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Tipps zur Wasserlösemethode

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
Jamie
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Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von Jamie » Dienstag, 19.01.16, 8:55

 ! Nachricht von: Oliver
Diese praktischen Hinweise beziehen sich auf die Wasserlösemethode. Theorie und Durchführung in: Wasserlösemethode bei nicht/schlecht teilbaren Tabletten
Hallo,

da es immer wieder Probleme mit der Methode gibt (Luftblasen, Krümelchen auf dem Boden...), hier einige Tipps der Foristen:
Jamie hat geschrieben: - lauwarmes Wasser verwenden (erhöht Löslichkeit)
- Tablette vorher ggf. anstoßen / zermörsern (erhöht Löslichkeit)
- Lösung immer im Strudel / Wirbel halten beim Abziehen mit der Spritze (damit der Wirkstoff nicht auf den Boden absinkt)
- Gegebenenfalls die Zeit für sich arbeiten lassen; Tablette in Wassermenge legen und warten; Zeit arbeitet für uns (besserer Lösevorgang)
Lisamarie hat geschrieben:Hallo Natze, das Problem (Anm: Luftblasen, auf Boden hängt noch was) kenn ich auch, ich rühre immer so um das das Wasser kreiselt , sich also nichts am Boden absetzen kann und ziehe dann die benötigte Menge auf. So bin ich mir sicher das ich genügend Wirkstoff erwische und bei den Blasen hab ich festgestellt das man langsam aufziehen muss und erst anfangen kann wenn die Spritze im Wasser ist. Ich ha allerdings auch eine Spritze 30 ml bei der das nicht möglich ist trotz unter Wasser halten, da sind immer Luftblasen und ich bin auf eine kleinere Spritze umgestiegen mit der es besser klappt.
Luna hat geschrieben: Das Problem hatte ich auch und dachte zu anfang auch...boah bin ich zu doof oder was. Ich glaube,dass mir leicht lauwarmes Wasser half (nicht zu kalt das Wasser) und lange langsam rühren. Zudem habe ich immer Stilles Wasser verwendet. Kein Leitungswasser.Damit gehts meist nicht gut.
Ich habe es dann noch mit der Spritze gerührt in meinem Schnapsglas und dann aufgezogen während das Wasser sich noch bewegte.
Jeden Tag die gleiche Prozedur und man hats irgendwann drin und es passt auch mit der Menge dann.
Irgendwann hatte ich keine Blässchen mehr.
Was ich auch gemerkt habe,ist dass irgendwie jede Spritze anders ist. Ich kam am besten klar mit den grünen also wo das Grüne dran ist. Zudem habe ich jede Woche die Spritze gewechselt,weil trotz gutem sauber machen usw fing es dann an,dass das aufziehen schwerer wurde und es kamen dann mehr Blässchen.
Wie Lisamarie schon schreibt. Kleinere Spritze ist besser.Also ich kam mit der 10ml gut zurecht.
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Re: Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 31.01.16, 10:15

Jamie schrieb:

Zu deinem Wasserlöseproblem. Selbst wenn du trotz aller Bemühungen Bläschen aufziehst, dann ist das nicht schlimm. Wenn das so ist, nimmst du die Spritze raus und klopfst mit dem Finger so lange gegen die Spritze, bis die Blasen entweichen und drückst dann so lange die Flüssigkeit raus (über dem Glas mit der Lösung), bis sie Luftblasen-frei ist. Danach rührst du deine Lösung erneut rum und ziehst noch so weit auf, bis du an dem Punkt der Skala bist, den du ausgerechnet hast. Ggf. machst du das so lange, bis endlich alles bläschenfrei ist.
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Re: Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von Nela » Sonntag, 31.01.16, 17:15

Möglichst Luftblasenfrei etwas in Spritzen aufziehen:
- den Stempel der Spritze vorher einige Male auf und abziehen bevor man etwas aufziehen möchte, dadurch geht er dann leichtgängiger
- Spritze in die Flüssigkeit (am besten unter leichem Schwenken des Gefäßes, damit keine Rückstände von der Gelösten Tablette sich unten absetzen) eintauchen und langsam (!) hochziehen
- Spritze mit der Öffnung nach oben halten, den Stempel etwas mehr aufziehen, so dass Luft oben drin ist und dann leicht gegen die Spritze klopfen, so gehen alle Luftblasen die sich unten in der Spritze befinden nach oben und danach ganz langsam die Luft die oben drin ist ausdrücken. So hat man dann nur noch Flüssigkeit ohne Luft in der Spritze. Stimmt das Volumen noch nicht, die Spritze (so dass oben wirklich kein bisschen Luft mehr in der Spitze ist) ins Gefäß mit der gelösten Tablette halten und langsam soviel aufziehen wie man möchte.

Vielleicht hilft diese Beschreibung ja dem ein oder anderen :)
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Eva
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Re: Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von Eva » Mittwoch, 26.07.17, 14:20

Hallo!

Weiß schon jemand, wie sich Bromazepam auflöst bzw. ob es sich zur Methode eignet? Ich finde leider dazu keinen einzigen Hinweis.

Liebe Grüße,
die Pons
Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.

Murmeline
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Re: Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 27.07.17, 12:19

Hallo Pons,

ich weiß gerade nicht, ob jemand im Forum schon Erfolg hatte.

Bitte schau doch auch mal in die Packungsbeilage, manchmal findet sich ein Hinweis.
Ob es sich grundsätzlich überhaupt auflöst, könntest Du mal mit einer Tabeltte selbst testen.

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Re: Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von Eva » Donnerstag, 27.07.17, 15:10

Hallo Murmeline,

ich habe mich erst einmal für die Feinwaage entschieden und heute schon mal eine bestellt; es gibt sie viel günstiger als ich dachte.

Grüße,
Pons
Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.

Jamie
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Re: Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 27.07.17, 15:17

Hallo,

alle Benzodiazepine sind auflösbar, mit Ausnahme von Diazepam, das in Wasser instabil werden kann (lösen würde es sich auch).

Grüße
Jamie
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Re: Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von Eva » Donnerstag, 27.07.17, 15:19

Hallo Jamie,

das hatte ich fälschlich genau andersherum abgespeichert: ich dachte, ich müsste wohl auf Diazepam umstellen. :roll:

Nun werde ich es mit der Feinwaage versuchen, sonst bleibt mir immer noch die Wasserlösemethode.

Gruß, Pons
Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.

sigli
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Re: Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von sigli » Freitag, 28.07.17, 18:04

Hallo zusammen,

ich nehme Diazepam schon seit Anfang des Jahres in Kleinstmengen mit der Wasserlösemethode und habe keinerlei Probleme damit. Jamie, du hast, als ich das beschrieben habe, auch mal deinen Daumen drunter gemacht.

Sind das jetzt neue Erkenntnisse?

lg von Sigli
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Jamie
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Re: Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 02.08.17, 15:22

Hallo sigli, :)

ich war selbst über deinen Beitrag gestolpert.
Ich war allerdings der Meinung, dass du als altgedienter Teilnehmer dieses Vorwissen hast ( :o ) und dich trotzdem aus bewussten Stücken dazu entschieden hast Diazepam zu lösen, obwohl es instabil werden kann.
Deswegen habe ich auch nicht interveniert, weil ich nicht will, das es heißt, ich würde den Leuten reinquatschen :roll: .

Wenn du bislang damit klarkommst und es wirkt, dann behalte es bei.

Diese Info mit der Instabilität ist an uns herangetragen worden, angeblich hat das mal ein Apotheker mit chemischen Faible recherchiert, ich weiß aber nicht wer das war und auch nicht, wer das uns berichtet hat.
Soll heißen, diese Info konnte von uns bislang noch weder großartig verifiziert noch widerlegt werden, wir sind da auf Erfahrungswissen angewiesen.
Ich habe das auch so interpretiert, dass Diazepam nicht zwangsläufig in Wasser instabil werden muss, aber möglicherweise kann.

Also wenn die Methode für dich klappt, dann mache es doch weiter so.

Freundliche Grüße
Jamie
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Re: Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von sigli » Freitag, 04.08.17, 15:57

Hallo Jamie,

vielen Dank für die Info. Ne, ich wußte das nicht, dass das instabil werden könnte. Aber da ich bisher gute Erfahrungen damit gemacht habe, werde ich das weiterhin so handhaben. Ich wüßte auch nicht, wie ich das Diazepam sonst in so kleine Dosierungen bekommen sollte.

Gibt es da noch eine andere Methode? Die Valocordin-Tropfen kann man ja angeblich auch nicht in Wasser lösen und dann dosieren. Sonst bleibt ja nix.

lg von Sigli
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Re: Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von Jamie » Montag, 14.08.17, 9:51

Hallo sigli, :)

ich hatte deine Antwort überlesen.
Doch, Valocordin darf man mit (etwas) Wasser nehmen.
Zitat aus dem Beipackzettel:
Nehmen Sie die Tropfen unverdünnt mit einem Löffel o. ä. oder mit etwas Wasser
verdünnt vor oder einige Zeit nach den Mahlzeiten ein
Quelle: http://www.krewelmeuselbach.de/de/pdf/f ... azepam.pdf

Mich irritiert das, weil das ja bedeutet, dass die Instabilität anscheinend nicht vom Wirkstoff selber, sondern wie es scheint von den Hilfsstoffen beeinflusst wird bzw. ausgeht.
Respektive es lässt die Aussage, Diazepam sei in Wasser instabil, eigentlich fragwürdig zurück.

Mache es einfach so wie die ganze Zeit. So würde ich das handhaben.

Viele Grüße
Jamie
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Re: Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von sigli » Dienstag, 15.08.17, 10:08

Hallo Jamie,

ja, ich machs weiter so wie bisher. Danke für die Antwort.

lg Sigli
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Re: Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von Murmeline » Freitag, 18.08.17, 11:42

Sigli :)
ich habe ja nun am Dienstag Abend umgestellt von Diazepam-Tabletten auf Valocordin-Tropfen. Die ganzen Symptome wie Unruhe, Schwitzen, Hitze, Herzklopfen, Nackenverspannungen verschwanden sofort.

Ich habe extra ein paar Tage gewartet, um sicher zu gehen.

Ich wollte nochmal darauf eingehen. Ich habe ja die Diazepam-Tabletten seit Anfang des Jahres in Wasser aufgelöst und mir die entsprechende Menge davon genommen. Nicht sofort, aber schon ein paar Wochen später, begann das mit der Unruhe und dem psychischen Unwohlsein. Ich hatte noch daran gedacht, dass ich glaubte, dass diese unangenehmen Symptome endlich weg seien, weil im Jahr davor ich in dieser Hinsicht sehr stabil war. ich war so erleichtert deswegen. Auf jeden Fall wurde die Unruhe mit jeder Woche schlimmer. Und in den letzten Tagen fingen die Unruhe und die Nackenverspannungen direkt eine halbe Stunde nach der morgendlichen Einnahme an und dauerten bis abends an.

Ich habe keine genaue Erklärung, doch ich gehe davon aus, dass das Diazepam in was auch immer im Wasser zerfällt, das meinem Körper und meinem ZNS nicht guttut.

Auf jeden Fall geht es mir wieder gut. Ich möchte jedem abraten, das Diazepam mit der Wasserlösemethode einzunehmen. Das Valocordin schein problemlos zu sein.
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Re: Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von padma » Dienstag, 29.08.17, 18:08

für die Rechenschwachen unter uns hat SeventhWave :) eine Seite zum Berechnen eines Dreisatzes gefunden :D http://www.mathepower.com/dreisatz.php

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Re: Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von SeventhWave » Dienstag, 29.08.17, 18:35

padma hat geschrieben:für die Rechenschwachen unter uns hat SeventhWave :) eine Seite zum Berechnen eines Dreisatzes gefunden :D http://www.mathepower.com/dreisatz.php
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Jo! Wird noch nicht genutzt?

Is ganz einfach - siehe Beispielbild:


Linke Seite: 50 = 50 ml Wasser --> rechte Seite: 40 = 40 mg Tablette

Direkt darunter trägt man einen Wert ein, der anderen muss frei bleiben, denn den gilt es ja zu errechnen.
In dem Fall will ich wissen, wie viel Wasser ich für 32 mg Präparat brauche. Die Antwort ist hier 40 ml Wasser.

Das Beispiel ist zwar im Kopf rechenbar, aber ich habe es heute umgekehrt genutzt.
9 ml Wasser wollte ich abziehen, dann ist das Ergebnis 32,8 mg Präparat.
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Vorgeschichte:
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Beginn Wasserlösmethode Citalopram Mylan Dura 40 mg
18.07.17 36 mg (-10 %)
29.08.17 32,8 mg (-8,9 %)
28.09.17 30,4 mg (-7,317 %)
07.11.17 28,8 mg (-4,605 %)
05.12.17 28 mg (-2,778 %)
27.01.18 26 mg (-7,143 %)
18.03.18 24 mg (- 7,692 %)
26.04.18 23,5 mg (- 2 %)
10.06.18 22,24 mg (- 5,362%)

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Re: Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von lunetta » Dienstag, 29.08.17, 19:38

Hallo!

Ein Traum! Vielen Dank für diese Seite!!!

GLG
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Re: Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von padma » Mittwoch, 20.09.17, 22:33

ein Tipp von Jamie für Wasserlösemethode auf (Dienst-) Reisen:
also ich würde mir einen etwas größeren Kulturbeutel zulegen und morgens, sofern du das Zimmer mit jemandem teilen musst, wenn du ins Bad gehst, dann da die Prozedur machen.
Du kannst auch vorsorgen, zB indem du einen Plastikbecher (zB Ikea) daheim präparierst; genau abgemessenes Wasser rein und da einen Strich ziehen, wo der Wasserspiegel endet. Dann kannst du es einfach nur auffüllen, Tablette rein, Plastiklöffel mitnehmen und rühren (lösen lassen) und dann mit der Spritze abziehen.
Und der Becher kann ferner noch als Zahnputzbecher dienen :wink: .

Wenn Zeit zum Auflösen fehlt, dann das direkt nach dem Aufstehen tun, lösen lassen (ich habe mir zB ein Weithalsglas zugelegt und kippe die Lösung dann dort zurück, Deckel drauf und Flasche verschwindet in den Beutel zurück) und parallel dazu erst mal frühstücken gehen und danach noch mal für 2min aufs Klo huschen.

Sofern deine Kollegen nicht wirklich sehr gute und verständige Freunde sind, geht es sie überhaupt nichts an, welche Medikamente du nimmst und wie du da herumpfriemelst :roll: - sonst heißt es am Ende sogar vielleicht noch, du hast was an der Waffel oder man dreht dir irgendwann in der Zukunft einen Strick draus (die ist Psycho)?? :( Das würde ich nicht riskieren.
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Angusta
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Re: Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von Angusta » Freitag, 26.01.18, 16:48

Hallo
Weiß zufällig wer wie lange Alpr. aufgelöst wirksam/haltbar ist ?
Bzw. Kann ich die Flüssigkeit für Abends bereits am Morgen vorbereiten?
Danke schon einmal
Liebe Grüße Angusta
Alprazolam
10 jahre sporadisch ca 2x 0,5 -1mg /Woche
Seit 3 Wochen täglich
1. Woche 2 x tgl. 1mg
2. und 3. Woche 1x tgl 1 mg
Jetzt Toleranz ab 0,5 mg

beginne Entzug

Das Alprazolam teile ich in zwei Dosen auf
morgens um 9.00 und nachmittags um 16.00
Von 14 - 17.00 Uhr leichte Entzugserscheinungen die in ihrer Intensität variieren ..ist aber bisher gut auszuhalten

ca.Werte da ich je nach Gefühl auf oder abrunde
0,75 mg tgl.
und Passedantropfen
11.12.17
0,675 mg täglich

25.12.17
0,607 mg täglich

13.1.2018
0.55 mg täglich

27.1.2018
0,5mg täglich / 20 ml (7ml morgens und 13 ml abends )
Ich bin zu müde zum rechnen, deswegen ab jetzt nur noch in ml

15.2.18
18ml täglich (7ml morgens und 11ml abends )

1.3.18
17ml täglich (0,4mg)
7ml morgens 10ml abends

17.3
15,5 ml täglich (0,4mg)
7ml morgens 8,5 ml abends

1.4
14ml täglich (0,35mg)
7 ml morgens 7ml abends

18.4
12ml täglich (0,30mg)
6ml morgens 6ml abends

14.5
11ml täglich (0,27 mg)
5,5 ml morgens 5,5 ml abends

24.5 10
10ml täglich (0,25 mg)
5 ml morgens 5 ml abends

2.6
9 ml täglich (0,22 mg)
4,5 ml morgens 4,5 ml abends

10.6
8 ml täglich (0,2 mg)
4ml morgens 4ml abends

18.6
7ml täglich (0,17mg)
3,5 morgens 3,5 ml abends


Weitere Medikamente :
Betablocker
Kalziumkanalblocker
Mirtazapin 15mg abends
Buronil 1 -2 x 25 mg abends

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Re: Tipps zur Wasserlösemethode

Beitrag von Ululu 69 » Samstag, 27.01.18, 11:05

Hallo Angusta,

das Problem bei der Wasserlösung ist meist weniger der Wirkverlust, sonder eher das Risiko, dass das Wasser verkeimt.
Aber von morgens bis abends sollte das kein Problem sein, wenn du die Lösung in einem verschlossenen Gefäß im Kühlschrank aufbewahrst.

LG Ute
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