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Markus33: Frisch abhängig von Diazepam

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
SuSu
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Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von SuSu » Freitag, 17.02.17, 15:57

Hallo,

Ja würde erstmal schauen ob du mit den 5mg zurecht kommst, höher als deine ursprünglichen 6mg würde ich aber nicht gehen. Dass du jetzt erschöpft bist ist normal weil so ein Horrortrip enorm an den Kräften zerrt. Ruh dich aus und lenk dich mit positiven Dingen ab, dein ZNS braucht jetzt Erholung. Dass du dich kränklich fühlst kann auch vom Entzug kommen, kenne das von mir. Da fühl ich mich als würd ich ne Grippe bekommen.

Bin seit Oktober bei 7,5mg aber muss jetzt auch langsam abdosieren weil mein Arzt sonst nicht mehr mitspielt. Leider hab ich privat viele Probleme wo ich noch am kämpfen bin. Donnerstag dann noch einen Zahnarzt Termin und dann 0,5mg runter, bleibt mir nix übrig.

Mit den Depressionen kämpfe ich auch aber das Escitalopram vertrage ich überhaupt nicht mehr seit ich Diazepam nehme weil mein ZNS zu empfindlich geworden ist. Nehme statt dessen Curcumin 1000mg. Laut Studie soll es genauso gut wirken wie ein chemisches AD. Zusätzlich gehe ich unter ein leichtes Solarium und das hilft mir sehr. Ernährung mit viel Rohkost auch. Was auch hilfreich ist ist Tagebuch führen damit man dann auch die guten Tage festhält und sieht dass es wieder besser werden kann und evtl auch Muster erkennt die einem nicht gut tun.

Liebe Grüße
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Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von Markus33 » Freitag, 17.02.17, 23:07

Hallo ihr lieben,

ich kann nicht mehr, ich hab ja gestern neben den eigentlich geplanten 4,5, abends nochmal 2,5 nachgegeben weil es mir so elendig ging.

Heute nun habe ich mittags 5 genommen und gegen Abend kamen schon wieder unerträgliche schmerzen im ganzen Körper worauf ich jetzt eben zusätzlich 1,5 nahm.

Was mache ich falsch ? Das ist einfach irre.. :(

Diese unerträglichen schnerzen das kann doch nicht mit entzug zusammenhängen? Habe schon an fibromyalgie gedacht wegen meinen chlamydien titern.


Geknickte grüße

Markus
Grunderkrankung: Angststörung und Somatisierungsstörung mit Posttraumatischer Belastungsstörung seit Schädelhirntrauma 3 grades durch Verkehrsunfall 1999

2011 - März 2016 Escitalopram 10 mg, über 6 Monate ausgeschlichen wegen extremer Gewichtszunahme (30kg) und zum Schluss permaneneter müdigkeit.

Diazepamerfahrung seit vielen Jahren, erstkontakt vor 15 jahren dann alle paar Monate, dann alle paar Wochen mal 3-5 mg.


16.01.2016 - Begonnen mit Cipralex wegen zu starker Depressionen, 2 mg erstmal und langsam hoch in Tropfenform. Vielleicht dann erstmal nur auf 5mg

17.01.2016 - cipralex wird nicht weiter eingenommen, die Nebenwirkungen gestern waren zuviel für mich.

Seit 18.01 im KrankenhausIT entzündung des cerebralen Ventrikelsystems und des Rückenmarks
Mediaktion: Mono embolex 1-0-0, diazepam 5mg 1-0-0,
Omeprazol 1-0-0, doxycyclin 1-0-1 ( wobei ich frage ovdas denn nötig sein noch) und ab dem 20.01 nun ceftriaxon iv. Stationär wurde auch ab und zu tavor 1mg verabreicht :(..

Ausgangsdosis Diazepam betrug 5,5- 6 mg Diazepam.

Seit 2 wochen Beginn des Entzugs vom Diazepam:

15.02.2016 - seit 3 Tagen auf 4,5 mg runterdosiert,
laut Plan alle 10 Tage 0,5 runter.
Merker aber bei kleinen Schritten schon Stärke beschwerden.

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Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von Lisamarie » Freitag, 17.02.17, 23:36

Hallo Markus, ich weiß nicht so genau ob es an den Clamydien liegt, wird das weiter abgeklärt, b.s.z nimmst du was dagegen ? Mit Diazepam verändert sich die Körperspannung, wenn man weniger nimmt muss der Körper sich erst drauf einstellen mit der neuen Dosis klar zu kommen und die Körperspannung zu regulieren, deshalb können wir im Benzoentzug ein Lied davon trällern das es bei uns immer wieder zu Verspannungen kommt. Rücken, Brustmuskulatur, Nackenversapnnungen u.s.w.

Sind die Verspannungen denn weg wenn du mehr nimmst ?
Lg Petra
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Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von Markus33 » Freitag, 17.02.17, 23:46

Ja bin jetzt relativ schmerzfrei, ich muss nächste Woche zum arzt und das abklären mit den chlamydien, wie und wohin ich da muss, nehme da ja schon seit fast 10 wochen doxycyclin, angeblich können die nicht resistent werden sagte man mir. Der soll mir gleich nen Termin beim reumatologe machen.

Ich weiß auch nicht so recht inwiefern 3 lumbalpunktionen innerhalb von 21 Tagen, die letzte war letzte Woche Dienstag, für solche Zustände eventuell verantwortlich sind.

Ich weiß einfach nicht wieviel ich nehmen soll, will ja nicht immer weiter höher.


LG

Markus
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Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von Clarissa » Samstag, 18.02.17, 8:24

Hallo Markus.

Ein P.S. von mir:

Ich will Dich ja nicht entmutigen: aber unerträgliche Schmerzen können durchaus mit dem Entzug zusammenhängen. Klar meine Erfahrung. Schmerzen, die auf kein gängiges Schmerzmittel reagieren (Opioide habe ich nicht probiert). Immer neue Diagnosen und immer neue Medikamente helfen da nicht. Nur: Geduld und Ruhe für das gereizte ZNS.

Ein Benzoentzug kann Hammer sein. Leider.

Teilnahmsvolle Grüße von sleepless.
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Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von lunetta » Samstag, 18.02.17, 10:44

Hallo lieber Markus!

Auch ich kann ein Lied von fast unerträglichen Schmerzen - Kopf,Nacken, Schultern, Rücken, Beine, Arme, sogar die Fingergelenke schmerzen immer wieder wochenlang.
Bei mir ist zwar Rheuma bekannt, aber solche Schmerzen, diffus immer wieder an anderen Körperstellen kannte ich vor dem Absetzen nicht.
Es helfen dann auch keine Schmerzmittel, zumindest nicht immer.

Ich weiß jetzt nicht wo deine Hauptschmerzquelle liegt, ob "nur" mehr im Bereich der Blase und Umgebung oder am ganzen Körper.
Kann dir nur sagen, dass es bei dir wahrscheinlich eine Mischform ist von Ursprungserkrankung - Chlamydien, und dann noch NW vom AB (Doxyc. kann auch so schlimme NW haben), und wahrscheinlich auch eine Toleranz.

Es hilft jetzt wahrscheinlich auch nicht hin und wieder mehr vom Diaz zu nehmen, das reizt dein ZNS nur noch mehr.
Ich an deiner Stelle würde mich entscheiden ob du eventuell überhaupt eine höhere Tagesdosis vom Diaz brauchst um dich zu stabilisieren - du bist ja jetzt wirklich traumatisiert die letzten Monate, oder ob du konsequent auf nur 1 Dosis bleibst und dann wirklich ein paar Wochen bleibst.

Ich persönlich würde wahrscheinlich die Dosis wählen, bei der ich ziemlich beschwerdefrei bin, auch wenn das jetzt mehr als bisher ist, und dann von dieser Dosis absetzen, wenn es mir besser ginge.

Mach es vielleicht abhängig davon was bei den Chlamydien rauskommt und wann du das Doxy absetzen kannst. Das kann man ja auch nicht ewig einnehmen.

Es bringt nichts sich durch jeden Tag zu kämpfen und mit jedem mg Diaz. zu schachern - besser man nimmt kurzfristig mehr und kann sich endlich mal erholen und stabilisieren, als wenn man bei jedem mg hin und hertut, das bringt doch nichts.

Gute Besserung und LG!
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Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von SuSu » Samstag, 18.02.17, 11:03

Hallo ,

Kann den anderen nur zustimmen. Entzug macht oft leider sehr Schmerzen. Probier mal leichte Dehnübungen und massier die Stellen die weh tun falls es an den Muskeln liegt. Durch dehnen wird der Muskeltonus herabgesetzt der durch den Entzug leider oft sehr hoch ist.

Es gibt übrigens auch pflanzliche Antibiotika zB Allimax oder Oreganoöl. Ich habe auch eine Erkrankung die man mit ABs behandeln muss aber chemisches nehme ich nicht. Hab in meinem ganzen Leben noch nie eins genommen.

Wünsche dir dass es bald besser wird!

Liebe Grüße
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Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von Markus33 » Samstag, 18.02.17, 12:46

Hallo ihr lieben,

heute morgen war ich beim Arzt, mein Arzt hat auch Samstag Sprechstunde.
Habe ihm von den plötlich starken Schmerzen erzählt, er nahm kurz blut ab welches dort sofort untersucht wird und meinte ich hätte nen Virus das sieht er daran weil die leukos zu wenig sind. Also ne Grippe...

Die starken Schmerzen kommen besonders Abends, was auch dafür spricht, meint er. Ich denke es ist eine Kombination der ganzen Geschehnisse.
Kann mir gut vorstellen das ich mir im Krankenhaus was weg geholt habe.

Danke erstmal auch für die Empfehlungen und den pflanzlichen AB's, diese werde ich mir mal anschauen, besonders das Allimax spricht mich sehr an.


LG Markus
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Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von SuSu » Samstag, 18.02.17, 14:31

Gute Besserung!

Du mir ist grad noch ein pflanzliches AB eingefallen : Angocin. Ist aus Kresse. Hab ich schon oft genommen , sehr wirksam (aber teuer). Ist vorallem bei Harnwegsinfekten super aber ich hab es auch gegen alles andere genommen.

Lg
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Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von Markus33 » Samstag, 18.02.17, 16:01

Das kenne ich susu,

da brauchst aber nen guten Magen für, kapuzinerkresse und merrettich Kombination soweit ich mich noch erinnere. Leider kostet fast alles was natürlich ist viel Geld. Also ich habe jetzt gerechnet und nehme das doxycyclin genau ca. 8 wochen, werde es noch 2 wochen nehmen danach schmeiß ich es in den Müll. Wenn dann weiterhin Beschwerden sind werde ich halt den Urologen wechseln.

Hast du schonmal was von Grapefruitkernextrakt gehört?

Da frage ich mich aber inwieweit das Grapefruitkernextrakt in den Metabolismus des diazepams eingreift.. man hört ja immer das grapefruitsaft in Verbindung mit manchen medikamenten gefärhlich sei.
Wenn jemand Ahnung hat bitte melden :) die GKE Tropfen habe ich nämlich noch hier, 20 euro für ein kleines Fläschchen. Muss aber nach Dr. Harich hergestellt sein, darf kein GKE aus der Drogerie sein. Soll gegen alles mögliche helfen.


LG Markus
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Kevin05

Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von Kevin05 » Samstag, 18.02.17, 17:16

Hallo Markus,

ich würde die "Theorie", dass dein ganzes Übel von den Medikamenten kommt ernst nehmen, überleg einfach mal, wie viel du über all die Jahre genommen hast, wie lange auch schon. Dein Körper kann einfach nicht mehr und deshalb reagiert er mit Schmerzen und Entzündungen, das kann aber auch ein Krankheitsbild ausgelöst durch die Medikamente sein.

Ich weiß übrigens von was ich spreche, ich habe unglaubliche Schmerzen am ganzen Körper, in den Knochen, die Gelenken in den Weichteilen wie Rheuma und NICHTS spricht an. Ich könnte mit dem Diazepam ins Unermessliche gehen, es hilft nicht, deshalb tue ich es auch nicht, auch andere Benzos oder Schmerzmittel sprechen gar nicht an, auch Schmerzinfusionen nicht.

Klar, kann ich auch in eine Klinik gehen, die finden auch garantiert was, weil das ja auch ihr Job ist, aber dann bekomme ich wieder neue Substanzen, daher sehe ich es so pragmatisch wie möglich, weil die haben nichts was mir helfen kann. Entweder ich schaffe das selbst deutlich zu verbessern oder ich werde wohl untergehen, was ich nicht will.

Weißt du einige Betroffene hier suchen nach allen möglichen Ursachen, verdrängen aber komplett die schwerste Ursache nämlich diese Sucht und wenn man mit Süchtigen spricht, die im Entzug sind oder waren, die sprechen von höllischen Schmerzen.

Weißt du klar kann man körperliche Ursachen nie ausschließen, aber auch nicht bei gesunden Menschen, weil die gefährlichsten Sachen sind nämlich die, die nicht weh tun, das werden dir doch auch einige Ärzte bestätigen. So lange du Schmerzen hast reagiert dein Körper und er funktioniert.

Aber ich kann hier schreiben was ich will, weil wie gesagt, so wie man mir ein Muster vorwerfen könnte, so kann ich das auch anderen, es wird geschrieben, es geht mir von Tag zu Tag schlechter - ähm, wie soll das gehen, wenn es einem von Tag zu Tag schlechter geht und das seit Jahren, der oder die müsste ja schon längst tot sein und nein, damit mein ich nicht dich sondern ist nur ein Beispiel.

Eine Suchterkrankung ist eine Schwersterkrankung und ich denke viele Betroffene hier leiden sehr und das obwohl sie ordentlich ihr Leben auf den Kopf gestellt haben, du musst in langen Zyklen denken, was Hilfe bedeutet bzw. Besserung, kurzfristig wird sich da nichts tun, wobei deine gefundenen Keime oder was auch immer das ist kann ich nicht beurteilen, aber auch die können Folge sein von einem einfach geschwächten Immunsystem und der beste Platz um einen Keim zu bekommen, der richtig gefährlich ist und heimtückisch ist, ist ein Krankenhaus.

Was auch immer du entscheiden magst, alles Gute, wie gesagt, bin selbst am Kämpfen, aber ich denke ich habe zumindest verstanden, warum es ist so wie es ist, LG Kevin

PS: Und spar dir dein Geld für irgendwelche Sachen, wo man dir sagt, dass das hilft, weil gegen so eine chemische Keule, die in deinen Adern läuft ist jedes Naturmittel chancenlos. Schade ums Geld, weil genau mit Menschen wie dir oder auch mir machen alle möglichen Leute Geld, aber Ahnung hat keiner, weil sie eben nicht Betroffene sind. Die Glauben nur was zu wissen, wissen aber genau nichts.

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Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von Lisamarie » Samstag, 18.02.17, 17:34

Hallo Markus, was mir noch einfällt ist kolloidales Silber.
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Das ist schon seit Jahren bei mir im Einsatz.

Das mit dem Gratfruitextrakt weiß ich nicht. Wenn du schon seit sechs Wochen ein Antibithika nimmst, müssten doch die Clamydien inzwischen weg sein. Falls das Antibithika dagegen ist. Das sollte wirklich schnell abgeklärt werden. Denn 8 Wochen ein AB ist schon ne Hausnummer, dazu das was du in der Klinik bekommen hast.

Lg Petra
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Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von SuSu » Samstag, 18.02.17, 18:50

Hallo Kevin, ich habe es so verstanden dass Markus durch die Nebenwirkungen des chemischen ABs Diazepam abhängig geworden ist weil sie bei ihm starke Nebenwirkungen auslösen? Daher der Vorschlag auf pflanzliche Präparate zu wechseln.

Dass die Grundursache des ganzen Dilemmas damit nicht behoben wird ist ja verständlich. Aber um da einem Ausweg zu finden braucht oft Jahre. Ich bin jetzt seit 13 Jahren krank und seit ich vor 7 Jahren zum ersten Mal mit Chemie behandelt wurde bin ich schwerst krank. Ich habe 2 Jahre gebraucht um eine Heilung für die körperliche Krankheit zu finden - die Psyche tja - das ist nochmal eine andere Geschichte.

Was ich zu 100% weiß ist: Es gibt kein Medikament das gesund macht . Gesund werden bedeutet für mich dass man die Ursache der Erkrankung beseitigt. Und das ist ein ganzheitliches Ding von Ernährung bis hin zum persönlichen Umfeld.

Lg
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Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von Markus33 » Samstag, 18.02.17, 23:04

Ihr habt alle recht zu verschiedenen Punkten..

Ich war bis letztes Jahr 28.09.2016 körperlich gesund, psychisch war es immer solala...
Dann fing das mit dieser Urethritis an und der Gedanke an die Antibiotika, welche in mir Angst und Panik auslösen, seit diesem Zeitpunkt fing ich an das diazepam immer öfter zu nehmen. Mir war von vornherein klar das diazepam diese beschwerden nicht wegmacht.
Ich nahm dann immer unterschiedliche antibiotika, die meisten habe ich allerdings nur kurz genommen weil sie voll auf die birne gingen, die fluorchinolone!!
Dann hatte ich einmal ein makrolid, das azytromycin, dadurch hatte ich jedesmal herzrasen und brustschmerzen, hatte es aber 3 Tage zu ende genommen.

Alles brachte nichts, urogenitale beschwerden blieben und gelenk- und muskelschmerzen kamen hinzu.
Der Urologe machte seine Standart Abstriche und urin Untersuchungen aber alles war negativ, was vielleicht auch mit der dauerhaften antibiose zu tun hat?!

Jedenfalls ist laut Hausärztin der Chlamydia trachomatis titer igg und iga positiv, der iga deutet in dem Fall immer auf eine bestehende Infektion hin.

Deswegen diese langzeiteinnahme des doxycyclins was irgendwie nur dürftig hilft.
Ich muss unbedingt zum Reumatologe der sich das alles genau anschaut, unter dem Gesichtspunkt das ich Hla b27 positiv bin sehr wichtig.

Ich weiß nicht wie man diesen ungebetenen Gästen sonst an den Kragen gehen kann außer mit levofloxacin und diesen anderen krankmachern.

Ich hab damals schon gebeten das man die Prostata, welche als rückzugsort für diese Viecher ist, bei diesen rezidiven die bei mir vorliegen, von innen ausschält. So genannte turp oder greenlightlaser Methode, Möglichkeit bei immer wiederkehrenden beschwerden.
Aber nein, antibiotika antibiotika und nochmals antibiotika.. Die prostata ist halt die Drüse wo man kaum mit den antibiotikas was bewirkt, da sie sehr schlecht antibiotika zugänglich ist, außer mit einer mehrmonatigen behandlung. Chronische prostatitis halt...

Also neuer urologe und zum Reumatologen und dann mal gucken .... antibiotika werde ich vorerst nach Beendigung dieser therapie nicht mehr nehmen wenn es nicht lebensnotwendig ist.

Deswegen bin ich so psychisch am Ende


LG Markus
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Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von Markus33 » Sonntag, 19.02.17, 11:00

Werde nächste Woche mal fragen ob man auf roxytromycin umsteigen kann, das soll wohl gut verträglich sein und auch gegen diese chlamydien sehr gut helfen, glaube das doxy bewirkt nichts mehr.

Jemand Erfahrungen mit roxytromycin?

LG

Markus
Grunderkrankung: Angststörung und Somatisierungsstörung mit Posttraumatischer Belastungsstörung seit Schädelhirntrauma 3 grades durch Verkehrsunfall 1999

2011 - März 2016 Escitalopram 10 mg, über 6 Monate ausgeschlichen wegen extremer Gewichtszunahme (30kg) und zum Schluss permaneneter müdigkeit.

Diazepamerfahrung seit vielen Jahren, erstkontakt vor 15 jahren dann alle paar Monate, dann alle paar Wochen mal 3-5 mg.


16.01.2016 - Begonnen mit Cipralex wegen zu starker Depressionen, 2 mg erstmal und langsam hoch in Tropfenform. Vielleicht dann erstmal nur auf 5mg

17.01.2016 - cipralex wird nicht weiter eingenommen, die Nebenwirkungen gestern waren zuviel für mich.

Seit 18.01 im KrankenhausIT entzündung des cerebralen Ventrikelsystems und des Rückenmarks
Mediaktion: Mono embolex 1-0-0, diazepam 5mg 1-0-0,
Omeprazol 1-0-0, doxycyclin 1-0-1 ( wobei ich frage ovdas denn nötig sein noch) und ab dem 20.01 nun ceftriaxon iv. Stationär wurde auch ab und zu tavor 1mg verabreicht :(..

Ausgangsdosis Diazepam betrug 5,5- 6 mg Diazepam.

Seit 2 wochen Beginn des Entzugs vom Diazepam:

15.02.2016 - seit 3 Tagen auf 4,5 mg runterdosiert,
laut Plan alle 10 Tage 0,5 runter.
Merker aber bei kleinen Schritten schon Stärke beschwerden.

lunetta
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Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von lunetta » Sonntag, 19.02.17, 20:17

Hallo!

Ich habe mal ein wenig gegoogelt zu dieser Chlamydien Geschichte....kann es sein, dass du dich immer wieder neu ansteckst, also ich meine es ist ja eine hauptsächlich über Geschlechtsverkehr übertragene Erkrankung, da kann ja auch der Partner mitbetroffen sein und vielleicht asymptomatisch sein...? Da würde die ganze Behandlung nix nutzen, wenn das eine ewige Ping-Pong Infektion wäre...

LG
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Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von Markus33 » Montag, 20.02.17, 0:37

Ja lunetta,

meine Partnerin meint sie geht nicht zum Arzt wenn sie keine Beschwerden hat. Ich habe nur geschützten GV seitdem, vor 2 Wochen ist das kondom dann gerissen und schwupp kamen vermehrt beschwerden. Deswegen verzichte ich jetzt auch ganz auf Sex.

Ich hab mich jetzt für den harten Weg des Entzugs entschieden alle 2 Tage 1 Tropfen weniger im lkh wunstorf. Ich will das Gift nicht mehr, klar es wird hart aber der Gedanke mich damit noch monate vollzupumpen macht mich mürbe. Das zeug muss raus... Ich werde euch auf den laufenden halten wie es mir so ergeht.


LG

Markus
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Ausgangsdosis Diazepam betrug 5,5- 6 mg Diazepam.

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Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von Lisamarie » Montag, 20.02.17, 9:26

Hallo Markus, das ist nicht wirklich eine gute Idee, die meisten die auf diese Weise entwöhnt wurden, kamen mit der schnellen Reduzierung nicht zurecht. Deswegen werden dann AD,s und NL zur Deckelung gegeben, weil man ansonsten den Entzug nicht aushält. Und was hat man dann gewonnen, man ist möglicherweise das Benzo los, wobei viele es wieder eindosieren weil nichts das Benzo ersetzen kann und man hat noch mehr problematische Psychopharmaka an der Backe. Die dann auch mühselig ausgeschlichen werden müssen. Und man hat nur die Pest gegen die Cholera ausgetauscht. Bitte überleg es dir nochmal.
Besorgte Grüße Petra
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Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von Jamie » Montag, 20.02.17, 10:41

Hallo Markus,

das ist keine gute Idee :o .
Ich kann dir nur dringend empfehlen ambulant einen Entzug zu machen.
Die Klinik wird 5mg lachhaft finden, wird dir bei Symptomen AD und NL aufdrücken, entzieht es dir in 7-10 Tagen und du kommst heim mit einem Haufen Beschwerden :(.
Hundert Mal hab ich das hier leider schon so lesen müssen. Ich kann mich nicht an einen guten klinischen Entzug erinnern, was uns hier geschildert wurde.

Viele Grüße
Jamie
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Re: Frisch abhängig von Diazepam

Beitrag von LinLina » Montag, 20.02.17, 10:54

Hallo Markus,

ich halte deinen Plan ebenfalls für keine so gute Idee, schon für jemanden der keine körperlichen Probleme hat ist ein schneller stationärer Entzug oft problematisch. Ich glaube es gibt auch Menschen bei denen es gut klappt, vor allem wenn die psychische Abhängigkeit das Hauptproblem ist und die Entzugserscheinungen nicht so stark sind, aber bei dir sehe ich eher die Gefahr dass du mit mehreren neuen Medikamenten mit Nebenwirkungen raus kommst, wenn es überhaupt auf diese Weise klappt.

Was ich aber auch bedenklich finde, dass deine Partnerin sich nicht untersuchen lassen will :o

Die Infektion ist für deine Partnerin auch nicht ungefährlich, wenn sie selbst infiziert ist, im Gegenteil:
Unbehandelt können Chlamydien bei 10–40 % der Frauen eine aus dem Genitalbereich aufsteigende Infektion verursachen.[1] Bei der Frau kann eine Entzündung der Harnröhre (Urethritis) und der Bartholinschen Drüsen erfolgen. Daneben befällt der Erreger die Schleimhaut des Gebärmutterhalses und wandert dann die weiblichen Geschlechtsorgane hoch über die Gebärmutter bis zu den Eileitern. Dabei können Entzündungen des Gebärmutterhalses (Zervizitis), der Gebärmutterschleimhaut (Endometritis) und der Eileiter (Salpingitis) auftreten.[2] Bei einer Zervizitis tritt häufig vaginaler Ausfluss auf.

Durch die Infektionen sind weitere Komplikationen möglich, durch die Salpingitis können die Eileiter verkleben und so zur Sterilität (Unfruchtbarkeit) der Frau führen. Außerdem können verklebte Eileiter verhindern, dass ein befruchtetes Ei die Gebärmutter erreicht. Dies begünstigt sogenannte Extrauteringraviditäten (Schwangerschaften außerhalb der Gebärmutter), z. B. Eileiterschwangerschaften.[1] Die Ausbreitung der Entzündung im kleinen Becken (PID, pelvic inflammatory disease) führt zusätzlich zu chronischen Schmerzen im Unterbauch.[8] Eine breit angelegte Studie in Uppsala (Schweden) zeigt, dass das Risiko der Unfruchtbarkeit nach einer genitalen Chlamydieninfektion bei etwa 7 % liegt, das Risiko für PID bei etwa 6 % und das einer Eileiterschwangerschaft bei etwa 3 %.[10]
https://de.wikipedia.org/wiki/Chlamydio ... nfektionen

Liebe Grüße
Lina
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