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Re: Amisulprid, Diazepam und das Leben: Die Odysee geht weiter.

Beitrag von inandout » Donnerstag, 26.04.18, 20:13

Hallo,

ich habe den Eindruck, es wird Zeit, auch mal wieder ein bisschen von mir zu berichten. Ich habe eine Wohnung gefunden - diese wurde mir jetzt telefonisch zugesichert von der Wohnungsbaugesellschaft, deshalb denke ich, ich kann mich drauf verlassen, weil es nicht so ein privater Vermieter ist. Allerdings fühlt es sich noch stressig an, solange ich den Vertrag noch nicht unterschrieben habe, und da hänge ich einfach davon ab, dass die Sachbearbeiterin mal dazu kommt, den fertig zu machen.

Vertrag geht ab 16. Mai los, zu packen ist gar nicht mehr so viel, und ich beantrage Umzugsunternehmen und kriege das auch vom Jobcenter. Aber es ist eben ein Fristen- und Termin hin- und her, was ich nicht in der Hand habe, weil ich auf Dokumente warte. Die beim Amt meinte "Ja, das ist natürlich klar, dass sie Hilfe brauchen, wenn Sie das körperlich nicht so können mit dem Umzug". Hihi, also die wußte zumindest von "Psyche" nichts, auch gut.

Immer noch nehme ich die 4 mg Diazepam, und würde gerne weiter reduzieren. Aber ob es jetzt klug wäre, solange der Umzug nicht gemacht ist, wahrscheinlich nicht.

Versuche da aber aufzupassen; denn dann könnte ich ja auch gleich sagen, naja, solange ich die neue Wohnung nicht vollständig eingerichtet habe, auch nicht gut, und dann fällt mir vielleicht das nächste ein, worauf ich warten kann.

Also sag ich mal: Frühestens, wenn der Umzugstermin steht, alles Bürokratische erledigt ist. Spätestens, wenn Bett, Küche und Schreibtisch in der neuen Wohnung einsatzfähig sind. Denn sonst nehme ich das Zeug ja noch länger und gewöhne mich noch mehr dran, das will ich nicht. Und da es immer Baustellen geben wird, wird es immer Gründe geben, noch nicht zu reduzieren.

Ich schlafe so meine 6 Stunden im Schnitt, genug, aber nicht schön, habe mal mehr mal weniger stark mit meinen Zwangsgedanken zu tun, mein merkwürdiges Körpergefühl, auch mit Brennen und Kribbeln in Händen und Füßen, Zahnschmerzen in den oberen Backenzähnen bei heiß und kalt und fest, ja das sind so meine Symptome.

War auch eine Weile appetitlos, aber habe wieder angefangen, besser zu essen und zu kochen.

Bin an TRE (Tension and Traum Releasing Exercises) dran, was einige hier im Forum auch beschrieben hatten. Das hat mir bis jetzt sehr gut getan, mein Körpergefühl verbessert sich dadurch.

Was Zwänge angeht, ist noch zu arbeiten, da die ja auch nicht allein vom Absetzen kommen.

Habe immer mal wieder gute Tage, an denen ich auch echt Hoffnung schöpfe. Auch das bessere Wetter, mehr Licht tut mir gut.

Tja, soweit erst mal, Kommentare erwünscht, und allen das beste oder bestmögliche und ein Stück vom Glück gewünscht,

inandout
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Re: Amisulprid, Diazepam und das Leben: Die Odysee geht weiter.

Beitrag von inandout » Freitag, 27.04.18, 7:33

Guten Morgen,

mir ist noch etwas aufgefallen. Schon zum zweiten Mal bin ich gestern einfach eingeschlafen nach der Arte Mediathek :) Ohne Diazepam zu nehmen. Das ist natürlich nicht toll, dass mein Körper das Mittel dann plötzlich nicht hat, aber wenn ich einfach durchschlafe und den Zeitpunkt der Einnahme verpasst habe, ist das ja irgendwie auch ein gutes Zeichen, dass ich schlafen kann ohne, oder?

Wie würdet ihr damit umgehen?

Ich nehme es dann einfach zur nächsten Nacht wieder, so gehe ich damit um. Ich habe mittlerweile sogar das Gefühl, dass das Benzo meinen Schlaf eher stört, aber ich weiß natürlich, dass ich es im Moment noch nehmen muss.

Heute also ausgeschlafene Grüße,

inandout
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Re: Amisulprid, Diazepam und das Leben: Die Odysee geht weiter.

Beitrag von Jamie » Freitag, 27.04.18, 21:18

Hi inandout, :)

ich sehe das wie du! Ein sehr gutes Zeichen! :fly:

Ich bin mir sicher du wirst einen Modus finden, wie du da künftig verfahren kannst.

Grüße
Jamie
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Re: Amisulprid, Diazepam und das Leben: Die Odysee geht weiter.

Beitrag von LinLina » Samstag, 28.04.18, 8:31

Lieber Inandout :-)

ich denke auch, es ist ein gutes Zeichen dafür, dass du nicht mehr die volle Dosis brauchst, um schlafen zu können. Dass du deswegen ohne schlafen kannst, bzw. keinen Entzug hättest, heißt es nicht unbedingt, denn Diazepam hat eine sehr lange Halbwertszeit (ca. 100 Stunden). Das bedeutet nach einem Tag ist das meiste noch vorhanden.

Ich würde versuchen, zu vermeiden dass du es vergisst, da schwankungen nicht unbedingt so gut sind, aber wenn es mal passiert dann würde ich mir nicht zu viele Sorgen machen eben wegen der langen Wirkdauer.

Liebe Grüße
Lina
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Re: Amisulprid, Diazepam und das Leben: Die Odysee geht weiter.

Beitrag von inandout » Samstag, 28.04.18, 9:38

Liebe Jamie, liebe Lina,

danke euch. Ne, ich bemühe mich dran zu denken, nur wenn der Schlaf mich mal überkommt, dann lasse ich das zu. Es ist auch nicht unbedingt so, dass es jetzt stabil in Richtung gut oder immer besser schlafen können geht, aber guter Schlaf kommt vor.

Und Lina, ich bin männlich :) Den kleinen, aber nicht ganz unwichtigen Unterschied wollte ich erwähnen, nicht dass sich plötzlich jemand erschreckt ;)

LG inandout
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Re: Amisulprid, Diazepam und das Leben: Die Odysee geht weiter.

Beitrag von LinLina » Samstag, 28.04.18, 12:01

Hallo :-)

Sorry, habs geändert :D

Liebe Grüße
Lina
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Re: Amisulprid, Diazepam und das Leben: Die Odysee geht weiter.

Beitrag von inandout » Samstag, 28.04.18, 18:02

Macht nichts Lina,

und vielen Dank. Und überhaupt mal wieder danke, dass ihr da seid. Ich weiß meinen Thread lesen ja nicht viele, aber ich möchte trotzdem teilen: heute hatte ich eine intime Zeit mit einem Menschen und musste heulen. Und er hat mich nicht gefragt, warum wieso was ist los, sondern einfach nur: It's okay, some people can't even cry, ehrlich, verständnisvoll. Ich kann gar nicht sagen, wie verdammt gut das tat, ich bin ganz anderes gewohnt, Zerreden, Analysieren, Therapie. Ich habe wieder ein Stück gemerkt, was mir fehlt, was ich brauche, was für Menschen es vielleicht auch noch gibt, wohin es noch gehen kann.

Heute dankbare Grüße,

inandout
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Re: Amisulprid, Diazepam und das Leben: Die Odysee geht weiter.

Beitrag von inandout » Montag, 30.04.18, 13:27

Liebe Leute,

zwei Tage später, so schnell kanns gehen, sieht alles schon wieder sehr anders aus für mich; die letzten beiden Nächte habe ich sehr wenig geschlafen und schlimme Zwangsgedanken gehabt und sogar eben mein letztes Messer entsorgt. Das ist furchtbar, kann ich euch sagen, solche Zustände.

Ich habe wieder Kontakt zu meinem alten Therapeuten aufgenommen und mit ihm am Mittwoch einen Termin. Im vollen Wissen, dass Psychotherapie meine Not nicht wendet, sondern dass ich einfach nur jemanden brauche, mit dem ich über alles sprechen kann, und dass es aber dann wieder so weiter geht, Therapie, Therapie, Therapie.

Ich versuche, irgendwie nicht die Hoffnung zu verlieren, aber das fällt mir sehr sehr schwer. Denn worauf soll ich hoffen? Ich glaube nicht daran, dass sich mein(e) Problem(e) in der Therapie lösen lassen, ich will nicht schon wieder in der Kindheit wühlen.

Gleichzeitig habe ich den Mietvertrag für die neue Wohnung noch nicht unterschreiben können.

Naja, ich hoffe, es geht hier einigen besser und wünsche nach wie vor allen ein Stück vom Glück,

inandout
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Re: Amisulprid, Diazepam und das Leben: Die Odysee geht weiter.

Beitrag von inandout » Dienstag, 01.05.18, 21:11

Danke fürs Bedanken, Lina ;)
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Re: Amisulprid, Diazepam und das Leben: Die Odysee geht weiter.

Beitrag von Ululu 69 » Dienstag, 01.05.18, 21:31

Hallo inandout,

schlechter Schlaf ist immer doof und triggert jede Menge Symptome, ich hoffe, du könntest letzte Nacht etwas Schlaf finden.

Ich denke, Therapien können oftmals den Ursprung der Probleme nicht beseitigen, sie können weder die Vergangenheit ändern noch die Umstände. Sie können aber vielleicht helfen, diese Zwangsgedanken zu verstehen und ihnen damit etwas von ihrem Schrecken nehmen.

Ich kann sehr gut verstehen, dass du therapiemüde bist. Mir hat dieses "Wühlen in der Vergangenheit" übrigens auch nicht geholfen. Die Verhaltenstherapie hat mir allerdings Möglichkeiten aufgezeigt, wie ich mit meiner Angst besser umgehen kann.

Bei Absetzerscheinungen kann eine Therapie überhaupt wenig ausrichten, ich denke, da ist es oft hilfreicher, zu wissen, dass diese körperlicher Natur sind und vergehen, wenn das ZNS es schaffst, wieder ein Gleichgewicht herzustellen.

Ich wünsche dir eine gute Nach mit einer großen Mütze erholsamen Schlaf.
:bettzeit:

LG Ute
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Re: Amisulprid, Diazepam und das Leben: Die Odysee geht weiter.

Beitrag von inandout » Samstag, 05.05.18, 20:12

Hallo ihr Lieben,

kleines update und Sorgen von mir: mir geht es ziemlich schlecht, schlafe weiterhin viel zu wenig 3-4 Stunden, dann noch etwas Dämmern vielleicht, viel zu tun mit den ZG. Heute morgen kam eine alte Erinnerung hoch.

Und ich habe eine Sorge: ein Pharmazeut, den ich kenne, hatte letztes Jahr sehr zur Vorsicht geraten, was die individuelle Dosierung in Kapselform von Medikamenten angeht. Nicht weil er da was dagegen hätte, aber weil er den meisten Apotheken nicht zutraut, das richtig zu machen. Er hatte am ehesten zu Apotheken in der Nähe von Kliniken geraten. Damals wollte ich das nicht so richtig hören. Aber das ist ja vielleicht auch wichtig für andere.

Nun meine große Sorge, dass ich eventuell gar nicht die Menge Wirkstoff nehme, die ich denke zu nehmen, oder nicht konstant, weil die Apotheken das eventuell gar nicht richtig sauber mischen. Ich weiß gar nicht, wie ich das rausfinden soll, sehe da keinen Weg.

Natürlich habe ich auch viel Stress wegen dem neuen Mietvertrag nächste Woche usw., wo ich fit sein will, aber die Sache mit der Dosierung macht mir echt Sorgen.

Liebe Grüße, inandout
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Re: Amisulprid, Diazepam und das Leben: Die Odysee geht weiter.

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 06.05.18, 10:30

Hallo inandout,

lässt du dir das Amisulpirid als Kapsel herstellen ?
Ich konnte das jetzt in deiner Signatur nicht erkennen.

Ich denke ehrlich gesagt, dass eine Apotheke, wenn die diese Möglichkeit anbietet, die genaue Dosierung auch hinbekommt.
Ansonsten könntest du auch wieder auf die Wasserlösmethode umsteigen, da brauchst du dich nur auf dich selbst verlassen.
:)
Die meisten hier kommen gut damit zurecht.

Ich drücke dir die Daumen, dass sich das mit dem Mietvertrag jetzt bald endgültig klärt und du dahingehend etwas zur Ruhe kommen kannst, sicher bessert sich dann auch der Schlaf wieder etwas.
Stress und Unsicherheit belasten doch sehr.

LG Ute
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Re: Amisulprid, Diazepam und das Leben: Die Odysee geht weiter.

Beitrag von inandout » Sonntag, 06.05.18, 12:14

Hallo Ute,

danke, ja genau, das Amisulprid lasse ich mir als Kapseln herstellen. Genau darum geht es, der Pharmazeut sagt, es ist nicht nur eine Frage des sauberen Arbeitens der Apotheken, sondern auch der technischen Möglichkeiten. Er sagt, 0,5 mg Dosierungen (wie bei mir 61,5 mg) kriegen die nicht wirklich hin.

Mal davon abgesehen, dass es natürlich Apotheken geben könnte, die schlichtweg weniger oder keinen Wirkstoff verwenden, um Geld zu sparen (ok, das wäre dann schon kriminell). Das hilft nicht so richtig, ist eine Logik des Verdachts, dem ich dann nie auf die Spur kommen kann.

Wieder Umstieg auf Wasserlösemethode wär natürlich eine Lösung, es würde mir eh behagen, es dann wieder ganz selbst herzustellen und nicht auf die Apotheke angewiesen zu sein.

Wenn ich allerdings bis jetzt schwankende Dosierungen genommen haben sollte, dann wäre das ja wieder eine große Veränderung. Da hilft wohl nur ausprobieren, was meint ihr??

LG, inandout
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Re: Amisulprid, Diazepam und das Leben: Die Odysee geht weiter.

Beitrag von Jamie » Sonntag, 06.05.18, 17:09

Hallo inandout, :)

die Bedenken sind teilweise sicher berechtigt.

Es ist schade, dass ich mein Wissen zu den Vorgängen bei der Kapselrezeptur nirgends gebündelt niedergeschrieben habe, sondern immer mal wieder nur in einzelnen Threads, wenn eine Frage dazu auftauchte.
Das macht es auch mir schwer meine eigenen Beiträge zu dem Thema wiederzufinden.

Und ich muss es wissen, denn bis zu meiner Berentung habe ich u.a. Kapseln in der Apotheke hergestellt. :o :D .

Ich selber würde nur im Notfall auf eine Kapsel-Individualrezeptur aus der Apotheke zurückgreifen [Ausnahme Salben, Cremes, Lösungen etc. die sind sehr sicher!], da ich in der Tat sämtliche Fallstricke kenne, wo man da beim Herstellen möglicherweise Probleme hat oder auch unsauber gearbeitet wird.
Ich nehme aber jeden verantwortungsvollen pharmazeutischen Mitarbeiter explizit von dieser Kritik aus, die wirklich bemüht sind, ein optimales Ergebnis zu bekommen.

Kapseln, die man herstellen kann, indem man den Wirkstoff mikronisiert beim Hersteller bezieht, sind noch halbwegs sicher, wie ich finde. Da liegt nämlich das zu verarbeitende Pulver gleichförmig und sehr fein vor.
Kapseln, bei denen man erst die Tabletten mühsam zermörsern muss, sind schon viel heikler, denn das ist eine (Verzeihung :roll: ) Sau-Arbeit und manche Tabletten sind so hart, zäh und körnig, dass man es rein mit Handarbeit in der Reibschale oft gar nicht fein genug hinbekommt.
Heterogenes Pulver verändert seine Fließeigenschaft, trennt sich unter Umständen von den anderen Pulvern, die als Hilfsstoffe (sog.Kapselfüllstoff) dazu gemischt werden und lässt sich entsprechend ungleich nur auf die Kapseln verteilen.
Und das ist nur ein Aspekt von vielen vielen anderen.

In der Tat hat der Apotheker recht gehabt, dass Apotheken (vor allem große) zu bevorzugen sind, die in Kliniknähe sind - oder noch besser, selbst Kliniken und Einrichtungen wie Heimen teilweise beliefern. (Das muss dann aber nicht unbedingt Kliniknähe sein).
Die haben in der Regel ein sehr gut ausgestattetes Labor und Rezeptur, machen solche Sachen entsprechend oft und sind daher routiniert.

Ich kann dir deine Entscheidung nicht abnehmen.
Weißt du, ich denk mir das so. Wenn das immer die gleichen Leute in der Apotheke machen, wo du bislang hin gehst, und die immer ihr gleiches System haben, ist ihr Bezugspunkt sozusagen valide. Dann kannst du da bleiben und zumindest damit rechnen, dass pro Kapsel, wo immer weniger Wirkstoff verordnet wird, auch weniger drin ist.
Herstellungsmängel hin oder her, denn die ist dein Körper jetzt auch schon gewöhnt.
Damit bliebe zumindest der Bezugspunkt gleich.

Jetzt zu einer anderen Apotheke zu wechseln, wäre aber vermutlich fast schon riskant, denn für den Fall, dass die anders arbeiten (und der Fall st groß), entstehen dann erst recht Schwankungen und du weißt nicht mehr, was du nimmst oder genommen hast; dosismäßig.
Da ist dann auch der Bezugsrahmen völlig weg.

Konnte ich das irgendwie verständlich rüberbringen?

Also entweder du löst künftig selber auf oder du bleibst bei deiner bisherigen Apo; das wären meine Ideen in deine Richtung.

Grüße
die ex-Rezeptur-Maus :)
Jamie
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Re: Amisulprid, Diazepam und das Leben: Die Odysee geht weiter.

Beitrag von inandout » Montag, 07.05.18, 7:43

Hallo Jamie,

vielen Dank, dass du mir das geschrieben hast, und immer noch da bist ! :) Was du schreibst ist völlig verständlich, auch wenn es natürlich nicht gerade beruhigende Informationen sind :cry: Aber sehr plausibel. Ich verstehe auch deinen Punkt: wenn schon Unsicherheit in der Dosierung, dann lieber bei der gleichen Apotheke bleiben, weil die Abweichung dann dort vielleicht wenigstens ein System hat :(

Nein, also wenn, dann kein Wechsel zu einer anderen Apotheke, wenn dann Wechsel zur Wasserlösemethode. Da habe ich es in der Hand.

Gehst du denn nach deinen Erfahrungen von großen möglichen Schwankungen aus bei der Kapsel-Herstellung durch Apotheken? Denn auch bei der Wasserlösemethode hätte ich ja den Effekt, dass ich dann plötzlich eine andere Menge Wirkstoff nehme und nicht weiß, wieviel es dann ist. Sprich ein Risiko gehe ich in jedem Fall ein.

Puh, hätte ich doch gar nicht erst mit den Kapseln angefangen (aber ich wollte eben auch gut unterwegs die Kapseln immer dabei haben können...)

Liebe Grüße,

inandout
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Re: Amisulprid, Diazepam und das Leben: Die Odysee geht weiter.

Beitrag von lollarossa » Mittwoch, 09.05.18, 6:16

Hallo liebe Inandout :)

Ich habe schon vor längerem deinen Thread entdeckt und mir alles durchgelesen.

Du hast ja auch eine ganz schöne Geschichte durch mit den ganzen Tabletten...

Das mit der Benzo Abhängigkeit ist mir auch fast passiert, bin aber glücklicherweise hier durch das Forum auf wertvolle Infos gestossen und Versuche mich zu beherrschen.

Wie du nehme auch ich das Amisulprid und möchte das im nächsten Jahr reduzieren.
Ist ja Wahnsinn von welcher Menge du bereits runter gekommen bist :party2:

Wenn das für dich okay ist, dann klinke ich mich hier ab und zu ein und höre nach.

Ich wünsche dir heute einen schönen Tag mit hoffentlich wenigen Symptomen!
Ich muss jetzt nach einer turbulenten Nacht mit wenig Schlaf zur Arbeit... :zombie:

Alles Liebe,
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Beitrag von inandout » Mittwoch, 09.05.18, 7:25

Hallo lollarossa,

ich bin ein er :) Klink dich ruhig ein, wenn du magst. Es stimmt, ich bin schon von einer großen Menge herunter. Allerdings ist es in meinem Niedrigdosisbereich extrem schwierig und ich habe starke Symptome. Solche Probleme hatte ich definitiv nicht im Hochdosisbereich, aus dem ich ja schon vor Jahren herunter bin.

Als Mutmacher kann ich daher leider gerade nicht fungieren, jedenfalls nicht aus meiner Geschichte. Allerdings, wie du weißt, sind alle Verläufe sehr unterschiedlich. Toll ist ja auf jeden Fall, dass du um eine Benzoabhängigkeit herum gekommen bist.

Danke für deine guten Wünsche; ich wünsche dir dann auch einen möglichst symptomfreien Arbeitstag.

Herzlich,
inandout
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Beitrag von lollarossa » Mittwoch, 09.05.18, 10:10

Hallo Inandout :wink:

Ich schaue dann Mal regelmäßig bei dir rein.
Irgendwie war ich der festen Überzeugung, dass du eine Frau bist :o

Ich finde es schön mutmachend, dass du soviel Amisulprid reduzieren konntest!
Und letztendlich geht deine Geschichte ja auch weiter und das Blatt kann sich immer wenden :wink:

Gruss, LOLLA
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Beitrag von inandout » Mittwoch, 09.05.18, 10:49

Hallo LOLLA,

ich werde in Zukunft männlicher schreiben, damit es keine Mißverständnisse mehr gibt. *Rülps* :D

Gruss, inandout
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Re: Amisulprid, Diazepam und das Leben: Die Odysee geht weiter.

Beitrag von Katharina » Freitag, 11.05.18, 22:28

Hallo lieber ♂️Inandout!

endlich, ich ♀️
hatte es fast nicht mehr gewagt, zu fragen da ewig vergesslich aber nun sitzt es♂️,
Bilder und Symbole helfen mir, Namen nicht.

Alles Liebe ein schneller 🖤Gruß und alles alles Gute
Katharina
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