dann alle paar Wochen mal 3-5 mg.


16.01.2016 - Begonnen mit Cipralex wegen zu starker Depressionen, 2 mg erstmal und langsam hoch in Tropfenform. Vielleicht dann erstmal nur auf 5mg

17.01.2016 - cipralex wird nicht weiter eingenommen, die Nebenwirkungen gestern waren zuviel für mich.

Seit 18.01 im KrankenhausIT entzündung des cerebralen Ventrikelsystems und des Rückenmarks
Mediaktion: Mono embolex 1-0-0, diazepam 5mg 1-0-0,
Omeprazol 1-0-0, doxycyclin 1-0-1 ( wobei ich frage ovdas denn nötig sein noch) und ab dem 20.01 nun ceftriaxon iv. Stationär wurde auch ab und zu tavor 1mg verabreicht :(..

Ausgangsdosis Diazepam betrug 5,5- 6 mg Diazepam.

Seit 2 wochen Beginn des Entzugs vom Diazepam:

15.02.2016 - seit 3 Tagen auf 4,5 mg runterdosiert,
laut Plan alle 10 Tage 0,5 runter.
Merker aber bei kleinen Schritten schon Stärke beschwerden.

Markus33
Beiträge: 73
Registriert: Dienstag, 06.12.16, 18:20

Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von Markus33 » Samstag, 07.01.17, 20:51

Habe gerade mit einem LkH telefoniert warum es mir aufeinmal so scheiße geht obwohl ich ja noch einnehme.

Ich hatte vor 2 Tagen eine heiße wärmflasche auf meinem Bauch liegen und in der bauchtasche waren die diazepam tropfen. Das Medikament ist laut Aussage des Arztes durch starker Hitze nutzlos geworden.

Bin also seit diesen 2 Tagen trotz einnahme kalt auf entzug, zum Glück habe ich noch tavor hier, werde ich aber erst einnehmen wenn es zu heftig wird und dann nur 0,5. Hab mich echt schon gewundert was dieser Mist aufeinmal soll, hätte nie gedacht das wärme oder hitze die Wirkung kaputt macht. Morgen also neues Rezept sofort holen.

:zombie:
Grunderkrankung: Angststörung und Somatisierungsstörung mit Posttraumatischer Belastungsstörung seit Schädelhirntrauma 3 grades durch Verkehrsunfall 1999

2011 - März 2016 Escitalopram 10 mg, über 6 Monate ausgeschlichen wegen extremer Gewichtszunahme (30kg) und zum Schluss permaneneter müdigkeit.

Diazepamerfahrung seit vielen Jahren, erstkontakt vor 15 jahren dann alle paar Monate, dann alle paar Wochen mal 3-5 mg.


16.01.2016 - Begonnen mit Cipralex wegen zu starker Depressionen, 2 mg erstmal und langsam hoch in Tropfenform. Vielleicht dann erstmal nur auf 5mg

17.01.2016 - cipralex wird nicht weiter eingenommen, die Nebenwirkungen gestern waren zuviel für mich.

Seit 18.01 im KrankenhausIT entzündung des cerebralen Ventrikelsystems und des Rückenmarks
Mediaktion: Mono embolex 1-0-0, diazepam 5mg 1-0-0,
Omeprazol 1-0-0, doxycyclin 1-0-1 ( wobei ich frage ovdas denn nötig sein noch) und ab dem 20.01 nun ceftriaxon iv. Stationär wurde auch ab und zu tavor 1mg verabreicht :(..

Ausgangsdosis Diazepam betrug 5,5- 6 mg Diazepam.

Seit 2 wochen Beginn des Entzugs vom Diazepam:

15.02.2016 - seit 3 Tagen auf 4,5 mg runterdosiert,
laut Plan alle 10 Tage 0,5 runter.
Merker aber bei kleinen Schritten schon Stärke beschwerden.

LinLina
Team
Beiträge: 6160
Registriert: Montag, 14.09.15, 16:20
Hat sich bedankt: 20373 Mal
Danksagung erhalten: 9448 Mal

Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von LinLina » Samstag, 07.01.17, 20:58

Hallo Markus,

wenn es erst 2 Wochen waren, ist dein Körper vermutlich noch auf eine höhere Dosis eingestellt. Ich würde versuchen auf 5 mg zu gehen, und das konstant zu halten - ganz wichtig: ohne Extra-Einnahmen. Am besten du versuchst das jetzt mal für einige Zeit, und schreibst dann hier wie es dir damit geht damit wir dir gleich raten können wie du weiter vorgehen kannst. Wenn du mit 5 mg absolut nicht zurecht kommst, schreib am besten erst hier bevor du einfach alleine etwas veränderst.

Erst wenn du 3-4 Wochen auf einer Dosis konstant stabil warst, würde ich je um 0,5 mg weiter runter gehen.

Markus, wenn du nicht möchtest dass das jetzt eine jahrelange problematik wird, die noch weitere Beschwerden mit sich bringen kann, dann ist es ganz wichtig es jetzt vernünftig und konsequent anzugehen.

Liebe Grüße
Lina

Edit: ich habe gerade deinen Post gesehen. Es kann schon sein, dass das Diazepam dadurch einen Wirkverlust erlitten hat. Andererseits sind 2 Wochen auch ein typischer Zeitraum, wo man den Entzug nach einer Dosisreduktion bemerkt, es könnte beides zusammen gekommen sein - dein runter dosieren auf 4 mg und der Wirkverlust.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor LinLina für den Beitrag:
Markus33

Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell: 0,001 mg Mein Thread
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Markus33
Beiträge: 73
Registriert: Dienstag, 06.12.16, 18:20
Hat sich bedankt: 132 Mal
Danksagung erhalten: 45 Mal

Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von Markus33 » Samstag, 07.01.17, 21:03

Danke Lina,

Ihr seit alle so lieb und hilfsbereit.
Ja du hast absolut recht, ich werde das so machen wie du geschrieben hast.
Momentan habe ich gänsehaut am Körper, starke Kopfschmerzen, bin gereizt und hatte so komische Stromschläge im körper heute... Und dann auch immer dieses schwitzen mitunter. Einfach Hölle.... Mal ganz abgesehen von den emotionalen raufen und runter.

Ich danke dir aber wirklich für diesen Plan den du mir empfohlen hast .... tausend Dank


Gruß

Markus
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Markus33 für den Beitrag:
LinLina
Grunderkrankung: Angststörung und Somatisierungsstörung mit Posttraumatischer Belastungsstörung seit Schädelhirntrauma 3 grades durch Verkehrsunfall 1999

2011 - März 2016 Escitalopram 10 mg, über 6 Monate ausgeschlichen wegen extremer Gewichtszunahme (30kg) und zum Schluss permaneneter müdigkeit.

Diazepamerfahrung seit vielen Jahren, erstkontakt vor 15 jahren dann alle paar Monate, dann alle paar Wochen mal 3-5 mg.


16.01.2016 - Begonnen mit Cipralex wegen zu starker Depressionen, 2 mg erstmal und langsam hoch in Tropfenform. Vielleicht dann erstmal nur auf 5mg

17.01.2016 - cipralex wird nicht weiter eingenommen, die Nebenwirkungen gestern waren zuviel für mich.

Seit 18.01 im KrankenhausIT entzündung des cerebralen Ventrikelsystems und des Rückenmarks
Mediaktion: Mono embolex 1-0-0, diazepam 5mg 1-0-0,
Omeprazol 1-0-0, doxycyclin 1-0-1 ( wobei ich frage ovdas denn nötig sein noch) und ab dem 20.01 nun ceftriaxon iv. Stationär wurde auch ab und zu tavor 1mg verabreicht :(..

Ausgangsdosis Diazepam betrug 5,5- 6 mg Diazepam.

Seit 2 wochen Beginn des Entzugs vom Diazepam:

15.02.2016 - seit 3 Tagen auf 4,5 mg runterdosiert,
laut Plan alle 10 Tage 0,5 runter.
Merker aber bei kleinen Schritten schon Stärke beschwerden.

LinLina
Team
Beiträge: 6160
Registriert: Montag, 14.09.15, 16:20
Hat sich bedankt: 20373 Mal
Danksagung erhalten: 9448 Mal

Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von LinLina » Samstag, 07.01.17, 21:09

Hallo Markus,

ja die Entzugssymptome können wirklich die Hölle sein, aber wenn du es dann ganz langsam, schrittweise und konsequent angehst halten sie sich sicher in Grenzen und sind aushaltbar.

Ich drück dir die Daumen das du bald dein Rezept bekommst und dich gut stabilisieren kannst.

Liebe Grüße
Lina
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor LinLina für den Beitrag:
Markus33

Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell: 0,001 mg Mein Thread
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Markus33
Beiträge: 73
Registriert: Dienstag, 06.12.16, 18:20

Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von Markus33 » Montag, 09.01.17, 21:41

Liebe Gemeinde,

hatte heute mal in einem LkH angerufen wie die so einen entzug machen, der Arzt sagte zu mir ich solle bei meiner 3 monateigen Abhängigkeit von momentan 5 mg alle 5 tage 1 mg runterdosieren.
Ich merke allerdings schon bei 0,5 mg weniger, starke entzugserscheinungen.
Ich habe kopfschmerzen, schüttelfrost, dann plötzlich ist mir heiß und was am schlimmsten ist sind so komische Zuckungen im Gehirn "brainzaps", hatte das jemand von euch auch ?!

Da ich nie höher dosiert habe bin ich in der Annahme das die Toleranzentwicklung bereits zu entzugssymptomen führt, kann das sein ?


Am liebsten würde ich mir gerade was zufügen weil es sich manchmal echt so anfühlt als würde man verrecken oder schwer krank sein. Mache es aber nicht und trinke ein schlaf und nerventee. Kampf dem diazepam :sports:



LG

Markus
Grunderkrankung: Angststörung und Somatisierungsstörung mit Posttraumatischer Belastungsstörung seit Schädelhirntrauma 3 grades durch Verkehrsunfall 1999

2011 - März 2016 Escitalopram 10 mg, über 6 Monate ausgeschlichen wegen extremer Gewichtszunahme (30kg) und zum Schluss permaneneter müdigkeit.

Diazepamerfahrung seit vielen Jahren, erstkontakt vor 15 jahren dann alle paar Monate, dann alle paar Wochen mal 3-5 mg.


16.01.2016 - Begonnen mit Cipralex wegen zu starker Depressionen, 2 mg erstmal und langsam hoch in Tropfenform. Vielleicht dann erstmal nur auf 5mg

17.01.2016 - cipralex wird nicht weiter eingenommen, die Nebenwirkungen gestern waren zuviel für mich.

Seit 18.01 im KrankenhausIT entzündung des cerebralen Ventrikelsystems und des Rückenmarks
Mediaktion: Mono embolex 1-0-0, diazepam 5mg 1-0-0,
Omeprazol 1-0-0, doxycyclin 1-0-1 ( wobei ich frage ovdas denn nötig sein noch) und ab dem 20.01 nun ceftriaxon iv. Stationär wurde auch ab und zu tavor 1mg verabreicht :(..

Ausgangsdosis Diazepam betrug 5,5- 6 mg Diazepam.

Seit 2 wochen Beginn des Entzugs vom Diazepam:

15.02.2016 - seit 3 Tagen auf 4,5 mg runterdosiert,
laut Plan alle 10 Tage 0,5 runter.
Merker aber bei kleinen Schritten schon Stärke beschwerden.

LinLina
Team
Beiträge: 6160
Registriert: Montag, 14.09.15, 16:20
Hat sich bedankt: 20373 Mal
Danksagung erhalten: 9448 Mal

Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von LinLina » Montag, 09.01.17, 23:21

Hallo Markus,

du merkst wahrscheinlich jetzt noch die 2 Wochen mit niedrigerer Dosis und evtl den wirkverlust durch die Hitze.

Ganz wichtig ist, dass dir bewusst ist das sich bei Diazepam Dosisveränderungen oft stark verzögert auswirken. Deswegen erstmal stabilisieren und dann langsam runter.

Liebe Grüße
Lina
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor LinLina für den Beitrag:
Markus33

Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell: 0,001 mg Mein Thread
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Lisamarie
Beiträge: 9425
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16
Hat sich bedankt: 3515 Mal
Danksagung erhalten: 9360 Mal

Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von Lisamarie » Dienstag, 10.01.17, 18:58

Hallo Markus, deine Absetzprobleme kenn ich auch bis auf Brain zaps, die hab ich nicht. Ich denke du gehst zu schnell runter und Zuviel auf einmal, würde jetzt erst abwarten ob du dich stabilisieren kannst und dann erst weiter runter, würde es mit zukünftig 0,25 mg absetzen versuchen. Die 0,5 mg Schritte scheinen zuviel zu sein.

Klinik würde ich dir keinesfalls raten , wie du gesehen hast gehen die viel zu schnell runter und Deckeln dann mit AD,s oder NL weil kein Mensch so den Entzug durchhält. So das man am Ende vielleicht ohne Diazepam dasteht dafür mit zwei oder drei zusätzlichen Medikamenten. Was es dann nicht besser macht, da sie genauso große Probleme wie Benzos machen können.
Lg Petra
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Lisamarie für den Beitrag (Insgesamt 2):
LinLinaMarkus33
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
.

Antworten